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Noch vor den Weihnachtsfeiertagen geht es bei ÖVP, SPÖ und Neos ins Verhandlungsfinale: 33 Untergruppen beenden dieser Tage ihre Verhandlungen Bevor es um Posten und Portfolios geht, gestalten Differenzen rund ums aktuelle Budgetdefizit die Verhandlungen schwierig.
Julia Wenzel aus dem Innenpolitikressort der „Presse“ gibt in dieser Folge ein Update von den laufenden Regierungsverhandlungen. Sie erzählt, in welchen Bereichen man sich bereits geeinigt hat, nach welcher Logik auch innerhalb der Parteien um Posten geschachtert wird, und wieso die Neos als Nervensägen gelten.
Gast: Julia Wenzel, „Die Presse“
>>> 14,9 Milliarden oder gar 21,5 Milliarden Euro: Wie viel Geld muss der Staat tatsächlich einsparen?
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Im europäischen Vergleich liegt Österreich bei den Impfquoten für Erwachsene und Senioren zurück. Impfungen können jedoch nicht nur schwere Erkrankungen und damit assoziierte Komplikationen und Langzeitfolgen verhindern, sondern durch geringere Behandlungs-, Krankenstands- und Folgekosten auch das Gesundheitssystem erheblich entlasten. Der Österreichische Impfplan empfiehlt daher eine Reihe von Impfungen für Erwachsene, so auch die Impfung gegen Gürtelrose.
Nach einer Infektion mit dem Varizella-Zoster-Virus in der Kindheit, das Windpocken verursacht, bleibt das Virus ein Leben lang in den Nervenzellen nahe dem Rückenmark und wird normalerweise vom Immunsystem in Schach gehalten. Doch mit zunehmendem Alter sinkt die Immunabwehr, wodurch das Virus wieder aktiv werden kann, sich entlang der Nervenbahnen bis in die Haut ausbreitet und eine Gürtelrose auslösen kann. Die dabei entstehenden Schmerzen können Monate bis Jahre andauern, und selbst leichte Berührungen, wie etwa durch das Anziehen von Kleidung, können zur Qual werden. Eine Impfung kann schützen.
Fehlende Präventionskultur
„In Österreich fehlt es einfach an einer Präventionskultur, und das Impfen ist die wichtigste Präventionsmaßnahme, die ein öffentliches Gesundheitssystem anbieten kann“, kritisiert Andreas Huss, Obmann der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK). Trotz des inzwischen kostenfreien Impfprogramms gab es im vergangenen Jahr in Österreich 4000 durch die Influenza verursachte Todesfälle und 20.000 Krankenhauseinweisungen.
Ingrid Korosec, Präsidentin des Österreichischen Seniorenbundes, betont die hohen Kosten der Gürtelroseimpfung für Pensionisten: „Die erforderliche doppelte Impfung kostet 500 Euro – für ein Ehepaar also 1000 Euro. Viele können sich das schlichtweg nicht leisten. Das ist problematisch, da eine Erkrankung oft zu Schlaganfällen führt.“
Ausgaben für Impfungen erhöhen
„Wenn wir den europäischen Durchschnitt erreichen wollen, müssten wir in Österreich 40 Prozent mehr für Prävention ausgeben“, folgert Christian Helmenstein, Chefökonom der Industriellenvereinigung. Ein weiterer positiver Aspekt wäre, dass mehr Österreicher ein höheres Lebensalter bei guter Gesundheit genießen könnten.
Rainer Kunstfeld, Oberarzt in der Abteilung für Dermatologie an der MedUni Wien,
Andreas Huss, Obmann der Österreichischen Gesundheitskasse ÖGK und Vorsitzender des Dachverbandes,
Ingrid Korosec, Präsidentin des Österreichischen Seniorenbundes, und
Christian Helmenstein, Chefökonom der Industriellenvereinigung und Professor für Volkswirtschaftslehre an der Privatuniversität Schloss Seeburg in Salzburg.
Information: Für medizinischen Rat fragen Sie Ihre Ärztin/Ihren Arzt. Mit freundlicher Unterstützung von GSK.
Im Mordfall des Chefs des US-Versicherers United Healthcare ist am Montag der mutmaßliche Mörder festgenommen worden. Die Polizei habe den Verdächtigen nach Hinweisen aus der Bevölkerung in Pennsylvania gefasst, sagte New Yorks Polizeichefin Jessica Tisch. Der 26-Jährige habe eine Schusswaffe mit Schalldämpfer bei sich getragen, deren Typ mit dem Mordwerkzeug übereinstimme. Er wurde in Manhattan u.a. wegen Mordes angeklagt, berichteten US-Medien.
Die tödlichen Schüsse auf den Versicherungs-CEO Brian Thompson wirft auch ein Schlaglicht auf die Branche bzw. die Situation im US-Gesundheitssystem. Viele Menschen kommentieren den Tod Thompsons in sozialen Medien hämisch. Manche erklären den Mörder gar zum Helden. Was ist da los im US-Gesundheitssystem, dass so viele Menschen auf den Tod eines Versicherungsmanagers mit Lach-Smileys und virtuellem Applaus reagieren? Wirtschaftsredakteurin Susanne Bickel erklärt im Podcast das US-Gesundheitssystem, die Rolle der Versicherer und warum der Frust über private Gesundheitsversicherer in den USA gar so groß ist.
**Gast: **Susanne Bickel, Economist, „Die Presse“
Zu Gast in der heutigen Podcastfolge sind Migrationsexpertin Judith Kohlenberger von der WU Wien und EU-Experte Wolfgang Böhm von der "Presse". Beide stellen fest, dass es noch viel zu früh ist, um zu sagen, wie sich die politische Lage in Syrien nun entwickeln wird. Der Krieg in Syrien ist noch nicht vorbei, das zeigen auch die Ereignisse seit Sonntag: im Norden Syriens eskalieren die Kämpfe zwischen protürkischen Milizen und Kurden. In der Nacht auf Dienstag hat Israel massive Luftangriffe gegen Syrien gestartet. Und dennoch wollen viele der geflohenen Syrer zurück in ihre Heimat. Bisher neun EU-Länder haben mitgeteilt, die laufenden Asylverfahren von Syrern auszusetzen. Und Österreich preschte vor und kündigte auch Abschiebungen von nicht mehr schutzbedürftigen Syrern an. Doch rechtlich ist das nicht so einfach. Freiwillig darf jeder zurück in sein Land gehen, aber Abschiebungen sind derzeit rechtlich nicht erlaubt. Mehr dazu hören Sie heute in unserem täglichen Podcast.
Gast: Migrationsexpertin Judith Kohlenberger (WU Wien), Wolfgang Böhm "Die Presse"
Schnelle Abschiebungen von Syrern in Österreich nicht möglich
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Abu Mohammed al-Jolani (ausgesprochen Al-Dscholani) ist heute 42 und kämpft seit mehr als 20 Jahren als Jihadist, zuerst bei al-Quaida, später schließt er sich der Nusra-Front an, nun führt er die islamistische Miliz Hajat Tahrir al-Scham (HTS) an. In der Nacht auf Sonntag gelang der HTS der Sturz von Bashar al-Assad. Der 8. Dezember gilt für viele Syrer weltweit als Tag der Befreiung vom Assad-Regime. Aber wer ist der Mann genau? Und ist ihm sein gemäßigter Auftritt abzunehmen?
Gast: Wieland Schneider, Außenpolitik "Die Presse"
Ein geläuterter Extremist greift nach der Macht in Damaskus: Wer ist Mohammad al-Jolani?
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Die Klimaveränderungen sind inzwischen deutlich spürbar und betreffen uns alle – sei es durch Sommerhitze oder Starkregenfälle, die zuletzt vielerorts zu Überschwemmungen führten. Die finanziellen Folgen solcher Ereignisse sind enorm und verdeutlichen den dringenden Handlungsbedarf bei der CO₂-Reduktion.
Wetterextreme: Herausforderungen für Wirtschaft und Versicherungen
„Weltweit kam es im Jahr 2023 zu klimabedingten Schadenskosten von 250 Milliarden Euro. Durch den Starkregen-Event Boris, der uns noch allen in Erinnerung ist, entstanden im September in Österreich, Tschechien, Polen und Teilen Rumäniens Schäden von mehr als einer Milliarde Euro“, beschreibt Kapfinger die Dimension des Problems. Er geht davon aus, dass solche Ereignisse in Zukunft häufiger auftreten werden. Darauf müssten sich sowohl die Versicherungswirtschaft als auch Unternehmen einstellen. Besonders betroffen bei Wetterkatastrophen seien die Landwirtschaft, die Infrastruktur, große Unternehmen und Einzelhaushalte, so Kapfinger.
UNIQA hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, Betriebe dabei zu beraten, wie Schäden präventiv behandelt und Frühwarnsysteme ausgebaut werden können. Um diesem Ziel gerecht zu werden, wurde im Sommer 2024 das Start-up UNIQA Sustainable Business Solutions innerhalb des Konzerns gegründet.
Information: Dieser Inhalt wurde von der „Presse“-Redaktion in Unabhängigkeit gestaltet. Er ist mit finanzieller Unterstützung von UNIQA Sustainable Business Solutions und Wien Energie möglich geworden.
Die Herausforderungen für den Arbeitsmarkt wachsen: Von Digitalisierung und Fachkräftemangel bis hin zu hohen Steuerbelastungen und unattraktiven Arbeitsbedingungen. Experten beleuchten, welche Reformen und Maßnahmen notwendig sind, um Arbeit fair, attraktiv und wettbewerbsfähig zu gestalten– und damit die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und Innovation zu sichern.
Welche Reformen der Arbeitsmarkt benötigt, um zukunftsfit zu werden, diskutiert Michael Köttritsch von „Die Presse“ mit Irene Mandl, Leiterin der Abteilung Information und EURES der Europäischen Arbeitsbehörde (European Labour Authority, ELA), Walter Oblin, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Post AG, und Richard Jerabek, Steuerberater und Partner bei PwC Österreich.
Gleiche Chancen und faire Bedingungen
Die Europäische Arbeitsbehörde (European Labour Authority, ELA) arbeitet daran, eine faire Arbeitskräftemobilität in der EU zu gewährleisten und konkrete Lösungen zu unterstützen, von denen sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeiteber profitieren. Irene Mandl erklärt: „Die Arbeitnehmerfreizügigkeit ist einer der großen Erfolge der Europäischen Union. Aber sie kann nur dann ein Erfolg sein, wenn darauf geachtet wird, dass sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber profitieren.“ Um Diskriminierung zu vermeiden und Zuwanderung zu fördern, sei es entscheidend, gleiche Rechte für alle Arbeitskräfte zu gewährleisten. Eine Reform der Rot-Weiß-Rot-Card könne außerdem dazu beitragen, dringend benötigte Fachkräfte schneller zu gewinnen.
Steuerliche Entlastung und Reformbedarf
Österreichs hohe Steuerbelastung stellt eine Herausforderung für den Arbeitsmarkt dar. Richard Jerabek betont: „Die Einkommensteuer ist im internationalen Vergleich relativ hoch und Österreich hat die dritthöchste Abgabenquote in der EU. Das ist natürlich nicht positiv.“ Ein flacheres Steuersystem oder niedrigere Grenzsteuersätze könnten die Bevölkerung entlasten und mehr Menschen motivieren, einer Vollzeitbeschäftigung nachzugehen.
Auch Walter Oblin sieht Handlungsbedarf: „Wir haben das Problem, dass sich Arbeit oft nicht mehr lohnt. Gerade in niedrigqualifizierten Bereichen liegt das Nettoeinkommen einer Vollzeitbeschäftigung oft nur knapp über einem arbeitsfreien Einkommen.“ Gleichzeitig müsse Arbeit attraktiver gestaltet werden, nicht nur finanziell, sondern auch kulturell. „Es geht um Sinn und Freude an der Arbeit sowie ein enges Miteinander“, fügt er hinzu.
Der Weg in die Zukunft
Information
Die Veranstaltung fand im Rahmen des Reformclub der „Presse“ statt und wurde finanziell unterstützt von PwC Österreich und der Österreichischen Post AG.
Vor 150 Jahren wurde der Wolf in Mitteleuropa fast ganz ausgerottet, in Zukunft wird die Jagd auf ihn wieder leichter möglich sein. Denn die Berner Konvention zum Schutz bedrohter Tierarten wird geändert und der Schutzstatus des Wolfs von „streng geschützt“ auf „geschützt“ herabgesenkt. Für Vertreter von Tourismus und Landwirtschaft eine gute Entscheidung, für NGOs ein Rückschlag für den Artenschutz.
„Wir haben verlernt, mit dem Wolf umzugehen“, sagt dazu Wildtierökologe Klaus Hackländer von der Boku Wien. Er erklärt in dieser Folge, was der veränderte Schutzstatus in der Praxis bedeutet, was in der politischen Diskussion über den Wolf falsch läuft und wie Herdenschutz und Wolfsmanagement in Zukunft besser funktionieren könnten.
Gast: Klaus Hackländer, Boku Wien
Die Wärmebereitstellung hat einen erheblichen Einfluss auf die CO₂-Bilanz Wiens, denn rund 50 Prozent des gesamten Energiebedarfs der Stadt entfallen auf Wärme – sei es für Raumheizung, Warmwasser, Dampferzeugung oder Prozessenergie. Eine Dekarbonisierung in diesem Bereich ist daher unverzichtbar. Doch wie kann die Wärmewende in Wien gelingen, und welche Maßnahmen sind notwendig? Im Rahmen der Schwerpunktwoche „Dekarbonisierung“ diskutieren Eva Komarek und Michael Köttritsch für „Die Presse“ mit vier Expertinnen in diesem Bereich. Eine Zusammenfassung beider Diskussionen hören Sie in diesem Podcast.
Im ersten Talk beleuchtet Eva Komarek das Thema gemeinsam mit Linda Kirchberger, Geschäftsbereichsleiterin „Asset Dekarbonisierung und neue Technologien" bei Wien Energie, und Susanna Erker, Abteilungsleiterin der Energieplanung der Stadt Wien.
Im Anschluss hören Sie den zweiten Talk zu dem Michael Köttritsch Michaela Deutsch, Geschäftsbereichsleiterin „Energiedienstleistungen“ bei Wien Energie, und *Daniela Kletzan-Slamanig, Senior Economist am Wirtschaftsforschungsinstitut Wifo, im Studio der „Presse“ begrüßt.
Information: Dieser Inhalt wurde von der „Presse“-Redaktion in Unabhängigkeit gestaltet. Er ist mit finanzieller Unterstützung von UNIQA Sustainable Business Solutions und Wien Energie möglich geworden.
Am Freitag ist es soweit, worauf viele Öffi-Nutzer in Wien schon gewartet haben: Die Wiener U-Bahnlinie U2 fährt wieder auf der gesamten Strecke - die Stationen Rathaus, Volkstheater, Museumsquartier und Karlsplatz werden also wieder in Betrieb genommen. Der seit Mai 2021 gesperrte Streckenabschnitt der lilafarbenen Linie wird nach einigen Verschiebungen und Problemen nach 3,5 Jahren wieder eröffnet.
Auch für die Wiener Linien ist das trotz Verzögerungen nach mehreren Pannen eine gute Nachricht - etwa der U1-Teilsperre wegen eines Brandes zuletzt. Gerade in der Vorweihnachtszeit ist allerdings nicht unbedingt mit einer Entlastung im öffentlichen Verkehr durch die wieder verlängerte U2 zu rechnen. Schließlich werden die Ring-Straßenbahnlinien an der Oberfläche nun mit Christkindlmarkt-Besuchern voll sein, auch wenn unterirdisch die U2 wieder fahren kann.
So schätzt zumindest Erich Kocina aus der „Presse“-Chronik-Redaktion die Lage ein. Er erklärt im „Presse“-Podcast, was sich für die Fahrgäste auf der Strecke ändern wird (Stichwort: Bahnsteigtüren), wie die Baustellensituation sich künftig entwickelt und warum es eher generell ein mühsames Jahr für die Wiener Linien war.
Gast: Erich Kocina, Chronik, „Die Presse“
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