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Aus 14 in sich abgeschlossenen Novellen besteht dieser Roman. Und wir springen heute mitten hinein in die zweite Novelle. „Des Kaisers Tisch“ heißt sie, und sie spielt an einem Frühsommertag des Jahres 1598 in Prag. Dort herrscht der habsburgische Kaiser Rudolf der Zweite. Das ist nicht allen Untertanen recht. Der junge Peter Zaruba hofft auf einen König böhmischer Nation, der dem reformierten Glauben anhängt. Einer seiner Urahnen hat einst prophezeit, dass ein Sprössling aus seinem, dem Zaruba-Geschlecht, die Freiheit Böhmens wieder aufrichten wird. Aber - ganz wichtig - er darf niemals von des Kaisers Tisch essen, sonst wird es damit nichts. Peter Zaruba fühlt sich dazu auserwählt, Böhmen zu alter Größe zu verhelfen. Als ihn sein Schwager Georg Kapliř, der beim Kaiser geschäftlich zu tun hat, dorthin zum Essen mitnehmen will, schlägt er die Einladung empört aus. Stattdessen geht er in ein Gasthaus, wo es ein sagenhaftes Menü mit zwölf Gängen gibt, für nur drei böhmische Groschen: Nierenschnitten am Spieß gebraten, Fasanenragout und Kalbszünglein, gefüllten Schweinsfuß und - zum Nachtisch - Marzipankügelchen mit Zuckerguss. Peter Zaruba langt begeistert zu.
Das Audio ist online bis zum 08.10.2026.
Die Pest wütet in der Prager Judenstadt, und vor allem die Kinder fallen ihr zum Opfer. Rabbi Löw sucht den Schuldigen, der Gottes Zorn so stark erregt hat, dass er die Plage über die Stadt geschickt hat. Und er trägt den beiden Spaßmachern Jäckele-Narr und Koppel-Bär auf, die toten Kinder auf dem Friedhof zu befragen. Sie erhalten Antwort: „Es ist geschehen um der Sünde Moabs willen, die eine unter euch begangen hat.“ Doch keine Frau aus der Gemeinde will einen Ehebruch zugeben. Also bestellt der Rabbi die beiden Spaßmacher ein zweites Mal ein.
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Die Pest wütet in der Prager Judenstadt, und vor allem die Kinder fallen ihr zum Opfer. Rabbi Löw sucht den Schuldigen, der Gottes Zorn so stark erregt hat, dass er die Plage über die Stadt geschickt hat. Und er trägt den beiden Spaßmachern Jäckele-Narr und Koppel-Bär auf, die toten Kinder auf dem Friedhof zu befragen. Sie erhalten Antwort: „Es ist geschehen um der Sünde Moabs willen, die eine unter euch begangen hat.“ Doch keine Frau aus der Gemeinde will einen Ehebruch zugeben. Also bestellt der Rabbi die beiden Spaßmacher ein zweites Mal ein.
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Heute beginnen wir mit dem Roman „Nachts unter der Steinernen Brücke“ des österreichischen Schriftstellers Leo Perutz. Geboren wurde Leo Perutz, wie Franz Kafka, in Prag. Er gehörte zum Kreis um Robert Musil und Franz Werfel in Wien, später floh er vor den Nationalsozialisten ins Exil nach Palästina. Dort hat er seinen wichtigsten Roman vollendet - eine zeitlose Geschichte über eine untergegangene Welt. Sie spielt in Prag um das Jahr 1600. Zahllose Kinder sterben an der Pest. Wie Rabbi Löw tappen wir Hörerinnen und Hörer anfangs im Dunkeln: wer ist für diese Epidemie verantwortlich? In 14 Episoden löst er nach und nach das Rätsel um die unmögliche Liebe von Kaiser Rudolf zur schönen Esther, der Frau des reichen Mordechai Meisl. Leo Perutz verwebt historische Fakten, volkstümliche Sagen und jüdische Legenden – und erzählt so von der Zerstörung der alten Prager Judenstadt, in der er selbst aufgewachsen ist. Der Schauspieler Felix von Manteuffel liest »Nachts unter der steinernen Brücke« von Leo Perutz.
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Heute beginnen wir mit dem Roman „Nachts unter der Steinernen Brücke“ des österreichischen Schriftstellers Leo Perutz. Geboren wurde Leo Perutz, wie Franz Kafka, in Prag. Er gehörte zum Kreis um Robert Musil und Franz Werfel in Wien, später floh er vor den Nationalsozialisten ins Exil nach Palästina. Dort hat er seinen wichtigsten Roman vollendet - eine zeitlose Geschichte über eine untergegangene Welt. Sie spielt in Prag um das Jahr 1600. Zahllose Kinder sterben an der Pest. Wie Rabbi Löw tappen wir Hörerinnen und Hörer anfangs im Dunkeln: wer ist für diese Epidemie verantwortlich? In 14 Episoden löst er nach und nach das Rätsel um die unmögliche Liebe von Kaiser Rudolf zur schönen Esther, der Frau des reichen Mordechai Meisl. Leo Perutz verwebt historische Fakten, volkstümliche Sagen und jüdische Legenden – und erzählt so von der Zerstörung der alten Prager Judenstadt, in der er selbst aufgewachsen ist. Der Schauspieler Felix von Manteuffel liest »Nachts unter der steinernen Brücke« von Leo Perutz.
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Zweieinhalb Jahre hat Henry David Thoreau am einsamen Waldensee gelebt, nachdem er 1845 dem Lehrerberuf den Rücken gekehrt hatte. Im Lauf unserer Lesung haben wir ihn bei seinen Beobachtungen und Reflektionen einmal durch alle Jahreszeiten begleitet. Im letzten Kapitel seines Buches fasst Thoreau seine Überlegungen noch einmal in einer Art Glaubens-, oder besser: Lebensbekenntnis zusammen. Die Inschrift am Apollo-Tempel zu Delphi „Erkenne dich selbst“ wird neu, wird amerikanisch formuliert: Seid für die Welt in euch selbst ein Kolumbus - und eröffnet neue Straßen, nicht für den Handel, sondern für die Gedanken. Das Audio ist online bis zum 02.09.2026.
Zweieinhalb Jahre hat Henry David Thoreau am einsamen Waldensee gelebt, nachdem er 1845 dem Lehrerberuf den Rücken gekehrt hatte. Im Lauf unserer Lesung haben wir ihn bei seinen Beobachtungen und Reflektionen einmal durch alle Jahreszeiten begleitet. Im letzten Kapitel seines Buches fasst Thoreau seine Überlegungen noch einmal in einer Art Glaubens-, oder besser: Lebensbekenntnis zusammen. Die Inschrift am Apollo-Tempel zu Delphi „Erkenne dich selbst“ wird neu, wird amerikanisch formuliert: Seid für die Welt in euch selbst ein Kolumbus - und eröffnet neue Straßen, nicht für den Handel, sondern für die Gedanken. Das Audio ist online bis zum 02.09.2026.
Im Frühjahr 1845 hat sich Henry David Thoreau an den einsamen Waldensee zurückgezogen und dort zweieinhalb Jahre in einer selbstgebauten Blockhütte verbracht. Am Freitag haben wir gehört, wie Thoreau in seiner Hütte mit dem Winter fertig wurde. Im folgenden Kapitel kommt der Frühling. Das Audio ist online bis zum 02.09.2026.
Im Frühjahr 1845 hat sich Henry David Thoreau an den einsamen Waldensee zurückgezogen und dort zweieinhalb Jahre in einer selbstgebauten Blockhütte verbracht. Am Freitag haben wir gehört, wie Thoreau in seiner Hütte mit dem Winter fertig wurde. Im folgenden Kapitel kommt der Frühling. Das Audio ist online bis zum 02.09.2026.
Henry David Thoreau hat sich 1845 für zweieinhalb Jahre aus dem bürgerlichen Leben in der Stadt an den einsamen Waldensee zurückgezogen. Wie er dort während der Sommermonate lebt, haben wir in den vergangenen Kapiteln gehört. Jetzt wird es Herbst. Der Winter steht vor der Tür, und die selbstgebaute Hütte muss winterfest gemacht werden. Thoreau baut einen Kamin, und er singt ein Hohelied auf das Holz und das Feuer. Das erste Gedicht, das Sie in diesem Kapitel hören werden, ist eines der meist zitierten Gedichte von Thoreau selbst. Das abschließende Gedicht mit dem Titel „Waldfeuer“ hat Ellen Hooper geschrieben. Das Audio ist online bis zum 02.09.2026.
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