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Seume ist nun, wie wir zuletzt hörten, auf seinem Rückweg von Syrakus nach Dresden über Zürich nach Paris gelangt, in die französische Hauptstadt, wo Bonaparte, der erst 33 Jahre alte Korse, als erster Konsul der Republik amtiert. Der Kern von Seumes Notizen enthält seine Auseinandersetzung mit dem vormals bewunderten Stadthalter der Revolution und nachmaligen Kaiser der Franzosen. Es liest Gert Heidenreich. Das Audio ist online bis zum 18.08.2026.
Seumes Spaziergang geht in seine vorletzte Etappe, von Zürich nach Paris. Die Schilderung seines Aufenthaltes in der französischen Hauptstadt gehört zu den wohl berühmtesten Passagen des Buches. Die geschichtliche Entwicklung Frankreichs beflügelt Seume, der im August 1802 nach Paris kommt, zu einer glänzenden Analyse des Konsuls unter französischen Verhältnisse. Es sind Passagen, denen man in der politischen Literatur Deutschlands in jener Zeit wenig Vergleichbares an die Seite stellen kann. Hören Sie wieder Gert Heidenreich, zunächst mit Eintragungen, die Seume noch dem Züricher Kapitel zugeordnet hat. Das Audio ist online bis zum 18.08.2026.
Seumes Spaziergang geht in seine vorletzte Etappe, von Zürich nach Paris. Die Schilderung seines Aufenthaltes in der französischen Hauptstadt gehört zu den wohl berühmtesten Passagen des Buches. Die geschichtliche Entwicklung Frankreichs beflügelt Seume, der im August 1802 nach Paris kommt, zu einer glänzenden Analyse des Konsuls unter französischen Verhältnisse. Es sind Passagen, denen man in der politischen Literatur Deutschlands in jener Zeit wenig Vergleichbares an die Seite stellen kann. Hören Sie wieder Gert Heidenreich, zunächst mit Eintragungen, die Seume noch dem Züricher Kapitel zugeordnet hat. Das Audio ist online bis zum 18.08.2026.
Seume sagte einmal, er meine, jedes gute Buch müsse, näher oder entfernter, politisch sein. Der Schriftsteller und Publizist Wilhelm Hausenstein gab 1912 eine große Seume-Auswahl heraus – seine Fassung des "Spaziergangs nach Syrakus" liegt unserer Lesung zugrunde. Er schrieb über Seume: "Der Patriot Seume ist ohne den radikalen Demokraten Seume nicht denkbar. Man muss den Demokraten Seume offenbaren, wenn man den Patrioten Seume erklären will. Seume liebte sein Vaterland heiß, aber er liebte nicht das Vaterland wie es war, sondern das Vaterland, das er ersehnte, ein Vaterland der staatsbürgerlichen Gleichheit. Dem Vaterland wie es war, dem Vaterland des Feudalismus, stand er als Hasser, Verneiner, Zerstörer gegenüber. Er schrieb: 'Meine Hoffnung als Deutscher finde ich nur in der Zerstörung.'" Gehen wir zum Spaziergang zurück, der den Wanderer auf dem Rückweg nach Zürich geführt hat. Hier setzen die Notizen ein, die Gert Heidenreich nun vorlesen wird. Das Audio ist online bis zum 18.08.2026.
Seume sagte einmal, er meine, jedes gute Buch müsse, näher oder entfernter, politisch sein. Der Schriftsteller und Publizist Wilhelm Hausenstein gab 1912 eine große Seume-Auswahl heraus – seine Fassung des "Spaziergangs nach Syrakus" liegt unserer Lesung zugrunde. Er schrieb über Seume: "Der Patriot Seume ist ohne den radikalen Demokraten Seume nicht denkbar. Man muss den Demokraten Seume offenbaren, wenn man den Patrioten Seume erklären will. Seume liebte sein Vaterland heiß, aber er liebte nicht das Vaterland wie es war, sondern das Vaterland, das er ersehnte, ein Vaterland der staatsbürgerlichen Gleichheit. Dem Vaterland wie es war, dem Vaterland des Feudalismus, stand er als Hasser, Verneiner, Zerstörer gegenüber. Er schrieb: 'Meine Hoffnung als Deutscher finde ich nur in der Zerstörung.'" Gehen wir zum Spaziergang zurück, der den Wanderer auf dem Rückweg nach Zürich geführt hat. Hier setzen die Notizen ein, die Gert Heidenreich nun vorlesen wird. Das Audio ist online bis zum 18.08.2026.
Der Spaziergänger hat Sizilien durchwandert, hat Syrakus, die Stadt an der Südspitze der Insel, und damit das Ziel seiner Reise erreicht. Dort macht er kehrt und läuft zurück. Nicht immer auf denselben Wegen. Rom, die ewige Stadt und die Stadt der Päpste, liegt allerdings auch diesmal auf seinem Weg und von hier hörten wir zuletzt die Schilderung vom Begräbnis des Papstes und vom Elend der Bettler. Überhaupt beschreibt Seume den Kirchenstaat als Paradies der Straßenräuber, die mit Billigung der Kirche und oft unter ihrem Schutz ihr finsteres Gewerbe treiben, auf Kosten der Armen. Auf die Kunstschätze Roms wirft Seume bei diesem zweiten Aufenthalt nur einen flüchtigen Blick. Es liest Gert Heidenreich. Das Audio ist online bis zum 18.08.2026.
Der Spaziergänger hat Sizilien durchwandert, hat Syrakus, die Stadt an der Südspitze der Insel, und damit das Ziel seiner Reise erreicht. Dort macht er kehrt und läuft zurück. Nicht immer auf denselben Wegen. Rom, die ewige Stadt und die Stadt der Päpste, liegt allerdings auch diesmal auf seinem Weg und von hier hörten wir zuletzt die Schilderung vom Begräbnis des Papstes und vom Elend der Bettler. Überhaupt beschreibt Seume den Kirchenstaat als Paradies der Straßenräuber, die mit Billigung der Kirche und oft unter ihrem Schutz ihr finsteres Gewerbe treiben, auf Kosten der Armen. Auf die Kunstschätze Roms wirft Seume bei diesem zweiten Aufenthalt nur einen flüchtigen Blick. Es liest Gert Heidenreich. Das Audio ist online bis zum 18.08.2026.
Seume zog 1802 durch ein von den napoleonischen Kriegen verwüstetes Italien – er findet fast alle italienischen Provinzen im Zustand der Verwahrlosung vor. Ein Großteil der Bevölkerung hungert, Verbrechen sind an der Tagesordnung und der Klerus hält das Volk in abergläubischer Abhängigkeit. Seume sieht die Ursache dieses Zustands, im Unterschied zu anderen Italienreisenden vor und nach ihm, nicht in der Mentalität der Italiener, in einer angeborenen Neigung zur Faulheit, zum dolce far niente. Er sucht die Ursachen vielmehr in den sozialen Gegebenheiten. Seume macht auf seiner Reise einen Lernprozess durch, der sich in seiner Beschreibung nachzeichnen lässt. Es liest Gert Heidenreich. Das Audio ist online bis zum 18.08.2026.
Seume zog 1802 durch ein von den napoleonischen Kriegen verwüstetes Italien – er findet fast alle italienischen Provinzen im Zustand der Verwahrlosung vor. Ein Großteil der Bevölkerung hungert, Verbrechen sind an der Tagesordnung und der Klerus hält das Volk in abergläubischer Abhängigkeit. Seume sieht die Ursache dieses Zustands, im Unterschied zu anderen Italienreisenden vor und nach ihm, nicht in der Mentalität der Italiener, in einer angeborenen Neigung zur Faulheit, zum dolce far niente. Er sucht die Ursachen vielmehr in den sozialen Gegebenheiten. Seume macht auf seiner Reise einen Lernprozess durch, der sich in seiner Beschreibung nachzeichnen lässt. Es liest Gert Heidenreich. Das Audio ist online bis zum 18.08.2026.
Der Spaziergänger hat, wie wir zuletzt hörten, das Ziel seines Weges erreicht, die Stadt Syrakus an der Südspitze Siziliens, und von dort aus hatte er den Rückweg in die sächsische Heimat nach Dresden angetreten, teilweise jedoch, wie sich zeigen wird, auf anderen Wegen und Umwegen als während des ersten Teils seiner Reise. Von Seumes Polemik gegen Kirche und Klerus haben wir schon früher einige Proben erlebt, und dieses Thema steht auch im Mittelpunkt des folgenden Leserabschnitts. Es liest Gert Heidenreich. Das Audio ist online bis zum 18.08.2026.
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