Einfach natürlich Gärtnern

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Einfach natürlich Gärtnern episodes

  • Dein eigener Teegarten: Kräuter anbauen, ernten und mischen
    Bau einfach deine eigene Teemischung selbst an. Frischer und aromatischer geht es nicht!

    Teegarten

    Der Podcast für Garten-Nerds und Pflanzenfreunde und alle, die es noch werden wollen.

    Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.com

    Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an [email protected]

    Draußen wird es langsam ungemütlich und drinnen beginnt die Teesaison. Wie viel von dem, was wir trinken, könnten wir selbst anbauen?

    • Erstaunlich viel. Dafür braucht man nicht einmal einen großen Garten.
    • Teekräuter wachsen im Beet, Hochbeet und viele auch prima im Kübel auf Balkon oder Terrasse.
    • Schon mit wenigen Pflanzen kann man sich eine kleine eigene Teebar zusammenstellen.
    • Und das Schöne: Man entscheidet selbst, ob es in der Tasse minzig, zitronig, blumig, fruchtig oder ein bisschen ausgefallen wird.
    • Dann eröffnen wir unsere Teebar: Welche Pflanzen würdest du unbedingt anbauen?

      1. Minze

      • Intensiv, frisch und sowohl solo als auch für Mischungen geeignet.
      • Wer Vielfalt mag, kann verschiedene Minzen ausprobieren.
      • Pfefferminze: Klassiker; Spearmint: milder; Apfelminze: leicht fruchtig; Schoko-/Erdbeerminze: kann subtil danach schmecken, wie stark hängt auch von Standort und Erntezeitpunkt an, nicht zu viel erwarten!
      • Vor dem Kauf Schnuppertest machen.
      • Wachsen alle kräftig – manchmal etwas zu begeistert.
      • Im Beet ggf. Wurzelsperre; ein Topf oder Hochbeet hält sie gut im Zaum.
      • Winterhart.
      • 2. Zitronenmelisse

        • Unkompliziert, mehrjährig und winterhart – eine prima Anfängerpflanze.
        • Schmeckt mild und frisch-zitronig; weniger intensiv als Zitronenverbene.
        • Für besonders aromatische Blätter am besten vor der Blüte ernten.
        • Wächst kräftig und liefert reichlich Material – perfekt als Basis für den eigenen Haustee.
        • Wenn Zitronenmelisse schon nach Zitrone schmeckt – warum braucht man dann noch Zitronenverbene?

          • Weil Zitrone nicht gleich Zitrone ist.
          • Zitronenmelisse schmeckt eher mild, frisch und irgendwie „weich“.
          • 3. Zitronenverbene

            • Zitronenverbene hat ein intensiveres, fast schon zitronenbonbonartiges Aroma.
            • Reichen oft schon wenige Blätter für eine aromatische Tasse oder Teemischung.
            • Beide lassen sich frisch verwenden und für den Winter trocknen.
            • Der große Unterschied im Garten: Zitronenmelisse ist bei uns winterhart, Zitronenverbene nicht zuverlässig.
            • Zitronenverbene deshalb am besten im Kübel kultivieren und frostfrei überwintern.
            • Im Winterquartier wirft sie häufig ihre Blätter ab – kein Grund, sie vorschnell für tot zu erklären; im Frühjahr treibt sie wieder aus.
            • Kurz gesagt: Melisse ist die unkomplizierte Alltagszitrone, Verbene der kleine Aromakick für die Teetasse.
            • Minze, Melisse, Verbene – bisher ist die Teebar ziemlich grün. Gibt es auch etwas fürs Auge?

              4. Monarda (Indianernessel)

              • Mehrjährige Staude mit auffälligen Blüten.
              • Für Tee Blätter und Blüten verwenden.
              • Je nach Art und Sorte würzig-aromatisch, teils mit zitrischen beziehungsweise bergamotteartigen Noten. Erinnert an Earl Grey.
              • Schön im Staudenbeet und spannend in der Tasse.
              • Sonniger Standort, Boden nicht völlig austrocknen lassen.
              • Beim Pflanzen auf ausreichend Abstand und einen luftigen Standort achten.
              • Monarda kann anfällig für Echten Mehltau sein; gute Standortbedingungen und ausreichend Wasser helfen, Stress zu vermeiden.
              • Und wenn ich einen echten Tee-Klassiker selbst anbauen möchte?

                5. Kamille

                • Hier ernten wir zur Abwechslung keine Blätter, sondern die Blütenköpfchen.
                • Für klassischen Kamillentee: Echte Kamille (Matricaria chamomilla). Hat hohlen Blütenboden
                • Einjährig, lässt sich aussäen und kann sich an passenden Standorten auch selbst wieder aussäen.
                • Blüten ernten, wenn sie schön geöffnet sind.
                • Mehrmals durchpflücken, weil nicht alle gleichzeitig blühen.
                • Schonend trocknen und dabei möglichst nicht zerdrücken.
                • Duft frisch geernteter Kamillenblüten ganz anders als Teebeutel aus dem Supermarkt.
                • Kann man im Herbst noch etwas für die Teetasse ernten?

                  6. Hagebutte

                  • Hagebutten sind die Früchte von Rosen, z.B. Hundrose (Rosa rugosa).
                  • Reife, feste Früchte im Herbst (Ende September) ernten.
                  • Waschen, Stiel und Blütenansatz entfernen und halbieren.
                  • Für reines Fruchtfleisch Kerne und die feinen Härchen im Inneren herauskratzen (Handschuhe tragen, die feinen Härchen können reizen).
                  • Fruchtfleisch klein schneiden und für den Winter gut durchtrocknen.
                  • Alternativ können auch grob zerkleinerte getrocknete Hagebutten frisch verwendet werden – dann sorgfältig abseihen.
                  • Schön solo oder in Mischungen, zum Beispiel mit Minze oder Zitronenverbene.
                  • Geschmack: mild-fruchtig und leicht säuerlich.
                  • Fun Fact: Warum wird selbst gemachter Hagebuttentee eigentlich oft gar nicht so tiefrot wie der aus dem Teebeutel?

                    • Weil die Hagebutte selbst oft gar nicht für dieses intensive Rot verantwortlich ist.
                    • In vielen Hagebuttentee-Mischungen steckt zusätzlich Hibiskus.
                    • Sorgt für die kräftige rote Farbe und bringt zusätzlich Säure mit.
                    • Selbst gemachter Hagebuttentee kann deshalb deutlich heller sein.
                    • Süßholz ist in vielen Erkältungs- und Kräutertees enthalten. Kann man das selbst anbauen?

                      7. Süßholz

                      • Ja. Verwendet werden nicht die Blätter, sondern die Wurzel.
                      • Schmetterlingsblütler, bis 150 cm hoch, Ernte im Herbst, mehrjährig
                      • Bringt den typisch süßlich-würzigen Geschmack mit; ist deutlich süßer als Haushaltszucker.
                      • Kann auch dem eigenen Haustee eine natürliche süße Note geben.
                      • Ist mehrjährig und mag einen warmen, sonnigen Standort.
                      • Kann sich über unterirdische Ausläufer ausbreiten; also besser mit etwas Platz bzw. Begrenzung pflanzen.
                      • Bis kräftige Wurzeln geerntet werden können, dauert es mehrere Jahre.
                      • Also eher Tee-Garten für Fortgeschrittene mit Langzeitplan als schneller Balkontee.
                      • Süßholz enthält Glycyrrhizin und sollte deshalb nicht dauerhaft in größeren Mengen getrunken werden.
                      • Besonders bei Bluthochdruck und in der Schwangerschaft vorher informieren beziehungsweise darauf verzichten.
                      • Welche klassischen Teekräuter kann ich außerdem problemlos selbst anbauen?

                        • Klassiker sind Fenchel, Salbei, Thymian, Lavendel oder Brennnessel – je nach Geschmack und Standort.
                        • Müssen Teekräuter gedüngt werden?

                          • Minze, Melisse und kräftig wachsende Monarda haben einen höheren Bedarf als genügsamere Kräuter.
                          • Im Garten kann Kompost zur Bodenpflege und Nährstoffversorgung beitragen.
                          • Bei Topfpflanzen sind die Vorräte in der Erde schneller aufgebraucht.
                          • Für die regelmäßige Versorgung: Azet KräuterDünger flüssig.
                          • Für Kräuter im Topf: Azet DüngeSticks für Kräuter.
                          • Nach Herstellerangaben dosieren – viel Dünger macht nicht automatisch viel Aroma.
                          • Wir wollen schließlich Teekräuter und keine Bodybuilder-Minze.
                          • Was soll man bei der Ernte beachten?

                            • Bei Blattkräutern wie Minze, Zitronenmelisse, Zitronenverbene oder Monarda gesunde, aromatische Blätter und Triebspitzen. Regelmäßiges Ernten fördert bei vielen Kräutern neuen Austrieb.
                            • Am besten an einem trockenen Tag, wenn der Tau abgetrocknet ist.
                            • Viele Blattkräuter sind vor beziehungsweise zu Beginn der Blüte besonders aromatisch.
                            • Kamille: geöffnete Blütenköpfchen ernten; mehrmals durchpflücken, weil nicht alle gleichzeitig blühen.
                            • Hagebutte: reife Früchte im Herbst.
                            • Süßholz: Sonderfall – hier ernten wir die Wurzel und brauchen mehrere Jahre Geduld.
                            • Grundsätzlich: nur gesunde Pflanzenteile und natürlich nur Pflanzen verwenden, die sicher bestimmt sind.
                            • Muss ich meine Ernte trocknen oder schmeckt Tee aus frischen Kräutern besser?

                              • Viele Teekräuter können frisch in die Tasse.
                              • Gerade Minze, Zitronenmelisse oder Zitronenverbene sind frisch sehr aromatisch.
                              • Trocknen hat entscheidenden Vorteil: Ernte wird für den Winter konserviert.
                              • Wie trockne ich meine Kräuter so, dass das Aroma erhalten bleibt?

                                • Möglichst schonend, luftig und zügig trocknen.
                                • Nicht in die pralle Sonne legen.
                                • Blätter und Blüten locker ausbreiten.
                                • Erst einlagern, wenn alles wirklich trocken ist.
                                • Blätter sollten sich leicht zerreiben lassen, Stängel eher brechen als biegen.
                                • Je schonender, desto besser bleiben Farbe und Aroma erhalten.
                                • Und wie lagere ich meine Tee-Ernte?

                                  • Komplett getrocknete Kräuter trocken, dunkel und gut verschlossen lagern.
                                  • Zum Beispiel in sauberen, dicht schließenden Gläsern, die dunkel stehen.
                                  • Ganze beziehungsweise gröbere Blätter und Blüten behalten ihr Aroma besser; erst vor dem Aufgießen zerkleinern.
                                  • Unbedingt beschriften: Pflanzenname und am besten auch Erntejahr drauf. Im Februar besitzt du sonst sechs Gläser „irgendwas Grünes“.
                                  • Jetzt stehen die Gläser im Schrank. Wie baue ich daraus meinen eigenen Haustee?

                                    • Einfache frische Hausmischung: Pfefferminze, Zitronenmelisse, Zitronenverbene, etwas Monarda.
                                    • Wer es blumiger mag, ergänzt Kamille.
                                    • Hagebutte bringt eine fruchtige Komponente hinein.
                                    • Ein wenig Süßholz kann natürliche Süße beisteuern.
                                    • Das perfekte Rezept gibt es nicht – der Haustee soll schließlich dir schmecken.
                                    • Kräuter erst kurz vor dem Aufgießen etwas zerkleinern.
                                    • Mit frisch aufgekochtem, sprudelnd heißem Wasser übergießen, 5-10 Minuten ziehen lassen, Wurzeln und Früchte auch länger. Heißwasserspender ungeeignet
                                    • Riecht etwas muffig oder sieht schimmelig aus: weg damit, nicht aufgießen.
                                    • 3 Tipps

                                      • Pflanz, was du wirklich gerne trinkst. Ein Teegarten muss keine Kräuter-Enzyklopädie sein.
                                      • Ernte Aroma statt Masse. Gesunde Pflanzenteile zum richtigen Zeitpunkt ernten und schonend trocknen.
                                      • Werde dein eigener Tea-Master. Erst einzeln probieren, dann mischen – bis dein persönlicher Haustee entsteht.
                                      • 28 min
                                      • Schnell im Beet - Herbstlaub
                                        Ganz kurz: was tun mit den Laubbergen im Herbst??

                                        Schnell im Beet: Herbstlaub

                                        Habt ihr Fragen? Meine Mailadresse lautet [email protected]

                                        Aber natürlich könnt ihr uns auch über www.neudorff.com erreichen, und dort stöbern nach noch mehr Gartentipps.

                                        Was kann ich mit den Bergen von Laub machen, die jetzt so runterfallen?

                                        • Laub ist das Beste, was uns im Herbst passieren kann! Bloß nicht weggeben
                                        • Sondern am besten einfach im Garten ausbreiten auf Beeten und zwischen Stauden
                                        • Dieses Mulchen ist eine super kostenlose Boden-Verbesserungs-Methode
                                        • Warum das?

                                          • Laub, auch wenn es so trocken aussieht, steckt ja voller Nährstoffe
                                          • Im Boden zersetzt es sich und steht anderen Pflanzen als Dünger zur Verfügung
                                          • Außerdem entsteht daraus Humus, und der macht den Boden lockerer und hilft, Wasser besser zu speichern.
                                          • Ich kippe es also einfach auf die Beete?

                                            • Genau. 10 – 20 cm hoch
                                            • Bis zum Frühjahr ist kaum was übrig, alles ist im Boden verschwunden
                                            • Und die Regenwürmer flippen aus vor Freude!
                                            • Du kannst es auch unter Hecken schieben oder um die Bäume herum ausbreiten
                                            • Gibt es noch Vorteile durch das Laub?

                                              • Ja – Überwinterungsverstecke für Marienkäfer u.v.m.
                                              • Schutz des Bodens vor Schlagregen und Frost
                                              • Futter für Organismen im Boden
                                              • Wo sollte denn Laub wirklich nicht liegen bleiben?

                                                • Auf Wegen und Treppen wegen Rutschgefahr
                                                • Auf dem Rasen, weil es darunter den Rasen kaputt macht
                                                • Im Teich, weil es langfristig zum Verlanden führt und zu viele Nährstoffe in den Teich bringt.
                                                • Gibt es Laub, dass nicht dafür geeignet ist?

                                                  • Kastanie, Walnuss, Eiche, Ginkgo und Platane
                                                  • Enthält viele Gerbstoffe, die das Pflanzenwachstum hemmen können
                                                  • Und tragen zur Versauerung des Bodens bei
                                                  • Sind also gut als Moorbeeterde, wenn du es separat kompostierst.
                                                  • Außerdem Laub von kranken Rosen, oder kranken Apfelbäumen (Apfelschorf) nicht kompostieren
                                                  • 7 min
                                                  • Kompost - ganz praktisch
                                                    Richtig guter Kompost ist das Beste, was du für deine Gartenpflanzen tun kannst!

                                                    Kompost – die dreckige Wahrheit

                                                    Der Podcast für Garten-Nerds und Pflanzenfreunde und alle, die es noch werden wollen.

                                                    Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.com

                                                    Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an [email protected]

                                                    Über Kompost haben wir schon gesprochen. Warum nehmen wir uns das Thema heute nochmal vor?

                                                    • Stimmt, Kompost hatten wir schon mal.
                                                    • Damals vor allem Grundlagen: Was darf rein, was nicht und wie wird daraus guter Kompost?
                                                    • Heute schauen wir genauer hin: Was passiert, nachdem der Deckel zu ist?
                                                    • Komposter ist keine Mülltonne mit Zauberfunktion.
                                                    • Eher eine Wohngemeinschaft aus Mikroorganismen und Bodentieren.
                                                    • Braucht ein bisschen Pflege.
                                                    • Gerade bei Trockenperioden und Starkregen braucht diese WG ein bisschen Aufmerksamkeit.
                                                    • Für die kommende Saison gibt es den neuen Neudorff Thermokomposter 340 L – ein guter Anlass, den Thermokomposter diesmal genauer unter die Lupe zu nehmen.
                                                    • Also heute: Kompost – die dreckige Wahrheit. Was müssen wir tun, damit aus Abfall wirklich schwarzes Gold wird?
                                                    • Offene Kompostmiete oder Thermokomposter – was eignet sich für wen?

                                                      • Beides funktioniert.
                                                      • Offene Miete braucht mehr Platz und Zeit.
                                                      • Bei der klassischen Drei-Kammer-Methode wird das Material mehrfach umgesetzt.
                                                      • Im Thermokomposter geht die Zersetzung schneller.
                                                      • Die doppelwandige Konstruktion hält die entstehende Wärme besser im Inneren.
                                                      • Und das Material trocknet vom Rand her nicht so sehr ein
                                                      • Außerdem braucht er weniger Platz.
                                                      • Neu für die kommende Saison: der Neudorff Thermokomposter 340 L.
                                                      • Etwas kleiner als sein Vorgänger.
                                                      • Entnahmeklappe unten.
                                                      • Neu ist der Griff oben zum Verriegeln.
                                                      • Sonst bleibt das bewährte Prinzip gleich.
                                                      • Wo stelle ich meinen Thermokomposter hin?

                                                        • Am besten schattig.
                                                        • Waagerecht und direkt auf die Erde stellen.
                                                        • So können Bodenorganismen hineinwandern und überschüssiges Wasser kann versickern.
                                                        • Mäusegitter kann von unten Nager fernhalten.
                                                        • Und gut erreichbar sollte er sein.
                                                        • Ruhig hinten im Garten, aber nicht so weit hinten, dass du für jede Kartoffelschale Wanderschuhe brauchst.
                                                        • Gibt es so etwas wie ein Rezept für guten Kompost?

                                                          • Zauberwort: Mischung.
                                                          • Feuchtes und trockenes Material kombinieren.
                                                          • Zum Beispiel Rasenschnitt und Küchenabfälle mit Laub und gehäckseltem Baumschnitt.
                                                          • Nicht ausschließlich Rasenschnitt einfüllen – der kann zusammensacken, dann fehlt Luft.
                                                          • Grobes Material möglichst zerkleinern. Kleine Stücke werden schneller zersetzt.
                                                          • Radivit Kompost-Beschleuniger schichtweise dazugeben.
                                                          • Enthält Mikroorganismen und Nährstoffe und unterstützt die Rotte.
                                                          • Was darf rein – und was lieber nicht?

                                                            • Rein dürfen zum Beispiel: rohe Obst- und Gemüsereste, Kaffeesatz und Teebeutel, Eierschalen, Laub, Rasenschnitt in Maßen, kleine Zweige und Häckselmaterial, alte Blumenerde.
                                                            • Nicht hinein gehören: Fleisch und Knochen, gekochte Essensreste, kranke Pflanzen, Unkräuter mit Samen, hartnäckige Wurzelunkräuter wie Giersch, Plastik (auch keine Biomüllbeutel).
                                                            • Kompost ist Biomasse-Recycling und keine Restmüllentsorgung**.** Was hineinkommt, soll am Ende schließlich wieder zurück in unseren Garten.
                                                            • Jetzt ist alles drin. Deckel zu und in drei Monaten wiederkommen?

                                                              • Schön wär’s. Hier kommt die dreckige Wahrheit: Ein Kompost will gepflegt werden. Deckel zu und vergessen“ funktioniert nicht.
                                                              • Immer wieder mit einer Grabegabel auflockern und durchmischen.
                                                              • Das bringt Sauerstoff hinein.
                                                              • Gleichzeitig ist das unser Kompost-Check: zu nass? zu trocken? riecht alles so, wie es soll?
                                                              • Gerade bei Trockenperioden und Starkregen wichtig.
                                                              • Woran merkt man, dass es dem Kompost gut geht?

                                                                • Das Material sollte ungefähr so feucht sein wie ein ausgedrückter Schwamm. Also feucht, aber nicht tropfnass.
                                                                • Ameisen im Kompost können darauf hindeuten, dass er zu trocken ist.
                                                                • Riecht er unangenehm, kann er zu nass sein oder zu wenig Luft bekommen.
                                                                • Ein gut laufender Kompost riecht angenehm erdig, nicht nach müffeliger Mülltonne.
                                                                • Was mache ich, wenn mein Kompost zu trocken oder zu nass ist?

                                                                  • Zu trocken

                                                                    • Wasser geben (tatsächlich mit der Gießkanne). Ohne ausreichend Feuchtigkeit arbeiten die Mikroorganismen schlechter.
                                                                    • Und/oder feuchtes Material untermischen.
                                                                    • Danach wieder kontrollieren: Ziel bleibt der ausgedrückte Schwamm.
                                                                    • Zu nass

                                                                      • Trockenes, strukturreiches Material wie Häckselmaterial oder zerkleinerte Eierkartons untermischen.
                                                                      • Nimmt Feuchtigkeit auf und bringt gleichzeitig wieder Luft in den Kompost.
                                                                      • Bentonit SandbodenVerbesserer kann zusätzlich Feuchtigkeit aufnehmen.
                                                                      • Wird es im Thermokomposter wirklich warm?

                                                                        • Ja! Bei der Rotte entsteht tatsächlich Wärme.
                                                                        • Milliarden Mikroorganismen zersetzen organische Substanz.
                                                                        • Dabei verbrauchen sie Sauerstoff und gewinnen Energie.
                                                                        • Ein Teil dieser Energie wird als Wärme frei, bei günstiger Wärme läuft die Zersetzung schneller.
                                                                        • Isolierende Konstruktion hält Wärme besser im Komposter.
                                                                        • Das unterstützt die Zersetzung.
                                                                        • Radivit Kompost-Beschleuniger fördert die Rotte zusätzlich.
                                                                        • Aber heißer ist nicht automatisch besser: Radivit und Neudorffs Kompostwürmer nicht gleichzeitig einsetzen.
                                                                        • Bei intensiver Rotte können für die Würmer ungünstig hohe Temperaturen entstehen.
                                                                        • Kompost-WG mag es warm, die Würmer brauchen aber keine Sauna.
                                                                        • Wann kommt unten das schwarze Gold raus?

                                                                          • Im Thermokomposter kann nach etwa 8–12 Wochen erster Mulchkompost entstehen.
                                                                          • Braun und noch relativ grob, Ausgangsmaterial teilweise noch erkennbar, riecht angenehm nach Waldboden.
                                                                          • Auf Gemüse- und Staudenbeeten oder unter Obstgehölzen verteilen, nicht tief eingraben.
                                                                          • Bodenorganismen übernehmen die weitere Arbeit.
                                                                          • Jetzt schließt sich der Kreis: Wir kümmern uns um den Kompost – und der Kompost kümmert sich anschließend um unseren Boden.
                                                                          • Bringt organische Substanz zurück und unterstützt Humusaufbau und Wasserhaushalt.
                                                                          • 3 Tipps

                                                                            • Misch dich ein: Vielfalt macht guten Kompost.
                                                                            • Fühl mal nach: Feucht wie ein ausgedrückter Schwamm ist ideal.
                                                                            • Gib ihm Luft: Regelmäßig auflockern und durchmischen.
                                                                            • 23 min
                                                                            • Garten-Check Oktober
                                                                              Ganz kurz: was brauchen eure Pflanzen in diesem Monat?

                                                                              Garten-Check Oktober

                                                                              Hallo, ihr Gartenmenschen da draußen. Habt ihr auch gelegentlich das Gefühl, ihr vergesst das eine oder andere todo im Garten? Geht es uns nicht allen so?? Hier kommt euer kurzer Garten-Reminder für den Oktober.

                                                                              Gemüsegarten

                                                                              • Auf freie Beete Gründüngung aussäen, wie Senf
                                                                              • Oder mindestens Laub als Schutz ausbreiten
                                                                              • Aussäen kannst du noch
                                                                                • Radieschen
                                                                                • Wintersalate
                                                                                • Wintersteckzwiebeln
                                                                                • Winterspinat
                                                                                • Knoblauch stecken
                                                                                • Obstgarten

                                                                                  • Gehölze pflanzen, Stützpfähle nicht vergessen
                                                                                  • Fruchtmumien entfernen, Fallobst aufsammeln
                                                                                  • Herbsthimbeeren nach der Ernte schneiden
                                                                                  • Ziergarten

                                                                                    • Rasen mähen, solange er noch wächst
                                                                                    • Spätestens jetzt Azet HerbstRasenDünger ausbringen
                                                                                    • Neuanlage Rasen in milden Lagen noch möglich
                                                                                    • Laub vom Rasen runterharken und in Beeten ausbreiten
                                                                                    • Balkon winterfest machen, bei Frostgefahr Kübel ins Winterquartier bringen oder frostsicher verpacken
                                                                                    • Blumenzwiebeln und -knollen pflanzen
                                                                                    • Stauden teilen bzw. neu pflanzen
                                                                                    • Knollen von Dahlien, Montbretien und Gladiolen aus dem Boden holen
                                                                                    • Sonstiges

                                                                                      • Der einzig sinnvolle Herbstputz im Garten: Geräte reinigen, reparieren und pflegen
                                                                                      • Wasser abstellen bei Frostgefahr
                                                                                      • Habt ihr Fragen? Meine Mailadresse lautet [email protected]

                                                                                        Aber natürlich könnt ihr uns auch über www.neudorff.com erreichen, und dort stöbern nach noch mehr Gartentipps.

                                                                                        3 min
                                                                                      • Herbstputz im Garten - oder nicht?
                                                                                        Was ist denn im Herbst überhaupt im Garten zu tun? Und was verschiebe ich besser aufs Frühjahr?

                                                                                        Herbstputz im Garten – oder nicht?

                                                                                        Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.com

                                                                                        Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an [email protected]

                                                                                        Welche Arbeiten stehen im Herbst im Garten an?

                                                                                        • Viele denken: Jetzt muss der Garten „winterfest“ und ordentlich gemacht werden.
                                                                                        • Also Laub weg, Stauden abschneiden, Beete blank räumen.
                                                                                        • Aber - Weniger ist mehr. Vieles, was unordentlich aussieht, hat noch einen Job.
                                                                                        • Der Garten muss vor dem Winter nicht aussehen wie frisch gesaugt.
                                                                                        • Warum ist ein bisschen Unordnung sogar gut?

                                                                                          • Laub schützt den Boden.
                                                                                          • Abgestorbene Pflanzenteile bieten Tieren Verstecke und Winterquartiere.
                                                                                          • Samenstände liefern Vögeln Nahrung.
                                                                                          • Pflanzenreste werden nach und nach zu Humus zersetzt und kommen dem Boden wieder zugute.
                                                                                          • Laub- und Reisighaufen auch für Igel interessant.
                                                                                          • Mögliche Winterquartiere deshalb nicht mitten im Winter auseinandernehmen.
                                                                                          • Nicht jedes Blatt aus der letzten Ecke herauspusten.
                                                                                          • Viele Gartenbereiche dürfen einfach in Ruhe gelassen werden.
                                                                                          • Zum Klassiker: Wo muss Laub weg und wo darf es bleiben?

                                                                                            • Laub muss weg von den Blättern von immergrünen Pflanzen (Licht), Wegen und Treppen (Rutschgefahr).
                                                                                            • Unbedingt auch vom Rasen runter, sonst fehlt den Gräsern Licht und Luft.
                                                                                            • Super-praktisch, wer einen Rasenmäher mit Auffangkorb hat: Laub mit dem Rasenschnitt zusammen im Korb fangen, das zersetzt sich im Kompost sehr gut, oder auch auf den Beeten
                                                                                            • Laub muss nicht in die Tonne.
                                                                                            • Kann auf Staudenbeete oder unter Gehölze.
                                                                                            • Mulch hält Feuchtigkeit im Boden und schützt vor Verschlämmung und Erosion.
                                                                                            • Gesundes Laub kann auch in Maßen auf den Kompost.
                                                                                            • Kann ich im Herbst wirklich einfach alles auf die Beete werfen und damit mulchen?

                                                                                              • Nur gesundes Material.
                                                                                              • Nicht zu dick und nicht als nassen Klumpen aufschichten.
                                                                                              • Keine Unkräuter mit Samen oder Wurzelunkräuter wie Giersch oder Ackerschachtelhalm
                                                                                              • Wie pflegt man Stauden im Herbst?

                                                                                                • Gar nicht. Die meisten Stauden dürfen stehen bleiben.
                                                                                                • Rückschnitt erst vor dem neuen Austrieb im Frühjahr.
                                                                                                • Kleine Tiere überwintern in und an den Stängeln.
                                                                                                • Samenstände bieten Nahrung für Vögel.
                                                                                                • Trockene Pflanzenteile schützen die Pflanze vor Frost.
                                                                                                • Und mit Raureif sehen sie oft richtig schön aus (Sonnenhut, Fetthenne oder Astern).
                                                                                                • Welche Pflege brauchen Rosen?

                                                                                                  • Kein Herbstschnitt.
                                                                                                  • Nur sehr lange Triebe etwas einkürzen, wenn sie bei Wind Schaden nehmen könnten.
                                                                                                  • Befallene Blätter (z.B. Sternrußtau oder Rost) entfernen.
                                                                                                  • Auch abgefallene kranke Blätter unter den Pflanzen aufsammeln.
                                                                                                  • Im November anhäufeln, um die Veredelungsstelle zu schützen (nicht bei wurzelechten Rosen)
                                                                                                  • Was gilt bei (Obst-)Gehölzen?

                                                                                                    • Nicht pauschal schneiden, nur weil Herbst ist.
                                                                                                    • Weg müssen kranke Blätter, Triebe und Früchte.
                                                                                                    • Bedeutet z.B. Apfelschorf-Laub entfernen.
                                                                                                    • Vertrocknete Früchte am Baum, sogenannte Fruchtmumien, abnehmen und ab in die Biotonne.
                                                                                                    • Solches Material kann Krankheitserreger über den Winter tragen.
                                                                                                    • Wichtig für Anfänger: Braunes Laub heißt im Herbst nicht automatisch krank.
                                                                                                    • Verdächtig sind eher: Flecken, Beläge, Pusteln, ungewöhnlich früher starker Blattfall.
                                                                                                    • Im Zweifel erst bestimmen, bevor alles entsorgt wird.
                                                                                                    • Welche Pflanzen brauchen Winterschutz und wie schützt man sie richtig?

                                                                                                      • Frisch gepflanzte bzw. empfindliche Pflanzen.
                                                                                                      • z. B. Feigen, Artischocken.
                                                                                                      • Wurzelbereich mulchen.
                                                                                                      • Obenrum luftdurchlässig schützen, z.B. Jute oder Gärtnervlies.
                                                                                                      • Keine Plastikfolie rund um die Pflanzen, darunter kann sich Feuchtigkeit sammeln
                                                                                                      • Kann Fäulnis und Pilzprobleme fördern.
                                                                                                      • Was ist bei Kübelpflanzen wichtig?

                                                                                                        • Nicht winterharte Kübelpflanzen vor dem ersten Frost ins Winterquartier.
                                                                                                        • Faustregel für die meisten Kübelpflanzen: reinholen, wenn nachts häufiger unter 5-8 Grad.
                                                                                                        • Auch eigentlich winterharte Pflanzen im Kübel schützen.
                                                                                                        • Im Topf sind Wurzeln Frost stärker ausgesetzt als im Beet.
                                                                                                        • Kübel geschützt auf eine isolierende Unterlage stellen (Holz, Styropor).
                                                                                                        • Gefäß bei Bedarf ummanteln.
                                                                                                        • Immergrüne Kübelpflanzen an frostfreien Tagen gelegentlich gießen (Verdunstung).
                                                                                                        • Ist der faule Gärtner im Herbst der bessere Gärtner?

                                                                                                          • An manchen Stellen tatsächlich.
                                                                                                          • Stauden stehen lassen. Laub sinnvoll verteilen. Totholz und ruhige Ecken dulden. Nicht jeden Quadratmeter blank harken.
                                                                                                          • Aber: ist strategische Faulheit.
                                                                                                          • Krankes raus.
                                                                                                          • Empfindliches schützen.
                                                                                                          • Rutschige Wege freihalten.
                                                                                                          • Ein guter Herbstgärtner liegt nicht komplett auf dem Sofa.
                                                                                                          • Aber vielleicht ein bisschen früher.
                                                                                                          • Wo darf man sich beim Herbstputz richtig austoben?

                                                                                                            • Bei den Gartengeräten!

                                                                                                            • Erde und Pflanzenreste mit Seifenwasser und Topfkratzer entfernen.

                                                                                                            • Auf Schäden kontrollieren.

                                                                                                            • Schrauben nachziehen.

                                                                                                            • Stumpfe Schneiden schärfen.

                                                                                                            • Rostige Geräte mit Stahlwolle oder Schleifpapier von Rost befreien. Nach dem Trocknen einölen.

                                                                                                            • Holzstiele mit feuchtem Lappen reinigen. Raue Stellen mit Schleifschwamm glätten. Nach dem Trocknen einölen.

                                                                                                            • Gartenscheren besonders sorgfältig reinigen wegen Krankheitserregern.

                                                                                                            • Grundstoff Essig ist auch zur Desinfektion von Garten-Schneidewerkzeugen genehmigt.

                                                                                                            • Gebrauchsanweisung beachten.

                                                                                                            • Elektrische und motorgetriebene Werkzeuge nach Gebrauchsanleitung warten.

                                                                                                            • Gartenschläuche, Gießgeräte und frostempfindliches Zubehör ebenfalls kontrollieren und frostsicher verstauen.

                                                                                                            • Außenwasserhähne nicht vergessen.

                                                                                                            • Dann ist wenigstens eine Ecke im Garten blitzblank.

                                                                                                            • 3 Tipps

                                                                                                              • Gesundes darf bleiben.
                                                                                                              • Krankes muss raus.
                                                                                                              • Putzfimmel? Geh an die Gartengeräte!
                                                                                                              • 17 min
                                                                                                              • Schnell im Beet - Feldsalat aussäen
                                                                                                                Der leckerste Wintersalat, frisch aus dem Garten

                                                                                                                Schnell im Beet: Feldsalat aussäen

                                                                                                                Hallo ihr Gartenmenschen, \

                                                                                                                hier gehts um kurze Mini-Anleitungen und einfache Begriffs-Erklärungen. Sie bringen euch hoffentlich schnell auf ein neues Level in der Pflanzenpflege.

                                                                                                                Heute geht’s um Feldsalat – ist ja sehr lecker! Kann man den wirklich jetzt noch aussäen?

                                                                                                                • Auf jeden Fall. Das geht von Mitte Juli bis Anfang September – ich habe aber schon mal Anfang Oktober ausgesät, und das hat auch geklappt. Wenn man Pech hat, erntet man dann erst im Frühjahr!
                                                                                                                • Das Beet war halt früher nicht frei….
                                                                                                                • Mein Vater nannte ihn übrigens immer Rapünzchen!
                                                                                                                • Gute Kultur für Herbst, weil Beete langsam leerer werden
                                                                                                                • Hat der besondere Ansprüche an irgendwas?

                                                                                                                  • Sonnig darf es gern sein, und bitte gern feucht. Sonst ist er unempfindlich
                                                                                                                  • Allerdings muss man sich ums Unkraut kümmern, sonst wird er überwuchert
                                                                                                                  • Und gut ist auch, wenn man bei späterer Aussaat auf mehltau-resistente und frostfeste Sorten achtet.
                                                                                                                  • Wie gehe ich denn da vor?

                                                                                                                    • Erstmal Beet leerräumen, lockern und feinkrümelig kriegen – siehe Episode dazu!
                                                                                                                    • Und dann Reihe ziehen mit einer Hacke, ca 1 cm tief, und aussäen. Abstand der Pflänzchen ca. 10 cm sein, wobei ich sie dichter säe, denn ich mag sie gern klein
                                                                                                                    • Danach die Reihe schließen und andrücken, das geht auch mit der flachen Hacke
                                                                                                                    • Wer es wilder mag, kann auch einfach die Samen breitwürfig ausstreuen und einharken. Aber- ich finde das macht die Unkrautbekämpfung schwieriger, weil ich nicht hacken kann.
                                                                                                                    • Danach gießen – und gut
                                                                                                                    • Mein Extra-Tipp: wer nicht viel Platz im Beet hat, kann Feldsalat auch alle 14 Tage neu in Multitopfplatten aussäen und dann nachpflanzen, sobald Platz im Beet ist.
                                                                                                                    • Braucht Feldsalat besondere Pflege?

                                                                                                                      • Nicht wirklich. Allerdings sollte man die Pflänzchen, die in der Reihe zu dicht stehen, vereinzeln
                                                                                                                      • also einfach alles, was zwischen den etwa 10 cm steht, rausziehen. Die ganz Sparsamen pflanzen die rausgezogenen Pflanzen in die nächste Reihe – das ist mir allerdings zu mühsam.
                                                                                                                      • Ansonsten nur Unkraut zupfen – und das wars.
                                                                                                                      • Noch nicht mal Düngung ist nötig
                                                                                                                      • Kontakt zu Neudorff

                                                                                                                        6 min
                                                                                                                      • Maden im Apfel? Schade, Made!
                                                                                                                        Die eigene Ernte wird von Apfelmaden gegessen? Das muss nicht sein!

                                                                                                                        Maden im Apfel – was nun?

                                                                                                                        Der Podcast für Garten-Nerds und Pflanzenfreunde und alle, die es noch werden wollen.

                                                                                                                        Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.com

                                                                                                                        Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an [email protected]

                                                                                                                        Es geht um etwas, das in meinen Äpfeln wohnt – eine Made! Nicht so lecker. Wer ist das – und wie geht das wieder weg??

                                                                                                                        • Der Apfelwickler oder die Obstmade, ist einer der wichtigsten Schädlinge an Obstgehölzen
                                                                                                                        • Das erwachsene Tier ist ein unscheinbarer braun-grauer Falter von ca 2 cm, mit hellen Streifen
                                                                                                                        • Vor allem in der Dämmerung unter 20 °C aktiv
                                                                                                                        • Die Falter selbst machen keinen Schaden – aber ihre Babys, die Raupen, die sich in die Früchte bohren
                                                                                                                        • Haben die gar keine natürlichen Feinde, die sie dezimieren?

                                                                                                                          • Doch, klar. Z.B. Hühner. Sie picken die Raupen aus Rinde und befallenen Früchten
                                                                                                                          • Auch andere Vögel sind scharf auf die Raupen, und die Falter dienen Fledermäusen als Speise
                                                                                                                          • Außerdem werden sie von Schlupfwespen, Ohrwürmern und auch Wanzen dezimiert. Leider nicht genug.
                                                                                                                          • Kleiner Tipp noch: Befallene Äpfel täglich absammeln, oder schon vom Baum pflücken, wenn ihr Bohrlöcher erkennt.
                                                                                                                          • Und nicht kompostieren – die Biotonne ist der richtige Ort für sie!
                                                                                                                          • Sind die befallenen Äpfel dann eigentlich ungenießbar?

                                                                                                                            • Na ja. Viele fallen vor der Reife einfach runter
                                                                                                                            • Oft wird auch das Loch in der Schale von Pilzkrankheiten benutzt, wie der Fruchtfäule
                                                                                                                            • Wenn der Apfel reif wird und sonst gesund, kannst du natürlich den befallenen Bereich wegschneiden und z.B. noch Apfelmus draus machen
                                                                                                                            • Blöd ist halt, dass sie nicht mehr lagerfähig sind.
                                                                                                                            • Wie funktioniert das mit den Raupen? Leben die die ganze Zeit im Apfel?

                                                                                                                              • Wir können uns gern mal mit seinem Leben beschäftigen
                                                                                                                              • So Mitte Mai schlüpfen die ersten Falter. Kurz danach legen die befruchteten Weibchen ihre Eier, 20-80 Stück, einzeln an Blättern und jungen Früchten ab
                                                                                                                              • Nach 2 Wochen schlüpfen die winzigen Räupchen und bohren sich ins Innere des Apfels. Sie können bis 20 mm lang werden und sind cremefarben bis rosa
                                                                                                                              • Sie ernähren sich von der Schale und auch vom Fruchtfleisch und sogar von Kernen
                                                                                                                              • Der Kot wird z.T. durchs Bohrloch geschoben, bleibt aber teilweise auch in den Gängen – nicht so schön
                                                                                                                              • Bleiben die Raupen die ganze Zeit im Apfel?

                                                                                                                                • Nach drei bis vier Wochen verlassen die ausgewachsenen Raupen den Apfel, fallen teilweise auch mit dem Apfel runter
                                                                                                                                • Sie suchen sich einen geschützten Ort, meist unter der Rinde des Stammes oder dicker Äste – da ist sie besonders borkig.
                                                                                                                                • Sie verpuppen sich in einem Kokon, ein Teil schlüpft etwa Mitte Mai als neue Falter. Sie können eine zweite Raupen-Generation hervor bringen – damit sie zweimal Schaden anrichten können
                                                                                                                                • Die restlichen Larven bleiben bis zum Frühjahr unter der Rinde
                                                                                                                                • Geht der eigentlich nur an Äpfel?

                                                                                                                                  • Leider nein. Äpfel sind seine Leibspeise, aber er geht auch an Birnen, Quitten und – selten – an Pflaumen, Aprikosen und Kirschen
                                                                                                                                  • Kann ich die Falter nicht irgendwie wegfangen?

                                                                                                                                    • Doch, das geht. Wir haben solche Pheromon-Fallen, die Neudomon ApfelmadenFallen
                                                                                                                                    • Die locken die männlichen Falter mit Hilfe von einem Sexuallockstoff in die Falle.
                                                                                                                                    • Dann weißt du schon mal, dass sie da sind. Einen Befall reduzieren kannst du damit, aber es ist keine wirkliche Bekämpfungsmaßnahme.
                                                                                                                                    • Du könntest die Raupen wegfangen. Und zwar im Juni. Dann legst du einen Wellpappe-Streifen um den Stamm, mit der glatten Seite nach außen und der welligen nach innen.
                                                                                                                                    • Da kriechen die Raupen auf der Suche nach einem Überwinterungsquartier rein und du kannst sie absammeln
                                                                                                                                    • Wir hatten sogar mal ein Produkt dafür – haben nur leider zu wenige gekauft
                                                                                                                                    • Die bekannten Leimringe funktionieren hier übrigens nicht, die wirken nur gegen Frostspanner
                                                                                                                                    • Also kannst du gar nichts empfehlen??

                                                                                                                                      • Doch – sonst würden wir ja nicht hier sitzen
                                                                                                                                      • Und zwar gibt es die nützlichen SF-Nematoden, die du einsetzen kannst
                                                                                                                                      • Das sind mikroskopisch kleine Fadenwürmer, die in die Kokons mit den überwinternden Raupen eindringen und sie abtöten
                                                                                                                                      • Kann ich die einfach so im Laden kaufen?

                                                                                                                                        • Direkt nicht. Du kaufst da eine Bestell-Karte für die Nematoden und lässt sie dir schicken
                                                                                                                                        • Auch wenn sie winzig sind, würden sie die wochenlange Lagerung im Geschäft nicht überstehen.
                                                                                                                                        • Du kriegst sie also ganz frisch per Post geschickt, sie passen in jeden Briefkasten
                                                                                                                                        • Ach ja – und wie kriege ich sie dahin, wo sie hinsollen??

                                                                                                                                          • Die werden gespritzt
                                                                                                                                          • Was du bekommst, ist ein Beutel mit 5 Mio. SF-Nematoden, und ein Beutel mit Netzmittel
                                                                                                                                          • Das Netzmittel dient dazu, die Nematoden möglichst lange an Ort und Stelle zu halten – sonst würden sie den Stamm runterfließen und die Aktion wäre umsonst
                                                                                                                                          • Falls der Baum trocken ist, erstmal Stamm und Äste mit Wasser einsprühen
                                                                                                                                          • Dann Nematoden und Netzmittel in Wasser einrühren, gibst es in eine Gartenspritze, und sprühst damit sehr intensiv und tropfnass den Stamm und die dicken Äste ein
                                                                                                                                          • Zwischendurch umrühren, damit sich die Nematoden nicht absetzen
                                                                                                                                          • Die SF- Nematoden töten die Apfelwickler-Raupen ab – und die nächste Ernte gehört dir
                                                                                                                                          • Hört sich gut an. Wann mache ich das denn am besten?

                                                                                                                                            • Am allerbesten im Herbst, Ende September. Es geht aber bis Ende März, bevor die Falter schlüpfen
                                                                                                                                            • Es sollte halt mindestens 8 °C haben, optimal 12 – 28 °C – das kann im Frühjahr kritisch werden.
                                                                                                                                            • Wichtig: am späten Nachmittag, abends oder bei Regen spritzen, damit die Stämme und Äste lange feucht bleiben.
                                                                                                                                            • 3 Tipps

                                                                                                                                              • Erstmal genau gucken, ob es der Apfelwickler ist – also Bohrloch finden
                                                                                                                                              • Behandlung gegen Abend durchführen
                                                                                                                                              • Den Stamm und die dicken Äste richtig intensiv einsprühen
                                                                                                                                              • 18 min
                                                                                                                                              • Garten-Check September
                                                                                                                                                Ganz kurz: was brauchen eure Pflanzen in diesem Monat?

                                                                                                                                                Garten-Check September

                                                                                                                                                Hallo, ihr Gartenmenschen da draußen. Habt ihr auch gelegentlich das Gefühl, ihr vergesst das eine oder andere todo im Garten? Geht es uns nicht allen so?? Hier kommt euer kurzer Garten-Reminder für den September.

                                                                                                                                                Gemüsegarten

                                                                                                                                                Jetzt könnt ihr natürlich noch aussäen:

                                                                                                                                                • Asia-Salat

                                                                                                                                                • Feldsalat

                                                                                                                                                • Wintererbse

                                                                                                                                                • Wintersalate

                                                                                                                                                • Spinat

                                                                                                                                                • Winterpostelein

                                                                                                                                                • Radieschen

                                                                                                                                                • Dicke Bohne

                                                                                                                                                • Knoblauch

                                                                                                                                                • Auf freie Flächen im Garten Gründüngung aussäen

                                                                                                                                                • Blüten an Paprika und Tomaten entfernen – das werden keine Früchte mehr!

                                                                                                                                                • Obstgarten

                                                                                                                                                  • Ernten!
                                                                                                                                                  • Fallobst aufsammeln
                                                                                                                                                  • Beerensträucher auslichten, falls noch nicht gemacht
                                                                                                                                                  • Raupenleimring an Stämme anlegen
                                                                                                                                                  • Apfelwickler mit unseren Nematoden behandeln
                                                                                                                                                  • Ziergarten

                                                                                                                                                    • Je nach Wetterlage guter Monat für die Rasenaussaat oder Nachsaat
                                                                                                                                                    • Bestehende Rasenflächen bekommen jetzt eine organische Düngung
                                                                                                                                                    • Schon mal Zwiebelblumen fürs Frühjahr aussuchen und pflanzen
                                                                                                                                                    • Und sonst so?

                                                                                                                                                      • Nistkästen reinigen vorm Winter
                                                                                                                                                      • Samen ernten
                                                                                                                                                      • Habt ihr Fragen? Meine Mailadresse lautet [email protected]

                                                                                                                                                        Aber natürlich könnt ihr uns auch über www.neudorff.com erreichen, und dort stöbern nach noch mehr Gartentipps.

                                                                                                                                                        3 min
                                                                                                                                                      • Alten Garten aufhübschen
                                                                                                                                                        Wie wird aus einer Wildnis deine grüne Oase? Wir geben dir Tipps

                                                                                                                                                        Alten Garten aufhübschen

                                                                                                                                                        Der Podcast für Garten-Nerds und Pflanzenfreunde und alle, die es noch werden wollen.

                                                                                                                                                        Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.com

                                                                                                                                                        Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an [email protected]

                                                                                                                                                        Man hat ein altes Haus gekauft und zum Haus gehört ein Garten: Wilde Wiese, irgendwo blüht etwas, es wachsen ein paar knorrige Obstbäume. Wo fängt man da bloß an?

                                                                                                                                                        • Erst mal: gar nicht so viel machen! Wahrscheinlich ist das die schwierigste Übung für frischgebackene Gartenbesitzer.
                                                                                                                                                        • Alter Garten ist keine leere Leinwand.
                                                                                                                                                        • Stecken vielleicht richtige Schätze drin: alte Obstsorten, eingewachsene Stauden, robuste Gehölze oder Pflanzen, die genau an diesem Standort seit Jahrzehnten wunderbar klarkommen.
                                                                                                                                                        • Deshalb zuerst Bestandsaufnahme: Was wächst wo? Welche Gehölze gibt es? Wo waren offenbar einmal Beete? Welche Wege und Mauern sind noch vorhanden? Wo ist Sonne, wo Schatten?
                                                                                                                                                        • Fotos machen. Auch Detailfotos von Pflanzen, die man noch nicht kennt. Die Neudorff-App hilft übrigens bei der Erkennung von Pflanzen.
                                                                                                                                                        • Und vor allem: Geduld haben. Ein Garten zeigt nicht alles gleichzeitig. Was Ende September nach „da wächst ja gar nichts“ aussieht, kann im Frühjahr voller Zwiebelblumen sein.
                                                                                                                                                        • Wenn ich wirklich nur wilde Wiese sehe und hier und da ein Staudenbeet erahne – wie finde ich heraus, was bleiben darf?

                                                                                                                                                          • Stück für Stück vorgehen.
                                                                                                                                                          • Nicht den kompletten Garten auf einmal freiräumen, erst einen überschaubaren Bereich vornehmen. Sinnvollerweise nah am Haus.
                                                                                                                                                          • Dort vorsichtig unerwünschten Aufwuchs entfernen und schauen, was darunter zum Vorschein kommt.
                                                                                                                                                          • Stauden, die man nicht kennt, erst einmal stehen lassen und bestimmen.
                                                                                                                                                          • Gerade im ersten Jahr kann es sich lohnen, zu beobachten, was wann austreibt und blüht.
                                                                                                                                                          • Manche Stauden verschwinden im Winter komplett und kommen im Frühjahr wieder. Manche sehen im Herbst ziemlich fertig aus, obwohl sie kerngesund sind.
                                                                                                                                                          • Manches vermeintliche Unkraut entpuppt sich vielleicht als Pflanze, die du unbedingt behalten möchtest.
                                                                                                                                                          • Wir haben einen sehr heißen und trockenen Sommer hinter uns. Kann mir die Trockenheit etwas darüber verraten, welche Pflanzen in meinem alten Garten Zukunft haben?

                                                                                                                                                            • Ja! Dieses Jahr ist anstrengend für den Garten, aber gleichzeitig ein ziemlich guter Härtetest.
                                                                                                                                                            • Wie meinst du das?

                                                                                                                                                              • Welche Pflanzen sehen immer noch gut aus? Welche Gehölze sind gut durch den Sommer gekommen?
                                                                                                                                                              • Pflanzen, die im Garten schon lange wachsen und mit diesen Bedingungen gut zurechtkommen, würde ich nicht leichtfertig ersetzen.
                                                                                                                                                              • Das sind genau die Pflanzen, die zum Standort passen.
                                                                                                                                                              • Nach so einem trockenen Sommer lohnt sich außerdem ein Blick auf den Boden.
                                                                                                                                                              • Wieso das? Der Boden ist der Boden. Kann man daran etwas verändern?

                                                                                                                                                                • Nicht auf einmal, aber Schritt für Schritt geht doch Einiges.
                                                                                                                                                                • Als erstes würde ich eine Bodenanalyse machen lassen. Das geht über die LUFAs, die es in jedem Bundesland gibt. Kostet um die 20 bis 30 Euro. Sie bestimmen Nährstoffe und Humusgehalt.
                                                                                                                                                                • Sandiger Boden = Wasser läuft schnell durch. Bentonit SandbodenVerbesserer kann die Fähigkeit leichter, sandiger Böden verbessern, Wasser und Nährstoffe zu speichern.
                                                                                                                                                                • Generell hilft Humus beim Wasserhaushalt. Neudorff Terra Preta BodenVerbesserer kann zum Humusaufbau und zur Verbesserung der Bodenqualität eingesetzt werden.
                                                                                                                                                                • Wir haben eine ganze Episode dazu gemacht.
                                                                                                                                                                • Kann Mulch ebenfalls helfen?

                                                                                                                                                                  • Unbedingt! Organische Substanz ist wichtig für den Humusaufbau.
                                                                                                                                                                  • Mulchschicht bremst Verdunstung und schützt Wurzeln vor Hitze.
                                                                                                                                                                  • Groben Kompost verwenden, oder trockenen Rasenschnitt, welke Blätter….
                                                                                                                                                                  • In alten Gärten stehen oft große, knorrige Obstbäume. Wann lohnt es sich, einen alten Baum zu retten?

                                                                                                                                                                    • Alt ist bei einem Obstbaum kein Grund, ihn zu fällen.
                                                                                                                                                                    • Erst anschauen: Treibt er noch kräftig aus? Hat er gesundes Holz? Trägt er noch Früchte? Gibt es größere Schäden oder viel Totholz?
                                                                                                                                                                    • Alte Obstbäume sind echte Gartenschätze: spenden Schatten, geben Struktur, blühen, liefern Früchte, und hinter der knorrigen Rinde überwintern unglaublich viele Insekten.
                                                                                                                                                                    • Große, alte Gehölze lassen sich nicht mal eben durch einen neu gepflanzten Baum ersetzen.
                                                                                                                                                                    • Wie revitalisiert man einen vernachlässigten Obstbaum?

                                                                                                                                                                      • Fachgerechter Verjüngungsschnitt, aber bitte nicht nach dem Motto: Der ist groß – ich säge einfach mal die Hälfte weg.
                                                                                                                                                                      • Gerade für Anfänger ist es bei einem alten Baum sinnvoll, sich den richtigen Schnitt einmal von jemandem zeigen zu lassen.
                                                                                                                                                                      • Herbst ist nicht automatisch der Zeitpunkt für die große Sägeaktion. Der passende Schnittzeitpunkt hängt auch von der Obstart ab.
                                                                                                                                                                      • Bei großen Bäumen oder wenn die Standfestigkeit fraglich ist: Fachleute ranlassen. Sicherheit vor Abenteuer.
                                                                                                                                                                      • Angenommen, ich habe aufgeräumt – und da liegt ein Berg Äste und Zweige. Muss das alles zum Wertstoffhof?

                                                                                                                                                                        • Nein, daraus kann etwas richtig Sinnvolles entstehen: eine Benjeshecke beziehungsweise Totholzhecke.
                                                                                                                                                                        • Äste und Zweige locker zwischen Pfosten (2 Reihen Pfosten, Abstand 50-80 cm) aufschichten.
                                                                                                                                                                        • Kann Gartenbereich abgrenzen, Kompostplatz verstecken, oder als natürlicher Sichtschutz dienen.
                                                                                                                                                                        • Gleichzeitig schafft Totholz Strukturen, die von Tieren genutzt werden.
                                                                                                                                                                        • Das passt wunderbar zu einem alten Garten: Nicht einfach wegräumen, sondern überlegen, ob man vorhandenes Material weiterverwenden kann.
                                                                                                                                                                        • Totholzhecke darf ruhig etwas wild aussehen – gewissermaßen Teil der Stellenbeschreibung.
                                                                                                                                                                        • Und was ist mit den alten Staudenbeeten?

                                                                                                                                                                          • Erst einmal herausfinden, was vorhanden ist.
                                                                                                                                                                          • Alte Stauden können fantastische Pflanzen sein, die sich an diesem Platz bewährt haben.
                                                                                                                                                                          • Wenn eine Staude überaltert ist, in der Mitte verkahlt oder weniger blüht, kann man viele Arten durch Teilen verjüngen. Beispiele: Astern, Phlox oder Taglilien.
                                                                                                                                                                          • Aber auch hier gilt: Nicht jede Gartenarbeit muss im Herbst gemacht werden.
                                                                                                                                                                          • Wir bei Neudorff empfehlen das Teilen vieler älterer Stauden eher für den März bis Mai. Je früher desto besser.
                                                                                                                                                                          • Also lieber markieren oder fotografieren und die Arbeit für den passenden Zeitpunkt vormerken.
                                                                                                                                                                          • Lücken später mit Pflanzen ergänzen, die zu den vorhandenen Bedingungen passen. Aber nur pflanzen, wenn vorher klar ist, was fehlt und wohin es passt.
                                                                                                                                                                          • Gartencenter-Besuche können nämlich erstaunliche Nebenwirkungen haben. Man fährt wegen einer Pflanze hin und kommt mit sieben zurück.
                                                                                                                                                                          • So entsteht aus dem alten Beet nach und nach ein neues – ohne dass man alles Gute, was schon da ist, wegwirft.
                                                                                                                                                                          • Jetzt kribbelt es unseren Hörern sicherlich langsam in den Fingern. Wie verhindert man, dass man zehn Baustellen gleichzeitig anfängt?

                                                                                                                                                                            • Garten gedanklich in Zimmer einteilen. Zum Beispiel Terrasse und Sitzplatz, Staudenbeet, Gemüsebereich, Obstgarten, Kompostplatz…
                                                                                                                                                                            • Dann überlegen: Was brauchen wir wirklich?
                                                                                                                                                                            • Wahrscheinlich braucht man gar keinen riesigen Rasen, der bei sommerlicher Hitze und Trockenheit sowieso verdorrt, sondern einen Sitzplatz, ein kleines Stück Grün und mehr Beete.
                                                                                                                                                                            • Wege und Blickachsen früh mitdenken. Was sehe ich von wo?
                                                                                                                                                                            • Wo möchte ich abends sitzen?
                                                                                                                                                                            • Wo scheint morgens oder abends die Sonne?
                                                                                                                                                                            • Und dann ein Garten-Zimmer nach dem anderen renovieren.
                                                                                                                                                                            • Das hat noch einen Vorteil: Man lernt währenddessen.
                                                                                                                                                                            • Nach dem ersten Beet weißt du schon viel besser, was dir gefällt und was in deinem Garten funktioniert.
                                                                                                                                                                            • Ein Garten muss nicht an einem Wochenende fertig werden. Wäre ja auch schade – was machen wir dann nächstes Wochenende?
                                                                                                                                                                            • Viele würden wahrscheinlich zuerst einen schönen grünen Rasen anlegen. Warum damit warten?

                                                                                                                                                                              • Weil du deinen schönen neuen Rasen bei den nächsten Arbeiten gleich wieder ruinierst, wenn noch Gehölze geschnitten, Beete angelegt, Erde bewegt, Wege gebaut oder Materialien durch den Garten transportiert werden.
                                                                                                                                                                              • Nach diesem trockenen Sommer würde ich außerdem grundsätzlich fragen: Wie viel Rasen brauche ich wirklich?
                                                                                                                                                                              • Rasen braucht bei längerer Trockenheit Wasser und Pflege. Vielleicht darf ein Teil des Gartens auch Wiese bleiben. Oder es entstehen dort Beete, Gehölzflächen oder andere Strukturen.
                                                                                                                                                                              • Sind alte Gärten ökologisch sinnvoll?

                                                                                                                                                                                • Alte Gehölze, Totholz, dichte Hecken und unterschiedliche Pflanzen schaffen viele Strukturen.
                                                                                                                                                                                • Deshalb beim Aufräumen nicht automatisch versuchen, den Garten möglichst leer zu bekommen.
                                                                                                                                                                                • Ein Garten darf Ecken haben, in denen nicht alles nach Lineal wächst.
                                                                                                                                                                                • Schnittgut kann in der Totholzhecke landen. Laub kann an geeigneten Stellen unter Gehölzen liegen bleiben. Samenstände von Stauden können über den Winter stehen bleiben.
                                                                                                                                                                                • Das spart teilweise Arbeit und bietet gleichzeitig Tieren Rückzugsräume.
                                                                                                                                                                                • 3 Tipps

                                                                                                                                                                                  • Erst gucken, dann buddeln.
                                                                                                                                                                                  • Alte Schätze behalten.
                                                                                                                                                                                  • Erst die groben Arbeiten, dann Beete und Pflanzungen – und den Rasen zum Schluss.
                                                                                                                                                                                  • 21 min
                                                                                                                                                                                  • Schnell im Beet - Aussäen im Herbst
                                                                                                                                                                                    Das könnt ihr jetzt noch aussäen im Garten

                                                                                                                                                                                    Schnell im Beet: Aussäen im Herbst

                                                                                                                                                                                    Hallo ihr Gartenmenschen, \

                                                                                                                                                                                    hier gehts um kurze Mini-Anleitungen und einfache Begriffs-Erklärungen. Sie bringen euch hoffentlich schnell auf ein neues Level in der Pflanzenpflege.

                                                                                                                                                                                    Heute geht es ums Aussäen – ich dachte, im Herbst ist die Garten-Saison rum??

                                                                                                                                                                                    • Nicht so wirklich, ein paar Sachen kannst du im September und Oktober noch aussäen
                                                                                                                                                                                    • Praktisch zum Verabschieden von der Gartensaison!
                                                                                                                                                                                    • Ok. Geht es da nur um Gemüse, oder gibt’s noch was anderes zum Aussäen?

                                                                                                                                                                                      • Es geht auch um Rasen. Inzwischen ist die Herbst-Aussaat bei Rasen die bessere Variante, weil es im Herbst eher regnet. Im Frühjahr kann es schnell mal längere Trockenzeiten geben
                                                                                                                                                                                      • Bis Ende Oktober kann das in milden Lagen noch gehen. Der Boden sollte halt noch über 10 °C warm sein. Da fallen Erzgebirge und Eifel schon mal raus.
                                                                                                                                                                                      • Und nicht zu vergessen: Blumenzwiebeln! Auch wenn die jetzt nicht gesät, sondern gesteckt werden!
                                                                                                                                                                                      • Kommen wir zum Gemüse. Was geht?

                                                                                                                                                                                        • Radieschen, die gehen ja fast immer
                                                                                                                                                                                        • Feldsalat
                                                                                                                                                                                        • Endivie
                                                                                                                                                                                        • Mangold
                                                                                                                                                                                        • Pflück- und Schnittsalat
                                                                                                                                                                                        • Spinat
                                                                                                                                                                                        • Winter-Portulak
                                                                                                                                                                                        • Asia-Salate
                                                                                                                                                                                        • Winterzwiebeln stecken
                                                                                                                                                                                        • Ist denn im Herbst noch eine Gründüngung möglich?

                                                                                                                                                                                          • Gründüngung geht ja fast immer. Dazu hatten wir eine Episode im August
                                                                                                                                                                                          • Phacelia
                                                                                                                                                                                          • Gelbsenf
                                                                                                                                                                                          • Lupine
                                                                                                                                                                                          • Ganz hart im Nehmen ist Winterrogge
                                                                                                                                                                                          • Kontakt zu Neudorff

                                                                                                                                                                                            • Shownotes
                                                                                                                                                                                            • Forum auf Neudorff.com
                                                                                                                                                                                            • Facebook und Insta Direktnachrichten
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                                                                                                                                                                                            About Einfach natürlich Gärtnern

                                                                                                                                                                                            From the publisher's feed

                                                                                                                                                                                            Hier geht es um das praktische und einfache Gärtnern mit der Natur für Gartenanfänger und auch für Fortgeschrittene. Im Gespräch stellen wir einfache Möglichkeiten vor, wie man selbst kompostieren kann, oder wie man am einfachsten ein eigenes Gemüsebeet anlegt. Schritt für Schritt, mit vielen Tipps und Tricks.

                                                                                                                                                                                            More shows like Einfach natürlich Gärtnern

                                                                                                                                                                                            Gartenradio – Der Garten-Podcast by Heike Sicconi | Gartenradio.fm

                                                                                                                                                                                            Gartenradio – Der Garten-Podcast

                                                                                                                                                                                            3 Listeners

                                                                                                                                                                                            Grünstadtmenschen by Mein schöner Garten

                                                                                                                                                                                            Grünstadtmenschen

                                                                                                                                                                                            0 Listeners

                                                                                                                                                                                            Smarter leben by DER SPIEGEL

                                                                                                                                                                                            Smarter leben

                                                                                                                                                                                            48 Listeners

                                                                                                                                                                                            WDR 2 Frag dich fit – mit Doc Esser und Johanna by WDR 2

                                                                                                                                                                                            WDR 2 Frag dich fit – mit Doc Esser und Johanna

                                                                                                                                                                                            12 Listeners

                                                                                                                                                                                            Im Grünen Bereich – Der NDR Gartenpodcast by NDR

                                                                                                                                                                                            Im Grünen Bereich – Der NDR Gartenpodcast

                                                                                                                                                                                            0 Listeners

                                                                                                                                                                                            Peter und der Wald by Peter Wohlleben / Wohllebens Waldakademie

                                                                                                                                                                                            Peter und der Wald

                                                                                                                                                                                            13 Listeners

                                                                                                                                                                                            ISS SO Classics – der Ernährungspodcast mit Achim Sam (Wiederholungen) by Achim Sam & EDEKA

                                                                                                                                                                                            ISS SO Classics – der Ernährungspodcast mit Achim Sam (Wiederholungen)

                                                                                                                                                                                            5 Listeners

                                                                                                                                                                                            Dr. Anne Fleck - Gesundheit und Ernährung by Audio Alliance / RTL+

                                                                                                                                                                                            Dr. Anne Fleck - Gesundheit und Ernährung

                                                                                                                                                                                            28 Listeners

                                                                                                                                                                                            Kompost und Konfetti – der ARD Garten-Podcast by Mitteldeutscher Rundfunk

                                                                                                                                                                                            Kompost und Konfetti – der ARD Garten-Podcast

                                                                                                                                                                                            1 Listeners

                                                                                                                                                                                            Die Ernährungs-Docs - Essen als Medizin by NDR

                                                                                                                                                                                            Die Ernährungs-Docs - Essen als Medizin

                                                                                                                                                                                            20 Listeners

                                                                                                                                                                                            Fit & Gesund mit Professor Froböse by HÖRZU

                                                                                                                                                                                            Fit & Gesund mit Professor Froböse

                                                                                                                                                                                            6 Listeners

                                                                                                                                                                                            Dr. Matthias Riedl – So geht gesunde Ernährung by FUNKE Mediengruppe

                                                                                                                                                                                            Dr. Matthias Riedl – So geht gesunde Ernährung

                                                                                                                                                                                            7 Listeners

                                                                                                                                                                                            REINGEZWITSCHERT – der Vogel-Podcast by NABU

                                                                                                                                                                                            REINGEZWITSCHERT – der Vogel-Podcast

                                                                                                                                                                                            1 Listeners

                                                                                                                                                                                            Stadt.Land.Garten. by Lena Herrmann und Alexander von Wilmsdorff

                                                                                                                                                                                            Stadt.Land.Garten.

                                                                                                                                                                                            0 Listeners

                                                                                                                                                                                            Garten Ede by Elias

                                                                                                                                                                                            Garten Ede

                                                                                                                                                                                            1 Listeners