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Hier treffen heute 2 Salat-Queens aufeinander, zwei, die immer Pasta essen könnten und zwei, die sich lange nicht gesehen haben. Die Moderatorin Charlotte Mellahn, besser bekannt - und zwar sehr bekannt - als Visa Vie, lernte ich vor einigen Jahren bei einem Essen kennen. Garnelen gab’s und tausend Themen. Die 1987 in Ost-Berlin geborene Podcasterin ist blitzgescheit, lustig und besitzt eine Popcornmaschine - was ich allerdings erst in dem nun folgenden Gespräch erfahre. Der Einstieg, Sie werden es gleich hören, nimmt sich eines Themas an, das viele kennen: das schlechte Gewissen, wenn man sich länger nicht gemeldet hat. Warum schiebt man es dann noch länger auf? Ist irgendwann vielleicht auch zu viel Zeit vergangen? Schnell springen wir dann in die ersten Salatschüsseln und Suppentöpfe, sprechen über Gurken und Blutwurst, Diabetes Typ 1 und Long Covid, Spaghetti mit Zucker und eine Mett-Torte. Sachen gibt’s…..
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Er sei immer das dreckigste Kind im Kindergarten gewesen, erzählte mir Ronald Zehrfeld mal in einem Interview, einer, der sich ganz der Situation hingab und als DDR- Jugendmeister im Judo ganz klar Olympia vor Augen hatte. Über die „Schauspieletten“ von der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, die er in der Nachbarschaft sah, spottete der 1977 in Ost-Berlin geborene Zehrfeld und gehörte doch bald selbst dazu. Zum Glück! Denn noch immer scheint sich dieser große, kräftige Mann komplett hinzugeben, den Rollen, den Texten und Figuren. Und dem Essen, was ihn als Gesprächspartner dieses Podcasts absolut qualifiziert. Haben Sie jemals von Salami-Peitschen gehört? Drapiert in einer Vase? Keine Ahnung? Nein, warum auch, warten Sie’s ab. Salami liegt auch auf seiner Lieblingspizza, neben Schinken übrigens, und so dürfte es niemanden erstaunen, dass sich Zehrfeld ein rein vegetarisches Leben momentan nicht vorstellen kann. Wir sprechen darüberhinaus über Geleebananen, Grüne Klöße und die Spannung von Gewürzgurken, aber dabei bleibt es natürlich nicht. Sind Sie jetzt bereit für die Salami-Peitsche?
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ÖKO-Kontrollstelle: DE-ÖKO-007
Menschen, die in ihren jeweiligen Disziplinen besonders gut sind und daher auch Besonderes leisten, sind oft von einer ganz besonderen Aura umgeben. Gemeint ist diese Energie, die spürbar ist, wenn Talent, Leidenschaft und Disziplin zusammenkommen. Die Sterneköchin Léa Linster ist so ein Mensch. Sie leuchtet förmlich, wenn sie über Kümmel, Kartoffeln und Klischees spricht, über ihren ausgeprägten Geruchssinn, über Trüffelöl (das sie nicht mag), Hot Dog und Lippenstiftmünder, ihre weltbesten Madeleines und über Maßlosigkeit, zelebrierte Maßlosigkeit, die uns über das „genug jetzt“ hinwegträgt. 1955 kommt Léa in Luxemburg zur Welt und wächst 800m von der französischen Grenze entfernt mit ihrer Familie in einem gastronomischen Betrieb auf. Nach dem Tod des Vaters übernimmt sie das Restaurant, erarbeitet sich alle relevanten Diplome und wird 1987 erstmalig mit einem Stern ausgezeichnet. Den sie nie verlor. Und weil Blut dicker als Brühe ist, schreibt ihr Sohn Louis diese Erfolgsgeschichte fort. Aber jetzt geht’s um eine wunderbare Erzählerin, eine interessante Frau, die von vielen als „die Grande Dame der europäischen Spitzenküche“ bezeichnet wird.
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Unser Gespräch beginnt mit diesem Hinweis, aber auch an dieser Stelle sei schon mal erwähnt: mit dem Journalisten und Moderator Mitri Sirin und auch seiner Frau Rike verbindet mich eine lange Freundschaft. Wir sehen uns nicht häufig, aber wenn, dann essen wir gemeinsam oder spielen Karten oder - idealerweise - kommt beides zusammen. Kurz ein paar Details zur Biografie: Mitris Eltern verließen die Türkei, wo sie als Teil einer syrischstämmigen christlichen Minderheit lebten, und zogen Ende der 60erjahre nach Deutschland. Hier wird 1971 ihr Sohn geboren - im rheinland-pfälzischen Rheine. Er macht Abitur, absolviert seinen Zivildienst und zieht 1993 nach Berlin. Wenig später landete Mitri zum ersten Mal vorm Mikrophon, schnell auch vor der Kamera, wo er seitdem unterschiedlichste Formate moderierte. Lange schon arbeitet er für’s ZDF, im MoMa, er moderiert die heute-Nachrichten und auch das „heute journal“.
Und ich bin positiv überrascht, mit welcher Freude er über Zitronensaft, Gewürzbrote und Granatapfelsirup als Geheimwaffe spricht! Wir hören die Stimme seiner Mutter und lassen uns gerne eine absurde Eiergeschichte erzählen. Klar!
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Unter 3 Namen könnten Sie meinen heutigen Gast kennen: geboren wurde sie 1993 als Juliane Wieler, als die sie im schwäbischen Crailsheim, nahe der bayerischen Grenze, aufwuchs, nach der Schule Asien bereiste und Rechtswissenschaften in Berlin studierte. Hier wird sie bald Jule Wasabi, ein Teil des höchst erfolgreichen Deutschrap-Podcasts „Schacht und Wasabi“, sie gewinnt als Produzentin ein paar Preise und wird 2021 zu Jule Lobo, als sie den Journalisten und Autor Sascha Lobo heiratet. Mit dem sie in Weltrekordgeschwindigkeit 3 Söhne bekommt, da ist die 3 wieder. Zudem sind sie alle noch unter 3 Jahren, also gäbe es auch mindestens 3 Gründe, um trotz aller Liebe wahnsinnig zu werden, aber bislang scheint noch alles im Lot. Gemeinsam hostet das Paar den Podcast „Feel the News“, hier, in meinem Studio aber, sitzt Jule endlich mal alleine und kann sich voll und ganz auf ihre Lieblingsthemen stürzen: Essen, Kochen, Genuss. Und so marschieren wir verbal über Butterberge an Ofen-Schlupferln vorbei, streifen Käsebrot-Cravings, stolpern gedanklich über gehortete Kuchenformen und Kochbücher und landen irgendwann bei einem Parmesanrad. Leider nur gedanklich. Schade. Aber was für eine Reise!
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Mein heutiger Gast kam 1993 als Alice Florence Clarissa in Frankfurt am Main zur Welt, die Mutter Deutsche, der Vater Ire. Die Familie lebte bald in New York, später in Oakville, Kanada. Erst mit 13 Jahren kehrt Alice nach Deutschland zurück, nach München, um genau zu sein, was als Erklärung dafür dienen könnte, warum das Wort „Knödel“ sehr früh in diesem Gespräch fällt. In England macht Alice ihren Schulabschluss und flirtet mit dem Gedanken, Opernsängerin zu werden. Mit 17 entdeckt sie das Songwriting für sich, es fühlt sich so mühelos und selbstverständlich an, bleibt aber vorerst Hobby neben dem Studium der Wirtschaftswissenschaften - das sie bald eintauscht gegen Popmusikdesign. Nachdem ihr selbstproduziertes erstes Mini-Album bei den Plattenfirmen kein Interesse hervorruft, bringt Alice Merton es selbst heraus und jetzt passiert eines dieser kleinen digitalen Wunder: Ihre Musik wird mehr als 1 Milliarde mal gestreamt. Poff! Und plötzlich sitzt sie sitzt in der Jury von „The Voice of Germany“, erhält Einladungen zu den bekanntesten amerikanischen Talkshows und sogar für „Toast Hawaii“, den spektakulären Podcast, bei dem es um das Essen eines Lebens geht. Dort spricht sie über schwäbische Maultaschen, irische Küche, Lasagne und Lampenfieber und laktosefreie Mousse au Chocolat.
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Durch das Aufkommen von Kochshows lernten wir über Jahre und Jahrzehnte hinweg die unterschiedlichsten Köchinnen und Köche kennen. Aufbrausende, alberne und lässige. Der 1957 im saarländischen St. Ingbert geborene Christian Rach stach und sticht mit seiner oft eher ruhigen, dabei aber durchaus humorvollen Art aus der Gruppe der typischen Entertainer ein wenig heraus. Nach seinem Philosophie- und Mathematikstudium in Hamburg, zu dem er parallel in der Gastronomie jobbte, machte Rach eine Ausbildung zum Koch. Er arbeitete in Grenoble, war Souschef in Wien, eröffnete Mitte der 80erjahre ein erstes Restaurant in Hamburg und saß plötzlich in einem doch sehr schnell fahrenden Zug, der ihn zu immer neuen Projekten und vor allem auch: zum Fernsehen brachte. „Teufels Küche“, „Der Restauranttester“ oder „Rach tischt auf“ sind nur einige der von ihm moderierten Formate. Die Michelin-Sterne, die er ab 1991 quasi jährlich mit seinen Teams erkochte, habe ich in dieser Aufzählung ja noch gar nicht erwähnt. Gut, so viel zur Expertise. In unserem Gespräch nun geht es u.a. um weinende Männer, Bananen im Ofen, das Privileg seines Großvaters, Abwaschpläne und nichts Geringeres als den Zusammenhalt der Gesellschaft.
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Nachdem ich Eva Schulz vor vielleicht 3 oder 4 Jahren kennengelernt hatte, ärgerte ich mich erstmal ein bisschen. Ich hätte sie nämlich gerne schon viel eher gekannt! Es ist quasi unmöglich, sie nicht sympathisch zu finden. Die 1990 im münsterländischen Borken geborene Journalistin und Moderatorin versteht es, durch ihre Herangehensweise bestimmte - auch komplexere - Themen verständlich aufzubereiten. Sie ist klug, schnell, interessiert und sehr, sehr lustig. Bereits als Teenagerin gewann sie einige Schüler-Journalistenpreise und das mit den Auszeichnungen setzt sich bis heute fort, so gab es beispielsweise 2020 den Deutschen Podcast Preis als Beste Interviewerin. In unserem Interview lerne ich eine Frühstücksqueen kennen, die ihr Waffeleisen nicht benutzt, jedes neue Jahr mit Kaiserschmarrn empfängt, Öfen erstmal kennenlernen muss und in einem Chateau lernte, wie sie Joghurt am besten selbst herstellen kann. Das ist natürlich längst nicht alles, aber Sie werden sich das Gespräch ja jetzt hoffentlich selbst anhören. Viel Freude dabei.
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Es war einmal…. es war einmal ein aufgeweckter Junge, so sagte man das damals wohl auch, der Show-Regisseur oder Zauberer werden wollte. Klingt nach Bühne, klingt nach großem Trara und tatsächlich: so kam es dann. Der 1977 in Köln geborene Tobias Schlegl landete kurz nach dem Start des Senders, als neuer Moderator bei VIVA. Wir erinnern uns - damals waren die Boys und Girls vor der Kamera Stars, für viele Ikonen, sie wurden gefeiert, ihr Stil wurde kopiert, Horden junger Menschen rasteten aus vor Begeisterung. Viele Jahre schwamm Tobi Schlegl im warmen und nicht immer ruhigen Wasser dieser Fernsehzeit, aber irgendwann stieg er gewissermaßen aus. Und wurde: Notfallsanitäter, die letzte Instanz vorm Notarzt im Rettungsdienst. Ein knallharter Job, schlecht bezahlt, mit immenser Verantwortung, traurigen, aber eben auch wunderbaren Momenten. Darüber, wie auch über sein Erlebnis mit der Seenotrettung schrieb Schlegl Bücher. Wir streifen dieses Thema in unserem Gespräch kurz, im Wesentlichen aber geht es um Spaghetti Napoli und Die Ärzte, Fleisch-Fondue und Fritteusen, Putenbrust und Papayajaja.
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