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Heute dreht sich also um die zwei großen Murakamis der japanischen Literatur: Haruki und Ryū! Während Haruki trotz seines Hangs zu surrealistischer Handlungsführung und zu enigmatischem Szenen sein weltweites Massen-Appeal bewiesen hat – sogar als kommender Nobelpreisträger wird er immer wieder gehandelt-, ist Ryū eher ein Literatur-Punk, der sich gerne mit Abseitigem und Abgründigem beschäftigt. Doch beide verbindet auch vieles: Nicht nur setzen sie sich auf ganz eigene Weise mit dem zeitgenössischen Japan auseinander, im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen zudem Themen wie Einsamkeit und Entfremdung.
Los gehts mit „Das Casting“, vielen sicherlich als „Audition“ oder durch den Film von Takashi Miike bekannt. Darin sucht Witwer Aoyama eine neue Frau – und zwar mittels eines fingierten Film-Castings, in dem die Schauspielerinnen nicht etwa, wie sie glauben, für eine Rolle vorsprechen, sondern für eine Beziehung mit Aoyama. Doch das japanische Patriarchat hat die Rechnung ohne die Casting-Gewinnerin gemacht, die eine ganz eigene Agenda verfolgt…
Danach gehts weiter mit „In der Misosuppe“. Hauptfigur ist Kenji, der als Touristenführer im Tokioter Rotlichtviertel arbeitet. Sein neuer amerikanischer Kunde Frank scheint ihm irgendwie unheimlich – oder ist Kenji einfach nur nervös, weil um ihn herum auf einmal so viele Morde passieren?
Und zum Schluss geht es mit „Coin LOcker Babys“ in ein alternatives, dystopisches Tokio: Kiku und Hashi sind als Babies in Münzschließfächern ausgesetzt worden. Nach ihrer Rettung und dem Aufenthalt im Kinderheim und in einer Pflegefamilie landen sie mit 16 im Tokioter Giftghetto, der toxischen Unterwelt voller Kriminalität, Gewalt und Drogen – doch die beiden sagen der Gesellschaft, die sie verstoßen hat, den Kampf an…
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Titel: Das Casting (Audition)
Titel: In der Misosuppe
Titel: Coin Locker Babys
Der Beitrag Folge 87: Murakami vs. Murakami erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Robin, Tim und Mara haben sich mal wieder zusammengefunden, um über drei frische Bücher zu sprechen!
Das erste Buch der Folge stellt Mara vor, die sich mit “Die Optimierer” den Debütroman von Theresa Hannig rausgesucht. Bei dem Buch handelt es sich um eine Dystopie, die 2052 angesiedelt ist. Hier werden die Bürger*innen überwacht und ihnen wird dadurch der für sie perfekte Arbeitsplatz zugewiesen. Zumindest in der Theorie, bis ein Mitarbeiter dieser Beratungsstelle einer Frau einen falschen Platz zuweißt und diese sich daraufhin das Leben nimmt. Nun gerät der Berater in eine Abwärtsspirale, aus der es kein entkommen zu geben scheint. Spannend geschrieben und mit einer originellen Idee schafft es die Autorin, ein empfehlenswertes Debüt zu veröffentlichen!
Tim macht weiter mit einem der jüngeren Werke von Stephen King, das aktuell auch als Serie adaptiert wird: “Der Outsider”. Die für King ungewöhnliche Krimihandlung dreht sich um einen ermordeten Jungen, dessen Mörder nur eine Person sein kann: Der Englischlehrer und Baseball-Coach der örtlichen Schule. Jedoch hat er für den Tatzeitpunkt ein Alibi, obwohl seine DNA auf dem gesamten Platz zu finden war. In bester Tradition von “William Wallace” und Agatha Christi schreibt King einen spannenden, wenn auch am Ende eher vorhersehbaren Roman, der nichts desto trotz unterhalten konnte.
Robins Buch ist das Debüt “Der Revolver” von Fuminori Nakamura, indem ein junger Mann in einer verregneten Tokio-Nacht eine Leiche findet. Neben der Leiche findet er einen Revolver von dem sich der Junge angezogen fühlt. Er lässt die Leiche Leiche sein und steckt den Revolver ein, der von dem Moment an nicht mehr seine Gedanken verlässt. Die obsessive Beziehung wird immer stärker, bis er den Drang verspürt, die Waffe abzufeuern. Die poetische Sprache und die ungewöhnliche Handlung machen das Buch zu einem Werk, dass man in der Form so wohl noch nicht gesehen hat. Unbedingte Empfehlung!
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Titel: Die Optimierer
Titel: Der Outsider
Titel: Der Revolver
Der Beitrag Folge 86: Darksiders erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
In dieser Folge diskutieren Robin, Anika und Meike, wie Autorinnen und Autoren geschichtliche Ereignisse literarisch verarbeiten. Aber zunächst geht es im Vorgeplänkel um die besonderen Qualitäten von Hörbüchern: Was macht ein gutes Hörbuch aus? Welche Audiobooks sind allein wegen der genialen Sprecher ein Muss? Und taugt die Liste der Nominierten zum Deutschen Hörbuchpreis was? (Hier könnt Ihr sie Euch anschauen: https://www.deutscher-hoerbuchpreis.de/dhp-2020/die-nominierungen)
Dann geht’s los mit Robin und einer satirischen Novelle aus dem Bereich Zeitgeschichte: Ian McEwan kommentiert mit „Die Kakerlake“ das aktuelle Geschehen rund um den Brexit. In dieser bitterbösen Abwandlung von Kafkas „Die Verwandlung“ wacht eines Morgens eine Kakerlake auf und stellt entsetzt fest, dass sie sich in den britischen Premierminister verwandelt hat – und sie ist nicht das einzige menschgewordene Krabbeltier im Unterhaus. Gemeinsam machen sie sich an die Durchsetzung des „Reversalismus“ (hallo, Brexit), einer recht abstrusen politischen Idee. McEwan liefert sicher keine feingeistige und tiefgründige Analyse des politischen Geschehens auf der Insel, aber das will er auch gar nicht: Hier geht es darum, kraftvoll und meinungsstark aufzuzeigen, was aus Sicht des Autors in seiner Heimat vorgeht.
Anika bleibt in Großbritannien, reist aber durch die Zeit zurück ins 12. Jahrhundert, ins England von Richard Löwenherz und Prinz John: Rebecca Gablés „Teufelskrone“ aus der Reihe ihrer Waringham-Romane ist nicht nur informativ, sondern auch immersiv – ein Historienschinken, in dem man versinken möchte. Der junge Protagonist Yvain of Waringham tritt in den Dienst von John Plantagenet, dem Bruder von Richard Löwenherz, und erlebt den Lauf der Geschichte hautnah mit. Das ist gut recherchiert und voller Beschreibungen und Ereignisse, die auch heute noch relevant und aktuell wirken. 928 bescheidene Seiten, die sich weglesen lassen wie nix.
Als nächstes geht es auf nach Südkorea und Japan – zwei Länder, die gerade einen erbitterten Handelsstreit führen. Dieser aktuelle Konflikt geht zurück auf Ereignisse, die Min Jin Lee in „Ein einfaches Leben“ beschreibt: Japan war 1910-1945 Kolonialmacht in Korea. Der Roman begleitet eine Familie – einfache Leute ohne viel Macht und Geld – über 4 Generationen durch das 20. Jahrhundert, und wir lernen ganz unterschiedliche Figuren kennen, die in Korea und als Einwanderer in Japan leben. Lee ist Historikerin und hat ihre Protagonisten nach echten Koreanerinnen und Koreanern entworfen, um ihnen eine Stimme zu geben. Neben den Lobeshymnen der internationalen Presse kann die koreanisch-amerikanische Autorin nun auch Barack Obama ihren Fan nennen.
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Titel: Die Kakerlake
Titel: Teufelskrone
Titel: Ein einfaches Leben
Der Beitrag Folge 85: Making History erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Anlässlich der aktuellen Tour zu seinem neuesten Buch “Bitte nehmen Sie meine Hand da weg” hat sich Tim mit Paul Bokowski in Leipzig getroffen, und mit ihm über Gott und die Welt gequatscht. Bekannt ist Bokowski vor allem durch seine Online-Präsenz und die vorherigen Werke „Hauptsache nichts mit Menschen“ und „Alleine ist man weniger zusammen“. Es geht unter anderem um seine Anfänge als Autor, das Tourleben und Instagram. Falls ihr die Gelegenheit haben solltet, schaut bei einer seiner Lesungen vorbei – es wird garantiert jeden Cent wert sein!
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Der Beitrag Interview: Paul Bokowski erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Nachdem Franziska Thiel, ihres Zeichens Dozentin und Literaturwissenschaftlerin an der Uni Leipzig, Robin und Tim bereits zum Thema DDR-Literatur beehrt hat, haben sie und Tim sich alleine zusammengesetzt, um über ein spezielles Thema zu sprechen: Postdramatisches Theater.
Den Anfang dieser Folge macht ein Klassiker, nicht nur des Postdramatischen, sondern auch der DDR: “Hamletmaschine” von Heiner Müller. Das gerade einmal 8 Seiten umfassende Stück veranschaulicht sehr gut die Diskrepanz zwischen Text und Inszenierung, und das der Text eben nicht ohne die Inszenierung besprochen werden kann. Müller vermischt die Figur und das Stück Hamlet mit Metakommentaren und einer besonderen Sprache, die das Werk vollkommen zurecht zum Klassiker werden ließen.
Weiter geht es mit einer der wohl wichtigsten Autorinnen der Gegenwart und einer der schillerndsten Figuren in der Theaterlandschaft mit einem ihrer bekanntesten Stücke: “Ein Sportstück” von Elfriede Jelinek. Mit schier endlosen Monologen und Choreinlagen verbindet Jelinek die Themen Sport und Faschismus, und das mit einer Sprachgewalt, die ihres gleichen sucht.
Zum Schluss reden Franziska und Tim über einen Autor, der völlig zurecht in Ungnade gefallen, aber dessen Einfluss auf die Literatur eindeutig nicht von der Hand zu weisen ist: “Publikumsbeschimpfung” von Peter Handke. Das Stück hat in der 60er Jahren für große Skandale gesorgt, und schaut man sich den Inhalt an, wird das auch schnell verständlich, denn der Titel ist Programm: Auf der Bühne stehen 4 Akteure, die das Publikum beleidigen. Dabei geht es aber nicht um stumpfe Witze, sondern vielmehr mit einer Ermahnung an die Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit.
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Titel: Ein Sportstück
Titel: Der Auftrag und andere Revolutionsstücke (die Hamletmaschine)
Titel: Publikumsbeschimpfung und andere Sprechstücke
Der Beitrag Special: postdramatisches Theater erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Frohes Neues! Zum Jahreswechsel haben sich Robin, Meike und Tim zusammengesetzt, um auf 2019 zurückzublicken und in wohligen Erinnerungen zu schwelgen. Neben einigen personellen Veränderungen gab es nämlich viele Highlights, bei denen man schon mal den Überblick verlieren kann.
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Der Beitrag Jahresrückblick 2019 erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Das war wohl nix mit der UN-Klimakonferenz, doch die Podcaster Eures Vertrauens kämpfen weiter im #TeamGreta, und deshalb gibt’s heute Bücher zum Thema Klimawandel auf die Ohren!
Dann geht’s auch schon los: Robin stellt Omar El Akkads Klimawandel-und-Bürgerkriegs-Klopper „American War“ vor. Der Debütroman des ägyptisch-kanadischen Journalisten spielt im vom Klimawandel veränderten Nordamerika der Zukunft, wo ein zweiter Bürgerkrieg über die Nutzung fossiler Brennstoffe ausbricht. Erzähler Benjamin Chestnut stellt in seinem Narrativ die Geschichte seiner Tante, der Kämpferin Sarat, in den Mittelpunkt. Robin schätzt die Intention des engagierten Autors, findet die Geschichte aber überladen: Hier wird dem Leser eine Idee nach der anderen um die Ohren gehauen, was auf Dauer auf Kosten der Spannung und der Kohärenz geht.
Meike hat John Lanchesters für den Booker Preis nominierten Roman „Die Mauer“ mitgebracht. Dieser spielt im Großbritannien der Zukunft, wo man angesichts des steigenden Meeresspiegels und der zunehmenden Zahl der Flüchtlinge eine Mauer um die gesamte Insel gebaut hat. Protagonist Joseph Kavanagh leistet seinen Pflicht-Wehrdienst als „Verteidiger“ auf der Mauer ab – als es einem Flüchtling gelingt, das unmenschliche Hindernis zu überwinden, wird der Text zu einem Abenteuerroman. Ein allegorisches, wütendes Buch über die Versäumnisse der Generation, die es so weit hat kommen lassen – also über uns (falls wir nicht etwas ändern). Und spannend ist der Text noch dazu!
Anika hat das heiß diskutierte Sachbuch „Wir sind das Klima“ von Jonathan Safran Foer mitgebracht. Darin verbindet der Autor zahlreiche Anekdoten mit Fakten und Handlungsaufforderungen – eine ungewöhnliche Mischung von Textformen und eine eigenwillige Struktur inklusive. Besonders wichtig ist dem Autor des fantastischen „Tiere essen“ dabei das Ende der Massentierhaltung und die massive Einschränkung des Fleischkonsums. Und natürlich hat Foer in den meisten Punkten absolut Recht – aber warum ist ein Text über ein derartig wichtiges Thema nicht besser geschrieben? Warum lesen sich ganze Kapitel wie recht eitle Bekenntnisliteratur? Das Podcast-Team bleibt ein wenig ratlos zurück.
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Titel: American War
Titel: Die Mauer
Titel: Wir sind das Klima!
Der Beitrag Folge 84: #TeamGreta erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Ho ho ho, Ihr Book People! Kennt Ihr diese Leute, die sagen: “Och nö, wir schenken uns dieses Jahr nichts zu Weihnachten”? Zu diesen Leuten gehören wir ganz bestimmt nicht, her mit den Päckchen! Und damit Ihr auch wisst, womit Ihr Euer Umfeld so beglücken könntet, hat sich die Papierstau-Gang mal ein paar heiße Geschenke-Tipps aus der Nikolaus-Mütze geschüttelt, die wir Euch in dieser Folge präsentieren.
Meike hat Nino Haratischwilis Familien-Epos „Das achte Leben (für Brilka)“ mitgebracht: Das Buch spiegelt das gesamte 20. Jahrhundert in Europa und erzählt dazu die Geschichte mehrerer Generationen einer georgischen Familie, die das Zarenreich, den Aufstieg Stalins, den Großen Terror, den Zweiten Weltkrieg, die Perestroika und schließlich den georgischen Bürgerkrieg durchleben. Je eines der Familienmitglieder steht im Mittelpunkt der sieben Kapitel, und auch wenn diese laaaaaaang sind (der Schinken hat rund 1300 Seiten), sind sie nie langweilig, sondern mitreißend und faszinierend. Gerade wurde der Roman mit großem Tamtam in Großbritannien veröffentlicht – mal sehen, ob wir ihn bald auf internationalen Buchpreislisten wiederfinden.
Mara will Euch mit ihrem Buch vor dem Besinnlichkeits-Overkill retten, erzielt jedoch durchwachsene Resultate: In JP Delaneys Thriller „Believe Me“ verdingt sich eine Schauspielschülerin nebenbei als Treuetesterin und wird in einen Mord verwickelt. Das Buch hat wiederum die Geduld der Rezensentin getestet und sie in ein lol-Feuerwerk verwickelt, denn die recht weit hergeholte Konstruktion war nicht so richtig believable. Dienlich als leichte Unterhaltung, gehört dieser Roman in die Kategorie „Kann man machen, muss man aber nicht“.
Weiter geht’s mit einem verdammten Klassiker: Tim legt Euch „Das Bildnis des Dorian Gray“ von Oscar Wilde ans alterslose Herz. Haaaa, Dekadenzliteratur, da polieren Eure vier Podcast-Recken gleich begeistert das Geschmeide und schenken Absinth nach, denn so ein bisschen gepflegter Exzess in ewiger Alterslosigkeit, das hat doch was – wenn da nicht die bitteren Konsequenzen der menschlichen Hybris und Eitelkeit wären. Ausschweifungen und ewige Jugend sind natürlich was Feines, aber was Dorian unter dem Einfluss des mephistomäßigen Lord Wotton dann so alles widerfährt, da fällt einem doch glatt das Monokel auf den samtenen Wams!
Und zu guter Letzt weiß Robin, wonach das besinnliche Weihnachtsvolk lechzt (und ganz heimlich auch er selbst): A. A. Milnes wunderschöne Geschichten über die Abenteuer von „Winnie Puuh“ sind in jedem Alter ein wahrer Schatz, und ganz besonders in der unübertroffenen Übersetzung von Harry Rowohlt. Das melancholische Herz dieser berührenden Stories voller unvergesslicher Charaktere wirkt noch einmal ganz anders nach, wenn man sie als Erwachsener liest. Also: Disney-Filme sind ja gut und schön, aber schnappt Euch die Bücher, die mit noch mehr Ebenen und Feinheiten aufwarten als die Blockbuster-Variante.
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Titel: Das achte Leben (Für Brilka)
Titel: Believe Me – Spiel Dein Spiel. Ich spiel es besser.
Titel: Das Bildnis des Dorian Gray
Titel: Pu der Bär
Der Beitrag Folge 83: Papierstau & Co. KG erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Die allerneuesten Neuerscheinungen, Teil 2: Robin und Meike haben weiter fleißig Verlagsvorschauen gewälzt und sind unter anderem auf Tote mit Hosen, Milchmänner und japanische Seidenraupen gestoßen.
Dann holen die beiden den Fantasy-Hammer raus: In Marlon James‘ „Schwarzer Leopard, roter Wolf“ begleiten sie eine Gang wilder Gestalten auf der Suche nach einem verschwundenen Jungen durch ein fiktives Afrika voller Mythen und übernatürlicher Phänomene. Der enigmatische Protagonist Sucher streift durch gefährliche Welten voller Geschichten – wie wird wohl seine eigene Geschichte ausgehen, und was wird aus seinem gestaltwandelnden Lover, dem schwarzen Leoparden? Eure Podcast-Rezensenten können Teil 2 und 3 dieser ungewöhnlichen Saga kaum erwarten!
Und weil Marlon James so ein verdammter Spitzentyp ist, geht’s auch gleich mit noch einem seiner Romane weiter: In „Eine kurze Geschichte von sieben Morden“ zeichnet der in Jamaika geborene Autor die 70er Jahre in seinem Heimatland nach. Im Mittelpunkt steht dabei das Attentat auf Bob Marley, der sich dafür eingesetzt hatte, die brutalen Bandekriege zu beenden. Bis in die 90er Jahre streckt sich die Geschichte, in der mehr als 75 Charaktere einen wahren erzählerischen Tornado entfesseln. Zu Recht mit dem Booker Prize ausgezeichnet!
Und dann ist den zwei Podcast-Gesichtern noch zu Ohren gekommen, dass Jan Böhmermann und David Schalko #ibizagate verfilmen – Anlass, endlich mal über Schalkos hervorragenden Roman „Schwere Knochen“ zu sprechen. In diesem österreichischen Sittengemälde landet eine Bande Kleinkrimineller im KZ und reißt nach dem Ende des 2. Weltkrieges die Herrschaft über die Wiener Unterwelt an sich. Messerscharfe Gesellschaftskritik, verpackt in einen spannenden, faszinierenden Roman.
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Titel: Schwarzer Leopard, roter Wolf
Titel: Eine kurze Geschichte von sieben Morden
Titel: Schwere Knochen
Der Beitrag Folge 82: Sound of Violence erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Passend zu seinem gerade veröffentlichten Roman „Stichling“ hat sich Robin mit Instagram-Koryphäe und Jungautor Florian Schwarz virtuell getroffen. Die Beiden reden über die Veröffentlichung und Hintergründe von Florians Debütroman, den neu-gegründeten Verlag mit dem passenden Namen „Buchfink Verlag“ und natürlich den süßen Welpen Carlos. Außerdem erfahrt ihr, wie Florian mit Rezensionen umgeht und wieso gerade der erste Weltkrieg als Leitthema gewählt wurde.
Vielen Dank nochmal an Florian Schwarz für das tolle Interview!
Der Beitrag Interview: Florian Schwarz erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
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