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Ungarn wählt am 12. April – und Viktor Orbán wirkt so nervös wie lange nicht. In dieser Oster-Folge von „Was wichtig ist“ spricht Anna Wallner mit dem Juristen und Historiker Péter Techet (IDM Wien) über Orbáns Freunde und Feinde: Wer trägt den Premier im Inland – und wer könnte ihm diesmal gefährlich werden?
Techet erklärt, warum die Wahl nicht in Budapest entschieden wird, sondern in den kleinen Dörfern. Er spricht über Orte wie Hatvanpuszta als Symbol für ein „feudalistisches“ Machtgefüge, über Orbáns neue Kampagnenlogik („Wenn er nicht gewinnt, dann kommt der Atomkrieg“) und über die Frage, ob internationale Bühnen wie CPAC Hungary oder das Treffen der EU-Fraktion „Patrioten für Europa“ in Budapest wirklich Wähler bewegen – oder vor allem das Bild des starken Mannes nach außen stärken sollen.
Auch Österreich spielt hinein: Orbán umwirbt offen Verbündete in der Region und hofft auf Rückenwind durch rechte Wahlerfolge. Wie realistisch ist sein Projekt, die unterschiedlichen Rechtsaußen-Strömungen in Europa zu bündeln? Und wie kontert Herausforderer Péter Magyar, der die Wahl zur Richtungsentscheidung „Westen oder Russland“ zuspitzt?
Außerdem ordnet Techet die jüngsten Vorwürfe ein, Ungarns Regierung könnte EU-interne Informationen nach Moskau getragen haben: Was ist dran – und wie wirkt so ein EU-Skandal innenpolitisch überhaupt?
Ein Gespräch über Macht, Propaganda und die entscheidende Frage vor dem 12. April: Reicht Orbáns System noch – oder kippt die Stimmung am Land?
Gast: Péter Techet, Jurist und Historiker, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für den Donauraum und Mitteleuropa in Wien.
Erste Ungarn-Folge mit David Gajdos: Orbán vs. Magyar
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Papst Leo XIV. steht vor seiner ersten großen Bewährungsprobe: Die Piusbruderschaft will Anfang Juli ohne päpstliche Erlaubnis neue Bischöfe weihen. Anna Wallner spricht mit dem in Wien tätigen Theologen Jan-Heiner Tück über einen alten Konflikt, der für die Kirche erneut brisant wird.
Gast: Theologe Jan-Heiner Tück,Professor für Systematische Theologie an der Universität Wien
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Jerusalem ist in friedlicheren Zeiten vor allem zu Ostern ein beliebtes Reiseziel, die Stadt ist dann voll von Touristen und Pilgern. Aber 2026 herrscht einmal mehr Ausnahmezustand. Wegen des Kriegs mit dem Iran ist die Innenstadt leer – und auch das österreichische Pilger-Hospiz hat keine Gäste.
Lucas Maier kennt das Hospiz in der Altstadt seit 2014, seit 2020 ist er Gästehaus-Manager, seit 2024 interimistischer Leiter. Er erzählt im Podcast über den Alltag in Jerusalem in und außerhalb von Kriegszeiten, von der finanziell brenzligen Situation des traditionsreichen Hospizes, den anstehenden Renovierungsarbeiten und davon, wie er als Zivildiener 2014 einen Weg gesucht hatte, seine Erfahrungen im touristischen Bereich auszubauen. Ein Weg, der ihn erstmals ins Pilger-Hospiz in Jerusalem geführt hat.
Seit der Coronapandemie reiht sich Krise an Krise, Pandemie an Krieg. 2024 musste dann der damalige Rektor, Markus Bugnyár, noch dazu wegen Vorwürfen eines ehemaligen Mitarbeiters seinen Posten räumen. Die lange Suche nach einem Wiener Erzbischof hat auch die Interimsamtszeit von Maier auf zwei Jahre anwachsen lassen. Im Herbst übernimmt der jetzige Dompropst von Wiener Neustadt, Franz Xaver Brandmayr, als Rektor des Hospizes.
Gast: Lucas Maier, interimistischer Rektor des österreichischen Pilger-Hospizes in Jerusalem
Todesstrafe in Israel: Gegner hoffen nun auf Höchstrichter
Iran-Konflikt eskaliert: Kriegsparteien greifen zivile Infrastruktur an
Die Rückkehr der Todesstrafe: Israel misst mit zweierlei Maß
Netanjahu gewährt Kardinal Zugang zur Grabeskirche
Zur Homepage des österreichischen Pilger-Hospizes in Jerusalem
Zu den Infos über den Zivildienst im Pilger-Hospiz
Von Christine Mayrhofer. Karin Kneissl war früher österreichische Außenministerin auf FPÖ-Ticket, heute lebt sie mit ihren Tieren in Russland, leitet dort ein eigenes Institut und ist gern gesehener Gast in russischen Medien, nicht zuletzt weil sie dort fleißig russische Propaganda von sich gibt. Wie kommt es zu einer solchen Biografie und durch wessen Hilfe und Protektion wird ein solches Leben möglich?
Die Journalisten Elisalex Henckel-Donnersmarck, Paul Koren und Thomas Winkelmüller vom Magazin "Datum" gehen Kneissls Geschichte in dem sechsteiligen Recherche-Podcast „Kniefall - die Radikalisierung der Karin Kneissl“ genau auf den Grund. Sie haben mit Geheimdiensten, Ministerialbeamten und Wegbegleitern gesprochen und noch einmal nachrecherchiert, wie es zu dem berühmt-berüchtigten Hochzeitswalzer von Kneissl mit Wladimir Putin gekommen ist.
Gast: Elisalex Henckel-Donnersmarck
>>> Zur Podcast-Reihe „Kniefall - Die Radikalisierung der Karin Kneissl“
Die Gesundheitsbranche wird durch künstliche Intelligenz grundlegend verändert. Sie birgt neue Möglichkeiten, wirft aber auch Fragen auf und stellt neue Anforderungen an die digitale Infrastruktur. Wie die Zukunft des Gesundheitswesens im Zeichen der KI aussehen kann, diskutierte Melanie Klug, „Die Presse“, mit Christian Kohl, Bereichsleiter für Großkunden bei Drei Österreich, Maria Kleteka-Pulker, Leiterin der Forschungseinheit Patientensicherheit und digitale Gesundheit an der Danube Private University, und Anton Dunzendorfer, Leiter der Abteilung für digitale Gesundheitsinformationssysteme am AIT.
Digitale Mobilfunknetzwerke sind das Rückgrat der modernen Zivilisation. Kommunikation, Information und Bezahlsysteme wären ohne die Übertragung von Daten unmöglich. In Österreich ist der Telekommunikationsanbieter Drei für Konnektivität und für Netzwerke verantwortlich, die Daten zuverlässig übertragen. Das gilt natürlich auch für Gesundheitsdaten, die zum Training von KI-Systemen benötigt werden. „Dabei kommen in Spitälern verstärkt 5G-Campus Netzwerke zum Einsatz“, weiß Christian Kohl aus der täglichen Praxis, „Das sind private Netzwerke und die gesamte Infrastruktur befindet sich meist direkt am Standort. Damit gelangen Daten nicht ins öffentliche Netz und durch die 5G Standalone-Technik ist eine hohe Sicherheit gewährleistet. Das Netz ist abgeschirmt und von außen ist kein Zugriff möglich.“
Im Westjordanland und in Ost-Jerusalem steht das öffentliche Leben am Mittwoch still: Der hier abgehaltene Generalstreik richtet sich gegen ein am Montag in der Knesset mit knapper Mehrheit beschlossenes Gesetz, das offiziell die Todesstrafe für Terroristen einführt. De facto sind von diesem Gesetz nur Palästinenser betroffen. Vor israelischen Militärgerichten in den palästinensischen Gebieten ist die Todesstrafe in solchen Fällen sogar zwingend.
Der israelische Bürgerrechtsverband spricht von einem „Angriff auf die Menschenrechte“; die Palästinenserbehörde nennt das Gesetz ein „Verbrechen und gefährliche Eskalation“, es werde versucht „außergerichtliche Tötungen zu legitimieren, indem man ihnen einen legalen Anschein verleiht“. Und UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk ordnet eine mögliche Anwendung des Gesetzes als Kriegsverbrechen ein.
Mareike Enghusen, die für „die Presse“ aus Israel berichtet, spricht in dieser Folge über das beschlossene Gesetz und das politische und gesellschaftliche Stimmungsbild, in dem es zustande gekommen ist.
Gast: Mareike Enghusen
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Alexis Pascuttini war FPÖ-Funktionär, heute steht er in Graz auf der Seite der Neos. In Folge 2 geht es um seinen politischen Wandel, um Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit und um die Frage, was von seiner früheren politischen Heimat geblieben ist.
Außerdem geht es um die Affäre, die ihn in den vergangenen Jahren geprägt hat wie keine andere: den Grazer FPÖ-Finanzskandal. Wo die Ermittlungen heute stehen und warum dieser Fall noch immer nicht abgeschlossen ist, erzählt Pascuttini im Gespräch mit Anna Wallner.
Gast: Alexis Pascuttini, Rechtsanwaltsanwärter, Ex-FPÖ-Mitglied, tritt im Juni bei den Gemeinderatswahlen für die Neos in Graz an.
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Mit 16 dockt Alexis Pascuttini bei der FPÖ in Graz an. Heute sagt er: "Ich war ein Fan von Heinz-Christian Strache und habe geglaubt, die FPÖ ist die Partei, die alles anders macht". Er steigt rasch auf, gilt als Nachwuchshoffnung innerhalb der Landespartei. Doch ab 2021 trübt der Finanzskandal der Grazer FPÖ seinen Blick auf die eigene Partei, er stellt Fragen, schließt einen Gemeinderat aus und kommt in einen Loyalitätskonflikt, der schließlich im Ausschluss durch die Partei mündet.
Seine erste politische Heimat verliert er im Herbst 2022, er bleibt aber politisch aktiv. In den vergangenen Jahren saß er parteifrei im Gemeinderat und schloss sich dem KFG (Korruptionsfreier Gemeinderatsklub) an. Im März 2026 dockt er bei den Neos an und tritt bei den Grazer Gemeinderatswahlen im Juni auf de 3. Listenlatz für die Partei an. In der zweiten Folge geht es dann um den Grazer FPÖ-Skandal, die zähe Aufarbeitung der Affäre — und um die Frage, warum Pascuttini heute ausgerechnet bei den Neos gelandet ist.
Gast: Alexis Pascuttini, Rechtsanwaltsanwärter, Ex-FPÖ-Mitglied, tritt im Juni bei den Gemeinderatswahlen für die Neos in Graz an.
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Gast: Maia Sandu, seit 2020 Präsidentin der Republik Moldau.
Dieses Interview entstand für die Jubiläumsausgabe der "Presse am Sonntag" vom 29. März 2026. Die Sonntagszeitung wird 17 Jahre alt. Gastchefredakteur Andreas Treichl interviewt Moldaus Präsidentin Maia Sandu gemeinsam mit Christian Ultsch, Vize-Chefredakteur der Presse.
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Im Gespräch mit Anna Wallner erklärt der Salzburger Unternehmensberater Stefan Erschwendner, was ein KI-Agent im Unterschied zu einem Chatbot kann, wie Nvidia auf sein Bier Lobster Lager aufmerksam wurde und er 30 Sekunden in der Keynote von Jensen Huang vorkam. Es geht darum, wie zwei Österreicher mit einem Projekt aus der Schweiz mitten in einer der spannendsten KI-Debatten der Gegenwart gelandet sind.
Gast: Stefan Erschwendner
Podcast "AI - Austrian Intelligence" der "Presse"
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