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  • L.I.S.A. - Die "Kinder des Oktober". Kinder als Zukunftsträger in sowjetischen Bilddarstellungen
    Pathosformeln der Kindheit haben eine lange ikonografische Tradition. In ihrem Forschungsprojekt untersucht Prof. Dr. Monica Rühters, ob und wie sich Darstellungen sozialistischer Kindheit von anderen Kindheitsdarstellungen unterscheiden. Die übergeordneten Fragen lauten: Wie entstanden spezifische sozialistische Bildcodierungen? Wurden sie im Alltag reproduziert? Dafür werden exemplarische Darstellungsformen der Kindheit identifiziert, analysiert, in motivgeschichtliche Kontexte eingeordnet und auf Transferprozesse, Konjunkturen und ihre Wirkungsmacht auch über 1991 hinaus untersucht. In dem öffentlichen Vortag am Historischen Kolleg untersucht Monica Rüthers die Darstellungen von Kindern als Zukunftsträgern in sowjetischen Bilddarstellungen.
    1 hr
  • L.I.S.A. - History Making on Playstation? Realität gespielt
    Die Spieleindustrie investiert Milliarden in die Entwicklung neuer digitaler Spiele, unter anderem solcher, deren Handlungen sich um historische Ereignisse drehen. Allein „Call of Duty“, ein Spiel zum Zweiten Weltkrieg, oder auch "Assassin’s Creed", ein Spiel im Alten Ägypten, werden millionenfach verkauft und natürlich auch gespielt. History Sells! Was aber halten Historikerinnen und Historiker davon? Ist es erfreulich, dass über digitale Spiele Millionen von Gamern, insbesondere auch jüngere, mit Geschichte in Kontakt kommen? Sind Spiele ein besonders geeignetes Medium, um Geschichte zu vermitteln, um Interesse zu wecken, um dazu anzuregen, sich intensiver mit Geschichte zu beschäftigen? Oder handelt es sich hierbei eher um ein Unverhältnis, bei dem Geschichte missbraucht oder gar verstümmelt wird? Bei dem falsche oder gar gefährliche Geschichtsbilder bzw. Vorstellungen von Geschichte entstehen? Über diese und anschließende Fragen diskutieren Prof. Dr. Angela Schwarz, Neuere und Neueste Geschichte (Siegen), Dr. Miriam Rürup vom Institut der Geschichte der deutschen Juden (Hamburg) und Prof. Dr. Marko Demantowsky, Neuere und Neueste Geschichte und Geschichtsdidaktik (Basel).
    1 hr 6 min
  • L.I.S.A. - Geschichte im Einsatz? Traditionen out of area
    Die Bundeswehr hat in den vergangenen Monaten einen in ihrer nunmehr 70-jährigen Geschichte beispiellosen Werbefeldzug gestartet: Imageplakate im öffentlichen Raum, Reality-Soaps auf Youtube oder Apps fürs Handy. Nach dem Wegfall der Wehrpflicht ist die Bundeswehr auf Freiwillige angewiesen. Mit Erfolg? Und falls ja, was spricht junge Männer und Frauen an, sich zum Militärdienst zu verpflichten? Welche Rolle spielt dabei das Bild, dass die Bundeswehr von sich selbst sowohl nach innen vorgibt, als auch nach außen in die Öffentlichkeit sendet? Wie steht es dabei um die eigene Geschichte, um Traditionen? Die Traditionserlasse der Bundeswehr geben da einigen Aufschluss und stehen in der vierten Ausgabe von "Der Geschichtstalk im Super7000" im Mittelpunkt der Diskussion mit Prof. Dr. Antje Flüchter, Frühe Neuzeit (Bielefeld), Prof. Dr. Martin Zimmermann, Alte Geschichte (München) und Prof. Dr. Marko Demantowsky, Geschichtsdidaktik (Basel).
    1 hr 2 min
  • L.I.S.A. - Schuld und Sühne? Reaktionen der katholischen Kirchenführung zu Nürnberger Prozessen und Entnazifizierung 1945–1955
    Welche Rolle spielte die katholische Kirche bei der Flucht von NS-Tätern nach 1945? Inwieweit waren Papst Pius XII. und sein Umfeld über die Geschehnisse informiert oder gar involviert? Und welche Motivation lag der Haltung der katholischen Kirche zu Grunde? Diese und weitere Fragen, die in der Forschung bislang wenig Beachtung fanden, stellte Professor Dr. Gerald Steinacher in dem öffentlichen Vortrag "Schuld und Sühne? Reaktionen der katholischen Kirchenführung zu Nürnberger Prozessen und Entnazifizierung 1945–1955" im Historischen Kolleg am 23. Oktober 2017.
    44 min
  • L.I.S.A. - Im Zentrum der Macht. Über Helmut Schmidt im alten Kanzleramt
    Die Kanzlerschaft von Helmut Schmidt ist mit einem Abschnitt der deutschen Geschichte verbunden, der inzwischen historisch als Dekade der Transformation gedeutet wird. In die Ost-West-Beziehungen kam im Rahmen des KSZE-Prozesses neue Bewegung hinein, ehe sich Anfang der 1980er Jahre im Zuge eines neuen Aufrüstungswettlaufs die Fronten wieder verhärteten. Die wirtschaftliche Lage war geprägt von den zwei Ölkrisen, der Abkehr von festen Wechselkursen und eines Paradigmenwechseln von einer eher gesteuerten Nachfrageökonomie zum angebotsorientieren Monetarismus. Der Handlungsrahmen für Helmut Schmidt war darüber hinaus auch entscheidend von dem Verhältnis der Bundesrepublik zu den zwei wichtigsten europäischen Partnern im Westen abgesteckt: zu Frankreich und zu Großbritannien. Die Historikerin Prof. Dr. Hélène Miard-Delacroix von der Universität Paris-Sorbonne und diesjährige Trägerin des Internationalen Forschungspreises der Max Weber Stiftung forscht seit Jahren zu Helmut Schmidts Verhältnis zu Frankreich, während sich der Historiker Dr. Mathias Häußler vom Magdalene College der Universität Cambridge sich den Beziehungen des früheren Kanzlers zu Großbritannien widmet. Wir haben beide zu einer neuen Ausgabe von Max meets LISA ins alte Bonner Kanzleramt gebeten, um dort über Helmut Schmidt im früheren Zentrum der Macht zu sprechen.
    1 hr 1 min
  • L.I.S.A. - Der Zar in den Bergen: Russische imperiale Szenarien im Südkaukasus im 19. Jahrhundert
    Prof. Dr. Hubertus Jahns Vortrag „Der Zar in den Bergen: Russische imperiale Szenarien im Südkaukasus im 19. Jahrhundert“ beschäftigt sich mit einem Aspekt seines Forschungsvorhabens „Scenarios of Empire and Local Identity: Public Culture in the Nineteenth Century South Caucasus“. Darin untersucht er die Repräsentation russischer imperialer Macht im Südkaukasus im 19. Jahrhundert. Anhand einiger Fallstudien will er erklären, wie das Zarenreich sich an seiner Peripherie ästhetisch und herrschaftssymbolisch darstellte und damit möglicherweise einer imperialen "imagined community" Vorschub leistete. Dies geschah beispielsweise in Form von Monumenten, Museen und Ausstellungen, aber auch im Rahmen von Zarenbesuchen, kulturellen Veranstaltungen und Jubiläumsfeiern. Das Projekt leistet einen Beitrag zur Transmissionsgeschichte imperialer Ideologie und Ästhetik in einer strategisch wichtigen multiethnischen Grenzregion.
    45 min
  • L.I.S.A. - Alles eine Frage des Glaubens? Gewissheiten historisch
    Minarett und Burka, Krieg, Gewalt und Terror, private Freundschaften und kulturelle Blüte – diese Stichworte fallen immer wieder, wenn man die Frage stellt: Was fällt Ihnen spontan zum Islam ein? Wie kommen solche Assoziationen zustande? Auf welche bestehende Vorstellungen wird dabei zurückgegriffen? Wie viel hat das mit wirklichem Wissen oder auch vielleicht auch nur mit dem Glauben, etwas zu wissen, zu tun? Und was bedeuten solche Zuschreibungen für Muslime in unserer Gesellschaft? Wolfgang Benz, Historiker und Antisemitismusforscher, warnt schon seit Jahren davor, dass Muslime die neuen Juden werden könnten. Andere Stimmen warnen hingegen davor, im Zuge der Flüchtlingsbewegung hole man sich reihenweise militante Antisemiten ins Land. Ist da was dran oder führen solche Anleihen an die Geschichte eher in die geistige Irre und die politische Sackgasse? Diese Frage stehen im Mittelpunkt der Sendung mit dem Titel: Alles eine Sache des Glaubens. Gewissheiten historisch.
    Es diskutieren die Frühe Neuzeit-Historikern Prof. Dr. Antje Flüchter von der Universität Bielefeld, die Mittelalterhistorikerin Prof. Dr. Eva Schlotheuber von der Universität Düsseldorf und der Althistoriker Prof. Dr. Martin Zimmermann von der Universität München. Moderiert wird das Gespräch von Georgios Chatzoudis.
    1 hr 2 min
  • L.I.S.A. - Maria Theresia in ihrer und in unserer Zeit
    Das Maria Theresia-Jubiläumsjahr neigt sich dem Ende zu. Anlässlich ihres 300. Geburtstags gedachte man nicht nur in Österreich ein Jahr lang der ersten Habsburgerin auf dem Kaiserthron. Kunst- und Kulturschaffende sowie Historikerinnen und Historiker setzten sich in zahlreichen Ausstellungen, Dokumentation und Biographien mit dem Leben und Wirken der Frau auseinander, die heute vor allem als bedeutende Reformkaiserin in Erinnerung gehalten wird. Zu Recht? Welche Fragen stellen sich aus heutiger Perspektive? Ein erstes Interview über Maria Theresia hatten wir bereits Anfang des Jahres mit einem ihrer Biographen, Prof. Dr. Thomas Lau, geführt. Zum Abschluss des Jahres haben wir nun mit der Historikerin Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger von der Universität Münster gesprochen, deren vielzitierte Maria Theresia-Biographie mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2017 ausgezeichnet worden ist. Dabei wollten wir nicht zuletzt wissen, wie ihre persönliche Bilanz des Jubiläumsjahrs ausfällt.
    44 min
  • L.I.S.A. - Kommunismus damals und heute
    Mit dem Erlöschen der Sowjetunion hatte der Kommunismus welthistorisch sein Ende gefunden, so die weitverbreitete Wahrnehmung Anfang der 1990er Jahre. Das Triumphgefühl im Westen reichte gar so weit, dass nicht nur das Ende des Kommunismus verkündet wurde, sondern gleich auch das Ende der Geschichte insgesamt. Tatsächlich aber existieren auch nach dem Untergang der UdSSR bis heute noch Staaten und Gesellschaften sowie Parteien und Protestbewegungen, die sich als kommunistisch bezeichnen. Zu Recht? Ist beispielsweise die Volksrepublik China noch kommunistisch oder schon längst kapitalistisch? Der Historiker und Publizist Dr. Gerd Koenen hat sich auch diese Frage gestellt und dabei nach Antworten gesucht, die den Kommunismus von den Anfängen bis heute erklären sollen. Herausgekommen ist dabei sein vielbesprochenes Buch "Die Farbe Rot. Ursprünge und Geschichte des Kommunismus", dessen Entstehen die Gerda Henkel Stiftung gefördert hat. Wir haben den Autor zu einem Wortwechsel ins Stiftungshaus eingeladen und ihm unsere Fragen zu seinem neuen Buch gestellt.
    1 hr 2 min
  • L.I.S.A. - Neue Erzählungen am Abzug? Serien gestreamt
    Die Serie "Game of Thrones" spielt im europäischen Mittelalter, genauer in England in der Zeit der Rosenkriege, als sich zwei Familien- die Lancasters und die Yorks - in kriegerischen Auseinandersetzungen gegenüberstanden und um die Krone Englands wetteiferten. Diese Übertragung der Fantasy-Serie auf eine realhistorische Epoche findet man in Besprechungen von "Game of Thrones" immer wieder. Aber stimmt das auch? Wie viel Geschichte steckt tatsächlich in dieser Serie? Was ist realhistorisch, was Fantasy beziehungsweise reine Erfindung und was eine Spiegelung von gegenwärtigen beziehungsweise aktuellen Lebenswirklichkeiten? Und: Welche Rolle spielt bei alldem das Format Serie? Über diese und daran anschließende Fragen diskutierten in der zweiten Ausgabe von "Der Geschichtstalk im Super7000" Prof. Dr. Achim Landwehr, Lehrstuhlinhaber der Frühen Neuzeit an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, der Althistoriker Prof. Dr. Martin Zimmermann von der Ludwig-Maximilians-Universität München und die Filmhistorikerin Dr. Nora Hilgert, Geschäftsführerin des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD). Moderiert hat das Gespräch Georgios Chatzoudis.
    1 hr 5 min

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