Die Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank zeigen allmählich Wirkung - die Inflation in Europa schwächt merklich ab. Die Länder der Europäischen Union haben ganz unterschiedliche Wege gewählt, um die Inflation zu bekämpfen oder zumindest ihre Folgen für die Verbraucherinnen und Verbraucher sowie für die Unternehmen abzufedern. Ein EU-Land hat die Auswirkungen der schmerzhaften Preissteigerungen vergleichsweise gering halten können: In Frankreich hat die Inflation laut Eurostat im Vorjahr 5,9 Prozent betragen. Das war die niedrigste Rate aller EU-Länder.
Frankreich zahlt für die relativ niedrige Inflation jedoch einen hohen Preis. Die Anti-Inflationsmaßnahmen haben den Staat Dutzende Milliarden Euro gekostet, der Schuldenberg ist nochmals in die Höhe geschossen. Cornelia Primosch hat sich den „französischen Weg“, der sich stark vom österreichischen unterscheidet, genau angeschaut und sich dafür unter anderem auf einem Markt in Paris umgesehen