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Wir laufen uns zwar nur selten über den Weg, aber Peter Lohmeyer kenne ich schon eine Ewigkeit. Natürlich verändern sich Menschen in 3 Jahrzehnten, wäre ja noch schöner. Dennoch bleibt diesem Schauspieler, der 1962 im sauerländischen Witten zur Welt kam, immer dieser Schalk und dieses Jungenhafte, früher hätte man es wohl als „spitzbübisch“ bezeichnet. Es war klar, dass er eines Tages hier zu Gast sein müsste, interessanterweise und ungeplanterweise aber erst nach seinem Sohn, dem Journalisten und Moderator Louis Klamroth, der war nämlich schon längst bei Toast Hawaii und auch erst nach seiner Ex-Frau, der Köchin und Politikerin Sarah Wiener. Vielleicht haben Sie ja beide Episoden längst gehört; falls nicht, können und sollten Sie das nachholen. Das Gespräch mit Peter jedenfalls, bitte gestatten Sie mir, dass ich mich so weit aus dem Fenster lehne, wird Ihre Laune heben, das kann ich Ihnen versprechen. Und sei es nur durch die Vorstellung eines Mannes, der morgens im Schlüppi vor dem Spiegel steht und den Hula-Hoop-Reifen schwingt. Peter, der Brettchen-Fan. Ein super Typ.
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Tee-Zeremonien kennen Sie, aus dem richtigen Leben oder aus Filmen oder Dokumentationen. Aber wüssten Sie, wie so eine äthiopische Kaffee-Zeremonie abläuft und dass Popcorn eine Rolle darin spielt? Ich hatte keine Ahnung und war fasziniert - und manchmal auch amüsiert - von den interessanten und lustigen Geschichten, die mir Sara Nuru erzählte. Sie kam 1989 als 3. Kind äthiopischer Eltern im oberbayerischen Erding zur Welt - und genau darauf lief es auch kulinarisch hinaus, das werden Sie gleich hören: auf einen Mix aus 2 doch sehr unterschiedlichen Küchen und Kulturen. Einer breiten Öffentlichkeit wurde die heutige Unternehmerin als Gewinnerin der 4. Staffel von „Germanys next Topmodel“ bekannt, 2009, eine Ewigkeit ist das jetzt her. Auch heute noch spielt sich ein Teil ihres Lebens in der Öffentlichkeit ab, allerdings aus ganz anderen Gründen. In der Schweiz wohnt sie jetzt. Ach ja, und Sara kommt nicht allein.
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„Das Auge isst mit“, heißt es und wer würde da widersprechen. Das Ohr aber auch. Im übertragenen Sinne. Bei Information und Unterhaltung kommt es natürlich auf die Inhalte an, aber was mit besonders angenehmer Stimme vorgetragen wird, verfängt sich länger, schneller, besser. Der Moderator, Autor und Entertainer Dirk Stermann hat eine der schönsten Erzählstimmen, die ich kenne. Hinzu kommt: Was er sagt, ist zumeist interessant und, je nach Thema, höchst amüsant. Wenn er nicht spricht oder isst, dann schläft, denkt oder schreibt Dirk Stermann, 2022 erschien das Buch „Maksym“. Viele halten ihn, der seit 2007 im ORF mit Christoph Grissemann die Fernsehsendung „Willkommen Österreich“ moderiert, für einen Wiener, gut, er lebt dort seit 1987. Zur Welt aber kam Dirk Stermann in Duisburg, an einem kalten Wintermorgen des Jahres 1965. Und ich freue mich sehr, dass er mir nun, keine 60 Jahre später, in meinem kleinen Toast Hawaii-Studio gegenüber sitzt.
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Die Schauspielerin Anja Kling verbrachte ihre Jugend in Wilhelmshorst, einer kleinen Gemeinde südlich von Potsdam. Nach dem zu urteilen, was ich so weiß und gelesen habe, klingt es ein bisschen nach Bullerbü, nach einer schönen Kindheit in der DDR, die 1970 in einem Holzhaus mit großem Garten, umgeben von Wald begann. Als Teenie tanzte Anja Kling in Discos, die hießen, wie Discos damals hießen: „Spartacus“ oder „Druschba“, russisch für „Freundschaft“. Anjas Talent bahnte sich früh seinen Weg, auf den Besuch der staatlichen Ballett-Schule folgten schnell erste Filmproduktionen für die DEFA, der Rest ist Geschichte. Die Geschichten, die jetzt gleich hier erzählt werden, sind aber auch nicht schlecht. Und auch, wenn wir von einer Nachahmung dringend abraten, geben sie Antworten auf Fragen wie: Kann eine Schwangere die Wehen einleiten, indem sie vom Tisch springt? Kann Kaffee zu einer Hassliebe führen? Und von wem kommt eigentlich der Spruch „Was ist denn der Schnaps aufs Haus?“
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Niemals. Niemals hätte ich gedacht, dass er zusagen würde, als ich Jochen Distelmeyer fragte, ob er sich vorstellen könnte, mit mir über das Essen seines Lebens zu sprechen. Der 1967 im nordrhein-westfälischen Bielefeld geborene Musiker, früher Sänger der gefeierten Band Blumfeld, ist nämlich eigentlich niemand, der gerne über persönliche oder gar private Dinge spricht. Seine klugen und poetischen Gedanken und Worte wandern, so stelle ich mir das jedenfalls vor, immer direkt in einen Pool voller Song-Ideen, Distelmeyer greift dann zur Gitarre, schließt die Augen und fängt an zu singen. Und dann komme ich und frage: Banane oder Zitrone, Aal? Koriander? woraufhin Generationen bevorzugt männlicher Feuilletonisten, die Distelmeyer für Vergangenes vergöttern und für sein aktuelles Soloalbum loben, nach Luft schnappen, da wette ich. Hat sie ihn das gerade wirklich gefragt? Jawoll. Und lasst Euch sagen: das hat prima funktioniert. Wir hatten beide richtig viel Spaß.
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Wahrscheinlich gehören Sie zu den Menschen, die anderen nur das Beste wünschen, das würde mich jedenfalls freuen. Daher werden Sie es mir bestimmt von Herzen gönnen, wenn Sie gleich hören, unter welchen außergewöhnlichen Umständen ich meinen heutigen Gast, die mehrfach ausgezeichnete Journalistin und Moderatorin Aida Baghernejad, kennenlernte. Sie schreibt für nationale und internationale Medien, ihren Podcast „Pasta und Politik“ kennen Sie vielleicht. Und Sie dürfen gleich noch mal gönnen, denn Aida arbeitet zudem als Restaurantkritikerin. Das stelle ich mir höchst spannend vor. Ihre Familie ist auf 3 Kontinente verteilt, Aidas Eltern stammen aus dem Iran, sie selbst lebte u.a. in London und Barcelona. Momentan wohnt sie in Berlin, ich ja auch, also - was liegt näher, als endlich mal gemeinsam über Essen zu sprechen? Viel Spaß bei der neuen Episode.
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Für den SPIEGEL ist unser heutiger Gast vielleicht nicht der bekanntest, vielleicht aber der klügste Rapper des Landes. Er ist vor allem sehr sympathisch und besitzt Humor, was ja nicht selbstverständlich ist. Megaloh, der 1981 in Frankfurt am Main geboren wurde, besuchte das französische Gymnasium in Berlin, wo er auch heute noch mit seiner Familie lebt. Machen Sie sich oft Gedanken über Ihre Herkunft? Für viele Menschen ist das eine entweder gar nicht so wichtige oder aber geklärte Sache. Für Megaloh stellt es nicht ganz so einfach dar. Er hat niederländisch-nigerianische Wurzeln und ja, da ist das Wissen darum, verbunden mit einer diffusen Sehnsucht. Aber auch die Klarheit, Gefahr zu laufen, etwas zu idealisieren oder zu romantisieren. Und das alles, Sie werden es gleich hören, lässt sich über das Vehikel „Essen“ ziemlich gut erklären und nachvollziehen.
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„Unsere Kuh hat den linken Arm ab“ - haben Sie das jemals gehört? Falls nicht: er wird ihnen gleich begegnen, der Satz, angeblich handelt es sich dabei um ein Lied, was allerdings durch eine spätere Recherche in diversen Suchmaschinen nicht bestätigt werden kann. Niemanden würde es wundern, wenn Cordula Stratmann ihn einfach mal kurz erfunden hätte, denn Phantasie hat diese Person im Übermaß. Phantasie und Tempo. Die 1963 in Düsseldorf zur Welt gekommene Entertainerin studierte in Köln Sozialarbeit, geriet früh in die Fänge von Kabarett und Theater und hatte spätestens ab 2004 mit dem wöchentlichen Impro-Format „Schillerstrasse“ das, was man den „medialen Durchbruch“ nennt. Sich mit Cordula Stratmann über das Thema Essen zu unterhalten gleicht einer Reise über viele Wasserrutschen, vorbei an Puddingkatapulten und Büdchen mit rheinischem Sauerbraten. Kommen Sie mit, steigen Sie ein in den Freizeitpark Hawaii, die Fahrt beginnt: jetzt.
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Nachdem wir so häufig auf die Weihnachtsshow des letzten Jahres angesprochen wurden, die sich viele von Ihnen sogar im heissen Sommer anhörten, war klar: diese junge Tradition müssen wir fortsetzen. Wie toll, dass Sasha sofort signalisierte: „Also, ich wäre dabei“. Aber ohne den Komponisten, Sänger und Pianisten Mark Scheibe, der uns am Flügel begleitete, wäre es nicht dasselbe. Würde er sich die Zeit nehmen? Na, was denken Sie denn! Er hatte es uns doch versprochen. Also: Vorhang auf, Kerzen an, Kekse duften, klingelingeling, kommen Sie mit. Gleich wird Ihnen warm, versprochen.
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Plötzlich tauchte er auf, als sei er immer schon da gewesen, in Filmen und in Serien. Spätestens seit „Doctor’s Diary“ ist Florian David Fitz in der Branche als Schauspieler präsent, aber längst auch als Drehbuchautor und Filmregisseur. Er ist schlau, charmant und charismatisch und nicht wenige Menschen hatten Freundeskreise, in denen sich mindestens 70% aller Beteiligten sofort mit diesem Mann verabredet hätten, wahrscheinlich liegt die Zahl höher und wahrscheinlich hat sich das bis heute nicht geändert. Was sich geändert hat, sind die Lebensumstände des 1974 in München zur Welt gekommenen Fitz, er ist inzwischen nämlich Vater zweiter Söhne und kehrte, aber das wird er gleich selbst erzählen, räumlich wieder dorthin zurück, wo seine Familie lebt. Zudem erfahren Sie etwas über das Wort „fischeln“ und über eine sehr besondere Affinität für Puddinghaut. Los geht’s.
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