Leben ist mehr

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Leben ist mehr episodes

  • Entstellt

    Leider muss ich mich beruflich oft mit Bildern auseinandersetzen, die entstellte Menschen zeigen. Manche davon sind Opfer von Kampfhandlungen, manche mussten Folter erdulden. Es gibt solche, deren Erscheinungsbild von Krankheiten stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, die Unfälle erlitten hatten, oder bei denen eine Operation fatale Folgen hatte. Diese Entstellungen haben oft eines gemeinsam: Der Betroffene hat ein vielleicht einmal sehr schönes Aussehen verloren. Nun wendet man sich eher ab, wenn man ihm begegnet, und das bewirkt neues Leid für den ohnehin schon tief Getroffenen.

    Im Tagesvers begegnet uns ein Mann, der ebenfalls mit Schmerzen, Leiden und Ablehnung vertraut war, einer, vor dem man das Gesicht verbarg. Es ist in diesem Text des Alten Testaments vorausschauend von Jesus Christus die Rede. Prophetisch wird hier ein Bild gezeichnet, das wir in dem Antlitz des gefolterten, von Geißelhieben, Dornenkrone und Faustschlägen gezeichneten Christus wiedererkennen. Doch der Prophet Jesaja, der diese Verse niederschrieb, macht klar: Der Grund für diese Entstellung war nicht ein blindes Schicksal, ein Unfall, eine tragische Krankheit oder eine fehlgeschlagene OP. Die Entstellung des Angesichts des Sohnes Gottes war die Folge jeder einzelnen unserer vielen Sünden, Kränkungen und menschlichen Treubrüche gegen Gott. Dieser schreckliche Anblick verdeutlicht, was Sünde aus uns Menschen macht: Sie entstellt unsere Seele, unser ganzes Wesen. Wir haben dadurch unsere Schönheit vor Gott verloren.

    Doch es gibt eine Lösung. Jesaja macht deutlich: Jesus hat gleichsam unsere Entstellung getragen. Und durch das, was er hierbei litt, hat er für jeden, der es fassen mag, Heilung für unsere Entstellung bewirkt.

    Markus Majonica

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    Audioaufnahmen: Radio Segenswelle

    4 min
  • Verkehrserziehung fürs Leben

    Die Frage des Verkehrspolizisten machte mich nachdenklich; dabei war sie gar nicht an mich gerichtet. Ich kam gerade zu Fuß an einer der Grundschulen unserer Stadt vorbei. Jener Polizist brachte dort Erstklässlern die wichtigsten Verhaltensregeln im Straßenverkehr bei: »Und wo schaut ihr hin, wenn ihr die Straße überqueren wollt? Nach oben in die Luft?« »Neeein!«, schrien die Kleinen im Chor. »Ja, wohin denn?«, wollte der freundliche Mann wissen. Sofort ließen die Kinder hören, was sie bereits gelernt hatten: »Nach links und nach rechts natürlich.« Der Polizist und seine Assistentin zeigten sich zufrieden.

    Im Weitergehen fragte ich mich, wo ich hinschaue, wenn ich in eine gefährliche Situation gerate. Schaue ich auch nach links und rechts? Viele tun das; so viele, als sei das eine Regel auf den Straßen unseres Lebens. Man schaut sich nach Beratern um, nach Leuten, die zum Beispiel in einer ähnlichen Lage sind oder waren. Man schaut sich nach Menschen um. Allerdings kann man sich leider nicht immer auf Menschen verlassen. Menschen können irren. Menschen können enttäuschen. Nein, wenn ich vor wichtigen Entscheidungen stehe oder mich in Schwierigkeiten befinde, will ich nicht zuerst zur Seite, sondern nach oben schauen. So wie David es tat. Er hatte eine Reihe von Fehlentscheidungen getroffen, was dazu führte, dass sich seine eigenen Leute gegen ihn wandten und ihn sogar umbringen wollten. Auf die konnte sich David bestimmt nicht verlassen. Also wandte er sich in seiner Not an Gott; er »stärkte sich in dem HERRN«. Das brachte in seiner prekären Lage die Wende.

    Wollen wir also immer nur nach links und nach rechts schauen, wenn wir Hilfe brauchen? Ich will wie die Kinder rufen: »Neeein!«

    Markus Wäsch

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    4 min
  • Wenn dir Leute in den Rücken fallen

    Das Leben des Hirtenjungen David verlief wirklich atypisch. Bereits als Jugendlicher versprach Gott ihm, dass er einmal König über Israel sein würde. Einige Zeit später bezwang er mit einer Steinschleuder den Riesen Goliath. Doch frisch verheiratet musste David vor seinem eigenen Schwiegervater, dem eifersüchtigen König Saul, fliehen. Dieser fürchtete nämlich, dass ihm in David angesichts dessen Beliebtheit ein Konkurrent im Blick auf das Königtum erwuchs, und begann, den von Gott zum Herrscher ausersehenen David zu hassen. Er trachtete ihm nach dem Leben. David musste deswegen für längere Zeit »abtauchen«. Er und seine Begleiter wechselten auf der Flucht häufig den Aufenthaltsort. So kam David mit seinen Männern in die Wüste Sif. Doch die Bewohner dieser Region waren David nicht wohlgesonnen. Statt sich auf die Seite des zu Unrecht Verfolgten und von Gott verheißenen Königs zu schlagen, verrieten sie ohne Not seine Anwesenheit bei König Saul.

    David hätte wegen dieses Verrats verbittert sein können. Ja, er hätte den Bewohnern von Sif Rache schwören können. Doch von alledem lesen wir nichts. David floh erneut, und dann dichtete er ein Lied, das in Psalm 54 wiedergegeben wird – ein Lied an Gott. Darin bringt er zum Ausdruck, dass er nicht von Menschen, sondern von dem Ewigen abhängig ist. »Gott ist mein Helfer! Der HERR ist es, der mein Leben beschützt« (Vers 6). David wusste, dass Gott in allem das letzte Wort hat.

    Verläuft Ihr Leben auch atypisch? Haben Sie Enttäuschung oder gar Verrat erlebt? Was ist Ihre Reaktion? Für eine weise Reaktion gibt es leider kein Patentrezept. Doch eine Handlung ist immer richtig: das Gebet zu Gott. Wenn Jesus an Ihrer Seite steht, ist es jederzeit möglich, ihm den Frust und die eigene Ausweglosigkeit zu sagen.

    Stefan Taube

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    5 min
  • Das Gedankenknäuel abgeben

    Es ist gegen morgen. Zu früh zum Aufstehen. Ich bin nicht wirklich wach, aber ich schlafe auch nicht richtig. Genau die passende Voraussetzung, um ausgeliefert zu sein an allerlei Gedanken, die mich beschäftigen oder belasten, oder alle Fragen zu wälzen, die noch nicht gelöst sind. Die Gedanken kreisen, gehen von einem zum anderen. Ein wirres Gedankenknäuel. Ich beginne zu argumentieren, zu durchdenken, zu widerlegen.

    Wer kennt das nicht, in solch dämmrigen Momenten in Gedanken so beschäftigt zu sein, dass es beunruhigt, belastet oder einfach nervt. Formulierungen aus einem Buch treffen es gut: Es ist wie ein innerer Lärm, ein Geplapper, das nicht verstummt. Der laufende Kommentar im Kopf zu allem und jedem. Endlose innere Wiederholungen zu einem unguten Gespräch. Fantasien, wie wir uns vorstellen, unserem Gegner die Meinung zu sagen. Unsere Sorgen, die unsere Freude und unseren Frieden zerschlagen. Hypothetische Szenarien. Innere Rollenspiele über die Zukunft. Idealisierungen, das Träumen vom perfekten Leben.

    An diesem halb wachen Morgen mache ich Folgendes – und das kann ich echt empfehlen: Ich merke, dass ich in meinem Argumentieren nicht weiterkomme. Ich muss es Gott übergeben. Er allein kann in diese ungelösten Dinge hineinwirken. So übergebe ich das ganze Gedankenknäuel Gott und lege es ihm zu Füßen mit der Bitte: »Herr, kümmere du dich darum.« Und das Kreisen in den Gedanken hört auf. Es gibt noch zwei oder drei Versuche, die ich mit dem gleichen Gebet abstelle. Der Friede Gottes ist erlebbar, wie der Tagesvers sagt, wenn wir unsere Sorgen, Gedanken und offenen Fragen an Gott abgeben. Diese Erfahrung wünsche ich allen, die mit solchen Gedankenknäueln kämpfen.

    Manfred Herbst

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    5 min
  • Das letzte Hemd

    Reich müsste man sein! So richtig reich. Kein Urlaub wäre zu teuer, kein Auto zu unerschwinglich. Vielleicht sogar so reich, dass normale Urlaube langweilen. Ostsee? Türkei? Von wegen! Wie wärʼs mit Ferien auf dem Mond? Oder noch besser: Ein Ausflug zum Wrack der Titanic! Heute vor zwei Jahren ging die schreckliche Nachricht um den Globus: Das U-Boot Titan ist auf seinem Tauchgang zur Titanic verschollen! An Board fünf Insassen, drei davon Touristen. Sie hatten jeder 250.000 US-Dollar für das Ticket bezahlt. Tage später war der Welt klar: Die Titan ist implodiert. Keine Überlebenden. Einer der drei Touristen war Milliardär! Doch jetzt hatte er nichts mehr von seinem Geld. Das letzte Hemd hat keine Taschen.

    Jesus erzählte einmal die Geschichte eines reichen Landwirts, dessen Wohlstand wuchs und der entschied, sich zur Ruhe zu setzen. Er sagte sich: »Du hast viele Güter liegen auf viele Jahre. Ruhe aus, iss, trink, sei fröhlich!« Doch schon in der nächsten Nacht starb er unversehens. Der Tod hatte ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht! Jesus zieht aus der Geschichte folgendes Fazit: »So geht es jedem, der für sich selbst Schätze sammelt und nicht reich ist in Gott« (Lukas 12,21).

    Die beste Kapitalanlage ist nicht Geld, sondern eine lebendige und versöhnte Beziehung zu Gott! Dazu bietet er uns an, schuldenfrei zu werden. Aufgrund unserer Sünden stehen wir nämlich tief in Gottes Schuld. So tief, dass wir sie niemals abstottern können! Zumal wir jeden Tag nur noch mehr Schulden anhäufen. Die einzige Lösung heißt Jesus. Er starb am Kreuz, um unsere Schulden zu tilgen. Wer das für sich persönlich in Anspruch nimmt, kann »reich sein in Gott« mit einem himmlischen Erbe, das unermesslich größer ist als aller irdischer Reichtum.

    Jacob Ameis

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    6 min
  • 17. Juni 1953: Aufstand in der DDR

    Für manche Leser ist dieses Datum vielleicht in den Hintergrund gerückt. Es war ja viele Jahre der »Tag der deutschen Einheit« in der BRD. Ich denke mit großer Dankbarkeit an diesen Tag. Zunächst das politische Ereignis:

    1. Nach dem verlorenen Krieg stand in der DDR nach wenigen Jahren fast alles auf dem Spiel. Ausgelöst durch starke Unzufriedenheit mit der täglichen Versorgung, Erhöhung der Arbeitsnormen und der Unterdrückung durch die politische Führung kam es rund um den 17. Juni 1953 quer durchs Land zu Arbeitsniederlegungen und Massendemonstrationen in vielen Betrieben. Mehr als eine Million Menschen waren daran beteiligt. Leider wandte sich die Staatsführung um Hilfe an die Besatzungsmacht Sowjetunion, die mit Panzern den Volksaufstand blutig niederschlug: Es gab mehr als 50 Tote, ca. 15.000 Bürger wurden inhaftiert, russische Standgerichte vollstreckten allein 18 Todesurteile. 36 Jahre später verlief es, Gott sei Dank, anders. Es kam unblutig zur deutschen Wiedervereinigung. Wie gnädig ist Gott!

    2. Für mich persönlich ist der 17. Juni mit Gottes Bewahrung bei einem schrecklichen Autounfall verknüpft. An diesem Tag im Jahr 1965 war ein anderer Autofahrer in den vorderen Teil meines Wagens gefahren und hatte ihn zertrümmert. Anschließend geriet er auf die Gegenfahrbahn und schob fünf PKW, die an einer roten Ampel standen, ineinander. Eine Beifahrerin in einem dieser Fahrzeuge lag noch über ein halbes Jahr wegen erheblicher Verletzungen im Krankenhaus. Ich selbst wurde in meinem Auto mit Wucht herumgeschleudert, war aber kaum verletzt. Welch eine Bewahrung, und wie dankbar bin ich Gott!

    In allem schrecklichen Erleben ist Gott doch immer noch Gott, der alle Macht hat und letztlich der Not ein Ende macht!

    Klaus Spieker

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    6 min
  • Genial gemacht

    Vor Jahren stürzte ich von der Leiter und kam unglücklich zu Fall. Das rechte Knie schmerzte, und ich wusste sofort, da ist einiges kaputt gegangen. Kreuzbänder eingerissen, Meniskushorn abgerissen, Schleimbeutel zerfetzt. Innerhalb von zwei Jahren wurde ich zweimal operiert. Dann war ich einigermaßen schmerzfrei, doch irgendwann fing es wieder an. Krankengymnastik, Schmerzmittel, es war ein Auf und Ab. Eine weitere Arthroskopie würde nichts mehr bringen und wurde deshalb abgelehnt.

    Im Laufe der Jahre wurde es immer schwieriger, Schonhaltung. Die Ärzte rieten mir zu einem künstlichen Gelenk. Nach 23 Jahren habe ich mich dafür entschieden. Jetzt habe ich also ein künstliches Kniegelenk. Edelmetall und Kunststoff ersetzen nun die Knochenköpfe des Ober- und des Unterschenkels. Die Operation ist gerade sieben Wochen her, und ich staune, wie schnell alles heilt. Reha, Physiotherapie, Lymphdrainage, klasse, was man da heutzutage alles macht. Alle Klammern sind mittlerweile entfernt, die Narbe heilt gut. Ist das nicht erstaunlich? Innerhalb so kurzer Zeit funktioniert alles wieder.

    Wie es weitergeht, weiß ich im Moment noch nicht zu sagen, doch ich staune über meinen Schöpfer. Gott hat alles so genial geschaffen, da greift eines in das andere, und normalerweise hält so etwas ein Leben lang. Wie die Sehnen und Bänder alles zusammenhalten, durch Bewegung entsteht Gelenkschmiere. Das kann doch kein Zufall sein! Mich fasziniert das enorm, und ich bewundere diesen genialen Schöpfergott täglich mehr.

    Eine Prothese reicht da bei Weitem nicht heran, aber trotzdem bin ich dankbar dafür, dass Gott Menschen der Fähigkeit ausgestattet hat, mir auf diese Weise zu helfen.

    Joschi Frühstück

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    7 min
  • »Wie würdest du Gott malen?«

    Diese Frage bekamen meine Frau und ich vor einiger Zeit von einer Freundin gestellt. Wir waren zunächst sehr überrascht über diese ungewöhnliche Frage. Sie zeigte uns ihr Bild, das sie gemalt hatte: ein alter Mann, der auf einer Wolke sitzt. Diese Vorstellung von Gott ist weit verbreitet. Doch was drückt dieses Bild aus?

    Dieses Bild beschreibt letztendlich einen Gott, der nicht mehr genau mitbekommt, was hier unten in seiner Welt eigentlich abgeht, der den Überblick verloren hat und nicht mehr in der Lage ist, vernünftig einzugreifen. Wenn Sie sich Gott als einen solchen alten und gebrechlichen Mann vorstellen, wird es Ihnen sicher sehr schwerfallen, daran zu glauben, dass dieser Gott aktiv in unser Leben eingreift, unsere Weltgeschichte lenkt, und dass wir eines Tages genau vor diesem Gott für unser Leben auf dieser Erde Rechenschaft abgeben müssen. Wenn Ihre Vorstellung von Gott der eines strengen Polizisten entspricht, dann werden Sie ihn vorrangig mit Geboten, Verboten und Bestrafung in Verbindung bringen. Selbst wenn Sie an überhaupt keinen Gott glauben, hat das Auswirkungen auf die Art und Weise, wie Sie Ihr Leben gestalten.

    Unser Gottesbild prägt unsere Einstellung, unseren Blick aufs Leben, unsere Ziele, unsere Entscheidungen, unsere Moral, letztendlich unser ganzes Leben. Vorstellungen von Gott gibt es wohl fast so viele, wie es Menschen auf dieser Erde gibt. Doch die große Frage bleibt: Wie ist Gott wirklich? Die Bibel ist die Selbstoffenbarung Gottes, seine »Autobiografie« im XXL-Format. Jede einzelne Seite dieses Buches gibt Einblicke in sein Wesen und Handeln. Wenn Sie also herausfinden möchten, wie dieser Gott wirklich ist, dann führt kein Weg an der Bibel vorbei.

    Daniel Beck

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    5 min
  • Inflation

    Inflation ist für die meisten ein unschönes Wort. Es hat für uns in der Regel keinen angenehmen Klang. Denn Inflation bedeutet Geldentwertung, wenn das allgemeine Preisniveau steigt. Man bekommt dann für jede Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen. Alles wird teurer, und der Wert des Geldes sinkt. Der 100-Euro-Schein hat seinen Wert durch die Zahl, die darauf steht. Damit kann ich für 100 Euro einkaufen. Aber in Zeiten hoher Inflation nimmt die Kaufkraft dieses Scheines immer mehr ab. Seine Zahl ist nicht wertstabil und damit nicht wirklich verlässlich. Diese fehlende Verlässlichkeit beunruhigt Menschen, weil sie merken, dass sie immer weniger für ihr Geld bekommen. Geld kann unserem Leben keine wirkliche Sicherheit geben.

    Wertverfall und Inflation sind allerdings Worte, die bei Jesus keine Rolle spielen. Bei ihm geht es nun nicht um Finanzen oder stabilen Geldwert. Aber alles, was er selbst ist und sagt, bleibt immer gleich gewiss und zuverlässig. Seine Aussagen verlieren nie ihren Wert. Jesus Christus selbst ist die Garantie dafür, dass die Worte, die er sagt, wahr sind und Bestand haben. Denn da er, wie der Tagesvers sagt, in alle Ewigkeit derselbe bleibt, haben auch seine Zusagen Ewigkeitswert, selbst wenn der Kosmos – und mit ihm die Erde – aufhört zu existieren. Seine Worte verlieren auch im Jenseits nicht an Gültigkeit oder müssen revidiert werden.

    Menschen ändern ihre Meinung, sind unzuverlässig oder kennen einfach nicht alle Zusammenhänge. Bei Jesus, dem Sohn Gottes, ist das anders. Seine Worte sind verlässlich, weil er es als Person ist. Er ist die Wahrheit. Er ist also ohne Irrtum und Lüge. Daher kann ich auf seine Zusagen bauen. Das gibt meinem Leben Stabilität.

    Manfred Herbst

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    5 min
  • Eine tüchtige Frau

    Heute vor 500 Jahren heiratete in Wittenberg der deutsche Reformator Martin Luther die ehemalige Nonne Katharina von Bora. 41 Jahre war der frühere Mönch alt, als er die Ehe mit Katharina einging. Sechs Kinder wurden den beiden geschenkt. Katharina war eine tüchtige Frau. Sie versorgte die Familie, koordinierte den Haushalt und die Landwirtschaft, betreute eine Krankenstation und prägte, nicht zuletzt auch durch ihre Teilnahme an Diskussionen und Tischreden, die Reformation mit.

    Martin Luther litt nämlich zeitweise unter Schwermut. So musste Katharina ihn immer wieder aufrichten. »Ihr seid unlustig, Martinus! ... ich habe euch einen Tee zubereitet, der ist gut gegen die Unlust: Achillea Millefolium, die gemeine Schafgarbe ... Die schlimmste Krankheit ist die Unlust, und ich dulde sie nicht unter meinem Dach. Da schreibst du in deine Kirchenlieder: ›Nun freut euch, lieben Christen gʼmein, und lasst uns fröhlich springen ...‹ Ich mag´s nicht leiden, dass mein Gemahl was anderes lebt, als er schreibt. Der Widersacher des Teufels ist die Freude und die Zuversicht. Den Teufel treibt man mit Lachen aus dem Haus. Und nun hadere nicht länger mit deinem Gott! Er ist gewohnt, dass man mit ihm hadert, Hauptsache, er hadert nicht mir dir!« So weit ein Zitat von Katharina von Bora.

    Christen können sich freuen über die ewige Rettung in Jesus Christus. Die sorgt nicht nur für eine herrliche Zukunft, sondern nimmt schon jetzt viel Gutes zum Anlass, sich zu freuen und Gott jeden Tag zu danken. Es gibt für Christen nämlich immer eine Adresse, bei der sie alle unsere Sorgen und Nöte abladen können. und die Freude am Herrn ist auch ihr Schutz und Schild, wenn es ihnen nicht gut geht. Denn auch durch dunkle Täler geht ihr Herr ihnen voran.

    Herbert Laupichler

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    4 min

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»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das…

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