NDR Kultur à la carte

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NDR Kultur à la carte episodes

  • Philipp von Steinaecker - "Mahler im Originalklang"
    "Gustav Mahler - Originalklang-Projekt" heißt das neue Programm von Philipp von Steinaecker. Damit wirft der 1972 in Hamburg geborene Dirigent ein völlig neues Licht auf die Aufführungspraxis zu Mahlers Zeit. Das Mahler Academy Orchestra, geleitet von Philipp von Steinaecker, ist Teil der von Claudio Abbado einstmals gegründeten Gustav Mahler Academy Bozen. Junge MusikerInnen aus aller Welt musizieren dort unter idealen Bedingungen. In Toblach hat von Steinaecker mit seinem Ensemble nach der 9. Sinfonie nun auch die 5. von Mahler auf CD eingespielt, auf historischen Instrumenten, die jenen der Wiener Philharmoniker um 1900 nachgebildet sind, hinzu kommt die Spielpraxis der Zeit. "Viele Menschen glauben, Mahlers Klang zu kennen", sagt Philipp von Steinaecker, "doch auf den Instrumenten seiner Zeit verändern sich Farben, Proportionen und Balanceverhältnisse. Wir können Mahlers Musik auf diesem Wege neu entdecken." Jahrelange Arbeit und intensives Studium stecken hinter diesem außergewöhnlichen Projekt.
    Wie es dazu kam und was es bedeutet, sich einem Komponisten wie Mahler nochmal ganz neu zu nähern, darüber spricht Philipp von Steinaecker mit Beate Scheibe bei NDR Kultur à la carte.
    53 min
  • Johanna Wokalek zwischen Schönheit, Alter und Konkurrenz
    Brigitte setzt alle Hebel in Bewegung, sie kämpft gegen ihr Alter, gegen Falten, gegen die Müdigkeit ihres Körpers. Als Messe-Hostess bedeuten die Veränderungen ihres Aussehens auch Verlust ihres Marktwertes. Dann lernt Brigitte die junge, aufstrebende Schülerin Paula kennen, sie beginnt, sich zu vergleichen und will grundsätzlich ihr Leben verändern.
    Johanna Wokalek spielt Brigitte in dem Film "Liebhaberinnen" nach dem Erfolgsroman von Elfriede Jelinek aus dem Jahr 1975. Damals schaffte die Österreicherin ihren literarischen Durchbruch, provozierte, fiel auf mit ihrer krassen, obszönen Sprache, mit ihrer unbarmherzigen Analyse gesellschaftlicher Zwänge und patriarchaler Machtstrukturen.
    Über die Kunst des Rollenspiels, über die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek, die am 20. Oktober ihren 80. Geburtstag begeht, spricht Johanna Wokalek mit Andrea Schwyzer bei NDR Kultur à la carte.
    55 min
  • Rosalie Thomass und der Film "Lügen über meine Mutter"
    Es ist eine Kindheit im Hunsrück, mit Vater, Mutter und einem Thema, das alles zu beherrschen scheint: das Übergewicht der Mutter. Ist sie zu dick? Muss sie abnehmen? Ja, sagt ihr Ehemann und setzt die Mutter unter Dauerdruck. Was steckt dahinter? Sind es Versagensängste, Gefühle über mangelnde Anerkennung in der Dorfgemeinschaft? Daniela Dröscher blickt zurück auf ihre Kindheit, befragt das Geschehen aus heutiger Perspektive und sieht den größeren Zusammenhang: die gesellschaftlichen Zwänge, Strukturen, Entwicklungen. 2022 ist Daniela Dröschers Roman "Lügen über meine Mutter" erschienen, kurz darauf ihr Roman "Junge Frau mit Katze". Innerfamiliäre Konflikte, Selbstfindung, Selbstermächtigung – das sind die Themen von Daniela Dröscher.
    Jetzt kommt der Film zum Buch "Lügen über meine Mutter" ins Kino. Die Schauspielerin Rosalie Thomass hat auch das Drehbuch zum Film geschrieben, und ist zugleich Hauptdarstellerin. Sie spricht mit Katja Weise bei NDR Kultur à la carte über die Zusammenarbeit mit Daniela Dröscher, über Mütter, Väter und darüber, wie man in einer Familie seine Rolle findet.
    55 min
  • Mario Wezel sieht das Leben mit der Kamera
    Mario Wezel interessieren die wichtigen Fragen des Lebens: Wie funktioniert gesellschaftliches Miteinander? Wer bin ich? Wie werden junge Menschen zu Erwachsenen? Immer steht der ganz normale Alltag im Vordergrund seines Tuns, das vermeintlich Beiläufige, das gerne übersehen wird. Diesen Fragen versucht er mit seiner Kamera und seiner Fotografie auf den Grund zu gehen. Er arbeitet digital und analog, mit Videomaterial und Wärmebildkameras, die die Grundlage seines künstlerischen Schaffens bilden. Seit 2017 fokussiert er sich als Fotograf auch auf die Themen Vaterschaft, Rollenmodelle, Männlichkeit, schreibt Beiträge für Zeitschriften wie „Der Spiegel“, „Die Zeit“, „Süddeutsche Zeitung Magazin“ und „The New York Times“. An der Hochschule für Technik und Kunst Hannover lehrt er Dokumentarfotografie. Für sein Werk wurde der Fotograf mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem VGH Fotopreis 2015 Hannover oder zuletzt mit Honourable Mention des Images Vevey Book Award 2025/26. Diesen Preis hat Mario Wezel für sein jüngstes Fotobuch „Interstellar Nights“ erhalten. Darin dokumentiert er die wohl intimsten Stunden einer jungen Familie. Über den fünftägigen Entstehungsprozess in dem insgesamt 1800 Fotografien entstanden sind, spricht Mario Wezel bei NDR Kultur à la carte mit Andrea Schwyzer.
    55 min
  • "Wo die Toten sprechen" - eine skurrile Odyssee
    Drei Freunde rasen mit einem alten Saab durch Mitteleuropa. Ihr Ziel: Friedhöfe. Lorenzo schreibt eine Doktorarbeit über die toten europäischen Dichter, Miss Detroit träumt davon Friedhofsbotanikerin zu werden, Caspar denkt an seinen Vater im Böhmischen Paradies. Je länger die Autofahrt dauert, je mehr Friedhöfe die Drei besuchen, desto deutlicher hören sie die Stimmen der Toten. Was sagen sie? Was davon möchte man wissen, was lieber nicht?
    Jaroslav Rudiš weiß, wie Geschichten bildhaft zu erzählen sind. Er liebt das Schreiben, das Musikmachen, das Reisen. Mit seiner "Gebrauchsanweisung für Zugreisen" hat Jaroslav Rudiš viele Menschen nicht nur großartig unterhalten, sondern vielleicht auch den einen oder die andere überzeugt, doch mal häufiger mit der Bahn zu fahren. Er ist viel unterwegs, regelmäßig zwischen Berlin und Tschechien. Auch in seinen Romanen wird viel gereist. In "Winterbergs letzte Reise", fuhr er auch mit dem Zug. Im neuen Roman "Wo die Toten sprechen" macht er sich mit dem Auto auf den Weg.
    Wenn in den kommenden Tagen die Frankfurter Buchmesse eröffnet wird, ist Tschechien Gastland, und Jaroslav Rudiš wird vielfach auf den Frankfurter Bühnen vertreten sein. Vorher ist er zu Gast bei NDR Kultur à la carte, spricht mit Katja Weise über seinen neuen Roman, über Europas Vergangenheit und Gegenwart.
    55 min
  • Marica Bodrožić über das "Sterben"
    Was heißt es, wenn die Endlichkeit des Lebens plötzlich sehr real, unmittelbar und bewusst wird? Marica Bodrožić hat sich den existentiellen Fragen gestellt, hat Literatur und Philosophie befragt und die Unausweichlichkeit des Todes dekliniert. Bewusstseinsschärfung war ihr Fahrplan und damit verbunden die unbedingten Überlegungen: Was ist wirklich wichtig, was weniger?
    Die in Dalmatien geborene Schriftstellerin kam mit zehn Jahren nach Deutschland. Grenzerfahrungen hat sie in ihrem Leben viele erlebt. Davon schreibt sie in ihren Gedichten, Romanen, Erzählungen und Essays.
    Für die von Hanser Berlin initiierte Essayreihe DAS LEBEN LESEN hat Marica Bodrožić über das "Sterben" geschrieben. Bei NDR Kultur spricht sie mit Claudia Christophersen über das, was sie in dieser fragilen Zeit drohenden Endes bewegt hat, was ihr geholfen hat, das eigene Bewusstsein zu schärfen und wie sie den Ausweg aus dem diffusen Labyrinth der Krankheit geschafft hat.
    55 min
  • "Radio Silence" und die Faszination der Arktis
    Es sind zwei Reisen, die Ulrike Draesner in die Arktis unternimmt und über die sie schreibt, nach Spitzbergen und Tromsø. Sie fährt durch die norwegischen Fjorde, sieht Schönheit und Zerbrechlichkeit der Natur, ist fasziniert vom Licht, der Stille, erkundet Resonanzräume und Atmosphären.
    Mit vielen Preisen ist Ulrike Draesner, heute auch Professorin am Deutschen Literaturinstitut Leipzig, ausgezeichnet. Zuletzt erhielt sie den Christine-Lavant-Preis sowie den Großen Preis des Deutschen Literaturfonds für ihr Gesamtwerk. Pünktlich zum Erscheinungstermin von "Radio Silence" spricht die Schriftstellerin bei NDR Kultur à la carte mit Martina Kothe über das Eis, die Kälte, das Licht, die Klarheit und die Stille einer atemberaubenden Naturlandschaft.
    55 min
  • Lina Beckmann und Devid Striesow über ihre Rollen in "Fremde Sonne"
    Es fing an vor ungefähr drei Jahren mit dem großen Antikenmarathon „ANTHROPOLIS. Ungeheuer. Stadt. Theben“, inszeniert von Karin Beier. Die fünfteilige Serie war der bisher größte Erfolg für das Deutsche Schauspielhaus Hamburg, ausgezeichnet mit vielen Ehrungen u.a. mit dem Preis „Theater des Jahres“. Das Publikum war restlos begeistert von Lina Beckmann und ihrem furiosen Solo Laios. Devid Striesow wurde als Ödipus gefeiert.
    An diesen Erfolg will das Schauspielhaus jetzt anknüpfen und eröffnet die Spielzeit 2026/27 mit dem neuen Antikenzyklus „FREMDE SONNE. Die Argonauten. Iason. Medea“. Visionen, Fortschritt, Katastrophen, Macht, Gier werden kongenial auf der Bühne von Lina Beckmann und Devid Striesow in Bann gehalten. Die Spannung ist riesengroß vor dem nächsten Marathon-Wochenende am 26. September. Mitten in der Probenhochphase hat Katja Weise für NDR Kultur à la carte Lina Beckmann und Devid Striesow direkt im Schauspielhaus getroffen, mit ihnen über Textarbeit, das große Projekt, Erwartungsdruck und Lampenfieber gesprochen.
    55 min
  • Miriam Bettin und die zeitgenössische Kunst mitten im Harz
    1528 wurde das Mönchehaus in Goslar errichtet, seit 1978 ist das Fachwerkhaus, mitten in der historischen Altstadt, ein renommiertes Museum für zeitgenössische Kunst. Als Museum gegründet wurde das Haus vor allem für die Kunst der internationalen Preisträgerinnen und Preisträger des Goslarer Kaiserrings. Hier wird den Künstlerinnen und Künstlern eine großzügige Ausstellungsfläche, ein Begleitprogramm und alles, was die Kunst braucht, geboten. Viele Jahre, von 2006 bis 2025, wurde das Museum von Bettina Ruhrberg geleitet. Im letzten Jahr hat Miriam Bettin ihre Nachfolge angetreten. Zu Gast bei NDR Kultur à la carte spricht sie mit Janek Wiechers über ihre Ideen, Ausstellungspläne und die große Aufgabe, das kleine, feine Museum bei einem großen Museumspublikum weiterhin lebendig zu halten.
    55 min
  • Jette Steckel und "Der Menschenfeind" von Molière
    Bei Molière geht es um die wirklich wichtigen, die existentiellen Fragen: Wie wollen wir leben? Wie wollen wir miteinander reden? Wie viel Wahrheit verträgt die Realität? Molières Komödie "Der Menschenfeind" ist eine bissige Satire auf die gesellschaftlichen Abgründe der Barockzeit, uraufgeführt 1666, ist sie in ihrer existenziellen Tiefe auch heute hoch aktuell, geht es um Moral, Wahrheit, Konflikte oder Selbstinszenierung.
    Bei den diesjährigen Salzburger Festspielen hat Jette Steckel Molières "Menschenfeind", eine Koproduktion mit dem Hamburger Thalia Theater, in einer Variante mit Hip-Hop, Indieband und viel Gegenwartssound inszeniert.
    Damit kommt die vielfach ausgezeichnete Regisseurin jetzt an das ihr lang bekannte Thalia Theater nach Hamburg. Pünktlich zur Premiere am 18. September ist Jette Steckel zu Gast bei NDR Kultur à la carte und spricht mit Katja Weise über Sprachduelle, leidenschaftliche Inszenierungen und die Macht der Musik.
    55 min

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Die Sendung, in der Leute sprechen, über die man spricht: bekannte Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur, Politik und Gesellschaft. Schauspieler, Musiker, Wissenschaftlerin oder Autorin – in "NDR Kultur…

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