Was wichtig ist

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  • Die Kickl-FPÖ steht jetzt dank der ÖVP vor dem Kanzleramt

    Gast: Klaus Knittelfelder, "Die Presse", Ressortleiter-Stellvertreter Innenpolitik

    Moderation: Anna Wallner
    Schnitt: Audiofunnel/Georg Gfrerer
    Credits:
    Mehr zum Thema:
    Zeitenwende in der ÖVP macht den „Volkskanzler“ möglich
    Neuer ÖVP-Chef Stocker: „Wir werden uns Gesprächen mit der FPÖ nicht verweigern“
    Die Gretchenfrage: Wo würde die FPÖ sparen?
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    31 min
  • War da was? Mit Georg Renner: Was kommt nach dem blauen Superwahljahr?
    Gespräche zum Jahresende

    Er war Redakteur in der „Presse“, Innenpolitikchef der „Kleinen Zeitung“ und kommentiert seit eineinhalb Jahren das innenpolitische Geschehen als freier Journalist, u. a. für „Datum“, „Selektiv“ und die „WZ“, seit Kurzem auch in seinem eigenen Podcast „Ist das wichtig?“. Wir ziehen die Bilanz des Superwahljahres 2024 und blicken auf 2025, das gerade im Osten Österreichs mit einem ähnlichen Tempo weitergeht, allein im Jänner stehen an: eine Regierungsbildung, Landtagswahlen im Burgenland und Gemeinderatswahlen in Niederösterreich. Georg Renner sagt, wieso er nicht aus Prinzip gegen eine Regierungsbeteiligung der FPÖ ist, es aber nicht für klug hält, mit Populisten zusammenzugehen, und wieso er niemals „Zuckerlkoalition“ zu einer möglichen Regierung von ÖVP, SPÖ und Neos sagen würde.

    Drei Dinge, die man aus dem Gespräch mit Georg Renner mitnehmen kann:

    1. Was uns 2024 gezeigt hat. 2024 war für Georg Renner das Jahr, das international für Amtsinhaber ein schlechtes Jahr war. Das zeigte sich in den USA, in Indien, in Frankreich und Großbritannien, und auch in Österreich. Renner: „Machthaberinnen und Machthaber sind abgestraft worden. Das ist in einer Demokratie ja etwas Begrüßenswertes, jede Republik lebt davon, dass es an ihrer Spitze Machtwechsel gibt.“ Er glaubt, dass wir „in eine neue Phase unserer schönen lieben kleinen Republik eingetreten sind“, in der es das Machtkartell von ÖVP und SPÖ, die zusammen immer eine Mehrheit bilden konnten, nicht mehr gibt.

    2. Vorschlag zur Budgetsanierung. Georg Renner schlägt vor, die zahlreichen Vergünstigungen, die uns die Politik in den vergangenen Jahren umgehängt hat, rückgängig zu machen: Steuersenkungen, Pensionserhöhungen deutlich über der Inflationsrate, Familienbonus. „Alles Dinge, von denen ich auch profitiere. Aber Österreich hat kein Geld für große neue Projekte. Das muss man allen Parteien vorwerfen: Sie haben das Blaue vom Himmel versprochen und können nichts davon bezahlen.“ Die letzte Regierung hat Dinge finanziert, für die sie das Geld nicht hatte. Zumindest für ein Jahr diese Erhöhungen auszusetzen würde einiges bringen.

    3. Mit der FPÖ regieren oder nicht? Georg Renner glaubt, das Jahr 2024 habe eines gezeigt: dass das „Tabu FPÖ“ zu Ende ist, auch wenn es noch ein „Tabu Kickl“ gebe. Er selbst ist nicht kategorisch gegen eine Regierungsbeteiligung der FPÖ: „Es ist völlig egal, welche Parteien regieren, solange sie ein gutes, solides Programm zusammenbringen, das Österreich aus dem Budgetloch herausbringt.“ Sein Verdacht ist nur, dass das Programm der FPÖ kein großes Wachstumsprogramm ist. „Wir brauchen ein solides Programm, und ob das die FPÖ mit der ÖVP macht, die ÖVP mit der SPÖ und den Neos macht, etc. ist eine Sekundärfrage. Das ist ein Luxus, sich diese Frage zu stellen.“

    4. Hinweis: Das Gespräch wurde am 18. Dezember aufgezeichnet. Die (ohnehin minimalen) aktuellen Entwicklungen bei den Koalitionsverhandlungen seither konnten also keine Berücksichtigung finden.

      Was ist die Reihe "War da was - Gespräche zum Jahresende"?

      Am Jahresende trifft das Podcast-Team der „Presse“ sieben spannende Gäste und spricht mit ihnen über das zu Ende gehende Jahr 2024 und schaut nach vorn, was 2025 bringt.

      Von 27. Dezember 2024 bis 1. Jänner 2025 in sechs Teilen, täglich ab 5 Uhr Früh. Alle Folgen unter diepresse.com/podcast

      Was ist die Reihe "War da was - Gespräche zum Jahresende"?

      Am Jahresende trifft das Podcast-Team der „Presse“ sieben spannende Gäste und spricht mit ihnen über das zu Ende gehende Jahr 2024 und schaut nach vorn, was 2025 bringt.

      Von 27. Dezember 2024 bis 1. Jänner 2025 in sechs Teilen, täglich ab 5 Uhr Früh. Alle Folgen unter diepresse.com/podcast

      Folge 1: Mit Andrea Schurian

      Folge 2: Mit Ricardo José Vybiral über das Jahr der Großpleiten
      Folge 3: Mit Podcast-Erzähler Khesrau Behroz
      Folge 4: Mit Katharina Rogenhofer zum Klimajahr
      Folge 5: Die Silvesterfolge mit Mavie Hörbiger und Verena Altenberger

      49 min
    5. War da was? Die Silvesterfolge mit Mavie Hörbiger und Verena Altenberger
      Der Jahresrückblick zum Hören

      Gast: die Schauspielerinnen Mavie Hörbiger und Verena Altenberger

      Moderation: Anna Wallner
      Schnitt: Audiofunnel/Dominik Lanterdinger

      Was ist die Reihe "War da was - Gespräche zum Jahresende"?

      Am Jahresende trifft das Podcast-Team der „Presse“ sieben spannende Gäste und spricht mit ihnen über das zu Ende gehende Jahr 2024 und schaut nach vorn, was 2025 bringt.

      Von 27. Dezember 2024 bis 1. Jänner 2025 in sechs Teilen, täglich ab 5 Uhr Früh. Alle Folgen unter diepresse.com/podcast

      Folge 1: Mit Andrea Schurian

      Folge 2: Mit Ricardo José Vybiral über das Jahr der Großpleiten
      Folge 3: Mit Podcast-Erzähler Khesrau Behroz
      Folge 4: Mit Katharina Rogenhofer zum Klimajahr
      Folge 6: Mit Georg Renner: Ausblick Innenpolitik: Was kommt nach dem blauen Superwahljahr?

      54 min
    6. War da was? Mit Katharina Rogenhofer: Das Jahr, in dem das Klima in den Hintergrund trat
      Der Jahresrückblick zum Hören

      Gast: Katharina Rogenhofer, Kontext Institut

      **Host: **Christine Mayrhofer
      **Schnitt: **Audiofunnel/Georg Gfrerer

      Im Jänner 2024 ist das Kontext Institut angetreten, um Sachlichkeit und Konstruktivität in die österreichische Klimadebatte zu bringen. Zu Jahresende reflektiert Katharina Rogenhofer zu Gast im Podcaststudio der „Presse“ darüber, ob dieser Vorsatz gelungen ist und darüber, welche Extremwetterereignisse, Wahlergebnisse und politischen Diskussionen das „Klimajahr“ 2024 geprägt haben.

      „Nach der Wahl von Donald Trump muss es eine neue Form der Klima-Diplomatie geben“, fordert sie beispielsweise angesichts der befürchteten klimapolitischen Rückschritte in den USA und in Bezug auf die schwachen Ergebnisse der heurigen Weltklimakonferenz. Außerdem erklärt sie, wie sich der gesellschaftlich-mediale Diskurs rund um die Klimakrise dieses Jahr entwickelt hat und welchen klimapolitischen Aufgaben sich die nächste Bundesregierung stellen muss.

      Mehr zum Thema:

      >>> Neues Institut: "Ordnung in die Klimadebatte"
      >>> Klimaticket statt Pendlerpauschale: Sieht so die Reform der fossilen Förderungen aus?"
      >>> 2024 ist das wärmste Jahr der österreichischen Messgeschichte

      Was ist die Reihe "War da was - Gespräche zum Jahresende"?

      Am Jahresende trifft das Podcast-Team der „Presse“ sieben spannende Gäste und spricht mit ihnen über das zu Ende gehende Jahr 2024 und schaut nach vorn, was 2025 bringt.

      Von 27. Dezember 2024 bis 1. Jänner 2025 in sechs Teilen, täglich ab 5 Uhr Früh. Alle Folgen unter diepresse.com/podcast

      Folge 1: Mit Andrea Schurian

      Folge 2: Mit Ricardo José Vybiral über das Jahr der Großpleiten
      Folge 3: Mit Podcast-Erzähler Khesrau Behroz

      43 min
    7. War da was? Mit Khesrau Behroz: Das Jahr, in dem Podcasts Politik gemacht haben
      War da was? Gespräche zum Jahresende

      Gast: Khesrau Behroz

      Host: Anna Wallner
      Schnitt: Georg Gfrerer/Audio Funnel
      Foto: Jana Madzigon

      Der deutsche Podcaster Khesrau Behroz war kurz vor Weihnachten zu Besuch in Wien, auf Einladung des Fjum. Wir haben den Erzähler von Podcasts wie „Cui bono – WTF happened to Ken Jebsen?“ oder „Legion: Wo ist RAF-Terroristin Daniela Klette?“ zum Gespräch getroffen und reden mit ihm über die „Podcast Election“ in den USA und Politiker, die nun Podcasts für sich entdecken. Wieso Olaf Scholz zu „Apocalypse & Filterkaffee“ geht, und Angela Merkel ins Hotel Matze. Er verrät uns, wie viel Menschen an den Podcasts arbeiten, die Behroz mit seiner Produktionsfirma Undone macht, und wer das alles bezahlt. Und er erklärt, wie man Menschen für journalistische Geschichten begeistern kann.

      Drei Dinge, die man aus dem Gespräch mit Khesrau Behroz mitnehmen kann:

      1 . Haben Podcasts die US-Wahl am 5. November entschieden? Khesrau Behroz will das Phänomen der Podcast Election, das nach Donald Trumps Wahlsieg aufgetaucht ist, „nicht zu hoch hängen“. Podcasts werden wichtiger, aber Trump hätte genauso gut nicht gewinnen können, sagt Behroz. Das, was sich aber bei den Podcastauftritten von Trump und Kamala Harris bei Joe Rogan (er) und „Call her Daddy“ (sie) gezeigt habe: Politiker gehen in mediale Räume, in denen sie sich wohlfühlen. Für Legacy Media sei das nur bedingt ein Problem.

      1. Sind Podcasts ein gutes Geschäftsmodell?
      2. Podcasts sind immer noch ein bisschen wie der Wilde Westen der Medienlandschaft. Khesrau Behroz sagt, vor einigen Jahren sei die Podcastlandschaft wie der „Wilde Westen“ der Medien gewesen. „Heute ist es nicht mehr ganz so crazy wild, aber man kann sich neue Kooperationspartner suchen, und man kann immer noch viel ausprobieren und kreativ sein.“ Er und sein Team von Undone arbeiten etwa regelmäßig mit öffentlich-rechtlichen Sendern in Deutschland oder mit Museen wie dem Futurium Berlin zusammen.
        Sind Podcasts also ein gutes Geschäftsmodell? Behroz sagt: „Wenn du sehr schnell sehr reich werden willst, wahrscheinlich nicht. Es ist schon noch ein Struggle, ein guter Struggle, weil man ist kreativ gefordert.“
      3. Khesrau Behroz will kein „Integrationsmaskottchen“ sein. Der Podcaster ist in Kabul, Afghanistan, geboren und mit fünf Jahren nach Deutschland gekommen. Er mag es nicht, wenn er als Beispiel für gelungene Integration bezeichnet wird und dann über andere gesagt wird, die sollen nicht in Deutschland bleiben. Dieser Teil wird in den letzten fünf Minuten des Podcasts besprochen.
      4. Hinweis: Das Gespräch wurde am 16. Dezember aufgezeichnet.
        Link zum Podcast: „Legion: Wo ist RAF-Terroristin Daniela Klette?“

        **Was ist die Reihe "War da was - Gespräche zum Jahresende"? **

        Zwischen den Jahren trifft das Podcastteam der „Presse“ spannende Gäste und spricht mit ihnen über das zu Ende gehende Jahr 2024 und fragt sich, was 2025 bringen wird.

        Von 27. Dezember 2024 bis 1. Jänner 2025 in sechs Teilen, täglich ab 5 Uhr Früh. Alle Folgen unter diepresse.com/podcast

        Folge 1: Mit Andrea Schurian

        Folge 2: Mit Ricardo José Vybiral über das Jahr der Großpleiten

        41 min
      5. War da was? Ricardo-José Vybiral über das Jahr der Groß-Pleiten: "Der Handel wird nie wieder wie vor Corona"
        War da was? Gespräche zum Jahresende

        Hinweis: Dieses Gespräch entstand am 18. Dezember, zu diesem Zeitpunkt sah es noch so aus, alle Entwicklungen zu Lohnauszahlungen und Gläubigerversammlung bei KTM konnten daher nicht berücksichtigt werden.

        Mehr zur Folge von Anna Wallner:

        Drei Dinge, die man aus dem Gespräch mit Ricardo-José Vybiral, dem CEO des KSV von 1870, des politisch unabhängigen Kreditschutzverbandes, mitnehmen kann:
        1 . Rekordjahr oder nicht? Vybiral sagt, das Jahr 2024 ist ein Rekordjahr der Insolvenzen, zumindest bezogen auf die Passiva. Es gab noch nie ein Jahr mit so vielen Passiva, sie sind dieses Jahr über 18 Milliarden Euro gegangen. Der Grund ist, dass es mehr Großpleiten mit über zehn Millionen Euro Passiva gab als je zuvor. Allerdings war 2024 kein Rekordjahr gemessen an der Anzahl der Pleiten. Es gab in etwa 6550 Insolvenzen; vor 19 Jahren waren die Zahlen höher. Vybiral sagt: „Wir erleben noch keinen Tsunami.“ Die Insolvenzquote liegt derzeit bei 1,4 bis 1,5 Prozent. Die Signa-Pleite hat jedenfalls einen Reputationsschaden für Österreich angerichtet. „Wir werden jetzt vielleicht kritischer beobachtet, auch all die Insolvenzen namhafter Unternehmen.“

        1. Es ist in Österreich ein großer Zukunftspessimismus zu sehen. Dabei ist es nicht so, dass es allen Menschen in Österreich schlechter geht. „Die Leute verdienen mehr, die Sparquote ist hoch, Krankheiten gehen zurück.“ Woran liegt das? „Die Menschen haben Ängste und nicht mehr das Vertrauen, dass die Politik in der Lage ist, den Karren rauszuziehen“, sagt Vybiral. Es ist klar, dass wir alle länger und mehr arbeiten müssen, die Politik sollte diesen Weg sozialverträglich vorzeichnen.
        2. Das süße Gift Coronahilfen: Die Hälfte der österreichischen Unternehmerinnen und Unternehmer sagt, sie hätten die Coronahilfen nicht gebraucht. Das ist das Ergebnis einer Befragung des KSV1870 unter 1300 UnternehmerInnen. 30 Prozent der Befragten haben angegeben, sie hätten die Hilfen eigentlich nicht gebraucht, weitere 20 Prozent sagen, sie könnten diese Frage nicht genau beantworten (gelten daher als indifferent). Die Hilfen haben das trügerische Gefühl vermittelt, die Lage entspanne sich. Experte Vybiral sagt: „Wir sind zu sehr mit dem Füllhorn und der Gießkanne über die Unternehmen gegangen. Das muss die Politik anders machen.“
        3. Was ist die Reihe "War da was?"

          Am Jahresende trifft das Podcast-Team der „Presse“ sieben spannende Gäste und spricht mit ihnen über das zu Ende gehende Jahr 2024 und schaut nach vorn, was 2025 bringt.

          Von 27. Dezember 2024 bis 1. Jänner 2025 in sechs Teilen, täglich ab 5 Uhr Früh. Alle Folgen unter diepresse.com/podcast

          Folge eins mit Andrea Schurian vom 27.12: Das Jahr, in dem ich fast gestorben wäre

          Folge 2: Mit Ricardo-José Vybiral über das Jahr der Groß-Pleiten
          Folge 3: Mit Khesrau Behroz: Das Jahr, in dem Podcasts Politik gemacht haben
          Folge 4: Mit Katharina Rogenhofer zum Klimajahr

          41 min
        4. War da was? Mit Andrea Schurian: Das Jahr, in dem ich fast gestorben wäre
          Der Jahresrückblick zum Hören

          Es war der 15. Jänner 2024, der Andrea Schurian völlig unerwartet aus dem Leben gerissen hat. An diesem Tag ist in ihrem Gehirn eine Ader geplatzt. 30 Tage war sie danach im künstlichen Tiefschlaf im AKH. Dann musste sie erst wieder lernen zu gehen, zu reden und alleine zu essen. Aber sie hat Glück gehabt, nur 20 Prozent aller Betroffenen überlebt ein Hirnaneurysma, ein Drittel stirbt gleich.

          Die Kulturjournalistin, seit vielen Jahren Kolumnistin der „Presse“, spricht über ihre persönliche Auferstehung und die Erfahrungen des vergangenen Jahres. Sie erzählt, wie das ist, wenn man einen Monat aus seinem Leben streichen muss, was sie über sich und andere gelernt hat, und schwärmt von der großen Unterstützung ihrer Familie und ihrem Glück mit all den Ärztinnen, Therapeuten und Pflegenden, die ihr eine Rückkehr ins Leben ermöglicht haben. Sie sagt auch, es hat sie beruhigt: „Wenn Sterben so geht, dass man einfach kein Bewusstsein mehr hat, ist das auch tröstlich.“

          Dieses Gespräch können Sie auch sehen, und zwar hier.

          Kolumne "Quergeschrieben" von Andrea Schurian:

          Dreißig Tage tot und die Sorge um ein selbstbestimmtes Leben

          Host: Anna Wallner

          Gast: Andrea Schurian
          Schnitt: Audio Funnel/Georg Gfrerer
          Video: Alexander Scheurer
          Foto: Jana Madzigon

          Was ist die Reihe "War da was - Gespräche zum Jahresende"?

          Am Jahresende trifft das Podcast-Team der „Presse“ sieben spannende Gäste und spricht mit ihnen über das zu Ende gehende Jahr 2024 und schaut nach vorn, was 2025 bringt.

          Von 27. Dezember 2024 bis 1. Jänner 2025 in sechs Teilen, täglich ab 5 Uhr Früh. Alle Folgen unter diepresse.com/podcast und zu sehen auch auf YouTube

          44 min
        5. Unsere Person des Jahres ist Gisèle Pelicot

          Der Fall Pelicot hat Frankreich 2024 wochenlang beschäftigt und zutiefst bewegt. Mehr als zehn Jahre lang hat Dominique Pelicot seine Ehefrau Gisele regelmäßig mit Beruhigungs- und Schlafmitteln betäubt und dann in leblosem, wehrlosem Zustand vermutlich mehr als 70 Männern zum Missbrauch dargeboten und sie selbst vergewaltigt. Und er hat alle Taten gefilmt und die Videoaufnahmen mit abscheulichen Titeln archiviert.

          51 dieser Männer im Alter zwischen 21 und 74 Jahren standen nun seit Wochen, genauso wie Dominique Pelicot im südfranzösischen Avignon vor Gericht. Und am 19. Dezember ergingen dann die Urteile: alle Angeklagten wurden schuldig gesprochen. Dominique Pelicot bekommt mit 20 Jahren Haft die Höchststrafe, Kritik gibt es allerdings an den teils niedrigeren Haftstrafen für die anderen Angeklagten.

          Gisèle Pelicot allerdings wird gefeiert. Für ihre Ausdauer, ihren Mut, den Prozess öffentlich zu machen und damit all den unsichtbaren Frauen, die Opfer von Gewalt gewerden ein Gesicht zu geben. Aber auch für ihre Stärke, mit der sie an den Verhandlungstagen in Avignon auftauchte und die öffentlichen Statements vor den Medien.
          Daher hat sich die Audioredaktion der „Presse“ entschieden, Madame Pelicot zur Person des Jahres zu machen. Diese Frau wird uns in Erinnerung bleiben.

          Host: Anna Wallner

          Schnitt: Audiofunnel/Aaron Olsacher
          Credits: ABC/BBC/ORF/ZiB2

          10 min
        6. Schlechte Stimmung beim Familienfest: Warum läuft es bei ÖVP, SPÖ und Neos nicht rund?

          Sie gehen nur schleppend voran: die Regierungsverhandlungen zwischen ÖVP, SPÖ und Neos. Das liegt vor allem an Differenzen rund um die zukünftige Sparpolitik.

          Manch einer sah vergangenen Freitag schon die Koalitionsverhandlungen scheitern. So schlimm war es dann doch nicht. Aber gut läuft es auch nicht. Wie es nun weitergeht und worauf man sich am Freitag geeinigt hat, das ordnet Elisabeth Hofer von der „Presse“-Innenpolitik-Redaktion in dieser Folge ein.

          Gast: Elisabeth Hofer, "Die Presse"

          Host: Eva Winroither
          Schnitt: Audiofunnel/Dominik Lanterdinger

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          14 min
        7. Carlo Masala: "Der Rest Europas wartet nicht auf Deutschland"

          Vier Punkte, die man aus dem Gespräch mit Carlo Masala mitnehmen kann:

          • Deutschland im Vorwahl-Vakuum: Der Experte sagt, Deutschland ist im nächsten halben Jahr außen-, sicherheits- und verteidigungspolitisch relativ gelähmt. "Da wird nicht mehr viel kommen", sagt Carlo Masala und fügt hinzu: "Das ist eine ziemliche Katastrophe." Olaf Scholz möchte verständlicherweise im Wahlkampf keine Diskussion über deutsche Soldaten in der Ukraine haben. "Der Rest Europas wartet aber nicht auf Deutschland, sondern treibt diese Entwicklung voran. Deutschland ist nicht dabei. Das ist weder für Europa gut, noch für Deutschland."
          • Wenn Russland gewinnt, könnte das ein Signal sein, dass sich Angriffskriege wieder lohnen. Viele europäische Länder haben die Dramatik der Situation, die uns bevorsteht, nicht erkannt. Bei Russlands Aggression gegen die Ukraine geht es für Masala um wesentlich mehr als die Ukraine und „einen Krieg im Osten“. Es geht um die europäische Sicherheitsordnung, die massiv bedroht wird.
          • Was muss die neue Regierung nach der Wahl in Deutschland machen? Sie braucht eine klare Strategie im Umgang mit Russland und dem Krieg gegen die Ukraine. Deutschland muss wieder eine europäische Führungsmacht werden.
          • Carlo Masala sagt: "Wir Westeuropäer haben 70 Jahre lang Urlaub von der Geschichte gemacht. Das war stabil, sicher, relativ friedlich und ökonomisch erfolgreich. Und jetzt stellen wir erschrocken fest, dass es andere Staaten gibt, die glauben ihre politischen Interesse unter Einsatz von Waffengewalt verfolgen zu können."
          • Hier noch zwei Links zum Weiterhören:

            Im Podcast "Sicherheitshalber - der Podcast der Sicherheitspolitik", diskutieren Ulrike Franke, Carlo Masala, Frank Sauer und Thomas Wiegold regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen in der deutschen Sicherheits- und Verteidigungspolitik und die Lage in Europa und der Welt.
            Podcast mit Christian Ultsch, Franz-Stefan Gady und Masala von der Buch Wien im November 2024: Welche geopolitische Rolle bleibt Europa nach Donald Trumps Wahlsieg?

            Gast: Carlo Masala, Militärexperte, Podcast "Sicherheitshalber"

            Moderation: Anna Wallner, Audio "Die Presse"
            Schnitt: Audiofunnel/Georg Gfrerer
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