Leben ist mehr

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Leben ist mehr episodes

  • Planlos in die Zukunft

    Vor ungefähr zwei Jahren legte ich in Cottbus mein Abitur zusammen mit etwa 60 anderen Schulkameraden ab. Über ein Jahrzehnt hatte ich in der Schule verbracht, und nun stand der nächste Lebensabschnitt unmittelbar bevor. Während mir seit einiger Zeit klar war, dass ich Lehrer werden wollte, hatte ein Freund bereits eine Ausbildungsstelle sicher, ein anderer bewarb sich für ein Medizinstudium, usw. Doch der eine oder andere hatte sich noch überhaupt keine Gedanken über seine Zukunft gemacht ...

    Natürlich, nach vielen Jahren des Schulbankdrückens sehnten wir uns alle nach einer Pause – Freizeit genießen, ohne eine lebensentscheidende Wahl treffen zu müssen. Dennoch war eine Entscheidung unumgänglich! Und in der Tat würde sie unsere zukünftigen Jahre, vielleicht sogar Jahrzehnte, maßgeblich beeinflussen. Wer sie zu lange hinauszögerte, würde kopflos in die Zukunft stolpern und vielleicht einige Jahre verlieren.

    Zugegeben: Dieser Entschluss ist zwar von großer Bedeutung, aber dennoch korrigierbar, wenn es notwendig wird. Andere Entscheidungen im Leben sind das jedoch nicht, und genau das macht sie so essenziell. Vor allem die Entscheidung, ob wir ein Leben mit oder ohne Gott führen wollen. Es ist eine Wahl, die nicht nur unsere nächsten Jahre oder Jahrzehnte prägt, sondern weit darüber hinausgehend über die Ewigkeit entscheidet, die nach unserem Tod folgt. Gerade das macht diese Entscheidung so schwerwiegend – wir können sie nur zu Lebzeiten treffen, ohne zu wissen, wann unser Ende kommen wird. Es ist logisch, nach dem Schulabschluss über seinen weiteren Werdegang nachzudenken, aber noch viel logischer ist es doch, sich zu Lebzeiten Gedanken über ein Leben nach dem Tod zu machen!

    Hung Thanh Thai

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    4 min
  • Perfekt getarnt

    Im Jahr 2023 beobachteten Forschende in Australien erstmals einen Käfer, der sich geschickt als Termite verkleidet, und unerkannt als vermeintliche Artgenossin unter ihnen lebt. Der sogenannte Austrospirachtha carrijoi trägt eine realistische Nachbildung einer Termite auf seinem Rücken, die aus seinem vergrößerten Unterleib besteht, inklusive Pseudo-Beinen und falscher Antennen. Der Kopf des Käfers befindet sich gut versteckt unter der Termitenattrappe. Schamlos nutzt der zu den Kurzflügelkäfern zählende Krabbler das Sozialverhalten dieser staatenbildenden Insekten aus, indem er sich durchfüttern lässt. Denn im Termitenstaat haben die sogenannten Arbeiter die Aufgabe, Nahrung vorzuverdauen und an hungrige Mitglieder der Kolonie zu verteilen. Sobald der Käfer im Termitennest lebt, hat er für den Rest seines Lebens ausgesorgt. In der Wissenschaft spricht man von einer der vielleicht verrücktesten Formen von Mimikry (n-tv.de).

    Tarnen und Verstellung ist aber nicht nur eine Eigenart harmloser Insekten und Tiere. Sie ist auch ein Wesenszug des größten Menschenfeindes überhaupt: des Teufels. Er gibt sich gern als etwas anderes aus, als etwas Gutes, wie z. B. als »Engel des Lichts«. Doch in Wirklichkeit ist jeder seiner Kontakte mit Menschen voller Lüge. Es begann im Paradies, als er Adam und Eva betrog. Und seine Lügen haben für uns Menschen fatale Konsequenzen. Deswegen wird der Teufel auch als »Menschenmörder von Anfang an« und als Vater der Lüge bezeichnet (Johannes 8,44). Mit List und Verstellung vernebelt er unsere moralischen Vorstellungen, aber vor allem unser Bild von Gott. Wer sich von solchen Täuschungen befreien will, muss sich an das Wort der Wahrheit halten: die Bibel!

    Daniela Bernhard

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    5 min
  • XL gesucht

    Andreas, ein aufmerksamer Mann, der in einem Haus der Betreuung und Pflege lebt, besuchte vor einigen Jahren regelmäßig die Gottesdienste der christlichen Gemeinde, zu der meine Familie und ich gehören. Eines Tages sprach er mich an. »In unserem Haus lebt ein junger Mann, der kaum etwas zum Anziehen hat! Kennst du vielleicht jemanden, der gebrauchte Herrenbekleidung in XL verschenken möchte?« Ich verneinte, versprach aber, mich umzuhören.

    Eine Woche später kam eine nette Mitarbeiterin dieses Betreuungs-Hauses nach dem Gottesdienst auf mich zu und erkundigte sich ebenfalls nach XL-Bekleidung. Schnell stellte sich heraus, dass sie sich Sorgen um den gleichen Neuzugang machte. Sie wusste, dass ich in unregelmäßigen Abständen Kleiderspenden vorbeibrachte. Die Freude war meist groß, denn das vom jeweiligen externen Betreuer zugeteilte Taschengeld ist nur gering. Ich sagte, dass ich im Moment keine Kleidung auf Vorrat hätte, dass ich jedoch zuversichtlich sei, demnächst wieder Spenden zu erhalten.

    In der darauffolgenden Woche brachte ich unsere jüngste Tochter zum Kindergarten. Als ich mich im Gruppenraum von ihr verabschieden wollte, kam eine der Erzieherinnen fragend auf mich zu, ob ich eigentlich noch Bekleidung annehmen würde? Im vergangenen Herbst hatte sie mir schon einmal Damenkleidung mitgebracht. »Die Kleider sind allerdings in großen Größen, denn mein Sohn hat so viel abgenommen, dass ihm nichts mehr passt!«, erklärte sie mir augenzwinkernd. Erfreut über Gottes präzise Versorgung berichtete ich ihr von den Anfragen für Kleider in XL für einen jungen Mann. Wir mussten beide lachen. So ist Gott: Er weiß genau, was wir brauchen.

    Manuela Basista

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    4 min
  • Im falschen Zug

    Gemütlich sitze ich im Zug und freue mich, in wenigen Minuten meine Enkel umarmen zu können. Doch dann rast der Zug mit vollem Tempo an meiner Station vorbei. Mir wird klar: Ich sitze im falschen Zug, im Intercity statt im Regio! Ich werde an einem Ort landen, wo ich gar nicht hinwollte; und meine Fahrkarte ist nicht mehr gültig, es droht mir Ärger, wenn der Kontrolleur mich erwischt.

    Ähnliches passiert uns manchmal, wenn wir in der Hektik unseres Alltags und der Fülle der auf uns einprasselnden Informationen und notwendigen Entscheidungen eine falsche Wahl treffen und auf Abwege geraten. Wenn wir das zu spät bemerken, können wir nicht einfach umkehren, wir bleiben stecken, und müssen die Konsequenzen tragen.

    Noch weit tragischer ist, wenn wir mit unserem ganzen Leben im »falschen Zug« unterwegs sind. Das hat noch viel weiter reichende Folgen. Daran kann aber Jesus etwas ändern. Er bietet uns an, zu ihm umzukehren und dann gemeinsam mit ihm durchs Leben zu gehen. Denn er selbst hat uns bestätigt, dass er gekommen ist, uns Leben zu geben und alles reichlich dazu (Johannes 10,10). Nicht nur ein gewöhnliches, irdisches Leben, sondern sogar ewiges Leben in Gemeinschaft mit Gott. Jesus erklärt uns in Johannes 17, Vers 3, dass dieses ewige Leben schon hier auf Erden beginnt, denn es bedeutet, den einzigen wahren Gott zu erkennen und den, den er zu uns gesandt hat, Jesus Christus. Allein mit dieser Ausrichtung finden wir ein wirklich lohnendes und ewig sicheres Ziel. Und an diesem Ziel sind wir nicht allein, sondern vereint mit vielen anderen, die dort schon angekommen sind und noch ankommen werden.

    Was Jesus im Tagesvers von sich behauptet, trifft wirklich zu. Er kann uns wirklich sicher dorthin bringen, wo er bereits ist.

    Martin Grunder

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    5 min
  • Versuchung und Prüfung

    Die Bibel sagt, dass Gott uns gern in den Himmel bringen will. Allerdings passen dahin nur Leute, deren Sünden vergeben sind. Aber wer hält sich schon für einen Sünder, der das nötig hätte? Darum führt Gott uns in Situationen, in denen wir zeigen, was in uns steckt. Wir merken in solchen Situationen, dass wir zum Bösen neigen, zu Zorn, Habsucht, Neid, Herrschsucht und Unwahrheiten. Dabei werden wir also nicht von Gott, sondern von dem versucht, was in unserem Herzen ist.

    Wären unsere Herzen so rein wie das des menschgewordenen Gottessohnes, würden wir auch reagieren wie er, als der Teufel ihm anbot, Gottes Führung in den Hunger zu unterlaufen und sich selbst zu helfen oder durch ein Wunder sich selbst in Szene zu setzen oder mithilfe des Teufels die Welt zu regieren. Für ihn war all das nur eine Prüfung, die er – uns zum Vorbild – bravourös bestand.

    Prüfung und Versuchung sind also die zwei Seiten derselben Medaille. Sind wir mit Gott im Bunde und in tatsächlicher Gemeinschaft, werden auch die schwersten Situationen nur zu Prüfungen unseres Vertrauens auf Gott. Wir sollen und dürfen in diesen Zeiten lernen, dass alle Wege Gottes gut und gerecht sind, was uns oft sehr schwerfällt. Versuchen wir, dasselbe auf eigene Faust zu erzwingen, werden wir in solchen Versuchungen scheitern.

    Reagieren wir in solchen Fällen ehrlich, so werden sie uns zu Augenöffnern, die uns unsere Erlösungsbedürftigkeit zeigen und den Weg frei machen, unsere ganze Hoffnung auf die Barmherzigkeit Gottes zu setzen, er möge sich unser annehmen. Und nichts anderes wollte er damit erreichen.

    Also: Gott versucht niemanden. Er will Sie für den Himmel gewinnen.

    Hermann Grabe

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    6 min
  • Teure Anschaffung

    Bremsklötze oder Bremsscheiben? Kettenschaltung oder Nabenschaltung? Vollgefedert, halb gefedert – gar nicht gefedert? Ich tat mich wirklich nicht leicht mit dem Kauf eines neuen Fahrrads. Die Auswahl ist für den Fahrrad-Laien sowohl online im Shop als auch offline im Geschäft riesengroß. Und nimmt man schon einmal Geld für so eine Anschaffung in die Hand, will man es auch möglichst gut anlegen. Bloß kein Drahtesel, der nach 200 km nicht mehr rundläuft! Nein, wenn, dann soll das Rad gern auch viele Jahre halten. Deswegen prüfen wir auf Qualität und Klasse. Erst recht bei allen größeren Investitionen: Smartphone, Auto, Wohnung oder sogar ein Haus. Es soll ja das Geld auch wert sein.

    In der Bibel gebraucht Gott das Kaufen und Erwerben von Eigentum, um seinen Rettungsplan zu erklären. Jesus Christus kam vor 2000 Jahren auf die Erde, um ein perfektes Leben zu geben. Nach etwa 30 Lebensjahren gab er dieses Leben freiwillig hin, um einen Preis zu bezahlen – für uns! Jesus investierte alles. Höchstpreis geboten. Höchstpreis gezahlt. Er wollte uns »kaufen«, damit wir nicht mehr unseren üblen Launen und gierigen Lüsten gehören, die in Tod und Verderben enden, sondern ihm, damit wir wahren Frieden und echte Freude finden. Was für eine Investition! Jesus dachte tatsächlich, dass es das wert war! Dass wir es wert waren.

    Prüfte ich mein Leben so genau, wie das oben erwähnte neue Fahrrad, müsste ich schnell feststellen, dass man es da keinesfalls mit einem Spitzenklasse-Modell zu tun hätte. Ehrlich gesagt, hat es allenfalls noch Schrottwert. Umso erstaunlicher ist es für mich, dass Jesus mich als so wertvoll erachtet, dass er bereit war, für mich zu sterben. Das Wunderbare ist: Er macht mich völlig neu, und dadurch bin ich dann tatsächlich wertvoll.

    Jan Klein

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    4 min
  • Belächelte Erfindung

    Wussten Sie eigentlich, dass das Telefon eine deutsche Erfindung ist? Als Erfinder des Telefons gilt allgemein der Amerikaner A. Graham Bell, der 1875 auch das entsprechende Patent eingereicht hat. Aber schon zehn Jahre vorher tüftelte in Deutschland der aus Gelnhausen stammende Philipp Reis an einem Apparat, mit dem man Töne übertragen konnte. Das Morsegerät war bereits erfunden, aber es konnte nur einzelne Impulse übertragen. Reis wollte mit Hilfe von elektrischem Strom Töne übermitteln, um das Senden von Sprache zu ermöglichen. 1861 gelang ihm der Durchbruch, und er stellte seine Erfindung dem Physikalischen Verein in Frankfurt vor. Allerdings fand er bei den Wissenschaftlern kein Gehör. Seine Erfindung wurde als unnütze Spielerei abgelehnt und belächelt. Graham Bell hatte Kenntnis von den Arbeiten seines deutschen Kollegen und entwickelte dessen Gerät weiter. Und so trat das Telefon seinen Siegeszug an, und wir können uns heute ein Leben ohne dieses Gerät kaum noch vorstellen.

    Eine bahnbrechende Erfindung, die das Leben unserer Gesellschaft tiefgreifend beeinflusste, hat keine Anerkennung gefunden und wurde nur belächelt. Jesus Christus ging es ganz genauso. Auch er hat die Weltgeschichte grundlegend verändert. Er ist derjenige, der einen Weg zurück in die Beziehung zu Gott ermöglichte. Er ist derjenige, der sein Leben gegeben und das Gericht Gottes über unsere Schuld auf sich genommen hat. Und doch wird er oft belächelt: »Wozu braucht man das? Ich habe es nicht nötig, dass einer für mich die Schuld bezahlt!«

    Doch so wie das Telefon die Welt veränderte und heute von allen gebraucht wird, so wird sich auch noch zeigen, dass ein Leben in der Ewigkeit nur mit Jesus Christus möglich ist. Jeder braucht ihn – auch Sie und ich.

    Bernhard Volkmann

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    5 min
  • Kinderfreude

    Meine Frau und ich waren mit dem Auto unterwegs. Es hat etwas geschneit und besonders die Kinder im Dorf hatten ihre Freude daran. Bei uns im Nordschwarzwald schneit es nämlich nicht so viel wie andernorts. Weiße Weihnachten gibt es selten, und selbst in den Wintermonaten danach ist die weiße Pracht selten anzutreffen. Der Schneepflug hatte die Straßen geräumt und kleine Schneehaufen an den Straßenrand geschoben.

    Zwei Jungen waren wohl gerade von der Schule kommend auf dem Heimweg. Sie scharrten mit den Füßen kleine Häufchen Schnee auf die Fahrbahn und stießen Freudenschreie aus, als wir mit dem Auto den Schnee plattmachten. Welche Freude können doch solche Kleinigkeiten auslösen! Ach ja, Kind müsste man sein, dann wäre nicht alles so kompliziert. Wir Erwachsene tun uns da schon schwerer. Oder? Das muss aber nicht so sein, denn es gibt für jeden Anlass zur Freude.

    Wahre Freude – wo kommt sie her, und gibt es sie überhaupt? Ja, ich denke schon. Diese wahre Freude ist bei Gott zu finden. Es ist die Freude, Vergebung seiner Schuld erfahren zu haben, und darüber, von Sünden erlöst zu sein. Leider denken wir zu wenig über Gott nach und das, was er uns Menschen zugedacht hat. Er hat alles getan, um mich zu finden, um mich aus der Gottesferne herauszuretten. Dafür hat er seinen Sohn gegeben, der am Kreuz für meine Sünden starb. Seit über 50 Jahren kenne ich nun den Herrn Jesus und weiß um diese wahre Freude in ihm. Es ist eine Freude, die selbst in schweren Zeiten da ist und mich trägt. Eine Freude, die keinem vorenthalten wird, der sich in Buße und Glauben zu Gott wendet. Und mit dieser Freude kann man sich auch wieder über die Kleinigkeiten im Leben freuen – wie ein Kind!

    Joschi Frühstück

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    3 min
  • Familienstreit

    Mir ist keine Familie bekannt, in der es nicht irgendwelche Konflikte gibt. Die Ursachen liegen oft lange zurück, und die Anlässe sind manchmal scheinbar harmlos: Ein falsches Wort, ein vergessener Geburtstag, ein fehlendes Danke. Häufig wiegen die Gründe aber auch schwerer: Rivalität zwischen Geschwistern, Streit um ein Erbe, usw. Jahr um Jahr werden die Gräben tiefer. Bei Familienfeiern geht man sich tunlichst aus dem Weg. Und manchmal reden die Beteiligten nie mehr ein Wort miteinander. Unversöhnlich gestimmt bleibt jeder für sich.

    Auch in der Bibel werden solche Familienkonflikte beschrieben. Unter den Söhnen des Patriarchen Jakob, der von Gott Israel genannt wurde, herrschte z. B. große Eifersucht, weil ihr Vater einen von ihnen, Joseph, bevorzugte. Der Neid fraß um sich. Das ging so weit, dass Josephs Brüder eines Tages beschlossen, den unliebsamen Konkurrenten einfach umzubringen! Zwar wurde dieser Plan nicht umgesetzt. Doch wurde Joseph stattdessen durch seine Brüder als Sklave verkauft. Für Josef folgten harte Jahre, u. a. im Gefängnis. Joseph hätte allen Grund gehabt, seine Brüder aus tiefstem Herzen zu hassen und auf Rache zu sinnen. Nach menschlichem Ermessen gab es in diesem Familienstreit keine Chance auf Versöhnung und Frieden.

    Doch sogar in dieser dramatischen Familienchronik schenkt Gott einen Neuanfang: Die Brüder müssen sich eines Tages ihrer Verantwortung stellen, als sie Joseph wieder begegnen. Joseph übt keine Rache, obwohl er das hätte tun können. Er vergibt seinen Brüdern, die ihre Schuld anerkennen. So beginnt ein neues Kapitel, in dem die zerstrittenen Brüder den Weg wieder gemeinsam gehen können. Was damals möglich wurde, kann jeder erleben, der sich auf Einsicht, Bekennen und Vergeben einlässt!

    Markus Majonica

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    7 min
  • Licht deckt alles auf

    Staub von der Straße, Blumentröge auf der Fensterbank und der Regen sorgten dafür, dass unsere Fenster reif waren zum Putzen. Da ich wusste, dass Fensterputzen im Sonnenschein nicht gut funktioniert, suchte ich einen bewölkten Tag dazu aus. Ich wollte meiner Frau damit eine Freude machen und sie mit geputzten Fenstern überraschen.

    Leider funktionierte das so gar nicht nach meinem Sinn. Ich weiß nicht genau, was ich falsch machte. Vielleicht hatte ich zu wenig Putzmittel verwendet, nicht oft genug frisches Wasser genommen, oder das Putztuch war zu dreckig geworden. Als meine Frau wieder zu Hause war, wartete ich voller Spannung darauf, dass meinem Liebling die geputzten Fenster auffielen. Nichts dergleichen passierte. Warum? An einem der nächsten Sonnentage deckte das Licht der Sonne auf, dass noch viele Putzstreifen vorhanden waren. Als ich ihr von meinem Missgeschick erzählte, freute sie sich trotzdem über meine Aktion.

    Eine andere Lichtquelle deckt bei Weitem mehr auf: Es ist das Licht der heiligen Schriften der Bibel. Wer in dieses Licht tritt, erkennt durch die Gesetze Gottes zunächst einmal seine eigene Schuld und Verlorenheit. Dieses Licht der Heiligkeit Gottes durchleuchtet unser tiefes Inneres. Durch Gottes Gebote habe ich erkannt, dass ich als Sünder keine Chance habe, eine Beziehung zu Gott zu pflegen. Doch das Licht der Bibel ist auch das Licht, das zum Leben führt: Das Evangelium von Jesus Christus hat mir den Weg zu ihm gezeigt. Durch den Glauben an ihn bin ich von Schuld gereinigt. Nun kann ich mich über all die guten Worte der Bibel freuen. Jesus ist mein Herr und Retter geworden, meine hell leuchtende Lampe für den irdischen Lebensweg bis hinein in die Ewigkeit bei Gott.

    Sebastian Weißbacher

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    4 min

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»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das…

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