Leben ist mehr

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Leben ist mehr episodes

  • Gott machte keine Unterschiede

    Kennen Sie den Film »Slumdog Millionär«? Er erzählt die Geschichte Jamal Maliks, der in ärmsten indischen Slum-Verhältnissen aufwächst, dann aber mit 18 Jahren auf wundersame Weise bei »Wer wird Millionär?« 20 Millionen Rupien gewinnt. Diese abenteuerliche Story wirft die Frage nach der sozialen Gerechtigkeit auf – der fairen Verteilung von Chancen und Ressourcen, unabhängig von Herkunft, finanzieller Situation und Bildung. Die Rückblenden auf Jamals Kindheit zeigen, dass er fernab jeglicher sozialer Gerechtigkeit aufwuchs. Der mit acht Oscars ausgezeichnete Film begeistert gerade deshalb, weil der Protagonist am Ende all diesem Elend geradezu märchenhaft entkommt. Als Zuschauer gönnt man ihm von Herzen, dass er nach all dem Leid doch noch ein wenig soziale Gerechtigkeit erfährt.

    Doch diese herrlich anrührende Geschichte ist nur fiktiv. In Wirklichkeit wird das, was »Slumdog Millionär« zeigt, niemals passieren. Chancen- und Ressourcengleichheit für alle – total utopisch, oder?

    Doch tatsächlich genießen wir alle vollkommene »soziale Gerechtigkeit«, was den Zugang zum Himmel anbelangt. Gott ist ultimativ gerecht; der heutige Tagesvers zeigt, dass er keinen sozialen Unterschied macht. Was König David in Psalm 51,7 sagt, gilt für uns alle: »Denn ich war ein Sünder – von dem Augenblick an, da meine Mutter mich empfing.« Wir alle haben also dieselbe Ausgangsbasis. Und das Gerechte ist: Wir alle haben auch denselben vollen Zugriff (Chancengleichheit!) auf die einzige »Ressource«, die uns aus diesem miserablen Zustand erlösen kann: Jesus Christus. Wer ihm vertraut, dem vergibt er die Sünden. Ob gesellschaftlich privilegiert oder unterprivilegiert: Bei Jesus ist jeder willkommen und hocherwünscht.

    Jacob Ameis

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    5 min
  • Zuflucht oder Verlorenheit?

    Es ist schon drei Jahre her. Am 19. Februar 2021 landet ein menschliches Vehikel mit dem Namen Perseverance, auf deutsch »Beharrlichkeit«, auf dem Mars. Nach 203 Tagen im All und 471 Millionen Kilometern dringt es in die dünne Mars-Atmosphäre ein und setzt unbeschadet einen Mars-Rover ab. Völlig auf sich allein gestellt, aber mit einem Programm »im Bauch«. Eine direkte Kontrolle ist nicht möglich, weil Signale von der Erde elf Minuten benötigen. Die Mitarbeiter der NASA jubeln. Das Experiment ist geglückt. Es gilt als eine technische Meisterleistung. Nun soll der Rover nach winzigen Spuren von Leben, längst vergangenem Leben, suchen.

    Ist das der erste Schritt zur menschlichen Besiedlung des roten Planeten? Viele Menschen träumen davon. Und doch sollte es eher ein Albtraum sein. Denn was erwartet die Menschen »dort oben«? Alle Wüsten dieser Welt sind Paradiese gegenüber der lebensfeindlichen Umwelt, die dort anzutreffen ist. Und trotzdem zieht es die Menschen dorthin. Unwillkürlich wird man an einige Zeilen aus einem Gedicht von Friedrich Nietzsche erinnert: Die Welt – ein Tor zu tausend Wüsten, stumm und kalt / Wer das verlor, was du verlorst, macht nirgends Halt.

    Könnte es sein, dass auch diese Menschen, die im All ihre Zuflucht suchen, etwas verloren haben? Den Glauben, dass Gott dem Menschen diese wunderschöne Welt bereitet hat? Und ihm auch eine Grenze gesetzt hat, die er nicht ungestraft überschreiten kann? Im Glauben, im Denken, im Handeln! Wie schnell wird der Mensch entwurzelt, heimatlos. Dabei stand Nietzsche in seiner Jugend dem Glauben an Jesus Christus nicht fern. Aber später warf er alles über Bord.

    Keine Heimat! Heimatlos! Weh dem, der keine Heimat hat! Aber dem Glaubenden hat Gott eine ewige Heimat zugesprochen.

    Rudolf Koch

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    4 min
  • Fleckenreiniger für Leoparden?

    Der Leopard ist eine große, geschmeidige Katze und gehört zur Familie der Raubtiere. Er hat ein charakteristisches Fellmuster mit schwarzen Flecken auf einem gelblichen bis orangefarbenen Grund, das ihm eine hervorragende Tarnung in seinem Lebensraum bietet. Leoparden sind sehr geschickte Jäger und können sowohl am Tag als auch in der Nacht aktiv sein. Sie sind in weiten Teilen Afrikas sowie in Asien verbreitet.

    Einige Male findet der Leopard in der Bibel Erwähnung, unter anderem in Jeremia 13,23. Dort wird die rhetorische Frage gestellt, ob wohl ein Leopard seine schwarzen Flecken loswerden könne. Natürlich geht das nicht. Auch wenn er stundenlang versuchte, seine Flecken abzureiben, oder wenn er einen Spaziergang durch die Waschanlage unternähme – sein Fell würde immer fleckig bleiben. Die Flecken gehören zum Leoparden, sie sind ein Teil von ihm.

    Der besagte Vers endet mit einer Schlussfolgerung: Wenn ein Leopard seine Flecken nicht wegbekommt, dann kann auch der Mensch seine Sündhaftigkeit nicht einfach loswerden. Sie haftet an ihm wie die Flecken am Leoparden. Der Prediger R. C. Sproul sagte einmal: »Zwei Dinge, die jeder Mensch unbedingt verstehen muss, sind die Heiligkeit Gottes und die Sündhaftigkeit des Menschen.« Und wenn wir verstehen, dass wir nicht in der Lage sind, unsere Sünde selbst abzuschütteln, dann sind wir bereit, nach einer Lösung zu suchen, die außerhalb von uns selbst liegt. Und für diese Suche gibt es eine gute Nachricht: Gott hat ein »Lösungsmittel« für unser Sündenproblem! Das Blut Jesu wäscht uns rein von aller Sünde (vgl. 1. Johannes 1,7). Weil Jesus für uns starb, kann Gott uns unsere Schuld vergeben – wenn wir sie ihm bekennen.

    Tony Keller

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    6 min
  • Wunderwerk Bibel

    Die Bibel ist mittlerweile in 733 Sprachen vollständig übersetzt. Schätzungsweise 79,7 % der Menschen weltweit werden in ihrer Muttersprache erreicht, wie auch in den beiden äthiopischen Sprachen Hadiyya und Arsi Oromo, die von 7 Millionen Menschen gesprochen werden. Auch in Tày, der zweithäufigsten Sprache in Vietnam, ist die Bibel vollständig übersetzt. Weitere 10,6 % der Weltbevölkerung haben bislang das Neue Testament und weitere 6,2 % nur einzelne Bücher der Bibel in ihrer Sprache.

    In der Osterzeit 2023 las ich einen Artikel in unserer Tageszeitung, der behauptete, dass die Bibel eher altmodisch und »verstaubt« sei und die Geschichten nicht mehr in unsere heutige moderne Zeit passen. Die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten sei eher bildlich zu verstehen. Der Glaube an sich wäre gut für die Seele, hätte aber mit aufgeklärten Menschen und der Realität nichts zu tun. Ich denke, dass diese Auffassung weit verbreitet ist. Mir wurde auch schon oft gesagt, dass es naiv sei, an die Bibel als Gottes Wort zu glauben, es sei ja alles von Menschen gemacht. Zudem gebe es keine Beweise für die Authentizität der Bibel.

    Die Bibel selbst behauptet von sich, dass alle Schrift von Gott eingegeben wurde. Sie nennt eine Vielzahl von Zeugen, die Jesus nach der Auferstehung gesehen haben. Doch wenn man der Bibel nicht glaubt, glaubt man natürlich auch nicht den Aussagen Gottes darin.

    Ich habe Jesus als meinen Retter persönlich kennengelernt. Ich glaube daran, dass ich dadurch den Heiligen Geist empfangen habe. Ich darf Wunder und unfassbare Zusammenhänge in der Bibel entdecken und bin sicher, dass sie authentisch ist. Ich erlebe eine objektive und lebendige Beziehung zu meinem Herrn Jesus. Dadurch wird mir klar: Die Bibel ist wahr!

    Axel Schneider

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    4 min
  • Hoppla!

    Der 2017 verstorbene Schweizer Stephen Zuellig sammelte mit großer Leidenschaft Porzellan aus der Ming-Dynastie. 2011 ersteigerte er eine Vase mit blau-weißem Dekor im Wert von 21,6 Millionen Dollar!

    Stellen Sie sich vor, Sie sind bei ihm zum Essen; danach zeigt er Ihnen seine extravagante Sammlung. Da passiert es: Sie stolpern und fallen genau auf die 21,6 Millionen-Dollar-Vase, die nun in vielen kleinen Teilen den Boden bedeckt. Jetzt gibt es nur zwei Möglichkeiten: a) Sie bezahlen den Schaden. Wahrscheinlich ist Ihnen das aber unmöglich. b) Herr Zuellig sagt: »Ich vergebe Ihnen.« Das ist freilich schwer vorstellbar, aber bleiben wir für einen Moment bei dem Gedanken. Wer hat den Schaden, wenn Herr Zuellig Ihnen vergibt? Natürlich er selbst! Vergebung ist hier nur möglich, wenn der, dem Unrecht getan wurde, den Schaden selbst übernimmt.

    Das Unfassbare ist, dass Gott genau das gemacht hat: Er hat unseren Schaden selbst übernommen. Gott ist in Jesus Mensch geworden und auf die Erde gekommen, damit er als unser Stellvertreter den Schaden übernehmen konnte. Sein Tod am Kreuz war kein Unfall. Er hatte sich dazu entschlossen, den »Schaden« der Sünde auf sich zu nehmen und das gerechte Gericht dafür zu empfangen. Da er selbst sündlos war, konnte er das Gericht für unsere Schuld tragen. Er ist wie ein Verbrecher am Kreuz gestorben und hat sie so ausgelöscht.

    Hier hinkt natürlich der Vergleich: Herrn Zuelligs zerbrochene Vase bleibt kaputt, aber bei Gott wird die »zerbrochene Vase« komplett heil. Der Schaden – die Schuld – wird vollständig beseitigt! Kein Mensch kann seine Schuld vor Gott selbst begleichen oder wiedergutmachen. Aber Gott bietet jedem Menschen seine Schadensbegleichung an.

    Stefan Hasewend

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    5 min
  • Schnell kann es anders sein

    Es war Mitte Februar, normalerweise gibt es um diese Jahreszeit Schnee. Diesmal blieb er aus, und es war eigentlich trocken. Die Temperatur war nicht so, dass man mit Rutschgefahr rechnen musste. Meine Frau wollte die geleerte Mülltonne von der Straße holen. Da passierte es, sie rutschte in unserem Hof aus und stürzte. Ihr linker Oberarm tat ihr dann weh. Ich kenne meine Frau lange genug, um zu wissen, wenn etwas nicht stimmt. Deshalb rief ich bei einem Unfallarzt an, sie bekam auch sofort einen Termin. Das Röntgenbild ergab, dass der Arm direkt unterhalb des Kugelgelenks an der Schulter gebrochen war. Wir wurden zur Notaufnahme eines Krankenhauses geschickt, dort wurde noch ein CT gemacht. Gott sei Dank, der Knochen hatte sich nicht verschoben. Mit einer Orthese wurde der Arm fixiert, und nach drei Stunden durfte ich meine Frau wieder mit nach Hause nehmen.

    Eine Woche später fuhren wir wieder zur Klinik, wo man erneut ein Röntgenbild machte. Ergebnis: Der Knochen wächst zusammen, alles wird gut. Natürlich waren wir erleichtert, aber auch dankbar. Wie genial hat der Schöpfer unseren Körper gemacht!

    Ein gebrochener Knochen wächst einfach wieder zusammen. Ohne weitere Einwirkung von außen. Für mich als Laien ist es erstaunlich, wie Gott das so eingerichtet hat. Das kann kein Mensch erfinden. Ich bin noch nicht einmal sicher, ob die Wissenschaft wirklich erklären kann, warum das so funktioniert. Dass es funktioniert, wissen wir, aber in Gang setzen oder steuern kann man das nicht. Mir wurde neu bewusst, wie genial und großartig unser Schöpfer ist, und ich bin froh, dass ich ihm mein Leben und dann auch mein Sterben anvertrauen darf, denn er hat denen, die an Jesus glauben, ewiges Leben versprochen.

    Joschi Frühstück

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    4 min
  • Wie man Ziele erreichen kann

    Wie schwer ist es doch, alle an einen Tisch zu bekommen und eine Einigung zu erzielen, der alle zustimmen. Ob Friedenskonferenzen, Klima-Gipfel oder Kabinettssitzungen, immer zieht sich alles unendlich in die Länge und am Ende kommt dann doch nicht das heraus, was man sich erhofft hat und was auch dringend nötig wäre: eine Einigung, die freie Bahn schafft für Maßnahmen, die weiterhelfen, Schlimmes abwenden und für Sicherheit sorgen.

    Wie verheißungsvoll ist es doch, wenn im Tagesvers die Übereinkunft zwischen zwei Menschen, also der kleinstmöglichen »Gruppe«, mit einer gemeinsamen Bitte an Gott verbunden wird. Das heißt doch: Nicht auf euch liegt der Druck, dass etwas gelingen muss, sondern Gott will sich darum kümmern. Geht doch zu Gott mit eurem Problem, dann seid ihr schon in einer Sache übereingekommen. Wer tatsächlich so vor Gott tritt und eingesteht, dass man seine Hilfe braucht, der geht dann auch anders mit dem um, der an seiner Seite ist. Die gemeinsame Not, das gemeinsame Ziel treibt uns nicht auseinander, sondern zu Gott. Solche Übereinkunft segnet Gott, und er lässt zustande kommen, was uns am Herzen liegt.

    Das ist auch in der Ehe ein gutes Prinzip, also da, wo sich zwei so nahe sind, wie in keiner anderen Verbindung von Menschen. Aber eben auch da, wo Streit und Zwist so heftig sein können, dass alle Übereinkunft in weite Ferne rückt. Dann gilt es, sich zu besinnen, einander zu vergeben und wieder gemeinsam vor Gott zu treten, damit wieder wird, was nur Gott vollbringen kann. Ach, würden sich doch die Menschen auf diesen großen und gütigen Gott besinnen, der Wunder wirkt und über Bitten und Verstehen hinaus alles bewegen kann, was uns und anderen und dieser Welt zum Guten dient.

    Joachim Pletsch

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    4 min
  • Leben am Limit

    Bungee Jumping, Free Climbing oder Wingsuit Flying – Leben am Limit. Grenzerfahrungen im Extremsportbereich geben vielen den »Kick« fürs Leben. Der Schriftsteller Andreas Altmann reflektiert dieses vor allem europäische Phänomen: »Unglaublich, welche Kraftakte man auf diesem Erdteil unternehmen muss, um sein Herz noch schlagen zu hören.« – »Das ist nichts für mich«, mag der eine oder andere jetzt sagen. Aber leben wir nicht alle »am Limit«?

    Niemand von uns weiß, wann er stirbt. Unser Leben hängt am seidenen Faden. Wir lieben es, aber innerhalb kürzester Zeit kann es uns genommen werden – wir haben keine Macht darüber. Genau genommen leben wir alle am Limit, nur verdrängen wir diese Tatsache. Der Tod ist keine Idee, er ist bittere Realität. Die Sorge um den Tod macht depressiv, weshalb Ablenkung notwendig ist. Wenn kurzfristig keine Ablenkung vorhanden ist, versinken wir in Hoffnungslosigkeit – spätestens, wenn wir abends allein mit unseren Gedanken im Bett liegen.

    Jesus macht diesbezüglich eine hoffnungsvolle Aussage: »Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist« (Johannes 11,25). Jesus verspricht Ihnen und mir, dass wir nach dem Tod weiterleben könnten, wenn wir doch nur an ihn glauben würden. Damit schnürt er jeder Sorge um den Tod die Luft ab.

    Wenn das wahr ist, ist Licht am Ende des Tunnels zu sehen – und es könnte sogar für Sie und mich greifbar werden. Es ist nur einen kleinen Glaubensschritt entfernt. Nur Mut, gehen Sie diesen Glaubensschritt und Sie werden nicht enttäuscht werden! Das, was Jesus sagt, ist zuverlässig und absolut glaubwürdig. Viele haben diesem Mann bereits vertraut und sind nicht enttäuscht worden.

    Rudi Löwen

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    5 min
  • Glaube an Darwin oder Glaube an Jesus?

    Der Glaube an die historisch reich dokumentierte Bibel ist leichter als der Glaube an die dürftig belegte Evolutionstheorie von Darwin. Trotzdem gilt sie heute, 160 Jahre später, quasi als Dogma. Als Naturwissenschaftler bewundere ich persönlich die Akribie, mit der Darwin beobachtet und gearbeitet hat. Aber die Schwachstellen seiner Evolutionslehre sind heutzutage leicht zu erkennen, wenn man sich die Details ansieht. Die zahlreichen irreduziblen Systeme, die wir aus der Biologie kennen, zeigen, dass da einiges nicht so einfach aus Zufall entstehen konnte. Dieses Wissen stand Darwin vor 160 Jahren noch nicht zur Verfügung, als er die Evolutionstheorie entwickelte. Seine Idee, dass sich alles Leben zufällig von selbst entwickelte, wurden in der damaligen Gesellschaft aber von so manchem begrüßt, denn sie machte einen übergeordneten Schöpfer unnötig. Daraus ließ sich leicht schließen, dass man nun auch keine Eigenverantwortung mehr hat, denn alles war ja zufällig, eben Schicksal. Damit ging aber auch der moralische Leitfaden eines Gottesglaubens verloren.

    Am Ende seines Lebens hat Darwin selbst an einen Freund geschrieben: »Wenn man demonstrieren könnte, dass es irgendein komplexes Organ gibt, das nicht durch eine Reihe von aufeinanderfolgenden geringen Modifikationen gebildet werden konnte, würde meine Theorie absolut zusammenbrechen.« Genau das beweisen uns heute die vielen mikrobiologischen Erkenntnisse. Diese weisen eindeutig auf einen Schöpfer hin. Das will die heutige Gesellschaft aber nicht wahrhaben, weil die Menschen dann etwas von ihrer vermeintlichen Größe abgeben und bescheidener werden müssten, indem sie Gott anerkennen. Dieser Gott aber würde uns gerne auf den richtigen Weg zu ihm zurückführen.

    Martin Grunder

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    7 min
  • Ehe zu dritt?

    Die Ehe: Für viele ist sie ein eher störender Rahmen, der nicht mehr zeitgemäß scheint. Manch einer, der den »Bund fürs Leben« geschlossen hat, löst diese Verbindung nach wenigen Jahren wieder auf, vielleicht, weil er vom Partner enttäuscht wurde. Für viele stehen die Buchstaben E-h-e daher eher für »Errare humanem est – Irren ist menschlich«. Über Alternativen wird nachgedacht: Ehe auf Zeit, »offene« Ehen usw.

    Ein altes Ehepaar, das vom Bürgermeister aus Anlass seiner Goldenen Hochzeit geehrt wurde, überraschte diesen mit der Aussage: »Wir führen schon immer eine Ehe zu dritt.« Hoppla, waren diese Senioren etwa so freizügig, dass sie ihr Eheleben mit einem weiteren Menschen teilten? Doch sie klärten den verdutzten Würdenträger schnell auf: Sie waren Christen. Und sie führten ihre Ehe, indem sie Gott, der die Ehe eingesetzt hat, zum Zentrum ihrer Ehe gemacht hatten. Beide hatten realisiert, dass – wie in dem Wort EHE – rechts und links der Mitte häufig Menschen anzutreffen sind, bei denen das E für Egoisten steht. Im ernüchternden Ehealltag fügt man sich so leicht Verletzungen zu. Es fehlt oft die Geduld für den anderen. Schnell lebt man nebeneinander, statt miteinander.

    Damit das Zusammenleben von zwei unterschiedlichen »Egos« überhaupt dauerhaft möglich ist, bedarf es eines wirklich starken Halts. Jeder der beiden wusste, dass man bei Gott seine Probleme abladen kann, am besten gemeinsam. Eheleute, die miteinander und füreinander beten, erhalten Kraft und Geduld, um dem anderen gütig und liebevoll zu begegnen. Und wer selbst bei Gott Vergebung erlebt, lässt sich ggf. korrigieren und kann seinem Partner umso leichter vergeben. So kann Ehe dauerhaft gelingen.

    Markus Majonica

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    5 min

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»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das…

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