Wie kann ich meine Gartenpflanzen vor Trockenheit schützen? Was kann ich zur Vorbereitung tun?
Schutz vor Trockenheit im Beet
Eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an [email protected]
Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de
Es ist März. Die Gartenzeit fängt endlich wieder an. Warst du schon draußen?
Klar war ich schon draußen. Ich freu mich auch sehr, dass das jetzt wieder öfter ist. Viele denken im Moment vor allem ans Pflanzen. Außerdem ist jetzt auch die beste Zeit, um sich um den Boden in den Beeten zu kümmern. Weil in einem Boden, der sich anfühlt wie ein zerbröselter Keks, exakt gar nichts gut wächst. Das Wetter wird immer extremer – das fordert den Boden heraus. Stimmt. Trockenheit oder Starkregen nehmen zu.
Nackter Boden leidet da doppelt: trocknet in Dürreperioden aus, wird bei Starkregen weggeschwemmt.Ziel: Boden so vorbereiten, dass er Wasser halten kann.Gut gepflegter Boden = schönere Pflanzen, weniger Arbeit mit dem Gießen. Was sind die wichtigsten Maßnahmen?
Bodenpflege startet im Frühjahr.Das „Gold des Gärtners“ (Kompost) bringt Leben in den Boden, am besten als grober Mulchkompost. Oberflächlich 2-3 Liter/qm aufbringen. Nicht einarbeiten – Bodenorganismen übernehmen das.Ziel: mehr Humus, bessere Struktur, mehr Wasserhaltevermögen.Was genau ist eigentlich dieses Terra Preta von dem immer alle reden? Wie hilft es bei Trockenheit?
Terra Preta heißt „schwarze Erde“ – kommt ursprünglich aus dem Amazonas.Unglaublich fruchtbarer, dunkler Boden, der auch nach Hunderten Jahren noch Nährstoffe speichert.Dabei ist der Boden im Amazonas eigentlich extrem nährstoffarm.Forscher haben herausgefunden, dass diese Erde künstlich hergestellt worden ist.Das war sicherlich eine echte Sensation!
Der Trick: Die Ureinwohner haben Kompost, Pflanzenreste und Pflanzenkohle gemischt. Pflanzenkohle wird aus organischem Material ohne Sauerstoff „gebacken“ (=Pyrolyse).Ergibt Struktur wie ein riesiger Schwamm.Speichert Wasser und Nährstoffe.Riesige Oberfläche: bis zu 300 m² Oberfläche pro Gramm Pflanzenkohle!Zersetzt sich auch langfristig kaum.In unserem Terra Preta BodenVerbesserer ist die Pflanzenkohle aus chemisch unbehandeltem Holz. Außerdem sind auch Mikroorganismen drin für aktiven Humusaufbau. Ideal für alle Böden – langfristige Verbesserung. Speichert Wasser, sorgt für schnelleren Humus-AufbauGleichmäßig jedes Jahr ausbringen und leicht einarbeiten. Optimaler Zeitpunkt: Frühjahr. Was kann ich noch tun, um Wasser im Boden besser zu speichern?
Neudorff Wasserspeicher enthält das natürliche Mineral Bentonit.Entsteht aus vulkanischer Asche, nicht aus Beton ;-).Hat seinen Namen von der Lagerstätte Fort Benton in Montana/USA.Bentonit saugt Wasser auf wie ein Schwamm.Boden speichert bis zu 35 Prozent mehr Wasser. Hilft, Gießintervalle zu verlängern.Pflanzen erholen sich schneller nach Trockenstress. Einfach oberflächlich einstreuen oder beim Pflanzen unter die Erde mischen. Perfekt für leichte, sandige Böden, nicht nötig bei schweren Ton-BödenWir sprechen immer übers Mulchen. Hier auch?
Mulchen = eine Schicht aus organischem Material auf den Boden legen. Verhindert Austrocknung/Verschlämmung; schützt Bodenleben.Fördert Humusbildung.Regenwürmer flippen geradezu aus, wenn sie mehr zu futtern bekommenGeeignet: grober Kompost (Mulchkompost – siehe oben), Laub, Staudenschnitt, angetrockneter Rasenschnitt.Frisch gesäte Flächen lieber regelmäßig hacken. Mulch würde die Keimlinge „erdrücken“.Hacken unterbricht die Kapillare (= kleine Röhren im Boden, durch die Wasser an die Oberfläche steigt („Strohhalm-Effekt“) und dort verdunstet) auch. Und was ist mit Rindenmulch? Ist der gut?
Kein Rindenmulch im Gemüsebeet. Entzieht dem Boden beim Verrotten erst einmal den Stickstoff.Kann den Boden versauern. Seine Gerbstoffe können Pflanzenwachstum hemmenBesser mit Mulchkompost oder einer dünnen Schicht angetrocknetem Rasenschnitt mulchen. Rindenmulch passt nur auf Gartenwege, nicht ins BeetHat der Dünger eigentlich auch einen Einfluss auf die Wasserversorgung meiner Pflanzen?
Richtiger Dünger, bedarfsgerecht eingesetzt = optimal entwickelte Wurzeln. Organische Dünger liefern automatisch Mikroorganismen und auch „Futter“ für sie. Mikroorganismen sind wichtig für die lockere Krümelstruktur im Boden. Ihre Ausscheidungen verkleben Bodenteilchen und machen sie so stabiler. Das bringt mehr O2 in den Boden – alles gut fürs PflanzenwachstumMineralische Dünger tun gar nichts für den Boden, und wenn damit überdüngt wird, versalzt der Boden und die Mikroorganismen sterben abAzet-Dünger von Neudorff enthalten spezielle hilfreiche Bodenpilze, sogenannte Mykorrhiza. Diese heimischen Pilze wachsen in und um die Wurzeln.Erschließen Wasser in feinsten Bodenporen.Tauschen Wasser und Nährstoffe an den Wurzelspitzen gegen Zucker.Pilzgeflecht ist viel feiner und größer als Wurzeln – ein riesiges Netzwerk im Boden.Fast alle Pflanzen leben gerne mit Mykorrhiza-Pilzen zusammen.Zufuhr durch Dünger besonders wirksam bei Rasen und Gemüse. Was sollte ich beim Gießen beachten, damit meine Pflanzen besser mit Trockenheit klarkommen?
Lieber seltener, aber durchdringend gießen: 10–20 Liter pro Quadratmeter und Gießvorgang. Ziel: Pflanzen zu tiefen Wurzeln erziehen; Wurzeln wachsen da hin, wo es Wasser und Nährstoffe gibt.Beste Zeit: morgens.Nur den Boden gießen, nicht über die Blätter (läuft ab).Regenwasser nutzen.Welche Pflanzen sind besonders gut an Trockenheit angepasst und woran erkenne ich sie?
Behaarte Blätter (z. B. Wollziest, Salbei).Kleine Blätter (z. B. Thymian, Rosmarin).Silbrige Blätter (z. B. Lavendel, Blauraute).Dickblätter (z. B. Wolfsmilch, Hauswurz).Tiefwurzler (z. B. Rosen, Lupinen)Blumenwiesen wie Wildgärtner Freude-Mischungen sind von Natur aus an karge Verhältnisse angepasst.Nicht ideal: Pflanzen mit hohem Wasserbedarf, z. B. HortensienMulchen, mulchen, mulchen – schützt und verbessert den Boden, spart Wasser.Boden jedes Jahr ein bisschen besser machen – mit Kompost, Terra Preta und Bentonit.Pflanzen clever auswählen – trockenheitsverträgliche Arten bevorzugen