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Zu Beginn dieses Jahres hatte Bischof Bertram Meier, der Mitglied der Ökumene-Kommission der Deutschen Bischofskonferenz und stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) ist, gefordert, den Blick bei der Ökumene nach vorne zu richten und sich dabei mit den Fragen zu beschäftigen, die evangelische und katholische Kirche noch trennen. Dies sei eine "Zukunftsaufgabe". Hintergrund seiner Äußerungen war der 500. Jahrestag der Exkommunikation Martin Luthers, der am 3. Januar 1521 mit der päpstlichen Bulle "Decret Romanum Ponficem" von Leo X. verbannt wurde. Rückblickend stellt dies einen entscheidenden, schmerzlichen Schritt zur Konfessionalisierung dar.
In der Abschlussdiskussion der diesjährigen Winterakademie wurde einerseits das Verständnis des Unterschiedlichen in den Blick genommen und andererseits analysiert, wie das christliche Zeugnis in einer zunehmend areligiösen Gesellschaft in den kommenden Jahrzehnten gelingen kann. Wie weit haben sich die Kirchen angenähert, worin bestehen die noch scheinbar unüberwindlichen Hindernisse und was ist zur Einheit der Kirche noch notwendig? Vor allem aber: Wie können sie gemeinsam Zeugnis geben in einer areligiösen Gesellschaft? Das Gespräch zwischen Bischof Meier und dem Landesbischof Stäblein moderiert Akademiedirektor Thomas Arnold.
Bischof Bertram Meier (Jg. 1960), studierte Philosophie und Theologie in Augsburg und Rom und wurde 1989 an der Päpstlichen Universität Gregoriana promoviert. Von 1996 bis 2001 leitete er die deutschsprachige Abteilung im vatikanischen Staatssekretariat. Vor seiner Ernennung zum Bischof von Augsburg im letzten Jahr war Meier Domprediger an der Kathedrale zu Augsburg.
Bischof Christian Stäblein (Jg. 1967), studierte Judaistik, Philosophie, Geschichte und Rechtswissenschaft in Göttingen, Berlin und Jerusalem und wurde 2002 in Götting promoviert. 2007 wurde er zum Konventual-Studiendirektor des Predigerseminars Loccum der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers berufen. Seit 2019 ist Stäblein Landesbischof der Evangelischen Kirche in Berlin, Brandenburg und der schlesischen Oberlausitz (kurz EKBO).
Redaktion: Dr. Thomas Arnold, Ramona Plitt und Jonas Lietz; technische Umsetzung: Daniel Heinze.
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Am 22. Januar 2021 hat die Katholische Akademie des Bistums Dresden-Meißen einen Online-Thementag mit dem Titel "Voll(e) Macht. Kirchliche Synodalität im 21. Jahrhundert" veranstaltet. Ziel dieses Thementags war, sich darüber zu verständigen, wie künftig Synodalität kirchliche Entscheidungsprozesse mitgestalten kann. Für den Abschluss der Tagung war der Journalist und Vorsitzende der Gesellschaft Katholischer Publizisten Deutschlands, Joachim Frank, zuständig. Am Ende des langen Online-Tages fasste er aus subjektiver Sicht die wichtigsten Thesen, Theorien und Standpunkte zusammen, die die Referierenden geäußert haben. Mit dabei waren unter anderem Professor Norbert Lammert, der ehemalige Bundestagspräsident, die Theologin Prof. Dr. Sabine Demel aus Regensburg oder der Münchner Theologe Prof. Dr. Franz Xaver Bischof.
Joachim Frank (Jg. 1965), studierte kath. Theologie, Philosophie und Kunstgeschichte in Münster, München und Rom. Heute ist er Journalist und Chefkorrespondent der DuMont Mediengruppe und arbeitet damit unter anderem für Zeitungen wie den Kölner Stadt-Anzeiger, die Berliner Zeitung und die Mitteldeutsche Zeitung. Seit 2015 ist er der Vorsitzende der Gesellschaft Katholischer Publizisten Deutschlands (GKP), in dieser Funktion gehört er auch zum Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK).
Redaktion: Dr. Thomas Arnold, Ramona Plitt und Jonas Lietz; technische Umsetzung: Daniel Heinze.
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Ist Kirche wirklich vor allem dazu da, Menschen Trost und Kraft zu geben?
Das hat die Leipziger Theologin Dr. Kerstin Menzel unlängst in einem Essay für das Portal feinschwarz.net geschrieben. Kerstin Menzel fordert, der KLAGE auch und gerade in den Kirchen wieder mehr Platz einzuräumen - gerade in der Corona-Zeit, die von vielen Ungewissheiten, Sorgen, Ängsten und Nöten geprägt ist.
In Leipzig entsteht aus dieser Idee heraus gerade ein spannendes neues liturgisches Format: die KLAGE-ZEIT. Eine ökumenische Andacht, die Raum geben will für's Klagen, und nicht sofort Trost und Hoffnung hinterherschicken will - stattdessen geht es auch darum, das einzelne und gemeinsame Klagen auszuhalten und als Wert an sich zu verstehen. Wir sprechen darüber mit Dr. Kerstin Menzel und dem Propst der Trinitatisgemeinde in Leipzig, Gregor Giele.
Dr. Kerstin Menzel (Jg. 1981) hat Evangelische Theologie in Marburg, New York, Leipzig und Berlin studiert und anschließend promoviert. Seit 2020 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin in der interdisziplinären DFG-Forschungsgruppe „Sakralraumtransformation. Funktion und Nutzung religiöser Orte in Deutschland“, am Institut für Praktische Theologie der Universität Leipzig.
*Gregor Giele (Jg. 1966) studierte Philosophie und Theologie in Erfurt. Seit 2007 war Gregor Giele als Pfarrer in der Leipziger Propsteigemeinde tätig. 2015 wurde er von Bischof Dr. Heiner Koch in das Amt des Propstes erhoben und trägt als gleichzeitig als Dekan Verantwortung für die katholischen Gemeinden in Leipzig Stadt und Land.
Weitere Informationen
Redaktion: Daniel Heinze, Jonas Lietz, Dr. Thomas Arnold und Ramona Plitt; technische Umsetzung: Daniel Heinze.
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Wir erinnern uns noch an die Bilder aus Bergamo, an die überfüllten Krankenhäuser und die vielen, die die erste Pandemie-Welle nicht überlebten. Solche Zustände in Deutschland? Damals undenkbar. Seit Wochen steigen nun aber die Infektions- und Todeszahlen auch hier. Werden die Ärzte in hiesigen Krankenhäusern bald vor Priorisierungsentscheidungen stehen? Wie sind solche Entscheidungen juristisch zu bewerten? Wie sollen die medizinischen Entscheidungsträger mit potenziellen Schuldgefühlen umgehen? Bei der Erörterung dieser Fragen helfen uns der Präsident des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, und der Moraltheologe Prof. Dr. Franz-Josef Bormann.
Prof. Dr. Ulrich Montgomery (Jg. 1952) studierte Medizin in Hamburg und Sydney. 1979 erfolgte die Approbation und Promotion. Seit 1986 ist Montgomery als Oberarzt am Hamburger Uniklinikum Eppendorf tätig. Neben seiner praktischen Arbeit als Arzt ist er Präsident des Ständigen Ausschusses der Ärzte der Europäischen Union, Ehrenpräsident der Bundesärztekammer und Vorsitzender des Vorstandes des Weltärztebundes.
Prof. Dr. Franz-Josef Bormann (Jg. 1965) studierte Philosophie und katholische Theologie in Frankfurt und München. Im Mai 2005 wurde er zum Priester geweiht und 2008 auf den Lehrstuhl für Moraltheologie an der Universität Tübingen berufen. Seit 2010 ist Bormann Mitglied bei der Zentralen Ethikkommission der Bundesärztekammer und seit 2016 Mitglied des Deutschen Ethikrates.
Redaktion: Dr. Thomas Arnold, Jonas Lietz und Ramona Plitt; Intro/Outro und technische Umsetzung: Daniel Heinze.
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Die Coronapandemie hat das Lebensgefühl der Menschen tiefgreifend verändert. Zum Schutz von Risikogruppen wurde vorübergehend das gesellschaftliche Leben zum Stillstand gebracht. Dabei ist die Weltwirtschaft in eine dramatische Rezession geschlittert.
Vom Lockdown betroffen sind auch die christlichen Kirchen und ihre gottesdienstlichen Versammlungen. Die Sorge geht um, dass sich in der Zeit der Pandemie viele "Gewohnheitschristen" den Kirchen weiter entwöhnt haben. Andere sehen im Rückzug des kirchlichen Lebens aus den Kirchengebäuden in die Häuser eine Chance zu dessen Entklerikalisierung und Erneuerung.
Redaktion: Ramona Plitt, Jonas Lietz und Dr. Thomas Arnold; Intro/Outro sowie technische Umsetzung: Daniel Heinze.
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Prof. Dr. Dr. Tomáš Halík: Weihnachten in der zerbrechlichen Existenz
Vom Mittelpunkt aus ist alles erreichbar. Schnell versucht der Mensch, diese Position einzunehmen. Was, wenn Liebe diesen Egoismus, die Angst und Gleichgültigkeit überwindet? Was, wenn im Sterben dieser Zeit tieferes Leben aufscheint, weil Gott sich sehnt, Mensch zu sein?
Dieses Weihnachten wird anders sein. Viele sind geplagt von der Corona-Pandemie und nicht wenige werden dieses Fest einsam begehen müssen. Wie verführerisch ist es da, das Bild des strafenden, rachsüchtigen Gottes zu bemühen. Doch diese alleinige Deutung verbietet sich. Doch „suchen wir Gott nicht in den Stürmen der Katastrophen, in den Fluten des Unglücks, in den todbringenden Erdbeben, die viele Sicherheiten erschüttern“. Denn: „Gott ist in unserer Welt vor allem in den Akten der menschlichen Liebe, des Glaubens und der Hoffnung anwesend.“ Ein Text von Prof. Dr. Dr. Tomáš Halík. Gelesen von Bischof Heinrich Timmerevers.
Prof. Dr. Dr. Tomáš Halík (Jg. 1948) ist katholischer Priester, Religionsphilosoph und Professor für Soziologie an der Karls-Universität Prag. In der Zeit des Kommunismus studierte Halík im Untergrund Theologie und wurde heimlich zum Priester geweiht. Er zählt zu den bekanntesten Intellektuellen Tschechiens. Sein Engagement für den interreligiösen Dialog und die deutsch-tschechische Versöhnung wurde 2019 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Redaktion: Ramona Plitt, Jonas Lietz und Dr. Thomas Arnold; Text von Prof. Dr. Dr. Tomáš Halík; gelesen von Bischof Heinrich Timmerevers; Intro/Outro sowie technische Umsetzung: Daniel Heinze.
Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Das Bistum feiert 100 Jahre mit 100 guten Gründen. Wir von "Mit Herz und Haltung" stellen euch im Adventsspecial dazu 24 gute Menschen und ihre 24 guten Gründe vor.
Heute feiern Christen die Menschwerdung Gottes. Jesus kommt als Mensch, als Kind, auf diese Welt und wächst in sie hinein und lässt sich von ihr bewegen. Also wagen wir die Frage: Aus welchem Grund bis DU hier?
Mehr zum Menschen und Benediktiner P. Maurus Kraß und zu Wechseburg als geistlichem Ort findet ihr hier.
"Hier bin ich. Aus gutem Grund" - der Adventskalender von "Mit Herz und Haltung." ist eine Kooperation der Katholischen Akademie und der Kontaktstelle für Lebens- und Glaubensfragen in Leipzig anlässlich des Bistumsjubiläums.
Bild: https://www.charlesdefoucauld.de
Das Bistum feiert 100 Jahre mit 100 guten Gründen. Wir von "Mit Herz und Haltung" stellen euch im Adventsspecial dazu 24 gute Menschen und ihre 24 guten Gründe vor.
Johanna und Sebastian sind die Ideengeber für diese Reihe als sie von ihrer ganz persönlichen Berufung, ihrer Aufgabe und ihrem guten Grund im Leben erzählten: Sebastian als Maler, Johanna als Ärztin. Heute hört ihr die beiden aber zu ihrer ganz besonderen gemeinsamen Aufgabe: Sie erwatzen ein Kind. Und sie sind bereit uns von ihren guten Gründen zu erzählen und von ihrer Hoffnung für dieses neue Leben.
"Hier bin ich. Aus gutem Grund" - der Adventskalender von "Mit Herz und Haltung." ist eine Kooperation der Katholischen Akademie und der Kontaktstelle für Lebens- und Glaubensfragen in Leipzig anlässlich des Bistumsjubiläums.
Redaktion: Sr. Elisabeth Muche sa
Das Bistum feiert 100 Jahre mit 100 guten Gründen. Wir von "Mit Herz und Haltung" stellen euch im Adventsspecial dazu 24 gute Menschen und ihre 24 guten Gründe vor.
„Die Demokratie braucht einen Bürger, der urteilsfähig ist.“ - Prof. Anja Besand leitet den Lehrstuhl für Didaktik der Politischen Bildung an der TU Dresden, Arbeit am Fundament unserer Gesellschaft: „Wenn man in Sachsen politische Bildung macht, fühlt man sich sehr nützlich.“
"Hier bin ich. Aus gutem Grund" - der Adventskalender von "Mit Herz und Haltung." ist eine Kooperation der Katholischen Akademie und der Kontaktstelle für Lebens- und Glaubensfragen in Leipzig anlässlich des Bistumsjubiläums.
Redaktion: Sr. Elisabeth Muche sa
Mit dem Gutachten zum Biontech-Impfstoff der Europäischen Arzneimittel-Agentur ist der erste Impfstoff in Deutschland möglich. Die Hoffnungen sind groß. Doch ist mit dem Impfstoff und der Impfstrategie bald ein Pandemie-Ende zu erwarten? Oder sollten wir uns längerfristig an Abstands- und Hygieneregeln gewöhnen? Ist der Immunitätsnachweis dabei geeignet, das wirtschaftliche und kulturelle Leben wieder etwas hochzufahren? Und welche Rolle spielen bei dem Impfstoff Fragen der Verteilunsgerechtigkeit? Diese und weitere Fragen diskutiert der Präsident des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, mit dem Moraltheologen Prof. Dr. Franz-Josef Bormann.
Prof. Dr. Ulrich Montgomery (Jg. 1952) studierte Medizin in Hamburg und Sydney. 1979 erfolgte die Approbation und Promotion. Seit 1986 ist Montgomery als Oberarzt am Hamburger Uniklinikum Eppendorf tätig. Neben seiner praktischen Arbeit als Arzt ist er Präsident des Ständigen Ausschusses der Ärzte der Europäischen Union, Ehrenpräsident der Bundesärztekammer und Vorsitzender des Vorstandes des Weltärztebundes.
Prof. Dr. Franz-Josef Bormann (Jg. 1965) studierte Philosophie und katholische Theologie in Frankfurt und München. Im Mai 2005 wurde er zum Priester geweiht und 2008 auf den Lehrstuhl für Moraltheologie an der Universität Tübingen berufen. Seit 2010 ist Bormann Mitglied bei der Zentralen Ethikkommission der Bundesärztekammer und seit 2016 Mitglied des Deutschen Ethikrates.
Redaktion: Dr. Thomas Arnold, Jonas Lietz und Ramona Plitt; Intro/Outro und technische Umsetzung: Daniel Heinze.
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