Drei Freunde rasen mit einem alten Saab durch Mitteleuropa. Ihr Ziel: Friedhöfe. Lorenzo schreibt eine Doktorarbeit über die toten europäischen Dichter, Miss Detroit träumt davon Friedhofsbotanikerin zu werden, Caspar denkt an seinen Vater im Böhmischen Paradies. Je länger die Autofahrt dauert, je mehr Friedhöfe die Drei besuchen, desto deutlicher hören sie die Stimmen der Toten. Was sagen sie? Was davon möchte man wissen, was lieber nicht?
Jaroslav Rudiš weiß, wie Geschichten bildhaft zu erzählen sind. Er liebt das Schreiben, das Musikmachen, das Reisen. Mit seiner "Gebrauchsanweisung für Zugreisen" hat Jaroslav Rudiš viele Menschen nicht nur großartig unterhalten, sondern vielleicht auch den einen oder die andere überzeugt, doch mal häufiger mit der Bahn zu fahren. Er ist viel unterwegs, regelmäßig zwischen Berlin und Tschechien. Auch in seinen Romanen wird viel gereist. In "Winterbergs letzte Reise", fuhr er auch mit dem Zug. Im neuen Roman "Wo die Toten sprechen" macht er sich mit dem Auto auf den Weg.
Wenn in den kommenden Tagen die Frankfurter Buchmesse eröffnet wird, ist Tschechien Gastland, und Jaroslav Rudiš wird vielfach auf den Frankfurter Bühnen vertreten sein. Vorher ist er zu Gast bei NDR Kultur à la carte, spricht mit Katja Weise über seinen neuen Roman, über Europas Vergangenheit und Gegenwart.