Wir sind am Ende des Jahres und unseres Deep Dives in die Oden von Horaz angelangt - bei Ode 4.7 (Diffugere nives), in der es um die Jahreszeiten und die Lebenszeit des Menschen geht. Wir sprechen unter anderem über, warum diese Ode eigentlich wunderbar ans Ende passt, welche Zeitvorstellungen hier vorkommen und inwiefern diese Ode einen Kommentar zu Vergil darstellt.
Das Versmaß ist die 2. archilochische Strophe, bestehend aus einem Hexameter und einem halben Pentameter.
Wer c. 3.30 vermisst - keine Sorge, darum wird es in unserer letzten Folge dieses Jahr (am 30.12.) gehen, die auch das Fazit zu Horaz darstellen wird und in der wir das Thema für den Deep Dive 2026 verraten werden. Stay tuned!
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(primäre) Textausgabe: Q. Horatius Flaccus: Opera. Ed. Friedrich Klingner. Leipzig 1939. (moderner) Kommentar: Thomas, Richard F.: Horace: Odes IV and Carmen Saeculare. Cambridge Greek and Latin Classics. Cambridge 2011.(spätantiker) Kommentar: Pomponii Porphyrionis Commentarii in Q. Horatium Flaccum. Ed. Wilhelm Meyer. Leipzig 1874. (gemeinfrei auf archive.org verfügbar).Kapitelmarken mit den jeweiligen Versen
(00:11:04) Hintergrund zu c. 4.7 und Versmaß
(00:19:24) 1. Strophe: Fort ist der Schnee
Diffugere nives, redeunt iam gramina campis
mutat terra vices, et decrescentia ripas
(00:32:53) 2. Strophe: Frühlingsgefühle
Gratia cum Nymphis geminisque sororibus audet
inmortalia ne speres, monet annus et almum
(00:45:24) 3. Strophe: Sommer, Herbst und Winter
frigora mitescunt Zephyris, ver proterit aestas,
pomifer autumnus fruges effuderit, et mox
(01:01:59) 4. Strophe: Für die Menschen nur ein Ende
damna tamen celeres reparant caelestia lunae:
quo pius Aeneas, quo dives Tullus et Ancus,
(01:21:34) 5. Strophe: Philosophische Zeit
quis scit an adiciant hodiernae crastina summae
cuncta manus avidas fugient heredis, amico
(01:33:03) 6. Strophe: Aus der Unterwelt …
cum semel occideris et de te splendida Minos
non, Torquate, genus, non te facundia, non te
(01:45:11) 7. Strophe: … gibt es kein Zurück
infernis neque enim tenebris Diana pudicum
nec Lethaea valet Theseus abrumpere caro