Millers Kryptowoche

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Millers Kryptowoche episodes

  • Krypto-Staking gewinnt an Bedeutung!
    Aktuelle Studien zeigen, dass bereits 10% der Deutschen Kryptowährungen besitzen und weitere 30 bis 40% sind am Kauf von Kryptowährungen interessiert sind. Daneben bieten immer mehr Broker und Banken Kryptowährungen an. Weltweit planen sieben von zehn Unternehmen, Kryptowährungen in den nächsten zwei Jahren in ihre Geschäftsprozesse zu integrieren. Über 70% der professionellen Anleger glauben, dass Institutionen innerhalb von sieben Jahren etwa 60% der digitalen Vermögenswerte in ihrem Besitz haben werden, im Gegensatz zu der aktuellen Situation, in der Institutionen nur etwa 3% besitzen, während Privatanleger 97% halten.
    Besonders die Tokenisierung hat das Potenzial, mittelfristig die gesamte Wertschöpfungskette im Wertpapierbereich zu revolutionieren. Vor diesem Hintergrund eröffnen sich für Banken und traditionelle Finanzinstitute zahlreiche Chancen im Bereich von Kryptowährungen und digitalen Assets.In der traditionellen Banken- und Finanzwelt erhalten Anleger Zinsen auf Einlagen. Von Sparbüchern und Sparbriefen über Tagesgelder und Festgelder bis hin zu fest- oder variabel verzinsten Wertpapieren in Form von Anleihen. Durch die Blockchain-Technologie und die damit verbundenen Kryptowährungen gewinnen digitale Vermögenswerte mittlerweile an Bedeutung und dringen auch immer stärker in die klassische Finanzbranche vor. Dabei stehen Investoren in Kryptowährungen nicht nur langfristige Anlagestrategien (Hodling), aktive Handelsstrategien (Trading), das Verleihen von Kryptowährungen (Lending) zur Verfügung, sondern sie haben zwischenzeitlich auch die Möglichkeit zusätzliche Einnahmen durch das sogenannte Staking zu generieren.

    Das institutionelle Interesse an Staking wird massiv steigen 

    Auch auf der Seite der institutionellen Investoren wie Banken, Vermögensverwalter, Family Offices, Fondsgesellschaften oder Pensionskassen ist zu beobachten, dass die Nachfrage nach Staking-Services zunimmt. Die Bank Frick aus Liechtenstein hat bereits im Februar 2023 Staking-Services eingeführt. Aktuell hat die Börse Stuttgart Digital bekannt gegeben, dass sie im kommenden Jahr gemeinsam mit der Versicherungsgesellschaft Munich Re Full-Service-Staking-Lösungen für den institutionellen Markt einführt und der Vermögensverwalter Wisdom Tree hat jetzt ein Ethereum-Staking-Wertpapier aufgelegt. Das Staking von Kryptowährungen gewinnt sowohl für Privatanleger als auch im Bereich der so wichtigen institutionellen Investoren weiter an Bedeutung. Das Wort Stake bedeutet Anteil. Beim Staking setzen Sie Ihre Kryptowährungen - die auf dem Konsens-Algorithmus „Proof of Stake“ (PoS) basieren - als Anteil dafür ein, die Funktionalität der jeweiligen Blockchain als sogenannter Validator zu unterstützen, indem neue Blöcke hinzugefügt werden. Im Gegenzug erhalten sie dafür eine Belohnung in Form lukrativer Staking-Erträge (Rewards). Staking ist allerdings auch mit Risiken verbunden. Neben dem reinen Kursrisiko Ihrer ins Staking gegebenen Kryptowährungen lassen sich diese in drei wesentliche Risikofaktoren einstufen: Betriebs-, Währungs- und Kontrahentenrisiko. Auch hierfür gibt es mittlerweile Lösungen im Anlage- und Risikomanagement.


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    48 min
  • Die Blockchain als Tresor für mobile Werte!

     Grundbücher, Bilanzen, Patente, Urkunden, Echtheitszertifikate, Gesundheitsakten, Zeugnisse oder auch reale Werte wie Immobilien, Goldbarren oder Unternehmensanteile lassen sich fälschungssicher über eine Blockchain erfassen und verwalten. Aus dieser digitalen Verkettung entsteht eine Liste, die die Werte ihrer Benutzer und alle anderen abgespeicherten Datensätze zu jedem Zeitpunkt rechtssicher und kryptografisch versiegelt und dokumentiert. Zugleich bildet solch eine Blockchain ein globales Transaktionsregister, das Werte handelbar macht, und zwar in Form von Token. 

    Ein Token ist, vereinfacht gesprochen, eine Art virtueller Wertgutschein oder aus juristischer Perspektive eine digitale Besitzurkunde. Der Clou: Die Blockchain ist fälschungssicher. Rückwirkend kann dort nichts verändert oder entfernt werden. Die einzelnen Glieder einer Blockchain, ihre Verbindungen und damit die gesamte Kette (Chain) sind unzerstörbar. Transaktionen finden zu minimalen Kosten nahezu in Echtzeit statt. Es gibt keine Möglichkeiten, den einmal transferierten digitalen Besitz (ohne Mitwirken des Empfängers) wieder zurückzuholen oder gar ein zweites Mal zu verkaufen. 

    In der Finanzwirtschaft werden nach meiner Erwartung klassische Wertpapiere in Zukunft durch Token ersetzt werden, weil sich Token in den unterschiedlichsten Investment-Bereichen als neue technologische und juristische Gattung digitaler Wertpapiere erzeugen und verwalten lassen. Mittlerweile hinken die Gesetzgeber und Behörden der technologischen Entwicklung nicht mehr hinterher, sondern haben regulatorische Rahmenbedingungen geschaffen, die Rechtssicherheit schaffen. Das gilt auch für Deutschland im Rahmen der Blockchain-Strategie der Bundesregierung, die dringen mit weiterem Leben gefüllt werden muss. Ich werfe heute einen Blick auf die erste europäische Plattform, die Sammlerstücke (Collectibles) tokenisiert, um Ihnen einen Eindruck zu vermitteln, welche – teilweise kuriosen und exotischen – Gegenstände heute schon tokenisiert werden, auf Basis der Blockchain-Technologie.

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    36 min
  • Achtung Krypto-Identitätsbetrug!

    Bereits seit den 90er-Jahren wird unser tägliches Leben immer digitaler. In den letzten Jahren hat die Dynamik der Digitalisierung massiv zugenommen. Gleichzeitig reißt die digitale Vernetzung von immer mehr Lebensbereichen eine immer größer werdende Lücke in Ihre Privatsphäre. Kaum eine Woche vergeht, ohne dass ein neuer Datenskandal offenbart wird. Im Zeitalter der (bald) totalen Digitalisierung sind Ihre persönlichen Daten längst zu einem Handelsgut und somit zu einer wertvollen Währung geworden. Für Sie persönlich, für Staaten, Unternehmen, aber auch für Kriminelle. Daten sind die Goldminen unserer Zeit!

    Identitätsmissbrauch, auch als Identitätsdiebstahl oder Identitätsbetrug genannt, bezeichnet die missbräuchliche Verwendung personenbezogener Daten durch Dritte. Das Ziel ist es überwiegend, in betrügerischer Absicht einen Vermögensvorteil zu erlangen. Vermögensschäden durch Identitätsmissbrauch, Angriffe auf Bankkonten, Kryptobörsen, Blockchain-Wallets, Kreditkartenbetrug oder gestohlene Passwörter sind Themenbereiche, die immer mehr Bürger treffen. 

    Ein Identitätsdiebstahl gefährdet Ihre Kryptowährungen!

    Unterschiedliche Umfragen zeigen, dass mindestens ein Drittel (33%) der Verbraucher in Europa bereits Opfer eines Identitätsdiebstahls geworden sind. Damit ist der Identitätsdiebstahl mittlerweile die zweithäufigste Betrugsart in Europa und hat in den letzten Jahren Schäden in Höhe von annähernd 25 Milliarden Euro verursacht. Dabei sind offengelegte Online-Daten nach wie vor eine häufige Quelle für einen Identitätsdiebstahl. Hier liegt auch eine große Gefahr für jeden Krypto-Investor, rund um seine digitalen Vermögenswerte in Form von Bitcoin, Ethereum und Co.

     Derzeit versenden Online-Kriminelle zahlreiche Mails, WhatsApps oder SMS mit schädlichen Links. Beim Draufklicken wird Schadsoftware auf dem PC oder Handy installiert. Oder aber die Empfänger werden über den Link aufgefordert, persönliche Daten einzugeben, etwa Passwörter oder Kontodaten. Ebenso werden Sie häufig direkt aufgefordert Geld zu überweisen oder Kryptowährungen allen voran Bitcoin und Ethereum zu übertragen. Damit bereichern sich die Cyber-Diebe. 

     Anwender fallen leider immer wieder auf derartige Maschen herein, da sich die Täter als vertrauenswürdige Absender ausgeben, wie beispielsweise den Hersteller von Hardware-Wallets Ledger, Krypto-Dienstleister wie Foreus oder auch das Finanzamt. Drei aktuelle Praxisfälle präsentiere ich Ihnen heute als Sensibilisierung und Warnung. Ebenso gehe ich auf den Fall "Bitcoin Harry" ein, über den aktuell sogar die BILD-Zeitung berichtet.

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    47 min
  • 88.200 Krypto-Millionäre!

    Weltweit gibt es 88.200 Krypto-Millionäre, von denen knapp die Hälfte (40.500) ihr Vermögen in Bitcoin halten. Dies geht aus dem ersten „Crypto Wealth Report“ hervor, der von den führenden internationalen Spezialisten für Vermögens- und Investitionsmigration, Henley & Partners, aktuell veröffentlicht wurde. 425 Millionen Einzelpersonen besitzen mittlerweile Krypto-Währungen auf Basis der hochinteressanten Erhebungen. 

    Dieser erste Krypto-Vermögensbericht seiner Art enthält exklusive Statistiken über die Anzahl der Krypto- und Bitcoin-Millionäre, Centi-Millionäre und Milliardäre, die vom globalen Wealth Intelligence-Unternehmen New World Wealth zur Verfügung gestellt wurden, sowie Erkenntnisse von führenden Wissenschaftlern, Branchenexperten und Krypto-Akteuren. Er enthält auch den neuen Crypto Adoption Index von Henley & Partners, der die besten Programme für den Wohnsitz und die Staatsbürgerschaft durch Investitionen für Krypto-Investoren vergleicht. Dabei werden mehr als 750 Datenpunkte ins Verhältnis gesetzt und Krypto-freundliche Investitionsmigrationsländer auf der Grundlage des Grads der Akzeptanz und Integration von Krypto-Währungen und der Blockchain-Technologie bewertet.

    Eine weitere Erkenntnis: Trader, Miner, Investoren und „Kryptopreneure" erkunden mittlerweile Investment-Migrationsstrategien, um ihre Interessen zu schützen. Henley & Partners hat nach eigenen Angaben in den letzten sechs Monaten einen signifikanten Anstieg der Anfragen von Krypto-Millionären verzeichnet, die sich gegen mögliche zukünftige Verbote des Handels oder der Verwendung von Krypto-Währungen in ihren eigenen Ländern schützen und die Risiken einer aggressiven Steuerpolitik, die digitale Vermögenswerte an der Quelle besteuert, abmildern wollen. Ich werfe heute in meinem Podcast von „Millers Krypto-Woche“ einen Blick auf wesentliche Entwicklungen, Zahlen und Länder aus dem weltweit ersten „Crypto Wealth Report“.

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    42 min
  • DigiCent und programmierbares Geld!

    Hiermit melde ich mich wieder zurück aus meinem Sommerurlaub in Asien. Ich hatte gemeinsam mit meiner Frau und meinen beiden Kindern wieder einmal eine fantastische Zeit in Thailand und bin immer wieder aufs Neue fasziniert von diesem traumhaften Land. Die Freundlichkeit, der Optimismus der Menschen, das Essen, die Flora und Fauna, aber auch der hohe Grand der Digitalisierung begeistern mich immer wieder. Bei meinen zahlreichen Ausflügen bin ich beispielsweise auf den abgelegensten Inseln gelandet und hatte ein weit besseres Internet zur Verfügung als „zuhause“ in Bayern auf dem Land, bei meiner Mama. 

    Im Gegensatz zum „Digitalen Entwicklungsland“ Deutschland gibt es in Thailand ebenso interessante wie innovative Entwicklungen, die ich als richtungsweisend bewerte, die in zahlreichen Medien im deutschsprachigen Raum jedoch negativ eingestuft werden. Die Pheu-Thai-Partei hat angekündigt, eine Digitalwährung mit einem Ablaufdatum von 6 Monaten einzuführen. Diese Währung soll in Form von Digitalen-Gutscheinen via Smartphone im Wert von 10.000 Baht (263 Euro) an die Bevölkerung übermittelt werden und kann nur in einem regionalen Umkreis von 4 Kilometern vom Wohnort der Bürger ausgegeben werden. Ich bewerte das innovative Konzept als hervorragend, weil durch dieses zeitlich begrenzte Anreizsystem ganz gezielt eine regionale Wirtschaftsförderung umgesetzt werden kann! Das Konzept ist übrigens in analoger Form nicht neu, sondern erinnert an das sogenannte Schwundgeldsystem bzw. das „Wunder von Wörgl“. 

    Es ist wichtig, auf die Risiken der Digitalisierung – auch mit Blick auf unser (Bar)Geld – hinzuweisen. Angstmachereich und pauschale Ablehnung jeglicher Innovation und Veränderung gehören jedoch nicht dazu! Programmierbares Geld bietet große Vorteile. Beispielsweise könnten staatliche Zuwendungen in Form von Transferleistungen dadurch weit gezielter gesteuert und kontrolliert werden, wodurch dem Sozialbetrug weit besser Einhalt geboten werden könnte. Neben diesen Themen gehe ich befasse ich mich heute auch noch mit dem Konzept des sogenannten DigiCents, den Digital- bzw. E-Euro und den Entwicklungen der Shrinkflation. Ebenso einem „kritischen“ Brief, der mich erreicht hat und dessen Inhalte mich zunächst einmal sprachlos gemacht hatten!

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    48 min
  • Tether ist ein Staatsanleihen-Token!

    Das Hauptziel von Stablecoins wie Tether mit seinem Währungskürzel USDT ist es, zu jeder Zeit einen festen Preis und Kurs beizubehalten. Trotz der Benennung der Kryptowährung als Stablecoin ist Tether aus technologischer Sicht ein Token, der die Blockchain von Ethereum nutzt. Dabei ist Tether an den US-Dollar (USD) gekoppelt, was auch an am Währungskürzel USDT zum Ausdruck kommt. Um die Stabilität des Kurses von Tether zu gewährleisten unterhält das hinter der Kryptowährung stehende Unternehmen Tether Labs Reserven an USDT. Steigt die Nachfrage, gibt das Unternehmen weitere Token aus. Sinkt die Nachfrage und USDT werden zurückgegeben, werden diese wiederum gegen US-Dollar getauscht und der Gegenwert der in USD ausgegebenen USDT Coins werden technologisch vernichtet, um den Kurs möglichst stabil in der Relation USD/USDT von 1:1 sicherzustellen. Das gelang in der Historie von Tether überwiegend, aber nicht immer. Es gab auch massive kurzfristige Ausreißer. Im Juli 2018 notierte Tether in der Spitze bei 1,32 US-Dollar pro USDT. Im März 2015 fiel der Coin zwischenzeitlich auf 0,57 US-Dollar pro USDT. Die temporären Abweichungen von der Parität zum USD sind in den letzten Jahren jedoch weit geringer ausgefallen. Dennoch müssen sich Tether-Investoren dieses Risikos bewusst sein.

    Aufgrund seiner weitestgehenden Wertstabilität wird Tether häufig zur Liquiditätshaltung und zum Handel mit unterschiedlichen Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum verwendet, ohne dass Investoren eine Konvertierung in eine Fiat-Währung wie den US-Dollar oder den Euro vornehmen müssen. Fiat-Währungen sind offizielle Zahlungsmittel, die von Staaten und Finanzinstitutionen wie den jeweiligen Notenbanken reguliert werden. Tether hingegen ist eine privatwirtschaftliche Kryptowährung, die an eine Fiat-Währung gekoppelt ist. Die Hinterlegung von Tether erfolgt hingegen bei weitem nicht ausschließlich mit Giralgeld bzw. Geldmarktguthaben. In der Vergangenheit wurde immer wieder Kritik laut, dass die Reserven von Tether nicht im erforderlichen Ausmaß vorhanden sind. Oder dass nicht ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stehen für den Fall großer Auszahlungswünsche. Dadurch würde die Gefahr bestehen, dass bei einem großen Abverkauf die Bindung an den US-Dollar nicht mehr sichergestellt werden könnte. 

    Mittlerweile zeigt sich das Tether Labs zunehmend transparent in Bezug auf seine Reserven. Vor Kurzem veröffentlichte das Unternehmen einen Bericht, der Einblick gibt in die Verteilung der Tether-Reserven. Die international tätige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO hat die USDT-Reserven nach den Kriterien internationaler Rechnungslegungs-Standards geprüft. 

    Mein Fazit nach Analyse der USDT-Zahlen: Tether ist mittlerweile ein Staatsanleihen-Token, weil Milliardensummen in US-Treasury Bonds veranlagt sind.

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    35 min
  • Währungssysteme: Geld - Gold - Bitcoin - BRICS

    Vom 22. bis 24. August 2023 findet ein wichtiges Treffen der BRICS-Länder (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) in Johannesburg statt. Ein wichtiger Diskussionspunkt soll dabei die Einführung einer neuen Gemeinschaftswährung dieser Länder sein. Wie dieses Vorhaben genau ausgestaltet sein soll, steht derzeit noch in den Sternen. Die irrationalen Spekulationen überschlagen sich hingegen im Vorfeld. Aus meiner Sicht wäre beispielsweise ein Währungskorb aus den teilnehmenden Ländern denkbar, vergleichbar wie es in Europa vor Einführung des Euros von 1979 bis 1998 mit dem ECU (European Currency Unit) als Recheneinheit der Fall war. Die einzelnen Landeswährungen der BRICS-Staaten würden dann gewichtet nach Wirtschaftskraft oder anderen Kennzahlen zur Berechnung der neuen BRICS-Währung herangezogen werden, wodurch dann Handels- und Finanzgeschäfte zwischen den Teilnehmerländern mit dieser neuen Verrechnungseinheit abgewickelt werden könnten. Bis zu einer derartigen Umsetzung wäre es jedoch ein äußerst langer Weg, allen voran mit Blick auf die großen Probleme Russlands. Dass es zur Einführung einer neuen goldgedeckten BRICS-Währung kommt, bewerte ich hingegen als absurd.  

    In den letzten Wochen habe ich wiederholt Leserzuschriften erhalten, mit Fragen zu einer angeblich schon bald kommenden BRICS-Goldwährung. Auslöser dafür sind zahlreiche Medienberichte, die sich teilweise auf Meldungen des russischen Propaganda-Senders Russia Today (RT) beziehen. Behauptet wird dabei, dass Putins neuer „Gold-Standard“ den US-Dollar ablösen soll. Das ist aus meiner Sicht schlicht Nonsens. Eine goldgedeckte Währung – also ein neuer Goldstandard – müsste nicht nur eine fixe Relation und Bindung zum Goldpreis haben. Sondern auch ein jederzeitiges Einlösungsrecht mit Bezug zu einem Feingramm oder einer Feinunze physischen Goldes. Die geopolitischen, ökonomischen und vor allem geldpolitischen Konsequenzen und die damit verbundenen gravierenden Risiken wären für die BRICS-Staaten, die so unterschiedliche Rahmenbedingungen aufweisen, weder akzeptierbar noch tragbar.

     Als ebenso absurd bewerte ich die Ansichten von Robert F. Kennedy Jr., der versucht seinen großen Namen als Präsidentschaftskandidat der Demokraten zu nutzen. Eine seiner Forderungen: Den US-Dollar durch Gold, Silber, Platin oder Bitcoin zu decken! Auch die Aussagen des Neffen von John F. Kennedy sind schlicht als ökonomischer bzw. populistischer Nonsens zu interpretieren.

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    37 min
  • Krypto-Influencer: 37% irreführende Inhalte!

    Als Influencer werden seit den 2000er Jahren Multiplikatoren bezeichnet, die ihre starke Präsenz und ihr Ansehen in sozialen Netzwerken dazu nutzen, um beispielsweise Produkte, Dienstleistungen oder einen bestimmten Lifestyle und damit wiederum verbundene Angebote zu bewerben. Ein gezieltes Marketing von Unternehmen mit derartigen Influencern wird als Influencer-Marketing bezeichnet. In den letzten Jahren haben auch im Bereich der Geldanlage, bei Börsenempfehlungen, Aktientipps, Altersvorsorge und Investments im Allgemeinen diese Social Media-Trends verstärkt Einzug gehalten. Hier spricht man von sogenannten Finfluencern. Dahinter stehen Personen, die sich in den sozialen Medien wie Facebook, Instagram, Twitter, YouTube, TikTok oder Reddit mit Finanzthemen beschäftigen und dabei eine hohe Zahl an Nutzern erreichen.

    Längst gibt es auch Influencer, die sich auf die für viele Menschen und Investoren ebenso komplexe wie lukrative Welt der Kryptowährungen rund um Bitcoin, Ethereum, Blockchain-Projekte und der mittlerweile tausenden am Markt auf den unterschiedlichsten Krypto-Handelsplattformen gelisteten Altcoins spezialisiert haben. Ein Krypto-Influencer ist eine Person, die durch ihre Aktivitäten auf Social-Media-Plattformen einen erheblichen Einfluss im Bereich der Kryptowährung erlangt hat. Diese Personen sind oder geben vor Branchenexperten zu sein, die ein tiefes Verständnis der Technologie haben und dadurch wertvolle Einblicke in Märkte und Trends geben können.

    Dabei machen sie nicht selten auch auf bestimmte Projekte und Dienstleistungen im Zusammenhang mit Kryptowährung aufmerksam, wodurch sie die Branche in gewisser Weise prägen können. Häufig sind damit auch dubiose Eigeninteressen verbunden, beispielsweise durch Provisionszahlungen oder im Vorfeld eingegangenen oder erhaltenen Beteiligungen in Form von Coins und Token. Daher sind Expertise, Seriosität und Integrität von Krypto-Influencern genaustens zu prüfen. Wie wichtig dieser Aspekt ist, zeigt – stellvertretend für andere Social Media-Plattformen – eine aktuelle Studie von DaapGambl zu Krypto-Inhalten auf TikTok. Das erschreckende Ergebnis: Schätzungsweise 37% basieren auf irreführenden, also falschen Aussagen und 47% der Krypto-Influencer auf TikTok sind mit den besprochenen bzw. beworbenen Projekten in irgendeiner Form finanziell verbunden. Hier besteht somit ein massiver Interessenskonflikt!

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    31 min
  • Ripple: Krypto-Sieg über die SEC!

    Der 13. Juli 2023 dürfte in die Geschichte der Kryptowährungen eingehen. Weil an diesem Donnerstag ein weitreichendes Gerichtsurteil in den USA gefällt wurde, das nicht nur für das US-Unternehmen Ripple Labs und seine Kryptowährung XRP enorm positive Auswirkungen mit sich bringt, sondern eine massiv positive Ausstrahlwirkung auf die gesamte Krypto-Industrie haben wird, allen voran in den USA.
    Die ebenso restriktive wie destruktive US-Wertpapieraufsichtsbehörde SEC hat unter Führung ihres fragwürdigen Chefs Gary Gensler eine regelrechte Klatsche vor US-Gericht erhalten. Mit Ausnahme des Bitcoin, den die SEC als Rohstoff (Commodity) bewertet, versucht die Behörde seit Jahren alle anderen Kryptowährungen (Altcoins) weitestgehend als Wertpapiere (Securities) einzustufen.

    Das hätte zur Folge, dass in den USA tätige Kryptobörsen wie Coinbase entsprechende Wertpapierhandelslizenzen benötigen und die jeweiligen Kryptowährungen als Wertpapiere registriert werden müssten, mit umfassenden Auflagen. Deswegen hat die SEC unlängst auch eine Klage gegen die bedeutendste US-Kryptobörse Coinbase eingereicht mit dem Vorwurf, illegalen Wertpapierhandel zu betreiben. Eines der ersten Krypto-Projekte, das bereits vor Jahren in Kreuzfeuer der SEC geraten ist, war dabei das US-Unternehmen Ripple Labs, mit seiner Kryptowährung XRP. Die SEC hat Ripple Labs seither mit umfassenden Anschuldigungen überzogen, im Dezember 2020 eine Klage eingereicht und seither zähe Prozesse geführt. Jetzt hat der Richter des für die Zivilklage zuständigen US-Gerichtes das Urteil gefällt, dass Ripple Labs durch den Verkauf digitaler Token an die Öffentlichkeit nicht gegen Wertpapiergesetze verstoßen hat. XRP ist nicht als Wertpapier einzustufen!
     
    Mein Fazit: Dieses Gerichtsurteil ist ein Meilenstein für die gesamte Krypto-Industrie. Regulierung ist wichtig, aber Kryptowährungen lassen sich nicht über uralte Wertpapiergesetze aus dem letzten Jahrhundert regulieren. Die USA sollten sich ein Vorbild an Europa und der EU-MiCA-Regulierung nehmen. Hier ist bereits der rechtssichere Nährboden für die Zukunft der Blockchain-Adaptionen rund um Bitcoin, Ethereum & Co. vorhanden.

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    25 min
  • De-Risking durch Kryptowährungen!

    Den Begriff „De-Risking“ lesen wir in der letzten Zeit relativ häufig. Beispielsweise im Zusammenhang mit der Energiepolitik Deutschlands und der in der Vergangenheit so starken Abhängigkeit von Russland. Mit Blick auf China wird derzeit häufig von „De-Risking“ gesprochen und geschrieben. Damit ist eine Risikoreduktion dahingehend gemeint, dass bislang noch bestehende Abhängigkeiten in den Lieferketten reduziert bzw. besser diversifiziert werden. In der Wirtschaft bedeutet das, dass Unternehmen analysieren, bei welchen Rohstoffen oder Produkten sie besonders abhängig sind von chinesischen Produzenten bzw. Lieferanten. Sind mögliche Klumpenrisiken analysiert und identifiziert, folgt im Zuge des „De-Risking“ die Suche nach neuen oder weiteren Bezugsquellen in anderen Ländern.
     
    In der Betriebswirtschaftslehre gibt es dafür einen altbekannten Begriff, nämlich die Strategie von Unternehmen, durch Erweiterung oder Modifizierung ihrer Produkte und Dienstleistungen, oder der Geschäftsbereiche mittels Risikostreuung die Gewinnchancen zu verbessern und Verlustrisiken zu minimieren. Das nennt sich Diversifikation. Ich bin ein gebürtiger Bayer aus dem Regierungsbezirk Schwaben. Uns Schwaben ist nicht nur „Sparen und Häusle bauen“ in die Wiege gelegt, sondern auch „De-Risking“ oder Diversifikation. Das heißt dann auf schwäbisch: „Wer streut rutscht nicht aus!“. Als gelernter Banker kenne ich Diversifikations-Strategien auch seit Jahrzenten aus dem Kapitalanlagebereich. Also nicht alle Eier in einen Korb legen, sondern auf unterschiedliche Anlageklassen und Anlagestrategien, Branchen und Länder streuen.

    Laser Digital, Nomuras Tochtergesellschaft für digitale Vermögenswerte, hat vor Kurzem eine unabhängige globale Umfrage bei professionellen Anlegern in 21 Ländern in Auftrag gegeben in Bezug zu Kryptowährungen rund um Bitcoin, Ethereum & Co. Die institutionellen Investoren stammen aus den Bereichen Pensionsfonds, Vermögensverwalter, Family Offices, Hedgefonds und Investmentfonds, Versicherungsvermögensverwalter und Staatsfonds. Die Auswertung liefert interessante Aspekte. 96% der Befragten sehen in digitalen Vermögenswerten neben traditionellen Anlageklassen wie festverzinslichen Wertpapieren, Bargeld, Aktien und Rohstoffen eine Möglichkeit zum „De-Risking“ und zur weiteren Diversifizierung ihrer Investitionen bzw. Ihres ungedeckten Geldes.

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    44 min

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