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Nicht nur für seine Fans, von denen es viele gibt, gilt Dirk von Lowtzow, Sänger und Songschreiber der Band Tocotronic, als einer der feinsinnigsten und klügsten Musiker der Gegenwart. Von Lowtzow kam 1971 in Offenburg zur Welt, nahe der französischen Grenze, wo er auch aufwuchs. Als Schüler, dies sei hier schon mal vorweggenommen, einfach weil es so schön ist, jobbte er in einer Bonbonfabrik, um sich eine Lederjacke leisten zu können. Fast wäre Dirk mal Schauspieler geworden, aber glücklicherweise verschrieb er sich doch der Musik. 1993 wird die Band Tocotronic gegründet, die es noch heute gibt und die unverändert unverkennbare Songs veröffentlicht. Ich habe Dirk ein paarmal zum Interview getroffen, nicht oft, und konnte partout nicht einschätzen, was er mir über das Essen seines Lebens erzählen würde. Und dann landeten wir bei Schaumkussbrötchen und Zuhause beim damaligen Schulfreund Alexander, in der kleinen, aber gern genutzten Küche seiner Mutter, wir sprachen über Couscous, Cola Zero und bittere Salate.
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Mein heutiger Gast ist Naturtalent und Künstlerin, wenn es um Essenszubereitung geht, ums Gastgebersein, um simples oder anspruchsvolles Kochen, um Kompositionen und Improvisationen. Sie geht gleichermaßen neugierig wie routiniert mit den unterschiedlichsten Zutaten um, dass es eine Freude ist. Die sie mit anderen teilt, denn die in Sao Paolo geborene und aufgewachsene Sabine Hueck führt das „Atelier Culinario“, eine Restaurantküche, ein kleines Gasthaus, in dem Sterneköchinnen und -köche aus aller Welt Kochkurse geben und Berlinerinnen und Berliner oft einfach auch um Sitzplätze feilschen, denn die Anzahl ist begrenzt und die Atmosphäre und das Essen sind immer gut. Sabines Großmütter kamen übrigens beide aus Berlin, Zufall, später dann Schicksal, als sie das Land aus unterschiedlichen Gründen verlassen mussten. Natürlich findet auch ihre Familiengeschichte Erwähnung. Und zahllose andere Dinge, wie Rösti mit Maniok, portugiesische Desserts, eine ganz spezielle Guacamole und Kimchi mit Radieschen.
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Ich mag das Wort Dietrich. Klar, das ist einerseits ein Vorname, andererseits aber auch die Bezeichnung für einen Schlüssel, der einem so ziemlich jede Tür öffnet. Gut zu wissen, gut zu haben. Daher würde ich meinen heutigen Gast auch gerne Jo Dietrich Schück nennen, denn es ist nicht nur unproblematisch, sondern auch sehr lustig, mit ihm von Thema zu Thema zu gleiten. Zack, ist die Tür offen. Was seiner Arbeit als Journalist und Moderator natürlich entgegenkommt. 1980 wurde Schück in Fürth geboren und wuchs im hessischen Lorsch auf. Inzwischen lebt er mit seiner Familie in Berlin. Sie kennen ihn beispielsweise als Moderator des ZDF-Magazins „aspekte“ oder „13 Fragen“, ein ZDFneo-Format.
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Meine heutige Gesprächspartnerin zählt zu den beliebtesten Schauspielerinnen des Landes. Des wiedervereinigten Landes. Sie war eine Fernseh-Persönlichkeit und ein Bühnenstar der DDR und ist durch ihre Art und ihre Arbeit bis heute bejubelt und erfolgreich, in großartigen Rollen beispielsweise als loyale Kollegin von Iris Berben in Rosa Roth oder als Horst Krauses Schwester. Als sie 1945 in Berlin zur Welt kam, dauerte es noch knapp 2 Wochen bis zum offiziellen Ende des 2. Weltkriegs. Noch war die Stadt nicht geteilt, aber die Familie von Carmen Maja Antoni hatte auch ganz andere Sorgen. Satt zu werden, beispielsweise. Es gab Laubenkolonien, es gab den Schwarzmarkt und die Improvisation, Maja erzählt ein bisschen davon. Und voller Verve spricht sie vom Essen und dessen Zubereitung, eine Nachtkocherin ist sie, mit ihrem besten Freund, dem Mixer, einer Angela Merkel-Zitronenpresse und den Bee Gees oder auch klassischer Musik im Hintergrund. Ach, und kannten Sie Fruchtnudeln? Nein? Das wird sich ändern.
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Ich habe gerade ein paar Notizen gefunden, die nach dem Gespräch mit Eva Karl Faltermeier entstanden sind und die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. „Viele Messer-Unfälle in der Familie“, „Vater Imker, hat als Kind den warmen Honig ausgezuzelt“, „liebt Oblaten. Und scharfe Saucen, aus ihrer Zeit in Mexiko“. Ob Sie Eva schon kennen oder gerade erst kennenlernen, ist eigentlich vollkommen unerheblich, denn es macht einfach großen Spaß, mit ihr durch die Erlebnisse ihres Lebens zu marschieren. Allein das Wort „Zuzeln“ sollte Sie neugierig machen auf Eva, die 1983 in Regensburg zur Welt kam. Seit sie sich pünktlich zum 1. Lockdown im Jahr 2020 entschied, ihre sichere Stelle zu kündigen und als selbständige Entertainerin zu arbeiten - das war ja schon mal ne super Pointe, schlechteres Timing konnte es nicht geben - , rockt Eva Karl Faltermeier die kleinen, großen und mittleren Bühnen der Republik als Comedienne. Sie schreibt Bücher, entwickelt und tourt mit Programmen, moderiert ihre eigene Fernsehshow und heimst einen Preis nach dem anderen ein, in einem irren Tempo und mit einer unglaublichen Energie und Freundlichkeit. Dass sie zudem alleinerziehende Mutter zweier Kinder ist, hatte ich erwähnt, nein?
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Man kann ja Menschen aus ganz unterschiedlichen Gründen bewundern. Wenn ich jetzt sage: „Props gehen raus an die Dichterin, Autorin und Sängerin Julia Engelmann dafür, dass sie es geschafft hat, ein Jahr lang keinen Zucker, kein Mehl und keinen Weizen gegessen zu haben“ dann wäre es durchaus legitim, wenn Sie, liebe Hörerin, lieber Hörer, entgegnen: Wow, wirklich, Hut ab dafür, ist ja gar nicht so einfach. Aber warum dieses „Props gehen raus“? Weil ich Jugendlichkeit zum Ausdruck bringen möchte auf eine anbiedernde, peinliche Boomer-Art. Ja, meinetwegen. Props, Sie wissen das natürlich, ist die Kurzfassung von „Proper Respect“ und in meiner Vorstellung passt diese lakonische Bezeichnung in die Welt des Poetry Slams. In Poetry Slams, auch das wissen Sie, battlen, also messen sich Dichterinnen und Dichter, Poets, mit eigenen Gedichten, eigenen Versen, die oft in rhythmischer und ziemlich spannender Art vorgetragen werden. Julia Engelmann, 1992 in Elmshorn geboren, schaffte es vor 10 Jahren mit einem Poetry in einem Bielefelder Hörsaal, kluge Worte zum bewussten Nutzen unserer Lebenszeit so eindrucksvoll aneinander zu reihen, dass das Resultat bis heute fast 15 Mio mal angeklickt wurde. Erstmal lerne ich Julia kennen, und durch sie aber auch vietnamesischen Kaffee, wir sprechen über Fenchel, Vorratskammern und „Verliebt in Berlin“, über Paella, Hühnerfrikassee und ja - geduldig beantwortet sie mir meine Frage, wie es sich ein Jahr ohne Zucker….eine Heldin!
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Laden Sie diesen Mann zum Essen ein! Etwas später wird er selbst dazu aufrufen, er ist ein blendender Unterhalter, er ist lustig und begegnete zahlreichen interessanten Persönlichkeiten, er hat spannende Dinge erlebt, aber klar: Max Strohe ist eben auch Sternekoch. Da gibt’s vielleicht eine Hemmschwelle, bevor man sagt: Komm doch morgen mal auf ein Risotto vorbei. Wir werden darüber sprechen. Zur Welt kam Max 1982 in Bonn. Der erste Lebensabschnitt bis zum 15., 16. Lebensjahr klingt und war bestimmt: drastisch. 2mal schafft er die 8. Klasse nicht, er bricht die Schule ab, hört Jim Morrisson und Kurt Cobain, nimmt Marihuana, Koks, Speed. Hier drücken wir mal auf Pause, einmal tief durchatmen. Die Geschichte von Max Strohe geht abenteuerlich weiter, aber sie geht auch gut weiter. Er wird ein bisschen davon erzählen. Zudem sprechen wir über Marzipan mit Senf, Käsespätzle der Oma, die Loopings des Opas und neapolitanische Pizza. Und natürlich über den Stern…
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Wie eigentlich soll man von Adele Neuhauser nicht komplett begeistert sein? Ich kann es mir einfach nicht vorstellen. Als ich die Schauspielerin zum ersten Mal in einer ihrer Rollen sah, brannte sich mir ihre Ausstrahlung unmittelbar ein. Es geht offenbar nicht nur mir so - 5x bekam sie bislang allein die Romy - den Preis als beliebteste Schauspielerin Österreichs. Vor einigen Jahren ergab sich für mich die Möglichkeit für ein erstes langes Interview mit Adele und alles, was ich mir vorgestellt hatte, bestätigte sich. Diese Kraft, dieses Lachen, die Sensibilität, ihre Energie, der Humor, ihre Intelligenz. Adele Neuhauser, die viele für eine gebürtige Österreicherin halten, wurde 1959 in Athen geboren und kam erst mit 4 nach Wien. Sie spielte lange und erfolgreich Theater, tauchte in zahlreichen Filmen und Serien auf und gehört auch hierzulande spätestens seit ihrer Rolle als Bibi Fellner an der Seite von Harald Krassnitzer im Wiener Tatort zu den beliebtesten Schauspielerinnen. Genug gelobt, es wird Zeit, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, auf’s Essen. Darum treffen wir uns ja schließlich, right? Legen wir los.
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2015 kam ein Buch auf den Markt, das auch heute noch, 8 Jahre später, auf den vorderen Plätzen der SPIEGEL Bestsellerliste zu finden ist. 8 Jahre später! Es trägt den Titel „Das Kind in dir muss Heimat finden“ und ist eines von bislang 12 Büchern von Stefanie Stahl. Von Beruf ist die 1963 in Hamburg zur Welt gekommene Autorin Psychologin und mit ihrer Art der Kommunikation traf und trifft sie den Nerv zahlloser Leserinnen und Leser. Sie hält Vorträge, arbeitet in ihrer eigenen Praxis und hostet den - natürlich ebenfalls höchst erfolgreichen - Podcast „STAHL aber herzlich“. Heute sitzt mir Stefanie Stahl gegenüber und ja, es geht zwischendurch auch immer um den Kopf, um das, was wir in der Birne haben, nur um Birnen geht es nicht, eher um Äpfel. Gleich werden Sie hören, was passiert, wenn man diese Frau fragt, ob sie in einen Apfel beißen möchte. Sie denken an den Sündenfall? Nein, die Vertreibung aus dem Paradies ist gar nichts gegen ihre Reaktion. Und jetzt: viel Spaß.
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Als ich den damals 12 oder 13jährigen Edin das erste Mal im Fernsehen sah, er hatte eine feste Rolle in der vielfach ausgezeichneten Serie „KDD“, da beeindruckten mich seine Präsenz und sein Talent sofort tief. Es kommt selten vor, dass jemand, der am Anfang steht, schon so professionell ist und so gut. Edin Hasanovic, der 1992 in einer bosnischen Stadt nahe der serbischen Grenze zur Welt kam, wuchs in Berlin auf. Schon als Kind spielte er an der Seite von Frederick Lau in einem Film und man muss die Details gar nicht kennen, um zu ahnen, wie selbstverständlich die nächsten Schritte gewesen sein müssen: Casting-Agentur, erste Angebote, Edin hatte sein Element gefunden und machte trotzdem die Schule noch zu Ende. Wenn Regisseure oder Produzentinnen seine Arbeit beschreiben, fallen Worte wie „überwältigend“, „eindringlich“, „unprätentiös“. Empfindsam würde ich hinzufügen, nachdenklich und sehr, sehr lustig. Ein Quatschkopf, mit dem man sich - ich mich jedenfalls - hervorragend amüsieren kann, auch und gerade beim Gespräch über seine Liebe zu Geleebananen, sein gestörtes Verhältnis zu Blumenkohl und - Obacht: über rohe Wachteleier.
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