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In Spielfilmen werden Menschen, die den Anschein vermitteln, sehr, sehr klug zu sein, oft als unsympathisch dargestellt. Und jede und jeder von uns wird schon Erfahrung mit Leuten - wahrscheinlich damals Mitschülern - gemacht haben, die alle Aufgaben lösen konnten und niemandem halfen. Die Ernährungsmedizinerin und Dermatologin Dr. Yael Adler ist das genaue Gegenteil davon. Wenn es nach ihr ginge, würden wir alle unsere Körper viel besser kennen und damit auch verstehen, wir würden gerne essen, was wir essen, weil wir wüssten, wie gut es uns tut. Und die kluge Yael wiederum tut alles, um dieses Wissen zu verbreiten: in zahlreichen Fernsehsendungen, Interviews, in ihrem Podcast und: in ihren Bestsellern. „Genial Vital“, das aktuelle Buch der 1973 zur Welt gekommenen Ärztin steht - zum jetzigen Zeitpunkt - auf Platz 1 einiger Bestsellerlisten. Falls Sie auf die Idee kommen, ich würde Yaels Arbeit zu sehr bewerben: zu viel der Ehre! Das läuft seit vielen Jahren gleichermaßen erfolgreich und quasi von selbst. Nein, ich profitiere selbst von ihren nachvollziehbar vorgetragenen Erklärungen und Herleitungen. Ob Sie wollen oder nicht: Sie werden heute nicht nur etwas über Nahrung hören, sondern auch ein bißchen was darüber lernen. Und wenn Ihnen das alles ein wenig zu schnell geht, hören Sie sich die Episode einfach ein 2. Mal an.
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„Guten Tag, ich will mein Leben zurück“’ - eine Aussage, ein trotzig gerufener Wunsch, eine schöne Idee, ein extrem erfolgreicher Song. Wir erinnern uns: „Wir sind Helden“, eine Band, die sich um die Jahrtausendwende formierte und quasi von 0 auf 100 durchstartete, 3 Männer und die Frontfrau Judith Holofernes. Die 1976 geborene Berlinerin, die auch in Freiburg aufwuchs, sang, komponierte, und textete, was das Zeug hielt, Nächte in Tourbussen, ausverkaufte Tourneen, Hits, Interviews, 2 Kinder bekam sie mittendrin in diesem ganzen Rock’n Roll-Zirkus und dann - mussten alle nach 12 Jahren erstmal die Reißleine ziehen. Seither pausiert die Band, aber in Judiths Kopf laufen sie weiter, die Texte, die Ideen, die Melodien - zum Glück. Über ihr bisheriges Leben schrieb sie ein beeindruckendes Buch mit dem Titel „Die Träume anderer Leute“, erzählt von ihren Eltern, die sich früh trennten und von dem Wunsch, Rockstar zu werden, tja, manche Wünsche erfüllen sich tatsächlich, und dann? Hier bei Toast Hawaii wird es ja immer biografisch, das wissen Sie natürlich, wir dippen hier heute in Spaghetti mit Mangosauce, in 100%igen Kakao, Lebkuchengewürz und das Thema Allergien und Alkohol. Jawohl.
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Es gibt ja Menschen, die in der Lage sind, komplexe Sachverhalte auf ein oder zwei Sätze herunterzubrechen - nachvollziehbar und dann auch noch extrem pointiert. Gut, kaum jemand besitzt dieses Talent, mein heutiger Gast aber schon und fast 2 Mio Leute folgen ihm daher zusammengerechnet auf Instagram und Twitter. Ja, nicht immer sagen Follower*innen-Zahlen etwas über inhaltliche Qualität aus, in diesem Fall aber tun sie es. El Hotzo, der 1996 als Sebastian Hotz zur Welt kam und in Oberfranken als Sproß einer Wirtshausfamilie aufwuchs, hat zum Essen glücklicherweise ein ähnlich leidenschaftliches Verhältnis wie zur bewährten Kombination aus Beobachten, Denken und Schreiben. Der Autor, Satiriker und Texter legte unlängst seinen ersten Roman mit dem Titel „Mindset“ vor und apropos: Schinkennudeln, sagt Sebastian, sind nie nur Schinkennudeln! Sie stehen für so viel mehr, sie seien ein wahres Soziogramm. El Hotzo geht mit zu viel Butter genau so souverän um wie mit frittierten Kapern und Gemüseresten. Lassen Sie sich inspirieren und wer weiß: vielleicht frieren Sie Ihren Biomüll zukünftig ja ein. Also mehr sollte ich noch nicht vorwegnehmen.
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Sie wissen, was ich meine, wenn ich von Musikerkennungs-Apps spreche. Für all diejenigen, die gerade auf dem Schlauch stehen: Sie hören ein Lied, denken: „Wie heißt das noch mal?“ oder denken: „Wow, was ist das denn?“, öffnen die App, halten Ihr Smartphone für wenige Sekunden an die Box und zack: erscheinen da wie von Zauberhand Interpret und Songtitel. Eine der größten Erfindungen meiner Welt. Auf diese Weise jedenfalls lernte ich meinen heutigen Gast Max Gruber, vielen besser bekannt als „Drangsal“ kennen. Im Radio hörte ich einen Song, wer ist das? Ah. Drangsal. Woche später. Ein anderes tolles Lied. Was ist das? Huch, wieder Drangsal. Hm. Mit diesem Musiker muss ich mich mal näher auseinandersetzen - was ich tat. Gebürtiger Südpfälzer, 1993 kam er zur Welt, wuchs bei Landau auf, schaute sehr viel MTV und wusste schnell: Musik wird es für ihn sein, sein Motiv, sein Thema, sein Talent. 2016 war er Vorband für „Kraftklub“ und „Casper“, bekam einen Preis als hoffnungsvollster Newcomer und schon stiegen - und steigen seine Platten auch heute - gleich ziemlich hoch in den Charts ein. Drangsals Bühnenshows sind wild und drastisch, seine Texte klug und gut. Und seine Küche - ähm - gerade frisch gestrichen. Und das kam so:
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Eigentlich komme ich seit einigen Jahrzehnten ziemlich gut durchs Leben, ohne im Bereich Sport auch nur eine minimale Kompetenz vorweisen zu können. Nicht schlimm. Manchmal aber können mir dadurch natürlich auch Personen entgehen, die - auch über ihre eigentliche Disziplin hinaus - inspirierend sind, interessant und charismatisch. Glücklicherweise ist die ehemalige Tennisspielerin Andrea Petković, die sich in ihrer Karriere auch unter den ersten 10 der Weltrangliste befand, mit so vielen Talenten ausgestattet, dass sie selbst mir zum Begriff wurde: als Schriftstellerin und Moderatorin, so ging’s los. 1987 im damals noch jugoslawischen und heute bosnisch-herzegowinischen Tuzla geboren, zog Petković als Baby mit ihren Eltern nach Griesheim bei Darmstadt. Mal abgesehen davon, dass sie es auf imponierende Weise und mit sehr viel Selbstdisziplin an die Weltspitze des Damentennis geschafft hat, muss sie immer auch etwas Hedonistisches umweht haben. Der Spaß am Feiern, ihr Humor, ihre Freude am Genuss, beispielsweise. Das teilt sich dem Gegenüber schnell mit. Und wahrscheinlich gibt es daher ausschließlich Berichte, Interviews oder Portraits über Andrea, in denen deutlich zu spüren ist, mit welcher Sympathie ihr andere Menschen beruflich oder privat begegnen. Freuen Sie sich auf diese schöne Begegnung.
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Es ist ja gar nichts dagegen einzuwenden, wenn Menschen früh für sich erkennen, wo es beruflich langgehen soll. Manche Leute haben so klare Talente, dass sich Umwege in der Vita einfach gar nicht ergeben. Bei meinem heutigen Gast, dem Podcastproduzenten und Moderator Andreas O. Loff, war das anders. Die Lebenslinie des 1973 in Hamburg geborenen Loffi schlug ein paar sehr spannende Kapriolen. Um nur einige Stationen zu nennen: Ausbildung als Flugzeugmechaniker, Agenturgründer, Kreativdirektor eines großen Unternehmens, Kommunikationsberater. Aber vergessen Sie’s. Mit diesen Daten können Sie sich kein Bild machen, denn was ihn wirklich ausmacht ist sein Humor, seine Warmherzigkeit und die Freude daran, sich mit anderen Menschen zu unterhalten. Das zeigt er immer wieder auch in seinem Podcasts „Ich hab dich trotzdem lieb“ und „Das Ziel ist im Weg“.
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Ladies and Gentlemen, um im hier üblichen Sprachgebrauch zu bleiben: ich möchte Ihnen einen ganz besonderen Leckerbissen präsentieren. Sie wissen, ich bin Fan all meiner Gäste, jede Episode hat etwas ganz Eigenes, aber manchmal passiert es, dass alle Komponenten zusammenkommen, die so ein Gespräch über das Essen eines Lebens lustig, emotional und überraschend machen. Also, großer Dank an Tilmann Otto, den meisten besser bekannt als „Gentleman“. Der Sänger kam 1975 in Osnabrück zur Welt und wuchs mit seinen Geschwistern in einem kirchlichen Umfeld in Köln auf. Mit 17 Jamaica, Schulabbruch, Reggae for Life. Zwei seiner Alben stiegen direkt auf Platz 1 der Charts ein, er ist und war super erfolgreich, weiß aber auch, wie es sich anfühlt auf einer Bühne vor 40.000 Menschen mit Flaschen beworfen zu werden. Der frühere Fastfood-Junkie ist inzwischen selbst Familienvater und steigt jetzt mit Ihnen und mir gemeinsam in die Zeitkapsel Richtung Küche.
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Lisa lud ich vor 8 Jahren als Gast in die „Hörbar Rust“ ein. Wer dieses Format kennt, weiß: das ist immer ein ziemlich langes, sehr persönliches Gespräch. Nun waren wir beide an diesem Tag irgendwo zwischen überdreht und totmüde, was zu sehr bizarren Situationen führte, von denen - das darf ich schon vorwegnehmen - auch in diesem Gespräch einige vorkommen werden. Wir beschlossen damals jedenfalls, Freundinnen zu werden. Lisa Maria Potthoff, Mutter zweier Töchter, 1978 in Berlin zur Welt gekommen und in München aufgewachsen. Sie kennen Lisa aus vielen erfolgreichen Kino- und Fernsehproduktionen wie der Krimireihe Sarah Kohr, in der sie seit fast 10 Jahren die Titelrolle spielt, oder aus diesen wunderbaren Eberhoferkrimis, die ja alle essbare Titel haben, z.B. „Dampfnudelblues“, „Winterkartoffelknödel“ oder „Kaiserschmarrndrama“. Und auch, wenn ich Lisa jetzt schon eine ganze Weile kennen, habe ich im Gespräch über das Essen ihres Lebens doch sehr viel Neues über sie erfahren. Und sie wiederum tat mir den Gefallen, 2 unglaublich lustige Geschichten hier noch einmal zu erzählen. Ich weiß, dass Sie beim Anhören dieser Episode ein paarmal richtig lachen müssen.
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Bäcker, Schokoladenverkäuferin, Tauchlehrer, Zoodirektorin - als ich Kind war, gab es Eltern-Berufe, die viel spannender klangen als die der eigenen Eltern. Und bestimmt waren sie das auch. Der Vater meines heutigen Gastes arbeitete als Zirkus-Artist, genau genommen tritt er sogar heute noch auf, in den Variétes, aber das ist eine andere Geschichte, auf die ich im Gespräch mit Arnim Teutoburg Weiss natürlich auch eingehe. Genau. Arnim, der Arnim, gut gelaunter Sänger der höchst erfolgreichen und vielleicht besten Live-Band Deutschlands, den Beatsteaks. Er wird 1974 in Berlin geboren, im Ost-Teil der Stadt, ging selbst mal auf eine Artistenschule und feierte den Mauerfall bestimmt schon allein dafür, dass er als musikverrückter Teenager nun endlich all die Bands sehen konnte, die ihm gefielen. Heute pilgern die Leute auf seine Konzerte, die in der Regel innerhalb kürzester Zeit ausverkauft sind. Arnim, der seit kurzem einen Musikpodcast namens „Poparazzi“ moderiert, gehört zu den freundlichsten Menschen, denen man begegnen kann und es macht wirklich Spaß, ihm zuzuhören, wenn er von Glasgow und Schogetten, alten Äpfeln und Aufbackbaguettes, Senfeiern und, na klar, Nudossi erzählt.
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Woran auch immer es lag, aber eigenartigerweise wurde ich erst ziemlich spät auf Ariana Baborie aufmerksam. Ende 2021, um genau zu sein, da lief ihr vielfach ausgezeichneter Podcast „Herrengedeck“, den sie 5 erfolgreiche Jahre mit Laura Larsson moderierte, schon nicht mehr. Ich glaube, auf Instagram entdeckte ich diese blitzeschnelle, unglaublich humorvolle und herzliche Frau und dachte: Wow. Von Dir werden wir bestimmt noch ganz viel sehen und hören und ich freue mich auf alles. Über die 1988 in Berlin geborene Ariana ist in Erfahrung zu bringen, dass sie von einer schwäbischen Mutter erzogen wurde, was ja kulinarisch schon mal in eine gewisse Richtung deutet. Frau Baborie liebt To-Do-Listen, hat ein Faible für die Polizei und vertreibt einen eigenen Wein, „Chalet Baborie“. „Endlich normale Leute“ heißt der Podcast, den sie folgerichtig mit Till Reiners moderiert. „Toast Hawaii“ aber heißt der Podcast, in dem sie jetzt über das Essen ihres Lebens sprechen wird, zumal sie fast selbst mal von einem Schwan gefressen wurde.
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