Papierstau Podcast

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By Robin Schneevogt, Meike Stein, Anika FalkeSociety & CultureArtsBooks
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Papierstau Podcast episodes

  • Folge 81: Lauschangriff

    Robin, Tim und Mara haben sich mal wieder zusammengefunden, um über drei neue Bücher zu sprechen. Nachdem die drei bereits die letzte Folge bestritten haben, kommen sie ohne große Umschweife zum Vorgeplänkel.

    Dieses Mal dreht sich alles um das Thema Traumata, die durch Bücher verursacht wurden. Ob es das erste Stephen King Buch war, welches man viel zu früh gelesen hat, Schullektüre, die dem Alter definitiv nicht angemessen war oder explizite Inhalte, auf die man vorher nicht eingestellt war – die drei haben viel zu bereden.

    Mara macht den Anfang mit etwas besonderem, denn sie stellt den neuesten Fall der drei ??? vor – “Die drei ??? und der dunkle Taipan”. Der Roman ist Teil der aktuell laufenden Live-Tour, die sich Mara angesehen hat. Es dreht sich um ein Wiedersehen mit einer alten Bekannten der drei Detektive, die Justus, Peter und Bob darum bittet, auf ihren Hund aufzupassen. Doch natürlich kommt es nicht so wie erwartet, und es entwickelt sich ein mysteriöser und spannender neuer Fall. Mara war begeistert von der Performance und empfiehlt jedem, der die Gelegenheit hat, sich das Spektakel live anzusehen!

    Anlässlich seines kürzlich erschienenen dritten Soloalbums “Junkies und Scientologen” macht Tim weiter mit dem Debütroman von Musiker Thees Uhlmann, “Sophia, der Tod und Ich”. Der namenlose Erzähler lebt zurückgezogen und alleine, bis es eines Tages bei ihm klingelt und der Tod vor seiner Tür steht. Er muss also sterben, und hat noch nicht mal Zeit, sich zu verabschieden. Allerdings klingelt, sehr zur Verwunderung des Todes erneut, und seine Exfreundin Sophia kommt ins Spiel. Zu dritt unternehmen sie einen Roadtrip in dem Wissen, dass der Erzähler nichts desto trotz bald sterben wird. Eine lustige, zynische, aufrichtige und tragische Geschichte, die darauf hoffen lässt, dass Uhlmann noch viel mehr Bücher schreiben wird.

    Robin macht den Abschluss mit einem Frühwerk eines der wohl wichtigsten Autoren der Moderne: “Der Planet Trillaphon im Verhältnis zur Üblen Sache” von David Foster Wallace. In der Novelle geht es um metaphorische Beschreibung von Psychosen und folgenden Depressionen, die den Erzähler plagen. Dabei wird in einer eindrücklichen Sprache viel aufgeschlüsselt und auch für Außenstehende nachvollziehbar, als auch visuell präsent projiziert. Vor allem durch das Vorlesen von Lars Eidinger im Hörbuch entfaltet das Ganze eine besondere Wirkung, weshalb Robin das Werk auch uneingeschränkt empfiehlt – gerade wegen nicht einmal einer Stunde Lauflänge.

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    Timecodes:
    00:00:00 - Vorgeplänkel: literarische Traumata
    00:18:33 - "Die drei ??? und der dunkle Taipan" von Hendrick Buchna
    00:37:10 - "Sophia, der Tod und ich" von Thees Uhlmann
    00:46:31 - "Der Planet Trillaphon im Verhältnis zur Üblen Sache" von David Foster Wallace

     

    Buch-Infos:

    Titel: Die drei ??? und der dunkle Taipan

    Autor: Hendrick Buchna
    Verlag: Kosmos (2019)
    Preis (Buch/eBook): 9,99 € / 6,99 €
    Länge: 176 Seiten
    Genre: Kinder / Jugend, Grusel
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3440154960
    Links: Verlag | Link zur LIVE-Tour | LChoice (Affiliate)

    Titel: Sophia, der Tod und ich

    Autor: Thees Uhlmann
    Verlag: Kiwi (2015)
    Preis (Buch/eBook): 18,99 € / 9,99 €
    Länge: 320 Seiten
    Genre: Gegenwartsliteratur
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3462047936
    Links: Verlag | LChoice (Affiliate)

    Titel: Der Planet Trillaphon im Verhältnis zur Üblen Sache

    Autor: David Foster Wallace
    Übersetzung: Ulrich Blumenbach
    Verlag: Kiwi (2015)
    Preis (Buch/eBook): 6,00 € / 5,99 €
    Länge: 112 Seiten
    Genre: Depression, Kurzgeschichte
    Form: Taschenbuch
    ISBN: 978-3462047493
    Links: Verlag | LChoice (Affiliate)

     

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    59 min
  • Folge 80: Düstere Zeiten

    Nach längerer Zeit haben sich Robin, Mara und Tim mal wieder zusammengefunden, um über drei neue Bücher zu sprechen!

    Passend zu einem der Bücher dieser Folge dreht sich das Vorgeplänkel um Fortsetzungen. Welche Erwartungen hat man, wo wurde man enttäuscht oder sogar überrascht? Dabei unterhalten sich die drei viel über diverse Reihen wie der dunkle Turm oder Harry Potter und erzählen von ihren Erfahrungen.

    Das erste Buch dieser Folge stellt Tim vor, anlässlich des bald erscheinenden Films zu “Doctor Sleep” von Stephen King. Es handelt sich hierbei um eine Fortsetzung des Klassikers “Shining” und baut somit hohe Erwartungen auf. Nach den Ereignissen in “Shining” dreht sich die Handlung um Danny Torrence, der bereits während der Highschool angefangen hat, viel Alkohol zu trinken. Er kann keinen Job behalten und streift nach dem Tod seiner Mutter durch’s Land, bis er beginnt, sein Leben zu ordnen. Er tritt den Anonymen Alkoholikern bei, hat einen Job als Krankenpfleger, bei dem sein Shining positiv zur Anwendung kommt. Parallel dazu geht es um den “Wahren Knoten”, eine Art Gruppe von Shining-Vampiren. Das Buch schafft es nicht zu enttäuschen und eine eigenständige Geschichte zu erzählen, die sich nicht hinter dem Vorgänger verstecken braucht.

    Robin stellt das Buch eines Kollegen vor, “Stichling” von Florian Schwarz – den meisten wahrscheinlich besser bekannt als Buchfink auf Instagram, der damit sein Debüt abliefert. Das Buch handelt von einem jungen Soldaten im ersten Weltkrieg, dessen Vorgeschichte, Grundausbildung und schließlich dem Einsatz im Schlachtfeld. Dabei schafft es Schwarz, in starken Bildern alle Sinne zu bespielen und so den Schrecken des Krieges näher zu bringen. Es gibt harte und schonungslose Gewalt, Gerüche und Geräusche werden detailliert beschrieben und erzeugen so ein Gesamtbild, dass einen so schnell nicht loslässt. Eine absolute Empfehlung von Robin!

    Bei Mara gibt es eine Premiere, denn sie stellt nicht nur zum ersten Mal eine Biografie vor, sondern hat auch zum ersten Mal eine gelesen: “Wie einmal ein Bagger auf mich fiel” von René Marik. Dabei schildert der Komiker seine Kindheit und Jugend, die er in einer Kaserne verbracht hat. Seine Eltern haben dort die Kantine geleitet und er ist mit seinen Geschwistern auf Armeegelände groß geworden. Dabei beschreibt er mit einer Ehrlichkeit die nicht besonders rosigen familiären Verhältnisse, versammelt Anekdoten und absurde Begebenheiten in einer tragikomischen Form, die das Ganze zu einem runden Buch werden lassen.

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    Timecodes:
    00:00:00 - Vorgeplänkel: Fortsetzungen
    00:21:08 - "Doctor Sleep" von Stephen King
    00:35:35 - "Stichling" von Florian Schwarz
    00:45:21 - "Wie einmal ein Bagger auf mich fiel: Eine Provinzjugend" von René Marik

     

    Buch-Infos:

    Titel: Doctor Sleep

    Autor: Stephen King
    Übersetzung: Bernhard Kleinschmidt
    Verlag: Heyne (2015)
    Preis (Buch/eBook): 12,99 € / 9,99 €
    Länge: 720 Seiten
    Genre: Horror, Thriller
    Form: Taschenbuch
    ISBN: 978-3453438026
    Links: Verlag | LChoice (Affiliate)

    Titel: Stichling

    Autor: Florian Schwarz
    Verlag: Buchfink Verlag (2019)
    Preis (Buch): 22,00 €
    Länge: 199 Seiten
    Genre: 1. Weltkrieg, Erinnerung
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3948453015
    Links: Verlag | LChoice (Affiliate)

    Titel: Wie einmal ein Bagger auf mich fiel: Eine Provinzjugend

    Autor: René Marik
    Verlag: Droemer-Knaur (2019)
    Preis (Buch/eBook): 14,99 € / 12,99 €
    Länge: 240 Seiten
    Genre: Biografie, Coming-of-Age
    Form: Taschenbuch
    ISBN: 978-3426302217
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    1 hr 1 min
  • Folge 79: Die Troublemaker

    Robin und Meike kurz vor der Hyperventilation: Podcast-Liebling Sibylle Berg hat den Schweizer Buchpreis gewonnen! Und dann veröffentlichen auch noch die ersten Verlage ihr Frühjahrsprogramm! Was muss man demnächst lesen und warum? Erste Begeisterungsstürme angesichts anstehender Veröffentlichungen (Sibylle Berg plaudert mit Nerds! Dave Eggers kommt mit einer Parabel über eine Parade anmarschiert! James Ellroy im Bann des Verbrechens! Thorsten Nagelschmidt uffe Arbeit, empfohlen von Bela B!) im Vorgeplänkel.

    Und weil man einfach nicht zu viel Spaß mit zu vielen guten Büchern haben kann, geht’s dann auch gleich weiter mit Ocean Vuongs hochgelobtem Debütroman „Auf Erden sind wir kurz grandios“. In dieser Mischung aus Brief, Roman und Memoir erzählt der Autor, der selbst im Alter von zwei Jahren mit seiner Mutter aus Vietnam in die USA emigriert ist, die Geschichten eines Teenagers mit vietnamesischen Wurzeln, der mit seiner Großmutter und Mutter im ländlichen Amerika lebt. Der Protagonist verliebt sich in Trevor, der von Opioiden abhängig ist. Gleichzeitig erlebt er die Auswirkungen der Traumata, mit denen die Frauen in seiner Familie kämpfen: Die Großmutter musste sich zur Zeit des Vietnam-Krieges prostituieren, die Mutter ist Analphabetin und versucht die Familie mit schlecht bezahlten Jobs über Wasser zu halten. Ein ambitioniertes Buch, das mit einer Sprache, die lyrischer nicht sein könnte, schonungslos Themen wir Gewalt und Diskriminierung beschreibt.

    Auch Nico Walkers Buch beschäftigt sich unter anderem mit der Opioid-Krise, doch aus einer völlig anderen Perspektive: In dreckiger, kruder Sprache – die angesichts des Inhalts aber umso glaubwürdiger wirkt – erzählt Walker von einem instabilen jungen Mann, der in den Militärdienst eintritt, um seinem Leben eine Richtung zu geben. Als er aus dem Irak zurückkehrt, ist er schwer traumatisiert und sein Drogenkonsum wird immer stärker zu einer Form der fehlgeleiteten Selbstmedikation, bis sein Leben vollkommen außer Kontrolle gerät. Autor Nico Walker war selbst als Sanitäter im Irak und sitzt derzeit eine Gefängnisstrafe ab: Um seine Drogenabhängigkeit zu finanzieren, hat er Banken überfallen. Ein faszinierendes, radikal subjektives Buch mit einem komplexen, widersprüchlichen Protagonisten – und ein echter Pageturner.

    Und zu guter, nein, zu bester Letzt gibt’s noch the one and only Julian Barnes auf die Ohren! Letzte Woche ist in England sein brandneues Buch „The Man in the Red Coat“ erschienen, und schon –bäm! – gibt’s hier ein paar Infos dazu (na klar haben wir ein Rezensionsexemplar, danke @aaknopf, und na klar haben wirs schon gelesen! ). Hauptthema ist aber Barnes‘ Meisterwerk „Der Lärm der Zeit“, dieses wunderschöne, traurige Buch über ein Künstlerschicksal in der Sowjetunion: Was tut ein Komponist, der angetreten ist, sich in der Musik auszudrücken, um Schönheit und Wahrheit in Noten zu bannen, wenn ihn das Regime vereinnahmen will? Protagonist des Romans ist Dmitri Schostakowitsch, doch was dieser Autor beschreibt, das geht weit über das Leben einer einzelnen Person hinaus. Julian Barnes at his best.

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    Timecodes:
    00:05:48 - Vorgeplänkel: Verlagsvorschauen Frühjahr 2020
    00:11:39 - "Auf Erden sind wir kurz grandios" von Ocean Vuong
    00:24:31 - "Cherry" von Nico Walker (inkl. Auszug)
    00:48:03 - "Der Lärm der Zeit" von Julian Barnes

     

    Buch-Infos:

    Titel: Auf Erden sind wir kurz grandios

    Autor: Ocean Vuong
    Übersetzung: Anne-Kristin Mittag
    Verlag: Hanser (2019)
    Preis (Buch/eBook): 22,00 € / 16,99 €
    Länge: 240 Seiten
    Genre: Identität, Familie
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3446263895
    Links: Verlag | LChoice (Affiliate)

    Titel: Cherry

    Autor: Nico Walker
    Übersetzung: Daniel Müller
    Verlag: Heyne Hardcore (2019)
    Preis (Buch/eBook): 22,00 € / 17,99 €
    Länge: 384 Seiten
    Genre: Drogen, Krieg, Liebe
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3453271975
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    Titel: Der Lärm der Zeit

    Autor: Julian Barnes
    Übersetzung: Gertraude Krueger
    Verlag: KiWi (2017)
    Preis (Buch/eBook): 20,00 € / 9,99 €
    Länge: 256 Seiten
    Genre: Oppression, Gefangenschaft
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3462048889
    Links: Verlag | LChoice (Affiliate)

     

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    1 hr 1 min
  • Folge 78: Wind of Change

    Nach längerer Abwesenheit ist Tim mal wieder mit dabei, und gemeinsam mit Mara und Robin gibt es wieder drei neue Bücher!

    Im Vorgeplänkel sprechen die drei darüber, was sie mit aussortierten Büchern machen, bzw. wie sie beim Aussortieren vorgehen. Es wird also verschenkt, verkauft oder gespendet – alle sind sich aber einig, dass man sie natürlich nicht wegschmeißen sollte. Außerdem geht es um die Frage, wie man Rezensionsexemplare handhabt und unter welchen Umständen das Aussortieren gerechtfertigt ist.

    Den Anfang macht Mara mit “Thalamus” von Ursula Poznanski. Das Buch handelt von einem Jungen, der in ein Krankenhaus eingeliefert wird, weil er sich nach einem Motorradunfall nicht mehr wirklich bewegen und artikulieren kann. Nichts desto trotz bekommt er alles um sich herum mit und beobachtet seine Umgebung genau. Sein Bettnachbar, der sich in der gesamten Zeit, in der er da ist, nicht bewegt hat und ein schwerer Pflegefall ist, scheint nachts sein Bett zu verlassen. Er bekommt langsam mit, dass er nicht der einzige ist, der das macht, und dass in der Klinik einige andere merkwürdige Sachen vorfallen. Mara fand das Buch spannend geschrieben, hatte Spaß beim miträtseln und hatte Gefallen an der Unvorhersehbarkeit.

    Tim macht weiter mit dem Debütroman von Kat Kaufmann, “Superposition”. Das Buch handelt von Izy Lewin, eine Musikerin in ihren zwanzigern, die sich in ihrem Leben verloren und unzugehörig fühlt. Als sie ein Kind war, sind ihre Eltern von Russland nach Deutschland geflüchtet, und seitdem fühlt sie sich drei Seiten gleichzeitig zugehörig: deutsch, russisch und jüdisch. Das Buch verpackt diese Gefühle vor allem in Wut und Liebe, die rauschartig beschrieben werden. Vor allem stilistisch ist Kaufmanns Debüt herausragend und packend, und einen Blick alle Male wert.

    Robin macht den Abschluss mit “Die Farbe von Milch” von Nell Leyshon, das von Wibke Kuhn übersetzt wurde. Das Buch dreht sich um Mary, die auf dem Bauernhof ihrer Eltern bereits von Anfang an schwer arbeiten muss. Von den beiden bekommt sie wenig Zuneigung. Das ändert sich jedoch, als sie anfängt, bei einem Pfarrer zu arbeiten, dessen Frau sie pflegen soll. Dort wird ihr das erste Mal richtig Aufmerksamkeit geschenkt und ernsthaft mit ihr gesprochen, was sie erst skeptisch werden lässt. Das Buch schafft es, durch kurze Dialoge und kleine Gesten viel über die Charaktere zu sagen und ist stilistisch wie inhaltlich sehr zu empfehlen.

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    Timecodes:
    00:00:00 - Vorgeplänkel: Aussortieren von Büchern
    00:12:02 - "Thalamus" von Ursula Poznanski
    00:25:26 - "Superposition" von Kat Kaufmann
    00:34:21 - "Die Farbe von Milch" von Nell Leyshon

     

    Buch-Infos:

    Titel: Thalamus

    Autorin: Ursula Poznanski
    Verlag: Loewe (2018)
    Preis (Buch/eBook): 16,95 € / 12,99 €
    Länge: 448 Seiten
    Genre: Jugendbuch, Thriller
    Form: Taschenbuch
    ISBN: 978-3785586143
    Links: Verlag | LChoice (Affiliate)

    Titel: Superposition

    Autorin: Kat Kaufmann
    Verlag: Ullstein (2017)
    Preis (Buch/eBook): 10,00 € / 9,99 €
    Länge: 272 Seiten
    Genre: Gesellschaft, Integration
    Form: Taschenbuch
    ISBN: 978-3548288529
    Links: Verlag | LChoice (Affiliate)

    Titel: Die Farbe von Milch

    Autorin: Nell Leyshon
    Übersetzung: Wibke Kuhn
    Verlag: Heyne (2019)
    Preis (Buch/eBook): 10,00 € / 9,99 €
    Länge: 208 Seiten
    Genre: Rebellion, Heimat
    Form: Taschenbuch
    ISBN: 978-3453422544
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    45 min
  • Halloween Special 2019

    Muaaaa-hahaha: Eure gar schaurigen Podcast-Kürbisköpfe Robin, Mara und Meike melden sich diesmal aus einem dunklen Schacht in einem Spukhaus in Maine, wo die Regierung grausame KI-Experimente an einem Geist ohne Kopf durchführt (oder so)!

    Doch bevor es um die schaurig-schöne Buch-Auswahl geht, widmen sich die drei Grusel-Connoisseure im Vorgeplänkel den besten Spuk-Gestalten aller Zeiten und stoßen dabei unversehens auf brisante Fragen, die blankes Entsetzen hervorrufen: Wer hat Fräulein Knüppelkuh eigentlich zur Schuldirektorin befördert? Liest Mara heimlich „Twilight“? Und was hat der fiese Schneemann Arktos mit dem „Nackidei“-Barden Rolf Zuckowski zu tun?

    Nachdem die drei zur Beruhigung mit Graf Zahl ein paar Fledermäuse gezählt haben, steigt der Blutdruck dann gleich wieder: Robin stellt Mark Z. Danielewskis „Das Haus“ vor. Der Indie-Grusel-Klassiker nimmt den Leser mit in ein Spukhaus, in dem sich Gänge und Zimmer befinden, die rein physikalisch gar nicht existieren dürften. In einem Mash-up aus pseudo-wissenschaftlicher Abhandlung und Found Footage-Horrorfilm rennt, stolpert und irrt der Leser mit den Protagonisten durch die Tiefe des nicht vorhandenen Raumes, auf der Suche nach Hinweisen im Text und begleitet von dem unguten Gefühl, dass da verdammt noch mal IRGEND ETWAS hinter ihm her ist…was für ein wahnsinnig schlaues und furchterregendes Buch!

    Danach geht es ebenso wild und experimentell weiter, es wird aber auch ein bisschen lustiger: In „Frankissstein: Eine Liebesgeschichte“ verbindet Jeanette Winterson die zum großen Teil wahre Entstehungsgeschichte des Grusel-Klassikers „Frankenstein“ von Mary Shelley mit einer Storyline über den größenwahnsinnigen Forscher Dr. Viktor Stein (ha!), der den Tod mit den Mitteln der Künstlichen Intelligenz besiegen will. In diesen halben Dr. Frankenstein verliebt sich Ry (eine halbe „Mary“ Shelley, doppel-ha!) und das Vexierspiel mit klassischen Horror-Motiven nimmt seinen gesellschaftskritischen, aber häufig auch schreiend komischen Lauf. Nehmt Euch in Acht vor der Lord Byron-Parodie Ron Lord, der KI-Sexroboter unters Volk bringen will!

    Danach geht es weiter mit der allseits beliebten „Gänsehaut“-Reihe, denn was wäre eine Halloween-Folge ohne eine großzügige Prise Horror-Trash? Hier wird aus harmlosen Scherzen von frechen Bälgern furchterregender Ernst, denn „Der Geist ohne Kopf“ versteht keinen Spaß (wie auch, so ohne Kopf?). Und weil Mara gerade so schön in schauriger Fahrt ist, haut sie noch ein paar weitere herrlich absurde Plots aus der Gänsehaut-Reihe raus – die Podcaster sind begeistert, denn auf solch herrlich abstruse Ideen muss man erst Mal kommen! Darauf drei große Bloody Marys!

    Und zu guter Letzt widmet sich Meike noch einem Papierstau-Liebling, nämlich dem amerikanischen Horror-Großmeister Stephen King, der ganz nebenbei auch noch ein hervorragender Gesellschaftsanalytiker ist. In „Das Institut“ geht es um Luke, einen Jungen mit paranormalen Fähigkeiten, der gekidnapped und in das titelgebenden Institut verschleppt wird. Dort werden an Kindern mit besonderen Begabungen grausame Experimente durchgeführt, bis sie, einer nach dem anderen, für immer im Hinterhaus der Einrichtung verschwinden. Luke freundet sich mit einigen seiner Leidensgenossen an und gemeinsam versuchen die Kids herauszufinden, was mit ihnen geschieht und warum. In einem anderen Teil des Landes kommt derweil Ex-Cop Tim den Machenschaften des Instituts auf die Spur…Ein wahrhaft beängstigender King, durchsetzt mit Verweisen auf gesellschaftliche Realitäten.

    Also: Werft Euch ein altes Laken über und packt die Gummi-Würmer aus, jetzt gibt’s Halloween auf die Ohren!

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    Timecodes:
    00:00:00 - Vorgeplänkel: Top 3 der gruseligsten Charaktere
    00:16:47 - "Das Haus. House of Leaves" von Mark Z. Danielewski (inkl. Auszug)
    00:41:44 - "Frankissstein" von Jeanette Winterson
    00:53:06 - "Das Gespenst ohne Kopf" von R. L. Stine
    01:04:30 - "Das Institut" - Stephen King

     

    Buch-Infos:

    Titel: Das Haus. House of Leaves

    Autor: Mark Z. Danielewski
    Übersetzung: Christa Schuenke
    Verlag: Klett-Cotta (2007)
    Preis (HC/TB): 30,00 € / 18,99 €
    Länge: 797 Seiten
    Genre: Horror, Dokumentation
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3608937770
    Links: Verlag | LChoice (Affiliate)

    Titel: Frankissstein

    Autorin: Jeanette Winterson
    Übersetzung: Brigitte Walitzek, Michaela Grabinger
    Verlag: Kein&Aber (2019)
    Preis (Buch/eBook): 24,00 € / 18,99 €
    Länge: 400 Seiten
    Genre: Horror, Dystopie, Sci-Fi
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3036958101
    Links: Verlag | LChoice (Affiliate)

    Titel: Das Gespenst ohne Kopf

    Autor: R. L. Stine
    Übersetzung: Katarina Ganslandt
    Verlag: cbj (2001)
    Preis (Buch): 5,00 €
    Länge: 128 Seiten
    Genre: Horror, Kinderbuch
    Form: Taschenbuch
    ISBN: 978-3570209301
    Links: Verlag | LChoice (Affiliate)

    Titel: Das Institut

    Autor: Stephen King
    Übersetzung: Bernhard Kleinschmidt
    Verlag: Heyne (2019)
    Preis (Buch/eBook): 26,00 € / 19,99 €
    Länge: 768 Seiten
    Genre: Horror, Entführung
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3453272378
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    1 hr 18 min
  • Folge 77: Broken Memories

    Der Kafka Franzel hat ja bekanntlich sehr zur Recht gefordert, dass ein Buch die Axt für das gefrorene Meer in uns sein muss, doch Eure drei Podcast-Abenteurer Robin, Mara und Meike packen in dieser Folge erst Mal die Machete aus, um Euch den Weg durch das Bücher-Dickicht zu bahnen – denn wie zum Teufel findet man überhaupt Bücher, die den Kafka’schen Ansprüchen genügen? Genau darum geht’s im Vorgeplänkel: Lese-Listen und –Challenges, wie man sie findet, bewertet, verwaltet und sich durchgräbt, allein oder mit der ganzen Gang. Denn das Leben ist doch viel zu kurz, um einsam, verwirrt und ohne Ziel durch den Bücher-Wald zu irren!

    Dann geht’s auch schon los mit dem ersten Buch, das Mara auf Herz und Nieren geprüft hat: „Gelöscht“, der erste Teil einer dystopischen Trilogie von Teri Terry. Darin werden die Erinnerungen von Kriminellen ausgelöscht, um sie anschließend ganz von vorne beginnen zu lassen – ihr Wohlverhalten wird dann durch ein Armband kontrolliert, und wer sich nach Einschätzung der Oberen weiter danebenbenimmt, muss sterben. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Kyla, die, trotz Löschung, von diffusen Erinnerungsfetzen gequält wird: Hat sie wirklich unschuldige Kinder bei einem Bombenanschlag getötet oder nutzt die Überwachungsdiktatur, die Menschen ihre Erinnerungen und ihre Identität raubt, ihre Methoden nicht nur bei Kriminellen, sondern auch bei Dissidenten? Ein bisschen „1984“, ein bisschen „A Clockwork Orange“, ein bisschen „H(A)PPY“: Terry stellt Fragen nach Identität, Kontrolle und der Freiheit, selbst zu entscheiden, wer man sein will. Die Podcast-Gang ist fasziniert.

    Als nächstes widmen sich die wackeren Diskutanten „Kintsugi“ von Miku Sophie Kühmel, einem Debüt-Roman, der gerade den Aspekte Literaturpreis gewonnen hat und auch auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises stand. Kintsugi ist eine traditionelle japanische Reparaturmethode für Keramik und Porzellan, wobei die Brüche mit Urushi-Lack, gemischt mit Gold oder anderen Metallen, gekittet wird – die Brüche werden also nicht versteckt, sondern als Besonderheit hervorgehoben, das Unvollkommene wird als schön gefeiert. Dieses Prinzip wendet Kühmel auf menschliche Beziehungen an, denn auch die sind nicht unbedingt am wertvollsten, wenn sie neu und ohne wechselhafte Geschichte sind. Im Mittelpunkt des Romans stehen Max und Reik, die in der Uckermark ihr 20-jähriges Beziehungsjubiläum feiern und dort von ihrem alten Freund Tonio und dessen Tochter Pega besucht werden. Ein psychologisches Kammerspiel über Liebesbeziehungen, Freundschaften und familiäre Verbindungen – wie kann ein Buch so leise und gleichzeitig so aufregend sein?

    Und nach all dem Bücher-Glück berichtet Robin noch von einem Roman, den aus seiner Sicht auch der edelst Urushi-Lack nicht kitten kann: „Der Vorleser“ von Bernhard Schlink. Darin hat der 15-jährige Protagonist Michael ein Verhältnis mit einer deutlich älteren Frau. Jahre nach dem Ende der Beziehung ist Michael als Jurist bei den Auschwitz-Prozessen dabei, und seine frühere Geliebte stellt sich als ehemalige KZ-Wärterin heraus. Euer geneigter Rezensent fühlte sich von der schwülstigen Sprache an den Rand des Wahnsinns geschwurbelt, und die romantische Darstellung von Kindesmissbrauch durch eine Frau ist eindeutig auch nicht als gute erzählerische Idee zu verbuchen. Der Umgang mit den Tätern des Holocaust in der Bundesrepublik der 60er Jahre ist eindeutig ein wichtiges Thema, aber wie ist ausgerechnet dieses Buch auf die Lehrpläne der Schulen geraten?

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    Timecodes:
    00:00:00 - Vorgeplänkel: Leselisten / -challenges
    00:14:13 - "Gelöscht" von Terri Terry
    00:26:29 - "Kintsugi" von Miku Sophie Kühmel
    00:38:17 - "Der Vorleser" von Bernhard Schlink

     

    Buch-Infos:

    Titel: Gelöscht

    Autorin: Terri Terry
    Übersetzung: Marion Hertle
    Verlag: FISCHER (2015)
    Preis (Buch/eBook): 8,99 € / €
    Länge: 432 Seiten
    Genre: Jugend, Dystopie
    Form: Taschenbuch
    ISBN: 978-3733500382
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    Titel: Kintsugi

    Autorin: Miku Sophie Kühmel
    Verlag: FISCHER (2019)
    Preis (Buch/eBook): 21,00 € / 18,99 €
    Länge: 304 Seiten
    Genre: Beziehungen, Gegenwartsliteratur
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3103974591
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    Titel: Der Vorleser

    Autor: Bernhard Schlink
    Verlag: Diogenes (1995)
    Preis (Buch/eBook): 24,00 € / 7,99 €
    Länge: 224 Seiten
    Genre: Gegenwartsliteratur, Klassiker
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3257070668
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    (Rezensionsexemplar)

     

    Der Beitrag Folge 77: Broken Memories erschien zuerst auf Papierstau Podcast.

    1 hr 3 min
  • Folge 76: Stockholm Syndrom

    In der neuen Episode eures Podcast des Vertrauens haben sich Tim, Meike und Robin mal wieder zu einem gemütlichen Büchertalk zusammengefunden. Doch bevor es ans „Eingemachte“ geht besprechen die Drei den kurz vor der Aufnahme verliehenen Literatur Nobelpreis und den kontroversen Gewinner des diesjährigen Preises: Peter Handke. Es entbrennt eine Hitzige Diskussion über die Verantwortung eines solchen Preises und der Fragen, in wie weit sich das Werk vom Autor trennen lässt. An dieser Stelle möchte das ganze Team noch die Gelegenheit nutzen und Saša Stanišić herzlich zum Gewinn des diesjährigen deutschen Buchpreises gratulieren und jeden aufmerksamen Hörer auf seine tolle und aufschlussreiche Rede hinweisen (Link).

    Den Anfang dieser fulminanten Episode macht Tim mit einem Podcast-Favoriten und zwar: Haruki Murakami. Mit „Wilde Schafsjagd“ beendet Murakami seine lose „Trilogie der RATTE“, in dem der namenlose Protagonist von einem ominösen Gangster-Boss beauftragt wird ein bestimmtes Schaf zu finden, von dem er lediglich ein Foto besitzt. So muss unser Held mit vagen Hinweisen und murakami-typischen, illusionistischen Situationen fertig werden. Dabei entspinnt sich eine ruhige und zugleich ergreifende Erzählung, die Tim uneingeschränkt empfehlen kann.

    Weiter geht’s mit Meikes actionreichem Werk, denn sie hat sich keinen Geringeren als Cormac McCarthy und seinen Roman „Kein Land für alte Männer“ vergeknöpft. Den meisten von euch wohl gut bekannt durch den Gebrüder-Coen-Film „No Country for old man“ findet sich der Protagonist und Vietnamveteran Llewelyn Moss eines Abends durch Zufall am Schauplatz eines schief gelaufenen Drogendeals wieder – samt haufenweise Kugeln, toten Gangstern und einem Koffer voll Geld. Den letzten Überlebenden übersehend nimmt sich Llewelyn kurzerhand das Geld und flüchtet vom Tatort. Als er ein paar Stunden später auf Grundlage schlechten Gewissens zurückkehrt, um den Ganoven zu helfen wartet bereits eine ganze Clan-Armee auf ihn – und das Geld. Ein fulminantes, rasantes und gewalttätiges Katz- und Mausspiel, das die Grausamkeit der Menschen in blutbespränkelter Manier zu beleuchten weiß. Meike war von diesem Western/Anti-Western schwer beeindruckt und empfiehlt nicht nur dieses, sondern auch direkt alle Werke von McCarthy. Wenn das mal nichts ist!

    Robin stellt ein Werk unseres absoluten Podcastlieblings Heinz Strunk vor. In „Nach Notat zu Bett“ vereint sich eine für das „TITANIC“-Magazin verfasste Kolumne öffentlicher Tagebücher, die in 365 einzigartigen Fragmenten das fingierte Leben eines gepeinigten Autors darstellt. Mit dabei: das Hadern mit dem eigenen Talent und des Verkommens von Kreativität zu plumper Arbeit; seltsame und zugleich Liebenswerte Zeitgenossen mit denen sich der Heinz so rumtreibt, sowie eine ordentliche Portion Alkohol. Wie bereits bei anderen Werken spielt Strunk gekonnt mit den Erwartungen des Lesers, betrachtet die Welt durch seine ganz eigene Sicht und zieht damit alle in seinen Bann. Robins Fazit: Heinzer-Profis greifen zu, Strunk-Amateure lesen lieber erst Probe.

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    Timecodes:
    00:00:00 - Vorgeplänkel: Literatur Nobelpreis 2019
    00:15:20 - "Wilde Schafsjagd" von Haruki Murakami
    00:29:32 - "Kein Land für alte Männer" von Cormac McCarthy
    00:41:53 - "Nach Notat zu Bett" von Heinz Strunk

     

    Buch-Infos:

    Titel: Wilde Schafsjagd

    Autor: Haruki Murakami
    Übersetzung: Annelie Ortmanns
    Verlag: Dumont (2017)
    Preis (Buch/eBook): 24,00 € / 8,99 €
    Länge: 300 Seiten
    Genre: Gegenwartsliteratur, Erzählung
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3832178994
    Links: Verlag | genialokal (Affiliate) | LChoice (Affiliate)

    Titel: Kein Land für alte Männer

    Autor: Cormac McCarthy
    Übersetzung: Nikolaus Stingl
    Verlag: Rowohlt (2009)
    Preis (Buch/eBook): 12,00 € / 9,99 €
    Länge: 288 Seiten
    Genre: Western, Gewalt, Klassiker
    Form: Taschenbuch
    ISBN: 978-3499242885
    Links: Verlag | genialokal (Affiliate) | LChoice (Affiliate)

    Titel: Nach Notat zu Bett

    Autor: Heinz Strunk
    Verlag: Rowohlt (2019)
    Preis (Buch/eBook): 20,00 € / 14,99 €
    Länge: 256 Seiten
    Genre: Tagebuch, Satire
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3498001247
    Links: Verlag | genialokal (Affiliate) | LChoice (Affiliate)

     

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    58 min
  • Interview: Angela Lehner

    Passend zur vorletzten Folge hat Robin am Dienstag ein Interview mit der zweifach nominierten Erfolgsautorin Angela Lehner geführt. Die beiden unterhalten sich dabei natürlich hauptsächlich über ihren Debütroman „Vater unser“, der im Februar bei Hanser erschienen ist und nicht nur das Feuilleton schwer beeindrucken konnte, sondern auch direkt auf einem der vordersten Plätze unserer Jahreshighlights gelandet ist.

    Dabei erfahrt ihr wieso der Roman gerade in einer Psychiatrie spielt und ob sich darin vielleicht sogar autobiographische Elemente versteckt halten. Außerdem erfahrt ihr wie und warum Angela die gefürchtetste und zugleich coolste Autorin des Hanser Verlags geworden ist – wenn das mal nichts ist!

    Viel Spaß mit dem Interview und vielen Dank nochmal an Angela Lehner für das wundervolle Gespräch.

    Der Beitrag Interview: Angela Lehner erschien zuerst auf Papierstau Podcast.

    36 min
  • Folge 75: Kafkanismus

    Robin, Tim und Meike haben sich mal wieder zusammengesetzt, um über drei neue Bücher zu sprechen! Ein letztes Mal geht es dabei um Kandidaten für den diesjährigen deutschen Buchpreis.

    Da der Literaturnobelpreis in diesem Jahr zwei Mal verliehen wird, dreht sich das Vorgeplänkel um die Tipps der findigen Vorstadtrezensent*innen, die jeweils zwei abgeben durften. Neben einigen bekannten Leuten werden auch Namen genannt, die vielleicht nicht jeder auf dem Schirm hat. Und wenn es am Ende wirklich eine*r unserer Kandidat*innen werden sollte, wisst ihr natürlich, wo ihr es zuerst gehört habt.

    Den Anfang macht Tim mit „Das flüssige Land“ von Raphaela Edelbauer, welches sogar auf der Shortlist des Buchpreises steht. Die Protagonistin ist eine theoretische Physikerin, deren Eltern zu Beginn durch einen Autounfall sterben. Sie versucht, deren Heimatort Groß-Einland ausfindig zu machen, um sie dort zu begraben, was sich allerdings als schwierig herausstellt. Sie schafft es trotz dessen in die Stadt, in der viele Dinge anders laufen. Das Buch verbindet eine kafkaeske Narrative mit einer von Symbolen und Metaphern durchströmte Handlung, die das Buch zu einem von Tims bisherigen Highlights des Jahres werden lässt.

    Meike macht weiter mit einem der wohl ungewöhnlichsten Bücher auf der Shortlist, „Nicht wie ihr“ von Tonio Schachinger. In seinem Debütroman dreht sich das Geschehen um einen Fußballer, der klischeebehafteter nicht sein könnte: er ist stinkreich, hat ein gigantisches Haus und Autos. Als jedoch seine Jugendliebe erneut in sein Leben tritt, ändern sich viele Sachen. Allem voran der Erzählstil mit seinen absurden Metaphern und seltsamen Einblicken in die Gedankenwelt des Protagonisten machen das Buch zu etwas besonderem, selbst wenn man mit der Fußballthematik ansonsten wenig am Hut hat.

    Zum Schluss stellt Robin ein Buch vor, dass es nicht auf die Shortlist geschafft hat, dafür aber nicht weniger lesenswert ist: „Mobbing Dick“ von Tom Zürcher. Es geht um Dick, der bei seinen Eltern lebt und stets unter dem Druck von hohen Erwartungen steht; vor allem auch durch sein Jurastudium. Um dem zu entkommen, fängt er bei der Schweizer Bankanstalt an – was jedoch (surprise, surprise) wenig ändert. Aus Verzweiflung entwickelt er ein Alter Ego, den titelgebenden Mobbing Dick, um sich an seinen Peinigern zu rächen. Das Buch ist ungewöhnlich und hat einen bitterbösen Humor, der sich langsam zu einer Abwärtsspirale der menschlichen Psyche entwickelt.

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    Timecodes:
    00:00:00 - Vorgeplänkel: unsere Kandidaten für den Literatur-Nobelpreis 2019
    00:21:24 - "Das flüssige Land" von Raphaela Edelbauer
    00:42:00 - "Nicht wie ihr" von Tonio Schachinger
    00:51:14 - "Mobbing Dick" von Tom Zürcher

     

    Buch-Infos:

    Titel: Das flüssige Land

    Autorin: Raphaela Edelbauer
    Verlag: Klett-Cotta (2019)
    Preis (Buch/eBook): 22,00 € / 17,99 €
    Länge: 350 Seiten
    Genre: Gegenwartsliteratur, Gesellschaft
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3608964363
    Links: Verlag | genialokal (Affiliate) | LChoice (Affiliate)
    (Rezensionsexemplar)

    Titel: Nicht wie ihr

    Autor: Tonio Schachinger
    Verlag: Kremayr & Scheriau (2019)
    Preis (Buch/eBook): 22,90 € / 14,99 €
    Länge: 304 Seiten
    Genre: Fußball, Entwicklungsroman
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3218011532
    Links: Verlag | genialokal (Affiliate) | LChoice (Affiliate)

    Titel: Mobbing Dick

    Autor: Tom Zürcher
    Verlag: Salis Verlag (2019)
    Preis (Buch/eBook): 24,00 € / 14,99 €
    Länge: 288 Seiten
    Genre: Satire, Gesellschaft
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3906195834
    Links: Verlag | genialokal (Affiliate) | LChoice (Affiliate)
    (Rezensionsexemplar)

    Der Beitrag Folge 75: Kafkanismus erschien zuerst auf Papierstau Podcast.

    1 hr 12 min
  • Folge 74: Family Business

    Robin ist aus seinem Urlaub in Dänemark zurück und hat sich mit Tim und Meike mal wieder zusammengesetzt, um über drei aktuelle Bücher zu sprechen.

    Im Vorgeplänkel geht es um den alten Streit der “Pop”- und der “Hohen”-Literatur. Dabei diskutieren die drei, ob die Leser*innen einfache Bücher bevorzugen und Preise nur noch eben solche würdigen oder ob es sich vielleicht doch die Waage hält. Sie nehmen Bestsellerlisten als Ausgangspunkt, gehen auf Vorwürfe ein, die dem Buchpreis gemacht werden und sprechen darüber, ob eine Einteilung in diese Kategorien überhaupt noch zeitgemäß ist.

    Den Anfang der Folge macht Robin mit dem Debütroman “Vater unser” von Angela Lehner, das auf der Longlist des diesjährigen Buchpreises stand. Das Buch spielt in einer psychiatrischen Klinik und die Protagonistin ist Insassin eben jener. Sie behauptet, eine Schulklasse getötet zu haben, was jedoch nicht der Wahrheit entspricht und gibt Pflegern wie Psychologen Rätsel auf. Dabei wird das ganze Geschehen aus ihrer Sicht geschildert und trifft mit zynischen, ironischen und bitter lustigen Kommentaren und Gedanken perfekt sitzende Pointen. Lange ist es her, dass Robin bei einem Buch so laut lachen musste. Große Empfehlung!

    Meike macht weiter mit “Brüder” von Jackie Thomae, das es auf die Shortlist des Buchpreises geschafft hat. Es geht um zwei Brüder, die getrennt voneinander aufwachsen und sich in unterschiedlichen sozialen Verhältnissen wiederfinden. Dabei wird zuerst die Geschichte des einen Bruders erzählt, bevor es in der Mitte des Buches zu einem Bruch kommt und die des anderen erzählt wird. Dabei hat Meike vor allem die Geschichte des zweiten Bruders zugesagt und fand, dass die spannende erzählerische Ausgangslage gut genutzt und aufgelöst wurde.

    Tim stellt das zweite Buch von Svenja Gräfen vor, “Freiraum”. Darin geht es um Vela und Maren, die in einer glücklichen Beziehung miteinander leben, in der Großstadt jedoch zunehmend unzufriedener werden. Marens Schwester wohnt bereits seit einigen Jahren mit ihrem Freund und Kind in einem Hausprojekt auf dem Land, das von einem ihrer Freunde initiiert wurde. Eines der Zimmer ist frei geworden, und die beiden nehmen die Chance wahr und ziehen ein. Es entspinnt sich ein interessantes Geflecht an zwischenmenschlichen Beziehungen, mit präzisen Beobachtungen und einem spannenden Handlungsverlauf, der ihrem Debüt in nichts nachsteht.

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    Timecodes:
    00:00:00 - Vorgeplänkel: zu viel 'leichte' Literatur?
    00:16:25 - "Vater unser" von Angela Lehner
    00:29:04 - "Brüder" von Jackie Thomae
    00:39:03 - "Freiraum" von Svenja Gräfen

     

    Buch-Infos:

    Titel: Vater unser

    Autorin: Angela Lehner
    Verlag: Hanser Berlin (2019)
    Preis (Buch/eBook): 22,00 € / 16,99 €
    Länge: 284 Seiten
    Genre: Tragikomödie, Familie
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3446262591
    Links: Verlag | genialokal (Affiliate) | LChoice (Affiliate)
    (Rezensionsexemplar)

    Titel: Brüder

    Autorin: Jackie Thomae
    Verlag: Hanser Berlin (2019)
    Preis (Buch/eBook): 23,00 € / 16,99 €
    Länge: 416 Seiten
    Genre: Coming-of-Age, Familie
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3446264151
    Links: Verlag | genialokal (Affiliate) | LChoice (Affiliate)

    Titel: Freiraum

    Autorin: Svenja Gräfen
    Verlag: Ullstein fünf (2019)
    Preis (Buch/eBook): 20,00 € / 16,99 €
    Länge: 304 Seiten
    Genre: Beziehungen, Drama
    Form: Hardcover
    ISBN: 978-3961010370
    Links: Verlag | genialokal (Affiliate) | LChoice (Affiliate)
    (Rezensionsexemplar)

     

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    56 min

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