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ViennaWriter's Podcast episodes

  • Routine kommt von rudimentär ...

    Eine ganz persönliche Episode von Klaudia und Nina Dreist über die mehr oder weniger erfolgreichen Fortschritte auf ihrem jeweiligen Weg zur Profi-Autorin.

    Musik am Beginn: Adam Selzer, „Vintage News“

    Shownotes:

    Links:
    DSGVO Artikelserie auf viennawriter.net
    DSGVO – an sich ganz easy (Übersichtsartikel)

    Klaudias Onlinekurse

    patreon.com/viennawriter

    Auphonic Stunden spenden freut mich auch!

    Nina Dreist

    Nina auf Sweek

    Scrivener (Affiliate Link)

    Patchwork

    ***

    Notizen:

    Sweek: leider nix geworden, aber der Überarbeitungsmarathon war gewaltig

    Projekt Antho: Autorenverträge sind raus
    Projekt: Kürzestgeschichten
    Patchwork vs Scrivener
    Dayjob Zeugs …
    Das Sommer-Problem: visuelle und olfaktorische Erlebniswelten

    DSGVO – Nina ist Testleserin für meine DSGVO Blogposts

    DSGVO Artikelserie auf viennawriter.net
    DSGVO – an sich ganz easy (Übersichtsartikel)
    Einmal Inventur machen, dann ergibt sich der Rest von alleine. Also tatsächlich!
    2019 kommt dann noch die ePrivacy Verordnung.

    Wir arbeiten noch immer zeitversetzt.

    Tage viel zu kurz.

    Januar ganz erfolgreich – Lernplattform, 2 kreative Schreibkurse live gestellt
    1930 Sci-Fi Projekt bei Gmeiner eingereicht und für ein Arbeitsstipendium – hat beides den Haken, dass es beides Krimisachen sind – so krimimäßig wollte ich das eigentlich gar nicht machen, aber schauen wir mal.

    Überwachungspaket in Österreich ist doof.

    Podcastfolge „Weltenbau“ mit Lena Falkenhagen

    Der Februar ist bei mir zeitlich ausgefallen.

    März war weg mit Zertifizierung zur Datenschutzbeauftragten – und dann noch die Prüfung der Wirtschaftskammer noch hinterdrein!

    Im April war nur die zweite Zertifizierung, 8.000 Wörter Kreativtext und diverse

    Zeitpuffer! Besser 60% Zeitrpuffer einplanen.

    Vielleicht ein Doktorat Technik-Philosophie? Hm …

    Selbständigmachen kann schwierig sein.

    Gesundheitlich nicht fit sein ist auch schwierig.

    Next Steps:

    Klaudia: Selbständig machen, Kunden kriegen und wieder kreativ schreiben. Und: Routine und Flow wiederkriegen!
    Nina: Zahnärztin überleben! Anthologieverträge abschließen, Kürzestgeschichten ferigmachen zum Rausbringen.

    Flow ist schon geil.

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    1 hr 3 min
  • Autor*in sein heißt geduldig sein

    Der zweite Teil des Interviews mit Jennifer B. Wind – Stimmbildung & Lesetraining und was man als Autor*in noch alles lernen kann und sollte, um vom Autorendasein leben zu können. Nebst kreativem Schreiben als Studienfach, Selfpublishing vs. Verlagsveröffentlichungen, dem fehlenden Wagemut in der Bücherbranche und dass man einen wirklich langen Atem braucht.

    Musik am Beginn: Adam Selzer, „Vintage News“

    ***

    Shownotes:
    Links:
    Welttag des Buches

    DSGVO Artikelserie auf viennawriter.net

    DSGVO – an sich ganz easy (Übersichtsartikel)
    patreon.com/viennawriter
    Auphonic Stunden spenden freut mich auch!

    Website von Jennifer B. Wind

    Jennifer B. Wind: Als Gott schlief
    Jennifer B. Wind: Als der Teufel erwachte

    Triestingtaler Mordsfrauen

    Jenny auf Twitter
    Jenny bei LovelyBooks
    Tatort Schreibtisch

    Veronika Grager

    Sabina Naber
    Raoul Biltgen
    Nina George
    Cory Doctorow

    ***

    Notizen:

    Stimmbildung & Lesetraining

    Lesungen – mit Schauspielausbildung
    beim Lesen in die Rolle fallen und Requisiten benutzen – das hilft auch, die unterschiedlichen Figuren auseinander zu halten

    Eine Autorin zum »Anfassen« – der Kontakt mit dem Publikum ist wichtig.

    Beim Lesen lebt Jenny auf, möchte meist gar nicht mehr weg.

    Gut vorbereitet, aber dann ist alles Stehgreif.

    Jenny liest nicht einfach, was im Buch steht sondern macht eine eigene Bühnenversion. Ihre Lesungen sind einstündige Bühnenstücke.

    Mit Veronika zusammen macht sie eine Doppelconférence, die Triestingtaler Mordsfrauen

    Schreibcoaching – oft große Mängel am Exposé, oder auch Arbeit am Manuskript.

    Auch Langzeitcoachings, wo die Coachees bei großen Verlagen gelandet sind.
    Auch Bühnenpräsenz Coaching.

    Schade, dass Autor*innen so wenig Bühnen- oder Sprechcoaching in Anspruch nehmen.

    Sabina Naber

    Raoul Biltgen

    Lesungen sind eine Einkommensquelle für Autor*innen!

    Wenn die Autor*innen so lesen würden, dass die Leute es liebend gerne sehen, dann würden sie immer für Honorar und mit Übernachtung lesen.
    Jede Lesung bietet wieder die Chance auf eine neue, honorierte Lesung, weil immer auch Mitarbeiter von anderen Bibliotheken, etc. im Publikum sind!

    Kontakt halten mit dem Publikum und darauf reagieren ist wichtig.

    Jedes Bundesland hat einen anderen Humor.

    Nicht unvorbereitet zu Lesungen gehen!

    Schul-Lesungen mit Mehrwert – Anschauungsmaterial, länger bleiben für Fragen – wie man in den Wald hineinschreit, so schallt es heraus. Es lohnt sich, mehr zu liefern, oft gibt es entweder mehr Geld und/oder es kommen Folgeaufträge.

    Wenn jemand gar nicht lesen will, ist das auch ok. Ebenso, wenn man das Schreiben nur nebenbei als Hobby macht. Aber wenn man vom Autorendasein leben möchte, dann lohnt es sich, vorab zu investieren und sich ein Know-How anzueignen.

    Beispiel: Kreatives Schreiben ist in Amerika ein Handwerk, das Studium des kreativen Schreibens gibt es dort schon seit den 70er Jahren.

    Das ist bei uns erst sehr, sehr spät rübergeschwappt – bzw. ist gerade noch dabei – dass man bestimmte Dinge in der Kunst lernen kann und sich auch aneignen soll, damit das Talent unterstützt wird.

    Talent ist nicht alles! Wichtig sind extreme Ausdauer, Geduld und die Bereitschaft, immer weiter an sich zu arbeiten und weiter zu lernen.

    Selfpublishing geht schneller und geht damit genau darauf ein, dass Menschen heute – nicht zuletzt durch die Medien – Geduld nicht mehr gelernt haben.

    Heute wird auch viel zu viel weggeschmissen und neu gekauft, statt etwas zu reparieren.

    Marshmellow Studio – wenn das Kind in der Zeit, die die Forscher draußen sind, den Marshmellow nicht isst, bekommt es ein zweites. Wenn das Kind in der Zeit den Marshmellow isst, dann hat es nur das eine.

    20 Jahre später haben sie jetzt geschaut, was aus den Kindern geworden ist. Diejenigen, die den Marshmellow nicht gegessen hatten, waren später wesentlich erfolgreicher in dem, was sie taten (egal, was es war), als diejenigen, die diese Frustrationstoleranz nicht hatten.

    Der positive Teil vom Selfpublishing ist, dass die Regalfrage wegfällt. Für Nicht-Mainstream-Sachen kann das eine gute Alternative sein.

    Aber wenn man schreiben will, dann will man schreiben und sich nicht mit dem anderen Kram beschäftigen. Lesungen sind schwer zu kriegen mit SP-Büchern, die Titel liegen so gut wie nie in Buchhandlungen aus.

    Wiederum andererseits müssen die Verlage noch in die neue Zeit finden.

    eBook Preise zum Beispiel – alles unter € 5,- wird gut gekauft und auch € 6,90 geht noch, aber eBooks um € 10,- von unbekannten Autoren ist weder zeitgemäß noch den Lesern zumutbar.
    Immer wieder Preisaktionen sind wichtig.
    Alteingesessene Verlage denken, jedes verkaufte eBook ist ein nicht-gekauftes Print-Buch. Aber: Jedes nicht gekaufte eBook ist überhaupt ein nicht gekauftes Buch!

    Wenn z.B. in Amerika ein Trend entsteht, dann kommen sie im deutschsprachigen Raum erst 10 Jahre später drauf, dass das jetzt ein Ding ist.

    Wir haben keinen Leserschwund sondern einen Käuferschwund. Auf 200 verkaufte eBooks von Nina George gibt es 20.000 illegale Downloads.

    Ein anderes Modell hat Cory Doctorow. Seine Bücher sind unter Creative Commons Lizenz veröffentlicht, aber den Lesern die Möglichkeit gibt, ihm Geld über eine Spendenplattform zukommen zu lassen, oder die Bücher und Audiobücher direkt bei ihm zu kaufen, wodurch er etwa den doppelten Anteil erhält, als er über z.B. Amazon bekommen würde. Der Rest geht dann weiter an seinen Verleger. Das wäre ein Modell, das ich anstreben würde.

    Auch eine Idee wäre, digitale Inhalte gratis ins Netz stellen, um den illegalen Downloadplattformen den Wind aus den Segeln zu nehmen, und dann das Geld über Werbeeinschaltungen einzunehmen.

    Ich persönlich halte Werbefinanzierung nicht für sinnvoll, aber ich hab auch lang genug im und mit Marketing gearbeitet, dass ich das ethisch nicht mehr unterstützen kann. Über z.B. Werbebanner werden so viele Daten erhoben, weiterverarbeitet und weiterverkauft, das kann und will ich nicht verantworten. Aber damit ecke ich immer wieder an.

    Deutschland und Österreich sind extrem träge, es wird kaum etwas ausprobiert. Da müssen schon mehrere Leute etwas sagen, bis da etwas an den entsprechenden Stellen ankommt. Und am besten muss das ein Mann sagen, weil wenn das von einer Frau kommt, kann das ja nix sein.

    Bei Google und Co gibt es ganze Campusse, wo kreative Menschen sich zusammenfinden und kreative Prozesse entstehen. So einen Raum, in dem sich Menschen aus den verschiedensten Branchen zusammenfinden und gemeinsam kreative Ideen entwickeln auf die eine Einzelperson gar nicht kommt, so etwas gibt es bei uns leider nicht.

    Das Arbeitsumfeld in Österreich und Deutschland ist so konservativ. Es gibt kaum Telearbeitsplätze. Das ist ein Potenzial, das hier seit Jahrzehnten verschenkt wird.

    Statt etwas zu tun und etwas auszuprobieren, wird gejammert. Es wird aber nicht konkret nach einer Lösung gesucht. Alle jammern »keiner kauft mehr ein Buch«, aber keiner tut etwas. Es bleibt alles gleich im Buchhandel. Kleine Buchhandlungen sperren zu und alles geht zum Onlinehandel, aber auch da ändert sich nichts.

    Und die Verlage nehmen immer weniger Neuautoren auf. Man müsste einfach etwas wagen, etwas Neues machen und die alten Muster verlassen.

    Der Wagemut ist aber in der Verlagsbranche auch so eine Sache: Verlage suchen händeringend etwas Neues, etwas was noch nie da war, etwas Innovatives. Und dann liefert man etwas Neues, was noch nie da war und bekommt die Antwort: Das ist uns zu exotisch. Also was jetzt?

    Schubladendenken … In Amerika steht fast nirgendwo »Krimi« drauf, sondern überall »Roman«. Und warum darf in einem Krimi keine Liebesgeschichte dabei sein, wenn es doch in der Realität durchaus auch so ist, dass der Großteil aller Taten Beziehungstaten sind? Liebe und Hass sind die zwei Grundmotivationen, aus denen wir alles im Leben machen. Es kann auch im Liebesroman ein Verbrechen geben. Aber Genrebezeichnungen verengen die Möglichkeiten teils extrem. Ebenso die »Regiokrimis«.

    Mein Problem mit Regiokrimis: in Wien krieg ich keine Lesungen mit den Krimis, die in Hildesheim spielen, weil sie ja nicht hier spielen und in Norddeutschland krieg ich schwer Lesungen, weil ich ja nicht vor Ort bin.

    Das muss doch nicht sein.

    Auf den britischen Inseln ist ein ganz anderer Trend als hier: dort greifen die männlichen Autoren zu weiblichen Pseudonymen, weil Bücher von Autorinnen viel begehrter sind. Hier heißt es ja, Frauen können nur Cozy Crimes und Liebesgeschichten schreiben – offenbar haben sie Jennys Bücher nicht gelesen.

    Aber gut zu wissen, dass es irgendwo auf der Welt funktionierende Modelle gibt. Dort werden auch Bücher ganz anders geschrieben. Beispiel: Perspektivwechsel. Gang und Gäbe in englischsprachigen Romanen, hier wurde im Schreibkurs gesagt, dass man damit keinen Verlag findet.

    Pitches – 2017 bin ich versehentlich mit einer Shakespeare-Fanfiction in einen Verleger- & Agenten-Pitch reingeraten und habe 7 von 8 Visitenkarten bekommen. Aber das Feedback des Organisators war, dass ich als Deutsche meinen Shakespeare-Roman gar nicht erst einreichen brauche und es lassen soll.

    Mit französischem Pseudonym Provence-Romane schreiben geht aber wieder. Und wieso dürfen Amerikaner Bücher schreiben, die in Wien spielen?

    Jennys Rat für angehende Profi-Autoren: Ganz wichtig sind Geduld, die Bereitschaft, sich auch mal was sagen zu lassen und dazuzulernen, nicht zu glauben, das man schon alles weiß und kann.

    Lesen, lesen, lesen!

    Schlimm sind neidige/missgünstige Autoren. Aber aus Neid kann man dazulernen: Was macht derjenige besser?

    Wirklich dramaturgisch gute Filme ansehen, auch aus denen kann man lernen!

    Titanic zum Beispiel oder Avatar. James Cameron ist hervorragend in Dramaturgie und Figurenzeichnung.
    Solche Filme analysieren: Wo ist der erste Wendepunkt? Wie werden die Figuren eingeführt? Wie werden sie charakterisiert? Warum leidest oder fieberst Du als Zuseher mit? Daraus kann man selbst sehr viel autodidaktisch lernen.

    Andreas Eschbach: Alle 100.000 Zeichen passiert bei einem Autor ein Quantensprung.

    Schreiben, schreiben, schreiben!

    Auch wenn man nicht gut drauf ist oder wenn man keinen Verlag hat oder keine Agentin findet. Das täglich so tun hilft, das Unterbewusstsein darauf zu trainieren.
    Wenn man so lebt als hätte man schon erreicht was man sich vorgenommen hat, dann kommt das auch irgendwann!

    Langer Atem und die Bereitschaft, noch einmal zu überarbeiten ist wichtig.

    Mut ist wichtig! Und freundlich sein zu allen, die einem auf dem Weg begegnen. Nicht immer nur von den Leuten nehmen, sondern auch geben.

    Auch in der Kreativbranche muss man jünger, hübscher, vermarktbarer sein – Autorinnen über 50 haben es sehr schwer. Das Problem haben Männer übrigens nicht.

    Hinweis: Menschen möchten heutzutage gleich behandelt werden!

    Dass ein Buch kein ultimativer Bestseller wird, liegt nicht nur am Autor. Es ist oft das falsche Thema zur falschen Zeit, doch Verlage machen hier aktuell meist den Autor oder die Autorin verantwortlich und schmeißen sie aus dem Programm.

    Zusammenfassend: Geduldig sein, dazulernen, lesen, lesen, lesen, nicht neidisch sein, sondern draus lernen, dramaturgisch perfekte Filme schauen, kontinuierlich weiterschreiben, überarbeiten, Mut haben, freundlich sein und auch geben. Und: Nicht entmutigen lassen! Dranbleiben!

    Kenne Deine Figuren! Das ist wichtiger als die Story, die sie durchleben.

    Und natürlich: Lesen lernen. Sprech- oder Rethoriktraining hilft auch bei Interviews.

    Es ist ok, etwas komisch oder verschroben zu sein. Und es ist auch ok, wenn einen nicht jeder mag.

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    1 hr 21 min
  • Bilder im Kopf von Autor*innen

    Mit Jennifer B. Wind im Gespräch zu Bestsellern, das Zögern der Verlage & Produzenten, dass Kreativität sehr wohl etwas Gescheites ist und was wir uns vom Drehbuchschreiben abgucken können.

    Musik am Beginn: Adam Selzer, „Vintage News“

    ***

    Shownotes:
    Links:
    DSGVO Artikelserie auf viennawriter.net
    DSGVO – an sich ganz easy (Übersichtsartikel)
    patreon.com/viennawriter
    Auphonic Stunden spenden freut mich auch!

    Website von Jennifer B. Wind

    Jenny auf Twitter
    Jennifer B. Wind: Als Gott schlief
    Jennifer B. Wind: Als der Teufel erwachte
    Veit Etzold: Darkweb
    Marc-Uwe Kling: Qualityland

    Drehbuch Software Final Draft

    Criminale

    Hörmordkartell

    ***

    Notizen:
    Bestsellerautorin – Als Gott schlief & Als der Teufel erwachte
    Es gab schon Filmanfragen, nur leider wurde bisher noch nichts draus.

    Zu wenig Abstand zum Thema kann dazu führen, dass Leser*innen nicht ins Buch hineinfinden.

    Wenn Verlage & Produzenten sich über Themen nicht drübertrauen, kann es schonmal ein paar Jahre dauern, bis ein Buch erscheint.

    Erfolg ist immer relativ.

    Die große Literatur waren nie Bestseller, es sind alles Longseller, die auch heute noch in unseren Köpfen und Lehrplänen sind.

    Veit Etzold: Darkweb

    Marc Uwe Kling: Qualityland

    Wie nett kann man das Böse eigentlich formulieren?

    Menschen haben sich an Cozy Crimes und Regiokrimis gewöhnt und die Erwartungshaltung ist sehr flach geworden.

    Jenny schreibt seit ihrem 8. Lebensjahr.

    In der Kindheit haben wir gelernt: Autorin sein ist ja nichts Gescheites …

    »Method-Writing!« – sich ganz in die Geschichte und ihre Charaktere versenken

    Alle Teile aus einer Ich-Perspektive am Stück schreiben bringt Tiefe in die Bücher.

    Viele Autoren sagen, sie kämen ohne Lektorat aus. Das ist schade, denn sie nehmen sich selbst so viel Entwicklungspotential.

    Testleser alleine reichen nicht.

    Schreibgruppen können auch helfen, das Potential zu entfalten – so wie in Amerika die Serien geschrieben werden. Dort sind ganze Teams am Werk, nicht wie hier, wo nur ein Autor oder eine Autorin das Drehbuch schreibt.

    Jenny schreibt in Word und Drehbücher in Final Draft. Dialoge schreibt sie in Final Draft vor und kopiert es ins Word.

    Bücher schreibt Jenny so wie auch Drehbücher für Filme, sie arbeitet sehr visuell.

    Wenn man tatsächlich für den Film schreibt, sollte man auf das Budget der Filmfirmen achten!

    Mehr Charakter als äußere Beschreibung rulez!

    Bilder in den Köpfen der Autorinnen …

    Kurzgeschichten kann man jetzt beim Hördmordkartell weiterverwenden.

    Kurzkrimis ab 15 Minuten Leselänge.
    Manche Autoren lesen ihre Krimis auch selbst.

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    44 min
  • Weltenbau

    Mit Lena Falkenhagen über das Erschaffen von Buchwelten, die nicht unserer Alltagswelt gleichen. Von historischen Recherchen über phantastische Zusammenhänge von Magie und Naturgesetzen bis zum Weiterdenken unserer heutigen Technik und wie sie unsere Gesellschaft in zehn, zwanzig oder sechzig Jahren verändert haben wird.

    Musik am Beginn: Adam Selzer, „Vintage News“

    Shownotes:

    Links:
    BotsHub Meetup
    Camp NaNoWriMo
    Überwachungspaket
    George Orwell: 1984
    Aldous Huxley: Brave new World
    WannaCry

    patreon.com/viennawriter

    VWP auf iTunes
    VWP auf Panoptikum.io

    Lena Falkenhagen – falkenhagen.de

    Lenas Computerspiel Aktivitäten: 1narrative.de
    Twitter: @lenafalkenhagen
    FB/Instagram: LenaFalkenhagen

    letztes Mal: Folge 14 „Fragmentiertes Erzählen“

    Das schwarze Auge
    Drakensang Online
    Mörderische Schwestern
    Altered Carbon
    IIT Berlin
    PAN – Phantastik Autoren Netzwerk

    ***

    Notizen:

    Andere Welten erzählen … außer der heutigen Alltagswelt.

    Schuld daran war »Das schwarze Auge«.

    Phantastische Elemente sind gut!

    Qualitätssinn -> »Verdammt ist das schlecht, das kann ich besser!«

    -> Ein phantastischer Anfang.

    Seither immer »Flirten mit dem Phantastischen«.

    Drakensang Online – mmorpg phantasy online game

    phantastisches Romantasy Spiel im Carlsen Verlag »Die Eisrose« (?)

    Was muss man beachten, wenn man in einer nicht-Alltagswelt eine Geschichte ansetzt?

    Es ist im Roman immer eine fiktive Welt.

    Es kommt immer ein ganzer Rattenschwanz an Definitionen nach. Entweder intuitiv handhaben, indem man sich eine besonders klare Vorstellung macht, oder vorab ganz dezidiert ausformulieren.

    Die selbst gesetzten Regeln müssen durchgezogen werden.

    Naturgesetze müssen eingehalten werden und wenn man sie zu einem späteren Zeitpunkt brechen möchte, braucht man eine verdammt gute Erklärung dafür.

    Jason Durall: »Fixing things by story«

    Motivation der Charaktere ist wichtig – eine leichte Verschiebung ist oft schon hilfreich, wenn es an der Story hakt. Figuren müssen immer motiviert bleiben.

    Wir schreiben ja alle nur mit Tinte.

    Character Driven oder Story Driven – entweder man geht von einer Charakteridee aus, aus der sich eine Menge ableitet, oder die Story gibt gewisse Rahmenbedingungen vor.

    Charakter getriebener Ansatz: Was für Definitionen fallen beim Charakterdesign »nebenbei« vom Baum?

    Zuerst die Welt entwickeln steht der Geschichte und den Charakteren früher oder später im Weg.

    Tipp:

    1. Charaktere definieren und die Story rund um den Charakter niederschreiben – endet in einer groben Plot-Outline
    2. Welt in Abhängigkeit vom Charakter und der Story definieren

    Es können auch alles vorläufige Definitionen sein, die dann eine Weile ruhen und später mit frischem Blick wieder aufgegriffen werden.

    »Intertextualität« – Ideen anderer AutorInnen aufnehmen (klauen) / »Fanfiction«

    Oder eher: Ich will auch einen Vampirroman schreiben!

    Wie kommt man auf neue Ideen?

    Alles andere langweilt mich, will was Neues machen!
    Neue Ideen liegen in Büchern, Filmen, im täglichen Leben …

    Autoren-Sessions bei IKEA – Mit Popcorn und Laptop beim Bällebad Konflikte beobachten.

    Erst-Recherche geht gut bei Wikipedia, Fakten-Check allerdings dann in Sekundärliteratur, insbesondere, wenn man historische Romane schreiben möchte.

    Es gibt ja nichts Absurderes als menschliches Zusammenleben und menschliche Konflikte.

    Persönliche Beziehungen können historische Großereignisse extrem beeinflussen.

    Auch heutige politische Situationen hätte sich keiner ausdenken können! Vor 10 Jahren wäre man für die Idee der Rückkehr des Neo-Nationalismus, dass eine rechtsnationale Partei mit 12,6% im Bundestag mit Steinen beschmissen und aus dem Verlagshaus gejagt worden.

    Die Realität an sich bietet so viele Steilvorlagen … Phantastik und Groteske umgeben uns allgegenwärtig.

    Ästhetisierung von Gewalt – so wie sie wirklich ist, möchten wir sie in Büchern oder Filmen nicht erleben.

    Definition von Literaten & Schriftstellern: Empathie ist die wichtigste Eigenschaft eines Menschen. Sich in andere Leute hineinversetzen ist essenziell für’s Schreiben.

    Ein Schriftsteller muss Fragen stellen.

    Für Leser wird es schwierig, wenn menschliche Denkweisen verändert werden.

    Was ist, wenn man kein Geschlecht hat oder das Geschlecht wechseln kann? Was, wenn die Gravitation ausfällt oder sich umkehrt – das kriegen wir alles noch gedanklich hin. Aber menschliche Grundfesten verändern geht nur, wenn man auf Stereotypen zurückgreift, die verdeutlichen, was wir dem Leser sagen wollen.

    Aus dem Kartenhaus unserer Gesellschaft eine Karte rausziehen – fällt es zusammen oder ordnet sich das neu?

    Altered Carbon – der Punkt Sterblichkeit wird aus der Gleichung herausgenommen bzw. der Punkt »Erinnerungen und Persönlichkeit eines Menschen sind auf einem Speichermedium speicherbar und können in andere Körper transferiert werden« wird hinzugefügt.

    Wie verändern einzelne Teilaspekte die Gesellschaft und das (menschliche) Zusammenleben?

    Man macht sich sehr viel Arbeit, die man im Roman nur zu 10% sieht.

    Die Geschichte profitiert immer von viel Hintergrundwissen. Die Geschichten werden reiche rund tiefer.

    Jede Phantasywelt wird glaubhafter durch historische Recherche und wenn der Autor _weiß_, wann er von der Norm abweicht und einen guten Grund dafür hat.

    Heute können wir uns auf viel Vorarbeit anderer Autor*innen stützen. Fliegende Autos gab es in deren Vorstellungen schon in den Dreißigererjahren, Raumschiff Enterprise kam in den 1960ern. Da sind viele Vorstellungen drin, auf denen wir heute wie selbstverständlich aufbauen können – aber damals waren die mal völlig neu.

    Wie neuartig muss eine Idee sein, um tatsächlich oder sensationell zu sein?

    Müssen sie nicht, denn je abgefahrener und abgehobener eine Idee ist, desto weniger nachvollziehbar wird sie durch die Leser. 80-90% sollten so bleiben wie unsere Welt bleiben, sonst wird es zu fremdartig. Leser müssen sich in der Geschichte verorten können.

    Klischees sind auch unsere Freunde, weil sie den Lesern helfen, sich in die Story einzufinden.

    Mainstreambücher wollen gar nichts Neues entwickeln.

    Volker Wittpahl vom Institut für Innovation und Technik (IIT) Berlin: »Alle SciFi Themen unserer Zeit sind in den Fünfzigerjahren erfunden worden. Warum gibt es im Augenblick keine Neuerungen, die so zukunftsweisend sind und so neu, dass es interessant wird und man darüber nachdenken möchte?«

    Momentan können wir eigentlich nur noch das Thema wiederholen und beobachten, wie unsere Alltagswelt sich an die Zukunftsvorstellungen aus dem Fünfzigern annöhert.

    »Wir brauchen mehr Autor*innen, die unsere Technik in die Zukunft denken, damit kreative Hirne die Ideen haben, die die Techniker dann umsetzen können!«

    Das ist eine Funktion in der Gesellschaft und der Technik, die wir von Autoren brauchen!

    Verein von Phantastik Autoren – PAN

    Liebe Autorinnen, liebe Autoren phantastischer Themen und Romane, erzählt uns, wie unsere aktuelle Technik unsere Lebensform und Gesellschaft in zwanzig, dreißig, sechzig Jahren beeinflussen wird. Was für Technik folgt daraus?

    Tablets und fliegende Autos sind oder werden heute Realität. Momentan forschen sie am Beamen.

    Waren die Menschen damals intelligenter oder visionärer als wir heute? Visionärer wohl.

    Hypothese: kollektives Kriegstrauma

    Auch interessant: Über die Kriegsjahre haben die Frauen neben Haushalt, Kinder großziehen, ggf. Flucht und Vertreibung auch noch Autos repariert, in Fabriken gearbeitet und alles alleine gemanaged. Und dann kamen die oft tatsächlich schwer durch den Krieg traumatisierten Männer nach Hause und es war plötzlich eine andere Welt. Das Zuhause und die Frauen waren völlig verändert.
    In den Fünfzigerjahren kam dann die Pendelbewegung zurück, wo Gewalt gegen Frauen in Pinup-Zeichnungen, etc. ästhetisiert wurde, wo das hübsch gemachte, dem Mann untertane, häusliche Frauenbild dominiert. Das gegenteilige Bild zur selbstbewussten Frau der Kriegsjahre ist plötzlich in der Popkultur angekommen.

    George R.R. Martin – Was die Fünfzigerjahre von uns heute unterschiedet: Technik war etwas Positives. Heute wird technischer Fortschritt vorwiegend negativ wahrgenommen.

    Er hätte sich nicht vorstellen können, dass die Space-Programme mal eingestellt werden. Damals war mehr und bessere Technik ein Heilsversprechen! Heute ist Technik, Internet, Entwicklung und Innovationen in diesem Bereich mit Dystopien verbunden. Mit Überwachung, Arbeitslosigkeit durch Vollautomatisierung, Abhängigkeit der Menschen von Maschinen im gesundheitlichen System. Selbstfahrende Autos nehmen uns die Autonomie weg.

    Überwachungsphantasien sind Realität geworden. Die Menschen geben auf sozialen Medien mehr über sich preis, als sie noch in den Siebzigerjahren jemals freiwillig öffentlich hätten haben wollen.

    Wir waren live dabei und können nicht bewerten, an welcher Stelle wir als Gesellschaft falsch abgebogen sind.

    Kommerzialisierung des Internets ohne Ethik.
    Wir merken selbst, wie schwierig es ist, in der Geschichte zu leben und sie im Nachhinein auch nicht mehr bewerten zu können. Wir können unseren Großeltern im Dritten Reich nicht mehr vorwerfen, dass viele sagten, sie hätten von nichts gewusst. Es geht uns heute mit der Massenüberwachung ja genauso.

    In Büchern braucht man klare Ursachen und Wirkungen, damit die Leser sie nachvollziehen können. Unser reales Leben ist schon undurchsichtig genug.

    Literatur muss besser, leichter begreifbar sein als die Realität.

    Es muss keinen Spaß machen. Es ist in Ordnung, am Ende des Buches (oder der Herr der Ringe Trilogie) physisch und seelisch wund zu sein. Es darf anstrengend sein und Spaß eine eingeschränkte Qualität. Literatur darf und muss anstrengend sein, wenn sie etwas im Menschen bewirken soll.

    Phantastik Autoren Netzwerk – PAN

    Autorennetzwerk; Verleger, etc. können Fördermitglieder werden.
    Interessensvertretung von (phantastischen) Autoren; um das Ansehen von Phantastik in der Gesellschaft & Literatur zu verbessern.
    Weit gefasster Phantastik-Begriff: auch Sci-Fi, Steampunk, magischer Realismus, …
    2 phantastische Werke müssen veröffentlicht sein, wenn man Mitglied werden möchte. Selfpublisher sind willkommen. Verlagsautoren und Selfpublisher werden gleich behandelt.
    Es geht um handwerkliche Professionalität!

    Nur 5-10% der Autoren können von ihrem Handwerk leben. Das Netzwerk für Autorenrechte setzt sich dafür ein, dass es (deutlich) mehr werden.

    Tipp: Auf Seite Eins einen Marker setzen, in welche Richtung es weitergehen soll und warum die Leser weiterlesen wollen.

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    1 hr 34 min
  • Prokrastination

    Im Gespräch mit Christina Beran über Aufschieberitis, zu viel Input, Strategien, sich selbst zu überlisten und die Wichtigkeit von Langeweile, wenn man kreativ arbeiten möchte.

    Musik am Beginn: Adam Selzer, „Vintage News“

    ***

    Shownotes:
    Links:
    Easterhegg
    Podlove
    Podstock Podcast Festival & Barcamp
    Camp NaNoWriMo

    Christina auf Twitter

    beran-psychologie.at

    ***

    Notizen:

    
Prokrastination

    griechisch: für morgen
    aka: Aufschieberitis

    gibt es schon länger

    im Faust

    bei griechischen Philosophen

    Aber warum wird es immer aktueller und brisanter?

    Digitalisierung
    Der Teil des Gehirns, der dafür verantwortlich ist, dass wir uns leicht ablenken lassen, bekommt sehr einfach immer neues Futter.

    Astrid Lindgren: »Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach da zu sitzen und vor sich hin zu schauen.«

    Wenn wir zu viele Inputs bekommen, läuft unser Gehirn auf einer Ebene, die nur Automatismen produziert.

    Tipp: Das Areal, wo Kreativität und Konzentration zu Hause ist, braucht Ruhe und Abschalten.

    Connectivity ist das Gegenteil.

    Jedes Medium, das wir lang verwenden, verändert die Art, wie wir denken. Es wird zu einem Fortsatz unserer Selbst, Wir sind zu einem Teil der Digitalisierung geworden, nicht umgekehrt.

    »Sofortness« / Geschwindigkeit der Geräte und der Technologie

    Die Menschen passen sich den neuen Gegebenheiten an. Als Zeitungen kamen, waren allenur noch am Zeitung lesen, als Radios kamen, alle am Radio hören und jetzt ist es das Internet mit Smartphones, die wir nicht mehr aus der Hand legen.

    Aber schon Sokrates hat sich bereits über Platon beschwert, weil der diese neumodische Erfindung des Aufschreibens benutzt hat! Es wird alles ganz katastrophale Auswirkungen auf die Gedächtnisleistung haben!

    Aufschreiben hat die Art, die Autoren sich an ihre Leserschaft wenden, völlig verändert! Bibliotheken waren eine Anreihung von kleinen Hütten (wie Telefonzellen), worin sich die Leser die langen Papyrusrollen – ohne Satzzeichen oder Abstände – laut vorgelesen haben. Leise lesen war die absolute Ausnahme. Als Satzzeichen erfunden wurden, wurde das laute, rhythmische Vorlesen dann überflüssig.

    Und das hat auch die Beziehung von Autor und Leserschaft verändert, denn plötzlich war Lesen etwas sehr Intimes, Leises. Der Kontakt war plötzlich »unter uns«, ohne Öffentlichkeit und ganz andere Dinge konnten geschrieben werden.

    Jede intellektuelle Technologie verändert das Denken der Menschen, weil sich das Gehirn entlang seiner Nutzung entwickelt.

    Über Christina:

    Psychologin mit bunter Biographie
    Straßen Sozialarbeit / Streetworkerin
    Strukturwandel der Arbeit

    »Viel machen« kennen Menschen im Kreativbereich auch. Wissenschaft ist auch kreativ!

    Psychologie ist eine Kellerwissenschaft.

    Neurowissenschaften boomen, weil bildgebende Methoden da sind. Menschen beim Denken zusehen. Wie funktioniert denn Aufmerksamkeit, wie leichte Ablenkung und wie kann man dies direkt im Gehirn beobachten.

    Ziele setzen braucht relative Ruhe, diese auch durchzuziehen und sich zu konzentrieren.

    Wir haben ein Grundbedürfnis nach Verbundenheit und Potentialentfaltung – gleichzeitig.

    Aufgabengebiete, die Menschen gern prokrastinieren:

    zu Langweiliges
    zu Schwieriges / zu Großes, zu Diffuses, Dinge wo man nicht weiß, wie man sie angehen soll
    Dinge, über die man nicht die Autonomie hat (Steuererklärung, etc.)

    Beim Bücherschreiben: Autor*innen haben sowohl die Autonomie, es ist auch nicht langweilig, schwierig ist es an sich auch nicht, aber wir Autor*innen prokrastinieren trotzdem.

    Möglicherweise liegt es an der Einsamkeit des Schreibens. Sich konzentrieren und Aufmerksamkeit aufbringen ist eine Frage von Energie. Unsere Energiereserven für Kreativität, Aufmerksamkeit und Konzentration sind begrenzt.

    Bessere und schlechtere Zeiten für verschiedene zu erledigende Aufgaben im Tagesverlauf.

    Nachtigallen und Eulen
    später Vormittag und Nachmittag haben wir Spitzen, und dann ab 20:00 noch einmal für ca. 2h.

    In der Früh gleich die Zeit nützen und keine eMails oder Social Media lesen, das raubt die Energie!

    Frisch verliebt ist auch nicht gut für die Konzentration oder Kreativität!

    Tipp: Ein Ritual draus machen! Wiederholung, Gewohnheit, Bahnungen im Gehirn! Am besten abends vor’m Zuklappen des Notebooks gleich noch das Schreibprogramm starten und das Internet anschalten, dass in der Früh nichts mehr dazwischenkommen kann.

    
Tipp: Benachrichtigungen am Rechner und am Telefon abschalten.

    Tipp: Hyperlinks im Fließtext sind ein Absaugen von Energie von Aufmerksam und Energie, da eine Entscheidung vom Leser gefordert ist, ob er dem Link nachgehen möchte oder nicht. Fußnoten sind sinnvoller.

    Das Gehirn entwickelt sich entlang seiner Nutzung und wenn man sich oft ablenken lässt und auf viele unterschiedliche, bunte Signale reagiert, wird man gut darin, sich ablenken zu lassen, aber nicht darin, sich zu konzentrieren, denn dafür wurde das Gehirn ja nicht genutzt.

    Ein durchschnittlicher Mann um 1850 hatte in seinem ganzen Leben weniger Impulse zu verarbeiten als wir an einem einzigen Tag. Wir lernen dazu und das Gehirn ist gemacht, um Probleme zu lösen. Wir sind auch dazu gemacht, dass wir auf Ablenkungen reagieren. Sich zu konzentrieren oder ein Buch zu lesen ist nicht genetisch veranlagt, sondern eine Kulturleistung, die man lernen und üben muss. Und das geht verloren.

    Das können wir alle selbst beeinflussen. Beim Öffis Fahren eher ein Buch lesen, statt Social Media durchschauen oder komprimierte Beiträge konsumieren.
    Die Herausforderung ist, das Umfeld und den Kontext so zu gestalten, dass es gelingt.

    Fehlende Sinnhaftigkeit ist ein weiteres Element, die uns Dinge prokrastinieren lässt.

    Tipps:

    – Termine setzen
    – Öffentlich erklären, dass man etwas tun möchte
    – Meilensteine setzen
    – Accountability Buddies

    Gamification ist eine Frage der Persönlichkeitsstruktur. Wenn man ein Freund der eigenen Autonomie ist, findet man das nicht so super.

    Auch Navis greifen in die eigene Autonomie ein und es gehen (Gehirn)fähigkeiten verloren. Use it or lose it! Besser vorher den Weg auf der Landkarte raussuchen, das wirkt sich auf das Gehirn positiv aus.

    Ich persönlich mag Straßenschilder.

    Motivation – Inspiration und Begeisterung kommt von innen!

    Schreiben ist ein schmerzhafter Prozess, weil wir Energie dafür verbrauchen.

    Tipps:

    – Große Dinge zerlegen. Je abstrakter und diffuser eine Unternehmung ist ist, umso konkreter sollte man Sachen in Scheibchen schneiden.
    – Wenn man etwas überhaupt gar nicht angreifen möchte, kann man sich wie die Katze um den heißen Brei annähern. Erst einmal Randaufgaben erledigen. Beispiel Buchhaltung: hübscher gestalten, Papiere zusammensammeln, in einen Ordner geben statt wild verteilt (Rundablage), … – In einer Schneckenbewegung zum Zentrum vortasten.
    – Zeit gut nützen, die man hat! Man hat nur begrenzte Energie zur Verfügung!
    – Die Umgebung so gestalten, dass die Ablenkungen weniger werden, dass die Verfügbarkeit schwieriger ist. Vllt zwei unterschiedliche Accounts am Rechner – einen nur für die Arbeit, wo keine Möglichkeiten zu spielen.
    – Wenn etwas zu langweilig ist, den Schwierigkeitsgrad erhöhen!
    – Öffentlich machen und Nachfrage von außen schaffen.
    – Arbeiten, wo man nicht alleine ist – Kaffeehaus, Bibliothek, …
    – Schreiben und Überarbeiten/Kritisieren zu unterschiedlichen Zeiten

    Andere Umgebungen simulieren durch andere Geräuschkulissen mit Noisly & Co.

    Aber oft fehlt tatsächlich die menschliche Verbundenheit.

    Unterschiedliche Areale im Hirn für Schreiben per Hand, an der Tastatur oder diktieren?

    Was griffiger ist, mehr mit Begreifen zu tun hat, je mehr Sinne involviert sind, umso sinnlicher wird es. Es macht einen Unterschied, mit welchem Medium man schreibt. Es prägt die Sprache und den Stil, weil unterschiedliche Areale aktiv sind.

    Dinge, die schon einmal funktioniert haben, macht das Gehirn wieder. Die eigene Erfolgsstruktur wird vom Gehirn immer wiederholt. Kehrseite: Wenn man schon erfolgreich prokrastiniert hat, lernt das Gehirn diese Strukturen und wiederholt sie, weil es nicht unterscheidet in positiv oder negativ. Es lernt einfach. Und die Frage ist, was man ihm füttert.

    Für Ruhe sorgen, Stress, Druck, Unsicherheit vermeiden, sonst kann man keine Standortbestimmung machen und den Kompass auch nicht stellen, wohin es gehen soll.

    Wir haben kein Erkenntnisproblem, wir haben ein Umsetzungsproblem.

    Mein übliches Umsetzungsproblem liegt im Überarbeiten. Wenn ich einen Text geschrieben habe, ist der für mich bereits »erledigt«, warum soll ich mich schon wieder damit beschäftigen?

    Christinas Tipp: in einen Sinnzusammenhang stellen, was ist der Sinn hinter der Arbeit? Es müsste emotional berühren und wenigstens ein bisschen begeistern, dass man den Sinn dahinter erkennt. Die Karotte des veröffentlichten Buchs könnte schon ziehen.

    Die Belohnung, etwas erledigt/abgeschlossen zu haben, ist ja auch ein Punkt.

    Aber: enn man sich lang mit etwas beschäftigt hat, gehört es zu einem dazu. Maler haben das oft mit Werken, an denen sie lang gearbeitet haben. Es ist ein Trennungsschmerz.

    Es ist eine Erfahrung, etwas abzuschließen und etwas zu erreichen. es werden Glückshormone ausgeschüttet. Die Erfahrung, dass man auf sich selbst vertrauen kann, hilft einem dann wieder über Durststrecken.

    Umgang mit unvorhergesehenen Dingen:

    Und was, wenn das Leben einem dazwischenkommt und der Zeitplan nicht mehr hält? Das frustriert. Aber, es einfach seinlassen ist keine Option.
    Wenn unvorhergesehener Stress und Angst eintreffen, sinken wir durch die Übererregung im Gehirn »ein Stockwerk tiefer«. Wir sind nicht mehr im Stirnhirn aktiv, wo Kreativität und Konzentration sitzen, sondern ein Stockwert weiter unten, wo Kindheitsmuster funktionieren. »Nein, will nicht, mag nicht, alles doof.« Wenn es noch schlimmer kommt und die Reize im Gehirn zu hoch sind, kann es noch ein weiteres Stockwerk abwärts gehen, wo dann nur noch Angriff, Flucht oder ohnmächtige Erstarrung funktionieren.
    Man muss sich wieder hochschrauben, sich mit sich selbst wieder verbinden. Erlebnisse hervorholen, eventuell mit jemand anderem drüber reden und wieder Vertrauen fassen zu der Fähigkeit, die man schonmal hatte. Erinnerungen an Erfolgserlebnisse aktivieren. Sich selbst wieder etwas zutrauen und Vertrauen fassen zu anderen Menschen.
    Wenn dann wieder etwas Ruhe im Gehirn ist, dann kann man sich den Plan wieder vornehmen und sich fragen: Wie wird es machbar? Nicht perfekt! Aber machbar.

    Gut und veröffentlicht ist besser als perfekt. Perfekt gibt es ohnehin nicht!

    Zu wissen, dass man gerade in einer anderen Gehirnregion unterwegs ist, hilft schon. Es braucht etwas Zeit und man muss in einen Zustand der Gelassenheit zurück kommen, dass man sich das wieder zutraut.

    PM-Weisheit: 20% Zeitpuffer draufschlagen!

    Es macht große Freunde, wenn man sieht, dass Pläne aufgehen. (»Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert!« … scnr )

    Erfolg ist ein großes Treibmittel, wenn auch relativ. Für die einen ist es schon ein Erfolg, wenn das Buch nur draußen ist, für die anderen muss es dann mindestens ein gewonnener Preis sein.

    Sich immer wieder dran erinnern, was Erfolg für einen selbst bedeutet.

    Ein Ritual daraus machen, einmal die Woche im Kalender zu schauen und zu checken, ob man auf Kurs ist. Die Psychologie des Gelingens – das ist es, was man als Motivation beschreiben kann.

    Tipp: Sich selber gut zureden und höflich und freundlich zu sich selber sein! Nicht mit sich schimpfen.

    Demnächst dann mit Erfolgsgeschichte!

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    1 hr
  • Schreiben als Beruf vs. Schreiben als Hobby

    „Schreiben als Hobby hat mit Schreiben als Beruf genausoviel gemein wie Gärtnern zur Entspannung mit dem Betrieb eines kleinen Garten-und-Landschaftsbau-Unternehmens.“ Mit Mela Eckenfels über Schreiben als Beruf vs. Schreiben als Hobby. Und ein kleiner Buchmesse Rückblick.

    Musik am Beginn: Adam Selzer, „Vintage News“

    ***

    Links:
    Mela auf Twitter
    Melas Artikel auf Medium
    Larp Kochbuch
    Kochbuch für Geeks (O’Reilly)

    StudioLink

    Texttreff
    Webgrrls
    CreateSpace
    Plotten mit Klebezetteln
    Scrivener (Affiliate Link)
    Aeon Timeline
    Camp NaNoWriMo

    Notizen:

    Mela ist ein fellow Technik-Nerd und endlich jemand, der mit mir mal dieses Studio Link ausprobiert. Yay!

    Schreiben als Hobby hat mit Schreiben als Beruf genausoviel gemein wie Gärtnern zur Entspannung mit dem Betrieb eines kleinen Garten-und-Landschaftsbau-Unternehmens.

    Mela Eckenfels

    (Original Twitter Post)

    Über Mela:

    – kennen uns schon eine ganze Weile über’s Netz
    – Mittelalter-Expertin
    – setzt sich für Austist*innen ein
    – online Schreibgruppe
    – erstes »live« Gespräch
    – im Netz gestalkt: Viel mit Schreiben
    – aber auch viel mit Technik!

    früher: Sysadmin (Unix & Linux)

    Webgrrrls
    Texttreff
    Schreibt seit ihrer Kindheit
    Aber: „Schreiben ist ja nichts Richtiges, nur Träumerei.“

    Von wegen!

    -> Larp Kochbuch
    -> Kochbuch für Geeks (O’Reilly)
    -> Texttreff -> Artikel für Magazine und Online
    -> Romanprojekte

    Wie war es auf der Leipziger Buchmesse – außer »Schnee«?

    – Dank der Cosplayer ist es viel familiärer als in Frankfurt.
    – Frankfurt: „big business“
    – Leipzig versucht, Autoren einzubinden!
    – Verlagsspeeddating (10min)
    – Websiteinfo: „Wir nehmen alle Genres.“ -> IRL: „Alles außer Kinderbücher!“

    Pitching

    Gleich während der Arbeit an einem Projekt einen Pitch vorbereiten – das ist immer ein gutes As im Ärmel, wenn man zufällig auf eine Agentin trifft oder gar in ein Verlagspitching hinein gerät.

    Selfpublishing ist großartig, es demokratisiert.

    Ist aber nix für Mela.
    Aber damals gab es CreateSpace noch nicht.
    Damals alles selbst gemacht.
    Selfpublisher professionalisieren sich.

    Zurück zum Ausgangszitat: »Schreiben als Hobby hat mit Schreiben als Beruf genausoviel gemein wie Gärtnern zur Entspannung mit dem Betrieb eines kleinen Garten-und-Landschaftsbau-Unternehmens.«

    – Darf das Schreiben als Beruf keinen Spaß mehr machen?

    Man schreibt sehr lange und weiß nicht, wie die Leser reagieren werden.

    – Plotten vs Bauchschreiben
    Mindmaps machen mich nervös. Aber Plotten mit Klebezetteln geht!
    Blogposts: Plotten mit Klebezetteln
    Scrivener & Aeon Timeline sind eine gute Kombi.
    Aber: Aeon hat eine deutliche Lernkurve.

    Excel ist übrigens ganz und gar nicht das richtige Tool für Websites.

    Melas Langzeitprojekt: ein historischer Roman

    Camp Nano naht!

    Wo findet man Dich im Netz?

    Mela auf Twitter
    Melas Artikel auf Medium
    Larp Kochbuch
    Kochbuch für Geeks (O’Reilly)

    Der gute Tipp zum Schluss: Nehmt das Schreiben ernst!

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    53 min
  • Chatbots

    Im Gespräch mit Barbara Ondrisek zum Thema Chatbots. Was heute schon möglich ist, was die Zukunft bringt und was man als Autor*in mit einem eigenen Chatbot alles anfangen kann, z.B. um die eigenen Bücher zu bewerben.

    Musik am Beginn: Adam Selzer, „Vintage News“

    ***

    Shownotes:
    Links:
    Barbaras Website
    Barbara auf Twitter
    Mica the Hipster Cat Bot (Website)
    Hipster Cat auf Google Assistent
    Liza Bot auf FB
    Chatbots Agency

    Mark Dawsons Buchwelten Chatbot auf Facebook

    Klaudias Website

    Klaudias Patreon Seite
    Vienna Writer’s Bot

    ***

    Notizen:
    Chatbots sind interaktive Programme, die auf Messenger Plattformen laufen oder auch auf Websites eingebunden sind

    Prototyping Tools als Grundlage für einfache Chatbots

    Chatbots können auch Persönlichkeiten haben

    Patentamt Albert Bot (FB Messenger)
    Hotel Reservierungs Bot

    Chatbots bieten einen viel natürlicheren Umgang für die User als stupide Formularausfüllerei.

    -> mit Unternehmen so schreiben wie mit Freunden

    conversational interface

    conversational commerce

    Es geht rein um die Interaktion – ein Frage und Antwort Spiel.

    Moderne Computer wurden ebenfalls als Frage-Antwort-Spiel konzipiert.

    Formular als interaktiver Dialog

    Auf FB Messenger weiß man als Chatbotbetreiber bereits den Namen des Chatters – und meistens noch Einiges mehr.

    Chatbots von Autoren: stellen die Welt im Buch vor und personalisieren die Figuren im Buch

    AR/VR – von den Holodecks bei Startrek in unsere Wohnzimmer

    Textinterfaces für Spiele kann man auch als Chatbots bezeichnen

    Es gibt noch immer interaktive Textadventures!

    Eliza Bot (Joseph Weizenbaum) – der erste Chatbot am MIT mit psychotherapeutischem Hintergrund. Ziel war es, den User zum Reden zu motivieren.

    Barbara hat Eliza wieder auferstehen lassen auf FB Messenger.

    Thema Chatbots wird von den großen Tech-Firmen seit zwei Jahren gepusht; z.B. IBM Watson NLP (natural language processing) System

    Technisch ein alter Hut seit den 1960er Jahren

    Heute haben wir allerdings mehr Rechenleistung und durch das Netz haben wir mehr Eingabedaten.

    Ein Chatbot lebt von der menschlichen Sprache.

    Dialoge – immer so schnell wie möglich am Markt testen!
    Zielgruppe!

    Grammatik, Slang und Rechtschreibfehler sind ein großes Problem für Bots.

    Defaultnachricht, wenn es ein Problem gibt: Sorry, I didn’t get that! Mäh!

    kommerzielle Chatbots haben üblicherweise Deep learning dahinter und sammeln extrem viele Daten.

    Datenschutz ist in EU ein Thema, aber in den Staaten nicht. Aber Chatbot Betreiber ebenso wie FB (oder jede Plattform) lesen mit!

    Aber: Menschen schreiben mit Chatbots, als ob niemand zuhört.
    Teenager schimpfen mit Chatbots – aber wieso?
    Mica antwortet auf ein schlimmes Wort auf nette Art. Poncho schmollt und spricht für einige Stunden nicht mit dem User, bis der sich entschuldigt hat.
    Alternative: Du mich auch!

    AI und Deep Learning machen bei den meisten Chatbots keinen Sinn. Man braucht für ein neuronale Netz sehr viele Daten in einer extrem guten Qualität.

    Ein selbst lernender Chatbot ist kein Produkt von der Stange! Aber ein Chatbot ist kein Kind, das man erziehen kann.

    Die meisten Chatbots brauchen kein DeepLearning, stattdessen Tools zur Sprachanalyse wie IBM Watson oder Amazon Lex.

    Human Handover – ein Servicemitarbeiter übernimmt vom Chatbot und beantwortet Anfragen, wenn der Bot nicht mehr weiter weiß.

    Eine Person muss den Chatbot und das System dahinter trainieren. Es ist nicht so einfach, wie manche denken.

    Alle Eastereggs in Alexa und Siri sind händisch reinprogrammiert.

    Apropos: Chatbots können auch auf verbale Sprache reagieren. Es gibt auch AI Systeme, die Lippen lesen.

    Schriftbasierte Chatbots reagieren auch auf RichText Elemente und Emojis.

    Microsoft Tay hat auf Twitter selbst gelernt – innerhalb von wenigen Stunden wurde er zu einem rassistischen A****loch und Holocaust Leugner.

    User versuchen, den Bot zu »brechen«. Im positiven Sinne: Sie freuen sich wahnsinnig, wenn sie ein Easteregg finden.

    Es sollte immer klar sein, dass man mit einem Chatbot schreibt und umgekehrt sollte auch ein human handover klar gekennzeichnet sein.

    Klick-and-play: einen einfachen Chatbot kann man schnell und ohne Vorwissen zusammen klicken. Wenn man Interesse hat, kann das in wenigen Stunden bis zu einem Wochenendprojekt stehen.

    Mit Interaktion geht es eher um das Feingefühl und die Eigenschaften des Bots.

    Was ist das Ziel des Bots? RSS-Push? Newsletter Anmeldung?

    Checkt Eure Seiten-Suchfelder: Was sind die häufigsten Suchanfragen?

    Konversationen werden häudig von Produktmanagern oder Marketingabteilungen geschrieben, aber nicht von den Leuten, die sich wirklich auskennen und ihre Zielgruppe kennen.

    Ein Krimi-Bot! Interaktive Schnitzeljagd durch Wien … Es sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt.

    Ein interaktives Buch zu gestalten ist schon interessant!
    Vllt als Follow-Up nach dem eigentlichen Ende des Buches …
    Einen Charakter in einem Chatbot weiterentwickeln.

    Upsell: Bücher via Chatbot verkaufen.

    Reiseführer-Bot durch die Buchwelten hatte am Ende immer einen Amazon Link zum jeweiligen Buch.
    Nur Werbung ist langweilig und ballert die Leute nur zu. In einem Chatbot kann man das auch elegant umsetzen.
    Auch: Um Buch-Bewertungen auf Amazon bitten.

    Bewertungen sind _das_ Selling-Argument.

    Voice ist ein riesen Thema und wird die nächsten Jahre noch größer werden.

    Amazon Alexa hat die Verkaufszahlen extrem in die Höhe getrieben.

    Sprachsteuerung: datenschutztechnisch ist das ein Wahnsinn. Alexa und Co hören die ganze Zeit zu. Bei Alexa werden die Aufnahmen nach einiger Zeit wieder gelöscht, aber um auf das Weckwort zu hören, muss die ganze Zeit zugehört werden. Selbst wenn man dem Anbieter vertrauen sollte, solche Systeme können natürlich auch gehackt werden.

    Bekleidungsratgeber mit Kamera im Schlafzimmer sind keine gute Idee.

    Man sollte sich überlegen, ob man Sprachassistenten wirklich in jedem Raum braucht und ob man alles, was das Ding sieht und hört, zum Hersteller funken will. Die Geräte können auch von außen angezapft werden.

    Glühbirnen im WLAN sind auch absurd, dennoch sind SmartHome und Sprachassistenten die Zukunft.

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    55 min
  • BANZAIII!!!

    Heute im Gespräch mit Nina Dreist unter anderem über die DSGVO, das Plotten mit 3 Modellen zeitgleich, Software für Autoren und die Wichtigkeit von Accountability Buddies!

    Musik am Beginn: Adam Selzer, „Vintage News“

    Shownotes:

    Links:
    Kreative Onlinekurse von Klaudia
    Klaudias Patreon Seite

    Nina Dreist

    Nina auf Sweek

    Scrivener (Affiliate Link)

    Patchwork
    Papyrus

    Notizen:

    Piper Ausschreibung: #newpipertalent auf Sweek (also das deutschsprachige Wattpad)

    Es soll dieses Jahr eine Kurzgeschichten Anthologie geben, die von Nina herausgegeben wird.

    Mindmaps/Cluster – Nina kann das, Klaudia nicht.

    Klaudias neues Buchprojekt [noch streng geheim!]

    Buch Coaching (SPS) macht Spaß und bringt neues Wissen. Und: Zeitabstände straffen ist immer eine gute Idee!

    Klaudias Kursseite wächst und gedeiht.

    Pro-Tipp: Testinstanzen für neue Experimente!!!

    DSGVO

    Wie kriegt man jetzt den Websitegarten datenschutzkonform hin?
    Die Kursseite beruht z.B. auf einer OpenSource Plattform, allerdings mit Kauf-Theme.
    -> Allerdings: Was hat der Entwickler jetzt für Daten von meinen Kursteilnehmern? (schon nachgefragt, noch immer keine Antwort)

    DSGVO Tipps für alle:

    – Schreibt beim nächsten Kunden/Partner mal auf einem Zettel Euren Prozess mit. Welche Tools sind involviert?
    – Holt Euch die Infos, was Drittanbieter für Daten von Euren Kunden/Websitebesuchern sammeln! (Tracking, Mailchimp, etc.) UND macht Verträge mit denen, dass Ihr denen das erlaubt.
    – Denkt an das Kopplungsverbot – keine Freebies mehr für Mailadressen, außer, die Mailadresse ist zwingend notwendig, um den Service zu erbringen. eMail-Kurs OK, Mailadresse einsammeln für ein Ding, das auch ohne runterladbar ist (eBook, PDF, etc.) NICHT OK.

    Wie macht man Marketing ohne den ganzen jetzt üblichen Schmafu?

    Und dann das Problem, wenn man schon über die Bücher, die man geschrieben hat, rausgewachsen ist …

    Stattdessen: das neue Projekt – eine wilde Idee!

    Accountability Buddy – will man haben! Ein solcher ist wichtig zum Durchhalten.

    Next Steps

    Nina: U-Bahngeschichten im Selfpublishing & Piper Ausschreibung
    Klaudia: Selbständigkeit, Behördenwege
    es folgt: ein Realitätsabgleich alle paar Wochen, aka Erfolgskontrolle

    Follower bitte direkt zu Sweek!

    Scrivener? Papyrus? Office? Patchwork? …

    Scrivener ist der Kreative
    Patchwork ist der Kreative in professionell – sagt die Nina.

    Diktatsoftware Dragon – ein irritierendes Encounter

    Fenna Williams diktiert mit Begeisterung alle ihre Bücher! Klaudia würde ja auch gerne …
    Auch Nina Dreist diktiert – aber im Gehen. Und überarbeitet dann manuell.

    Mindmaps sind nach wie vor nicht meins.

    Nina kann das.

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    58 min
  • 019 – BANZAIII!!!
    Heute im Gespräch mit Nina Dreist unter anderem über die DSGVO, das Plotten mit 3 Modellen zeitgleich, Software für Autoren und die Wichtigkeit von Accountability Buddies!
    58 min
  • going pro

    Die erste Folge der zweiten Staffel des Vienna Writer’s Podcast! Heute im Gespräch mit Tatjana Kruse über das Leben als Berufsautorin, das Prokrastinieren, vier Wellensittiche, die Wichtigkeit, auf sich und seinen Körper zu achten und warum Vernetzen so wichtig ist.

    Musik am Beginn: Adam Selzer, „Vintage News“

    Shownotes:

    Links:
    Kreative Onlinekurse von Klaudia
    Klaudias Patreon Seite

    Tatjana Kruse

    Das Syndikat – Berufsverband der Krimiautoren
    Blogpost: Meine größte Schreibblockade ever.
    Blogpost: Gesund leben als Autor
    Scrivener (Affiliate Link)
    Noisli

    Social Media:

    Tatjanas FB Seite & Twitter Profil
    Klaudias FB Seite & Twitter Profil

    Elizabeth Gilbert: Big Magic

    The Beautiful Writer’s Podcast – Folge mit Liz Gilbert

    Notizen:

    Leute lacht mehr!

    Tatjana schreibt seit 2000 – hauptberuflich seit dem ersten Manuskript.

    Tatjanas Tipp: Sucht Euch einen Agenten, der Euch für gutes Geld an einen Literaturverlag vermittelt.
    Mischkalkulation: Tantiemen plus Lesereisen (Krimifestivals, Buchhandlungen, Bibliotheken)

    Lesungen machen Spaß!

    Man liest ein Buch ganz anders, wenn man den/die Autor*in kennt und einmal gehört hat, wie er oder sie spricht und liest – dann „klingt“ das Buch beim Lesen gleich anders.

    Tatjana ist oft „die Vorgruppe“ für Ingrid Noll oder andere bekannte Autor*innen auf unterschiedlichen Krimifestivals. Sie hat 99% ihrer Leser auf einer Lesung persönlich abgeholt, auf der die eigentlich gar nicht sein wollten! =D

    Fans sind toll! Aber einen Hype, ein Wahnsinnserfolg will Tatjana gar nicht haben.

    Tatjanas Krimis sind wie im wahren Leben – Kriminelles und Liebe. Und Cosy mit Humor. Genrehopping ist so gesehen kein Thema, es ist alles ein großes Ganzes.

    Tatjana war auch schon Stadtschreiberin in Flensburg und Wiesbaden.

    Das Syndikat – Berufsverband der Krimischreibenden im deutschsprachigen Raum.

    Infos zu Stadtschreiberstellen, Stipendien, etc. bekommt man viel über’s Netzwerk.

    Tatjana ist unabhängig ohne Familie. Die Freiheit nützt sie aus.

    Sie schreibt und überarbeitet schnell – beneidenswert!

    „Ein Tag im Leben einer Krimiautorin„.

    Kein Buch wird angefangen, das nicht schon verkauft wurde!

    Selfpublishing ist insofern schwierig, weil nicht kalkulierbar ist, was reinkommt.
    Als Vollzeitautorin muss man auch im Kopf haben, dass man ein Dach über dem Kopf bezahlen kann und das Futter für die Wellensittiche oder den Musekater.

    Business und Kreativität sind gleich wichtig. Autorin sein ist ein Beruf, da kann man sich keine Auszeit erlauben. Mit Kater kann man nicht schreiben, kein Schreiben = kein Geld und dann ist man weg vom Fenster.

    Wer Erfolg hat, der achtet auf sich und auf sein Schreiben.

    Blogpost: Gesund leben als Autor

    Thomas Mann: Mein Stuhlgang war heute zufriedenstellend. Der Mann hat Recht! Wenn die Verdauung nicht mitspielt, spielt der Rest vom Körper auch nicht mit.

    Es ist nicht nur alles eitel Freude und Flow, sondern da steckt viel dahinter. Man lebt von dem, was man selber körperlich und geistig leisten kann.

    Schreibblockaden – der Klemptner oder Chirurg kann auch nicht sagen „ich kann heute nicht“. Aber man kann grundsätzlich jeden Tag schreiben und immer. Wenn ich etwas nicht immer machen kann, ist das vielleicht nicht der richtige Beruf für mich.

    Blogpost: Meine größte Schreibblockade ever.

    Ich bin drauf gekommen: Ich kann schon schreiben, nur nicht das, was ich hätte schreiben sollen. Der Roman hing halt einfach. Aber Zwingen ist auch nicht gut. Einfach was anderes schreiben! Der Wasserhahn muss aufgedreht werden, damit was fließen kann. Wenn er dann eine Weile offen ist, dann kommt auch wieder was.

    Als Berufsautorin hat man immer mehrere Projekte zeitgleich laufen.

    Jürgen Ehlers: Ein Buch ist ja schon fertig durchgeplottet, ehe man sich ans Schreiben macht. Man kann die einzelnen Szenen runterbrechen und einfach irgendwo mittendrin eine Szene schreiben.

    Scrivener (Affiliate Link) – man kann so gut schieben!

    Tatjana kann nicht überall schreiben; im Zug zum Beispiel nicht. Im Café allerdings schon.

    Noisli – Hintergrundgeräusche einblenden

    Die Cola ist des Rechners Tod.

    Das nächste Level:

    Bei Autor*innen kommt nach einer Anzahl Bücher immer so ein Sprung, ab dem das Anfangsstadium verlassen wurde und die Bücher richtig gut werden.
    Für Tatjana gibt es vor allem Unterschiede zwischen ihren verschiedenen Serien.
    Zuviel vom Selben ist abträglich – Tatjana mag Abwechslung sowohl beim Lesen als auch beim Schreiben.
    Besonders Belletristiker experimentieren gern und jedes Buch ist für die Leser*innen ein Wagnis.

    Die Leser*innen sind mündig genug, auf dem Cover zu sehen, dass es such um etwas anderes handelt. Daher kann man auch unter einem Namen schreiben und eine Marke aufbauen.

    Marketing:

    Tatjanas Facebook Seite
    Tatjana kümmert sich um die Social Media Plattformen. Den Rest machen ihre Verlage (große Publikumsverlage).
    SoMe ist für Tatjana selbstverständlich. Es macht ihr Spaß und es bringt ihr auch was, mit ihren Fans in Kontakt zu sein.

    Klaudia hat auch eine Facebook Seite, ist aber selten dort.

    Regelmäßigkeit ist das Wichtige; etwas, worauf sich die Fans und Follower verlassen können.

    Newsletter schreibt Tatjana alle zwei Monate – buchbezogen und rein Infos zu Tatjana als Autorin.

    Auf FB dann auch mal aus dem Schreibprozess, etwas persönlicher, höhere Frequenz.

    Schriftsteller werden auf der Straße selten erkannt. Bei Festivals ist das schonmal anders. Aber als berühmter Schriftsteller hat man ein ruhigeres Leben als als Schauspieler. Aber den großen Hype will Tatjana nicht, das wäre ihr zuviel. (Mir übrigens auch.)

    Was für viele Autor*innen gilt: Introvertiertheit mit Bühnenmodus – für Seminare, Workshops, Vorträge, Lesungen, … und danach wieder froh, wenn man sich für ein paar Tage einschließen kann und niemanden sehen muss.

    Tipp:

    Elizabeth Gilbert: Big Magic
    The Beautiful Writer’s Podcast – Folge mit Liz Gilbert

    @krimikruse auf quasi allen SoMe Plattformen

    Vernetzt Euch!

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