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So dreist wie Manfred S., der als »Scheich aus Karlsruhe« bekannte Flowtex-Chef, zockte wohl niemand! Mit seinem Unternehmen lieh er sich 3,3 Milliarden Euro von Banken: für Maschinen, die es nur auf dem Papier gab. Flowtex verkaufte angeblich weltweit im Einsatz befindliche Maschinen an Leasing-Gesellschaften und mietete sie wieder zurück. So musste man nie alle Maschinen präsentieren. »Wir waren überzeugt, dass das ein Super-System ist«, sagt Manfred S., »und die Banken waren genauso überzeugt.«
Auf diese Weise finanzierte Manfred S. sich ein luxuriöses Leben mit Villen, Privatjets, Yacht und Autos. Als Jugendlicher hatte er kaum Freunde, nun fand er Anerkennung und beeindruckte durch Statussymbole. Zehn Jahre schaffte »Big Manni« es auf diese Weise, andere zu täuschen. Dann kam das Unausweichliche: Sein Schneeballsystem zerfiel. Der Traum endete. Es folgten Verhaftung, Verurteilung und Gefängnis.
Dieses Ausmaß einer Lebenslüge hat sicher Seltenheitswert. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass es bei vielen Menschen – auch bei mir – ein Missverhältnis gibt zwischen dem Schein, den wir nach außen hin wahren, und dem tatsächlichen Sein. Wie oft versuche ich, mich besser darzustellen, als ich wirklich bin! Auf diese Weise kann ich meine Mitmenschen über meine wahren Gedanken und Motive täuschen, vielleicht ein Leben lang. Bei Gott allerdings ist das unmöglich, weil er das wahre Ich eines jeden Menschen kennt. Daher ist es viel besser, Gott gegenüber jede Maske fallen zu lassen. Bei meinen Mitmenschen mag das den Verlust von Anerkennung bedeuten. Bei Gott hingegen ist solche Offenheit die Chance zu einem echten Neuanfang! Wer ehrlich zu Gott ist, den empfängt er mit Barmherzigkeit.
Markus DitthardtDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Berthold Brecht war ein Gegner der Bibel. Das Neue Testament lehnte er weitgehend als kitschig und verlogen ab. Aber immerhin besaß er eine Bibel. Seine ablehnende und spöttische Haltung fand darin ihren Ausdruck, dass er vorne die Zeichnung einer Buddha-Figur und hinten das Bild eines Rennwagens hinein geklebt hatte. Als Brecht allerdings im Oktober 1928 vom Ullstein-Magazin »Die Dame« gefragt wurde, welches Buch auf ihn den stärksten Eindruck gemacht habe, gab er die überraschende und provozierende Antwort: »Sie werden lachen – die Bibel.«
Die Bibel ist ein außergewöhnliches Buch. Sie ist das erste gedruckte Buch der Welt. Sie ist am weitesten verbreitet. Kein anderes Buch ist gleichzeitig so geliebt und so gehasst worden. Aber durch kein anderes Buch wurden mehr Leben verändert als durch die Bibel.
Immanuel Kant schreibt: »Die Existenz der Bibel als ein Buch für das Volk ist der größte Vorteil, der jemals der menschlichen Rasse zuteil wurde. Jeder Versuch, sie schlechtzumachen, ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.« Und damit hat er recht.
Wo die Bibel »Eindruck macht«, hinterlässt sie gute Spuren. Wie viel Segen hat auch unser Volk erlebt, wenn es nach Gottes Geboten gefragt hat! Alle sozialen Einrichtungen haben ihre Wurzeln in der christlichen Nächstenliebe. Wenn alle nach der Bibel lebten, ginge es uns besser. Wir könnten einander bedingungslos vertrauen. Der Andere würde berechenbar. Gottes Gebote schützen uns. Das Leben nach seinen Maßstäben gleicht einem Leben in sicheren Grenzen.
So hat es immer positive Auswirkungen, wenn wir in unseren Ehen, Familien und am Arbeitsplatz nach Gottes Maßstäben leben.
Hartmut JaegerDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Wenn ich morgens das Bad betrete und zur Dusche gehe, steht sie da: meine Waage. Manchmal zögere ich, sie zu benutzen, z. B., wenn ein Abend mit gutem Essen hinter mir liegt. Dann zeigt sie mir die Gewichtszunahme objektiv und unbestechlich an. Das kann sehr ernüchternd sein, doch es hat auch einen positiven Effekt: Die Gewichtsanzeige verschafft mir Klarheit und zeigt Handlungsbedarf auf. Nicht selten betrete ich anschließend die Dusche mit dem festen Vorsatz, mein Sportprogramm wieder zu intensivieren, abends weniger zu essen usw. Und wenn ich diese guten Vorsätze umsetze, zeigt mir die Waage das auch an und motiviert mich, den guten Weg fortzusetzen.
Nun spielt meine Waage in meinem Leben tatsächlich nur eine untergeordnete Rolle. Viel entscheidender ist für mich, mich jeden Tag aufs Neue der objektiven, aber zugleich liebevollen Korrektur meines Gottes zu unterziehen. Anders als meine Waage, die nur ein lebloser Gegenstand ist, meint Gott es gut mit mir und hat einen Plan für mein Leben. Um diesen zu erkennen, will ich täglich Zeit mit ihm verbringen, ihn anhand der Bibel verstehen lernen und zu ihm beten. Das gibt mir Klarheit für meine aktuelle Lebenssituation und zeigt auf, wo Veränderungsbedarf besteht. Zugleich ermutigt er mich, ihm weiter nachzufolgen.
Das tue ich, weil ich nicht möchte , dass eines Tages über mein Leben das Urteil gefällt wird, das der Tagesvers über das Leben des babylonischen Königs Belsazar aussprach. Er war großspurig, ließ sich von Gott nichts sagen und hatte keinerlei Gespür für dessen Heiligkeit. Er wurde auf Gottes Waage gewogen, und dabei wurde festgestellt: Sein Leben hatte in Gottes Augen kein Gewicht. Er hatte es vergeudet.
Markus MajonicaDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
An einem Sonntag waren wir zu einer Feier eingeladen und deshalb nicht daheim. Mit unserer Tochter hatten wir ausgemacht, dass diese uns später am Abend, nach unserer Rückkehr, zu Hause besucht. Unser Sohn, der zu dieser Zeit bei uns war, wollte mit seiner Frau inzwischen abreisen. Mit ihm hatten wir besprochen, dass er einfach die Haustür zuziehen sollte. Als wir nach der Feier heimfuhren, gingen wir also davon aus, dass niemand (der Sohn nicht mehr, die Tochter noch nicht) in unserem Haus war. Doch dann sahen wir dort Licht in der zweiten Etage. Ich dachte erst, unser Sohn habe vergessen, dort das Licht auszumachen. Als wir näher kamen, sahen wir, dass sogar im ganzen Haus Licht brannte. Da bekamen wir einen Schrecken. Denn da in unserem Dörfchen einige Häuser von Dieben besucht worden waren, fürchteten wir einen Einbruch.
Vorsichtig öffneten wir die Haustür, voller Sorge, was uns erwartete. War ein Dieb eingedrungen? Aber unsere Angst war gleich wieder verschwunden, als unsere süßen kleinen Enkelkinder uns entgegenliefen. Unsere Tochter war schon früher gekommen als gedacht und hatte es sich bereits gemütlich gemacht. Niemand war unbefugt eingedrungen. Nur liebe Menschen waren in unserem Haus.
Wie sehr fürchten wir uns vor dem Eindringen von Verbrechern in unsere Häuser! Doch wie sieht es mit unseren Herzen aus? Geben wir acht auf das, was dort unbefugt eindringen und Schaden verursachen will? Wir sind gut beraten, nur solchen Menschen Raum in unseren Herzen zu geben, denen wir uneingeschränkt vertrauen können und die es gut mit uns meinen. Der einzige, der die Voraussetzungen dazu uneingeschränkt erfüllt und unser Herz nachhaltig positiv prägt, ist Jesus Christus.
Anna SchulzDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
John Newton lebte von 1725 bis 1807. Sein Leben war ein Auf und Ab, bis er eines Tages als Menschenhändler auf einem Sklavenschiff landete, auf dem er später zum Kapitän befördert wurde. Bei einer Seereise von Afrika nach Europa kam das Schiff in einen heftigen Sturm – die Mannschaft sah keine Chance auf Rettung mehr. In dieser ausweglosen Situation besann sich Newton auf Gott und schrie zu ihm um Hilfe. Tatsächlich überlebten er und die Besatzung diesen schrecklichen Sturm, und er beschloss, von nun an sein Leben zu ändern. Dieser Moment war der Ausgangspunkt dafür, dass er später begann, sich mit Leib und Seele gegen den Menschenhandel einzusetzen. Newtons Einsatz wurde letztlich zu einem wichtigen Meilenstein im Kampf um die Abschaffung der Sklaverei.
Als alter Mann blickte er auf sein Leben zurück und staunte über die wunderbare Führung Gottes in seinem Leben. Er entschloss sich, seine Erfahrung in einem Lied festzuhalten. So entstand das weltbekannte Lied »Amazing Grace« (dt.: »O Gnade Gottes wunderbar«). Kurz vor seinem Tod sagte er: »Ich bin jetzt noch im Land der Sterbenden, gehe aber ins Land der Lebenden.«
Sind Sie auch auf dem Weg ins Land der Lebenden? Wenn nicht, so haben Sie heute die Chance, eine Kehrtwende in Ihrem Leben zu vollziehen und Ihren Lebensweg neu auszurichten. Oder braucht es dazu erst einen Lebenssturm wie bei Newton? Ihnen gilt dieselbe atemberaubende Gnade Gottes! Auch für Sie hat Jesus Christus sein Leben gelassen, hat für Ihre Schuld bezahlt. Gott möchte nicht, dass Sie in die Hölle gehen, sondern dass Sie das ewige Leben ergreifen, das Jesus für Sie bereithält. Dann können auch Sie mit voller Gewissheit sagen: »Ich gehe ins Land der Lebenden.«
Robert RusitschkaDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Die Praxis des Kinderarztes war geschlossen. Mein Sohn hatte über Nacht starke Ohrenschmerzen entwickelt und benötigte unbedingt eine Behandlung. So klemmten wir uns ans Telefon und versuchten herauszufinden, welcher Arzt Bereitschaftsdienst hatte. Schnell wurden wir fündig. Ich setzte mich ins Auto und fuhr zunächst allein zur Arztpraxis. Ich wollte sichergehen, dass sie auch geöffnet ist. Mein Sohn verblieb derweil zu Hause im Bett. Die Praxis war geöffnet. Ich ging hinein und schilderte mein Anliegen, als die Mitarbeiterin mich verdutzt fragte, wo mein Sohn denn eigentlich sei. Ich antwortete, dass er noch zu Hause ist, ich ihn aber innerhalb weniger Minuten holen könne. Daraufhin erwiderte die Schwester wörtlich: »Ich brauche den Sohn – ohne geht es nicht. Ein Rezept kann sonst nicht ausgestellt werden.«
Zurück im Auto bemühte ich mich, unseren Sohn so schnell wie möglich zu holen. Unterwegs hallten die Worte in meinen Ohren nach: »Ich brauche den Sohn!« Ich lächelte. Was für eine Wahrheit! Was für eine Tatsache!, dachte ich. Gott selbst sandte seinen Sohn, weil wir ihn alle brauchen. Es geht nicht ohne ihn. Nur er hat die Erlösung durch seinen Kreuzestod vollbracht. Nur er war in der Lage, unsere Sünde, also alles, was uns von Gott trennt, auf sich zu laden und dafür zu büßen. Er starb an unserer Stelle und nahm das Gericht auf sich, was wir verdient haben. Er ist auferstanden und wird eines Tages wiederkommen. Er allein ist derjenige, den unsere Seele braucht.
Obwohl der Mitarbeiterin in der Arztpraxis dies in diesem Moment wohl nicht bewusst war, sprach sie ein wahres Wort: Wir alle brauchen den Sohn, den Sohn Gottes! Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Sie sagen können: »Ich habe den Sohn!«
Thomas LangeDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Immer wieder kann man erleben, dass Menschen Gott nicht ernst nehmen. Sie belächeln den »alten Mann mit langem Bart«, der in ihrer Vorstellung an der Himmelsbrüstung steht und wohlwollend auf die Menschen blickt. Oder sie kritisieren Gott, weil sie denken, er habe sich zurückgezogen und das Schicksal der Menschen sei ihm egal. Solch einen Gott findet man unglaubwürdig, und man möchte nichts mit ihm zu tun haben.
Doch keine dieser Vorstellungen wird Gott gerecht. Sie entspringen einem eigenen, verzerrten Gottesbild, das wenig mit dem zu tun hat, wie Gott wirklich ist. Gott kann man nicht mit der Streichholzschachtel unseres Verstandes fassen. Um eine angemessene Sicht von Gottes wahrem Wesen zu bekommen, benötigen wir die Bibel und ehrliche Lernbereitschaft. In der Bibel werden uns die Wesenszüge Gottes vorgestellt. Wenn wir uns damit beschäftigen, entdecken wir, dass Gott alles übersteigt, was wir begreifen können. Mit seiner unvorstellbaren Macht und Erhabenheit steht er über allen, die herrschen und je geherrscht haben. Unsere kühnsten Vorstellungen erfassen seine Herrlichkeit nicht.
Die erstaunliche Aktion dieses Gottes: Er kommt in menschlicher Gestalt –in Jesus – auf die Erde, damit wir begreifen können, wie er zu uns steht. Jesus entlarvt die falschen Gottesbilder. Er macht uns mit Gott selbst bekannt. Er zeigt in seinem Umgang mit Menschen Annahme und Wertschätzung. Und schließlich stirbt er, unter Spott und Leid, am Kreuz für unser Versagen, um eine echte Beziehung zu Gott möglich zu machen. Der Grund ist Liebe. Solch einen Gott kann man nicht belächeln, ablehnen oder gar verspotten. Solch einen Gott muss man ernst nehmen, bewundern und verehren. Alles andere ist Unwissenheit.
Manfred HerbstDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Der Anteil der Menschen über 65 Jahre an der Gesamtbevölkerung in Deutschland betrug Mitte des 19. Jahrhunderts noch weniger als fünf Prozent. Eine fest definierte Zeit des Ruhestands gab es damals nicht. Nur wer über ausreichend Kapital oder Besitz verfügte, konnte es sich überhaupt leisten, sich irgendwann im fortgeschrittenen Alter zur Ruhe zu setzen. Die meisten alten Menschen mussten so lange wie möglich arbeiten, um ihre eigene Existenz zu sichern oder zumindest zum Familienunterhalt beizutragen. Im Jahre 2021 hingegen betrug der Anteil der über 65-Jährigen an der Gesamtbevölkerung bereits etwa 22 Prozent, Tendenz steigend. Das liegt – neben dem medizinischen Fortschritt – natürlich auch an der heute deutlich besseren Altersabsicherung.
Doch unabhängig von der materiellen Situation stellt sich heute wie damals die Frage: Wie gehen wir mit älteren Menschen um? Behandeln wir unsere Senioren mit Respekt, Würde und Rücksicht? Gibt es eine generationenübergreifende Solidarität oder eher ein Gegeneinander? Die letzten Jahre haben allem Anschein nach, wohl auch aufgrund verschiedener Krisen, eher zu Neid und Spaltung als zum Miteinander geführt.
Die Bibel vermittelt allerdings jedem Zeitgeist zum Trotz eine klare Vorstellung vom Umgang mit alten Menschen: Rücksicht, Respekt und Ehre! Sicher ist allerdings auch: Keine Generation ist ohne Fehler, und manchmal tragen die Jungen schwer an ihrem Erbe. Doch ohne unsere Eltern und Großeltern gäbe es uns nicht. Wenn ihre Kraft nun nachlässt, dann sind sie auf unsere Hilfe angewiesen. Deshalb fordert Gott selbst uns dazu auf, ihnen mit Liebe, Achtung und Wertschätzung zu begegnen. Damit schützt Gott nicht nur die (jetzt) Alten, sondern jeden von uns.
Axel SchneiderDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Ja, so einfach ist das: Man braucht nur Jesus nachzufolgen und kommt nach manchen Strapazen und auch Freuden schließlich garantiert im Himmel an. Sollte man nicht annehmen, dass sich die Leute drängeln, weil jeder diesen Freifahrtschein zum Himmel so schnell wie möglich haben möchte? Warum stellt man nun stattdessen überhaupt kein Gedrängel, sondern eher hastige Fluchtversuche vor diesem Angebot fest?
Die Antwort auf diese Frage steht auch in unserem Tagesvers: Jesus Christus sammelt Schafe für sein Himmelreich, und wer möchte schon als Schaf bezeichnet werden? Wir möchten gern mit Löwen und Adlern verglichen werden, was man auch bei den Stars dieser Welt beobachten kann. Aber mit Schafen? Die sind dermaßen dumm, dass sie sich in einer Gegend ohne Weidezäune hoffnungslos verlaufen würden, wenn man sie allein fortgehen ließe. Sie brauchen zum Überleben unbedingt einen Hirten, die Gemeinschaft einer Herde und gegebenenfalls auch noch Hunde, die sie zurückholen, wenn sie auf Abwege geraten sind. Übrigens: Kurz vor der Schur kann ihr Fell beim Regen so schwer werden, dass sie umfallen und allein nicht wieder auf die Beine kommen.
Doch die Erkenntnis, in dieser vom Teufel regierten Welt völlig verloren zu sein, muss einem erst geschenkt werden, bevor man bereit ist, sich selbst als Schaf anzuerkennen. Gott benutzt meistens die eher mühevollen Wege zu diesem Zweck. Denn wenn im Leben alles glatt läuft, kommt kaum einer zur richtigen Einschätzung über sich selbst (obwohl das ja auf jeden Fall der bequemste Weg wäre). Daher sollten wir Gott auch für die schwierigen Wege mit uns danken! Denn die lassen uns schneller verstehen, dass wir ohne den guten Hirten hoffnungslos verloren sind.
Hermann GrabeDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
In der Mitte des Lukasevangeliums geht es dreimal ums Anklopfen – in Kapitel 11, 12 und 13! Anklopfen heißt: »Ich stehe vor verschlossener Tür und warte, bis jemand öffnet.«
1. Klopfzeichen: Hier geht es darum, wie wir beten sollen: »Bittet, und es wird euch gegeben werden; sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch aufgetan werden« (Lukas 11,9). Dieses Klopfen wird IMMER gehört. Woher wissen wir das? Weil Jesus verspricht: »Denn jeder Bittende empfängt, und der Suchende findet, und dem Anklopfenden wird aufgetan werden« (Lukas 11,10) – auch, wenn wir oft und ausdauernd anklopfen müssen.
2. Klopfzeichen: Hier geht es darum, wie wir Jesus erwarten sollen. Dieses Klopfen wird SELTEN gehört. Woher wissen wir das? Weil Jesus oft vergeblich um Einlass bittet: »Siehe, ich stehe an der Tür und klopfe an; wenn jemand meine Stimme hört ...« (Offenbarung 3,20). Wenn Sie jetzt sein Pochen an Ihr Herz hören, dann öffnen Sie ihm, denn er fordert uns auf: »Seid Menschen gleich, die auf ihren Herrn warten, ... damit, wenn er kommt und anklopft, sie ihm sogleich öffnen« (Lukas 12,36).
3. Klopfzeichen: Hier geht es darum, dass es einmal ein »zu spät« gibt: »Wenn der Hausherr aufsteht und die Tür verschließt und ihr anfangt, draußen zu stehen und an die Tür zu klopfen und zu sagen: Herr, tu uns auf!« (Lukas 13,25). Dieses Klopfen wird NIEMALS Erhörung finden. Woher wissen wir das? Weil Jesus in Matthäus 25,12-13 warnt: »... die bereit waren, gingen mit ihm ein zur Hochzeit; und die Tür wurde verschlossen. Später aber kommen auch die übrigen ... und sagen: Herr, Herr, tu uns auf! Er aber antwortete und sprach: Wahrlich, ich sage euch, ich kenne euch nicht. – Wacht also, denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.«
Andreas FettDiese und viele weitere Andachten online lesen
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»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das…
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