Leben ist mehr

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Leben ist mehr episodes

  • In Wahrheit ganz hilflos

    Da ist einer mitten auf dem Atlantik über Bord gefallen. Er befindet sich also in äußerster Lebensgefahr, ganz gleich, was den Absturz bewirkt hat. Hilft ihm nun der feste Glaube, er wandere in einem wunderschönen Park und er höre die Vögel in den Bäumen zwitschern? Oder etwa die Vorstellung, er müsse nur an sich selbst glauben, dann werde er den Zielhafen auch schwimmend erreichen?

    Wäre er nicht besser beraten, der Wahrheit ins Auge zu blicken, dass er völlig verloren ist? Vielleicht könnte er schon im nächsten Augenblick von den scharfen Zähnen eines großen Hais zerfetzt werden oder im Bauch eines Pottwals landen. Wäre ihm das klar, so würde er mit aller Kraft um Hilfe rufen und, so schnell er kann, das Seil mit dem Rettungsring ergreifen, das ihm von oben zugeworfen wurde.

    Was ich mit dem diesem Gleichnis sagen will: Leider versuchen die meisten Menschen, aufkommende Zukunftsängste ohne Gottes Hilfe zu überwinden. Dazu bedienen sie sich unterschiedlichster Methoden. Die einen versuchen es mit Hollywood, die anderen mit Drogen, wieder andere mit transzendentaler Meditation oder mit stoischer Philosophie (Streben nach Harmonie mit der Natur). Aber nichts rettet vor dem leiblichen Tod, und was kommt dann?

    Jesus Christus hat durch seinen Tod und seine Auferstehung für alle Glaubenden das Tor zu einem ewigen Leben bei Gott im Himmel geöffnet. Dieser Glaube ist das Seil mit dem Rettungsring daran, das wir ergreifen dürfen. Nötig genug haben es alle, aber der leidige Stolz hindert leider die meisten daran. Doch wenn man sich bewusst macht, worum es letztlich geht, dann kann man diesen Stolz vielleicht überwinden und dankbar nach dem Rettungsmittel greifen, das Gott uns gezeigt hat und uns anbietet.

    Hermann Grabe

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    6 min
  • Erstaunliche Dschungeltiere – Schlangen

    Es gibt kein Tier, das den Dayaks mehr Furcht einjagt, als eine Schlange. Und das, obwohl die meisten der ca. 80 Schlangenarten, die in Borneo zu finden sind, ungiftig sind. Neben Würgeschlangen wie den Boas und Pythons gibt es viele ungefährliche Giftschlangen. Obwohl wir gegenüber unseren Dschungelfreunden diese Fakten schon oft erwähnt haben, bleiben die Reaktionen auf Schlangen immer gleich: Furcht und Panik. Vor zwei Arten von Giftschlangen sollte man jedoch tatsächlich großen Respekt haben: Die King Kobra, die bis zu fünfeinhalb Meter lang werden kann und somit die längste Giftschlange der Welt ist, und die gut getarnte Borneo Viper. Der Biss dieser Schlangen kann innerhalb weniger Stunden zum Tod führen.

    Furcht und Panik vor Schlangen erlebten auch die Israeliten auf ihrer Wüstenwanderung, nachzulesen in 4. Mose 21,4-9. Das Volk Israel erlebte zu jener Zeit eine regelrechte Giftschlangen-Plage! Viele wurden gebissen und starben. Schreiend wandten sie sich an Mose, ihren Anführer. Diejenigen, die von den Schlangen gebissen wurden, wussten, dass ihr letztes Stündchen geschlagen hatte. Doch wie konnte Moses ihnen helfen? Ein Antiserum gab es damals nicht!

    In dieser aussichtslosen Situation tat Mose das einzig Richtige – er wandte sich an Gott. Er hatte nicht die Möglichkeit, das Volk zu retten. Doch Gott hatte das »Antiserum« schon bereit. Er benutzte eine Gegenstandslektion, eine auf einem Pfahl aufgerichtete bronzene Schlange. Wer auch immer gebissen wurde und wusste, dass er dem Tod geweiht war, sollte allein auf Gottes Rettungsmittel vertrauen und dadurch gerettet werden. Der Blick – und der dadurch ausgedrückte Glaube – genügte, damit Gott jene Person heilte. Dieser Glaube rettet auch heute – wenn er auf Jesus gerichtet ist.

    Tony Keller

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    5 min
  • Erstaunliche Dschungeltiere – Malaienbär

    Auch der Malaienbär ist im Dschungel Borneos zu finden. Der kleine, etwa 1,40 m große Bär kann dank seines geringen Gewichts und der langen Krallen mühelos die höchsten Bäume des Dschungels erklettern. Die auffällige gelb-orange Brustmarkierung jedes Tieres ist einzigartig, ähnlich einem menschlichen Fingerabdruck. Wegen dieser besonderen Flecken wird er auch »Sonnenbär« genannt. Selten haben wir diesen scheuen Bären zu Gesicht bekommen, da er tagsüber oft hoch oben in den Baumwipfeln döst. Seine Nahrung besteht aus Insekten, Früchten und leckerem Honig. Die Krallen des Malaienbären können bis zu sieben Zentimeter lang werden und sind besonders nützlich, um Baumrinden zu kratzen oder an Nahrung zu gelangen.

    Wir haben bereits viele Geschichten von Bärenbegegnungen gehört. Und obwohl die Dayaks, die Ureinwohner Borneos, sehr mutig sind, haben sie großen Respekt vor diesen Tieren. Auch in der Bibel finden wir Berichte von Bärenbegegnungen. David, der als Hirte Schafe hütete, hatte einige solcher unangenehmen Begegnungen. Wohl oder übel musste sich David zwischen das Raubtier und seine Beute stellen. In 1. Samuel 17,37 lesen wir: »Und David sprach: Der HERR, der mich aus den Klauen des Löwen und aus den Klauen des Bären errettet hat …«

    David wusste, dass er selbst nicht stärker war als ein Bär, denn Schätzungen zufolge sind Bären im Durchschnitt fünf- bis zehnmal stärker als Menschen. Doch worauf stützte David sein Vertrauen? Er vertraute nicht auf sich selbst, sondern auf seinen allmächtigen Gott. Er vertraute nicht nur auf dessen Stärke, sondern auch darauf, dass Gott Menschen aus ihrer Notlage retten will. Gottes Wille, uns zu retten, zeigte er am deutlichsten, als er seinen Sohn sandte, der meine und Ihre Sündenschuld am Kreuz bezahlte.

    Tony Keller

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    14 min
  • Erstaunliche Dschungeltiere – Nashornvögel (2)

    Nashornvögel sind gesellige Tiere. Häufig sieht man sie in Gruppen zusammen fliegen. Oft sehen wir die Nashornvögel abends in den hohen Bäumen, wo sie Schlafgemeinschaften bilden. Doch jedes Jahr erleben wir ein wiederkehrendes Phänomen: Zu einer bestimmten Zeit sehen wir diese Vögel nur allein. Der Grund dafür ist faszinierend. Nashornvögel brüten in Baumhöhlen. Sobald das Weibchen zwei bis fünf Eier gelegt hat, vermauern sowohl das Männchen von außen als auch das Weibchen von innen den Eingang der Höhle, bis nur noch eine kleine Öffnung zu sehen ist. So »sperrt« sich das Weibchen selbst ein, um die Eier und später die Küken zu schützen. Das Männchen ist während dieser Zeit ständig auf Nahrungssuche, bis die Jungtiere groß genug sind und sie gemeinsam die zugemauerte Öffnung aufbrechen. Zudem leben Nashornvögel in einer lebenslangen monogamen Partnerschaft.

    Genauso wie Gott den Nashornvögeln eine klare Bestimmung gegeben hat, hat er auch für uns Menschen einen Plan. Er hat uns erschaffen, damit wir ihn verherrlichen und seinen Wegen folgen, denn nur so erfahren wir wahres Glück und Erfüllung. Die Bibel entwirft ein Rollenbild von Mann und Frau, das von gegenseitiger Liebe, Hingabe und Unterordnung geprägt ist. Diese Prinzipien sind kein Relikt aus vergangenen Zeiten, sondern Hilfestellungen zu einem Leben in gegenseitiger Wertschätzung, Geduld und Annahme.

    Unsere Kinder, ja, unsere Gesellschaft brauchen eine feste Grundlage, die auf Gott und seinem Wort basiert. Sehnen wir uns nicht auch nach Prinzipien, die unseren Kindern eine hoffnungsvolle Zukunft bieten? Prinzipien, die uns vor der Selbstzerstörung bewahren, die eine allgemeine Orientierungslosigkeit zwangsläufig mit sich bringt?

    Tony Keller

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    5 min
  • Erstaunliche Dschungeltiere – Nashornvögel (1)

    Es ist früh am Morgen, die Sonne hat die Baumkronen noch nicht erreicht. Das nächtliche Zirpen und Grillen ist noch immer zu hören. Doch plötzlich durchbricht das Geräusch schwerer Flügelschläge die Stille: Die Nashornvögel fliegen über unser Haus. Jedes Mal ist es ein beeindruckendes Schauspiel. Natürlich fliegen diese rund 90 Zentimeter großen Vögel nicht über die Dächer Deutschlands. Obwohl Nashornvögel mit 56 Arten weltweit weitverbreitet sind, kommen sie in Deutschland nicht vor – nur im Zoo.

    Im warmen, feuchten Dschungel Borneos jedoch sind sie zahlreich, und dort steht auch unser Haus. Das markanteste Merkmal des Nashornvogels ist sein Schnabel, der bei den Männchen bis zu 34 cm lang werden kann. Einige Arten, wie der Rhinozerosvogel, haben zusätzlich einen Hornaufsatz, der den Schnabel noch imposanter macht. Dieser Aufsatz besteht aus einer dünnen Hornschicht und lockerem, schwammartigem Gewebe. Wäre der Schnabel anders gebaut, wäre der Vogel zu kopflastig und könnte nicht fliegen. Doch genau diese besondere Konstruktion macht es dem Vogel möglich, Früchte von dünnen Zweigen zu pflücken, die sein Gewicht sonst nicht tragen könnten. Durch dieses geniale Design kann der Nashornvogel seinen Kopf problemlos drehen und erreichen, was ihm lebenswichtig ist.

    Diese durchdachte Bauweise ist kein Zufall. Sie ist das Ergebnis eines sorgfältigen Plans, den ein Designer – Gott – entworfen und auch umgesetzt hat. Die Natur zeigt uns in solchen Momenten seine unendliche Weisheit und Liebe zum Detail. Sehen wir noch die Hand des Schöpfers in der Welt um uns herum? Oder ist unser Alltag so »kopflastig«, dass wir keinen Blick mehr dafür haben?

    Tony Keller

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    5 min
  • Barmherziger Samariter

    Im Religionsunterricht haben wir in unserer IVK (Internationale Vorbereitungsklasse / Flüchtlinge) das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter behandelt.

    Sousan* ist 16 Jahre alt. Sie, ihre acht Geschwister und die Eltern flohen 2015 mit dem Auto aus dem Kriegsland Syrien in die benachbarte Türkei. Zwei Jahre lang lebte die Familie in der Türkei, bevor sie dann 2017 mit einem Boot nach Griechenland übersetzte. Die Überfahrt kostete die Familie eine ungeheure Summe. In dem Boot waren insgesamt 70 Personen, die Überfahrt dauerte sieben Stunden. In Griechenland wurde die Familie ausgrenzend behandelt und floh weiter nach Deutschland, wo sie 2018 ankam. Die Kriegserlebnisse bleiben Sousan als tägliche Begleiter im Kopf präsent. Besonders erinnert sie sich an ein Erlebnis, als sie einmal auf dem Heimweg von der Schule war. In unmittelbarer Nähe warf ein Flugzeug seine Bombe ab und tötete Sousans Freundin.

    Zum barmherzigen Samariter schreibt Sousan: »Der Priester und der Levit hätten helfen müssen, da sie doch auch Juden waren. Sie hatten dieselbe Religion, deswegen müssen sie dem Verletzten helfen. … Ich wollte es wie der Samariter machen, weil wir alle Menschen sind. … Ich helfe allen, auch wenn sie meine Feinde sind. … Die Samariter und die Juden sind Feinde, aber der Samariter ist barmherzig, und sein Herz tut weh, deswegen hat er dem Verletzten geholfen, obwohl der Jude war.«

    Als Jesus dieses Gleichnis erzählte, ging es genau darum: ehrliche, spontane Hilfe, ungeachtet ethnischer, religiöser, kultureller oder sonstiger Hindernisse. Jesus selbst hat das vorgelebt, indem er auch einem römischen Hauptmann oder einer syrischen Frau geholfen hat. Auch wir dürfen das empfangen und an andere weitergeben.

    * Name geändert

    Martin von der Mühlen

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    5 min
  • Fußball-WM (4): Mittelfeld-Achse

    Ein Fußballtrainer steht vor der Herausforderung, dass seine taktischen Ideen von den Spielern auch umgesetzt werden. Deshalb nimmt er sich häufig ein, zwei Spieler heraus (einer davon ist meistens der Kapitän), mit denen er seine Ideen noch intensiver bespricht. Eine klassische Position für einen Spieler, der das Spiel »steuert«, ist das Mittelfeld. Vielleicht haben Sie ihn bei dieser WM schon vermisst: Toni Kroos war ein Mittelfeldspieler, der es außergewöhnlich gut verstand, dem Spiel seiner Mannschaft eine Struktur zu geben und »die Fäden zu ziehen«. Dabei spricht man auch von »Spielintelligenz«.

    Wenn solch ein Spieler jedoch einen schlechten Tag hat oder die anderen Spieler sich nicht in das Konzept des Trainers einbinden lassen, zerfällt das Spielsystem – und endet häufig in einer Niederlage. Vor solch einer Niederlage in größerer Dimension möchte Gott uns verschonen. Er hat einen Plan für unser Leben, mit dem er gute Ziele für uns hat. Doch wir sind häufig nicht allzu begeistert von seinem Konzept – fühlen uns eingeengt, bevormundet oder sogar fremdbestimmt.

    Die Spieler müssen selbst entscheiden, wie konkret sie die Anweisungen des Trainers umsetzen wollen, und die Entschlossenheit für den Sieg mitbringen. Der entscheidende Input zu unserem Leben im Hier und Jetzt aber liegt – im Unterschied zum Trainer beim Fußball – letzten Endes allein bei Gott: Der Tagesvers beschreibt, dass Gott den Willen und das Tun wirkt, d. h., er schaltet in unseren Herzen die Fähigkeit frei, nach seinem Willen zu leben. Nur wenn uns Gottes Liebe verändert und wir ihm Vertrauen schenken, können wir seine guten Absichten für uns annehmen und darangehen, sie in die Tat umzusetzen. Es fängt mit dem Vertrauen in die Ideen des Trainers an.

    Joel Höfflin

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    4 min
  • Fußball-WM (3): Eckball – Kopfball – Tor

    Im Fußball kann ein Tor ganz normal fallen, »aus dem Spiel heraus« – oder aber nach einer sogenannten Standardsituation. Damit meint man Eckstöße, Freistöße und Strafstöße (Elfmeter). Da viele Mannschaften diese Situationen intensiv trainieren und dadurch mehr »Tore nach Standards« fallen, sprechen Kommentatoren häufiger von einer »WM der Standard-Tore« oder Ähnlichem. Der Vorteil ist, dass der Ball liegt und der Spieler Zeit hat, seinen Schuss bzw. seine Flanke vorzubereiten. Im optimalen Fall findet seine Flanke einen Abnehmer, der dann z. B. per Kopfball das Tor erzielt. In Deutschlands engem Viertelfinale 2014 gegen Frankreich gelang Mats Hummels auf diese Weise der entscheidende 1:0-Siegtreffer.

    An einem Eckball wird deutlich, was prinzipiell im Fußball und anderen Mannschaftssportarten gilt: Es braucht die Zusammenarbeit und die Abstimmung untereinander. Wenn kein Spieler dort steht, wo der Ball hinkommt, kann die Flanke noch so schön geschlagen worden sein, die Aktion bleibt wirkungslos.

    Das erinnert mich ein wenig an »Gottes Mannschaft«: Im Tagesvers wird beschrieben, dass Paulus (»ich«) den Menschen in Korinth zum ersten Mal von Gott erzählt hat. Ein gewisser Apollos ging dann anschließend dorthin und hat den Menschen weitere Dinge über den christlichen Glauben erzählt. So ähnlich ist es ja auch heute: Vielleicht lesen Sie in diesem Kalender zum ersten Mal etwas über den christlichen Glauben. Oder Sie lesen ihn schon jahrelang und werden mittlerweile »begossen«. Entscheidend ist aber am Ende nicht, dass Sie diesen Kalender lesen oder vielleicht die Predigten eines bestimmten Predigers hören. Ausschlaggebend ist die persönliche Beziehung zu Gott, der die »Mannschaft« in seiner Hand hält und zum Sieg führt.

    Joel Höfflin

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    5 min
  • Fußball-WM (2): Auswechselspieler

    Wenn ein Fußballspieler müde ist oder der Trainer die Taktik verändern möchte, kann er einen Spieler gegen einen anderen von der »Bank« einwechseln. Der große Vorteil liegt darin, dass der frische Spieler noch deutlich mehr Kräfte hat als etwa die gegnerische Abwehr. Nicht selten gelingt dem eingewechselten Spieler dann ein Tor – man nennt das »Jokertor«. Seit 1995 konnte eine Mannschaft maximal drei Spieler auswechseln. Im Zusammenhang mit Corona wurde diese Zahl auf fünf erhöht –mittlerweile kann also fast die halbe Mannschaft getauscht werden. Der Trainer Mark von Bommel hatte sich 2021 diesbezüglich einmal verzählt – und Wolfsburg schied deshalb trotz eines eigentlichen 3:1-Erfolgs aus dem DFB-Pokal aus!

    Nicht immer sind die Spieler zufrieden damit, dass sie einem anderen Spieler Platz machen müssen. Dabei bringen wir eine Auswechslung für gewöhnlich mit einem positiven Fortschritt in Verbindung. Wenn jemand erst schlechte Laune hatte und dann wieder fröhlich ist, sagen wir: »Du bist ja wie ausgewechselt!« Oder wenn die defekte Fahrwerksfeder unseres Autos ausgewechselt wurde, erwarten wir ein deutlich besseres Fahrerlebnis.

    Diese positive Sicht auf eine »Auswechslung« finden wir auch in der Bibel. Wir Menschen tun von uns aus oft Dinge, die wir eigentlich gar nicht tun wollen oder vielleicht sogar hassen. So beschreibt es der Apostel Paulus im Tagesvers. Von uns aus können wir nicht erfolgreich gegen die Sünde kämpfen und ein gutes Leben führen. Doch Jesus bietet uns den genialen »Joker« an: Er möchte unser böses Herz gegen ein reines, gutes Herz auswechseln. Durch den Heiligen Geist möchte er Wohnung in unserem Herzen nehmen und uns verändern. Die Frage ist, ob wir Platz für diesen »neuen Spieler« in unserem Herzen machen.

    Joel Höfflin

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    5 min
  • Fußball-WM (1): Gelbe und Rote Karten

    Sie können ein Fußballspiel maßgeblich beeinflussen und für viel Wut sorgen: die Gelben und die Roten Karten. Manche Fußballspieler sehen sie besonders häufig, andere wie Philipp Lahm seinerzeit nur sehr selten. Andere kommen ohne Karte davon, obwohl sie einen kräftigen Schulterbiss hingelegt haben – wie der Uruguayer Suarez im Spiel gegen Italien bei der WM 2014. Wenn das Foul nicht extrem hart war, wird der Spieler zunächst mit der Gelben Karte verwarnt. Wenn er ein zweites Mal ein Foul begeht, kann er die Rote Karte gezeigt bekommen, und seine Mannschaft spielt mit einem Mann weniger weiter.

    Das Prinzip einer (Ver-)Warnung sehen wir auch noch in vielen anderen Bereichen: in der Kindererziehung, der Straßenverkehrsordnung, bei Rechnungen und Ähnlichem. Doch wie ist das bei Gott? Tatsächlich finden sich auch in der Bibel einige (Ver-)Warnungen. Ein eindrückliches Beispiel dafür ist der ägyptische Pharao. Er hält die Israeliten als Sklaven. Als sie ihn bitten, aus dem Land gehen zu dürfen, erlaubt er es ihnen nicht – trotz insgesamt zehn Gelben Karten in Form von immer schlimmer werdenden Plagen. Nach der zehnten Verwarnung ist es fast wie in der Bundesliga, dass der Pharao »vom Platz gestellt« wird und die Israeliten ziehen lassen muss. Doch kaum ist er wieder zurück auf dem »Spielfeld«, nimmt er die Verfolgung auf und ertrinkt im Schilfmeer – die Rote Karte, und zwar endgültig.

    Sein Beispiel sollte uns eine persönliche Warnung sein. Gott zeigt uns in einzelnen Geschehnissen immer wieder, dass er der gleiche allmächtige Gott wie zur Zeit des Pharao ist. Jeder von uns hat die Möglichkeit, seine Warnungen zu beachten und zu Gott umzukehren. Dann erleben wir seine Größe und Macht als Segen und nicht als Strafe.

    Joel Höfflin

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    9 min

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»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das…

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