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Fünfundsechzig. 65 Kilo hat Jan Gorkow alias Monchi abgenommen. Das entspricht in etwa Bettinas Gewicht. Sie also hat er verloren, sie hat er sich abtrainiert, der - man darf dieses Wort wirklich benutzen - legendäre Sänger der Band „Feine Sahne Fischfilet“. Von denen mal immer mal wieder zu hören und zu lesen ist. Die Mecklenburger Musiker positionieren sich unbeeindruckt und stoisch gegen rechte Gewalt, gegen Hooligans und Skins und wenn sie 2006 noch als Schülerband starteten, füllen sie heute mühelos Riesenhallen und treten bei Rock am Ring auf. Ihre Fanbase wächst und wächst. Aber zurück zu Monchi, diesem großen, immer noch kräftigen Mann, der seinem Körper über einen langen Zeitraum regelmäßig 7.500 Kalorien zumutete. Mal weniger, aber durchaus auch mal mehr. In seiner Biografie „Niemals satt - über den Hunger aufs Leben und 182 Kilo auf der Waage“ beschreibt er diese Phasen und hier, bei Toast Hawaii, erzählt er davon.
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Eigentlich müsste es eine Rocko Schamoni-Straße oder wenigstens einen schönen nach ihm benannten Weg geben. Dieser stets adrett gekleidete Schauspieler, Autor und Sänger - er hat übrigens gerade ein neues Album veröffentlicht mit dem Titel „All ein“ - also dieser 1966 in Kiel zur Welt gekommene Mann fungiert als menschgewordenes Kaleidoskop. Ohne ihn hätte es in Hamburg den legendären Pudel Club wohl nicht gegeben, nicht das bahnbrechende „Studio Braun“, in dem er mit Heinz Strunk und Jacques Palminger sehr lustige und geistreiche Dinge tat. Nicht die Band „Fraktus“, die es allerdings auch wirklich nicht gibt, aber theoretisch geben könnte, wie eine überaus lustige Dokumention beweist. Schamonis Buch „Dorfpunks“ wurde verfilmt, ach, über ihn ließe sich so viel sagen, aber heute liegt der Focus definitiv auf dem Thema Essen. Die Spannung ist groß: Stimmt es, dass sich Rocko Schamoni über reine Photosynthese ernährt, wie viele hinter vorgehaltener Hand behaupten? Das kann hier schon mal verneint werden, denn vor der Aufzeichnung aß er mit gespielter Begeisterung einen labberigen Bananenkeks.
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Sophia Hoffmann ist eine, wenn nicht sogar die Vorreiterin für vegetarische und vegane Küche in Deutschland - und dabei völlig undogmatisch. Sie spüre und führe eine lebenslange Liebesbeziehung mit der Zubereitung von Essen, sagte sie einmal, wer sich ihre Vita ansieht, versteht sofort, wie ernst es ihr damit ist und wieviel Freude es der 42jährigen macht. Und: wie wichtig und fruchtbar es sein kann, schon als Kind mit bestimmten kulinarischen Aufgaben betraut zu werden. Sie wird davon erzählen. Dabei gab es durchaus einige Kapriolen, bevor die gebürtige Münchnerin Köchin und Kochbuchautorin wurde: sie begann ein Soziologie-Studium, machte eine Friseur-Lehre, lebte 5 Jahre in Wien, feierte, veranstaltete Partys, sang und arbeitete als DJ. Immer spielte auch das Thema Essen eine große Rolle, aber erst als sie 2011 mit ihrem Food Blog „Oh Sophia“ begann, wurde aus der Affäre ein Bekenntnis - mit allem drum und dran.
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Denken Sie eigentlich auch manchmal, diese neue Saftpresse würde einen anderen Menschen aus Ihnen machen? Morgens frischer Superjuice, dann wären Sie erstmal satt, hätten automatisch Lust auf Sport, innerhalb kürzester Zeit würde sich Ihr Leben zum Positiven wenden. Manchmal denken wir so (obwohl wir es besser wissen) und der heutige Gast, Laura Larsson, tut das ebenfalls. Die Moderatorin ist noch nicht ganz Mitte 30 und verabschiedet sich just von einer - na, sagen wir mal: unangenehmen Angewohnheit, Sie werden gleich erfahren, worum es geht. Wenn Laura ins Erzählen kommt, wird es immer schnell unterhaltsam und meistens sehr lustig. Ihre Eloquenz wurde mehrfach ausgezeichnet, zudem rangierte ihr Podcast „Herrengedeck“, den sie gemeinsam mit der nicht minder lustigen Ariana Barborie moderierte, immer in der Top 3 des Landes. Jawohl - des Landes. Auf diesen Plätzen tummeln sich ja normalerweise nur sogenannte „Männerpodcasts“, aber hey. Heute heißt es für Frau Larsson: Butter bei die Fische - erzähl uns alles über das Essen Deines Lebens. Und mit nem Kuchen geht es los.
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Die Deutschen und der Humor. Oweh. Selten fällt die Fremd- oder Selbstdiagnose in diesem Punkt positiv aus. Auf Loriot sind alle immer stolz, er gilt als Referenzgröße, aber es gibt auch ein paar andere, die zudem noch am Leben sind und zuverlässig großen Spaß machen. Mit feinen Pointen und klugem Humor, der sich aus der genauen Beobachtung des Lebens ergibt. Bastian Pastewka ist ein Meister dieses Fachs. Der gebürtige Bochumer, Jahrgang 1972, wuchs in Bonn auf und merkte schon als Schüler, dass es durchaus Vorteile hat, andere zum Lachen zu bringen - und sei es auf eigene Kosten. Aus dem kleinen lustigen Jungen wurde ein vielfach ausgezeichneter Schauspieler und Komiker, ob in Filmen wie „Der Wixxer“ oder der Serie „Pastewka“, von der es ungefähr 900 Staffeln gibt - und jede davon ist gut. Nein, er mag die Konsistenz von Obst nicht aber ja, unter allen Varianten ist die „Pizza Hawaii“ seine Favoritin. Und genau das war sein Ticket für eine Einladung zu Toast Hawaii.
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Für viele gehörte Renate Künast zu den ersten Politikerinnen, die in ihrer ganzen Überzeugtheit und ihrem Selbstbewusstsein nachhaltig Eindruck hinterließen. Sicherlich gab es andere bedeutende Politikerinnen vor ihr, aber sooo viele waren’s dann leider nicht. Die Worte, die ihr kritisch entgegenknallten: lauteten streitbar. Unangepasst. Kantig. Sie wird das als Kompliment auffassen. Das alles ist die ehemalige grüne Bundesministerin für Verbraucherschutz und Landwirtschaft bis heute, zudem aber ist sie auch das Gegenteil von kantig, sehr zugänglich, humorvoll, herzlich und ausgestattet mit einem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit. Renate Künast stammt aus dem Ruhrgebiet, aus Recklinghausen, startete auf der Hauptschule und musste sich ihren Bildungs-Weg gegen einige Widerstände erkämpfen. Heute ist die studierte Juristin, Jahrgang 1955, weiterhin Mitglied des Bundestages und jetzt zu Gast bei Bettina Rust. Und bevor es losgeht: Dies ist die letzte Episode vor unserer 4wöchigen Sommerpause. Stellen Sie Ihren Timer, heften Sie sich ein Paper unter den Kühlschrankmagneten, aber am 3. September sind wir wieder da, mit Toast Hawaii und Bastian Pastewka. Bis dahin hören Sie sich alle 70 Episoden noch mal ganz in Ruhe an und erzählen allen Menschen, die Sie mögen, von diesem Podcast. Das ist sehr nett von Ihnen. Danke. Jetzt geht’s aber los. Nicht mit einem Gesprächsanfang, sondern mit dreien.
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Es macht immer Spaß, sich mit Hinnerk Schönemann zu unterhalten, denn eigentlich - so vermutet man - sitzt dem Schauspieler permanent der Schalk im Nacken. Viele kennen ihn als Tierarzt Hauke Jacobs, aus der Serie Marie Brandt oder aus „Nord bei Nordwest“. Seine Fan-Base ist riesig, klar, er macht seinen Job auch echt gut. Privat lebt Hinnerk ziemlich zurückgezogen mit seiner Familie auf einem alten Hof in Mecklenburg-Vorpommern, wo er auch herkommt. Für unser Gespräch in Berlin setzte er sich 4 Stunden ins Auto, - noch mal danke dafür! - brachte auf dem Hinweg seine Tochter in die Kita und holte sie auf dem Rückweg wieder ab. Beim letzten Treffen mit Bettina entpuppte sich Hinnerk als Roboter-Experte, wovon er inzwischen Abstand nimmt. Vielleicht auch, weil sich alle Welt bei ihm meldete, und mehr wissen wollte. Nein, dafür erfahren wir in Toast Hawaii dieses Mal Unglaubliches über den Apfelkonsum des gebürtigen Rostockers und gleich zu Beginn schon erweist er sich als Reis-Meister.
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Unser heutiger Gast ist weltoffen, lustig, gebildet und krisenerprobt und kann ziemlich gut auch über Themen sprechen, die ein bisschen ruckelig sind, über die aber dennoch berichtet werden muss. Sicherlich einer der Gründe, aus denen Natalie Amiri als beste politische Journalistin ausgezeichnet wurde. Darüber hinaus aber ist ihr eigenes Leben ziemlich spannend und - jedenfalls in der Vergangenheit - oft auch höchst abenteuerlich. Die 43-jährige Mutter eines erwachsenen Sohnes ist Tochter eines Iraners und einer Deutschen. Was natürlich einen entscheidenden Einfluss auf ihre Einstellung zum Essen hat, aber das sollten Sie sich jetzt selbst anhören. Reisen wir also gemeinsam durch das Leben von Natalie Amiri.
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Da haben wir mal wieder jemanden zu Gast, der katzenähnlich mehrere Leben zu führen scheint. Yvonne Catterfelds 1. Leben begann 1979 in Erfurt, da kam sie zur Welt und wollte - das sagte sie mal in einem Interview - eine kleine, unsichtbare Fliege sein. Schon als junges Mädchen nahm sie Ballett- und Klavierunterricht und gewann einen Gesangswettbewerb. Leben 2. Leben 3 begann mit ihrer für große Aufmerksamkeit sorgenden Verkörperung der Julia Blum als Schauspielerin in der Erfolgssoap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“. Im nächsten Leben schoss ihr Erfolg als Sängerin durch die Decke. Musik macht sie bis heute, die Alben und Konzerte laufen super und dann ist sie ja auch noch als Jurorin einer Castingshow bekannt. Jetzt reden wir in erster Linie über Essen. Folgende Stichworte werfen wir vorab schon mal ins Rennen: Leber in der Backentasche, Eismaschine und 15 Raclette-Pfannen. 15. Sind Sie bereit? Es geht los.
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Elyas M'Barek rutschte vielen Menschen wie eine neue Währung ins Leben. Wie mit einem Knall war er plötzlich da und mit ihm war zu rechnen: bei Türkisch für Anfänger war klar: der wird bleiben, bei Fuck you Göthe war klar: der wird richtig groß. Seitdem hat er allein mehr als 15 Kinofilme gedreht. 1982 wurde der Sohn einer Österreicherin und eines Tunesiers in München geboren, wo er inzwischen auch wieder lebt. Das sollte sich eigentlich auch kulinarisch bemerkbar machen, wobei Elyas wahrscheinlich ständig unterwegs ist. Wir werden es herausfinden. Aktuell kommt sein Film „Liebesdings“ in die Kinos. Ihn zu erwischen ist gar nicht so leicht. Umso größer war die Freude, als er uns die Zusage für „Toast Hawaii“ schickte. So, Achtung, Kamera läuft, Ton läuft… und: bitte.
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