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Angesichts weltweiter Naturkatastrophen ist das Thema Umwelt- und Klimaschutz so aktuell wie nie zuvor. Gleichzeitig sorgen sich viele Menschen, wie dies sozial gerecht gelingen soll. Die Diskussionen um den verpflichtenden Einbau alternativer Heizungstechniken ab 2024 ist da nur das jüngste Beispiel.
Sind wir imstande, Ökonomie und Ökologie in ein neues Gleichgewicht zu bringen, Bewahrung des Wohlstandes und Bewahrung der Lebensgrundlagen miteinander zu verbinden? Und dabei die soziale Dimension zu wahren?
Peter Altmaier (*1958) hat Rechtswissenschaft an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken studiert und war Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesminister für besondere Aufgaben, sowie geschäftsführender Bundesminister der Finanzen und bis 2021 Bundesminister für Wirtschaft und Energie.
Redaktion: Dr. Thomas Arnold, Daniel Heinze, Jonatan Burger, Paulin Krause, Emily Siegel
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Die Zahl der Asylerstanträge ist aktuell so hoch wie lange nicht mehr. Immer mehr Menschen suchen Schutz und Hilfe, doch wie Deutschland die Menge der Menschen realistisch aufnehmen kann und sollte, ist umstritten. Im Kanzleramt ging jüngst der Flüchtlingsgipfel zwischen Bund und Ländern zu Ende. Es wurde intensiv diskutiert, wie die Asylpolitik zukünftig geführt werden soll, jedoch wurden unter anderem kirchliche Wohlfahrtsverbände nicht eingeladen, obwohl sie vielerorts zahlreiche Flüchtlingsprojekte betreiben. Wir, bei „Mit Herz und Haltung“ haben den Hamburger Erzbischof Heße eingeladen, in einem Interview über die Polarisierung und die aktuellen Brennpunkte der deutschen Flüchtlingspolitik zu sprechen.
Erzbischof Dr. Stefan Heße ist seit 2015 Sonderbeauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für Flüchtlingsfragen und seit 2016 Vorsitzender der Migrationskommission. 2015 empfing er die Bischofsweihe und ist seitdem Erzbischof von Hamburg.
Interview: Dr. Karin Wollschläger
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Das Jahr 1923 steht für eine komplizierte Zeit: Besetzung des Ruhrgebietes, Inflation, Wirtschaftskrise, Hitlerputsch und schließlich die sogenannten kommunistischen Putschversuche in Sachsen. Von rechts und links wird die junge Demokratie erschüttert. Sachsen wird zu einem der Zentren. Während die evangelische Kirche gerade die Trennung von Krone und Kreuz verarbeiten muss, sucht das neu gegründete katholische Bistum nach seiner Verortung in der Minderheit.
Die Katholische Akademie Dresden-Meißen widmet sich dem Krisenjahr 1923mit einer Tagung am 11. und 12. Mai 2023, u.a. in Kooperation mit dem Dresdner Geschichtsverein. Dessen Geschäftsführerin, Dr. Caroline Förster, macht Euch gemeinsam mit ihren Gesprächsgästen hier bei uns schon mal Lust auf die Tagung.
Gespräch: Dr. Caroline Förster, Dr. Janosch Förster, Prof. Dr. Mike Schmeizner
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Sexueller Missbrauch in öffentlichen Räumen und noch dazu gedeckt vom Staat? Ende Februar wurde in Schwerin eine weitere Missbrauchsstudie vorgestellt, bei der es nun einige Neuerungen im Forschungsvorgehen gegeben hat: Die vom Erzbistum Hamburg in Auftrag gegebene Studie erforscht zum ersten Mal speziell die katholische Kirche in der DDR. Für den Zeitraum von 1946 bis 1989 wurden über 1500 Akten ausgewertet und Interviews mit 13 Betroffenen geführt. Dabei wurden zum ersten Mal auch traumatologische Untersuchungen durchgeführt, also untersucht, welche Wunden der Missbrauch, vor allem psychisch, hinterlassen hat.
Im Interview mit der Leiterin des Forschungsteams, das sich seit 2020 mit diesen Forschungsfragen beschäftigt hat, bringen wir für euch die wichtigsten Hintergründe und Erkenntnisse noch einmal zusammen.
Informationen für Betroffene von Missbrauch und deren Angehörige finden Sie auf dem Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch, bei der Betroffenen-Initiative Eckiger Tisch oder auf der entsprechenden Seite der Deutschen Bischofskonferenz.
Prof. Dr. Manuela Dudeck ist Professorin am Lehrstuhl für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Ulm sowie Ärztliche Direktorin der Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie am Bezirkskrankenhaus Günzburg. Sie ist Mitglied in zahlreichen Expertengremien, stellvertretende Vorsitzende der Ethikkommission der Universität Ulm und leitete das Forschungsteam der Ende Februar vorgestellten Studie über Missbrauch in der katholischen Kirche in Mecklenburg.
Interview: Dr. Karin Wollschläger
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Während die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche, also der Blick in die Vergangenheit, relativ präsent in der öffentlichen Wahrnehmung steht, tritt das Thema der Prävention oft in den Hintergrund. Spezialisierte Zentren zu Fragen des Safeguardings, also zu präventivem Schutz vor Missbrauch, gibt es bisher kaum. Doch was passiert aktuell in Rom und in der katholischen Kirche, um mit Blick auf die Zukunft Kinder und auch Erwachsene vor sexualisierter Gewalt zu schützen?
Wir haben uns für diese Fragen mit dem Safeguarding-Experten Pater Hans Zollner SJ unter anderem über kirchenrechtliche Neuerungen, die Entwicklungen in der Weltkirche und aktuelle Forschungsschwerpunkte im Bereich des spirituellen und sexuellen Missbrauchs unterhalten.
Informationen für Betroffene von Missbrauch und deren Angehörige finden Sie auf dem Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch, bei der Betroffenen-Initiative Eckiger Tisch oder auf der entsprechenden Seite der Deutschen Bischofskonferenz.
Hans Zollner SJ ist Theologe, Psychologieprofessor und Psychotherapeut. Er leitete das Centre for Child Protection in Rom. Seit 2021 ist er Direktor des aus dem Zentrum hervorgegangenen Institute of Anthropology. Interdisciplinary Studies on Human Dignity and Care an der Päpstlichen Universität Gregoriana. Von 2014 bis 2023 war er außerdem Mitglied der Päpstlichen Kommission für den Schutz von Minderjährigen. Seit 2019 ist er auch Ansprechpartner für Betroffene bei Fällen von Missbrauch im Vatikanstaat.
Diese Folge mit Pater Zollner ist in Kooperation mit dem internationalen katholischen Hilfswerk missio in Aachen, mit besonderer Unterstützung von Johanna Streit, entstanden.
Interview: Dr. Falk Hamann
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Der Überfall Russlands auf die Ukraine vor gut einem Jahr hat in vielen Lebensbereichen Spuren hinterlassen. Der Begriff der Zeitenwende ist längst auch in den Alltag vorgedrungen. So wird auch von einer ökumenischen Zeitenwende gesprochen. Es muss neu darüber nachgedacht werden, unter welchen Voraussetzungen der Dialog zwischen den Kirchen möglich sein kann und wann er möglicherweise nicht mehr zu verantworten ist.
Am 16. März 2023 wurde Bischof Feige für einen Vortrag in die Ökumenische Akademie Gera-Altenburg nach Ostthüringen eingeladen. Er zeichnet anhand der Ereignisse in der Ukraine nach, welche Veränderungen die Zeitenwende für die Ökumene bedeutet und welche Folgen gegensätzliche Ideologien innerhalb eines Glaubens haben können. Wir bedanken uns herzlich bei der Ökumenischen Akademie und Pfarrer Wolf, dass sie uns den Vortrag zur Verfügung gestellt haben.
Dr. Gerhard Feige ist seit 2005 Bischof von Magdeburg und seit 2012 Vorsitzender der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz. Zudem ist er Teil verschiedener Gremien des Dialogs mit den orthodoxen Kirchen auf nationaler wie internationaler Ebene. Vor seiner Zeit als Bischof lehrte er unter anderem Alte Kirchengeschichte, Ökumenische Theologie und Ostkirchenkunde in Erfurt.
Vortrag: Bischof Dr. Gerhard Feige
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An kaum einem anderen Ort greifen Religion, Politik und gesellschaftliche Fragen derart ineinander wie in Israel. Derzeit ist das Land so häufig Thema in den Nachrichtensendungen wie schon lange nicht mehr: Wir hören von Razzien des israelischen Militärs im Westjordanland, von mehr als einem Dutzend Toten Israelis durch palästinensische Angriffe. Noch dazu versetzt eine geplante Justizreform das Land in Unruhe. Und mittendrin drei der großen Weltreligionen – Juden, Christen, Muslime, deren Verhältnis in Israel alles andere als unkompliziert ist.
Pater Nikodemus Schnabel OSB studierte katholische Theologie in Fulda, Jerusalem, München, Münster und Wien. Er trat 2003 in die Benediktinerabtei Dormitio ein und wurde dort 2013 zum Priester geweiht. Als promovierter Liturgiewissenschaftler und Ostkirchenkundler ist Pater Nikodemus Direktor des Jerusalemer Instituts der Görres-Gesellschaft sowie Verantwortlicher für das Theologische Studienjahr Jerusalem. Seit Juli 2021 ist er Patriarchalvikar für Migranten und Asylsuchende im Lateinischen Patriarchat Jerusalem. 2023 wurde er zum Abt der Abtei Dormitio gewählt.
Interview: Daniel Heinze
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Vor einer Woche ging die letzte Vollversammlung des Synodalen Wegs in Frankfurt zu Ende. Ein dramatischer Showdown zum Finale blieb zwar aus, aber über die Ergebnisse wird weiter heftig diskutiert. Wie sind die Kompromisse, die auf dem Weg eingegangen wurden, nun zu bewerten? Das Ringen um Einheit und Konsens lässt führt nun zu der Frage, was wir realistisch von der Kirche in Zukunft erwarten dürfen. Karin Wollschläger und Benjamin Leven über die Ereignisse und Debatten der letzten Synodalversammlung unterhalten und ordnen sie für uns ein.
Dr. Benjamin Leven arbeitet seit 2015 als Redakteur der Herder Korrespondenz. Er studierte katholische Theologie, Publizistik und Kommunikationswissenschaft in Berlin, Rom und Utrecht.
Interview: Dr. Karin Wollschläger
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In Frankfurt geht dieser Tage der Reformprozess der katholischen Kirche, der Synodale Weg, in die letzte Vollversammlung. Drei Jahre lang wurde in Frankfurt, aber auch in den Foren beraten, gestritten und überlegt, wie die Zukunft der Kirche in Deutschland aussehen könnte. Ein letztes Mal richtet sich der Blick auf die Synodalen. Manche hoffen mit dem letzten Funken Zuversicht auf ein positives und konstruktives Ende und viele vermuten vielleicht doch eher ein dramatisches Finale voller Enttäuschungen.
Karin Wollschläger hat sich für uns mit dem irischen Journalisten Derek Scally unterhalten: Wie könnte ein Erfolg aussehen? Was können wir überhaupt von den Ergebnissen des Synodalen Wegs erwarten? Und wie blickt man aus Irland auf die Reformversuche in Deutschland?
Derek Scally ist als Journalist für die Irish Times und als Autor in Berlin tätig. 2021 erschien sein Buch „The Best Catholics in the World. The Irish, the Church and the End of a Special Relationship“, das den gesellschaftlichen Umgang mit Fällen sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche Irlands nachzeichnete.
Interview: Dr. Karin Wollschläger
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Ein Jahr ist der russische Überfall auf die Ukraine her. Das katholische Osteuropahilfswerk Renovabis hat sich von Anfang an auf die Seite der Menschen in der Ukraine gestellt. Als „Verteidiger der Würde der Ukrainerinnen und Ukrainer“ stattet das Hilfswerk Schutzkeller aus, versorgt Geflüchtete oder stellt Stromgeneratoren. In mehr als 160 Projekten hat Renovabis mit gut 10 Millionen Euro die vom Krieg betroffenen Menschen unterstützt. Wir haben anlässlich des Jahrestag des russischen Angriffs mit dem Leiter von Renovabis, Pfarrer Prof. Dr. Thomas Schwartz, gesprochen.
Dr. Thomas Schwartz ist seit Oktober 2021 Hauptgeschäftsführer von Renovabis. Er studierte katholische Theologie und Philosophie an den Universitäten Münster und Augsburg sowie an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. 1990 wurde Schwartz zum Priester geweiht. Von 1999 bis 2010 arbeitete er als Hochschulpfarrer in Augsburg und als Pfarrer von Sankt Peter in Stotzard, anschließend als Pfarrer von Sankt Michael in Mering. Schwartz ist Honorarprofessor für Wirtschaftsethik an der Universität Augsburg und gehört der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste an.
Interview: Daniel Heinze
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