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Unterhaltung, Alltag und Popkultur - auch hierin kann man die "Zeichen der Zeit" lesen und deuten. Theologie muss nicht immer auf schwere und komplexe Themen begrenzt sein. Deshalb widmet sich Fundamentaltheologe Martin Dürnberger in dieser Folge einem Experiment: Mit Blick auf die Band Twenty One Pilots und die Sängerin Ami Warning fragt er, welche unerwarteten theologischen Bezüge sich in aktueller Popmusik finden lassen.
Assoz. Prof. Dr. Martin Dürnberger ist Professor für Fundamentaltheologie und Ökumenische Theologie an der Universität in Salzburg und seit 2015 Leiter der traditionsreichen Salzburger Hochschulwochen. Bei “Mit Herz und Haltung” war er bereits in der Reihe “Basics - Theologie endlich verständlich” zu hören.
Hinweise:
In dieser Playlist sind alle in der Folge angesprochenen Songs zu finden.
Vom 17. bis 19. November veranstaltet die Katholische Akademie des Bistums Dresden-Meißen die Tagung "erschaffen, geliebt, begeistert - Grundlagen unseres Glaubens” im Bildungsgut Schmochtitz. Das Wochenende ist ein Angebot für alle, die sich theologisch und persönlich mit dem Glauben an Gott auseinandersetzen möchten. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung findet ihr hier.
Redaktion: Dr. Thomas Arnold, Jonatan Burger, Emily Siegel
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Guds starka döttrar - das ist Schwedisch und bedeutet "Gottes starke Töchter".
In der - lutherischen - Kirche in Schweden ist - wie in ihren Schwesterkirchen in Deutschland - die Ordination, d.h. die Amtseinsetzung von Pfarrerinnen, schon seit Jahrzehnten möglich. Trotzdem war unser heutiger Gast, Erzbischöfin Antje Jackelén, 2014 die erste: In diesem Jahr wurde sie Erzbischöfin von Uppsala und damit das Oberhaupt der lutherischen Christ*innen in ganz Schweden.
Für “Mit Herz und Haltung” hat Dr. Karin Wollschläger mit Antje Jackelén nicht nur über ihren Lebensweg gesprochen, sondern auch darüber, was es heißt, als (erste) Frau ein kirchliches Spitzenamt auszuüben - und hat dabei auch den Blick hinüber auf die katholische Kirche gewagt.
Antje Jackelén stammt aus dem Ruhrgebiet. Sie studierte in Deutschland und Schweden evangelische Theologie, war in Schweden als Pfarrerin tätig und promovierte an der Universität Lund. Vor ihrer Weihe zur Bischöfin von Lund - damals als dritte Frau in Schweden überhaupt - war sie bis 2007 an der Lutheran School of Theology in Chicago tätig. Im Oktober 2022 trat sie in den Ruhestand.
Hinweis:
Am 18./19. September veranstaltet die Katholische Akademie des Bistums Dresden-Meißen die Tagung "Gottes starke Töchter" in Leipzig. Zwei Tage lang geht es mit über 30 Gästen aus aller Welt online und vor Ort simultan in mehrere Weltsprachen übersetzt um Frauen und das Amt im Katholizismus. Hier findet ihr alle Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung.
Interview: Dr. Karin Wollschläger
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Die theologischen Neu-Veröffentlichungen eines Jahres füllen viele Regalmeter. Vor kurzem erschien im Patmos-Verlag jedoch ein Buch, das es so noch nicht gegeben hat: "Zeigt euch!" versammelt "21 Porträts namenloser Frauen der Bibel" und schaut damit in die zweite Reihe hinter den besser bekannten A-Prominenten wie Jesus, Moses, Abraham oder König David, die - wie die meisten Autoren der biblischen Texte - allesamt Männer waren.
Das Buch birgt, wie die Bibel selbst auch, ein buntes Feld von Prosa- und Lyrik-Texten, in denen die Frauen zu "Ich-Erzählerinnen ihrer eigenen Geschichte und Parallelen zwischen Frauenleben damals und heute" deutlich werden. Es entstammt der gemeinsamen Feder von Barbara Janz-Spaeth, Claudia Sticher und Hildegard König. Mit letzterer hat Daniel Heinze für "Mit Herz und Haltung" vor kurzem über das Projekt und die unbekannten Frauengestalten der Bibel gesprochen.
Prof. Dr. Hildegard König war bis 2020 Professorin für Kirchengeschichte an der TU Dresden. Sie studierte Germanistik und Katholischen Theologie an der Universität Tübingen, wo sie auch promovierte. Des Weiteren hat sie auch als Lyrikerin bereits mehrere Bücher veröffentlicht.
Hinweis:
Interview: Daniel Heinze
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Sechs Jahre, von 1951-1957, war Heinrich Wienken Bischof des Bistums Meißen. Unter den widrigen Bedingungen des DDR-Systems leitete Wienken seine Diaspora-Kirche von Bautzen aus. Zuvor hatte er lange Jahre die Verhandlungen der katholischen Kirche mit den Nationalsozialisten, Alliierten und kommunistischen Machthabern geführt.
Der bescheidene und kluge, aber „leise“ agierende Wienken trug als kirchlicher Verhandlungspartner mit staatlichen Stellen wesentlich dazu bei, den Lebensraum für die gesamte katholische Kirche in der DDR abzustecken. Doch was führte Heinrich Wienken überhaupt auf den Bautzner Bischofsstuhl? Mit welchen Herausforderungen war er - der er in vier politischen Systemen: Kaiserreich, Weimarer Republik, Nationalsozialismus, SED-Diktatur - als Priester und Bischof agieren musste, konfrontiert?
Im Mai war der Historiker Dr. Torsten W. Müller im Bildungsgut Schmochtitz und in der Katholischen Akademie in Dresden zu Gast, um auf das Leben und Wirken von Bischof Wienken zurückzublicken. Für “Mit Herz und Haltung" hat Jonatan Burger nun vor kurzem in Leipzig mit ihm über dessen Biografie gesprochen.
Dr. Torsten W. Müller ist Historiker und Publizist. Seit 2022 leitet er das Museumsdorf Cloppenburg. Er studierte unter anderem Germanistik, Kunstgeschichte und katholische Theologie an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg und der Universität Erfurt, wo er auch promovierte.
Hinweis:
Interview: Jonatan Burger
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Scrollt man durch die verschiedenen Social-Media-Plattformen, trifft man auf praktisch alle Botschaften, die man sich nur vorstellen kann: verrückte Challenges neben Kochrezepten, krasse Kunst trifft auf Influencer, die über ihren Liebeskummer berichten. Dazwischen präsentieren sich Marken und Produkte gegenüber von Ratschlägen diverser Life-Coaches.
Aber was ist mit christlichen Botschaften? Redet dort auch jemand von Jesus? Oder Nächstenliebe? Und wenn ja - woher kommt das? Und wer will das hören oder sehen? Wie könnte die katholische Kirche mit ihren Glaubensinhalten besser zu den Menschen durchdringen, die moderne Medien nutzen? Oder ist der Absender “katholisch” dank Missbrauchsskandal, Kirchenkrise und Reformstau von vornherein chancenlos im Social-Media-Game? Über diese Fragen kommen wir mit dem Kommunikationsberater und Theologen Tobias Sauer ins Gespräch.
Tobias Sauer studierte Katholische Theologie in Freiburg i. Br. und Trier. 2015 gründete er das Netzwerk “ruach.jetzt” und ist nun als dessen Geschäftsführer und strategischer Kommunikationsberater tätig.
Interview: Dr. Karin Wollschläger
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Die Sommerferien haben begonnen, die Freibäder sind eröffnet und für viele steht auch der lang ersehnte Sommerurlaub vor der Tür. Neben dem Trubel von Gartenpartys und Last-Minute-Urlaubsvorbereitungen bietet der Sommer Zeit und Gelegenheit, sich etwas Ruhe zu gönnen und das ein oder andere Buch zur Hand zu nehmen. Wir haben deshalb den Pastoraltheologen und Literaturkenner Prof. Dr. Erich Garhammer um seine Lesetipps für den Sommer 2023 gebeten.
In der Folge werden folgende Autor*innen und Bücher besprochen:
Elazar Benyoëtz, in der jüngsten Sammlung herausgegeben von Anna Rosa Schlechter: HEILWEH. Lesung in gerechter Sprache (Deutsch-Hebräisch), Königshausen & Neumann, 2023.
Prof. Dr. Erich Garhammer studierte in Regensburg katholische Theologie und Germanistik. 1991 übernahm er den Lehrstuhl für Pastoraltheologie und Homiletik an der Katholisch-Theologischen Fakultät Paderborn und wechselte 2001 bis zu seiner Emeritierung an die Universität Würzburg. Garhammer ist Mitherausgeber der Reihen Studien zur Theologie und Praxis der Seelsorge sowie Evangelisch-katholische Studien zu Gottesdienst und Predigt. Seine große Leidenschaft gilt dem Brückenschlag von der Theologie zu Literatur und Poesie.
Redaktion: Dr. Thomas Arnold, Jonatan Burger, Emily Siegel
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Soziale Netzwerke sind aus der tagtäglichen Kommunikation kaum mehr wegzudenken. Von der kurzen Sprachnachricht per WhatsApp über die Story auf Instagram bis hin zu kompakten Kochvideos bei TikTok oder politischen Debatten auf Twitter - die Grenzen zwischen privater Kommunikation und öffentlicher Präsentation sind genauso fließend wie die zwischen dem Konsumieren von Inhalten und dem Kreieren von Content. Wo Platz für Meinungen und Gedanken ist, können einerseits konstruktive und bereichernde Diskussionen entstehen, andererseits ist dort aber auch Platz für Hass, Mobbing und Phänomene wie Fake News oder Shitstorms. Sie gehören zu sozialen Medien genauso dazu wie Likes oder Weiterempfehlungen.
Was macht das mit unserer Kommunikationskultur? Wie haben sich Debatten auch außerhalb der Bildschirme durch gut 15 Jahre mit Social Media verändert und welche Herausforderungen liegen vor uns? Über diese und weitere Fragen haben wir mit der Philosophin Claudia Paganini gesprochen.
Prof. Dr. Claudia Paganini ist Professorin für Medienethik an der Hochschule für Philosophie in München. Sie studierte Philosophie und Theologie in Innsbruck und Wien und ist außerdem Mitglied der Ethikkommission der Medizinischen Universität Innsbruck.
Interview: Daniel Heinze
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Soziale Netzwerke wie Twitter, Instagram oder Tiktok sind aus unserer Lebensrealität kaum mehr wegzudenken. Kurze Videos, die dazu verleiten stundenlang weiter zu scrollen, ohne dabei wirklich tief gehende Inhalte zu vermitteln und stattdessen Debatten verkürzen und Meinungen polarisieren - auf den ersten Blick scheint Social Media die Gesellschaft eher weiter zu spalten statt zusammenzubringen. Aber ist das wirklich die einzige Alternative?
Kürzlich veröffentlichte das römische Dikasterium für Kommunikation unter dem Titel „Towards Full Presence“ – übersetzt: „Auf dem Weg dahin, ganz gegenwärtig zu sein“ - ein Dokument mit pastoralen Überlegungen zum Umgang mit Sozialen Medien. Dr. Falk Hamann aus dem Team von "Mit Herz und Haltung" gibt zu Beginn des Podcasts einen Überblick über dessen Kernaussagen.
Es folgt ein Gespräch mit der Direktorin der Pastoralabteilung des Dikasteriums, Nataša Govekar, das wir im November 2022 auf dem Katholischen Medienkongress in Bonn geführt haben. Im Fokus standen dabei besonders die Herausforderungen, aber auch die Möglichkeiten, den digitalen Raum für eine moderne Glaubenskommunikation zu nutzen. Denn ist nicht gerade das Potenzial, Menschen aus der ganzen Welt zusammenzubringen, der katholischen Weltkirche und Social Media gemein?
Das Gespräch wurde auf Englisch geführt. Sie haben aber die Möglichkeit, die deutsche Übersetzung auf unserer Webseite nachzulesen.
Nataša Govekar ist die Direktorin der theologischen Pastoralabteilung des von Papst Fanziskus 2015 eingerichteten „Dikasteriums für Kommunikation”. Sie studierte an der Universität Ljubljana sowie an der Päpstlichen Universität Gregoriana.
Interview: Daniel Heinze
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Kurz nach der Einigung der EU-Innenministerinnen auf eine restriktivere Asylpolitik, nach dem Schiffsunglück vor der griechischen Küste und nachdem vor einem Monat der Flüchtlingsgipfel zwischen Bund und Ländern zu Ende ging, fand am 15. Juni in der Katholischen Akademie Berlin der 7. Katholische Flüchtlingsgipfel statt. Rund 100 Expertinnen, Haupt- und Ehrenamtliche kamen an diesem Tag zusammen, um sich den Anliegen vulnerabler Schutzsuchender zu widmen. Das heißt, dass insbesondere Menschen mit Behinderung, Betroffene von Menschenhandel und unbegleitete minderjährige Flüchtende im Mittelpunkt des Austauschs standen.
Dank der Unterstützung durch die dortigen Kolleg*innen und das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz gibt es das Abschlusspodium der Veranstaltung zu aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen der Migrationspolitik bei "Mit Herz und Haltung" zum Nachhören. Diskutiert haben:
Erzbischof Dr. Stefan Heße, Erzbischof von Hamburg und Vorsitzender der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz und Sonderbeauftragter der katholischen Kirche für Flüchtlingsfragen
Eva Maria Welskop-Deffaa, Präsidentin des Deutschen Caritasverbands.
Lamya Kaddor MdB, innenpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis90/Die Grünen im Deutschen Bundestag.
Dr. Hans-Eckhard Sommer, Präsident des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Nürnberg.
Redaktion: Dr. Thomas Arnold, Daniel Heinze, Jonatan Burger, Emily Siegel, Paulin Krause
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
In vielen deutschen Städten erinnert eine Straße an den 17. Juni 1953. 2023 jährt sich der Volksaufstand, der rund um diesen Tag in über 700 Städten und Dörfern in der DDR stattfand, zum 70. Mal. Es handelte sich um die erste große Volkserhebung gegen die kommunistischen Machthaber im gesamten Ostblock. Innerhalb weniger Stunden entfaltete sich eine ungeahnte Dynamik mit rund einer Million Teilnehmenden, welche die Parteiführung der SED überraschte. Auf Bildern sind anfangs glückliche, gelöste Menschen zu sehen, die sich ihre Freiheit und Würde zurückerstritten. Doch am Ende rollten sowjetische Panzer zur Einschüchterung gegen die Demonstrant*innen und waren 50 Todesopfer zu beklagen. Es folgten Schauprozesse, ein Umbau der Sicherheitsorgane, eine verstärkte Repression (auch gegen kirchliche Gruppierungen), und schließlich am 13. August 1961 der Bau der Berliner Mauer.
Wie blicken wir - 70 Jahre später - auf den 17. Juni 1953 zurück? Wie ordnet sich das Gedenken in aktuell wieder virulente Ost-West-Diskurse ein? Was bedeutet dies für die künftige Aufarbeitung der SED-Diktatur und unseren Blick auf die DDR?
Dr. Nancy Aris (*1970) amtiert seit 2021 als Sächsische Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Zuvor war die Historikerin seit 2003 als stellvertretende Landesbeauftragte tätig. Geboren und aufgewachsen in Ost-Berlin studierte sie Russistik, Polonistik und Neueste Geschichte in Berlin, Moskau und Breslau. 2003 promovierte sie zur Geschichte der Moskauer Metro.
Dr. Caroline Förster ist Historikerin, Geschäftsführerin des Dresdner Geschichtsvereins e.V und Herausgeberin der Dresdner Hefte.
Redaktion: Dr. Thomas Arnold, Daniel Heinze, Jonatan Burger, Paulin Krause, Emily Siegel Intro/Outro, Schnitt und Produktion: Daniel Heinze
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