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Neulich las ich, es sei höchst gefährlich, etwas auf die lange Bank zu schieben, von dem man weiß, dass man es tun sollte. Aber das nicht nur, weil man niemals weiß, ob morgen noch Gelegenheit dazu ist, sondern auch deshalb, weil in vielen Fällen ein bedürftiger Mensch dringend der Hilfe bedarf. Denken Sie nur an einen einsamen Menschen im Krankenhaus oder im Altenheim! Ein weiterer Grund, nichts aufzuschieben, liegt darin, dass die meisten Menschen solche Aufträge immer leichter verdrängen können, je länger sie damit warten. Unser Gewissen kann damit jeden neuen Tag leichter fertigwerden; oder anders ausgedrückt: das Gehorchen wird Tag für Tag schwerer.
Es ist mit unserem Gewissen so, als wenn man zur Winterzeit mit einem Ruderboot über einen See fahren soll. Wenn der erste Frost einsetzt, ist die Eisschicht so dünn, dass man sie ganz leicht durchqueren kann. Wartet man aber bei anhaltendem Frost einige Zeit, so wird diese Schicht immer dicker, bis an ein Durchkommen gar nicht mehr zu denken ist. Ja, schließlich kann man mit einem Auto über den See fahren.
Ob Sie es glauben wollen oder nicht: Gott ist es, der uns Menschen das Gewissen gegeben hat. Er gab es uns aber nicht, damit wir uns darin üben, es zum Schweigen zu bringen, sondern damit wir darauf hören. Das meiste Herzeleid der Welt kommt daher, dass wir Menschen uns so erfolgreich geweigert haben, der Stimme Gottes in unserem Gewissen zu gehorchen. Das gilt sowohl für das Zusammenleben in den Familien als auch für das allgemeinen Wirtschaftsleben, für den Umgang mit unserer Umwelt und für die große Politik. Wenn wir aber auf Gottes Stimme hören und gehorchen, kann alles besser werden.
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Wer kann heute eigentlich noch Stille ertragen? Kaum wird es mal etwas ruhiger, stecken wir uns schon die Kopfhörer ins Ohr, schalten das Radio ein oder nesteln an unseren Smartphones herum. Besonders deutlich wird unsere Unfähigkeit, Stille zu ertragen, auch in Gesprächsrunden: Wenn einmal plötzliches Schweigen herrscht, hält kaum jemand das aus. Die Stille schreit uns regelrecht an und nötigt uns, etwas zu sagen. Manchmal etwas Sinnvolles, öfter nur Belangloses – Hauptsache, die peinliche Stille ist weg.
Im Alltag sind wir permanent von verschiedenen Reizen umgeben. Obwohl wir wissen, dass Lärm auf Dauer krank macht, ist Stille für viele Menschen zum seltenen Luxus geworden. Aber wir sollten die Stille nicht nur ertragen lernen, sondern sie sogar gezielt suchen. Denn die vielen Vorteile, die sie mit sich bringt, sind längst erforscht: Stille mindert Stress, verbessert die kognitiven Leistungen, lässt sogar das Gehirn wachsen, macht produktiv und kreativ. Eine klar definierte »Stille Zeit« tut Körper und Seele gut. Doch am besten ist, man nutzt die Stille nicht nur aus gesundheitlichen Gründen oder um mit sich selbst allein zu sein, denn das hilft letztlich auch nicht weiter. Stille ist eine gute Möglichkeit für viel mehr, nämlich um Gott zu begegnen. Das kann man, indem man betet und die Bibel aufschlägt.
Gott ist kein Marktschreier, der sich unangenehm aufdrängt (s. Jesaja 42,2), sondern er lässt sich besonders in der Stille finden. Dazu müssen wir uns Zeit für ihn nehmen und dürfen uns nicht von tausend Dingen ablenken lassen. Gott will uns gerne helfen, aber wir müssen unseren Rummel loslassen, zur Ruhe kommen und unser ganzes Vertrauen auf ihn setzen.
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
In einer Fortbildung habe ich neulich das folgende Experiment durchlaufen und lade auch Sie ein, aktiv mitzumachen: Holen Sie sich einen Strohhalm, umschließen Sie diesen mit den Lippen und atmen Sie nun langsam, für ca. eine Minute, nur durch diesen Strohhalm. Nach dem Experiment wurde gefragt: Und, wie war es? Die Antworten waren unterschiedlich: Panik, beklemmend, einengend. Einige führten an, dass es ja nur eine begrenzte Zeit dauerte und dadurch erträglich war; andere hingegen konzentrierten sich auf die Atmung und konnten dann gut damit umgehen. Wie erging es Ihnen?
Interessant, dass so ein kleiner Gegenstand verdeutlichen kann, wie es manchen von uns im Leben zuweilen ergeht: Wir fühlen uns eingeengt, unter Druck und können kaum noch frei atmen. Irgendetwas stimmt nicht, wir können das Leben nicht mehr in vollen Zügen genießen.
Gerade die Beklemmung, die in diesem Experiment deutlich wird, lässt sich auf unser Leben übertragen. In der Bibel finden wir die Erklärung dafür, nämlich dass wir »alle schuldig geworden sind und nicht die Herrlichkeit Gottes erlangen« (Römer 3,23). Konkret heißt dies, dass alle Menschen Sünder sind und keine enge Gemeinschaft mit Gott haben können. Der Mensch ist nicht frei – er wird einmal für immer sterben müssen. Was für eine ernüchternde und einengende Aussicht.
Doch es gibt einen Ausweg – jemanden, der wirkliche Freiheit bringt. Jesus Christus ist in die Welt gekommen, um den Sieg über die Sünde zu erlangen und unsere Unzulänglichkeit auszugleichen. Die Sünde trennt uns Menschen von Gott. Diese Trennung ist jedoch durch Jesu Tod am Kreuz überwunden worden. Die Gemeinschaft mit Gott ist wieder hergestellt. Was für eine Aussicht, was für eine Freiheit!
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Wenn jemand oder etwas »heruntergekommen« ist, dann ist das in der Regel keine gute Sache: Ist ein Gebäude heruntergekommen, dann mag man noch einiges von seiner einstigen Schönheit erkennen. Aber der Renovierungsstau ist erheblich. Im schlechtesten Fall ist das Haus nicht mehr zu retten, und man muss es abreißen. Schlimmer noch ist es bei einem Menschen. Manchmal begegnen wir Personen, die wir von früher kennen, die aber einen großen Absturz erlebt haben, sei es durch Drogen, Alkohol oder ein verpfuschtes Leben. Man hat noch den alten »netten Kerl« vor Augen und erschreckt sich darüber, was aus diesem geworden ist.
In diesen Fällen ist das »Herunterkommen« zurückzuführen auf Versäumnisse oder handfeste Fehler. Doch wer würde schon freiwillig und ohne Not einen sozialen Abstieg auf sich nehmen? Wer würde eine komfortable Lebenssituation verlassen, alle Privilegien aufgeben? Nur, um mit irgendwelchen gescheiterten Existenzen zusammen zu sein?
Der Sohn Gottes jedoch hatte genau diese Gesinnung. Er besaß in der Gegenwart seines göttlichen Vaters jede nur erdenkliche Herrlichkeit. Es wird – für uns Menschen unvorstellbar – nichts gegeben haben, was am allerbesten fehlte. Doch daran hat er nicht festgehalten. Er ist – im wahrsten Sinne des Wortes – auf die Erde »heruntergekommen«, hat seine himmlische Realität gegen eine irdische eingetauscht, die für ihn von seiner Geburt an lebensbedrohlich war. Er, dem Engel dienten, wurde zu einem Diener aller, wusch Füße, berührte Unberührbare und teilte seine Zeit mit Versagern und Gescheiterten. Und schließlich gab er sogar sein Leben für die Menschheit. Welch ein Abstieg, könnte man denken! Nein: Welch eine Liebe beweist sich in diesem Weg!
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Es ist ein unbeschreibliches Gefühl. Ich fahre mit meinem Snowboard auf die Sprungschanze zu. Je näher ich der Schanze komme, um so mehr steigert sich meine Nervosität. Dann merke ich, wie es nicht mehr bergab, sondern bergauf geht. Ich sehe nicht mehr weißen Schnee, sondern blauen Himmel. Spätestens jetzt wird mir klar: Es gibt kein Zurück mehr! Ich fliege! Die Zeit scheint kurz stehen zu bleiben, für einen Moment nehme ich meine Außenwelt nicht mehr wahr. Nach der Landung sind es das Adrenalin und die Euphorie, die in mir ganz laut schreien: Nochmal! Nochmal! Es ist ein tolles Gefühl, ein geradezu euphorischer Zustand. Kein Wunder, dass viele Sportler immer wieder an ihr Limit gehen, um diesen Kick zu erfahren. Es macht süchtig.
In der Bibel wird von einem ganz anderen Gefühl oder Zustand geredet, das oder den ich nur schwer beschreiben kann: Frieden. Gott sagt, dass wir Menschen uns um nichts Sorgen machen müssen, stattdessen sollen wir unsere Sorgen und Ängste Gott bringen. Wenn wir das tun, verspricht die Bibel, dass der Friede Gottes unser Herz und unsere Seele in Christus bewahren wird (Philipper 4,6-7).
Dieser Friede von oben ist ein innerer Zustand, den unser Verstand nicht begreifen kann. Wenn um mich herum alles Kopf steht, wenn ich Rechnungen nicht bezahlen kann, wenn meine Liebsten schwer krank werden, wenn Sorgen mich quälen, dann darf ich erleben, wie mich ein tiefer Friede in der Hoffnung auf Christus bewahrt. Dieser Friede macht nicht süchtig wie das Snowboarden, sondern er erfüllt mich und lässt mich zur Ruhe kommen. Diesen Frieden finde ich nur bei Gott. Gott lässt mich Ruhe finden und gibt mir das, wonach meine unruhige Seele schreit.
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Etwa alle drei bis vier Monate treibt mich der Blick in den Spiegel mal wieder zum Friseur. Darauf freue ich mich eigentlich, denn mit meinem Friseur komme ich immer gut ins Gespräch. Meist über die aktuellen Themen der Woche. Das ist fast jedes Mal auch eine gute Gelegenheit, meinen Glauben zur Sprache zu bringen. Der Punkt war diesmal: Wenn ich zu meinem Friseur gehe, dann vertraue ich darauf, dass er mir einen guten Schnitt verpasst, sodass ich wieder ein gepflegtes Bild abgebe. Seine Schere könnte mir bei falschem Gebrauch zwar durchaus Schaden zufügen, aber er weiß ja, damit umzugehen.
Bildlich übertragen auf mein Verhältnis zu Gott bedeutet das: Ich muss mich von Zeit zu Zeit von ihm »zurechtstutzen« lassen, weil ich mich immer wieder auf falschen Wegen verrenne und in falsche Handlungsmuster verfalle, die zu Problemen führen und obendrein auch mein »Erscheinungsbild« zum Schlechten verändern: ein böser Gedanke, ein unbedachtes Wort, eine unüberlegte Tat – und schon ist das innere Gleichgewicht gestört und der Friede aus dem Herzen gewichen. Dann hilft nur noch, Gott wieder einmal seine »Schere« ansetzen und all das abschneiden zu lassen, was unkontrolliert und wenig schön gewachsen ist. Aus der Begegnung mit ihm gehe ich dann gereinigt und geläutert hervor und fühle mich »wie neugeboren«. Angst davor habe ich schon lange nicht mehr, denn es ist am Ende immer nur gut für mich ausgegangen.
Ach, wenn die Menschen doch begreifen würden, dass sie ohne Gott hoffnungslos ins Verderben rennen, weil ihnen die Orientierung an seinem guten und gerechten Maßstab fehlt. Dieser gute Gott will ihnen ja nur wegnehmen, was ihnen schadet, und ihnen dafür geben, was in Ewigkeit bleibt.
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Mir sind viele Menschen begegnet, die meinen, dass mein Glaube an Jesus Christus so eine Art Religion ist, die man zu bestimmten Zeiten in der Woche, meistens am Sonntagmorgen, ausübt, so ähnlich wie ein Hobby, das man hat. Meine Besuche in der »Gemeinde« (was auch immer das ist) würden mir bestimmt guttun, und alles, was einem selbst guttut, sollte man auch machen. Wahrer Glaube wird mit eifriger Religionsausübung gleichgesetzt und als psychologisch positives Element gesehen. Ich bin den Menschen, die so etwas denken, überhaupt nicht böse, im Gegenteil, ich denke, sie meinen es oft gut mit mir.
Doch der Glaube an Jesus Christus ist weder nur eine fromme Freizeitbeschäftigung noch der hilflose Versuch einer Selbsttherapie. Mein fester Glaube ist, dass Jesus Christus tatsächlich für meine Sünden am Kreuz gestorben ist. Ich selbst bin Sünder und wäre auf ewig verloren, wenn Jesus mir nicht meine Sünden durch den Glauben nähme. Er hat für mich als Stellvertreter den Tod als Strafe für die Sünde auf sich genommen. Damit hat der Glaube einen knallharten Realitätsbezug: Meine Sünden sind real. Jesu Tod am Kreuz ist ein historisches Faktum. Dass er dort stellvertretend für meine Sünden starb, ist eine Tatsache. Und auch die Vergebung der Sünden durch den Glauben ist Wirklichkeit. Es handelt sich um objektiv wirksame und erfahrbare Wahrheit.
Und genau deswegen ist dieser Glaube Mittel- und Ausgangspunkt für mein komplettes Leben. Das mag für Menschen widersinnig, ja, geradezu grotesk sein, die meinen, Glaube und Wirklichkeit seien zwei Paar Schuhe. Doch das ist nicht die Wahrheit. Durch meinen Glauben an Jesus Christus bin ich kein religiöser Utopist, sondern dankbarer Realist.
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Kennen Sie Simba, den süßen Löwenjungen aus »Der König der Löwen«, dessen Onkel Scar den Löwenvater tötet, um den Thron im Königreich der Tiere zu besteigen? Der rechtmäßige Thronfolger Simba wird von Scar ins Exil gejagt, doch im tiefsten Dschungel von Timon und Pumbaa als Pflegekind aufgenommen. Das zackige Erdmännchen und das tollpatschige Warzenschwein leben genüsslich getreu ihrer Lebensphilosophie Hakuna Matata: »Hakuna Matata gilt stets als modern! Es heißt, die Sorgen bleiben dir immer fern. Keiner nimmt uns die Philosophie.«
In unserer Gesellschaft ist Hakuna Matata tatsächlich modern: schnelles Vergnügen, sofortige Bedürfnisbefriedigung, Genusssucht, gleichgültiger Egoismus. Sich Sorgen machen? Warum denn? Einfach leben nach dem Motto: »Ach, passt schon. Wird schon wieder. Mach dir keinen Kopf – Hakuna Matata!« Doch steigende Preise, Krieg vor der Haustür, schwere Krankheiten, Existenzängste, fehlende Rentenaussichten können plötzlich alles ändern. Keine Sorgen? Pustekuchen! Sorry Pumbaa, deine Aussage passt doch nicht in unsere Zeit. Die Philosophie ist uns genommen worden.
Die Bibel ist realistisch. Sie redet nichts schön und beschreibt das Leben mit all seinen Facetten. Aber sie bleibt nicht dabei stehen. Sie zeigt uns konkrete Handlungsmöglichkeiten, den Krisen des Lebens zu begegnen. Die Quintessenz aller Tipps lautet, vertrauensvoll zu Gott zu beten und alle Sorgen auf ihn zu werfen, weil er für uns sorgen möchte. Aber dazu müssen wir eingestehen, dass wir unser Leben nicht im Griff haben und Gott brauchen. Ohne ihn sind wir sogar in höchster Gefahr. – »Hakuna Matata«? Die bessere Lebensphilosophie ist eindeutig: Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch!
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Herrlich! Keine Schule, Winterurlaub und ab in die Berge! Zielort: Maloja, Schweiz! Bereits bei der Anreise lag schon ordentlich Schnee auf den Alpenpässen, sodass wir links und rechts nur die ausgefrästen Schneewände sahen. Je näher wir unserem Ziel kamen, desto mehr freuten wir Kinder uns auf eine Woche in der weißen Pracht. Was wir bei der Ankunft allerdings noch nicht wussten: Wir würden bei diesem Urlaub voll auf unsere Kosten kommen, mehr als unseren Eltern lieb war ...
Gegen Ende der Urlaubswoche hörten meine Eltern mit besorgten Gesichtern den Wetterbericht: Es hörte nicht mehr auf zu schneien. Der nächste Morgen kam, und wir trauten unseren Augen kaum. Es lag so viel Schnee, dass man auf dem Parkplatz kein einziges Auto mehr erkennen konnte! Am Frühstückstisch hörten wir dann die tolle (nicht so für meine Eltern) Nachricht: Eingeschneit, Maloja war von der Außenwelt völlig abgeschnitten wegen Lawinengefahr und zwei Metern Neuschnee! Wir mussten, ja, durften eine Woche länger im Urlaub bleiben! Alles war lahmgelegt, keine Straßen mehr befahrbar, jedermanns Pläne gestoppt!
Diese und ähnliche Naturereignisse zwingen uns zuweilen – völlig unerwartet – zu Untätigkeit und Abwarten. In diesen Situationen können wir allerdings etwas sehr Wichtiges lernen: Zum einen haben wir Menschen, anders als wir oft denken, bei Weitem nicht alles in der Hand. Schon gar nicht das Wetter. Das ist und bleibt allein Gottes Werk. Das ist die eine Lektion. Eine solche Auszeit bietet darüber hinaus aber auch eine existenzielle Chance: Denn wenn alles zum Stillstand kommt, haben wir plötzlich Zeit, über das Wichtigste nachzudenken, nämlich über den allmächtigen Gott und unser Verhältnis zu ihm.
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Schon zu Lebzeiten war er ein Idol. Seine Gewaltlosigkeit brachte Machthaber in Verlegenheit und fanatische Hindus auf die Palme. Er starb heute vor 75 Jahren durch drei Schüsse in die Brust. Im Juli 1939 schrieb er einen Brief an Adolf Hitler und bat ihn, doch bitte keinen barbarischen Krieg anzuzetteln. Mahatma Gandhi (1869–1948), der große Sohn Indiens, stellte fest: »Ihr Christen habt ein Dokument mit genug Dynamit in sich, die Welt auf den Kopf zu stellen, dieser kriegszerissenen Welt den Frieden zu bringen. Aber ihr geht damit so um, als ob es bloß ein Stück guter Literatur ist, sonst weiter nichts.«
Als junger Rechtsanwalt lebte Gandhi in Südafrika. Zu jener Zeit stand er dicht davor, Christ zu werden. Er schreibt: »Ich besuchte jeden Sonntag eine Kirche. Sie machte jedoch keinen günstigen Eindruck auf mich. Die Predigten waren begeisterungslos, die Gemeinde nicht besonders religiös. Man schien nur aus Gewohnheit zur Kirche zu gehen. So kam es manchmal, dass ich gegen meinen Willen einschlief. Ich schämte mich dessen; aber es war mir tröstlich, dass sich einige meiner Nebenmänner in keiner besseren Lage befanden. Bald gab ich den Kirchenbesuch auf.«
Diese Enttäuschung erlebte Gandhi gerade dann, als er für Jesus besonders empfänglich war. Was hätte es für ihn und Indien bedeutet, wenn er damals glaubwürdigen Zeugen begegnet wäre? Doch als Gandhi seine Lebensentscheidung traf, schlief die Christenheit!
Ein Missionar fragte den Mahatma später, wie das Christentum in Indien seine Kraft entfalten könne. Gandhi erwiderte: »Sie müssten anfangen, wie Jesus Christus zu leben. Ohne Zweifel wäre ich ein Christ, wenn die Christen es vierundzwanzig Stunden täglich wären.«
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»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das…
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