Leben ist mehr

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Leben ist mehr episodes

  • Den Schöpfer finden

    Wohl jeder von uns hat schon einmal staunend einen Sonnenaufgang beobachtet oder angesichts eines gewaltigen Bergpanoramas den Atem angehalten. Unser Tagesvers sagt, dass wir in der Natur etwas von der ewigen Macht und Majestät Gottes erkennen können. Der Schöpfer wird in seiner Schöpfung sichtbar. Deshalb können wir uns nicht herausreden, dass wir von Gott nichts wissen würden.

    Es ist einfach genial, mit welch ausgeklügeltem System z. B. die Jahreszeiten funktionieren. Woher wissen die Bäume und Pflanzen, wann sie blühen müssen? Es ist faszinierend, nach welchen Regeln das Wetter funktioniert, wie die Ökosysteme im Meer aufgebaut sind – es gibt unzählige Beispiele. Vieles ist noch nicht einmal erforscht. All dieses Wunderschöne soll zufällig und planlos entstanden sein? Ist es nicht offensichtlich, dass hinter all diesen Geheimnissen etwas Größeres, nämlich ein Schöpfer, steht? Welch eine Geringschätzigkeit der Genialität, Perfektion und Weisheit Gottes, sein Werk als ein Produkt des Zufalls hinzustellen!

    Die Natur kann in uns eine Ahnung und Sehnsucht nach dem Schöpfer wecken. Aber sie selbst kann weder diese Sehnsucht stillen noch uns in eine Beziehung zu Gott führen. Dafür sind wir auf eine weitere Offenbarung Gottes angewiesen. Zum Glück hat er das in seinem Wort, der Bibel getan. Hier bekommen wir die entscheidenden Informationen über sein Wesen und seine Eigenschaften. Wir lesen, dass er uns liebt und seinen Sohn auf diese Welt geschickt hat, um uns von unserer Sünde zu erlösen. Und wir erfahren, dass er auch eines Tages die Natur, die seit dem Sündenfall aus den Fugen geraten ist, erlösen und einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen wird.

    Annegret Heyer

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    7 min
  • Sorglos

    Ich weiß nicht, was in ihrem kleinen Köpfchen vor sich geht. Jetzt ist meine kleine Enkelin schon 6 Wochen alt. Sie ist unglaublich süß – wie jedes Neugeborene. Sie schläft nach festem Rhythmus, trinkt hervorragend bei der Mama. Das alles ist genussvoll anzusehen. Sie wird geliebt von ihren Eltern und Geschwistern, von Opa und Oma, Tanten und Onkeln. Kaum ist sie wach, wird sie ständig geherzt, geküsst und herumgetragen. Sie wirkt vollständig sorglos. Denn alle ihre wahrnehmbaren Bedürfnisse werden liebevoll gestillt, meist unmittelbar. Die Mama weiß, was gut ist für sie. Ob es ihr nachts immer leicht fällt aufzustehen, weiß ich nicht, aber sie tut es, weil sie ihre Tochter liebt. Die feuchte und schmutzige Windel wird bald gewechselt!

    Wenn sie dann getrunken hat und ich sie ansehe, denke ich oft: So ist Himmel, so ist Kindschaft, so ist Christsein. Eigentlich. Und dann erinnere ich mich gern an Bibelverse wie: »Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder …« Jesus nahm damals auch die Kinder auf den Arm und segnete sie. Damit zeigte er, wie einfach es ist, zu Gott zu kommen und sich ihm anzuvertrauen. Denn Gott wartet darauf, dass wir das tun und seine Kinder werden.

    Meine Enkelin ist mein Anschauungsunterricht: Peter, vertraue Gott, so wie die Kleine es tut. Sei so sorglos und unbekümmert wie sie. Der himmlischer Vater weiß, was wir bedürfen. Jesus drückte das einmal sehr stark aus, als er seine Jünger aufforderte, zu bitten. Kein Vater wird seinem Kind, wenn es um ein Brot bittet, einen Stein geben. Er sagte: »Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird euer Vater, der in den Himmeln ist, denen Gutes geben, die ihn bitten!« (Matthäus 7,11).

    Peter Lüling

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    5 min
  • »Ich kenne ihren Schmerz«

    Wer selbst Leid erlebt hat, dem fällt es leichter, Mitleid zu empfinden. Wenn wir uns selbst einmal das Schlüsselbein gebrochen haben oder wegen eines Bandscheibenvorfalls nahezu unbeweglich waren, können wir diesen Schmerz nachvollziehen, wenn ein anderer ihn erleidet. Indem wir unsere eigene Situation erinnern, leiden wir mit dem anderen mit. Wir haben Mitleid.

    Gott stellt sich in der Bibel auch als jemand vor, der Mitleid hat. Wenn er im Alten Testament mit Mose über das Volk Israel spricht, das in Ägypten als Sklavenvolk schuften musste, sagt er: »Ich kenne ihren Schmerz« (2. Mose 3,7). Aber kann Gott wirklich Mitleid haben, wo er doch Gott ist und es ihm an nichts fehlt? Kann er mitempfinden mit dem, was Sie quält und schmerzhaft für Sie ist? Ist er dafür nicht viel zu distanziert?

    Nein, denn Gott hat jegliche Distanz aufgegeben, als er seinen Sohn Jesus Christus auf die Erde geschickt hat. Jesus hat hier gelebt und jede Form von Schmerz gesehen: Schmerz, den sich Menschen gegenseitig zufügen, durch Krankheit verursachten Schmerz, Schmerzen durch spontane Verletzungen, seelische Schmerzen, selbstzugefügte Schmerzen durch einen unmoralischen Lebenswandel … Jesus hat alle diese Arten von Schmerz wahrgenommen. Aber hat er sie auch selbst erlebt?

    Ja, das hat er. Über ihn steht in der Bibel: »Er war verachtet und verlassen von den Menschen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut … Doch er hat unsere Leiden getragen, und unsere Schmerzen hat er auf sich geladen« (Jesaja 53,3-4). Als Christus am Kreuz hing, ertrug er unermesslichen Schmerz und litt für unsere Sünden. Und so kann er mitleiden und mitempfinden mit allem Schwerem, was wir erleben. Und unsere Sünden kann er uns vergeben, weil er dafür bezahlt hat.

    Jannik Sandhöfer

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    4 min
  • Trainersuche

    Im Frühjahr 2024 befand sich der FC Bayern in einer misslichen Lage. Die Saison war eher bescheiden: Kein Meistertitel, kein Pokalsieg, und die Chancen in der Champions League schienen auch nicht besonders hoch. Wie so häufig wurde der Trainer, zu dieser Zeit noch Thomas Tuchel, für die ausgebliebenen Erfolge verantwortlich gemacht. Also musste ein neuer Trainer her. Das dürfte bei einem erfolgsgewohnten Traditionsverein doch kein Problem werden, könnte man meinen. Sicher stünden die Bewerber Schlange. Doch das Gegenteil trat ein. Ein Trainer nach dem anderen sagte ab: Leverkusens Trainer Xabi Alonso, Nationaltrainer Nagelsmann, der Nationaltrainer Österreichs, Ralf Rangnick, dann Brightons Trainer De Zerbi. Die Presse schrieb, die Trainersuche des FCB verkomme zur Farce. Und die Fans der Konkurrenz reagierten hämisch. Offenbar war den Kandidaten der Job zu heikel, die Erwartungen vielleicht zu hoch, die Machtverhältnisse in München zu undurchschaubar. Fast bekam man Mitleid mit den Spielern. Doch da würde sich schon jemand finden! Bei dem Gehalt!

    Viel dramatischer als die Lage der hochdotierten Bayernspieler stellte sich allerdings die Lage der Menschen dar, als der Sohn Gottes auf diese Erde kam. Er traf auf Zeitgenossen, die orientierungslos waren und denen jemand fehlte, der sie aus ihren echten Ängsten und Nöten rettete. Diese Aufgabe barg nicht die Chance auf gefeierte Triumphe, hier lockte nicht das große Geld oder Anerkennung. Diese Aufgabe war verbunden mit Widerstand, Leid, Verachtung und Tod.

    Warum Jesus Christus dennoch bereit war, sich einer verlorenen Menschheit zuzuwenden, macht der Tagesvers deutlich: Unsere Lage jammerte ihn, das heißt: Er hatte herzliches Erbarmen mit unserer Verlorenheit.

    Markus Majonica

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    5 min
  • Todeszone

    Im Jahr 2019 sah ein Bergsteiger seinen letzten Sonnenaufgang vom Gipfel des Mount Everest. Er überlebte den gefährlichen Aufstieg, aber die Höhe drückte ihm auf das Herz, und er starb auf dem Weg nach unten. Ein medizinischer Experte warnt davor, den Gipfel des Berges als das Ziel der Reise zu betrachten. Stattdessen müsse man schnell auf- und wieder absteigen, denn in solchen Höhen befinde man sich »in der Todeszone«.

    Wenn man hoch hinaus will, kann das auf unerwartete Weise gefährlich werden. In der Bibel ist König David dafür ein treffendes Beispiel. Bei seinem »Aufstieg« tötete er Löwen und Bären, erschlug den Riesen Goliat und wich dem Speer des Königs Saul aus. Er besiegte die Philister, die Ammoniter und eroberte Jerusalem, um auf dem Berg Zion als König über Israel zu herrschen. Bei all dem stand ihm Gott bei, der ihn erwählt hatte, König in Israel zu sein. Aber auf der Höhe seines Erfolgs, nachdem »der Herr David den Sieg schenkte, wo er auch hinkam« (1. Chronik 18,6), beging er Ehebruch und Mord. Sein Erfolg war ihm zu Kopf gestiegen, und er missbrauchte, was er doch nur gnädig von Gott empfangen hatte.

    Natürlich dürfen wir Menschen uns über Erfolge freuen. Aber wir sollten uns immer wieder bescheiden daran erinnern, wem wir das letztlich zu verdanken haben. Nicht der eigenen Leistung und Kraft, sondern der Fügung Gottes in unserem Leben. Jesus mahnt seine Nachfolger, nicht nach Macht, Einfluss und Reichtum zu streben. Denn dadurch ist schon mancher zu Fall gekommen oder hat Unrecht und Betrug zu seiner Lebensgrundlage gemacht. Uns Menschen steht Demut an; dann wird Gott zur rechten Zeit dafür sorgen, dass wir zu Ansehen und Würde kommen – wenn das seinem Plan für uns entspricht.

    Herbert Laupichler

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    4 min
  • Bedingungslose Kapitulation

    Heute vor 80 Jahren, am 8. Mai 1945, ging in Europa der Zweite Weltkrieg zu Ende. In Berlin-Karlshorst wurde die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht unterzeichnet. Aber nicht der Führer des Deutschen Reichs, Adolf Hitler, unterschrieb die Kapitulation. Denn er hatte sich dieser durch Selbstmord entzogen und hinterließ in Europa einen Trümmerhaufen und über 60 Millionen Tote.

    Doch konnte sich Hitler wirklich einfach so aus dem Staub machen? Aus seinen menschlichen Überlegungen heraus vielleicht ja. Aber der Verantwortung vor Gott entkommt er nicht. Denn Gott hat uns als moralische Wesen geschaffen, und wir müssen einmal vor ihm Rechenschaft ablegen. Das Bewusstsein dafür findet sich in vielen Religionen wieder: Wir wünschen uns ausgleichende Gerechtigkeit. Aber in Bezug auf uns selbst scheuen wir diese Gerechtigkeit und leben in Angst, weil wir wissen, dass unser Leben dunkle Seiten hat und dass wir Schuld auf uns geladen haben. Wir haben vielleicht niemanden umgebracht, aber Jesus warnt uns z. B., dass jeder, der seinen Bruder im Streit beschimpft, vor Gott wie ein Mörder dasteht (Matthäus 5,22).

    Weder durch Askese und Selbstkasteiung noch durch gute Werke gelingt es, sich mit Gott wieder gut zu stellen. Denn dadurch werden die Sünden nicht ungeschehen gemacht! Doch Gott bietet uns eine überraschende Lösung an: bedingungslose Kapitulation vor ihm und Inanspruchnahme seiner Vergebung für unsere Schuld, wenn wir sie ihm ehrlichen Herzens bekennen. Wir müssen anerkennen, dass wir nicht so sind, wie wir sein sollen, dass wir unpassend für den Himmel sind und keinen Anspruch auf Rettung haben. Aber gerade dann greift Gott ein, vergibt und beschenkt uns mit ewigem Leben. Weil er gnädig ist.

    Thomas Pommer

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    5 min
  • Nie wieder Krieg?

    Vor 80 Jahren ging der Zweite Weltkrieg mit der Kapitulation der Deutschen Wehrmacht zu Ende. Schätzungen gehen davon aus, dass in diesem Krieg 60 Millionen Menschen umkamen. Unbeschreiblich war das Leid durch Hunger, Gefangenschaft, Vergewaltigung, Angst, Traumatisierung, Versklavung und Folter. Wie nach jeder blutigen Auseinandersetzung wurde nach dem Zweiten Weltkrieg der Ruf laut: »Nie wieder Krieg!« Leider hat sich dieser Wunsch nicht erfüllt. Nach einer vorsichtigen Schätzung kamen allein in der Zeit von 1945 bis 1992 in 135 Kriegen weitere 12,5 Millionen Menschen ums Leben.

    Wie kommt es, dass bei uns Menschen ein scheinbar unheilbarer Hang zum Krieg besteht? Die Historikerin Iris Chang forschte zu einem der berüchtigtsten japanischen Gräueltaten im Zweiten Weltkrieg, dem Massaker von Nanjing, bei dem fünfzig- bis dreihunderttausend chinesische Zivilisten ermordet wurden. Sie stellt fest: »Die Zivilisation ist an sich etwas Hauchdünnes. Irgendein Webfehler in der menschlichen Natur lässt es zu, dass selbst unaussprechliche Schandtaten in Minutenschnelle zu Banalitäten werden.« Eine Rezensentin ihres Buches schreibt: »Die Versuchung ist groß zu denken: Ich werde mich doch nicht so barbarisch verhalten. Aber wenn man bedenkt, wie viele dieser Männer Wehrpflichtige aus der ansonsten normalen japanischen Gesellschaft waren, wird einem klar, dass auch wir wahrscheinlich zu verabscheuungswürdigen Taten fähig sind.«

    Der Webfehler in der menschlichen Natur wird in der Bibel Sünde genannt. Damit sind nicht die bösen Taten gemeint, sondern ihre Wurzel, nämlich unser Hang zur Bosheit. Es gibt nur einen, der völlig frei von dieser egoistischen Neigung war. Die Tatsache, dass er ohne Sünde war, qualifiziert ihn zu unserem Erlöser. Sein Name heißt Jesus Christus.

    Gerrit Alberts

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    5 min
  • Not lehrt beten

    Im Leben eines jeden Menschen gibt es Krisen, sowohl im persönlichen als auch im gesellschaftlichen und weltpolitischen Bereich. Als dieser Beitrag im Frühjahr 2024 verfasst wurde, herrschte in unserem Land große Verunsicherung: Schrumpfende Wirtschaft, sinkende Realeinkommen wegen hoher Energiepreise, kaum bezahlbarer Wohnraum, Bedrohung der heimischen Landwirtschaft, Klimakatastrophen, Spaltung der Gesellschaft, Terrorgefahr und Antisemitismus, der Ost-West-Konflikt eskalierte zur realen Kriegsgefahr, Bündnisverpflichtungen wurden in Frage gestellt. Die Liste ließe sich endlos fortsetzen.

    Solche multiplen Krisen führen einerseits zu Existenzängsten und depressiven Verstimmungen besonders bei jungen Menschen. Andererseits sind es diese existenziellen Krisen, die Menschenherzen für das Evangelium öffnen. In den Trümmern von Nachkriegsdeutschland waren die verbliebenen Kirchen voll wie vorher lange nicht mehr. Aktuell erleben z. B. die christlichen Gemeinden in der im Krieg mit Russland befindlichen Ukraine ungeahnten Zulauf. Auch Verfolgung und Bedrückung von Christen hat in den betroffenen Ländern die Verbreitung des Evangeliums nicht verhindert, sondern eher noch begünstigt.

    »Not lehrt beten«, so lautet ein altes Sprichwort. Aber stimmt das wirklich? Sicher ist, dass viele schon gebetet haben wie: »Wenn Du mich hier herausholst, Gott, wenn es Dich gibt, dann ...« Oder: »Wenn Du mich heilst, dann …« In vielen Fällen führte das Gebet in der Not tatsächlich zu einem lebensverändernden Glauben, in anderen Fällen aber auch nicht. Doch was nützt ein erhörtes Gebet, wenn es nicht in eine dauerhafte Beziehung zu Jesus Christus führt, der ein für alle Mal am Kreuz für uns sein Blut vergoss, um uns mit Gott zu versöhnen?

    Bernhard Czech

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    5 min
  • Wird schon gut gehen!?

    Auf einer Nordseeinsel wurde Geburtstag gefeiert. Dabei lernte ich einen jungen Chirurgen kennen, der interessanterweise für einige Monate bei uns in Dortmund im Krankenhaus arbeitete, um seine Kenntnisse in der Hand-Chirurgie vertiefen. Er berichtete Schreckliches: Ins Klinikum Dortmund werden zahlreiche Unfallopfer per Hubschrauber eingeflogen, die mit dem Motorrad verunglückt sind. Die körperlichen Schäden, besonders an den ungenügend geschützten Händen sind enorm. Deshalb gibt es wohl extrem viele Hand-Operationen.

    Mir ging bei diesem Gespräch so vieles durch den Sinn. Einerseits: Was für eine besondere Chance für die lebensgefährlich Verletzten, gerettet zu werden, inklusive der Wiederherstellung der Glieder-Funktionen! Andererseits: Wie viel Leid erfahren die Geschädigten und andere beteiligte Unfallopfer! Und schließlich: Wie oft habe ich selbst in Gesprächen mit Motorrad-Fahrern die trügerische Sicherheit herausgehört: »Ich habe ja den Helm und die Lederkleidung – wird schon gut gehen!«

    Wird schon gut gehen? Verdrängt man da nicht etwas? Auch in der beruflichen Begleitung von Menschen habe ich so oft das Verdrängen von offenkundigen Fakten erlebt. Menschen weichen Entscheidungen aus im Hinblick auf die Renovierung ihres Hauses, beim »Sich-kleiner-Setzen« oder bezüglich klarer Regelungen für den Nachlass (um für Frieden bei den Nachkommen zu sorgen). Wird schon gut gehen?

    Es gibt ein solches Ausweichen auch bei »Ewigkeits-Fragen«. Jesus Christus bietet Vergebung, Frieden und Halt in dieser Welt und ewiges Leben nach dem Tod an. Entscheiden darf und muss man sich allerdings persönlich. Ein oberflächliches »Wird schon gut gehen!« wäre Fatalismus und kein Wahrnehmen der persönlichen Verantwortung!

    Klaus Spieker

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    4 min
  • Noah

    Welche Vornamen sind in Deutschland die beliebtesten? Um das herauszufinden, erfasste im Jahr 2023 der Experte für Vornamen, Knud Bielefeld, mehr als 280 000 Geburtsmeldungen. Neben Emilia war Noah klarer Favorit. Der Name hat seine Wurzeln in der hebräischen Sprache und bedeutet: »Gott ist beruhigt« oder »Beruhige dich, oh Gott«. Warum wollen so viele Eltern gerade heute ihren Sohn Noah nennen? Als möglicher Grund wird im Internet angegeben, dass der Name gern in Anlehnung an die Geschichte von der Arche Noah vergeben wird. Noah und seine Familie und ein Teil der Tiere wurden als Einzige durch eine große Flut hindurch gerettet.

    Dazu hatte Gott die Arche geplant, und Noah sollte sie bauen. Das konnte er nur allein durch die Kraft seines Glaubens tun. Noah glaubte Gott und befolgte gehorsam seine Anweisungen. Er baute ein großes Schiff, obwohl weit und breit keine Gefahr zu sehen war. Deshalb wurde er mit seiner ganzen Familie gerettet. Dabei dachte Noah nicht nur an sich. Während der ganzen Bauzeit warnte er die anderen Menschen, dass eine alles vernichtende Flut kommen würde. Er mahnte sie, mit seiner Familie in die Arche zu kommen, um nach der Flut weiterzuleben. Die Menschen damals hätten ihm nur glauben müssen.

    Bis heute lädt Gott ein. Zum Glauben an ihn und an seinen Sohn Jesus Christus, der am Kreuz gestorben ist, damit wir zum ewigen Leben gerettet werden. Und Gnade finden vor dem Herrn. Bis heute ist die Arche Noah ein Symbol für Schutz und Geborgenheit. Kindergärten heißen Arche, Heime für Obdachlose und auch viele andere diakonische Einrichtungen nennen sich so. Damit weisen sie hin auf Jesus Christus als die Arche, als Rettung und Schutz Gottes für uns, damit wir ewig leben können.

    Herbert Laupichler

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    4 min

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»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das…

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