Leben ist mehr

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Leben ist mehr episodes

  • Identität

    Wer bestimmt meinen Wert? Meine Umgebung, meine Arbeitskollegen? Mein Bankkonto, mein Standing in der Firma, mein Anwesen? Das wäre krank. Der Wert meiner Enkelin, 3 Monate alt, die total zufrieden auf meinem Arm schläft – die Windel ist frisch, das Bäuchlein gut gefüllt – wer bestimmt ihn? Liegt die Identität der kleinen Enkelin noch in der Mutter? Wie zufrieden ist sie darin?

    Unser Selbstwertgefühl ist leider manchmal abhängig davon, wie unser Bankkonto aussieht, wie gebildet wir sind, wie schön wir aussehen, wie unser persönlicher Status ist. Entspreche ich der Norm oder den Ansprüchen, bin ich cool, akzeptiert, gehöre ich zur Gruppe. Das ist natürlich etwas verkürzt gesagt, klar. Und doch haben so viele Menschen AD(H)S, kranken an psychosomatischen Verstimmungen, fügen sich selbst Leid zu, weil sie (vermeintlich) nicht das sind, was gemäß dem momentanen Geschmack von ihnen gewünscht wird. Auch das ist plakativ, richtig. Aber warum scheitern so viele, obwohl sie auf Instagram so »gefotoshopt« hinreißend aussehen?

    Johannes bringt in unserem Tagesvers noch eine andere Dimension ins Spiel: Jesus muss wachsen, ich muss abnehmen. Kann es sein, dass unsere Identität gar nicht im Sichtbaren, gar nicht in uns selbst begründet liegt, sondern in unserem Schöpfer? Was denkt er über uns? Wozu hat er uns als seine Geschöpfe bestimmt? Wäre das unter Umständen auch eine Lesart für uns? Ich finde, eine sehr glückliche! Alles, was Gott ist, was er für mich getan hat und tut, wie er mich sieht und bezeichnet, was er über mich denkt, was er mit mir vorhat – das ist meine wahre Identität! Und darin möchte ich wachsen. Das nur auf mich selbst bezogene Denken – darin möchte ich gerne abnehmen.


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    5 min
  • Gott sieht mich

    Die Frau, die im Tagesvers zu Wort kommt, hatte keine besondere gesellschaftliche Stellung. Hagar, so ihr Name, war eine ägyptische Sklavin, die im Haushalt ihres Herrn diente, der unter dem Namen Abraham weltbekannt werden würde. Da Abrahams Frau Sara kinderlos war, sollte sie als Nebenfrau ihres Hausherrn schwanger werden und – sozusagen als unfreiwillige Leihmutter – den möglichen Stammhalter für Sara austragen. Als sie dann tatsächlich ein Kind erwartete, nutzte sie diesen Umstand aus und behandelte ihre – unfruchtbare – Hausherrin mit Geringschätzung.

    Das führte natürlich zu Spannungen. Sara reagierte auf die Verachtung ihrer Sklavin ihrerseits mit Druck. In ihrer Not ergriff Hagar die Flucht und fand sich in der Wüste wieder. Eine scheinbar perspektivlose Situation: Wohin sollte sie gehen? Allein, ohne Geld, ohne Einfluss. Weiter zu Fuß durch die Wüste? Und das in ihrem Zustand? Oder sollte sie wieder umdrehen, zurückkehren zu ihrer dominanten Herrin? Sie war völlig allein und schwanger, auf sich gestellt, ohne Hoffnung, ohne Ratgeber, ohne Hilfe in einer Sackgasse des Lebens. Tatsächlich aber ist Hagar in dieser Situation nicht allein. Gott nimmt diese Frau sehr wohl wahr und kennt ihre Lebenssituation genau. Er begegnet ihr gerade hier ganz persönlich, gibt ihr Mut, eine konkrete, praktische Handlungsanweisung und eröffnet ihr schließlich eine große Perspektive, die über ihr eigenes Leben hinausreichen sollte.

    Ich glaube, so handelt Gott auch heute noch. Die Lage mag noch so verzweifelt, ausweglos und verloren erscheinen. Und wenn es auch kein Mensch mitbekommen mag: Gott sieht es, und er möchte helfen, raten, führen und jedem Leben eine neue Perspektive geben.


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    4 min
  • Was zeichnet einen guten Mitarbeiter aus?

    Was erwarte ich von einem guten Mitarbeiter? Diese Frage muss ich mir als Führungskraft stellen, wenn die Jahresmitarbeitergespräche anstehen. Mitarbeiter, die im abgelaufenen Jahr engagiert ihre Aufgaben erfüllt haben, erhalten dafür eine positive Beurteilung. Doch übertragen auf das Bild, das Jesus Christus im zehnten Kapitel des Johannesevangeliums aufgreift, fällt mir ein Unterschied im Bewertungsmaßstab auf: Mitarbeiter, die ich als gut ansehe, sind Hirten vergleichbar, die während der Arbeitszeit mit viel Eifer für die Schafe sorgen. Sie errichten für den Schutz der Tiere einen Zaun und investieren bei Bedarf dafür auch Überstunden. Doch danach gehen sie nach Hause, denn die Pflicht ist getan und der Arbeitstag beendet. Im Bewertungsgespräch bekämen sie dafür eine gute Beurteilung mit voller Punktzahl. Doch Jesus Christus ging weit über unsere Vorstellung des Adjektivs »gut« hinaus. Denn Kennzeichen des guten Hirten war für ihn: Der gute Hirte gibt sein Leben für die Schafe hin.

    Für einen solchen Hirten sind die Schafe nicht nur ein Job. Er stellt sich vor sie, wenn der Wolf kommt und der Zaun nicht mehr schützt. Im Kampf mit dem Wolf ist dem guten Hirten das Wohl der Schafe wichtiger als sein eigenes Leben. Kein Chef kann von Mitarbeitern einen solchen Einsatz verlangen. Doch Jesus Christus kündigte mit dieser »Ich bin«-Aussage an, was er freiwillig für uns Menschen tun wollte: Um uns vor der ewigen Verlorenheit zu bewahren, gab er sein Leben hin. Er starb stellvertretend für uns, damit wir ewiges Leben haben können. Der Weg ans Kreuz war für Jesus keine Pflichterfüllung, sondern Herzensanliegen. Er tat es von innen heraus, weil er gut ist und seine Schafe liebt!


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    5 min
  • Blue Monday – der traurigste Tag des Jahres?

    Der britische Psychologe Cliff Arnall erstellte 2005 die Blue-Monday-Formel zur Berechnung des traurigsten Tages des Jahres. Dieser Tag ist der dritte Montag im Jahr. Folgende Parameter flossen in die Formel zur Ermittlung des Depri-Tages ein: das Wetter, die Schulden, von denen das Januargehalt abgezogen wird, die Zeit, die seit Weihnachten vergangen ist, die guten Vorsätze, die bereits wieder über Bord geworfen wurden, das Motivationslevel und das Bedürfnis, aktiv zu sein.

    Trotz wissenschaftlichem Anstrich wird diese Formel zu Recht als Unfug abgetan. Mit willkürlichen, nicht kompatiblen Variablen ohne Maßeinheiten kann man nicht rechnen. Aber sicher ist bei vielen Menschen Trübsinn und eine gewisse Antriebslosigkeit in den noch dunklen, kalten Januartagen nicht zu leugnen. Die schöne Weihnachtszeit ist vorbei, der Frühling kommt noch lange nicht, das Wetter lockt meist nicht ins Freie.

    Unser Tagesvers sagt, dass wir uns jederzeit »im Herrn« freuen sollen. Sich auf Kommando zu freuen, ist aber doch nicht möglich, denken Sie vielleicht. Erst recht nicht, wenn heute der Blue Monday ist! Das ist wahr, doch sich »im Herrn« zu freuen, hat nichts mit äußeren Umständen zu tun. Jedes Kind Gottes, jeder Mensch, der Gottes Rettungsangebot aufrichtig angenommen hat, kann sich immer freuen, wenn er sich daran erinnert, dass seine Schuld vergeben ist und dass für ihn der Himmel offen steht, weil Jesus auferstanden ist. Tiefe innere Freude und Dankbarkeit durchdringen sein Herz, weil er fest mit dem Herrn verbunden ist – selbst ein Blue Monday kann daran nichts ändern.


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    4 min
  • Reproduktive Selbstbestimmung

    Der Begriff der sogenannten »reproduktiven Selbstbestimmung« bestimmt in Deutschland zusehends die familienpolitische Agenda. Dabei geht es aber nicht etwa um nachvollziehbares Planen in Sachen Nachwuchs, um soziale Sicherheit für Mütter und (ungeborene) Kinder, um Hilfestellung in Krisen o. Ä. Diese Form der Selbstbestimmung soll vielmehr auch ein weitgehendes Recht auf Schwangerschaftsabbruch beinhalten: »Die Möglichkeit zu kostenfreien Schwangerschaftsabbrüchen gehören zu einer verlässlichen Gesundheitsversorgung«, heißt es hierzu wörtlich im aktuellen Koalitionsvertag der Regierungsparteien. Kurioserweise sollen auf der anderen Seite die Kosten für Behandlungen im Bereich der Fortpflanzungsmedizin weitgehend durch die Krankenkassen übernommen werden, damit der »Kindersegen« möglichst für jeden frei verfügbar wird.

    Dadurch wächst allerdings tatsächlich die Gefahr, dass das menschliche Leben nun endgültig den einzigartigen Wert verliert, den Gott, der Schöpfer allen Lebens, demselben zugewiesen hat. Leben wird hierdurch immer weniger das besondere Geschenk, das wir dankbar annehmen – oder das uns vielleicht auch versagt bleibt. Es verkommt vielmehr zur Verfügungsmasse, zum Gegenstand der eigenen Vorstellungen, ja, zur Ware, über das jeder Einzelne nach seinem eigenem Lebensentwurf frei entscheiden und disponieren können soll. Leben ist nicht mehr etwas Wunderbares, es wird vielmehr degradiert zur »Reproduktion«. Unter dem Banner der Freiheit überschreiten wir damit eine moralische Grenze, die Gott uns gesetzt hat. Wir schwingen uns zum Herrn über Leben und Tod auf. Das ist aber eine Rolle, die nur dem Schöpfer selbst zusteht und über die er besonders sorgsam wacht.


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    5 min
  • Schrift verrät Intelligenz

    Wenn man bei Ebbe durch den noch feuchten Sand geht, sieht man überall die Rippelmarken, und man weiß, dass die durch die Bewegung des Wassers entstanden sind. Sieht man aber irgendwo im Sand ein gemaltes Herz mit der Inschrift: »Anja, ich liebe Dich!!! Dein F«, dann ist allen Lesern klar, dass das nicht von der abgelaufenen Flut geschrieben wurde. Man hat sogar ziemlich eng umrissene Vorstellungen von dem möglichen Autor. Das muss ein Mensch sein, der lesen und schreiben kann und dem irgendeine Anja gefällt. Auf der ganzen Welt gibt es nach aller Erfahrung niemanden sonst, der dafür infrage käme. Eine sinnvolle Botschaft, die aus an sich sinnleeren Elementen (Buchstaben) besteht, setzt immer einen intelligenten Autor voraus – immer! Das weiß jeder.

    Umso erstaunlicher ist die Tatsache, dass man die effektivste, verbreitetste und intelligenteste Schrift, die Desoxyribonukleinsäure oder DNS, für ein Zufallsprodukt hält. Das ist die Schrift, mit der der Bauplan aller Lebewesen festgehalten ist und an die nächste Generation weitergegeben werden kann. Das gilt für die kleinste Blaualge wie auch für Mammutbäume, für Bakterien wie auch für uns Menschen.

    Zwar hat Immanuel Kant gesagt, man könne die Existenz Gottes grundsätzlich nicht beweisen. Wenn aber die Bücher eines Menschen etwas über dessen Intelligenz und Denkungsweise aussagen, dann ist doch die DNS ein starker Beweis dafür, dass der Erfinder und Schreiber der DNS höchst intelligent sein muss. Nachdem man viele Jahre lang eine Menge der menschlichen DNS für »Evolutionsschrott« gehalten hatte, entdeckt man heute, dass das Unsinn war, obwohl man noch lange nicht hinter alle ihre Geheimnisse gekommen ist.


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    5 min
  • Die letzte Stellung

    Am 13. Januar 1842 kämpften britische Truppen in Afghanistan bei der Schlacht von Gandamak. Es gibt ein Bild von William Barnes Wollen über diese Begebenheit. Auf diesem Bild sieht man die schwer verwundeten, auf einen kläglichen Rest zusammengeschmolzenen britischen Soldaten. Sie haben sich auf einer Anhöhe im offenen Gelände zu ihrer letzten Verteidigungsstellung gesammelt. Darum heißt das Bild: »The last Stand« (»Die letzte Stellung«). Sie sind bereit, den unter wehenden Fahnen heranstürmenden afghanischen Soldaten mit aufgepflanztem Bajonett zu begegnen, bevor sie überrannt werden. Ich zeigte meinem Sohn das Bild und fragte ihn, was auf dem Bild bei den britischen Soldaten fehlt. Er sagte nach einigem Betrachten: Papa, sie haben keine Fahne. Wir stellten uns die Frage, warum der Maler diese wegließ. Der Gedanke liegt nahe. Weil es das Bild einer Niederlage ist.

    Psalm 60 bildet einen krassen Gegensatz zu dem Bild des Malers Wollen. Dort spricht der Dichter David auch von Krieg. Es geht um Israel, das umringt ist von Feinden. Es wird – im Bild gesprochen – etwa so bedrängt wie die britischen Soldaten auf dem Gemälde. Doch auf dem Bild, das uns David vor Augen malt, ist ein entscheidendes Detail vorhanden. Es ist die Rede von einem Panier, also einer Fahne oder einem Zeichen, das Gott gibt. Es ist wie eine wehende Flagge, zu der diejenigen fliehen dürfen, die Gott fürchten, um siegreich zu sein.

    Nun gibt uns Gott heute keine Fahne, um einen militärischen Sieg zu erringen. Doch er gibt uns ein anderes, viel besseres Siegeszeichen: das Kreuz. Denn an diesem Kreuz hat der Gottessohn den Sieg über unsere Sünde errungen. Dort finden alle Bedrängten sichere Ruhe und Frieden mit Gott.


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    5 min
  • Ich bin ausgerutscht

    Am 13. Januar 2012 havarierte das Kreuzfahrtschiff Costa Concordia vor der Insel Giglio. Kapitän Schettino hatte eine Kursänderung befohlen. Dabei war das Schiff auf Felsen gelaufen. 32 Menschen kamen dabei ums Leben. Anstatt die Rettungsaktion zu koordinieren, verließ der Kapitän mit einem Rettungsboot den sinkenden Koloss. Anschließend gab er an, er wäre »ausgerutscht und dabei ins Rettungsboot gefallen«. Obwohl der Kommandant der Küstenwache ihn wiederholt aufforderte, an Bord zurückzukehren, versteckte er sich an Land. »Fare lo Schettino«, zu Deutsch »den Schettino machen«, ist bis heute in Italien ein geflügeltes Wort für »sich feige aus dem Staub machen«. Er wurde zu 16 Jahren und einem Monat Freiheitsstrafe verurteilt. Daran änderten auch die Berufungsverfahren bis zur letztmöglichen italienischen Instanz nichts.

    Seit dem Sündenfall sind wir Meister darin, unsere Verantwortung zu leugnen oder kleinzureden. Adam, der sich mit seiner Frau aus Scham und Furcht vor Gott versteckt hatte, gab Eva die Schuld. Diese wiederum versuchte, die Verantwortung auf die Schlange abzuwälzen. Gott aber ließ sich von den Ausreden nicht beeindrucken und zog beide zur Rechenschaft. Allerdings öffnete Gott in seinem Urteilsspruch auch das Fenster für die Versöhnung zwischen ihm und den Menschen: Ein Nachkomme der Frau würde eines Tages der Schlange den Kopf zertreten, und zwar auf Kosten eines schmerzhaften Sieges. Die Schlange würde diesem Menschensohn die Ferse zermalmen. Am Kreuz, als dem Erlöser die Nägel durch die Fersenknochen geschlagen wurden, erfüllte sich diese Vorhersage. Seitdem gilt: »Wer seine Schuld verheimlicht, dem wird es nicht gelingen. Wer sie aber bekennt und lässt, der wird Barmherzigkeit finden.«


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    5 min
  • Die ersten Gehversuche mit der Bibel (2)

    Für Sabine (Pseudonym) verlief die Premiere mit der Bibel sehr positiv. Sie war überrascht, denn es gab viel zu entdecken. Der Austausch war intensiv. Die Bibel, die sie zum ersten Mal aufgeschlagen hatte, durfte sie als Geschenk mit nach Hause nehmen. Dann überlegte sie, ob es nicht auch für ihre Kinder gut wäre, aus der Bibel vorgelesen zu bekommen. Meine Frau erzählte ihr, dass wir eine Bibel extra für Kinder haben, in kindgerechter Sprache und mit Bildern. Diese haben wir Sabine ausgeliehen. Einige Tage später kam Sabine wieder zu Besuch. Tatsächlich hatte sie ihren Kindern aus dieser Bibel vorgelesen, beginnend mit der Schöpfung und weiter über die erste Sünde: Adam und Eva essen von der verbotenen Frucht und müssen als Folge den Garten Eden verlassen und getrennt von Gott leben. Ihr Fazit: »Das wirkt alles so endgültig!«

    Diese Einsicht ist erstaunlich und zeigt, dass man die Bibel auch als »Anfänger« auf Anhieb sehr gut verstehen kann. Denn tatsächlich hat Sabine recht: Sünde trennt wirklich von Gott. Und diese Trennung ist an sich endgültig. Doch die Bibel geht weiter. Das Problem Sünde, das am Anfang der Menschheitsgeschichte steht, wird schließlich gelöst, und zwar durch Gottes Sohn – Jesus Christus – höchstpersönlich. Er ist das Ziel, auf das der rote Faden der Bibel hinführt. Denn Gott möchte nicht Trennung, sondern Beziehung. Dafür hat er alles getan. Das ist unendlich spannend. Deswegen versuchen wir, Sabine zu ermutigen: »Lies weiter! Es gibt einen roten Faden! Es gibt eine Lösung!«

    Hoffentlich bleibt Sabine dran und liest wirklich weiter. Hoffentlich erlebt sie Gott und versteht, dass durch diesen Jesus die Trennung von Gott nicht endgültig bleiben muss.


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    5 min
  • Die ersten Gehversuche mit der Bibel (1)

    Sabine (Pseudonym) ist in Ostdeutschland aufgewachsen. Der Sozialismus hat bei ihr ganze Arbeit geleistet: Für das Thema »Gott« gab es in ihrem Leben keine Schublade. Sie beschäftigt sich mit tief greifenden Fragen, aber alles wird ohne Gott erklärt. Nachdenken: Ja! Aber bitte ohne Gott. Mit ihrer Familie ist sie dann in die Region gezogen, in der wir jetzt auch wohnen. Sabine ist eine Freundin der Familie geworden. Neulich kam sie zu einem Bibeltreff unter Frauen dazu. Dann sagte sie: »Das ist für mich heute Premiere!« Nie hatte sie bis dato in einer Bibel gelesen.

    Man fragt sich: Wie kann das sein? Wir leben doch in einem christlichen Abendland?! Ein Leben, ohne auch nur einmal in die Bibel zu schauen!? Ein Regal ohne eine Bibel!? Kein Religionsunterricht!? Keine Bibeltexte zu Feiertagen!? Aber dann denke ich: Ist der Unterschied zwischen Sabine und vielen ihrer Zeitgenossen denn wirklich so groß? Was macht ein Bücherregal mit einer Bibel schon aus – wenn sie nur Dekoration ist? Was macht der Religionsunterricht – wenn dieser nur ein aufgezwungenes Fach ist? Was macht ein schöner Bibelvers am Feiertag – wenn es nur eine Tradition ist?

    Gott will sich mitteilen! Das ist sehr freundlich. Und in seiner Freundlichkeit hat er sich dazu entschieden, sich in einem Buch mitzuteilen. So habe ich die Möglichkeit, schwarz auf weiß seine Mitteilungen zu lesen. Ich kann immer wieder darauf zurückgreifen. Schade, dass das in so vielen Haushalten nicht passiert.

    Höchste Zeit, den Mitteilungen des Schöpfer-Gottes zu lauschen! Für Sabine war es das erste Mal. Vielleicht ist es für Sie dran, den Staub von der Bibel zu pusten und dieses einzigartige Buch aufzuschlagen!?


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»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das…

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