Leben ist mehr

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Leben ist mehr episodes

  • Geringe und hohe Kaufkraft

    Rund 175 000 000 000 000 000 (175 Billiarden) Zim-Dollar – das entspricht ungefähr einem Rucksack voller Geldscheine – konnten Sparsame bis Ende September 2013 in ausgewählten Banken gegen gerade mal 5 US-Dollar eintauschen. Danach wurde Simbabwes vierte Landeswährung seit der Unabhängigkeit eingestampft: Die Regierung hatte beschlossen, die Leidensgeschichte des Zim-Dollars endgültig zu beenden. Eine verfehlte Wirtschaftspolitik hatte zu einer galoppierenden Inflation geführt. Danach wurde in Währungen fremder Länder bezahlt. Die Regierung verbot übrigens, in öffentlichen Toiletten Zim-Dollar-Scheine statt Klopapier zu benutzen.

    Im Gegensatz zu den Zim-Dollar-Scheinen gibt es Substanzen mit einer sehr hohen Wertkonzentration. Ein Gramm Diamant kann bis zu 52 000 Euro kosten. Die teuerste Substanz ist zurzeit das Isotop Californium 252: Ein Gramm kostet stolze 21 Millionen Euro. Wer davon einen Rucksack voll besitzt, hat mehr als ausgesorgt.

    Die Substanz mit der größten Kaufkraft im übertragenen Sinn ist das vergossene Blut Jesu Christi, denn nur dieses Blut kann uns von einem sinnlosen Lebensstil freikaufen. Im Zusammenhang des Textes meint Petrus damit die Überzeugung frommer Juden, durch Einhalten des mosaischen Gesetzes das ewige Leben erlangen zu können. Im weiteren Sinn bedeutet es: Wir können meinen, ein Leben ohne Gott würde uns Erfüllung bringen. Manchmal schon auf dieser Erde, spätestens aber, wenn wir vor Gott stehen, wird sich das als Trugschluss erweisen – wie ein Rucksack voller Geld, das am Ende doch nichts wert ist.

    Um uns einen werthaltigen, dauerhaft erfüllenden Lebensstil zu ermöglichen, musste der Höchstpreis bezahlt werden: das Leben des Erlösers.

    Gerrit Alberts

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    5 min
  • Zahnpasta

    Ich hatte gerade mein frisch gebügeltes Hemd angezogen, da ich einen wichtigen Termin hatte. Mit meiner Frau stand ich im Bad und putzte mir die Zähne. Trotz Zahnbürste und Zahnpasta im Mund hörte ich nicht auf zu reden. Dann passierte es: Zahnpasta tropfte aus dem Mund auf mein Hemd. Ärgerlich auf mich selbst versuchte ich, die Zahnpastaspuren, die auf dem Stoff gut sichtbar waren, wegzuwischen. Mit einem feuchten Handtuch entfernte ich die Folgen meines Missgeschicks. Nun blieben dunkle Wasserflecken. Also griff ich zum Fön und erhitzte die betroffenen Stellen. Das Ergebnis meiner Bemühungen sah ganz gut aus. Nichts war mehr zu sehen, so dachte ich, ich konnte das Hemd weiterhin tragen.

    Trotz meiner Anstrengungen hatte ich die Verschmutzung allerdings nicht nachhaltig beseitigt. Nach etwa einer halben Stunde – ich war bereits in meinem wichtigen Termin – wurden die Spuren wieder deutlich sichtbar, und ich musste mich mit meinem befleckten Hemd durch den Tag bringen.

    Mich hat dieses Erlebnis an unseren Umgang mit persönlicher Schuld erinnert. Wie oft geschieht es, dass wir uns durch unsere eigenen Fehler moralisch beflecken, sei es durch Gedanken, Worte oder Taten. Wenn uns das auffällt, fangen wir an, mit allerlei Hausmitteln zu versuchen, die Flecken auf unserer scheinbar weißen Weste wieder wegzumachen: Wir reden unser Versagen schön, versuchen, es mit einer »guten Tat« zu überdecken oder verdrängen es aus unserem Gedächtnis. Doch das funktioniert nicht nachhaltig. Echte Reinigung von Sünde erfordert ein wirksames Mittel: Bekenntnis der Schuld. Gehen wir Gott (und Menschen) gegenüber ehrlich mit unserem Versagen um, reinigt Gott uns nachhaltig von jeder Schuld!

    Markus Majonica

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    4 min
  • Wissen Sie, wo ich hin will?

    Der bekannte bayrische Komiker Karl Valentin lebte von 1882 bis 1948. Von ihm wird berichtet, wie er durch München ging und die Menschen fragte: »Wissen Sie, wo ich hin will?« Man könnte über die Frage schmunzeln. Doch wenn man sie genau betrachtet, sollte sie sehr ernst genommen werden. Dahinter steckt doch eine gewisse Hilflosigkeit. Wissen Sie, wo ich hin will? Wissen Sie, wo Sie hin wollen?

    Wo möchten unsere Politiker hin in Bezug auf die Energieversorgung, auf die Umweltverschmutzung und die Kriege und Unruhen in der Welt? Hier gibt es Fragen über Fragen, die kein Mensch zufriedenstellend beantworten kann. Und wo möchten Sie persönlich hin? Haben Sie sich schon Gedanken über Ihre Zukunft und Ihr Ende gemacht? Was möchten Sie noch alles erreichen? Welche Ideen, Vorstellungen und Wünsche haben Sie in Bezug auf Ihre Zukunft? Und was kommt dann? Ist mit dem Tod wirklich alles aus?

    In der Bibel (Psalm 90,12) steht: »Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.« Klug werden im biblischen Sinne heißt zu verstehen, dass wir es – im Blick auf die Ewigkeit – durchaus in der Hand haben zu entscheiden, wo wir hin wollen, und dass wir diese Entscheidung vor unserem Tod treffen müssen. Möchten wir eine Ewigkeit in der wunderbaren Gemeinschaft Gottes erleben oder aber ins Verderben rennen und auf ewig Gott fern bleiben?

    Auf der Suche nach dem richtigen Weg zu einem ewigen Leben mit Gott lässt uns die Bibel nicht allein. In Johannes 14,6 sagt Jesus: »Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.« Und wer sich an den Sohn Gottes hält, hat sicher ewiges Leben (vgl. Johannes 3,36). Schlagen Sie dieses Angebot nicht in den Wind, es hätte tödliche Folgen!

    Robert Rusitschka

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    4 min
  • Worauf es ankommt

    »In den alltäglichen Grabenkämpfen des Erwachsenendaseins gibt es keinen Atheismus. Es gibt keinen Nichtglauben. Jeder betet etwas an. Wir aber können wählen, was wir anbeten. Und es ist ein äußerst einleuchtender Grund, sich dabei für einen Gott oder ein höheres Wesen zu entscheiden … So ziemlich alles andere, was Sie anbeten, frisst Sie bei lebendigem Leib auf!«

    Das sagte der Schriftsteller David Foster Wallace 2005 bei einer Abschlussrede vor College-Absolventen. Deutliche Worte für einen, der nicht an Gott glaubt. Er drückte aus: Das, was ich für wichtig halte, wird mein Leben beherrschen. Es anbeten heißt, es lieben und wie einen Gott behandeln. Egal, ob es Geld, Schönheit, Macht oder irgendetwas anderes ist. Mein Nachdenken, mein Streben, mein Tun, meine Entscheidungen werden davon vereinnahmt und bestimmt werden. Ich muss immer mehr davon haben. Daher ist es wichtig zu wissen, worauf es ankommt.

    Jesus wurde auch einmal gefragt, was das Wichtigste sei – das, worauf es ankommt, das größte Gebot. Seine Antwort: Das Wichtigste überhaupt ist, Gott zu lieben. Liebe als Gebot? Geht das überhaupt? Man kann es auch so formulieren: Sie wollen als Mensch wahres, erfülltes Leben? Sich in Ihrer Einzigartigkeit entfalten? Sie wollen, dass das geschieht, was am besten für Sie ist? Dann müssen/sollen Sie Gott lieben. Damit meint Jesus, sich von dem leiten zu lassen, was er sagt. Im Straßengewirr einer fremden Stadt ist es hilfreich, ein Navi zu haben. Ich bin froh, wenn ich gezeigt bekomme, wann ich wo abbiegen muss. Bei Entscheidungen und Wegkreuzungen im Leben ist es existentiell, auf Gott zu hören und seinen Weg zu kennen, damit mein Leben eine gute Richtung findet.

    Manfred Herbst

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    4 min
  • Unendlich sanfte Hände

    »Die Blätter fallen, fallen wie von weit.« Diese Worte stehen am Anfang des großartigen Gedichts »Herbst«, mit dem Rainer Maria Rilke seine Leser tröstet: Alles Sterbende werde schließlich in den »unendlich sanften« Händen Gottes zur Ruhe kommen. Dieses Gedicht ist sprachlich ebenso großartig gemacht, wie es theologisch irreführend ist.

    Wer in der Bibel Bescheid weiß, kennt die Ursache allen Sterbens, allen Vergehens und allen Untergangs. Es ist die Sünde, zu der sich Adam und Eva verführen ließen. Gott hatte sie als Krönung seines Schöpfungswerks zu Herren über alles andere eingesetzt, und mit ihrem Versagen haben sie alles ihnen Unterstellte in ihren Untergang mit hineingerissen. An jenem Punkt wurde die Beziehung zu diesem wunderbaren Gott jäh unterbrochen. Rilke hat Recht, wenn er schreibt: »Wir alle fallen.« Doch seither fallen Menschen nach ihrem Tod nicht automatisch in Gottes unendlich sanfte Hände – hier ist Rilke auf dem Holzweg. Denn dazu braucht es erst eine Versöhnung; die Beziehung muss wiederhergestellt werden! Wer unversöhnt stirbt, fällt in die Hände eines zürnenden Gottes: »Es wird schrecklich sein, dem lebendigen Gott in die Hände zu fallen« (Hebräer 10,31).

    Jesus Christus ist am Kreuz gestorben, um uns mit diesem Gott zu versöhnen und die Beziehung zu ihm wiederherzustellen. Wenn wir sein Versöhnungsangebot annehmen, wird Gott vom selben Augenblick an zu unserem liebenden Vater. Wie im Tagesvers anklingt, herrscht dann echte Freude! Und erst dann werden wir auch erfahren, dass die Hände Gottes tatsächlich »unendlich sanft« mit uns verfahren, und dass er von jeher nur unser Bestes im Sinn hatte – nämlich die ewige Seligkeit bei ihm im Himmel.

    Hermann Grabe

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    5 min
  • Auf dem Weg zum Weltfrieden?

    1945 wurde die UNO mit dem Ziel gegründet, kriegerische Konflikte zwischen den Völkern dieser Erde zu vermeiden, den Weltfrieden zu wahren und die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Nationen zu fördern. Passend dazu finden sich vor dem UNO-Gebäude verschiedene weltberühmte Skulpturen, die als Symbole für die friedliche Lösung von Konflikten dienen sollen: ein muskulöser Mann, der ein Schwert zu einem Pflug umarbeitet, und ein verknoteter, also nicht benutzbarer Revolver.

    Die Zielsetzungen der UNO sind mehr als lobenswert; leider wurde jedoch in all den Jahrzehnten ihres Bestehens die Sicherung eines weltweiten Friedens nicht ansatzweise erreicht. Egal ob Korea, Irak, Balkan, Jemen, Syrien … die Schreckensliste der Kriege in den letzten Jahrzehnten ist lang. Auch zog die UNO sich immer wieder Kritik zu: So fand z. B. 1995 in der bosnischen Stadt Srebrenica vor den Augen der UNO-Blauhelmsoldaten das schwerste Kriegsverbrechen auf europäischem Boden seit Ende des Zweiten Weltkriegs statt: Serbische Truppen ermordeten mehr als 8000 muslimische Bosniaken und wurden durch die Blauhelmsoldaten nicht im Geringsten daran gehindert.

    Christen werden in der Bibel aufgefordert, dem Frieden »nachzujagen« (vgl. Hebräer 12,14). Und sie werden aufgefordert, für die Regierung zu beten (vgl. 1. Timotheus 2,2). Das ist in dieser immer komplizierter werdenden Zeit dringend nötig! Darüber hinaus sollten sie alles tun, um Frieden vorzuleben und Frieden zu fördern. Ihre Hoffnung liegt jedoch darin, dass eines Tages Jesus Christus wiederkommen wird, der in der Bibel als »Friedefürst« bezeichnet wird. Und erst durch ihn wird sich das erfüllen, was der Tagesvers zum Ausdruck bringt. Jesus wird für weltweiten Frieden sorgen.

    Stefan Nietzke

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    6 min
  • Gottes »Faradayscher Käfig«

    Am 22. September 1791 kam Michael Faraday zur Welt. Der englische Chemiker und Physiker gilt bis heute als einer der bedeutendsten Naturforscher. 1836 präsentierte er in einem Hörsaal der Royal Institution seinen »Faradayschen Käfig«, einen würfelförmigen, mit Kupferdraht umwickelten Holzkasten. Faraday begab sich mit einem Elektrometer in diesen Käfig, der daraufhin unter Strom gesetzt wurde. Das Elektrometer zeigte, dass innerhalb des Käfigs keine Elektrizität war, denn diese verteilte sich an der Oberfläche des Käfigs. Faraday war im Käfiginneren völlig sicher. Heute wissen wir, dass ein Auto auch ein »Faradayscher Käfig« ist, weshalb man bei Gewitter in einem Auto bestens geschützt ist.

    Gott hat auch eine Art »Faradayschen Käfig« geschaffen, aber nicht für sich selbst, sondern für Sie und mich. Darin sind wir vor etwas viel Schlimmeren als vor einem Blitzschlag geschützt, nämlich vor dem Zorn Gottes. Dieser richtet sich gegen unsere Bosheit, gegen Ehebruch, Geldgier, Neid und Stolz. Gott nennt das alles Sünde. Es ist für ihn unmöglich, diese Dinge einfach hinzunehmen. Gott kann nicht sagen: »Schwamm drüber«, denn er wäre nicht gerecht, wenn er Sünde nicht richten würde. Deshalb ist Gottes Zorn eine reale und ernst zu nehmende Gefahr. Gefährlicher als jeder Blitzschlag.

    Aber Gott ist nicht nur Gerechtigkeit, sondern auch Liebe. Um uns vor seinem Zorn zu schützen, hat er einen »Faradayschen Käfig« bereitgestellt: Jesus Christus, auf den sich Gottes Zorn entlud. Jesus nahm unsere Schuld auf sich und starb am Kreuz. Die Bibel drückt es so aus: »Die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten« (Jesaja 53,5). Wer sich jetzt vertrauensvoll in Jesus birgt, ist vor dem Blitzschlag des Zornes Gottes geschützt.

    Dina Wiens

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    4 min
  • Wie man erfolgreich etwas zu Ende bringt

    Wie vieles wird angefangen und nicht zu Ende gebracht! Die besten Planungen werden nicht umgesetzt, weil die Mittel fehlen oder doch noch Einspruch erhoben wird. Gute Vorsätze zum Jahresanfang geraten bald wieder in Vergessenheit. Der Sprachkurs wird vom Anfänger vorzeitig abgebrochen, weil er die Lust am Lernen verloren hat. Die Garantie und Gewährleistung auf einen finanziellen Gewinn gibt es nicht, weil die Börsenkurse immer wieder Schwankungen unterworfen sind. Etwas nicht zu einem guten Ende zu bringen, ist nur allzu menschlich.

    Wer jedoch sein Leben in Gott investiert, hat die Garantie, dass es erhalten bleibt, und zwar für immer. Denn es hängt nicht von ihm und den Unwägbarkeiten des Lebens ab, sondern von Gott, wie unser Tagesvers deutlich macht. Warum kann man sich dessen so sicher sein?

    Zur Rettung von Menschen hat Gott etwas geplant und umgesetzt, das er auch garantiert zu Ende bringen wird. Denn er hat es einer Person übertragen, die zuverlässiger nicht sein könnte: Jesus Christus, seinem eigenen Sohn! Dieser verließ den Himmel, kam auf diese Erde und bezahlte mit seinem Leben für das, was uns so unendlich weit von Gott entfernt hat: unsere Sünde und Schuld vor ihm. Aber jedem, der das glaubt, vergibt Gott und macht ihn zu seinem Kind. Das ist das gute Werk, was Gott in schon so vielen Menschen begonnen hat und auch an einem bestimmten Tag in seiner Geschichte mit uns Menschen vollenden wird. Solange kann noch jeder zu Gott umkehren und sein Rettungswerk an sich geschehen lassen. Es ist ein gutes Werk, weil es dem, der glaubt, Gutes bringt, nämlich ewiges Leben. Und es wird zu einem guten Ende gebracht, weil Gott selbst, der unendlich und unbegrenzt ist, dafür garantiert.

    Joachim Pletsch

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    5 min
  • Schlange stehen

    Für was stehen Menschen nicht alles Schlange! Wenn das neuste Smartphone eines bestimmten US-amerikanischen Herstellers herauskommt, stehen die Menschen weltweit die ganze Nacht an, um sich das neue Modell zu sichern. In den Corona-Wintern drängelten sich die Menschen, um auf einen der gut abgeschotteten Weihnachtsmärkte zu gelangen und wieder etwas Normalität zu erleben. Oder erinnern Sie sich an die Schlangen in den Flughäfen? Menschen stehen an, um etwas heiß Ersehntes zu bekommen, ein Stück Technik, Freiheit oder Abenteuer.

    Der Tagesvers schildert auch ein »Schlangestehen«. Die Bevölkerung eines ganzen Landstriches steht an, um etwas heiß Ersehntes zu bekommen: Die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden. Dieses Thema betrifft offenkundig ein zentrales Problem ihres Lebens. Und wenn sie endlich an der Reihe sind, um sich von Johannes taufen zu lassen, bekennen sie, was sie umtreibt. Johannes wird an solchen Tagen viel zu hören bekommen haben: Ich habe meine Frau betrogen! Ich trinke! Ich belüge meine Familie ...!

    Alle Betroffenen sind sich bewusst: Meine Schuld trennt mich von Gott. Das treibt sie um. Das Erstaunlichste an dieser Schlange ist aber, dass mitten darin ein Mensch steht, der gar nichts von all dem zu bekennen hat: Jesus aus Nazareth. Äußerlich war er von allen anderen nicht zu unterscheiden. Aber allein über ihn kann Gott sagen: Das ist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden. Doch warum steht dieser sündlose Mensch Jesus da, mit all den Sündern? Weil Gott sich gerade dieser Sündennot annimmt. Dieser Jesus wird für all das bezahlen, was die Menschen hier bekennen. Er nimmt die Schuld auf sich und stirbt für unsere Sünden, die wir alle auf uns geladen haben.

    Markus Majonica

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    4 min
  • Geschaffen, um zu lieben

    Im Jahr 1938 starteten Wissenschaftler der Harvard-Universität eine Langzeitstudie, die immer noch nicht vollständig abgeschlossen ist. Sie beobachten die Gesundheit von Erwachsenen, um Hinweise für ein gesundes und glückliches Leben zu erhalten. Das Ergebnis ist gar nicht so überraschend: Menschen, die mit ihren sozialen Beziehungen glücklich sind, bleiben länger körperlich gesund und geistig fit. Das bestätigt: Wir leben nicht nur von äußeren Faktoren wie Essen, Trinken oder Bewegung, sondern von vertrauten Beziehungen zu Menschen. Vor allem die Gewissheit, geliebt zu sein, setzt in uns ungeheure Energien frei.

    Unser Menschsein ist also auf Beziehung angelegt, die nicht nur der Fortpflanzung dient. Wir können daher kein Zufallsprodukt sein, das sich von selbst nur aus Materie entwickelt hat. Unser Tagesvers zeigt, warum wir Menschen ohne Liebe und Intimität nicht leben können. Denn der Schöpfer der Menschen, Gott selbst, ist gekennzeichnet durch die Aussage: »Gott ist Liebe.« In Gott ist keine Selbstsucht. Er ist der große Geber, der seine Geschöpfe mit allem ausstattet, was sie brauchen.

    Menschen, im Ebenbild Gottes geschaffen, sind daher ganz folgerichtig dazu bestimmt, Gott und einander zu lieben. Genau hier setzte der Teufel beim ersten Menschenpaar an: Er zog in Zweifel, dass Gott es gut meint. Adam und Eva gingen darauf ein und wählten ihren eigenen Weg zum Glück. Als Gott sie zur Rede stellte, machten die beiden einander Vorwürfe. Ihre glückliche Beziehung der Liebe und Intimität war gestört. Auch wir als ihre Nachkommen wurden liebesunfähig. Weil wir Gottes Ziel verfehlen, brauchen wir den Retter aus unserer Selbstsucht: Jesus gab sein Leben aus Liebe, damit jeder, der ihm vertraut, ein neues Leben erhält.

    Winfried Elter

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    5 min

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»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das…

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