Leben ist mehr

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Leben ist mehr episodes

  • Brot vom Himmel

    Kennen Sie das Manna? Die Bibel berichtet im 2. Buch Mose, wie Gott das Volk der Israeliten unter dramatischen Umständen aus der Versklavung in Ägypten befreit hat. Für die sich anschließende Wüstenpassage musste die Ernährungsfrage geklärt werden. Wie die vielen Leute durchbringen? Allein die Zahl der wehrfähigen Männer belief sich auf über 600 000. Schon nach kurzer Zeit verbrauchten sich die Vorräte, und eine Notlage machte sich breit. Das Rufen nach Brot wurde immer lauter.

    Gott griff ein und stellte eine übernatürliche Nahrungsmittelhilfe für die Krisenregion in Aussicht: »Ich will euch Brot vom Himmel regnen lassen.« Und tatsächlich, tagtäglich ernährte er sie mit dem sogenannten Manna. Über eine Periode von 40 Jahren konnten sich die Menschen an diesem »Himmelsgetreide« satt essen.

    Aber was war das für eine sonderbare Substanz? Schon die Beschreibung der Haltbarkeit ist verwunderlich. Es war eigentlich nicht langlebig. Man konnte das Manna nur morgens in der Kühle vom Boden aufsammeln, bei höheren Temperaturen in der Mittagshitze zerschmolz es. Zudem ließ es sich normalerweise nicht bis zum Folgetag aufbewahren, es verfaulte sehr schnell. Doch an jedem 6. Tag blieb es sonderbarerweise auch nach 24 Stunden noch genießbar, damit das Volk am 7. Tag die Sabbatruhe einhalten konnte. Noch erstaunlicher ist, dass eine kleine Menge davon zur Erinnerung an Gottes Versorgung in der Wüste über viele Jahre in einem Gefäß aufbewahrt werden konnte. Ein Wunder!

    Später verglich sich Jesus mit dem Manna. Er ist das wirkliche Lebensbrot mit himmlischer Herkunft, das nicht nur für kurze Zeit hält und sättigt, sondern lange, sehr lange, ja, ewig. Wohl dem, der dieses Brot im Glauben zu sich nimmt!

    Arndt Plock

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    8 min
  • Schling-Fing-Fang

    Umschlungen. Eines Nachmittags stand ich in unserem Garten und betrachtete das neu angelegte Beet. Komisch: Überall kamen kleine, grüne Pflanzen zum Vorschein, die ich dort nicht gepflanzt hatte und die außerdem rasend schnell wuchsen. Ich entfernte sie; doch nur wenige Tage später waren sie bereits wieder genauso groß und kräftig vorhanden. Meine Recherche zeigte: Es handelte sich um eine Wicke. Da diese sich um andere Pflanzen schlingt, indem sie sie als »Rankhilfe« nutzt, und alles in ihrer Nähe einfängt, bekam sie den liebevollen Spitznamen Schling-Fing-Fang. Dieses »Unkraut« wird man nur los, wenn man es mit der kompletten Wurzel entfernt – und die sitzt tief. Ein Entfernen der sichtbaren Pflanzenteile reicht nicht aus, sondern lässt die Pflanze weiterwachsen. Der Bewuchs nimmt bei einer oberflächlichen Entfernung kein Ende.

    Befreit. Als ich so vor unserem »befallenen Strauch« stand, wurde mir deutlich, dass es in meinem Leben nicht anders ist. Jeder von uns erkennt in seinem Leben Dinge, die schlecht und böse sind (z. B. Lügen, üble Nachrede) und die einen, einmal damit begonnen, ganz leicht gefangen nehmen können. Auch hier wird eine oberflächliche Entfernung der Symptome und Tätigkeiten nicht ausreichen, um eine Veränderung zu bewirken. Doch diese ist lebensnotwendig. Denn in diesem »natürlichen« Zustand können wir keine Gemeinschaft mit Gott haben. Eine grundlegende Veränderung ist nötig. Bei der Wicke muss die Wurzel entfernt werden, und genauso muss auch in unserem Leben eine grundlegende Trennung und Erneuerung stattfinden. Das Geniale: Gott bietet sie uns durch seinen Sohn und dessen Tod am Kreuz an. Wir dürfen durch seinen Tod und seine Auferstehung zu neuen Menschen werden, die von der Umschlingung der Sünde befreit sind!

    Ann-Christin Bernack

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    5 min
  • Sehnsucht nach Frieden

    Carl Gustav Boberg (1859–1940) war schwedischer Pastor und Verleger. Im Jahre 1885 machte er einen längeren Spaziergang, als plötzlich aus dem Nichts ein gewaltiges Gewitter losbrach. Ein heftiger, bedrohlicher Sturm erhob sich. Als das Unwetter vorbei war, schaute Boberg über die klare Bucht hinaus. In der Ferne hörte er eine Glocke läuten. Und die Worte »Wie groß bist du« gingen ihm nicht mehr aus dem Kopf. »Du großer Gott, wenn ich die Welt betrachte, / die du geschaffen durch dein Allmachtswort ... / Dann jauchzt mein Herz dir, großer Herrscher, zu, / wie groß bist du, wie groß bist du!« Können Sie sich die Gefühle Bobergs vorstellen, als er dieses Lied dichtete? Nach diesem heftigen Sturm herrschte eine solche Ruhe, dass er diese andächtigen Verse dieses wundervollen Liedes niederschrieb.

    Wie geht es Ihnen in diesen unruhigen und friedlosen Zeiten? Es vergeht doch fast kein Tag, an dem wir nicht mit irgendwelchen Horrormeldungen konfrontiert werden, an dem nicht irgendetwas Schreckliches auf unseren Straßen, in unseren Häusern passiert. Haben Sie da nicht auch den Wunsch oder die Sehnsucht nach Ruhe, Frieden und Geborgenheit? Bei Menschen ist das alles nicht zu finden, dort werden Sie höchstens vertröstet, belogen und enttäuscht. Das fängt im Kleinsten an und geht bis in die höchsten Kreise.

    In Matthäus 11,28 ruft uns Jesus Christus zu: »Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken!« Dieses Angebot von Gottes Sohn sollten Sie annehmen, denn es gibt nichts Besseres und Sichereres auf dieser Welt. Ihm können Sie alles anvertrauen, was Sie bedrückt, er hat immer ein offenes Ohr für Ihre Nöte. Ich habe es schon oft erfahren dürfen.

    Robert Rusitschka

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    4 min
  • Alleingelassen?

    Auf meinem Weg zur Arbeit fahre ich mit dem Zug. Ab und zu nehme ich eines unserer Kinder mit, weil das immer ein Highlight für sie ist. Wenn man auf dem Land wohnt, ist das Fahren mit Zügen, U-Bahnen, S-Bahnen und sogar mit Bussen etwas Besonderes. Alles ist neu und unbekannt für unsere Kinder, deshalb stellen sie viele Fragen und bekommen spannende Eindrücke.

    An einem Tag nahm ich unseren damals fünfjährigen Sohn mit. Auf dem Heimweg mussten wir von dem U-Bahngleis drei Ebenen nach oben in Richtung Zug. Die U-Bahn hatte Verspätung, und die Umsteigezeit war sehr kurz, also beeilten wir uns. Auf der dritten Treppe hörte ich auf einmal das »Piepen« vom Schließen der Türen unseres Zuges. Ich rannte los mit dem Gedanken, die Tür noch zu erreichen, um dann gemeinsam einzusteigen. Mein Sohn verstand die Situation natürlich nicht, fing an, panisch zu werden, und schrie. Sein spontanes Empfinden war wohl so: ›In dieser völlig fremden und unbekannten Umgebung lässt mein Vater mich zurück!‹ Im Zug angekommen, konnte ich ihm die Situation dann in Ruhe erklären.

    In unserem Leben ist es manchmal ähnlich. Es passieren Dinge, die wir uns nicht erklären können. Wir fühlen uns dann vielleicht ebenso allein bzw. zurückgelassen und verstehen die Situation nicht. Dann fragen wir uns: »Wo ist Gott jetzt?« Wenn man nach solchen Zeiten zurückblickt und diese Phasen genauer betrachtet, wird einem klar, dass Gott immer da war. Aber er war vielleicht gerade »beschäftigt«, eine Tür offen zu halten oder eine andere zu öffnen. Wir kennen nicht den Plan für unser Leben, und Gottes Handeln verstehen wir genauso wenig. Im Gegensatz zu uns kann Gott in die Zukunft schauen und das »Piepen« verstehen.

    Gabriel Herbert

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    5 min
  • Er bezahlte die Mordwaffe

    Wilhelm von Nassau lebte von 1533 bis 1584 und war Anführer des niederländischen Freiheitskampfes gegen die Spanier. König Philipp II. von Spanien setzte eine hohe Belohnung auf ihn aus. »Wir geben«, hieß es in seiner Verfügung, »besagten Wilhelm Nassau preis als einen Feind des Menschengeschlechts und überliefern sein Eigentum allen, die desselben habhaft werden können. Wenn einer genug Mut hat, ihn lebend oder tot auszuliefern oder ihn zu töten, bekommt er sofort 25.000 Kronen. Ist er ein Verbrecher, wird ihm verziehen, ist er noch nicht adlig, so wird ihm der Adel verliehen.«

    Angelockt durch dieses üppige Angebot versuchten mindestens vier Männer vergeblich, Wilhelm umzubringen. Am 8. Juni 1584 verschaffte sich schließlich ein gewisser Balthasar Gérard unter einem Vorwand Zugang zum Prinzenhof in Delft. Er wollte auskundschaften, wie es um den Schutz seines Opfers bestellt war. Er bat Wilhelm um eine kleine finanzielle Unterstützung, angeblich für Schuhe und Strümpfe. Davon kaufte er sich allerdings zwei Pistolen und Munition, eben die Waffen, mit denen er zwei Tage später Wilhelm ermordete. Von der ausgelobten Belohnung hatte er jedoch nichts. Man fasste ihn, brannte ihm die Tathand aus, brach ihm die Knochen und spannte ihn auf ein Wagenrad.

    Ungewollt hatte Wilhelm seinem Mörder die Instrumente seines Verbrechens in die Hand gegeben. Es gibt einen anderen – Jesus –, der in vollem Bewusstsein den Mord an ihm ermöglicht hat. Er hat die Bäume wachsen lassen, aus denen sein Kreuz gezimmert war. Er ist der Schöpfer und Erhalter aller Dinge. Ohne ihn könnten wir keinen Atemzug tun. Dennoch war er bereit, einen qualvollen Tod für uns zu sterben. Warum? Das war der einzige Weg, uns vor dem ewigen Verderben zu retten.

    Gerrit Alberts

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    6 min
  • Jemand musste sterben

    »Jemand anderes musste sterben, damit meine Schwägerin leben kann.« Das sagte uns eine Freundin mit zitternder Stimme am Telefon. Ihre Schwägerin wurde wegen eines Tumors an der Niere behandelt. Ihr Zustand verschlechterte sich allerdings zusehends; Krankenhaus, Intensivstation, Koma. Die Ärzte hatten zunächst keine Erklärung für die Verschlechterung. Dann entdeckte einer von ihnen eine Infektion der Leber mit einem Herpesvirus. Die einzige Möglichkeit der Lebensrettung war eine Lebertransplantation. Erstaunlicherweise fand sich innerhalb von wenigen Tagen eine passende Leber, die dann transplantiert werden konnte. Unserer Freundin wurde klar, dass dies nur möglich war, weil ein anderer Mensch gestorben ist. Sie hatte damit einen Kernpunkt des Evangeliums wiedergegeben: Jesus Christus musste sterben, damit wir Menschen leben können.

    Grundsätzlich ist jeder Mensch durch die Sünde von Gott getrennt und steht unter dem Zorn Gottes. Aus unserer Kraft können wir diesen Zustand nicht ändern. Aber Jesus Christus, der Sohn Gottes, war nie getrennt von seinem Vater. Er war der Einzige, der völlig ohne Sünde und Schuld war, auch als er als Mensch auf dieser Erde lebte. Und deshalb konnte er unsere Sünde und alle Schuld auf sich nehmen und hat die Strafe dafür, den Tod, erduldet. Wer das für sich in Anspruch nimmt, für den ist die Trennung von Gott aufgehoben, weil seine Sünde gesühnt bzw. vergeben ist.

    Doch genauso, wie man sich keine Leber erarbeiten oder erkaufen kann, genauso wenig kann man sich diese Errettung erarbeiten oder kaufen. Sie ist ein Geschenk, das im Glauben angenommen werden muss. Dieses Angebot abzulehnen wäre fatal, denn das wäre tödlich und für ewig unveränderlich.

    Thomas Kröckertskothen

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    5 min
  • Tiefseetourismus

    Als im Jahr 1985 das Wrack des versunkenen Passagierschiffs Titanic in einer Tiefe von fast 4000 Metern entdeckt wurde, stieg das Interesse an einer Besichtigung oder Erkundung der Überreste des Luxusliners. Zahlreiche Fahrten mit Tauchrobotern oder bemannten U-Booten sind seitdem durchgeführt worden. Dabei wurden über 5500 Objekte aus der Titanic geborgen und anschließend ausgestellt oder versteigert. Besondere Aufmerksamkeit erlangte das Thema, als im Juni 2023 ein U-Boot bei einer solchen Tauchfahrt implodierte und alle fünf Insassen ums Leben kamen.

    Mich schreckt allein der Gedanke an den extrem hohen Wasserdruck in einer solchen Tiefe und die dort herrschende Dunkelheit so ab, dass ich nicht im Traum auf die Idee käme, dorthin reisen zu wollen. Vielleicht empfinde ich es deshalb als passend, dass diese nahezu unerreichbaren Tiefen mit ihren lebensfeindlichen Bedingungen im Tagesvers als der Ort angegeben werden, wo Gott unsere Schuld verbirgt.

    Natürlich ist kein Platz dieser Welt für Gott unerreichbar. Aber das Bild von der Tiefe des Meeres drückt doch sehr plastisch aus, dass bekannte und vergebene Schuld tatsächlich nicht mehr ans Tageslicht kommen wird. Gott verspricht, dass er nie mehr an unsere Sünden denkt. Wer auch immer in der Tiefsee zu fischen versucht, ich darf sicher sein, dass Gott das nicht tun wird, sofern ich sein Angebot der Gnade und Vergebung angenommen habe. Weil Jesus Christus, Gottes Sohn, das Gericht für meine Schuld getragen hat, darf ich für immer frei sein von dem, was mich belastet und von Gott getrennt hat. Wie befreiend und lebensverändernd ist diese Gewissheit: Meine Schuld ist in der Tiefe des Meeres versenkt, und ich werde ihr nie mehr begegnen müssen!

    Judith Pohl

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    4 min
  • Furchtlos!

    Am 5. Juni 1989 stellte sich ein Mann auf dem Tian'anmen-Platz, dem »Platz (am Tor) des Himmlischen Friedens« in Chinas Hauptstadt Peking, einer Kolonne von Panzern entgegen. Ein Furchtloser, der sein Leben riskierte! Er wird bis heute nur als »Tank Man« oder »Unkown Rebel« geführt, da er bisher nicht öffentlich identifiziert worden ist. Dennoch nahm ihn das Time Magazine in die Liste der 100 einflussreichsten Personen des 20. Jahrhunderts auf.

    Mich beeindrucken solche Menschen sehr. Ich wäre auch gerne mutig, tapfer, furchtlos. Ich habe mich gefragt: Wie kann man das werden? Woher nimmt man die Kraft, das eigene Leben zu riskieren? Vor allem dann, wenn man allein auf das Diesseits setzt und keine Perspektive über den Tod hinaus hat, keine Hoffnung, dass das Opfer des eigenen Lebens irgendetwas bewirkt. Ich bin Gott sehr dankbar, dass er uns einen wirklich guten, verlässlichen, belastbaren und glaubhaften Grund gibt, mutig und furchtlos sein zu können. Die Bibel bezeugt nachdrücklich, dass das biologische Leben auf dieser Erde nicht alles ist: Es gibt eine Existenz nach dem Tod, die zeitlich unbegrenzt ist – die Ewigkeit. Jesus Christus, der selbst sein Leben geopfert hat, bestätigt dies mit seiner Auferstehung deutlich. Auch gibt er die feste Zusage: Wer sein (endliches) Leben auf ihn setzt, ja, wer es um seinetwillen einsetzt und sogar verliert, bleibt kein Verlierer! Im Gegenteil, er gewinnt ein ewiges Leben.

    Lieber Leser: Der Wind in unserer Zeit wird rauer, die Gefahren akuter, die Herausforderungen größer. Ich wünsche mir und uns, dass wir unser Leben auf den einen setzen, für den zu sterben sich wirklich lohnt, und der uns Leben über den Tod hinaus zu schenken vermag.

    Markus Majonica

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    4 min
  • Ich bin ... die Antwort auf deine Frage nach dem Tod (6)

    Mit Barbie-Puppen hatte ich zum ersten Mal intensiveren Kontakt, als ich im Alter von etwa vier Jahren die Strapazierfähigkeit einer solchen Puppe testete, die meiner großen Schwester gehörte. Während der Kindheit unserer Tochter wurde ich erneut mit der Glitzerwelt von Barbie und Ken konfrontiert. Aus Neugier habe ich auch einmal in die gleichnamige Komödie hineingeschaut, die 2023 in die Kinos kam. Ich persönlich konnte mit diesem Film wenig anfangen und habe ihn auch nicht zu Ende geschaut. Interessant fand ich aber, dass der Bruch der Hauptdarstellerin mit ihrer rosafarbenen Glitzer-Glimmer-Immer-Wohlfühl-Welt damit begann, dass sie anfing, sich Gedanken über das Sterben zu machen, und dies auch offen aussprach. Sehr zum Entsetzen ihrer Umgebung. Denn solch morbide Gedanken passten doch nicht in die scheinbar ideale Welt von Barbie und Co.

    Tatsächlich ist das aber nicht nur ein Phänomen der Barbie-Kunst-Welt. Auch in unserer Gesellschaft ist der Tod eher ein Tabuthema, das nicht in gesellige Runden passt. Meistens wird daher dieser heikle Punkt umschifft. Mit dem Sterben setzt sich niemand gern auseinander, bis es dann so weit ist. Und das kann schneller kommen, als man denkt! Ich habe für mich entdeckt, dass es gut ist, regelmäßig Todesanzeigen zu lesen. Dann merkt man anhand der Lebensdaten, dass der Tod schon rein statistisch gesehen näher ist als die eigene Geburt. Doch auch diese Therapie löst nicht das Problem des Todes. Er ist für uns Menschen die letzte, große Absolutheit. Aber: Muss das so sein?

    Jesus Christus sagt hier, dass er die Auferstehung und das Leben ist. Er verspricht ein Leben, das den Tod überdauert – ewiges Leben. Doch dieses Versprechen will und muss geglaubt werden!

    Markus Majonica

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    7 min
  • Ich bin ... die Antwort auf deine Suche nach Geborgenheit (5)

    Wenn ich über Geborgenheit nachdenke, fällt mir zuerst das Bild eines kleinen Kindes ein, das still an der Brust oder in den Armen seiner Mutter liegt, ihren Herzschlag und ihre Wärme spürend. Geborgenheit hat mit Schutz zu tun, mit Fürsorge, Liebe und Sicherheit. So können uns unsere Beziehungen zu anderen Menschen Geborgenheit geben: unsere Beziehung zum Partner, zur Familie oder zu Freunden. Viele empfinden ihre eigenen vier Wände als Quelle der Geborgenheit. In solcher Geborgenheit kann ich zur Ruhe kommen.

    Allerdings sind dies nicht immer Quellen der Geborgenheit. Ich kenne Menschen, die in frühester Kindheit von ihren Eltern statt Geborgenheit Gewalt und Lieblosigkeit erfahren haben. Die Geborgenheit einer Ehe ist – statistisch gesehen – äußert fragil, ebenso wie die von Freundschaften. In die eigenen vier Wände kann eingebrochen werden, sodass man sich dort unsicher statt geborgen fühlt.

    Dagegen bietet Jesus Christus eine Geborgenheit, die über jede Zerbrechlichkeit erhaben ist. Er verwendet das Bild eines guten Hirten. Die Arbeit eines guten (!) Hirten umfasst die Fürsorge für seine Schafe in allen Bereichen: Er bietet Schutz vor äußeren Gefahren, er bewahrt seine Schafe vor dem Einfluss der Natur. Er achtet darauf, dass seine Schafe eine gute Weide mit ausreichender Nahrung finden. Er geht ihnen voran und gibt dadurch Orientierung. Er lässt seine Schafe nie im Stich, sondern gibt notfalls sogar sein Leben für sie. Er hat jedes einzelne Schaf im Blick, ganz individuell. Wenn eines seiner Schafe sich verirrt, geht er ihm nach und bringt es zurück in die Sicherheit seiner Gegenwart. Und wenn es schwach oder krank ist, pflegt er es und trägt es auf seinen Schultern ans Ziel.

    Markus Majonica

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    5 min

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»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das…

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