- Halbmarathon als Krisenmanagement für Luisa Neubauer: „Christian Lindner pusht mich“
- Luisa Neubauer: „Meine Großmutter ist radikaler als ich“
- Luisa Neubauers Ansprüche an Friedrich Merz sind hoch, die Erwartung nicht
Halbmarathon als Krisenmanagement für Luisa Neubauer: „Christian Lindner pusht mich“
Luisa Neubauer ist Studentin, Autorin und gehört weltweit zu den bekanntesten Klimaaktivistinnen – und das alles mit unter 30 Jahren. Wie sie es schafft, bei all dem nicht den Kopf zu verlieren? Laufen. Jedes Jahr hat Luisa einen festen Jahresvorsatz: In der Lage sein, einen Halbmarathon zu laufen.
Dafür muss es kein offizieller sein, denn das Laufen ist für sie eine Art Krisenmanagement, um nicht durchzudrehen. Beispielsweise hilft es der Autorin auch bei Schreibblockaden. Vor kurzem steckte sie in einer so großen, dass sie in New York City einfach losjoggte und erst nach 26 Kilometern weiterschreiben konnte. Dabei hatte sie lustige Begegnungen.
Ich habe einige Touristen gesehen. Wenn die so komische Selfies machen, dann sag ich: ‚Soll ich nicht ein Foto machen?‘ Und beim Wegjoggen habe ich nur gehört: ‚Ey, die sieht aus wie Luisa Neubauer!‘
Quelle: Luisa Neubauer übers Joggen in New York City
Besonders morgens nutzt Luisa die Zeit beim Laufen, um sich gleichzeitig mit Podcasts oder neuen Alben auf den neusten Stand zu bringen. Ein Podcast hat die 28-Jährige besonders angetrieben.
Früher habe ich auf den letzten fünf Kilometern noch mal ‚Der Podcast mit Christian Lindner‘ gehört, das hat mich richtig in Fahrt gebracht – dann zieh ich noch mal durch.
Quelle: Luisa Neubauer darüber, wie Christian Lindner sie durchziehen lässt
Luisa Neubauer über die Beziehung zur 92-jährigen Großmutter
Luisa Neubauers Oma ist wie sie selbst Klimaaktivistin und trotzdem geraten die beiden regelmäßig in Diskussionen:
Sie kann sich wahnsinnig empören. Alles von ‚das Weihnachtsprogramm beim Botanischen Garten, was nicht achtsam genug den Pflanzen gegenüber ist‘ bis zu ‚den Arbeitsbedingungen in Bangladesch‘. […] In gewisser Weise ist meine Oma auch radikaler als ich. Sie beschreibt die großen Chefs von fossilen Konzernen als Kriminelle. Sie glaubt, wir müssten viel rigoroser Gesetze umsetzen.“
Quelle: Luisa Neubauer über ihre Beziehung zu ihrer Großmutter
Wenn Luisa Kristian von ihrer Oma erzählt, scheint es so, als hätte die 92-Jährige große Ansprüche an ihre Enkelin. Denn Luisa muss sich regelmäßig Kommentare über ihren „schlabbrigen Schlabberlook“ anhören und auch die schulische Ausbildung bleibt nicht unkommentiert, so sagt Luisas Oma wohl zu ihr: „Luisa, herzlichen Glückwunsch, du hast fünf Bücher geschrieben, aber immer noch keine Masterarbeit.“
Stabile Frau – findet auch Luisa Neubauer. 👇
Luisa Neubauers Ansprüche an Friedrich Merz sind hoch, die Erwartung nicht
Wer mit Luisa über Klimaschutz spricht, der kommt nicht drumherum mit ihr über Politik zu sprechen und so kommt es, dass sie und Kristian Thees im Talk über Politik diskutieren.
Neben der gelaufenen Bundestagswahl werfen die beiden auch einen Blick in die Zukunft. Die wird politisch unter anderem von Friedrich Merz gelenkt werden.
Mein Anspruch an Friedrich Merz ist wahnsinnig hoch, denn er möchte Kanzler sein. Meine Erwartungen sind es nicht. Weil er in den letzten drei Jahren so viele Gelegenheiten hatte, uns davon zu überzeugen, dass er am Ende doch ein durchdachter und in sich nachhaltig überlegter Mensch ist. Was ich immer wieder gesehen habe, war vor allem Friedrich Merz, der Choleriker.
Quelle: Luisa Neubauer über Friedrich Merz
Und trotzdem sieht sie auch eine Chancen beim Klimaschutz bei ihm.
Ich glaube, eine gute Chance, die man bei Friedrich Merz hat, ist, dass Politik opportunistisch ist. Und ich würde sagen, Friedrich Merz ist noch ein bisschen opportunistischer. Der wird flexibel sein, der wird sich hinstellen können und sagen: ‚Oh, jetzt bin ich übrigens überzeugt und ihr findet mich morgen beim Braten von meinen Tofuwürfeln.‘ Und er wird sich da irgendwie nicht peinlich sein, dass er sich da völlig verbiegt und ich glaube, diesen Opportunismus muss man dann herzlich empfangen und sagen: ‚Besser opportunistischen Klimaschutz als gar keinen Klimaschutz‘.
Quelle: Luisa Neubauer über die Chancen mit Friedrich Merz