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Von Christine Mayrhofer. Donald Trump trifft Xi Jinping – diese zwei Namen allein bieten ausreichend Konfliktpotenzial. Das in den kommenden zwei Tagen in Peking anstehende Gipfeltreffen der beiden Weltmächte USA und China findet zusätzlich in geopolitisch besonders brisanten Zeiten statt: Der Krieg im Iran hat die USA geschwächt und hält die Wirtschaft weltweit in Atem; manche sehen das Kräfteverhältnis der beiden Nationen gar schon gedreht.
Marlies Eder aus dem Außenpolitik-Ressort der „Presse“ ordnet in dieser Folge ein, unter welchen geopolitischen Vorzeichen Trumps Besuch in China stattfindet, welche Agenden beide Länder mit an den Verhandlungstisch bringen, und was dabei aus österreichischer Sicht relevant ist.
Gast:Marlies Eder, "Die Presse"
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Von Christine Mayrhofer. Die Blockade der Straße von Hormus führt aktuell vor Augen, wie verwundbar Österreichs Lieferketten sind. Die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten führt bei uns vor allem zu indirekten Folgen – hohen Spritpreisen, verteuerte Produktion, unterbrochene Lieferketten.
Die Energiewende sollte dieser Abhängigkeit eigentlich ein Ende setzen, Österreich politisch weniger erpressbar machen, unsere Wirtschaft resilienter. Doch strategische Rohstoffe, die dafür notwendig sind, kommen zum überwiegenden Teil aus China, eine wirtschaftliche Vormachtstellung, die der globale Player bewusst herbeigeführt hat.
„Wir hängen am Tropf von China“, gibt der Komplexitätsforscher Peter Klimek in dieser Folge von „Was wichtig ist“ Einblick in die Lieferketten Österreichs. Er ist Direktor des Supply Chain Intelligence Institute Austria, das in einer aktuellen Analyse gemeinsam mit dem Kontext Institut zeigt, wie sehr unsere Rohstoffversorgung unter Druck steht, und welche Lösungen es dafür gibt.
Klimek erklärt, warum Rohstoffabbau in Europa alleine noch keine Lösung ist, wieso Wettbewerbsvorteile trotz technologischem Know-How nur schwer aufzubauen sind, und wie es trotzdem gelingen kann, den strategischen Player Chinas wieder einzuholen.
Gast: Peter Klimek,
>>> Zur Analyse von ASCII und Kontext
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Martha Schultz hat nach Harald Mahrers Abgang von Wirtschaftskammer und Wirtschaftsbund beide Institutionen übernommen und seither kräftig umgerührt. Wir ziehen sechs sechs Monate nach der größten Krise in der Geschichte der WKO Bilanz. Was ist seither passiert? Sind die Sparmaßnahmen, Personalentscheidungen und ersten Ankündigungen glaubwürdig oder nur kosmetischer Natur? Macht Martha Schultz einen guten Job? Wer sind ihre Feinde und Freunde? Ist die WKO-Struktur reformierbar?
Gast: Hanna Kordik, Kolumnistin, Wirtschaftsjournalistin
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Von Christine Mayrhofer. Es ist trocken in Österreich, die trockenste März-April-Periode seit Messbeginn, wie Geosphere Austria vermeldet. Und die Trockenheit hat Folgen: Grundwasser- und Flusspegel sind niedrig, die Landwirtschaft fürchtet um Ernteerträge.
„Tatsächlich werden wir uns in Zukunft öfter mit solchen Themen herumschlagen müssen“, kommentiert Robert Neunteufel von der Boku Wien die aktuelle Trockenheit, „durch den Klimawandel werden trockene Phasen länger und intensiver.“
Neunteufel ist Experte für Wasserversorgung und Wasserbedarf und erklärt in dieser Folge von „Was wichtig ist“ was in längeren Trockenperioden mit dem Grundwasser passiert, wie gut Österreichs Wasserversorgung auch in Zukunft gedeckt ist, und wie trocken es im Wasserland Österreich noch werden könnte.
Gast: Roman Neunteufel, Boku Wien
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Das Hantavirus macht derzeit wieder Schlagzeilen. Durch Infektionen kamen drei Menschen auf einem niederländischen Kreuzfahrtschiff nach Stopps in Südamerika ums Leben, mehrere weitere Personen sind erkrankt. Um welches Virus handelt es sich dabei genau? Denn Hantavirus ist nicht gleich Hantavirus. Jenes in Südamerika ist nicht dasselbe, das tatsächlich auch zum Beispiel in der Steiermark kursiert. Und jenem Hantavirus, das in Argentinien kursiert – das Andesvirus –, wird durchaus zugetraut, dass es von Mensch zu Mensch übertragbar ist. Das erklärt im Podcast-Gespräch der österreichische Virenexperte und Vakzinologe Florian Krammer. Ein Nachweis dafür im aktuellen Fall auf der „MV Hondius“ steht aber noch aus. Ein Gespräch über Symptome, Forschung an Impfstoffen und Viren, die das Potenzial haben, eine Pandemie auszulösen.
Florian Krammer ist Professor für Impfstoffkunde an der Icahn School of Medicine at Mount Sinai in New York und Professor für Infektionsmedizin an der Medizinischen Universität Wien.
Gast: Florian Krammer
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Zum Projekt ViroKitty des Ludwig-Boltzmann-Insituts
Niederlande: Frau mit Hantavirus-Verdacht im Spital
Hantavirus-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff: Vermutlich Infizierte nach Deutschland gebracht
Kanaren wollen Kreuzfahrtschiff mit Hantavirus nicht: „Kennen das Ausmaß der Krise nicht“
Mehrere Tote: Was ist das Hantavirus und wie kommt es ausgerechnet auf ein Kreuzfahrtschiff?
Viel sieht man von außen nicht. Vielleicht sind die Steinplatten auf den Gräbern leicht verschoben, vielleicht liegen ein paar Steinbrösel an der Seite. Und trotzdem wurde hier eindeutig eingebrochen: Seit vergangenem April sind mindestens 180 Gräber in Niederösterreich geöffnet worden. Von den Tätern bisher noch keine Spur.
Gast: Sissy Rabl
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Gast: Oliver Pink, Die Presse
Leitartikel von Oliver Pink ](https://www.diepresse.com/21986252/die-causa-woeginger-ein-letztlich-doch-recht-klarer-fall))
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Ein Abkommen zwischen den USA und Saudi-Arabien im Jahr 1974 ist maßgeblich für die Einführung des Petro-Dollar-Systems: Nach dem Ende der Goldbindung des Dollars 1971 verpflichteten sich die Saudis, ihr Öl nur noch in US-Dollar zu verkaufen und die Einnahmen in US-Staatsanleihen zu „recyceln”. Die Gegenleistung besteht in Sicherheitsleistungen und militärischem Schutz durch die USA. Die Weltleitwährung US-Dollar ist fortan durch „schwarzes Gold“ gedeckt. Denn alle Länder müssen große Reserven der US-Währung halten, um ihre Energierechnungen zu begleichen.
Auch mehr als 50 Jahre nach dem Abkommen wird der globale Ölhandel immer noch zu rund 80 Prozent in US-Dollar abgerechnet. Der Petro-Dollar hat sich seit den 1970er-Jahren als strategisches System etabliert, in dem Energiehandel, Kapitalströme und Sicherheitsstrukturen miteinander eng verflochten sind. Jüngste geo- und energiepolitische Entwicklungen, allen voran der Irankrieg und der Kampf um die Straße von Hormus, stellen die Dominanz des Petrodollars jedoch in Frage. Die Rede ist von einer schleichenden „Entdollarisierung“ - mit potentiell gravierenden Konsequenzen für internationale Kapitalströme und die Stärke der US-amerikanischen Wirtschaft.
Im Presse-Podcast spricht Jürgen Lukasser, Deputy Chief Investment Officer der LGT Private Bank, über die Entstehung, strategische Bedeutung und zukünftige Entwicklung eines globalen Macht- und Währungssystems. Das Gespräch für die „Presse“ führt Christian Lenoble.
Zur LGT
Die LGT Bank Österreich ist eine familiengeführte Privatbank für vermögende Familien, Stiftungen und institutionelle Kunden aus Österreich sowie Ost- und Zentraleuropa. Private-Banking- und Asset-Management-Experten beraten und unterstützen Kunden aus aller Welt. Die LGT Bank Österreich ist mit zwei Niederlassungen in Salzburg und Wien vertreten.
Von Christine Mayrhofer. Das am Montag in Linz verkündete Urteil des sogenannten „Postenschacher“-Prozesses ist nicht ohne politische Folgen geblieben. August Wöginger ist nach seiner Verurteilung wegen Amtsmissbrauchs als ÖVP-Klubchef zurückgetreten, sein Nationalratsmandat behält er bei. Gemeinsam mit zwei Finanzbeamten soll er im Jahr 2017 einem ÖVP-Bürgermeister und Parteifreund zu einem Job im Finanzamt verholfen haben – zu Ungunsten einer besser qualifizierten Kandidatin.
„Natürlich wäre theoretisch auch ein Freispruch möglich gewesen“, analysiert Manfred Seeh in dieser Folge das Urteil, "aber nachdem eine Diversion davor gekippt wurde, hätte mir dafür die Fantasie gefehlt, wie das möglich wäre." Er erklärt, warum die Causa auch mit diesem Urteil nicht nicht erledigt ist, welche Konsequenzen der Prozess für den Kronzeugen der Nation, Thomas Schmid, haben könnte und wie viel politischen Schaden die Causa für die ÖVP hinterlassen hat.
Gast: Manfred Seeh, „Die Presse“
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Wenn wir an den Krieg in der Ukraine denken, denken wir an Drohnen, Front und Diplomatie – aber nicht an Clubs. Die ukrainische DJ Katia Curie über Kiews Underground-Szene als Ort des Widerstands, der Community und der Freiheit. Dazu: eine Sprachnachricht aus Sofia zu Bulgariens neuem starken Mann Rumen Radev – und der Frage, ob er der nächste Viktor Orbán wird.
Wie tanzt es sich im vierten Kriegsjahr? Wie sehen die Tage in Kiew aus, wenn die nächtliche Ausgangssperre Partys nur untertags möglich macht? Und was bedeuten Clubs wie das K41 – das „Berghain von Kiew“ – für junge Menschen, die zwischen Luftalarm und kollektivem Trauma einen Funken Normalität, Freiheit und europäischer Identität verteidigen?
In dieser Folge spricht Thomas Seifert mit der ukrainischen DJ Katia Curie. In Kiew geboren, lebt sie heute in Wien und legt regelmäßig in ihrer Heimatstadt auf – zuletzt im K41 und bei einem Festival im Club Closer in Kiew. Sie erzählt von der Müdigkeit nach einem harten Winter und trotzdem ungebrochener Energie, von Safer Spaces für queere Menschen und Geflüchtete aus den besetzten Gebieten, von freiem Eintritt für Soldaten und von den „Fundraiser Jars“ – jenen digitalen Spendenboxen, über die Clubgänger direkt die ukrainische Armee unterstützen. Kultur, so wird in dem Gespräch deutlich, ist im Krieg kein Luxus. Sie ist Teil dessen, wofür dieser Krieg geführt wird.
Und eine Sprachnachricht aus Sofia: Angel Petrov, außenpolitischer Redakteur der bulgarischen Tageszeitung Dnevnik.bg, analysiert die jüngste Parlamentswahl in Bulgarien – die achte in nur fünf Jahren. Erstmals seit Langem gibt es wieder eine absolute Mehrheit: Ex-Präsident Rumen Radev und sein Bündnis „Progressives Bulgarien“ haben gewonnen. Doch Radev gilt als russlandfreundlich und euroskeptisch. Petrov sieht Parallelen zu Robert Fico in der Slowakei und warnt vor neuen Risiken für die Demokratie – auch wenn Radev umsichtiger agieren dürfte als sein Vorbild Viktor Orbán.
East Side Stories - der Podcast zu Politik und Wirtschaft in Osteuropa vom Team der "European Voices". Einmal im Monat sprechen Martyna Czarnowska und Thomas Seifert über die drängendsten Themen und Debatten in Mittel-, Ost- und Südosteuropa. Dazu laden sie sich vielseitige Gäste zum Gespräch ein und bekommen jeweils eine Voice Message aus einer Stadt der Region.
Seifert und Czarnowska leiten das englischsprachige Magazin "European Voices", das "Die Presse" seit 2024 gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Außenpolitik und die Vereinten Nationen herausbringt. Mehr Infos unter: europeanvoices.eu
Hosts: Martyna Czarnowska, Thomas Seifert
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