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  • Dieses Unglück war kein Unfall - von Heinrich Leitner
    In der Not wächst das Vertrauen ins Unermessliche. Zwangsläufig. Da kommen Angehörige ins Krankenhaus und sehen eine tief rote Flüssigkeit in den Körper ihrer Mutter, ihres Vaters fließen. Eine Bluttransfusionen wurde nötig, so erklärt der behandelnde Arzt. Es ist nicht Kochsalz, es ist Blut. Unser Lebenssaft. Von wem stammt das? Blutgruppe wird passen. Und alles andere? Was macht es mit dem Körper? Es soll das Leben retten.
    Im Großbritannien der Siebziger und Achtziger Jahre gab es einen tausendfach tödlichen Bluttransfusionsskandal. Nicht versehentlich, sondern systematisch auf verbrecherische Art und Weise.
    Jahrzehnte dauerte es, bis dieses Verbrechen Aufklärung erfuhr. Wie konnten die Institutionen über einen so langen Zeitraum hinweg schweigen und sich durch Untätigkeit hervortun?
    Welche Parallelen gibt es in die Jetzt-Zeit?
    Hören Sie hierzu Heinrich Leitners Text „Dieses Unglück war kein Unfall“, der zunächst beim Rhetorik-Forum Nürnberg erschien. https://www.rhetorik-forum-nuernberg.de/disaster/
    Sprecher Karsten Troyke.
    Bild: KI
    11 min
  • Jenseits von "Schwamm drüber" - von Christa Dregger
    Welcher ist der Weg zum Frieden? „Schwamm drüber“? Das lässt sich bei leichten Vergehen sagen … und auch meinen. Ist aber Blut geflossen, kann ein Schwamm nicht oft genug darüber wischen, um die Schuld zu tilgen. Das Blut haftet, die Weste wird nicht wieder weiß.
    Ist es möglich, einem Menschen zu vergeben, der einen geliebten Menschen gewaltsam aus dem Leben gerissen hat? Christa Dregger zeichnete die schicksalhaften Begegnungen zwischen dem ehemaligen IRA-Terroristen Patrick Magee und Jo Berry der Tochter seines Opfers nach. Es ist die Geschichte zweier Menschen, die nicht vermögen, die Wunde des jeweils anderen zu heilen. Der Täter wird immer mit seiner Schuld und seiner Scham leben müssen. Und Jo, als die Hinterbliebene, wird immer von ihren Schmerzen begleitet werden. Doch das „Miteinander-in-Dialog treten“, das Kennen- und Verstehen-Lernen und das Mitfühlen mit dem anderen, eröffnet einen Ausweg aus dem Teufelskreis der Gewalt.
    Hören Sie Christa Dreggers Text „Jenseits von «Schwamm drüber» - oder: Begegnung mit einem Mörder“, der zunächst beim Zeitpunkt erschien. https://zeitpunkt.ch/jenseits-von-schwamm-drueber-oder-begegnung-mit-einem-moerder
    Sprecher Karsten Troyke.
    Bild: KI
    11 min
  • Geht es der WHO (noch) um Gesundheit? Von Prof. Christian Schubert
    Gesundheit ist ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens. So definiert die Weltgesundheitsorganisation diesen Begriff. Gibt es eine medizinische Behandlung gegen ein gefühltes „Zu klein“, „Zu arm“, „Zu ungeliebt“?
    Was gibt die Norm her, um krank zu sein? Wann fühlt sich der Mensch in seiner Haut wohl, lebensfähig und glücklich? Wann muss er, wann geht er zum Arzt? Das sind die Fragen, mit denen sich eine Weltgesundheitsorganisation befassen muss. Und das tut sie auch. Sie erschafft ein Code-System, in dem alle behandlungsfähigen Zustände als Krankheit definiert werden, um sie abrechnen zu können. Man findet diese sogenannten ICD-10 Codes zum Beispiel auf jedem Rezept und Überweisungsschein. Es gibt übrigens auch einen Code für Menschen, die ungeimpft sind. Sind die krank? Das ist Definitionsmacht.
    Als weitere Definition für Gesundheit gibt die WHO an, sie sei ein Grundrecht. Der Mensch hat also einen Anspruch an die Gesellschaft, sich vollständig wohl zu fühlen?
    Wie entstand diese Weltgesundheitsorganisation WHO und mit welchen ursprünglichen Zielen? Auch darüber macht sich der Psychoneuroimmunologe Prof. Christian Schubert in seinem nachfolgenden Text Gedanken. Prof. Christian Schubert ist Universitätsprofessor an der Universitätsklinik für Medizinische Psychologie der Medizinischen Universität Innsbruck.
    Sprecherin: Eva Schmidt
    18 min
  • "Tja, wir sind jetzt die Terroristen" - Donezk 2016 - Aufzeichnungen [3] von Klaus Burger
    Erst hieß sie Jusova, dann Stalino und seit 1961 Donezk. Es ist die ehemals fünftgrößte Stadt der Ukraine. Sie liegt in einer hauptsächlich landwirtschaftlich genutzten Steppenlandschaft, und ist von kleinen Wäldern und Seen umgeben. Donezk ist ein wichtiger Industriestandort, ein Kulturzentrum und hat mehrere Universitäten. Das war vor den russisch-ukrainischen Auseinandersetzungen. Im Jahr 2016 sah die Landschaft bereits anders aus. Durch ein Schlachtfeld reiste der Tubist und Komponist Klaus Burger aus kulturellen Motiven dorthin. Er schrieb Tagebuch.
    Hören Sie den dritten und letzten Teil der kleinen Reihe von Klaus Burger aus einer Zeit, die dem heute andauernden Krieg in der Ukraine voranging.
    Den ersten Teil hören Sie hier: https://soundcloud.com/radiomuenchen/donezk-im-jahr-2016-aufzeichnungen-von-klaus-burger-teil-1
    den zweiten Teil hier: https://soundcloud.com/radiomuenchen/donezk-2016-aufzeichnungen-von-klaus-burger-teil-2
    Klaus Burger betreibt einen eigenen Blog: https://klaus-burger.com/
    und einen Youtube-Kanal: @klausburger1958
    13 min
  • Eine Stunde Klassik! Franz Liszt
    Der Münchner Pianist und "Musikdurchdringer" Jürgen Plich stellt jeden Dienstag um 20 Uhr große klassische Musik vor. Er teilt seine Hör- und Spielerfahrung und seine persönliche Sicht auf die Meisterwerke. Er spielt selbst besondere, unbekannte Aufnahmen, erklärt, warum die Musik so und nicht anders klingt und hat eine Menge aus dem Leben der Komponisten zu erzählen.
    Sonntags um 10 Uhr in der Wiederholung.
    1 hr 6 min
  • ArchivWare vom 24. März 2022 - Entschuldigung bei Kindern und Jugendlichen - Von Gerald Ehegartner
    Ich erinnere mich noch genau an die Worte einer lieben Freundin, als ich fragte: „Und wann wird das aufhören?“ Es waren die ersten Gehversuche von Masken, Social Distancing und Lockdowns, vor zwei Jahren. Sie antwortete: „Naja, im Herbst wird es Impfungen geben, und dann ist es vorbei.“ Das Szenario sprach für mich eine ganz andere Sprache. Offiziell taten wir das alles für die vulnerablen Gruppen. Heute müssen wir konstatieren: Vor allem bei unseren Kindern und Jugendlichen haben wir uns zu entschuldigen!
    Hören Sie einen Not- und Aufruf des Lehrers, Autoren und Naturpädagogen Gerald Ehegartner. Jana Aschenbroich und Ulrich Allroggen haben ihn eingelesen.
    22 min
  • Pandemiedaten weiterhin im Dunkeln - von Peter Streiff
    R-Wert, Kurven und Fallzahlen. Auf so Einiges wurde sich im März 2020 fokussiert. Maßstäbe wurden herangezogen, die zuvor keiner kannte, die es teils noch nie gegeben hatte. Was es zu diesem Zeitpunkt sehr wohl gab, war ein Nationaler Pandemieplan aus dem Jahr 2017. Dieser wurde – wie aus den von Multipolar freigeklagten RKI-Files hervorgeht – 2020 der aktuelle Situation angepasst. Im weiteren Verlauf der uns allen gut bekannten Geschichte spielte dieser jedoch keine sonderlich große Rolle. Die Kennziffern R-Wert und absolute Fallzahlen blieben das Maß aller Dinge.
    Hören Sie hierzu Peter Streiffs Text über den „Pandemieplan für die Schublade“, der zunächste bei Multipolar erschienen war. https://multipolar-magazin.de/artikel/rki-protokolle-5
    Sprecher Ulrich Allroggen.
    Bild: KI
    23 min
  • Unregierbar werden - ein Kommentar von Jens Fischer Rodrian
    Wo ist der Verkehrspolizist, der dem Ampelchaos Herr wird? Oder finden wir selbst unseren Weg?
    Diese Regierung ist am Ende. Das wird im Ausland und vielfach auch im Inland so gesehen. Die politischen Strukturen und Rituale in Deutschland erlauben es aber zwischen den Wahlen kaum, wirksame Gegenwehr zu organisieren. Entsprechendes Beharrungsvermögen und Abgehobenheit von der Bevölkerung vorausgesetzt, können Gruppen von Politikern ein Land seelenruhig herunterwirtschaften, es international isolieren und seine Glaubwürdigkeit zerstören. Im Falle Deutschlands hinterlassen die Beihilfen zum angezeigten Völkermord in Gaza sowie die ungebremste Unterstützung der rechtsgerichteten ukrainischen Regierung einen verheerenden Eindruck. Solange ein Großteil der Medien der Regierung die Stange hält, lässt sich die wachsende Unzufriedenheit im Volk jedoch begrenzen. Was könnte helfen? Angstfreie Menschen, dezentrale Strukturen und Humor. Auch das Vorbild der gar nicht so wenigen mutigen Einzelpersonen, die sich unermüdlich einsetzen, hilft dabei, durchzuhalten.
    Der Musiker und Aktivist Jens Fischer Rodrian setzt keine großen Hoffnungen in eine neue Regierung. … Er plädiert dafür, die Ärmel hoch zu krempeln und das eigene Schicksal in die eigene Hand zu nehmen.
    Hören Sie seinen Kommentar „Unregierbar werden“, der zunächst bei Manova erschienen war. https://www.manova.news/artikel/unregierbar-werden-2
    12 min
  • Das ZDF und die Unparteilichkeit - von Paul Schreyer
    Der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk ist bis heute eine Art Türsteher der öffentlichen Wahrnehmung. Er entscheidet, von wem oder was die breite Bevölkerung Notiz nimmt... aber vor allem, von was nicht. In Wahlkampfzeiten hat diese Funktion eine besondere Brisanz. Wenn neue Parteien das politische Parkett betreten und ihnen von den öffentlichen Fernsehsendern keine Screentime zugeteilt wird, ist ihre Existenz quasi negiert.
    So ergeht es dem Bündnis Sarah Wagenknecht (BSW). Zu einer Wahlsendung des ZDF waren die Spitzenkandidaten aller Parteien geladen, bis auf die des BSW. Mit mangelnder Relevanz lässt sich das nicht erklären. In manchen Umfragen übertrumpft das neue Bündnis alte Hasen wie die FDP. Was treibt diese Partei um? Wo kommt, nach so kurzer Zeit ihres Bestehens, ihr Erfolg her? Das ist von öffentlichem Interesse, wird im ZDF aber nicht gebracht.
    Paul Schreyer weist darauf in seinem Text „Das ZDF und die Unparteilichkeit“ hin. Er war zunächst auf seinem Online-Magazin Mulitpolar erschienen. https://multipolar-magazin.de/artikel/das-zdf-und-die-unparteilichkeit
    Sprecherin: Sabrina Khalil.
    Bild: KI
    11 min
  • 'Der Staat muss sich rechtfertigen' - mit Prof. Josef Franz Lindner
    Das Grundgesetz wird in diesem Monat 75 Jahre alt. Können wir ein fröhliches Fest feiern oder müssen wir die Festivität dem Zustand des Pflegefalls anpassen?
    Wie ist es um unserer Verfassung bestellt ist, fragte Eva Schmidt schon im ersten Teil ihres Gespräches mit Prof. Josef Franz Lindner, der am Lehrstuhl der Universität Augsburg öffentliches Recht, Medizinrecht und Rechtsphilosophie lehrt und seit 2015 Geschäftsführender Direktor des Instituts für Bio-, Gesundheits- und Medizinrecht der Uni Augsburg ist.
    Die „Delegitimierung des Staates“ ist eine neu eingeführte, strafbare Kategorie, die der Präsident des Deutschen Verfassungsschutzes Thomas Haldenwang in die Welt gebracht hat. Das Demokratiefördergesetz scheint eine Antwort auf diese neue Rubrik des Verfassungsschutzes zu sein, mit dem gerade Nichtregierungsorganisationen, sogenannte NGO's in ihrer Arbeit für die Demokratie verlässlich finanziert werden sollen. Politiker wiederum beziehen sich dann auf deren Untersuchungen. Es sollen ja schließlich „Denk- und Sprachmuster frühzeitig erkannt werden, damit die sich nicht in die Sprache einnisten“, meinte besagter oberster Verfassungsschützer. Es bildet sich also ein geschlossenes ideologisches System und deshalb wird dagegen auch Kritik laut. Eva Schmidt wollte zunächst von Prof. Lindner wissen, wie weit es mit der Umsetzung dieses Demokratie-Förder-Gesetzes gediehen ist?
    Foto: Collage
    18 min

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