Leben ist mehr

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Leben ist mehr episodes

  • (Un)Fassbar

    Herrlichkeit, Größe, Allmacht: Das sind nur einige Attribute, die wir zu Recht Gott zuschreiben. Gott übersteigt das menschliche Fassungsvermögen. Es übersteigt meinen Verstand, dass Gott ewig ist, weil ich nur zeitlich denken kann. Es ist unglaublich, dass er das Universum geschaffen hat und jeden Stern selbst in der fernsten Galaxie mit Namen kennt. In der Bibel wird überdies beschrieben, dass Gott Licht ist und sich in Licht hüllt, das unzugänglich ist. Einem Mose sagt Gott deshalb, dass dieser es nicht ertragen könnte, Gottes Angesicht zu sehen (2. Mose 33,20). Denn vor dem heiligen Gott wird jeder Mensch mit all seinen Abgründen, seinen Fehlern und seiner Schuld offenbar, sodass der Prophet Jesaja ausruft: »Wehe mir, ich vergehe! Denn ich bin unreiner Lippen und wohne unter einem Volk von unreinen Lippen; denn ich habe den König, den HERRN Zebaoth, gesehen mit meinen Augen« (Jesaja 6,5). Gott ist für den Menschen unfassbar, und es ist unerträglich, ihm in seiner Majestät zu begegnen.

    Und nun Weihnachten. Gott entäußert sich in seinem Sohn seiner himmlischen, sichtbaren Herrlichkeit und wird Mensch. Und das nicht in imposanter Gestalt, als strahlender Held, der die Menschen unterwirft. Er wird ein Baby, entbunden in einem schäbigen Stall in einer kleinen israelitischen Stadt, von einer jungen, unbedeutenden Frau. Mittelalterliche Bilder zeigen diese Szenerie oft in ganz natürlicher Schlichtheit: Ein Neugeborenes, das von seiner Mutter gestillt wird, ganz verletzlich. Der große Gott wird (an)fassbar, in einer Art, die der Mensch ertragen kann. Jetzt kann er sich Gott nähern.

    Welche Liebe und Menschenfreundlichkeit offenbart der große Gott, dass er uns auf diese Weise begegnet!

    Markus Majonica

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    4 min
  • Gott im gefährlichsten Gefängnis Deutschlands

    Als mir der Youtube-Algorithmus eine Doku über das angeblich gefährlichste Gefängnis Deutschlands vorschlägt, ist mein Interesse geweckt. Schwerverbrecher, zu jahrzehntelanger Haft verurteilt, sitzen dort ihre Zeit ab. Sie fristen ihr Dasein in weitgehender Isolation und träumen von einem Leben in Freiheit, für viele von ihnen in weiter Ferne.

    Die Kamera filmt einen zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilten Mörder in seiner Zelle. Er berichtet, dass kein einziger Tag vergeht, an dem er nicht an die Freiheit denkt. Ich pausiere das Video. Stutzig gemacht hat mich ein Kalender im Hintergrund des Mannes, der mir bekannt vorkommt. Der gleiche christliche Wandkalender hängt in unserer Wohnung. Schon oft habe ich mich über die ermutigenden Bibelverse und die Texte über die gute Botschaft von Jesus gefreut. Irgendwie hat es dieser Kalender auch in den gefährlichsten Knast Deutschlands zu einem lebenslänglichen Insassen geschafft. Wenn der Mann schon nicht mehr rauskommt, dann kommt Gott halt zu ihm rein.

    Gottes Handeln beeindruckt mich, und ich denke an den Tagesvers. Jeder Mensch bekommt seine Chance. Gott versucht, ihm zu begegnen, ihn vor dem ewigen Abgrund zu retten. Dabei bleibt Gott hartnäckig. Er will dem Menschen unbedingt das ewige Leben schenken und gibt nicht so schnell auf. Er versucht es mehrmals und auf unterschiedlichen Wegen, wenn auch nicht unendlich oft. Manchmal spricht er uns durch andere Menschen an, manchmal durch Leid in unserem Leben. Manchmal tut er es durch einen Bibelvers, der uns begegnet, manchmal durch Literatur, die wir geschenkt bekommen. Auch dieser Kalender hat es ja auf irgendeine Weise in Ihre Hände geschafft. Was ist nun Ihre Reaktion?

    Janina und Philipp Strack

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    4 min
  • »Ewigkeit bekommt ein Ablaufdatum«

    Diese Überschrift in einer bekannten Tageszeitung ließ mich aufhorchen. Was soll das – »Ewigkeit bekommt ein Ablaufdatum«? Dann wäre das ja nicht mehr Ewigkeit. Wie ist denn so eine Aussage möglich? Das waren erste Gedanken zu diesem eher widersprüchlich anmutenden Titel. Beim Lesen des Artikels wurde klar: Der Autor bezog seine Aussage auf die Halbwertzeit des radioaktiven Zerfalls von abgebrannten Brennstäben der Atomkraftwerke. Deren Strahlung wurde bisher als »beinahe ewig« bezeichnet. Nun hat ein belgisches Nuklearforschungslabor ein Verfahren entwickelt, um die Strahlungsdauer dieser Stäbe merklich verringern zu können, und kann damit ein Ablaufdatum der gefährlichen Strahlung bestimmen. Es handelt sich hier also nicht um die eigentliche »Ewigkeit« und darum, wie wir diesen Ausdruck gemeinhin verstehen.

    In der Bibel wird oft von Ewigkeit gesprochen. Wir können uns davon keine wirkliche Vorstellung machen. Dass unser Zeitbegriff und derjenige Gottes ganz unterschiedlich sind, zeigt uns z. B. Psalm 90,4: »Denn tausend Jahre sind für dich wie der Tag, der gestern verging, wie eine Wache in der Nacht« (in biblischer Zeit bestand eine Nacht aus drei Abschnitten von vier Stunden). Wir erkennen hier, dass Gott nicht an Zeit gebunden ist. Tausend Jahre können bei Gott 24 Stunden oder auch nur vier Stunden sein. Die Ewigkeit jedoch ist unendlich. Wo und wie wollen wir diese Ewigkeit verbringen?

    Jesus selbst gibt uns dazu eine Anleitung und ein noch heute gültiges Versprechen, das Ausdruck der großen Gnade Gottes ist: »Denn so hat Gott der Welt seine Liebe gezeigt: Er gab seinen einzigen Sohn dafür, dass jeder der an ihn glaubt, nicht ins Verderben geht, sondern ewiges Leben hat« (Johannes 3,16; NeÜ).

    Martin Grunder

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    4 min
  • Wer hat die Kontrolle?

    Die Situation von Maria und Josef war nicht so leicht. Maria war schwanger, und die Entbindung stand bevor. Und jetzt sollten sie gezwungenermaßen auch noch aufbrechen, um nach Bethlehem zu gehen. Das war von ihrem Ort Nazareth etwa 150 Kilometer entfernt. Weil der große Kaiser in Rom wissen wollte, über wie viele Menschen er Macht hatte, erließ er den Befehl, dass sich jeder registrieren lassen sollte. Josef, der aus Bethlehem stammte, musste mit seiner hochschwangeren Frau in seine Vaterstadt ziehen. Was das wohl für Maria bedeutete? Menschlich gesehen könnte man sagen: Nur weil ein Machthaber eine machtpolitische Idee hatte, mussten die einfachen Menschen unnötige Strapazen ertragen. Es scheint, als wären sie ein Spielball der Herrschenden.

    Kennt man ein wenig Zusammenhänge der biblischen Geschichte, ergibt sich jedoch noch ein anderer Blick auf die Situation. Durch die Anordnung des Kaisers kam es dazu, dass sich die jahrhundertealte Voraussage Gottes durch den alttestamentlichen Propheten Micha erfüllte. Der kündigte an, dass der kommende Retter Gottes in der Stadt Bethlehem geboren werden sollte. Und so bewirkte Gott durch den Befehl des Kaisers, dass sein Messias rechtzeitig in der Stadt Bethlehem zur Welt kam. Kaiser Augustus ist Befehlsgeber, aber auch Werkzeug.

    Möglicherweise kennen wir auch Lebenssituationen, wo wir den Eindruck haben, dass über uns verfügt wird. Oder dass wir gar keine Kontrolle über unser Leben haben, egal, was geschieht. Der Glaubende hat immer eine weitere Perspektive. Nämlich die, dass Gott über allen Lebenssituationen und misslichen Lagen steht. Und wenn ich selbst nicht begreife, wozu das alles geschieht, darf ich doch wissen: Gott regiert. Er hat die Kontrolle.

    Manfred Herbst

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    5 min
  • Wenn der Zeitgeist sich ändert

    Was Menschen heute feiern, kann sich morgen schon als falsch erweisen. Besonders tragisch erlebte das der jüdische Lyriker Ernst Lissauer. Er hatte sich, mitgerissen von der allgemeinen Begeisterung, bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges freiwillig zum Militär gemeldet, wurde aber ausgemustert. Bitter enttäuscht, seine Vaterlandsliebe nicht unter Beweis stellen zu können, versuchte er, auf andere Weise der Sache zu dienen. Er verfasste das Gedicht »Hassgesang gegen England«, das wie eine Bombe einschlug. Es erreichte eine enorme Popularität, wurde in allen Zeitungen gedruckt, in den Schulen auswendig gelernt, später als Lied gesungen. Auch der Kaiser war begeistert. Der jüdische Außenseiter glaubte, es endlich geschafft zu haben: Er war »angekommen«, ein angesehener, erfolgreicher und allgemein verehrter Schriftsteller.

    Doch dann kam die Wende: Der Krieg ging verloren, und die Menschen erkannten, welch furchtbaren Lügen sie auf den Leim gegangen waren. Niemand wollte mehr etwas vom »Hassgedicht gegen England« und seinem Autor wissen. Alle rückten 1919 von Lissauer ab, die ihn 1914 noch gefeiert hatten. Keine Zeitung wollte seine Gedichte mehr drucken, sein Verleger kündigte ihm, Freunde kannten ihn nicht mehr. Und als Hitler an die Macht kam, wurde der Dichter endgültig aus Deutschland vertrieben. Einsam und frustriert starb er am 10. Dezember 1937 in Wien.

    Wie schnell können Stimmungen und Meinungen sich wandeln. Nur Gott ist ein unwandelbarer Fels im Strom der Zeit. Sein Wort steht fest, auch wenn alles andere wankt. Wer sich daran hält, hat eine sichere Grundlage – unabhängig davon, ob Menschen ihn feiern oder verachten. Es lohnt sich, sein Leben auf diesen Felsen zu bauen!

    Elisabeth Weise

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    5 min
  • Die Weihnachtsfeier (2)

    Er war Außendienst-Verkaufsleiter für einen Teil Ostdeutschlands und Berlin. Zu unserer betrieblichen Weihnachtsfeier kamen auch die Außendienstler in die Firmenzentrale. Oft ein paar Tage vorher, um noch eine Tagung damit zu verbinden. Dann, bei der Weihnachtsfeier, waren alle miteinander vereint. Jedes Jahr hatte ich hier die Möglichkeit, sozusagen als Weihnachtsbotschaft, den Kollegen und Kolleginnen von Jesus, seiner Geburt, seinem Leben und vor allem seinem Erlösungswerk zu erzählen. Reaktionen gab es eher selten, und auch unser Berliner Verkaufsleiter blieb unbeteiligt. Manchmal fragte ich mich, ob es überhaupt Sinn macht. Aber ein paar Kolleginnen waren froh, dass es auch diesen Teil der Weihnachtsfeier gab.

    Dann passierte etwas Schreckliches. Unser Berliner Verkaufsleiter hatte einen Herzinfarkt erlitten und war verstorben. Alle waren schockiert über die Nachricht seines plötzlichen Todes. Zwei Monate später wurde ich gebeten, seinen Firmenwagen aus Ostberlin zurückzuholen. Mit einem mulmigen Gefühl klingelte ich bei seiner Witwe. Sie öffnete die Tür und empfing mich in ihrer Wohnung. Sie sprach sehr liebevoll von ihrem Mann, und wir unterhielten uns über ihn. Wir kamen auf seine Besuche in der Zentrale zu sprechen, und als sie nochmals meinen Namen hörte, fragte sie, ob ich der Mann sei, der bei der Weihnachtsfeier immer über Gott redete. Ihr Mann hätte ihr jedes Jahr weitergegeben, was dort über Gott erzählt wurde. Als ich bejahte, wurde sie sehr froh, und ich konnte ihr sagen, dass sie ihren Schmerz, ihre Zukunft und ihr Leben getrost in Gottes Hände legen kann.

    Wir verabschiedeten uns. Im Auto dankte ich Gott und war beeindruckt von seinem Wirken, in das er uns manchmal kurz hineinblicken lässt.

    Bernd Grünewald

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    4 min
  • Die Weihnachtsfeier (1)

    Es ist jetzt mehr als 30 Jahre her. Ich hatte, kurz nachdem ich Christ geworden war, Anfang des neuen Jahres meine neue Stelle angefangen. Es war ein bewegtes Jahr gewesen, und es neigte sich nun langsam dem Ende zu. Für den letzten Freitag vor Weihnachten wurde der Termin für die alljährliche Weihnachtsfeier festgelegt. Diese Weihnachtsfeier begann dann mit einer Rede unseres Chefs über die Entwicklungen des vergangenen Jahres. Danach mussten alle Neueinsteiger als Chor nach vorne kommen, und es wurden vier Weihnachtslieder gesungen. Es gab noch eine Tombola, und dann wurde gegessen und vor allem getrunken.

    An diesem Abend kam ich ziemlich enttäuscht nach Hause. Als meine Frau mich fragte, wie es gewesen war, konnte ich nur erwidern: essen, trinken, fröhlich sein – das warʼs. Nicht ein Satz über die Geburt Jesu. Meine Frau holte mich wieder auf den Boden der Tatsachen zurück und gab mir zu bedenken, dass es eine Firmen-Weihnachtsfeier war und ich zwei Jahre vorher dabei auch nicht an Jesus gedacht hätte. Sie hatte ja recht. Aber dann sagte sie, so wie es ihre Art ist: Wenn du möchtest, dass auf eurer Weihnachtsfeier an Jesus gedacht wird, dann mach du doch etwas. Das saß.

    Ich dachte über ihre Worte nach, und im Laufe des nächsten Jahres formte sich in mir ein Plan. Kurz vor der nächsten Weihnachtsfeier fragte ich meinen Chef, ob ich auf der Feier etwas vorlesen dürfte. Er gab sein Okay, und so las ich an dem Abend eine Geschichte über die Geburt Jesu vor. Als ich mich wieder setzte, war ich aufgewühlt, aber glücklich. Seitdem habe ich jedes Jahr auf die eine oder andere Weise während unserer Weihnachtsfeier das Evangelium bekannt gemacht und bin so zu einem festen Programmpunkt dieses Abends geworden.

    Bernd Grünewald

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    4 min
  • Du musst auch NEIN sagen können

    »Nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: NEIN.« Dieser Satz stammt von Kurt Tucholsky, einem deutschen Journalisten und Schriftsteller. Er steht auf einer Gedenktafel, die daran erinnern soll, dass dort in Bremen das erste Konzentrationslager der Geheimen Staatspolizei gestanden hat. Mitten in einem Wohngebiet. Dieses Lager wurde dann verlegt, weil sich die Anwohner über die Schmerzensschreie der gefolterten Häftlinge beschwerten. Als alles vorbei war, fragten viele: Wie konnten die Nazis so viele Menschen zu Mitläufern und Mittätern machen? Hätte mehr und ernsthafterer Widerstand vielleicht doch etwas ändern können?

    Der Tagesvers fordert uns auf, dass wir der Menge nicht zum Bösen folgen sollen. Hier ist jeder gefordert. Wir müssen das Böse erkennen und standhaft bleiben, wenn uns die Menge zum Bösen zieht. Gott erwartet, dass wir nicht einfach mitmachen. Aber das ist leichter gesagt als getan. Es war schon immer schwer, gegen den Strom zu schwimmen. Die sich damals dagegenstellten, bekamen zu Lebzeiten keine Würdigung und bezahlten ihren Widerstand meist mit Gefängnis, KZ und Tod. Erst heute können wir ermessen, was ein Paul Schneider, Dietrich Bonhoeffer oder eine Sophie Scholl geleistet haben und was ihr Leben wert war.

    Die Frage ist, wo wir, jeder Einzelne, heute NEIN sagen müssen zum Bösen. Wahrscheinlich werden auch wir kaum Beifall bekommen, dafür aber jede Menge Gegenwind erleben. Hitler und seine Schergen haben eine unauslöschliche Spur der Verwüstung hinterlassen, doch die Widerständler haben Tausende positiv geprägt. Wem würde ich heute eher folgen?

    Herbert Laupichler

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    5 min
  • Es muss vergehen

    Letztes Jahr musste unser Auto zum TÜV. Bei der Untersuchung kam raus, dass wichtige Teile der Karosserie von Rost durchdrungen waren. Dementsprechend war keine Fahrerlaubnis mehr möglich. Der finanzielle Aufwand, die Reparatur in einer Werkstatt durchführen zu lassen, stand in keiner Relation zum Wert des Wagens. Es war für mich schwer hinzunehmen, ein sonst noch gut fahrendes und funktionierendes Auto aufzugeben. Also entschloss ich mich, die Reparatur selbst durchzuführen. Die Kfz-Werkstatt gab mir freundlicherweise Tipps und Ratschläge für die Durchführung. Sie wies mich dennoch darauf hin, dass der Rost trotzdem wiederkommen würde. Dies konnte ich nach ein paar Wochen leider bestätigen.

    Den Kampf gegen die Vergänglichkeit, »die Eigenschaft ..., vergehen zu müssen« (Wikipedia), diesen Kampf kennen wir auch aus anderen Bereichen unseres Lebens, z. B. in Haus, Garten und Hof oder in Bezug auf unseren Körper. Wir unternehmen sehr viel, um möglichst lange zu erhalten, was uns wichtig ist. Doch von ewiger Dauer ist es nicht.

    Ein Kampf gegen Windmühlen also. Wo ist die Hoffnung? Wir können sie an den Worten Jesu festmachen (siehe Tagesvers). Doch können Worte Leben geben? Ja, wenn Gott sie in seiner Allmacht wahr werden lässt. Was Gott zusagt, hält er gewiss. Darauf können wir uns verlassen. Seine Versprechen sind an Jesus geknüpft. Wenn ich Jesus in mein Leben aufnehme, ihm mein bedingungsloses Vertrauen schenke und meine Lebensschuld bei ihm ablade, dann kann ich sicher sein, dass er mich erhält, auch dann, wenn mein Körper vergeht. Er wird mir einen neuen schenken. Äußerlich mag ich »rosten«, aber innerlich bin ich durch den Glauben an ihn schon auf »Ewigkeit bei ihm« angelegt. Wenn das nicht tröstlich ist!

    Gabriel Herbert

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    5 min
  • Von Neuem geboren?!

    Er ging durch die schmalen Gassen der Stadt. Hinten in seinem Laden lagen sie, die Schriftrollen. Eine stattliche Anzahl hatte er in den letzten Jahren gesammelt. Konnte das wirklich wahr sein, was die Leute erzählten? Sollte der verheißene Messias nun tatsächlich geboren sein? Nein, dieser Gedanke war so abwegig, dass er ihn schnell beiseiteschob. Das war doch nicht möglich – und außerdem, was sollten die anderen von ihm denken? Er fürchtete, seine einflussreiche, politische Stellung zu verlieren.

    Doch dann fasste Nikodemus einen Entschluss. Er wollte es jetzt wissen: War Jesus der versprochene Retter oder nicht? Er schlich sich nachts aus seinem Haus, ging durch die Gassen Jerusalems, um Jesus zu treffen und ihn selbst zu fragen. Dieser antwortete ihm: »Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verlorengehen, sondern das ewige Leben haben« (Johannes 3,16).

    Nikodemus bekam in dieser Nacht von Jesus erklärt, dass er tatsächlich der versprochene Retter ist. Jesus ist der Messias, den Gott schon im Alten Testament angekündigt hatte, um die zerstörte Beziehung zwischen Gott und Mensch wieder zu heilen. Denn durch all die schlechten Taten, die jeder Mensch immer wieder tut, sind wir schuldig vor Gott geworden. Doch Gott hatte schon von Anbeginn einen Plan, wie diese Beziehung wieder in Ordnung gebracht werden sollte: Er sandte schließlich seinen eigenen Sohn auf die Erde, damit dieser für die Schuld der Menschen starb. Wer daran glaubt, wird von Neuem geboren, er bekommt ewiges Leben. Wir gut zu wissen, dass Jesus Christus wirklich der angekündigte Retter ist und dass durch ihn der Weg zu Gott frei geworden ist!

    Ann-Christin Bernack

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    6 min

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»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das…

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