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Unrecht bleibt Unrecht
Haben Sie schon einmal Unrecht erfahren? Ich schon. Damals war ich hilflos. Ich war unfähig zu reagieren und habe mich wie gelähmt oder auch betäubt gefühlt. Wut und Ärger sind in mir aufgestiegen, gleichzeitig Trauer und Enttäuschung. Erlittenes Unrecht kann viele unterschiedlichen Gefühle gleichzeitig auslösen. Das hängt damit zusammen, dass eigentlich jeder Mensch ein tiefes Bedürfnis nach Fairness, Respekt und Anerkennung hat.
Im 1. Buch der Könige in der Bibel begegnet mir jemand, der keinerlei Unrechtsbewusstsein hat. Isebel, die Frau des nordisraelischen Königs Ahab. 2.800 Jahre ist es her: Ahab will einem Mann namens Nabot einen Weinberg abkaufen. Er bietet ihm viel Geld oder auch einen passenden Ersatz dafür. Der Gefragte lehnt dankend ab. Da kommt Isebel zu ihrem Mann und sagt: „Du übst die Königsherrschaft über Israel aus. […] Ich werde dir den Weinberg Nabots geben.“ (ELB)
Ihrer Meinung nach sollte man dem König geben, was er verlangt. Ohne Widerrede. Kurzerhand schmiedet Isebel also ein Komplott. Nabot wird gesteinigt und Ahab bekommt den Weinberg.
Das ist für mich schreiende Ungerechtigkeit! Was denkt sich diese Isebel eigentlich? Nur weil Ahab ein Staatsoberhaupt ist, gibt ihm das noch lange nicht das Recht alles zu tun, was ihm passt. Selbst als König darf er sich nicht alles nehmen, was er will. Unrecht bleibt Unrecht, egal welchen Titel der Täter trägt. Gott sei Dank sieht Gott das ähnlich. Er konfrontiert Ahab im späteren Verlauf der Geschichte damit und Ahab bereut.
Gott, bewahre mich davor Unrecht zu tun und gib mir die Demut, meine Fehler einzugestehen.
Autor: Tobias Schier
Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden
By ERF - Der Sinnsender5
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Unrecht bleibt Unrecht
Haben Sie schon einmal Unrecht erfahren? Ich schon. Damals war ich hilflos. Ich war unfähig zu reagieren und habe mich wie gelähmt oder auch betäubt gefühlt. Wut und Ärger sind in mir aufgestiegen, gleichzeitig Trauer und Enttäuschung. Erlittenes Unrecht kann viele unterschiedlichen Gefühle gleichzeitig auslösen. Das hängt damit zusammen, dass eigentlich jeder Mensch ein tiefes Bedürfnis nach Fairness, Respekt und Anerkennung hat.
Im 1. Buch der Könige in der Bibel begegnet mir jemand, der keinerlei Unrechtsbewusstsein hat. Isebel, die Frau des nordisraelischen Königs Ahab. 2.800 Jahre ist es her: Ahab will einem Mann namens Nabot einen Weinberg abkaufen. Er bietet ihm viel Geld oder auch einen passenden Ersatz dafür. Der Gefragte lehnt dankend ab. Da kommt Isebel zu ihrem Mann und sagt: „Du übst die Königsherrschaft über Israel aus. […] Ich werde dir den Weinberg Nabots geben.“ (ELB)
Ihrer Meinung nach sollte man dem König geben, was er verlangt. Ohne Widerrede. Kurzerhand schmiedet Isebel also ein Komplott. Nabot wird gesteinigt und Ahab bekommt den Weinberg.
Das ist für mich schreiende Ungerechtigkeit! Was denkt sich diese Isebel eigentlich? Nur weil Ahab ein Staatsoberhaupt ist, gibt ihm das noch lange nicht das Recht alles zu tun, was ihm passt. Selbst als König darf er sich nicht alles nehmen, was er will. Unrecht bleibt Unrecht, egal welchen Titel der Täter trägt. Gott sei Dank sieht Gott das ähnlich. Er konfrontiert Ahab im späteren Verlauf der Geschichte damit und Ahab bereut.
Gott, bewahre mich davor Unrecht zu tun und gib mir die Demut, meine Fehler einzugestehen.
Autor: Tobias Schier
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