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Frühlingsanfang. Endlich! Und um das zu zelebrieren feuern wir auch gleich die nächste Folge raus und geben euch Stoff auf die Ohren, zu dem ihr entspannt die ersten Sonnenstrahlen auf der Liege im Garten aufsaugen könnt.
Rezensionstechnisch feiert dann Mara heute auch ihr doppeltes Debüt – ihr erstes Rezensionsexemplar ist bei ihr angekommen und zudem beginnt sie auch gleich mit ihrer Zusammenfassung unsere Folge. „Die Unsterblichen“ von Chloe Benjamin hat den weiten Weg vom btb Verlag in ihr Bücherregal gefunden und sich dort seinen Platz im reichen Inventar toller Werke würdig verdient.
Ebenfalls sehr begeistert von seinem dieswöchigen Buch war Robin, der mit „Das Licht“ von T.C Boyle nicht nur einen Ausnahmeautoren auffährt, sondern mit der faszinierenden Geschichte um den Harvard-Professoren Leary und dessen Assistenz Fitz auch noch eine von wahren Begebenheiten inspirierte Erzählung mitbringt, die im Laufe seiner Handlung mehr und mehr mitreißt.
Den Abschluss der heutigen Folge macht Kay mit einem zugegeben etwas nischigem Werk: „David Bowie – Ein Leben“ von Dylan Jones, ein autobiographisches posthum-Werk zum Leben eines der schillerndsten Paradiesvögel, der wohl je unsere Erde bewandert hat, wurde freundlicherweise vom Rowohlt-Verlag zur Verfügung gestellt und fügt sich perfekt in die Reihe der Fan-Must-Haves für jeden Bowie-Enthusiasten ein.
Damit sind wir dann auch schon am Ende dieser Folge – freut euch bald auf unser Buchmesse-Special, denn Leipzig öffnet den Literaturfreunden seine Tore. Vielleicht sieht man sich ja dort? Bis dahin – lest was Gutes!
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Titel: Die Unsterblichen
Titel: Das Licht
Titel: David Bowie: Ein Leben
Der Beitrag Folge 56: Visionen erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Nachdem in Folge 55 bereits ein kleiner Ausschnitt vorkam, gibt es hier nun das ganze Interview! Tim hat Jan Wehn bei seinem Tourstopp in Leipzig getroffen und knapp eine Stunde mit ihm gesprochen. Nach einer ungefähr einstündigen Fahrt zum Hotel (wer hätte gedacht, dass Leipzig so groß ist?), hat Jan sich viel Zeit genommen – mehr, als abgesprochen war – um über seine ersten Kontakte zur Literatur, seine Novelle “Morgellon”, Verschwörungstheorien, sein neues Buch “Könnt ihr uns hören?”, das er zusammen mit Davide Bortot geschrieben hat und natürlich eine ganze Menge Deutschrap zu palavern. Nach dem Interview hat der gute Edgar von “It’s Yours” (YouTube) bereits gewartet, um als nächstes mit Jan zu sprechen. Das Ergebnis könnt ihr bald auf seinem Youtube-Kanal sehen, der ohne sehr zu empfehlen ist. Grüße!
Kurz nach dem Termin stand dann auch schon der Auftritt an, den Tim beiwohnen durfte. Jan und Davide haben dabei etwas aus ihrem Buch vorgelesen und ein paar Anekdoten erzählt. Später kamen dann auch noch der Leipziger DJ Ron und the one and only Trettmann auf die Stage, um über ihre Erfahrungen in der Rapszene zu sprechen. Es war ein wirklich schöner, unterhaltsamer und interessanter Abend, den Tim nur weiterempfehlen kann. In jeder Stadt gibt es andere Gäste, die etwas mit dem Buch zu tun haben und das ist die Karte alle Male wert!
Der Beitrag Interview mit Jan Wehn erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Es wird nischig! Im ohnehin schon special-interest Segment der Bücher haben sich Robin und Tim wiederum special-interest Werke ausgesucht, die sie schon länger besprechen wollten, aber nie wirklich in eine Folge einbetten konnten – was jetzt allerdings der Fall ist.
Tim macht weiter mit einer Doppelvorstellung, bei der beide Bücher aus der Feder des selben Autors stammen (beim zweiten Buch zumindest halb), nämlich von Jan Wehn. Der HipHop-Journalist ist bekannt als Gastgeber des fantastischen „AllGood-Podcasts“ (SoundCloud) und hat bereits zwei Bücher veröffentlicht. Sein Debüt, die Novelle “Morgellon”, handelt von Noah, einem Studenten, der gerade dabei ist, eine Hausarbeit zu schreiben. Er hat noch einen Haufen an Medikamenten seines kürzlich verstorbenen Opas und denkt sich: Warum die schlecht werden lassen, wenn ich auch welche nehmen kann? Ein befreundeter Dealer erzählt ihm das erste Mal von Chemtrails, und auch wenn Noah nicht so recht daran glauben will, nimmt er deutliche Anzeichen von Auswirkungen wahr und steigert sich immer weiter in das Thema hinein. DIe Novelle traf genau Tim’s Geschmack: hart, schonungslos und ein Charakter, der immer mehr dem Wahn verfällt. Eine intensive und spannende Erzählung, von deren Sorte Jan Wehn in Zukunft hoffentlich häufiger schreibt.
Das zweite Buch “Könnt ihr uns hören?” von Jan Wehn und Davide Bortot macht derzeit die Runde, denn es beschäftigt sich mit einem der größten Musikgenres in Deutschland der Gegenwart: Hip-Hop. Genauer gesagt: Deutschrap. In Form einer Oral History haben die beiden Interviews mit über 100 Leuten geführt und zusammengetragen, womit die Geschichte von Deutschrap von mitte der 80er Jahre bis zur Neuzeit von seinen Protagonisten geschildert wird. Ein hoch interessantes Konzept, das Tim’s Meinung nach ganz und gar aufgeht. Es gab wohl nie einen so unverklärten, weitreichenden Blick über das Thema mit so vielen kleinen Anekdoten und Geschichten, dass es nicht nur für Fans von Rap ist, sondern generell für Leute mit einem Interesse für Musikgeschichte. Eine große Empfehlung!
Das Vorgeplänkel wurde dieses Mal zugunsten eines Interviews übersprungen, das Tim mit Jan Wehn in Leipzig führen durfte. Dieser ist nämlich mit Davide Bortot zur Zeit auf Tour und Tim legt euch wärmstens ans Herz, zu einem der Termine hinzugehen! In jeder Stadt haben sie verschiedene Gäste, die Teil des Buches sind und liefern eine extrem interessante Veranstaltung ab!
Hier noch die Links zu den Videos, die in der Folge erwähnt wurden:
Mickey Mouse – Steamboat Willie
Harald Lesch – Chemtrails
Quarks & Co – Verschwörungstheorien
Gibt es Antisemitismus im deutschen Rap?
Hoaxilla-Podcast #54 – Chemtrails
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Titel: Walt Disneys Mickey Mouse: Die ultimative Chronik
Titel: Morgellon
Titel: Könnt ihr uns hören?: Eine Oral History des deutschen Rap
Der Beitrag Folge 55: Nischen erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Robin und Tim sprechen mal wieder über alles, was nicht mit Büchern zu tun hat! Zuerst dreht sich das Gespräch um zwei Serien, die beide gesehen haben. Robin hat Tim “Matroschka” bzw. “Russian Doll” empfohlen, die neue Serie von Natasha Lyonne, Amy Poehler und Leslye Headland. Es dreht sich um Nadia, die die Nacht ihres Geburtstags immer und immer wieder erlebt. Der Twist: Sie trifft im Laufe der Serie auf jemanden, der das gleiche Schicksal erleidet – nun versuchen beide herauszufinden, was es mit der Situation auf sich hat. Die Serie schafft es, mit der erzählerischen Konvention des scheinbar vollkommen ausgelutschten Groundhog-Day-Story zu brechen und mit großartigen Dialogen und einer starken filmischen Umsetzung ihre eigene Perspektive zu bieten. Große Empfehlung, zumal es nur 8 Folgen gibt!
Weiter geht es mit “Kingdom”, die Tim Robin empfohlen hat. Es geht um eine Zombieapokalypse im mittelalterlichen Korea, den davon betroffenen Königshof und den daraus resultierenden Machtspielen zwischen dem Kronprinzen und einem einflussreichen, nach Macht lüsternen Klan. Die erste Staffel mit gerade einmal 6 Folgen fand bei den beiden großen Anklang, vor allem durch die hervorragende visuelle Umsetzung und das unverbrauchte Setting. Im Vordergrund steht die Politik, und nicht die Zombies, was es im Vergleich zu “The Walking Dead” auch deutlich spannender macht.
Von Serien geht es nun zu Videospielen! Robin hat sich “Anthem” von Mass-Effect-Entwickler BioWare besorgt und ausgiebig gespielt. Das Spiel sorgt für eher durchwachsene Kritik und enttäuschte Fans für Furore, deren Meinung Robin nicht ganz Teilen kann. Er hatte sehr viel Spaß mit dem Spiel und fand es im Vergleich zu Destiny oder ähnlichen Loot-Shootern sogar deutlich motivierender. Ein Punkt, den er aber nicht abstreitet sind Bugs. Die reichen von fehlendem Sound hin zu spielentscheidenden Dingen, sodass eine Quest nicht beendet werden konnte. Das ist aber alles nichts, was sich nicht beheben lässt.
Tim hat sich auch mal wieder ein Spiel gegönnt, und zwar “Titanfall 2”! Ja, er mag zwar late to the Party sein, aber es ist schließlich nie zu spät, gute Spiele nachzuholen. Er sah es vereinsamt für 10 Euro im MediaMarkt und konnte einfach nicht daran vorbeigehen. Das Spiel bietet eine überraschend gute Story mit nahezu perfektem Gameplay, was man von ehemaligen Modern-Warfare-Entwicklern ja kennt. Tim bedauert, dass sich der Teil nach dem eher Erfolg nicht gut verkauft hat und es wohl schlecht für einen Nachfolger aussieht, denn in der Reihe steckt deutlich mehr Potential.
Zum Schluss geht es noch im Steam und die Überflutung von schlechten Spielen, die die Plattform alles andere als positiv dastehen lassen. Dagegen setzt Epic auf einen eigenen Store, der mehr Ordnung und bessere Deals verspricht. Eine unterstützenswerte Konkurrenz zum Monopolisten, die beide begrüßenswert finden. Weiter geht es noch mit Valve an sich, die Marken, auf denen sie sich ausruhen und was für eine seltsame Firma es eigentlich ist.
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Der Beitrag Nachtgeflüster #7 erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Nachdem die ersten Gehversuche des Frühlings gescheitert sind und es nun wieder angemessen kalt für den Winter ist, ist auch Schluss mit der guten Laune bei den Büchern! Allerdings nicht bei Robin, Tim und Kayleigh – auch, wenn ihre Buchauswahl anderes verspricht.
Den Anfang der Folge macht Tim, der sich einiges vorgenommen hat. “Schlachthaus 5 oder der Kinderkreuzzug” von Kurt Vonnegut gilt nicht nur als eines der berühmtesten Werke des Autors, sondern der gesamten Postmoderne. Es erzählt die Geschichte von Billy Pilgrim, der die Bombardierung von Dresden im zweiten Weltkrieg als Kriegsgefangener überlebt hat. Soweit, so normal. In der Geschichte findet allerdings ein Bruch statt, als Billy von Aliens entführt wird und die Fähigkeit erlangt, in der Zeit zu reisen. Tja, damit habt ihr nicht gerechnet, was? Das Ganze ist schwer in Worte zu fassen und begreiflich zu machen, worin die Genialität dieses Werkes steckt, man muss es selber erfahren!
Kayleigh macht weiter mit “Der Junge” von Alex Dahl, eine entfernte Verwandte von Roald Dahl. Das Buch dreht sich um eine erfolgreiche Frau mit einem erfolgreichen Mann und ihrer gemeinsamen Tochter in einer kleinen Stadt in Norwegen. Eines Tages wird ein Junge vor einem Supermarkt gefunden, und sie wird darum gebeten, sich seiner anzunehmen. Davon ist sie jedoch gar nicht begeistert. Von da an passieren allerhand merkwürdiger Dinge und eine Leiche wird gefunden – aller Wahrscheinlichkeit nach seiner Mutter. Sie merkt aber, dass mit dem Jungen etwas nicht zu stimmen scheint und er etwas zu verbergen hat. Kay fand das Buch aufgrund der Beschreibung der Gedanken der Protagonistin und dem spannenden Handlungsverlauf sehr empfehlenswert, vor allem im Vergleich zu ihrem Buch aus der letzten Folge, welches ja eine ähnliche Prämisse hatte, aber eben nichts daraus gemacht hat.
Passend zum Vorgeplänkel stellt Robin das letzte Buch der Folge vor – “Tired”. Self-published von Phil Jaco. Es geht um einen Arbeiter in den USA, der die meiste Zeit in seiner Wohnung mit Alkohol, Zigaretten und Fernsehen. Hin und wieder schaut sein Nachbar, ein dauerkiffender Informatiker, bei ihm vorbei und sie machen nichts. Ihm es allerdings lieber, alleine zu seine. Bis sein Nachbar auf einmal verschwindet. Das Buch schafft es, gleichermaßen zynisch, böse und unterhaltsam zu sein und Robin war schwer beeindruckt, da es sich sehr von dem derzeitigen Buchmarkt abhebt. Ein geniales Werk, welches die Tristesse der Realität wie kein zweites einzufangen vermag.
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Titel: Schlachthof 5 oder Der Kinderkreuzzug
Titel: Der Junge
Titel: Tired
Der Beitrag Folge 54: Tristesse erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Es scheint, als wolle 2019 den Frühling dieses Jahr besonders rasch einläuten und bringt neben fast schon sommerlich anmutenden Temperaturen eine neue Folge Papierstau Podcast mit sich.
Diese Folge beginnt Kay gleich mit einem spannungsversprechenden Psychothriller, der sich jedoch mit der Zeit eher als gefühlsintensives Beziehungsdrama erweist. „Das andere Haus“, Debütroman der Autorin Rebecca Fleet erzählt die Geschichte der Marketingangestellten Caroline, ihrem tablettenabhängigen Ehemann Francis und dem nervenaufreibendem Gefühl, dass einen etwas verfolgt, was man schon lange hinter sich gelassen haben wollte.
Robin wartet dagegen mit einer deutlichen Empfehlung auf: „Gotteskind“ von John Wray begleitet die junge Amerikanerin Aden Sawyer durch die aufregende Zeit des Erwachsenwerdens und nimmt uns dabei mit auf eine Reise, die uns bis nach Pakistan führt, in dem das von fremden Ideologien und Durst nach dem Neuartigen verführte Mädchen den Islam studieren will, um sich zuletzt den Taliban anzuschließen. Mit ihrem guten Freund Decker im Gepäck und ihrer neuen Identität als junger Mann muss Aden doch nur allzu bald schon erkennen, dass in diesem Abenteuer nicht die erhoffte Erlösung liegt, sondern dieser vermeintlicher Befreiungsschlag sie nur in die Hände weitaus bedrohlicherer Umstände getrieben hat. Robin ist sichtlich angetan von der spürbaren Realitätsnähe des deutlich als Roman und nicht als Tatsachenbericht zu verstehenden Buchs, fieberte und fühlte mit der jungen Protagonistin mit und lobt auch die gut ausgearbeiteten Coming-of-Age Elemente, die der Autor kunstvoll in diese sensible und zugleich mitreißende Geschichte hat einfließen lassen.
Das Schlusslicht in der heutigen Folge bildet Mara, deren Rezensionsexemplar „A Head full of Ghosts“ von Paul Tremblay Erfolgsrezepte bekannter Horrorklassiker aufgreift und ihnen einen neuen Anstrich verpasst.
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Titel: Das andere Haus
Titel: Gotteskind
Titel: A Head Full of Ghosts – Ein Exorzismus
Der Beitrag Folge 53: Stoßgebete erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Es ist wieder an der Zeit, um über alles außer Bücher zu sprechen! Robin und Tim haben sich mal wieder getroffen, um dieses Mal über Serien und Videospiele zu reden.
Zu Beginn sprechen sie über zwei Animes, die in der Community natürlich schon lange kein Geheimtipp mehr sind, für den gewöhnlichen Netflixzuschauer allerdings vielleicht schon!
Ganz anders sieht es bei “One Punch Man” aus, der eine brillante Parodie der Shonen-Klischees darstellt – abseits von der hervorragenden eigenen Story, die sich im Laufe der Staffel entwickelt. Es geht um Saitama, der jeden Gegner mit einem Schlag niederstreckt. Das Problem: er ist zu stark. Er will einfach nur wieder das Gefühl bekommen, was er bei seinen ersten Kämpfen hatte. Die Serie funktioniert wahrscheinlich besser, wenn man die üblichen Verdächtigen schon mal gesehen hat (Dragon Ball Z, One Piece, Bleach, Naruto undundund oderoderoder), aber schafft es trotzdem, auf eigenen Füßen zu stehen und eine wirklich ernstgemeinte Dekonstruktion des Genres aufzuzeigen.
Das nächste Thema ist ein großes Problem, was viele Videospiele haben, es aber nur bei den wenigsten wirklich auffällt: Ludonarrative-Dissonanz. Klingt fancy, ist aber eigentlich ganz simpel: es gibt einen Widerspruch zwischen der spielerischen Seite und der geschichtlichen Seite. Dabei unterhalten sie sich über “Uncharted”, die neue “Tomb Raider”-Trilogie und allem voran “The Last of Us”, dass bei beiden einfach nicht so gezündet hat wie für den Rest der Welt. Welches ihre größten Probleme waren, wo sie drüber hinwegsehen können und was sie sich von der Fortsetzung erhoffen, besprechen sie in aller Ausführlichkeit.
Der letzte Block bilden noch mehr Videospiele! Denn Robin konnte mittlerweile einige neue Titel spielen, während Tim mit seinem Umzug und neben der Uni wenig Zeit dafür hatte (was sich auch bald ändern wird. Hoffentlich!) Robin hat nämlich das neue Remake von “Resident Evil 2” gespielt, welches überall als eines der besten Remakes aller Zeiten betitelt wird. Dem kann er nur zustimmen – was aber trotzdem seine Probleme mit sich bringt, nämlich der Resident Evil typischen Kombination aus Rätseln und einem relativ großen Areal. Robin wurde mit dem alten Ansatz nicht warm, was allerdings keinesfalls bedeutet, dass Fans des alten Teils enttäuscht sein werden, ganz im Gegenteil!
Zum Abschluss geht es dann noch um die “Yakuza”-Reihe, die glücklicherweise nach und nach ihren Weg auf die Playstation 4 findet. Als gute Alternative zu GTA bietet Yakuza eine Menge Möglichkeiten auf einer deutlich kleineren, dafür umso sorgfältiger gestalteten Map. Eine pathetisch-kitschige Story macht das Gesamtpaket komplett, das sie beide nur wärmstens empfehlen können.
Das war’s für dieses Mal. Nächste Woche gibt es dann wieder eine normale Folge, bis dahin: schaut/zockt/lest was gutes!
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Der Beitrag Nachtgeflüster #6 erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Wenn drei Leute aus Versehen drei Stephen-King-Bücher lesen, gibt es eben ein ungeplantes Special! Robin, Tim und Mara setzen sich zusammen, um über den Meister des Horrors zu sprechen!
Robin macht den Anfang mit seinem bis dato längstem Werk: “The Stand”. Nachdem das Buch auf Wunsch des Verlages gekürzt wurde – damals auf knappe ca. 1200 Seiten – umfasst die Neuauflage nun alles, was von King vorgesehen war. Das Buch beläuft sich auf 1700 Seiten und schildert, kurzgefasst, den Ausbruch, Verlauf und die Folgen eines tödlichen Grippevirus, welches von der Regierung gezüchtet wurde. Dabei entwirft er ein weites Bild mit großartig geschriebenen Charakteren, die vom ungewollt schwangeren Teenager bis hin zum drogensüchtigen, verschuldeten Rockstar reichen. Eines haben die Protagonisten jedoch gemein: Sie alle sind offensichtlich nicht gestorben, im Gegensatz zu den restlichen 90% der USA. Was von da an abgeht, ist ein Epos, das seinesgleichen sucht. Robin spricht eine dicke – no pun intended – Empfehlung aus – vorausgesetzt, ihr bringt ein wenig Geduld mit.
Mara macht weiter mit einem der – wohl nicht zuletzt durch den Film – bekanntesten Werke von King: “Sie”, bzw. “Misery”. Die Geschichte dreht sich um einen Autor, der nach einem Autounfall bei einer fremden Frau aufwacht, die ihm das Leben gerettet hat. Seine Beine stehen jedoch in alle Richtungen ab und sind durch die Schmerzen unbenutzbar. Durch die starken Schmerzmittel wird er von denen auch noch abhängig und das alles in den Fängen seiner selbsternannten größten Fans. Sie zwingt ihn dazu, einen neuen Teil seiner berühmten Misery-Bücher zu schreiben, und von da an entwickelt sich eine zutiefst verstörende Beziehung. Das Buch schafft es, in nur einem Raum und mit zwei Charakteren eine unvergleichliche Spannung und Dynamik aufzubauen, die den Leser von Anfang bis Ende mitfiebern lässt.
Tim macht den Abschluss mit “In einer kleinen Stadt – Needful Things”. Es geht um die, dem geneigten King-Leser nicht fremde, Stadt Castle Rock, in der Leland Gaunt den titelgebenden Kramladen eröffnet. Er stößt bei den Einwohnern auf großes Interesse, bietet er ihnen doch irgendwie alles, was sie schon immer haben wollten. Einen kleinen Preis müssen sie jedoch alle bezahlen: In bester Pate Manier wird er sie um einen Gefallen bitten. Dabei handelt es sich um einen kleinen Streich, der von den Leuten gespielt werden soll und letzten Endes zu großen Eskalationen führen wird. Auch hier schafft es King wieder, eine Menge Charaktere lebendig wirken zu lassen und wirklich die letzte Schublade der Persönlichkeiten zu öffnen. Dabei kommen ungeahnte Sachen an den Tag, die in einem furiosen Finale zusammenlaufen.
Nächste Woche wird es ein neues Nachtgeflüster geben, bevor es die Woche darauf wie gewohnt weitergeht. Bis dahin – lest was Gutes!
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Titel: The Stand – Das letzte Gefecht
Titel: Sie – Misery
Titel: In einer kleinen Stadt – Needful Things
Der Beitrag Folge 52: Alles nur Zufall?! erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Back to the Roots! Dieses Mal haben sich nach langem Robin und Tim mal wieder alleine zusammengesetzt, um diese Folge gemeinsam zu bestreiten. Sie erzählen, was sie über die Feiertage und danach so getrieben haben, was im Falle von Tim einiges und im Falle von Robin nicht so viel war. Leben auf der Überholspur und so!
Im Vorgeplänkel gibt es zwei relativ aktuelle Themen. Zum einen hat die Ullstein Verlagsgruppe beschlossen, ihre Bücher nicht mehr in Plastik einzupacken. Hoffentlich machen es ihnen mehr Verlage gleich, die beiden finden den Schritt nämlich unbedingt notwendig. Dann gibt es noch traurige Zahlen zu vermelden: der deutsche Buchmarkt hat in den letzten Jahren einen starken Rückgang an Konsumenten und Einnahmen verzeichnet, und die beiden versuchen zu ergründen, woran das liegen könnte. Dabei stellt sich heraus, dass in Robin ein ungeahntes Marketingtalent schlummert!
Das erste Buch der Folge stellt Tim vor, und es handelt sich um ein bereits etwas älteres Werk, welches er in einem Antiquariat ergattert hat: “Verirrt in den Zeiten” von Oswald Levett. Es handelt von einem verzweifelten, jungen Mann, der nach dem Tod seiner Geliebten wie wahnsinnig daran arbeitet, eine Zeitmaschine zu entwickeln, mit der er sie noch einmal treffen kann. Dabei geht etwas schief, und er landet im 17. Jahrhundert, in Mitten des 30-jährigen Krieges. Tim fand vor allem den Schreibstil des Buches hinreißend und poetisch schön, und gepaart mit dem unterschwelligen Konflikt ist es ein Buch, welches völlig zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist.
Robin macht weiter mit “Gun Love” von Jennifer Clement, das derzeit heiß diskutiert wird. Es geht um eine Mutter mit einem Kind in der Pubertät, die zusammen in einem alten Auto am Rande eines Trailerparks in Florida leben. In der Nähe wurde ein siamesischer Alligatorzwilling gesehen und schnell zur Touristenattraktion, Als die beiden sich das auch angucken wollten sehen sie, dass irgendjemand das Tier erschossen hat. Und das ist nur der Anfang, denn Waffen spielen in diesem Buch eine große Rolle. Ohne die Tür einzutreten schafft es das Buch, ganz subtil den Fuß in die Tür zu setzen und dabei den Wahnsinn der Waffengesetze in den USA zu hinterfragen. Mit einem grandiosen Schreibstil hat Robin jetzt schon einen Kandidaten für sein Buch des Jahres!
Das letzte Buch stellt Tim vor, und es handelt sich um “Afterdark” von Haruki Murakami. Das Buch schildert die Geschichten verschiedener Leute, die eine Nacht in Tokyo verbringen. Dabei geht es um eine Schülerin, die einen Jungen trifft, ihre Schwester, die in einem komaartigen Zustand ist, die Besitzerin eines Love-Hotels und einen Angestellten in einem IT-Unternehmen, deren Schicksale auf die eine oder andere Weise miteinander verknüpft sind. Wie immer schafft es Murakami, einen unvergleichlichen erzählerischen Stil darzulegen, wer jedoch eine tatsächliche Story erwartet, dürfte enttäuscht werden. Vielmehr geht es um den Moment, die Gespräche und die ungewöhnliche Erzählperspektive, die das Buch zu etwas Besonderem macht.
Das war’s für diese Folge, bis zum nächsten Mal – lest was Gutes!
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Titel: Verirrt in den Zeiten
Titel: Gun Love
Titel: Afterdark
Der Beitrag Folge 51: dunkle Seiten erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Lange Tage und angenehme Nächte heißt es in der finalen Folge zu King’s Epos über die letzten beiden Bänder des Dunklen-Turm-Zyklus. Robin und Tim freuen sich sehr, dass Mikkel vom Team PietSmiet und einer Hälfte des großartigen Podcasts “Das Dilettantische Duett” die Folge mit ihnen bestreitet!
Nun aber zu den Büchern der Folge. “Susannah” knüpft praktisch direkt an “Wolfsmond” an und handelt von Susannah’s – bzw. Mia’s – Willen, das Kind zur Welt zu bringen. Währenddessen suchen Jake, Oy und Pere Callahan nach ihr und Roland und Eddie machen sich auf den Weg, das Grundstück mit der roten Rose von Calvin Towers endgültig zu bekommen. Die drei sind sich einig, dass King es geschickt schafft, die springenden Handlungen zu verknüpfen und die gesamte Story in großen Schritten in Richtung Finale zu lenken.
Der große Abschluss, “Der Turm”, schließt ebenfalls direkt an seinen Vorgänger an und löst gespaltene Emotionen aus. Susannah wird gerettet und flieht mit Jake und Oy zurück nach Mitwelt. Roland und Eddie machen sich nach einem kurzen Besuch bei Stephen King ebenfalls auf zurück und gemeinsam machen sie sich auf den Weg zum dunklen Turm. Während King es schafft, Handlungsbögen und die Story fertig zu erzählen, hinterlassen antiklimaktische Tode und die starke Einbringung seines eigenen Charakters bitteren Nachgeschmack.
Nun aber zu etwas Unerfreulichen: der Film. Der aus allen Teilen franksteinartig zusammengewobene Film enthält weder Substanz, noch Liebe, noch Verstand. Für einen verkaterten Sonntagnachmittag vielleicht für jemanden einigermaßen erträglich, der keine Beziehung zu den Büchern hat. Alle anderen machen einen großen Bogen, denn die Macher scheinen das Angesicht ihrer Väter vergessen zu haben.
Das war es auch schon mit dem ersten von hoffentlich vielen Specials dieses Jahr! Wir bedanken uns nochmal recht herzlich bei Mikkel und wünschen euch lange Tage und angenehme Nächte – lest was Gutes!
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Titel: Susannah
Titel: Der Turm
Titel: Der Dunkle Turm (Film)
Der Beitrag Der dunkle Turm Special (3/3) erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
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