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Eine ganz persönliche Episode von Klaudia und Nina Dreist über die mehr oder weniger erfolgreichen Fortschritte auf ihrem jeweiligen Weg zur Profi-Autorin.
Musik am Beginn: Adam Selzer, „Vintage News“
Shownotes:
Klaudias Onlinekurse
patreon.com/viennawriter
Nina Dreist
Scrivener (Affiliate Link)
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Sweek: leider nix geworden, aber der Überarbeitungsmarathon war gewaltig
DSGVO – Nina ist Testleserin für meine DSGVO Blogposts
Wir arbeiten noch immer zeitversetzt.
Tage viel zu kurz.
Überwachungspaket in Österreich ist doof.
Der Februar ist bei mir zeitlich ausgefallen.
Im April war nur die zweite Zertifizierung, 8.000 Wörter Kreativtext und diverse
Zeitpuffer! Besser 60% Zeitrpuffer einplanen.
Vielleicht ein Doktorat Technik-Philosophie? Hm …
Selbständigmachen kann schwierig sein.
Next Steps:
Flow ist schon geil.
Unterstützt den Vienna Writer’s Blog & Podcast
UnterstützenDer zweite Teil des Interviews mit Jennifer B. Wind – Stimmbildung & Lesetraining und was man als Autor*in noch alles lernen kann und sollte, um vom Autorendasein leben zu können. Nebst kreativem Schreiben als Studienfach, Selfpublishing vs. Verlagsveröffentlichungen, dem fehlenden Wagemut in der Bücherbranche und dass man einen wirklich langen Atem braucht.
Musik am Beginn: Adam Selzer, „Vintage News“
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DSGVO Artikelserie auf viennawriter.net
Website von Jennifer B. Wind
Triestingtaler Mordsfrauen
Veronika Grager
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Stimmbildung & Lesetraining
Eine Autorin zum »Anfassen« – der Kontakt mit dem Publikum ist wichtig.
Gut vorbereitet, aber dann ist alles Stehgreif.
Jenny liest nicht einfach, was im Buch steht sondern macht eine eigene Bühnenversion. Ihre Lesungen sind einstündige Bühnenstücke.
Mit Veronika zusammen macht sie eine Doppelconférence, die Triestingtaler Mordsfrauen
Schreibcoaching – oft große Mängel am Exposé, oder auch Arbeit am Manuskript.
Schade, dass Autor*innen so wenig Bühnen- oder Sprechcoaching in Anspruch nehmen.
Sabina Naber
Lesungen sind eine Einkommensquelle für Autor*innen!
Kontakt halten mit dem Publikum und darauf reagieren ist wichtig.
Nicht unvorbereitet zu Lesungen gehen!
Schul-Lesungen mit Mehrwert – Anschauungsmaterial, länger bleiben für Fragen – wie man in den Wald hineinschreit, so schallt es heraus. Es lohnt sich, mehr zu liefern, oft gibt es entweder mehr Geld und/oder es kommen Folgeaufträge.
Wenn jemand gar nicht lesen will, ist das auch ok. Ebenso, wenn man das Schreiben nur nebenbei als Hobby macht. Aber wenn man vom Autorendasein leben möchte, dann lohnt es sich, vorab zu investieren und sich ein Know-How anzueignen.
Beispiel: Kreatives Schreiben ist in Amerika ein Handwerk, das Studium des kreativen Schreibens gibt es dort schon seit den 70er Jahren.
Talent ist nicht alles! Wichtig sind extreme Ausdauer, Geduld und die Bereitschaft, immer weiter an sich zu arbeiten und weiter zu lernen.
Selfpublishing geht schneller und geht damit genau darauf ein, dass Menschen heute – nicht zuletzt durch die Medien – Geduld nicht mehr gelernt haben.
Marshmellow Studio – wenn das Kind in der Zeit, die die Forscher draußen sind, den Marshmellow nicht isst, bekommt es ein zweites. Wenn das Kind in der Zeit den Marshmellow isst, dann hat es nur das eine.
Der positive Teil vom Selfpublishing ist, dass die Regalfrage wegfällt. Für Nicht-Mainstream-Sachen kann das eine gute Alternative sein.
Aber wenn man schreiben will, dann will man schreiben und sich nicht mit dem anderen Kram beschäftigen. Lesungen sind schwer zu kriegen mit SP-Büchern, die Titel liegen so gut wie nie in Buchhandlungen aus.
Wiederum andererseits müssen die Verlage noch in die neue Zeit finden.
Wenn z.B. in Amerika ein Trend entsteht, dann kommen sie im deutschsprachigen Raum erst 10 Jahre später drauf, dass das jetzt ein Ding ist.
Wir haben keinen Leserschwund sondern einen Käuferschwund. Auf 200 verkaufte eBooks von Nina George gibt es 20.000 illegale Downloads.
Auch eine Idee wäre, digitale Inhalte gratis ins Netz stellen, um den illegalen Downloadplattformen den Wind aus den Segeln zu nehmen, und dann das Geld über Werbeeinschaltungen einzunehmen.
Deutschland und Österreich sind extrem träge, es wird kaum etwas ausprobiert. Da müssen schon mehrere Leute etwas sagen, bis da etwas an den entsprechenden Stellen ankommt. Und am besten muss das ein Mann sagen, weil wenn das von einer Frau kommt, kann das ja nix sein.
Bei Google und Co gibt es ganze Campusse, wo kreative Menschen sich zusammenfinden und kreative Prozesse entstehen. So einen Raum, in dem sich Menschen aus den verschiedensten Branchen zusammenfinden und gemeinsam kreative Ideen entwickeln auf die eine Einzelperson gar nicht kommt, so etwas gibt es bei uns leider nicht.
Das Arbeitsumfeld in Österreich und Deutschland ist so konservativ. Es gibt kaum Telearbeitsplätze. Das ist ein Potenzial, das hier seit Jahrzehnten verschenkt wird.
Statt etwas zu tun und etwas auszuprobieren, wird gejammert. Es wird aber nicht konkret nach einer Lösung gesucht. Alle jammern »keiner kauft mehr ein Buch«, aber keiner tut etwas. Es bleibt alles gleich im Buchhandel. Kleine Buchhandlungen sperren zu und alles geht zum Onlinehandel, aber auch da ändert sich nichts.
Und die Verlage nehmen immer weniger Neuautoren auf. Man müsste einfach etwas wagen, etwas Neues machen und die alten Muster verlassen.
Der Wagemut ist aber in der Verlagsbranche auch so eine Sache: Verlage suchen händeringend etwas Neues, etwas was noch nie da war, etwas Innovatives. Und dann liefert man etwas Neues, was noch nie da war und bekommt die Antwort: Das ist uns zu exotisch. Also was jetzt?
Schubladendenken … In Amerika steht fast nirgendwo »Krimi« drauf, sondern überall »Roman«. Und warum darf in einem Krimi keine Liebesgeschichte dabei sein, wenn es doch in der Realität durchaus auch so ist, dass der Großteil aller Taten Beziehungstaten sind? Liebe und Hass sind die zwei Grundmotivationen, aus denen wir alles im Leben machen. Es kann auch im Liebesroman ein Verbrechen geben. Aber Genrebezeichnungen verengen die Möglichkeiten teils extrem. Ebenso die »Regiokrimis«.
Mein Problem mit Regiokrimis: in Wien krieg ich keine Lesungen mit den Krimis, die in Hildesheim spielen, weil sie ja nicht hier spielen und in Norddeutschland krieg ich schwer Lesungen, weil ich ja nicht vor Ort bin.
Das muss doch nicht sein.
Auf den britischen Inseln ist ein ganz anderer Trend als hier: dort greifen die männlichen Autoren zu weiblichen Pseudonymen, weil Bücher von Autorinnen viel begehrter sind. Hier heißt es ja, Frauen können nur Cozy Crimes und Liebesgeschichten schreiben – offenbar haben sie Jennys Bücher nicht gelesen.
Aber gut zu wissen, dass es irgendwo auf der Welt funktionierende Modelle gibt. Dort werden auch Bücher ganz anders geschrieben. Beispiel: Perspektivwechsel. Gang und Gäbe in englischsprachigen Romanen, hier wurde im Schreibkurs gesagt, dass man damit keinen Verlag findet.
Pitches – 2017 bin ich versehentlich mit einer Shakespeare-Fanfiction in einen Verleger- & Agenten-Pitch reingeraten und habe 7 von 8 Visitenkarten bekommen. Aber das Feedback des Organisators war, dass ich als Deutsche meinen Shakespeare-Roman gar nicht erst einreichen brauche und es lassen soll.
Jennys Rat für angehende Profi-Autoren: Ganz wichtig sind Geduld, die Bereitschaft, sich auch mal was sagen zu lassen und dazuzulernen, nicht zu glauben, das man schon alles weiß und kann.
Lesen, lesen, lesen!
Schlimm sind neidige/missgünstige Autoren. Aber aus Neid kann man dazulernen: Was macht derjenige besser?
Wirklich dramaturgisch gute Filme ansehen, auch aus denen kann man lernen!
Andreas Eschbach: Alle 100.000 Zeichen passiert bei einem Autor ein Quantensprung.
Schreiben, schreiben, schreiben!
Langer Atem und die Bereitschaft, noch einmal zu überarbeiten ist wichtig.
Auch in der Kreativbranche muss man jünger, hübscher, vermarktbarer sein – Autorinnen über 50 haben es sehr schwer. Das Problem haben Männer übrigens nicht.
Dass ein Buch kein ultimativer Bestseller wird, liegt nicht nur am Autor. Es ist oft das falsche Thema zur falschen Zeit, doch Verlage machen hier aktuell meist den Autor oder die Autorin verantwortlich und schmeißen sie aus dem Programm.
Zusammenfassend: Geduldig sein, dazulernen, lesen, lesen, lesen, nicht neidisch sein, sondern draus lernen, dramaturgisch perfekte Filme schauen, kontinuierlich weiterschreiben, überarbeiten, Mut haben, freundlich sein und auch geben. Und: Nicht entmutigen lassen! Dranbleiben!
Kenne Deine Figuren! Das ist wichtiger als die Story, die sie durchleben.
Und natürlich: Lesen lernen. Sprech- oder Rethoriktraining hilft auch bei Interviews.
Es ist ok, etwas komisch oder verschroben zu sein. Und es ist auch ok, wenn einen nicht jeder mag.
Unterstützt den Vienna Writer’s Blog & Podcast
UnterstützenMit Jennifer B. Wind im Gespräch zu Bestsellern, das Zögern der Verlage & Produzenten, dass Kreativität sehr wohl etwas Gescheites ist und was wir uns vom Drehbuchschreiben abgucken können.
Musik am Beginn: Adam Selzer, „Vintage News“
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Website von Jennifer B. Wind
Drehbuch Software Final Draft
Criminale
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Zu wenig Abstand zum Thema kann dazu führen, dass Leser*innen nicht ins Buch hineinfinden.
Wenn Verlage & Produzenten sich über Themen nicht drübertrauen, kann es schonmal ein paar Jahre dauern, bis ein Buch erscheint.
Erfolg ist immer relativ.
Die große Literatur waren nie Bestseller, es sind alles Longseller, die auch heute noch in unseren Köpfen und Lehrplänen sind.
Veit Etzold: Darkweb
Wie nett kann man das Böse eigentlich formulieren?
Menschen haben sich an Cozy Crimes und Regiokrimis gewöhnt und die Erwartungshaltung ist sehr flach geworden.
Jenny schreibt seit ihrem 8. Lebensjahr.
In der Kindheit haben wir gelernt: Autorin sein ist ja nichts Gescheites …
»Method-Writing!« – sich ganz in die Geschichte und ihre Charaktere versenken
Alle Teile aus einer Ich-Perspektive am Stück schreiben bringt Tiefe in die Bücher.
Viele Autoren sagen, sie kämen ohne Lektorat aus. Das ist schade, denn sie nehmen sich selbst so viel Entwicklungspotential.
Testleser alleine reichen nicht.
Schreibgruppen können auch helfen, das Potential zu entfalten – so wie in Amerika die Serien geschrieben werden. Dort sind ganze Teams am Werk, nicht wie hier, wo nur ein Autor oder eine Autorin das Drehbuch schreibt.
Jenny schreibt in Word und Drehbücher in Final Draft. Dialoge schreibt sie in Final Draft vor und kopiert es ins Word.
Bücher schreibt Jenny so wie auch Drehbücher für Filme, sie arbeitet sehr visuell.
Wenn man tatsächlich für den Film schreibt, sollte man auf das Budget der Filmfirmen achten!
Mehr Charakter als äußere Beschreibung rulez!
Bilder in den Köpfen der Autorinnen …
Kurzgeschichten kann man jetzt beim Hördmordkartell weiterverwenden.
Unterstützt den Vienna Writer’s Blog & Podcast
UnterstützenMit Lena Falkenhagen über das Erschaffen von Buchwelten, die nicht unserer Alltagswelt gleichen. Von historischen Recherchen über phantastische Zusammenhänge von Magie und Naturgesetzen bis zum Weiterdenken unserer heutigen Technik und wie sie unsere Gesellschaft in zehn, zwanzig oder sechzig Jahren verändert haben wird.
Musik am Beginn: Adam Selzer, „Vintage News“
Shownotes:
patreon.com/viennawriter
Lena Falkenhagen – falkenhagen.de
letztes Mal: Folge 14 „Fragmentiertes Erzählen“
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Andere Welten erzählen … außer der heutigen Alltagswelt.
Schuld daran war »Das schwarze Auge«.
Qualitätssinn -> »Verdammt ist das schlecht, das kann ich besser!«
Seither immer »Flirten mit dem Phantastischen«.
Drakensang Online – mmorpg phantasy online game
Was muss man beachten, wenn man in einer nicht-Alltagswelt eine Geschichte ansetzt?
Es kommt immer ein ganzer Rattenschwanz an Definitionen nach. Entweder intuitiv handhaben, indem man sich eine besonders klare Vorstellung macht, oder vorab ganz dezidiert ausformulieren.
Die selbst gesetzten Regeln müssen durchgezogen werden.
Naturgesetze müssen eingehalten werden und wenn man sie zu einem späteren Zeitpunkt brechen möchte, braucht man eine verdammt gute Erklärung dafür.
Jason Durall: »Fixing things by story«
Motivation der Charaktere ist wichtig – eine leichte Verschiebung ist oft schon hilfreich, wenn es an der Story hakt. Figuren müssen immer motiviert bleiben.
Wir schreiben ja alle nur mit Tinte.
Character Driven oder Story Driven – entweder man geht von einer Charakteridee aus, aus der sich eine Menge ableitet, oder die Story gibt gewisse Rahmenbedingungen vor.
Charakter getriebener Ansatz: Was für Definitionen fallen beim Charakterdesign »nebenbei« vom Baum?
Tipp:
Es können auch alles vorläufige Definitionen sein, die dann eine Weile ruhen und später mit frischem Blick wieder aufgegriffen werden.
»Intertextualität« – Ideen anderer AutorInnen aufnehmen (klauen) / »Fanfiction«
Wie kommt man auf neue Ideen?
Autoren-Sessions bei IKEA – Mit Popcorn und Laptop beim Bällebad Konflikte beobachten.
Erst-Recherche geht gut bei Wikipedia, Fakten-Check allerdings dann in Sekundärliteratur, insbesondere, wenn man historische Romane schreiben möchte.
Es gibt ja nichts Absurderes als menschliches Zusammenleben und menschliche Konflikte.
Persönliche Beziehungen können historische Großereignisse extrem beeinflussen.
Auch heutige politische Situationen hätte sich keiner ausdenken können! Vor 10 Jahren wäre man für die Idee der Rückkehr des Neo-Nationalismus, dass eine rechtsnationale Partei mit 12,6% im Bundestag mit Steinen beschmissen und aus dem Verlagshaus gejagt worden.
Die Realität an sich bietet so viele Steilvorlagen … Phantastik und Groteske umgeben uns allgegenwärtig.
Ästhetisierung von Gewalt – so wie sie wirklich ist, möchten wir sie in Büchern oder Filmen nicht erleben.
Definition von Literaten & Schriftstellern: Empathie ist die wichtigste Eigenschaft eines Menschen. Sich in andere Leute hineinversetzen ist essenziell für’s Schreiben.
Ein Schriftsteller muss Fragen stellen.
Für Leser wird es schwierig, wenn menschliche Denkweisen verändert werden.
Was ist, wenn man kein Geschlecht hat oder das Geschlecht wechseln kann? Was, wenn die Gravitation ausfällt oder sich umkehrt – das kriegen wir alles noch gedanklich hin. Aber menschliche Grundfesten verändern geht nur, wenn man auf Stereotypen zurückgreift, die verdeutlichen, was wir dem Leser sagen wollen.
Aus dem Kartenhaus unserer Gesellschaft eine Karte rausziehen – fällt es zusammen oder ordnet sich das neu?
Altered Carbon – der Punkt Sterblichkeit wird aus der Gleichung herausgenommen bzw. der Punkt »Erinnerungen und Persönlichkeit eines Menschen sind auf einem Speichermedium speicherbar und können in andere Körper transferiert werden« wird hinzugefügt.
Wie verändern einzelne Teilaspekte die Gesellschaft und das (menschliche) Zusammenleben?
Man macht sich sehr viel Arbeit, die man im Roman nur zu 10% sieht.
Die Geschichte profitiert immer von viel Hintergrundwissen. Die Geschichten werden reiche rund tiefer.
Jede Phantasywelt wird glaubhafter durch historische Recherche und wenn der Autor _weiß_, wann er von der Norm abweicht und einen guten Grund dafür hat.
Heute können wir uns auf viel Vorarbeit anderer Autor*innen stützen. Fliegende Autos gab es in deren Vorstellungen schon in den Dreißigererjahren, Raumschiff Enterprise kam in den 1960ern. Da sind viele Vorstellungen drin, auf denen wir heute wie selbstverständlich aufbauen können – aber damals waren die mal völlig neu.
Wie neuartig muss eine Idee sein, um tatsächlich oder sensationell zu sein?
Klischees sind auch unsere Freunde, weil sie den Lesern helfen, sich in die Story einzufinden.
Mainstreambücher wollen gar nichts Neues entwickeln.
Volker Wittpahl vom Institut für Innovation und Technik (IIT) Berlin: »Alle SciFi Themen unserer Zeit sind in den Fünfzigerjahren erfunden worden. Warum gibt es im Augenblick keine Neuerungen, die so zukunftsweisend sind und so neu, dass es interessant wird und man darüber nachdenken möchte?«
Momentan können wir eigentlich nur noch das Thema wiederholen und beobachten, wie unsere Alltagswelt sich an die Zukunftsvorstellungen aus dem Fünfzigern annöhert.
»Wir brauchen mehr Autor*innen, die unsere Technik in die Zukunft denken, damit kreative Hirne die Ideen haben, die die Techniker dann umsetzen können!«
Verein von Phantastik Autoren – PAN
Liebe Autorinnen, liebe Autoren phantastischer Themen und Romane, erzählt uns, wie unsere aktuelle Technik unsere Lebensform und Gesellschaft in zwanzig, dreißig, sechzig Jahren beeinflussen wird. Was für Technik folgt daraus?
Tablets und fliegende Autos sind oder werden heute Realität. Momentan forschen sie am Beamen.
Waren die Menschen damals intelligenter oder visionärer als wir heute? Visionärer wohl.
Hypothese: kollektives Kriegstrauma
George R.R. Martin – Was die Fünfzigerjahre von uns heute unterschiedet: Technik war etwas Positives. Heute wird technischer Fortschritt vorwiegend negativ wahrgenommen.
Überwachungsphantasien sind Realität geworden. Die Menschen geben auf sozialen Medien mehr über sich preis, als sie noch in den Siebzigerjahren jemals freiwillig öffentlich hätten haben wollen.
Wir waren live dabei und können nicht bewerten, an welcher Stelle wir als Gesellschaft falsch abgebogen sind.
In Büchern braucht man klare Ursachen und Wirkungen, damit die Leser sie nachvollziehen können. Unser reales Leben ist schon undurchsichtig genug.
Literatur muss besser, leichter begreifbar sein als die Realität.
Es muss keinen Spaß machen. Es ist in Ordnung, am Ende des Buches (oder der Herr der Ringe Trilogie) physisch und seelisch wund zu sein. Es darf anstrengend sein und Spaß eine eingeschränkte Qualität. Literatur darf und muss anstrengend sein, wenn sie etwas im Menschen bewirken soll.
Phantastik Autoren Netzwerk – PAN
Nur 5-10% der Autoren können von ihrem Handwerk leben. Das Netzwerk für Autorenrechte setzt sich dafür ein, dass es (deutlich) mehr werden.
Tipp: Auf Seite Eins einen Marker setzen, in welche Richtung es weitergehen soll und warum die Leser weiterlesen wollen.
Unterstützt den Vienna Writer’s Blog & Podcast
UnterstützenIm Gespräch mit Christina Beran über Aufschieberitis, zu viel Input, Strategien, sich selbst zu überlisten und die Wichtigkeit von Langeweile, wenn man kreativ arbeiten möchte.
Musik am Beginn: Adam Selzer, „Vintage News“
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Christina auf Twitter
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Prokrastination
gibt es schon länger
im Faust
Aber warum wird es immer aktueller und brisanter?
Astrid Lindgren: »Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach da zu sitzen und vor sich hin zu schauen.«
Wenn wir zu viele Inputs bekommen, läuft unser Gehirn auf einer Ebene, die nur Automatismen produziert.
Connectivity ist das Gegenteil.
Jedes Medium, das wir lang verwenden, verändert die Art, wie wir denken. Es wird zu einem Fortsatz unserer Selbst, Wir sind zu einem Teil der Digitalisierung geworden, nicht umgekehrt.
»Sofortness« / Geschwindigkeit der Geräte und der Technologie
Die Menschen passen sich den neuen Gegebenheiten an. Als Zeitungen kamen, waren allenur noch am Zeitung lesen, als Radios kamen, alle am Radio hören und jetzt ist es das Internet mit Smartphones, die wir nicht mehr aus der Hand legen.
Aufschreiben hat die Art, die Autoren sich an ihre Leserschaft wenden, völlig verändert! Bibliotheken waren eine Anreihung von kleinen Hütten (wie Telefonzellen), worin sich die Leser die langen Papyrusrollen – ohne Satzzeichen oder Abstände – laut vorgelesen haben. Leise lesen war die absolute Ausnahme. Als Satzzeichen erfunden wurden, wurde das laute, rhythmische Vorlesen dann überflüssig.
Jede intellektuelle Technologie verändert das Denken der Menschen, weil sich das Gehirn entlang seiner Nutzung entwickelt.
Über Christina:
»Viel machen« kennen Menschen im Kreativbereich auch. Wissenschaft ist auch kreativ!
Neurowissenschaften boomen, weil bildgebende Methoden da sind. Menschen beim Denken zusehen. Wie funktioniert denn Aufmerksamkeit, wie leichte Ablenkung und wie kann man dies direkt im Gehirn beobachten.
Ziele setzen braucht relative Ruhe, diese auch durchzuziehen und sich zu konzentrieren.
Wir haben ein Grundbedürfnis nach Verbundenheit und Potentialentfaltung – gleichzeitig.
Aufgabengebiete, die Menschen gern prokrastinieren:
Beim Bücherschreiben: Autor*innen haben sowohl die Autonomie, es ist auch nicht langweilig, schwierig ist es an sich auch nicht, aber wir Autor*innen prokrastinieren trotzdem.
Bessere und schlechtere Zeiten für verschiedene zu erledigende Aufgaben im Tagesverlauf.
In der Früh gleich die Zeit nützen und keine eMails oder Social Media lesen, das raubt die Energie!
Frisch verliebt ist auch nicht gut für die Konzentration oder Kreativität!
Tipp: Ein Ritual draus machen! Wiederholung, Gewohnheit, Bahnungen im Gehirn! Am besten abends vor’m Zuklappen des Notebooks gleich noch das Schreibprogramm starten und das Internet anschalten, dass in der Früh nichts mehr dazwischenkommen kann.
Tipp: Hyperlinks im Fließtext sind ein Absaugen von Energie von Aufmerksam und Energie, da eine Entscheidung vom Leser gefordert ist, ob er dem Link nachgehen möchte oder nicht. Fußnoten sind sinnvoller.
Das Gehirn entwickelt sich entlang seiner Nutzung und wenn man sich oft ablenken lässt und auf viele unterschiedliche, bunte Signale reagiert, wird man gut darin, sich ablenken zu lassen, aber nicht darin, sich zu konzentrieren, denn dafür wurde das Gehirn ja nicht genutzt.
Ein durchschnittlicher Mann um 1850 hatte in seinem ganzen Leben weniger Impulse zu verarbeiten als wir an einem einzigen Tag. Wir lernen dazu und das Gehirn ist gemacht, um Probleme zu lösen. Wir sind auch dazu gemacht, dass wir auf Ablenkungen reagieren. Sich zu konzentrieren oder ein Buch zu lesen ist nicht genetisch veranlagt, sondern eine Kulturleistung, die man lernen und üben muss. Und das geht verloren.
Fehlende Sinnhaftigkeit ist ein weiteres Element, die uns Dinge prokrastinieren lässt.
Tipps:
Gamification ist eine Frage der Persönlichkeitsstruktur. Wenn man ein Freund der eigenen Autonomie ist, findet man das nicht so super.
Auch Navis greifen in die eigene Autonomie ein und es gehen (Gehirn)fähigkeiten verloren. Use it or lose it! Besser vorher den Weg auf der Landkarte raussuchen, das wirkt sich auf das Gehirn positiv aus.
Motivation – Inspiration und Begeisterung kommt von innen!
Tipps:
Andere Umgebungen simulieren durch andere Geräuschkulissen mit Noisly & Co.
Unterschiedliche Areale im Hirn für Schreiben per Hand, an der Tastatur oder diktieren?
Dinge, die schon einmal funktioniert haben, macht das Gehirn wieder. Die eigene Erfolgsstruktur wird vom Gehirn immer wiederholt. Kehrseite: Wenn man schon erfolgreich prokrastiniert hat, lernt das Gehirn diese Strukturen und wiederholt sie, weil es nicht unterscheidet in positiv oder negativ. Es lernt einfach. Und die Frage ist, was man ihm füttert.
Für Ruhe sorgen, Stress, Druck, Unsicherheit vermeiden, sonst kann man keine Standortbestimmung machen und den Kompass auch nicht stellen, wohin es gehen soll.
Wir haben kein Erkenntnisproblem, wir haben ein Umsetzungsproblem.
Mein übliches Umsetzungsproblem liegt im Überarbeiten. Wenn ich einen Text geschrieben habe, ist der für mich bereits »erledigt«, warum soll ich mich schon wieder damit beschäftigen?
Die Belohnung, etwas erledigt/abgeschlossen zu haben, ist ja auch ein Punkt.
Es ist eine Erfahrung, etwas abzuschließen und etwas zu erreichen. es werden Glückshormone ausgeschüttet. Die Erfahrung, dass man auf sich selbst vertrauen kann, hilft einem dann wieder über Durststrecken.
Umgang mit unvorhergesehenen Dingen:
Gut und veröffentlicht ist besser als perfekt. Perfekt gibt es ohnehin nicht!
Zu wissen, dass man gerade in einer anderen Gehirnregion unterwegs ist, hilft schon. Es braucht etwas Zeit und man muss in einen Zustand der Gelassenheit zurück kommen, dass man sich das wieder zutraut.
PM-Weisheit: 20% Zeitpuffer draufschlagen!
Es macht große Freunde, wenn man sieht, dass Pläne aufgehen. (»Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert!« … scnr )
Sich immer wieder dran erinnern, was Erfolg für einen selbst bedeutet.
Ein Ritual daraus machen, einmal die Woche im Kalender zu schauen und zu checken, ob man auf Kurs ist. Die Psychologie des Gelingens – das ist es, was man als Motivation beschreiben kann.
Tipp: Sich selber gut zureden und höflich und freundlich zu sich selber sein! Nicht mit sich schimpfen.
Demnächst dann mit Erfolgsgeschichte!
Unterstützt den Vienna Writer’s Blog & Podcast
Unterstützen„Schreiben als Hobby hat mit Schreiben als Beruf genausoviel gemein wie Gärtnern zur Entspannung mit dem Betrieb eines kleinen Garten-und-Landschaftsbau-Unternehmens.“ Mit Mela Eckenfels über Schreiben als Beruf vs. Schreiben als Hobby. Und ein kleiner Buchmesse Rückblick.
Musik am Beginn: Adam Selzer, „Vintage News“
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StudioLink
Notizen:
Schreiben als Hobby hat mit Schreiben als Beruf genausoviel gemein wie Gärtnern zur Entspannung mit dem Betrieb eines kleinen Garten-und-Landschaftsbau-Unternehmens.
Mela Eckenfels
Über Mela:
früher: Sysadmin (Unix & Linux)
Von wegen!
Wie war es auf der Leipziger Buchmesse – außer »Schnee«?
Pitching
Selfpublishing ist großartig, es demokratisiert.
Zurück zum Ausgangszitat: »Schreiben als Hobby hat mit Schreiben als Beruf genausoviel gemein wie Gärtnern zur Entspannung mit dem Betrieb eines kleinen Garten-und-Landschaftsbau-Unternehmens.«
Man schreibt sehr lange und weiß nicht, wie die Leser reagieren werden.
Excel ist übrigens ganz und gar nicht das richtige Tool für Websites.
Melas Langzeitprojekt: ein historischer Roman
Camp Nano naht!
Wo findet man Dich im Netz?
Der gute Tipp zum Schluss: Nehmt das Schreiben ernst!
Unterstützt den Vienna Writer’s Blog & Podcast
UnterstützenIm Gespräch mit Barbara Ondrisek zum Thema Chatbots. Was heute schon möglich ist, was die Zukunft bringt und was man als Autor*in mit einem eigenen Chatbot alles anfangen kann, z.B. um die eigenen Bücher zu bewerben.
Musik am Beginn: Adam Selzer, „Vintage News“
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Mark Dawsons Buchwelten Chatbot auf Facebook
Klaudias Website
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Prototyping Tools als Grundlage für einfache Chatbots
Chatbots können auch Persönlichkeiten haben
Chatbots bieten einen viel natürlicheren Umgang für die User als stupide Formularausfüllerei.
conversational interface
Es geht rein um die Interaktion – ein Frage und Antwort Spiel.
Formular als interaktiver Dialog
Auf FB Messenger weiß man als Chatbotbetreiber bereits den Namen des Chatters – und meistens noch Einiges mehr.
Chatbots von Autoren: stellen die Welt im Buch vor und personalisieren die Figuren im Buch
AR/VR – von den Holodecks bei Startrek in unsere Wohnzimmer
Es gibt noch immer interaktive Textadventures!
Eliza Bot (Joseph Weizenbaum) – der erste Chatbot am MIT mit psychotherapeutischem Hintergrund. Ziel war es, den User zum Reden zu motivieren.
Thema Chatbots wird von den großen Tech-Firmen seit zwei Jahren gepusht; z.B. IBM Watson NLP (natural language processing) System
Technisch ein alter Hut seit den 1960er Jahren
Ein Chatbot lebt von der menschlichen Sprache.
Grammatik, Slang und Rechtschreibfehler sind ein großes Problem für Bots.
Defaultnachricht, wenn es ein Problem gibt: Sorry, I didn’t get that! Mäh!
kommerzielle Chatbots haben üblicherweise Deep learning dahinter und sammeln extrem viele Daten.
Datenschutz ist in EU ein Thema, aber in den Staaten nicht. Aber Chatbot Betreiber ebenso wie FB (oder jede Plattform) lesen mit!
AI und Deep Learning machen bei den meisten Chatbots keinen Sinn. Man braucht für ein neuronale Netz sehr viele Daten in einer extrem guten Qualität.
Ein selbst lernender Chatbot ist kein Produkt von der Stange! Aber ein Chatbot ist kein Kind, das man erziehen kann.
Die meisten Chatbots brauchen kein DeepLearning, stattdessen Tools zur Sprachanalyse wie IBM Watson oder Amazon Lex.
Human Handover – ein Servicemitarbeiter übernimmt vom Chatbot und beantwortet Anfragen, wenn der Bot nicht mehr weiter weiß.
Eine Person muss den Chatbot und das System dahinter trainieren. Es ist nicht so einfach, wie manche denken.
Alle Eastereggs in Alexa und Siri sind händisch reinprogrammiert.
Apropos: Chatbots können auch auf verbale Sprache reagieren. Es gibt auch AI Systeme, die Lippen lesen.
Schriftbasierte Chatbots reagieren auch auf RichText Elemente und Emojis.
Microsoft Tay hat auf Twitter selbst gelernt – innerhalb von wenigen Stunden wurde er zu einem rassistischen A****loch und Holocaust Leugner.
User versuchen, den Bot zu »brechen«. Im positiven Sinne: Sie freuen sich wahnsinnig, wenn sie ein Easteregg finden.
Es sollte immer klar sein, dass man mit einem Chatbot schreibt und umgekehrt sollte auch ein human handover klar gekennzeichnet sein.
Klick-and-play: einen einfachen Chatbot kann man schnell und ohne Vorwissen zusammen klicken. Wenn man Interesse hat, kann das in wenigen Stunden bis zu einem Wochenendprojekt stehen.
Mit Interaktion geht es eher um das Feingefühl und die Eigenschaften des Bots.
Checkt Eure Seiten-Suchfelder: Was sind die häufigsten Suchanfragen?
Konversationen werden häudig von Produktmanagern oder Marketingabteilungen geschrieben, aber nicht von den Leuten, die sich wirklich auskennen und ihre Zielgruppe kennen.
Ein Krimi-Bot! Interaktive Schnitzeljagd durch Wien … Es sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt.
Upsell: Bücher via Chatbot verkaufen.
Bewertungen sind _das_ Selling-Argument.
Voice ist ein riesen Thema und wird die nächsten Jahre noch größer werden.
Sprachsteuerung: datenschutztechnisch ist das ein Wahnsinn. Alexa und Co hören die ganze Zeit zu. Bei Alexa werden die Aufnahmen nach einiger Zeit wieder gelöscht, aber um auf das Weckwort zu hören, muss die ganze Zeit zugehört werden. Selbst wenn man dem Anbieter vertrauen sollte, solche Systeme können natürlich auch gehackt werden.
Bekleidungsratgeber mit Kamera im Schlafzimmer sind keine gute Idee.
Glühbirnen im WLAN sind auch absurd, dennoch sind SmartHome und Sprachassistenten die Zukunft.
Unterstützt den Vienna Writer’s Blog & Podcast
UnterstützenHeute im Gespräch mit Nina Dreist unter anderem über die DSGVO, das Plotten mit 3 Modellen zeitgleich, Software für Autoren und die Wichtigkeit von Accountability Buddies!
Musik am Beginn: Adam Selzer, „Vintage News“
Shownotes:
Nina Dreist
Scrivener (Affiliate Link)
Notizen:
Es soll dieses Jahr eine Kurzgeschichten Anthologie geben, die von Nina herausgegeben wird.
Mindmaps/Cluster – Nina kann das, Klaudia nicht.
Klaudias neues Buchprojekt [noch streng geheim!]
Klaudias Kursseite wächst und gedeiht.
DSGVO
DSGVO Tipps für alle:
Wie macht man Marketing ohne den ganzen jetzt üblichen Schmafu?
Und dann das Problem, wenn man schon über die Bücher, die man geschrieben hat, rausgewachsen ist …
Accountability Buddy – will man haben! Ein solcher ist wichtig zum Durchhalten.
Next Steps
Follower bitte direkt zu Sweek!
Scrivener? Papyrus? Office? Patchwork? …
Diktatsoftware Dragon – ein irritierendes Encounter
Mindmaps sind nach wie vor nicht meins.
Unterstützt den Vienna Writer’s Blog & Podcast
UnterstützenDie erste Folge der zweiten Staffel des Vienna Writer’s Podcast! Heute im Gespräch mit Tatjana Kruse über das Leben als Berufsautorin, das Prokrastinieren, vier Wellensittiche, die Wichtigkeit, auf sich und seinen Körper zu achten und warum Vernetzen so wichtig ist.
Musik am Beginn: Adam Selzer, „Vintage News“
Shownotes:
Tatjana Kruse
Social Media:
Elizabeth Gilbert: Big Magic
Notizen:
Tatjana schreibt seit 2000 – hauptberuflich seit dem ersten Manuskript.
Lesungen machen Spaß!
Tatjana ist oft „die Vorgruppe“ für Ingrid Noll oder andere bekannte Autor*innen auf unterschiedlichen Krimifestivals. Sie hat 99% ihrer Leser auf einer Lesung persönlich abgeholt, auf der die eigentlich gar nicht sein wollten! =D
Fans sind toll! Aber einen Hype, ein Wahnsinnserfolg will Tatjana gar nicht haben.
Tatjanas Krimis sind wie im wahren Leben – Kriminelles und Liebe. Und Cosy mit Humor. Genrehopping ist so gesehen kein Thema, es ist alles ein großes Ganzes.
Tatjana war auch schon Stadtschreiberin in Flensburg und Wiesbaden.
Das Syndikat – Berufsverband der Krimischreibenden im deutschsprachigen Raum.
Tatjana ist unabhängig ohne Familie. Die Freiheit nützt sie aus.
Sie schreibt und überarbeitet schnell – beneidenswert!
Kein Buch wird angefangen, das nicht schon verkauft wurde!
Business und Kreativität sind gleich wichtig. Autorin sein ist ein Beruf, da kann man sich keine Auszeit erlauben. Mit Kater kann man nicht schreiben, kein Schreiben = kein Geld und dann ist man weg vom Fenster.
Blogpost: Gesund leben als Autor
Thomas Mann: Mein Stuhlgang war heute zufriedenstellend. Der Mann hat Recht! Wenn die Verdauung nicht mitspielt, spielt der Rest vom Körper auch nicht mit.
Es ist nicht nur alles eitel Freude und Flow, sondern da steckt viel dahinter. Man lebt von dem, was man selber körperlich und geistig leisten kann.
Schreibblockaden – der Klemptner oder Chirurg kann auch nicht sagen „ich kann heute nicht“. Aber man kann grundsätzlich jeden Tag schreiben und immer. Wenn ich etwas nicht immer machen kann, ist das vielleicht nicht der richtige Beruf für mich.
Blogpost: Meine größte Schreibblockade ever.
Ich bin drauf gekommen: Ich kann schon schreiben, nur nicht das, was ich hätte schreiben sollen. Der Roman hing halt einfach. Aber Zwingen ist auch nicht gut. Einfach was anderes schreiben! Der Wasserhahn muss aufgedreht werden, damit was fließen kann. Wenn er dann eine Weile offen ist, dann kommt auch wieder was.
Als Berufsautorin hat man immer mehrere Projekte zeitgleich laufen.
Jürgen Ehlers: Ein Buch ist ja schon fertig durchgeplottet, ehe man sich ans Schreiben macht. Man kann die einzelnen Szenen runterbrechen und einfach irgendwo mittendrin eine Szene schreiben.
Scrivener (Affiliate Link) – man kann so gut schieben!
Tatjana kann nicht überall schreiben; im Zug zum Beispiel nicht. Im Café allerdings schon.
Noisli – Hintergrundgeräusche einblenden
Die Cola ist des Rechners Tod.
Das nächste Level:
Die Leser*innen sind mündig genug, auf dem Cover zu sehen, dass es such um etwas anderes handelt. Daher kann man auch unter einem Namen schreiben und eine Marke aufbauen.
Marketing:
Klaudia hat auch eine Facebook Seite, ist aber selten dort.
Regelmäßigkeit ist das Wichtige; etwas, worauf sich die Fans und Follower verlassen können.
Auf FB dann auch mal aus dem Schreibprozess, etwas persönlicher, höhere Frequenz.
Schriftsteller werden auf der Straße selten erkannt. Bei Festivals ist das schonmal anders. Aber als berühmter Schriftsteller hat man ein ruhigeres Leben als als Schauspieler. Aber den großen Hype will Tatjana nicht, das wäre ihr zuviel. (Mir übrigens auch.)
Was für viele Autor*innen gilt: Introvertiertheit mit Bühnenmodus – für Seminare, Workshops, Vorträge, Lesungen, … und danach wieder froh, wenn man sich für ein paar Tage einschließen kann und niemanden sehen muss.
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