Leben ist mehr

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Leben ist mehr episodes

  • Die Sonne ist für alle da!

    Ich freue mich auf die ersten Frühlingstage, an denen die Sonne bereits die Kraft hat, mich zu wärmen. Die Sonne ist ein sehr schönes Bild für Leben, Orientierung und Klarheit. Ohne ihr Licht wüchsen keine Pflanzen. Unsere Körper sind dringend auf ihr Licht angewiesen, um z. B. Vitamin D zu bilden. Ohne ihr Licht hätten wir keinen Unterschied zwischen Tag und Nacht. Sie bestimmt unseren Lebensrhythmus. Und das Schönste ist: Sie ist für alle da! Sie scheint für alle Menschen. Sie macht keinen Unterschied zwischen Arm und Reich, Klug und Dumm, ja, sie scheint sogar auf gute und böse Menschen. Doch um in den Genuss ihres Lichtes zu kommen, muss ich mich ihr aussetzen. Wer hingegen im Schatten bleibt, den wärmt sie nicht. Wer lichtscheu ist, hat keinen Anteil an der Freude, die sie schenken kann.

    In etwa so ist es mit dem Erscheinen des Sohnes Gottes in unserer Welt. Im Johannesevangelium wird Jesus als das »Licht der Welt« bezeichnet. Und dieses wahrhaftige Licht ist in die Welt gekommen, um jeden Menschen zu erleuchten. In Jesus Christus erscheint das Licht der Liebe Gottes. Wie das Licht der Sonne ist es zunächst einmal für jeden da. Darin besteht die Größe der Liebe und des Heilsangebotes Gottes: Dieses wahrhaftige Licht hat das Potenzial, das Herz jedes Menschen zu erhellen, wenngleich dabei auch alle meine dunklen Seiten ans Licht kommen. Doch wie bei der Sonne gilt: Damit dieses Licht auf mich wirken kann, aufdeckend, aber auch heilend, muss ich mich ihm aussetzen. Wie vor der Sonne kann ich mich auch vor dem Licht der Liebe Gottes verkriechen. Ich kann es ignorieren, leugnen oder aber die Dunkelheit mehr lieben als das Licht, weil ich sein Licht scheue und Angst davor habe, was dadurch sichtbar wird. Doch wie tragisch wäre das!

    Markus Majonica

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    Audioaufnahmen: Radio Segenswelle

    4 min
  • Das Wunder der Schwangerschaft

    »Sie sehen ja auch zwei?«, fragte die Frauenärztin mit Blick auf das Ultraschallbild und läutete damit eine turbulente Zeit für uns als Familie ein. Mit großem Staunen erlebten wir die folgenden Monate. Begleitet durch einen Pränataldiagnostiker sahen wir, wie das Blut durch die wenige Millimeter großen Herzen floss, und hörten in der dreizehnten Schwangerschaftswoche die beruhigenden Worte: »Sie müssen sich jetzt keine großen Sorgen mehr machen. Die Natur hat eine fast hundertprozentige Erfolgsquote, dass sich alles perfekt weiterentwickeln wird.«

    Als der Bauch größer wurde, ermutigte der Experte uns: »Ab der 30. Woche hat die Natur ein Einsehen: Damit die Schwangerschaft für die Mutter nicht zu belastend ist, verlangsamt sich das Wachstum der Zwillinge im Vergleich zu Einlingen.« Perfekt. Als unsere Söhne fünf Wochen zu früh auf die Welt kamen und die Hebamme mir sie zum Stillen anlegte, wunderte ich mich über die plötzlich einsetzende Milchproduktion. »Das hat die Natur gut eingerichtet; wenn die Plazenta geboren ist, werden die Stillhormone freigesetzt.«

    Immer wieder stutzten wir bei diesen Formulierungen. Wer oder was ist diese »Natur«? Hat sie einen zielgerichteten Willen, konkrete Pläne und Mitleid mit der Schwangeren? Laut Wörterbuchdefinition natürlich nicht, sie ist keine Person, nur eine Bezeichnung dessen, was ohne Zutun des Menschen existiert. In der Bibel finden wir eine andere Erklärung: Gott als Schöpfer steckt hinter diesen Mechanismen. Das Wunder der Schwangerschaft ist deshalb eines, weil Gott alles wunderbar ineinandergreifen lässt. Seine genialen Ideen und Einrichtungen lassen ihn zum Schöpfer und Erhalter des Lebens werden – im Großen wie im Kleinen.

    Janina und Philipp Strack

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    4 min
  • Gesucht – gefunden!

    Heute ist es genau zwei Jahre her, dass ein Kleinflugzeug in Südkolumbien abstürzte. An Bord waren vier Kinder zwischen 1 und 13 Jahren, ihre Mutter, der Pilot und ein indigener Führer. Die Erwachsenen kamen bei dem Absturz ums Leben, die Kinder waren verschwunden. Hunderte Soldaten und Indigene machten sich auf die Suche. Zu dieser Zeit war im Dschungel gerade Dauerregen. Wie sollten die Kinder im dichten Regenwald überleben? Hatte die Aktion überhaupt einen Sinn? Doch die Einsatzkräfte gaben trotz vieler Schwierigkeiten nicht auf.

    Die Mühe lohnte sich: Nach vierzig Tagen wurden alle vier Kinder gefunden, abgemagert, voller Insektenstiche, aber noch am Leben. Die Freude war groß, und viele Medien berichteten über das Ereignis. Die vier Kinder wurden »Kinder des Friedens« genannt, weil der Präsident Petro genau an dem Tag, an dem die Kinder gefunden wurden, einen Waffenstillstand mit einer linken Guerillaorganisation ausgehandelt hatte.

    Auch Gott meldet seine Menschen als »verschwunden« (verloren), denn seit dem Sündenfall sind wir von seinen Wegen abgekommen. Doch er leistet vollen Einsatz, er geht uns nach, denn er möchte nicht, dass wir verloren bleiben. Er weiß, dass wir ohne ihn dem Untergang geweiht sind. Das ist viel schwieriger als die Suche im kolumbianischen Dschungel, denn wir Menschen wollen oft gar nicht von Gott gefunden werden und laufen manchmal sogar weg von ihm. Wir schlagen uns lieber allein durch, als dass wir uns unter seine Obhut begeben. Doch Gott gibt uns nicht auf, er ruft uns zu sich. Wenn wir uns von ihm finden lassen, von unserem falschen Weg umkehren und unser Leben ihm anvertrauen, dann wird eine große Freude im Himmel sein. Und wir können sicher wissen, dass wir für ewig gerettet sind.

    Beatrix Weißbacher

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    6 min
  • (M)ein Herr und (m)ein Gott

    In Deutschland zählen sich rund 26 % der Bevölkerung zur katholischen Kirche, 24 % sind evangelisch. Daneben gibt es noch circa 1,8 % Orthodoxe und etwas mehr als ein Prozent gehört zu einer anderen christlichen Kirche oder Gemeinschaft, wie zum Beispiel einer Freikirche (Quelle: BMI).

    Ich gehe einmal davon aus, dass der weit überwiegende Teil dieser Menschen, trotz aller theologischen Abweichungen und praktischen äußeren Unterschiede, eines gemeinsam hat: den Glauben an den Gott der Bibel. Und auch viele andere Menschen, die nicht Mitglied einer christlichen Glaubensgemeinschaft sind, werden diesen Glauben an Gott teilen. Das ist grundsätzlich gut. Doch Gott will mehr. Es geht dem Gott der Bibel nicht darum, dass Menschen (nur) von seiner Existenz überzeugt sind, dass wir wissen, dass es einen Gott und Herrn gibt. Gott möchte, dass wir Menschen sind wie der Thomas, der zu Gottes Sohn Jesus Christus sagen konnte: »Mein Herr und mein Gott!«

    Damit drückt Thomas einige ganz existenzielle Dinge aus, die allein das Verhältnis zu Gott definieren: Zum einen natürlich, dass Jesus Christus als Sohn Gottes wahrer Gott ist. Zum zweiten nennt er ihn aber »meinen« Gott. Das hat nichts mit Besitz zu tun, sondern damit, dass er eine ganz eigene, individuelle und persönliche Beziehung zu dem Sohn Gottes hat. Gott möchte nämlich nicht nur theoretisch erkannt werden, sondern eine Beziehung mit uns Menschen pflegen. Er will, dass wir ihn in unser Herz schließen, so, wie er uns in seinem Herzen trägt.

    Und schließlich nennt Thomas diesen Jesus Christus »meinen Herrn«. Das bedeutet, dass er Jesus sein Leben anvertraut, sich ihm unterstellt und ihm als seinem Meister nachfolgt. Nur diese klare Haltung gegenüber Gott zählt.

    Markus Majonica

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    5 min
  • Das Buddenbrook-Syndrom

    Stellen Sie sich vor, Sie haben Zahnschmerzen im Unterkiefer links. Der Zahnarzt findet aber keine Ursache für die Schmerzen und rät zu einem Besuch beim Kardiologen. In seltenen Fällen kann nämlich tatsächlich eine gefährliche Herzerkrankung hinter ungeklärten Zahnschmerzen stecken, dies bezeichnet man als Buddenbrook-Syndrom.

    Nun könnten Sie verärgert aufspringen und einen anderen Zahnarzt aufsuchen. Und dann noch einen. Vielleicht kaufen Sie sich auch eine Mundspüllösung oder putzen sich ausgiebig die Zähne. Doch nichts will helfen, es wird immer schlimmer. Vielleicht ist die moderne Ernährung schuld, die Umwelt, ein falsches Material für die Zahnfüllung. Doch während die Ursache an vielen Stellen gesucht wird, liegt das Problem tiefer: Ihr Herz ist der Auslöser der Schmerzen. Auflagerungen in den Herzkranzgefäßen lassen fast kein Blut mehr durch, der Herzmuskel wird schlecht versorgt, und ein Herzinfarkt steht unmittelbar bevor. So etwas wäre doch fatal! Die ganze Zeit wurde an den Zähnen herumgedoktert, während die Ursache ein krankes Herz war.

    Vielleicht kennen Sie Folgendes aus Ihrem Leben: Sie sind schlecht gelaunt, reden unschöne Worte, sind verbittert, missmutig, gereizt und gehen anderen aus dem Weg. Die ganze Zeit meinen Sie, dass die Schuld bei den anderen liegt. Dabei liegt die wahre Ursache bei Ihnen selbst. Jesus sagt in unserem Tagesvers, dass unser eigenes böses Herz die Ursache für das Problem ist. Es ist leicht, die Schuld woanders zu suchen, aber auch tragisch. Denn wenn wir der Diagnose des göttlichen Arztes nicht zustimmen, dann werden wir auch die einzig wirksame Therapie nicht mitmachen, die er anbietet, nämlich ihm unsere Schuld zu bekennen und ein erneuertes und gereinigtes Herz zu bekommen.

    Marcus Nicko

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    4 min
  • Passwort vergessen

    Ein deutscher Programmierer besitzt Bitcoins im Wert von über 450 Millionen Euro (Stand: 9. April 2024) – aber er hat sein Passwort vergessen! Eigentlich könnte Stefan Thomas Dutzende Millionen Euro besitzen. Eigentlich. Denn so viel Geld wären seine 7002 Bitcoins aktuell wert. Doch der deutsche Programmierer, der in San Francisco lebt, findet sein Papier mit dem Passwort nicht und kommt somit nicht an sein Vermögen heran. Seitdem hat er es achtmal mit seinen beliebtesten Passwort-Kombinationen probiert – und achtmal ein falsches Passwort eingegeben. Bei zehn Fehlversuchen werden die auf dem Stick gespeicherten Daten unwiderruflich verschlüsselt und die Bitcoins sind für immer verloren.

    Mir persönlich passiert so etwas auch ab und zu einmal. Allerdings nicht mit solchen Konsequenzen. Aber das Vergessen ist ein Problem, das wir Menschen öfter haben. Wie gut, dass das bei Gott anders ist! Wir werden im Tagesvers daran erinnert, dass Gott uns niemals vergisst. Es ist schwierig sich vorzustellen, dass eine Mutter ihren Säugling vergisst, absolut unvorstellbar ist es aber, dass Gott diejenigen vergisst, die an ihn glauben. Warum ist das so?

    In dem Vers, der sich unserem Tagesvers anschließt, heißt es: »Siehe, in meine beiden Handflächen habe ich dich eingezeichnet.« Das erinnert mich an Jesus Christus, der seine Hände hat durchbohren lassen, als er am Kreuz für unsere Sünden gestorben ist. Seitdem ist jeder, der an Jesus glaubt, gewissermaßen in seine Hände eingegraben. Jesus hat so viel für ihn erduldet, dass er ihn niemals wieder vergessen wird. Alle großen und kleinen Probleme unseres Lebens stehen ihm ständig vor Augen. Wie traurig wäre es, diese Tatsache zu vergessen!

    Thomas Kröckertskothen

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    4 min
  • Der Wille, gefunden zu werden

    Im April 2024 strandeten drei Männer auf der unbewohnten Insel Pikelot im Pazifik. Vollkommen ohne technische Ausrüstung fanden sie dort dennoch einen Weg, um Hilfe zu rufen: Aus Palmwedeln formten sie am Strand die vier großen Buchstaben »H-E-L-P«. Als darauf eine Maschine der US-Marine die Insel überflog, entdeckte sie den nach oben gerichteten Hilferuf. Sofort wurde eine Rettungsmannschaft losgeschickt, um die Männer abzuholen. Die Küstenwache hob bei den Medien das »bemerkenswerte Zeugnis ihres Willens, gefunden zu werden« hervor. Der Einfallsreichtum sei ausschlaggebend dafür gewesen, dass die Rettungskräfte die gestrandeten Männer hätte retten können.

    Die Männer wussten, dass sie auf der winzigen Insel keine dauerhafte Lebensperspektive hatten. Darum arbeiteten sie nicht daran, es sich dort wohnlich einzurichten, sondern gefunden und gerettet zu werden. Aus Gottes Sicht ist das auch für uns Menschen die höchste Priorität. Denn aus der himmlischen Perspektive gleichen wir gestrandeten Schiffbrüchigen. Wir sind für die Gemeinschaft mit Gott geschaffen. Doch schon die ersten Menschen haben gegen Gottes Gebote verstoßen und dadurch die direkte Verbindung zu Gott verloren. Kein Mensch schafft es seitdem, ohne Sünde zu leben. Auch wenn wir versuchen, uns richtig zu verhalten, verstoßen wir immer wieder gegen Gottes gute Gebote. Aus eigener Kraft können wir uns darum nicht aus unserem verlorenen Zustand befreien, wir sind wie »gestrandet«. Doch weil Gott uns liebt und zu sich nach Hause holen will, hat er uns seinen Sohn Jesus Christus schon längst als Retter gesandt. Entscheidend ist aber unser Wille, von ihm gefunden und gerettet zu werden. Gerettet wird nur der, der seine Bitte nach oben, an Jesus Christus richtet.

    Andreas Droese

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    5 min
  • Die Bibel – ein giftfreies Lebensmittel

    Mehrere Universitäten haben im Frühjahr 2024 Teile ihres Bücherbestandes gesperrt. Weil sie Arsen enthalten konnten, durften Tausende von Büchern nicht mehr ausgeliehen werden. Es handelte sich um Bücher mit speziellen grünen Einbänden, die im 19. Jahrhundert vor Parasiten schützen sollten. Der arsenhaltige Staub kann jedoch bis heute für Menschen lebensgefährlich sein.

    Da Gottes Wort zu allen Zeiten Menschen inspiriert hat, Bibelteile kunstvoll auszugestalten, könnten auch Bibeln mit dieser Technik hergestellt worden sein. Doch unabhängig von allen beim Drucken verwendeten Materialien gilt in jedem Fall: Der Inhalt der Bibel ist von Gott garantiert und frei von jedem Gift. Denn Gott hat sein Wort durch den Heiligen Geist Menschen anvertraut, die es in seinem Auftrag aufgeschrieben haben. Auch die Weitergabe und Zusammenstellung hat er sorgfältig gelenkt, sodass die Bibel nur das enthält, was seinem Willen entspricht. Darum ist die Bibel im besten Sinne ein »Lebensmittel«: Gott übermittelt uns darin seine Botschaft, damit wir ihn dadurch kennenlernen. Der Nutzen wird in 2. Timotheus 3,16 so erklärt: »Sie lehrt uns die Wahrheit zu erkennen, überführt uns von Sünde, bringt uns auf den richtigen Weg und erzieht uns zu einem Leben, wie es Gott gefällt.«

    So wie wir zur Stärkung unseres Körpers regelmäßig Essen benötigen, brauchen wir Gottes Wort als Nahrung für unsere Seele. Heute haben wir durch gedruckte Bücher, digitale Angebote, Hörbibeln usw. unzählige Zugangswege, die Gott uns zu seinem Wort eröffnet hat. Nutzen wir diese immer geöffnete »Bibliothek Gottes mit 66 Büchern«, indem wir sie regelmäßig lesen oder hören, darüber nachdenken und im Gebet mit Gott darüber reden?

    Andreas Droese

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    4 min
  • Der Maßstab für Gerechtigkeit

    Der Film »Das Urteil von Nürnberg« (1961) stellt die Nürnberger Prozesse rund um die Verbrechen des Nazi-Regimes packend dar. Es geht um die Verurteilung von vier ranghohen Nazi-Juristen. Dabei sind die Argumente des Verteidigers sehr interessant. Er sagte sinngemäß: »Der Angeklagte hat vollkommen richtig gehandelt. Er musste sich an das Gesetz halten, welches zu dem Zeitpunkt galt.«

    Dieses Argument wirft für mich einige Fragen auf: Wer darf bestimmen oder definieren, was gut und böse ist? Der Staat oder eine Gruppe von Intellektuellen? Was ist, wenn der Staat seine Ethik oder seine Gesetze einfach ändert, wie es damals geschehen ist? Oder entscheidet die Mehrheit, was richtig und falsch ist? Als Adolf Hitler an die Macht kam, war die Mehrheit für Hitler. Vielleicht muss es einfach zum Wohle der Gesellschaft dienen? Aber was ist dann mit den Minderheiten, die im Dritten Reich grausam umgebracht wurden?

    Nein! Auf Menschen ist kein Verlass. Wir brauchen etwas Dauerhafteres als irgendeine menschliche Einrichtung. Wir brauchen jemanden, der unveränderlich gut ist und bleibt. Dieser Jemand ist Gott. Er hat uns seine Definition von Gut und Böse in einem Buch niedergeschrieben, in die Bibel! Die Staatsmänner, die dieses Land nach dem Krieg wiederaufgebaut haben, wussten das. In der Präambel des Grundgesetzes steht folgender Vermerk: »Zutreffend ist, dass die Väter und Mütter des Grundgesetzes in der Bezugnahme auf Gott den christlichen Gott des Alten und Neuen Testaments vor Augen hatten.« Sie hatten den Gott vor Augen, der wie ein ewiger Fels herausragt, in einer Zeit des ständigen Wandels, um Halt zu geben. Diesem Gott kann man sich persönlich anvertrauen, um für sein Leben Sinn, Zweck und Ziel zu erhalten – für Zeit und Ewigkeit!

    Johannes Unger

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    5 min
  • Lückenschwimmen (2)

    Das gestern schon beschriebene Bild für unser Leben können wir noch vertiefen, indem wir weitere biblische Aspekte darauf anwenden. So ist unser Leben nach allem, was die Bibel darüber sagt, keineswegs ein Freizeitvergnügen. Wenn es auch zeitweise angenehme Seiten hat, so bedeutet es doch letzten Endes für jeden Menschen einen Überlebenskampf, für den er zwar mühevoll über viele Jahre hinweg ertüchtigt wird, um am Ende dennoch »unterzugehen«, denn auf uns alle wartet der Tod.

    Das »Schwimmbecken« als der Ort unseres Lebens müssen wir uns also ganz anders vorstellen als unser Schwimmbad am Wohn- oder Urlaubsort. Dieses Becken ist ohne jeden Ausstieg, und die Ränder sind so hoch von der Wasseroberfläche entfernt, dass jeder, der hinausklettern will, nicht einmal annähernd den Rand erreicht. Es gibt keinen Haltegriff oder eine Trittfläche am Rand, auf der wir uns ausruhen könnten. Irgendwann ermüden wir also und ertrinken schließlich, weil wir uns nicht mehr über Wasser halten können. Auch der Zusammenschluss mit anderen hilft nicht, weil wir alle unter den gleichen Bedingungen im Becken sind: nach unten bodenlos und nach oben hoffnungslos.

    Wie notwendig ist da die Rettung von oben gewesen, als Gott sich buchstäblich zu uns herabgelassen hat. Sein Arm reicht nicht nur weit genug in das Becken hinab, um uns dort zu halten, zu tragen und am Ende zu sich zu nehmen, damit wir endgültig festen Boden unter unseren Füßen haben. Er ist – wie bereits gestern gezeigt – selbst in Jesus, seinem Sohn, zu uns in das Becken hinabgestiegen. Dieser hatte an dem Leben hier in allem Anteil – sogar am Tod –, um aus diesem in seiner Auferstehung jedoch siegreich hervorzugehen und zuletzt alle die mitzunehmen, die durch Glauben Anschluss an ihn gefunden haben.

    Joachim Pletsch

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    4 min

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»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das…

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