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Robin, Tim und Kayleigh haben sich mal wieder zusammengesetzt, um wieder über drei – mehr oder weniger – frische Bücher zu sprechen. Dabei sind sie deutlich positiv gestimmter als in der letzten Folge.
Den Anfang macht Kay, die sich mit “Die Zeitmaschine” von H.G. Wells einen der wohl größten Klassiker der Science-Fiction-Literatur vorgenommen hat, dem ersten Roman, in dem mittels der titelgebenden Zeitmaschine in die Zukunft gereist wird. Der Namenlose Protagonist erfindet Ende des 19. Jahrhunderts eine Apparatur, mit deren Hilfe er die 4. Dimension, also die Zeit, manipulieren und sich in ihr fortbewegen kann. Die Idee stellt er einem ausgewählten Kreis an Menschen vor, denen er die Sache auch gleich vorführt. Er reist knapp 800.000 Jahre in die Zukunft, und auf der Erde leben noch zwei Arten: Die menschenähnlichen Eloi hausen über der Erde in Wohlstand und Reichtum, während die Morlocks unter der Erde für sie schuften müssen. Das Ganze entwickelt sich zu einer Gesellschaftsparabel, die sich bis heute gut lesen lässt nicht nur aus Recherchezwecken einen Blick wert ist, sondern hält dem Zahn der – entschuldigt – Zeit stand.
Robin widmet sich dem Debütroman einem seiner Lieblingsautoren, “Fleisch ist mein Gemüse” von Heinz Strunk. Das Buch schildert die späte Jugend bzw. das frühe Erwachsenenleben von Heinz Strunk, der in Hamburg Harburg aufgewachsen ist. Durch seine Mutter hatte er eine frühe musikalische Erziehung, bevor sie schwere Depressionen bekommen hat. Er litt selber an einer starken Akne und ebenfalls Depressionen, während er sich der Tanzband “Tiffanies” anschloss, die vornehmlich auf Hochzeiten, Schützenfesten oder sonstigen Veranstaltungen dieser Art gebucht wurden. Mit seiner präzisen Beobachtungsgabe und schonungsloser Ehrlichkeit liefert er einen tiefen und gleichzeitig unglaublich lustigen Einblick in seine Jugend.
Tim stellt das neueste Buch von Ferdinand von Schirach “Kaffee und Zigaretten” vor, welches ebenfalls autobiografische Texte versammelt. Dabei handelt es sich, im Gegensatz zu Strunk’s Buch, aber nicht um einen Roman, sondern um eine Sammlung verschiedener Textsorten, die alle nicht miteinander zusammenhängen. Kurze Erzählungen aus seiner Internatszeit treffen auf essayartige Abhandlungen verschiedenster Themen, juristische Beobachtungen und seine Sicht auf unterschiedlichste Dinge. Dabei ist allen ein präziser, schnörkelloser Schreibstil inne, der sich außergewöhnlich fließend lesen lässt.
Nächste Woche gibt es ein Nachtgeflüster, bevor euch ein kleines Special zu einem Autor erwartet, der bereits Thema im Podcast war. Dazu aber zu gegebener Zeit mehr, bis dahin – lest was Gutes!
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Titel: Die Zeitmaschine
Titel: Fleisch ist mein Gemüse
Titel: Kaffee und Zigaretten
Der Beitrag Folge 67: harter Tobak erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Nach längerer Zeit begrüßen Robin und Tim mal wieder Kayleigh, aber da ihr in der Zwischenzeit einiges passiert ist, war eine Auszeit bitter nötig. Jetzt sind sie und die beiden aber wieder mit einer Fuhre frischer Bücher am Start!
Den Anfang der Folge macht Kay, die ein Buch im Gepäck hat, auf das sie sich schon lange gefreut hat: “Cari Mora”, dem neuen Buch von “Schweigen der Lämmer”-Autor Thomas Harris. Mit den Worten “Hannibal Lecter hat einen Nachfolger. Er ist erbarmungslos. Und er kann dich fühlen” wird das Buch beworben, in dem es um eine Putzfrau geht, die die ehemalige Villa von Pablo Escobar in Stand hält. Dort hält sich die Legende, dass der Drogenbaron Gold versteckt haben soll, es bis heute aber nicht gefunden wurde. Der groß angekündigte Nachfolger von Hannibal Lecter trägt den Namen Hans Peter Schneider und scheint wie eine Parodie des einst großen Thomas Harris. Die Handlung wirkt konstruiert, nicht spannend und ist viel zu plötzlich vorbei. Kayleigh rät stark davon ab.
Tim hat sich mal wieder einen Murakami vorgenommen, und zwar seine ersten beiden Romane, die zusammen in einem Buch erschienen sind: “Wenn der Wind singt” und “Pinball 1973”. Murakami hat sich selber lange geweigert, die beiden Romane außerhalb Japans rauszubringen, da für ihn seine Karriere ab seinem dritten Buch “Wilde Schafsjagd” anfängt. Nun ist es aber soweit, und in typischer Murakami-Manier geht es um einen jungen Studenten, der durch die Gegend treibt, in seiner Stammkneipe Bier trinkt und über Musik und Literatur philosophiert. Eine wirkliche Handlung im klassischen Sinn ist nämlich schwer auszumachen. Die Bücher überzeugen mit einer schönen und simplen Sprache, wer allerdings eine spannende Handlung erwartet, ist hier aber fehl am Platz.
Robin macht den Abschluss der Folge und stellt den vor kurzem als Taschenbuch erschienenen Roman “Elefant” von Martin Suter vor. Das Buch handelt von einem Obdachlosen, der eines Abends unter einer Brücke anfängt, einen rosa Elefanten zu sehen. Mit diesem Klischee wird allerdings gebrochen, indem das Buch einen Wissenschaftler in den Fokus rückt, der fluoreszierende Tiere züchten will. Bei einem Versuch entkommt seltsamerweise ein Baby-Elefant, um den sich der Obdachlose jetzt kümmert. Das Buch schildert eine rührende, spannende und ungewöhnliche Geschichte mit viel Tiefe und erzählerischen Kniffen, die Robin nur jedem sehr empfehlen kann.
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Titel: Wenn der Wind singt / Pinball 1973
Titel: Cari Mora
Titel: Elefant
Der Beitrag Folge 66: Richtungswechsel erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Nach einer hitzigen Woche sind Robin, Tim und Mara mal wieder zusammengekommen, um über frische Bücher zu sprechen!
Den Anfang der Folge macht Robin mit “Die Geschichte der Bienen” von Maja (no Pun intended) Lunde, die damit eines der erfolgreichsten Bücher des Jahres 2017 geschrieben hat. Die Geschichte spielt in drei Zeitperioden. Mitte des 19. Jahrhundert findet sich ein gescheiterter Biologe am Ende seiner Karriere, bis ihm die Idee für einen neuartigen Bienenstock kommt. Im Jahr 2007 will ein Imker den Familienbetrieb an seinen Sohn weitergeben, der allerdings andere Pläne verfolgt und lieber Journalist werden möchte, bis eines Tages die Bienen verschwunden sind. In ferner Zukunft, Ende des 21 Jahrhunderts, gibt es keine Bienen mehr, und die Bestäubungsarbeit muss von Menschenhand erledigt werden, nachdem ein Großteil der Bevölkerung gestorben ist. Das Buch vereint drei spannende und interessante Geschichten zu einem umfassenden Bild, dass den Leser in seinen Bann zieht. Eine große Empfehlung von Robin!
Tim stellt die Erzählung “Du hättest gehen sollen” von Daniel Kehlmann vor. Sie handelt von einem Drehbuchautor, der mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter in ein Haus in einem kleinen Dorf in den Bergen gefahren ist, um an seinem neuen Werk zu arbeiten. Die Beziehung mit der Frau läuft nicht gerade gut und auch das Haus scheint ihm zuzusetzen, denn er beginnt, seltsame Dinge zu sehen. Im Dorf sind die Leute auch auf Abstand, denn sie trauen ihm nicht – irgendwas scheint es mit dem Haus auf sich zu haben. Das Buch wird zu einem Trip in die Psyche des Protagonisten auf der Suche nach Wahn, Wirklichkeit und Identität und zu einem spannenden Albtraum. Eine Empfehlung von Tim, wenn auch der Preis für die kleine Geschichte etwas happig erscheint.
Den Abschluss der Folge macht Mara mit “Der Tod so nah” von Belinda Bauer. Es geht um Eve, eine Kriminalreporterin für True-Crime-Fälle, die kein Blut sehen kann. Augen auf bei der Berufswahl! Dennoch liebt sie ihren Job, auch wenn die Konkurrenz hart ist. Eines Tages bekommt sie einen Anruf von einem Serienmörder, der sie dazu einlädt, exklusiv und als Erste von einem neuen Tatort zu berichten. Ein Angebot, dass sie nicht ablehnen kann. So geht sie einen Deal mit dem sprichwörtlichen Teufel ein, über den er bestimmt und die Regeln schreibt. Ein spannendes Hin und Her zwischen Täter und Reporterin, unvorhersehbar und wendungsreich. Eine klare Empfehlung von Mara!
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Titel: Die Geschichte der Bienen
Titel: Du hättest gehen sollen
Titel: Der Tod so nah
Der Beitrag Folge 65: Realitätsverdruss erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Robin, Tim und Mara lassen sich nicht vom heißen Wetter beirren und haben sich mal wieder zusammengesetzt, um über Bücher zu sprechen!
Den Anfang der Folge macht Mara mit “The Girl Before” von JP Delayne, dem ersten Psychothriller von Anthony Capella unter diesem Pseudonym. Die Protagonistin braucht nach einem Schicksalsschlag einen Neuanfang und nimmt die Chance war, als sie ein Angebot für ein modernes Haus in London bekommt. Sie lernt den Besitzer und Architekten kennen, der sich scheinbar zu ihr hingezogen fühlt. Sie findet allerdings schnell etwas über ihre Vorbesitzerin raus, die in dem Haus verstorben ist und erstaunliche Ähnlichkeit mit ihr selber hat. Daraus entwickelt sich ein spannender und unkonventioneller Thriller, den Mara nur wärmstens empfehlen kann.
Robin stellt “Die Nickel Boys” von Colson Whitehead vor, der für sein vorheriges Werk “Underground Railroad” 2017 den Pulitzer-Preis erhalten hat. Das Buch beginnt mit einer archäologischen Untersuchung in Florida, bei der viele menschliche Überreste entdeckt wurden. Die Untersuchung ergab, dass auf dem Gelände eine Besserungsanstalt war, in der jugendliche unter menschenunwürdigen Umständen festgehalten und misshandelt wurden. Mit Rückblenden erzählt das Buch die Geschichte zweier Jungen, die aus Versehen in die Fänge der Justiz der 60er Jahre geraten, als die Bürgerrechtsbewegung gerade ihre Anfänge nahm und Afro-Amerikaner immer noch nicht in der Gesellschaft akzeptiert wurden. Das Buch schildert eindringliche Ereignisse und schafft es, die niederschmetternde Erfahrung von Alltagsrassismus zu der Zeit nahe zu bringen. Auch wenn es ein paar erzählerische Makel hat, kann Robin das Buch durchaus empfehlen.
Tim stellt “Die letzten Tage des Patriarchats” von Margarete Stokowski vor, das knapp 70 Essays und Kolumnen aus den Jahren 2011-2018 sammelt. Dabei ist das Buch nicht nur eine einfache Sammlung, sondern umfangreich kommentiert und bearbeitet. Mit einem brillanten Stil beschreibt Stokowski ihre Sicht der Dinge. Dabei geht es zum Großteil (aber nicht ausschließlich) um Feminismus, und sie schafft mit jeder Kolumne neue Denkansätze, eine andere Perspektive und trägt für Tim viel zum öffentlichen Diskurs verschiedenster Themen bei. Eine unbedingte Empfehlung!
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Titel: The Girl Before
Titel: Die Nickel Boys
Titel: Die letzten Tage des Patriarchats
Der Beitrag Folge 64: Ambivalenz erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Nach einigen Schwierigkeiten in der Terminsuche sind Robin und Tim mal wieder am Start, mit umso spannenderen Büchern!
Das erste Buch der Folge – “Maschinen wie ich” von Ian McEwan – stellt Robin vor. Sein neuestes Werk spielt in einer parallelen Welt, in der sich der Vater der modernen Informatik Alan Turing nicht umgebracht hat, sondern aufgrund seiner damalig illegalen Homosexualität ins Gefängnis zu gehen (seine Geschichte sollte viel mehr Leuten bekannt sein und lohnt sich, nachzulesen). Das führt dazu, dass er die Informatik weiter vorangetrieben hat und man sich in den 80er Jahren bereits auf einem Stand befindet, der weiter ist als die aktuelle Technologie. Der Protagonist entscheidet sich dazu, um seine Nachbarin zu beeindrucken, einen Androiden anzuschaffen, der nach den Asowschen Gesetzen erschaffen wurde. Allerdings beginnt er, ein Eigenleben zu entwickeln. Dabei entsteht ein Roman, der Sci-Fi-Fans nichts neues bieten wird. Leute, die nichts mit der Materie zu tun haben, werden aber aufgrund des guten Schreibstils und der Thematik auf ihre Kosten kommen. Eine halbe Empfehlung!
Tim stellt “Das Leben ist eines der Härtesten” vor, dem Debütroman der Neomagazin-Royal-Autorin Giulia Becker. Das Buch dreht sich um Silke, eine fürsorgliche, liebenswerte Mitarbeiterin der Bahnhofsmission. Bei der ist sie gelandet, weil sie sich durch eine Kurzschlussreaktion so doll verschuldet hat, dass sie die Sozialstunden selbst 10 Jahre danach abarbeiten muss. Im Grunde genommen findet sie das aber nicht schlimm und ist mit der Arbeit sehr zufrieden. Ihre alte Nachbarin Frau Goebel will vor ihrem Tod einen Traum erfüllen und ins Tropical Island. Mit zwei weiteren Freundinnen machen sie also einen Roadtrip. Das Buch ist voller Liebe zum Detail und den Charakteren erzählt. Dabei sitzt jede Pointe und es gibt viel Humor, ohne, dass sich über die Figuren lächerlich gemacht wird. Dabei wird es auch stellenweise tragisch und ernst, was den Roman zu einem der spannendsten Bücher macht, die dieses Jahr rausgekommen sind.
Das letzte Buch der Ausgabe stellt Robin vor, und es handelt sich um den Abschluss der Trisolaris-Trilogie “Jenseits der Zeit” von Cixin Liu. Das Buch schildert in einer Zeitspanne von ca. 300 Jahren die Zeit mit dem Frieden der Trisolarier, die mittlerweile mit den Menschen zusammenleben. Eine Ingenieurin macht jedoch aus dem Kälteschlaf auf und mit ihr eine geheime Mission, die den Frieden erneut ins Wanken bringen könnte. Das Buch ist wie gewohnt im wahrsten Sinne des Wortes Episch. Mit großen Ideen und spannenden Punkten kommt die Reihe zu einem gelungenen Abschluss, auch wenn Robin nicht ganz zufrieden mit dem Ende war. Die Trilogie lohnt sich aber alle Male!
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Titel: Maschinen wie ich
Titel: Das Leben ist eins der Härtesten
Titel: Jenseits der Zeit
Der Beitrag Folge 63: Wir, Roboter erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Allein zu zweit! Robin und Tim bestreiten nach längerer Zeit eine Folge ohne Mara oder Kayleigh, und haben einige neue Sachen im Gepäck. Zum einen gibt es jetzt einen Papierstau-Webshop, der euch mit allem möglichen Merch versorgt. Zum anderen gibt es ab jetzt auch eine Patreon-Seite, auf der man uns direkt unterstützen kann. Die Crew würde sich freuen!
Das erste Buch der Folge stellt Robin vor, der mit “Großmutters Haus” von Thomas Sautner eine kleine Perle für sich entdeckt hat. In dem Buch geht es um Malina, die eines Tages ein mysteriöses Päckchen voller Geld bekommt. Neben den Scheinen lag auch eine Notiz bei, durch die der Absender deutlich wird: ihre Großmutter, welche sie nie kennengelernt hat, da ihre Familie über sie den Mantel des Schweigens hüllte. Also heißt es, auf in die alte Heimat, von der Großstadt aufs Land. Dort angekommen merkt sie schnell, dass ihre Großmutter “Kräutermischungen” verkauft – Gras mit besonderen Kräutern, das vor allem die Kreativität fördert. Die beiden freunden sich schnell an und es entsteht ein leichter, wunderbar geschriebener Sommerroman raus, den Robin wärmsten empfehlen kann.
Tim hat sich mal wieder einem Buch von Haruki Murakami gewidmet, nämlich der Liebesgeschichte “Naokos Lächeln”. In dem Buch geht es um Tōru, einen Studenten in den zwanzigern und den Bindungen und Beziehungen, die er mit verschiedenen Leuten hat. Zum einen die Titelgebende Naoko, die mit seinem besten Freund zusammen war, der bei einem Autounfall gestorben ist. Der Kontakt verlor sich nach dem Ereignis, bis sie sich eines Tages zufällig in Tokyo treffen und regelmäßig lange Spaziergänge unternehmen. Darüber hinaus geht es um eine Kommilitonin, mit er sich gut anfreundet, einem älteren Studenten, mit dem er öfter Mädchen aufreißen geht und vielen Personen mehr. Bei dem Buch werden viele Feinheiten in Murakami typischer Manier eingefangen und mit vielen Gesprächen zementiert. Seine elegante Schreibweise und die Charaktere machen das Buch zu mehr als einem einfachen Liebesroman, der allerdings durch die leider sehr seltsamen Sexszenen nicht gänzlich rund ist.
Den Abschluss macht Robin mit einem Buch, das in letzter Zeit für viel Aufsehen gesorgt hat: “GRM: Brainfuck” von Sibylle Berg. Das Buch handelt von vier Teenagern, die in einem dystopischen England in der nahen Zukunft leben. Rochdale ist ein Ort voller Armut, Elend und den Übersehenden der Gesellschaft. Dort aufzuwachsen ist kein Zuckerschlecken, denn für die Anwohner gibt es im Grunde keine Perspektive. Das Buch holt zu einem Rundumschlag aus, der jeden mitten ins Gesicht trifft. Es werden unter anderem Themen wie Privatsphäre, Überwachung, Neoliberalismus, Kapitalismus, Nationalismus, Sexismus, Xenophobie und toxische Männlichkeit auf eine so radikale und drastische Art und Weise behandelt, wie die beiden es in der Form selten sehen haben. Hinzu kommt der staccatoartige Stil, der die perfekte literarische Umsetzung von Grime ist und das Geschehen einmalig einfängt. Ein Buch, dass jeder einmal gelesen haben sollte.
Zum Schluss gibt es noch zwei Empfehlungen begleitend zum Buch. Eine nette Instagramerin hat eine Grime Spotify-Playlist erstellt, die Leuten einen guten Zugang und Überblick in die Szene gibt und den Stil wahrscheinlich etwas nachvollziehbarer macht.
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Titel: Großmutters Haus
Titel: Naokos Lächeln
Titel: GRM: Brainfuck
Der Beitrag Folge 62: No Risk, No Fun erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
**English below**
Joey Goebel ist derzeit auf Lesereise durch den deutschsprachigen Raum. Als Robin gesehen hat, dass der Bestseller-Autor im ca. eine Stunde entfernten Gütersloh eine Lesung hält, ging es ans Pläneschmieden! Das Interview wurde angefragt und bestätigt, die Presseplätze ebenso. Dann die große Frage: Wer soll dabei sein? Robin und Kay standen fest, und Tim hat sich auch dazu entschlossen, die Reise anzutreten und dabei für ein paar Tage zum ersten Mal die Crew in Münster zu besuchen. Das war ein großer, wenn auch nicht ganz so produktiver Spaß, denn die Folge diese Woche musste leider ausfallen.
Joey Goebel is currently on a reading tour throughout Germany and Switzerland. When Robin saw, that he will be in Güthersloh – which is about an hour away from Münster – plans needed to be made! He sent an interview request and we got three seats for the evening. So the biggest question was: Who wants to come with? Robin was set and Kay as well, since she also read the books and is a native English speaker. But Tim decided to take this opportunity for a visit and to stay for a couple of days for the first time! While it was all fun, they weren’t really productive so that this weeks episode is delayed.
Der Beitrag Interview with Joey Goebel erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Robin und Tim haben sich mal wieder zusammengesetzt, um über alles außer Bücher zu sprechen! Dieses Mal geht es sogar nicht um Videospiele, sondern ausschließlich um Filme und Serien.
Weiter geht es mit der Netflix Eigenproduktion “Tuca & Bertie” von Lisa Hanawalt, die vor allem als Comicautorin bzw. -zeichnerin, sowie Produktionsdesignerin bei “Bojack Horseman” bekannt ist. Die Animationsserie dreht sich um zwei Vögel: Bertie, eine eher introvertierte Frau und ihre beste Freundin Tuca, das genaue Gegenteil. Dabei behandelt die Serie mit einer unvergleichlichen visuellen Präsentation und einem grandiosen Humor ernste und aktuelle Themen wie Sexismus, Alkoholismus und sexuelle Belästigung. Dabei gelingt ihr die Gratwanderung zwischen diesen Themen und dem Humor hervorragend.
Die beiden haben außerdem “Die Unglaublichen 2” von Brad Bird gesehen, nachdem vor 14 Jahren der erste Teil lange auf die Fortsetzung hat warten lassen. Der Film knüpft direkt an seinem Vorgänger an und stellt dieses Mal Mrs. Incredible in den Vordergrund, die von einem reichen Menschen das Angebot bekommt, Superhelden wieder positiv in der Gesellschaft zu besetzen. Der zweite Teil schafft es geschickt, wichtige Themen, Spannung und eine brillante Optik miteinander zu Kombinieren und steht somit dem ersten Teil in nichts nach.
Zum Schluss geht es noch kurz um die Serie “Archer”, die eine Parodie auf den klischeehaften, james-bond-artigen Geheimagent ist. Die Serie dreht sich um Sterling Archer, einem narzisstischen, misogynen, alkoholsüchtigen Agenten mit Mutterkomplex und der Belegschaft von ISIS, einem privaten Geheimdienst. Mit großartigen Running-Gags und einem besonderen 50er-Jahre-Comic-Look hat die Serie die beiden schnell begeistert.
Das war’s für diese Folge, bis zum nächsten Mal – lest/guckt/zockt was Gutes!
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Der Beitrag Nachtgeflüster #8 erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Nach den aufregenden letzten Folgen mit vielen Interviews geht es heute mal wieder etwas ruhiger zu. Robin, Tim und Mara sprechen mal wieder klassisch über drei aktuelle Bücher, die sie vor kurzem gelesen haben.
Robin macht den Anfang mit “Nordwasser” von Ian McGuire, der 10 Jahre nach der Veröffentlichung seines Debüts nun sein zweites Buch rausbringt. Das Werk handelt von der Besatzung eines englischen Schiffs, das im 19 Jahrhundert zu einer Walfangexpedition in Richtung Norden aufbricht. Bei findigen Kennern werden hier bereits alle Alarmglocken läuten, denn als erstes kommt einem natürlich “Moby Dick”, die Mutter aller Walfanggeschichten, in den Sinn. Das Buch geht aber in eine ganz eigene Richtung, in dem es mit roher Sprache und finsteren Charakteren eine düstere Kriminalgeschichte beschreibt, die sich viel um die Psychologie der Protagonisten und philosophische Ansichten dreht. Ein großartiges Buch, von dem Robin eine unbedingte Leseempfehlung ausspricht!
Mara macht mit einem gänzlich anderen Buch weiter: “#ichwillihnberühren” von OJ und Er. Die Geschichte basiert auf einer wahren Story, die aus einem Jodel hervorgegangen ist. Zwei Kumpel verbringen einen Abend zusammen, der eine liegt in Unterhosen im Bett, der andere neben ihm. Was sie nicht wissen: beide sind ineinander verliebt. Das Buch beschreibt die Ereignisse davor, wie es zur Situation gekommen ist und was danach passiert ist aus den Perspektiven der beiden und schafft es dabei, gleichermaßen rührend, lustig und romantisch zu sein, ohne dabei auch nur ansatzweise kitschig zu wirken. Eine klare Empfehlung von Mara!
Das letzte Buch stellt Tim vor, der sich mit “Joyland” von Stephen King eines der eher unbeliebteren Werke der jüngeren Vergangenheit des Master of Horror geholt hat. Das Buch handelt von einem Studenten, der in den Ferien arbeiten gehen will, um sich das Studium zu finanzieren. Nachdem er durch eine Anzeige auf einen Job im titelgebenden Vergnügungspark gestoßen ist, bewirbt er sich und wird sogleich angenommen. Es geht um das Leben und Arbeiten im Park, Freundschaft, Liebe und Mysterien, die Tim voll und ganz erwischt haben. Er war begeistert von der sommerlichen Atmosphäre, dem grandiosen Schreibstil und den sympathischen Figuren. Wer ein Werk voller Spannung erwartet, wird hier zwar enttäuscht sein, dafür erwartet einen aber ein großartiges Stück Literatur.
Das war’s für diese Folge. Nächste Woche wird es ein Nachtgeflüster geben, in dem sich Robin und Tim über Serien und Filme unterhalten werden. Bis dahin – lest was Gutes!
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Titel: Nordwasser
Titel: #ichwillihnberühren
Titel: Joyland
Der Beitrag Folge 61: Gezeitenwechsel erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Tim hat sich mit Mikkel getroffen, um über sein Buch “Viggo – A PietSmiet Story”, das Thema der aktuellen Folge ist, zu sprechen. Außerdem geht es um den Entstehungsprozess, Vorbilder und warum Jay wie eine Kakerlake ist. Es wird also spannend!
Bis zur nächsten Folge – lest was Gutes!
Der Beitrag Interview mit Mikkel Robrahn erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
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