Kommunikation kann ganz einfach sein: Daumen rauf und schon weiß das Gegenüber, dass ich einverstanden bin oder sogar begeistert. Den Zeigefinger an die Stirn tippen bedeutet so ziemlich das Gegenteil. Und die Telefongeste mit Daumen und kleinem Finger funktioniert, obwohl der damit nachempfundene gebogene Telefonhörer kaum noch existiert. Gesten funktionieren also auch als Wissensspeicher über längst vergangene Dinge. Wir kommunizieren aber mit Gesten nicht nur untereinander, sondern zunehmend auch mit Maschinen. Die Ausstellung „Gesten - gestern, heute, übermorgen“ vereint wissenschaftliche und künstlerische Perspektiven. Und sie lädt zum Gestikulieren ein.