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Ein Gespräch über den Zusammenhang von Grundeinstellung zum Leben und Gestaltungskraft.
Wer die Entwicklung des Weltgeschehens negativ sehen möchte, dem bot das Jahr 2024 ausreichend Gelegenheit. Die kriegerische Eskalation in der Ukraine und im Nahen Osten, eine schwache wirtschaftliche Entwicklung in Europa und die Verschärfung der globalen Klimakrise sorgten international für alarmierende Schlagzeilen.
Aber spiegelt die mediale Berichterstattung die Weltlage gerecht wider? Oder wird ein selektiver Auszug von Ereignissen präsentiert, der ein verzerrtes und schlussendlich pessimistisches Weltbild zur Folge hat?
„Nachgefragt: Viertel vor Haas“ ist eine vierteljährliche Podcast-Reihe mit Christian Lenoble („Die Presse“) im Gespräch mit TÜV AUSTRIA CEO Stefan Haas. Alle Folgen:
Viertel vor Haas #1 Nachhaltigkeit
Viertel vor Haas #2 Künstliche Intelligenz
Viertel vor Haas #3 Cybersecurity
Viertel vor Haas #4 E-Mobility
Viertel vor Haas #5 CSRD
Viertel vor Haas #6 Innovationen
tuvaustria.com/viertelvorhaas
Zur Person: Stefan Haas, geboren 1965 in Wien, studierte Maschinenbau an der Technischen Universität Wien und schloss 1994 das Studium mit dem Doktorat der technischen Wissenschaften mit Auszeichnung ab. Seit dem 1. März 2013 ist der Manager und Wissenschaftler, der für seine Forschungs- und Entwicklungsarbeiten mit nationalen und internationalen Preisen bedacht wurde, Vorsitzender des Vorstands (CEO) der TÜV AUSTRIA Holding AG.
Der designierte US-Präsident Donald Trump torpediert kurz vor Fristablauf die Verabschiedung eines Übergangshaushalts im Kongress und riskiert damit einen Stillstand der Regierungsgeschäfte. Trump forderte alle Abgeordneten seiner Republikaner auf, einem bereits mit den Demokraten ausgehandelten Gesetzestext nicht zuzustimmen. „Die Republikaner müssen KLUG und STARK werden“, hieß es in einer Mitteilung des Trump-Teams.
Thomas Vieregge, der mehrere Jahre selbst US-Korrespondent der "Presse" war, erklärt, worum es im Haushaltsstreit geht, welche Personen da eine Rolle spielen und was im Falle eines Shutdowns auf die US-Amerikaner zukommen würde.
Gast: Thomas Vieregge, Auslandsressort, „Die Presse“
**Mehr zum Thema: **
>>> Trump fordert Republikaner zu Budget-Blockade auf
>>> Musk agiert wie ein oligarchischer Volkstribun
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Am Wiener Straflandesgericht ging am Mittwoch der Prozess gegen den Ex -FPÖ-Politiker Hans-Jörg Jenewein sowie gegen den mutmaßlichen Russlandspion Egisto Ott weiter. Die Anklage lautet Geheimnisverrat - der große Spionageprozess, auf den viele schon warten, ist das also noch nicht.
Manfred Seeh aus dem Chronik-Ressort der „Presse“ bringt in dieser Folge Klarheit in die Anklagen und Ermittlungen gegen Jenewein und Ott. Er erklärt, was dieser Prozess mit dem Ibiza-Video zu tun hat, wieso man in der FPÖ Jenewein die Stange hält und erzählt, was für einen Auftritt Ott im Gerichtssaal hinlegt.
Gast: Manfred Seeh, „Die Presse“
**Mehr zum Thema: **
>>> Jenewein, Ott: Nächste Prozessrunde
Drei Wochen nach der Landtagswahl am 24. November steht die neue steirische Landesregierung. Zum ersten Mal arbeiten FPÖ und ÖVP zusammen, Mario Kunasek wird Mittwoch bei der konstituierenden Landtagssitzung zum Landeshauptmann gewählt.
Steiermark: Blau-Schwarz steht, Drexler geht
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Klar war es schon lange, heute ist es konkret geworden: Zwischen 18 und 24 Milliarden Euro muss Österreich in den kommenden Jahren einsparen, an die 6 Milliarden Euro allein im kommenden Jahr. Für ÖVP, SPÖ und Neos sind das keine guten Neuigkeiten, denn Geld für politische Leuchtturmprojekte wird gerade am Anfang der kommenden Legislaturperiode fehlen.
Klaus Knittelfelder erklärt in dieser Folge, welche Partei wo sparen möchte, welchen Konsolidierungspfad Schwarz-Rot-Pink gemeinsam gehen könnte, ob ein Defizit-Verfahren überhaupt noch verhindert werden könnte.
Gast: Klaus Knittelfelder, „Die Presse“
**Mehr zum Thema: **
Besser eine resolute Regierung als später die Troika
Im Reformclub der „Presse“ diskutierten Tara Esterl, Head of Competence Unit Integrated Energy Systems beim Austrian Institute of Technology (AIT), Gerhard Christiner, Technischer Vorstand von Austrian Power Grid (APG) und Vorstand des World Energy Council, sowie Rudolf Krickl, CEO von PwC Österreich, wie dieses Ziel erreicht werden kann.
Kurswechsel zur Klimaneutralität
Ein zentrales Problem sehen die Experten in der fehlenden Koordination. Rudolf Krickl fordert die Einrichtung eines Energiekoordinators, um Maßnahmen zu bündeln und Investitionen von privaten und institutionellen Anlegern zu mobilisieren.
Auch innovative Ansätze sind gefragt: Tara Esterl skizziert ein Projekt für saisonale Energiespeicher, während Gerhard Christiner auf das Potenzial von E-Autos als mobile Speicher hinweist. „E-Autos könnten Netze stabilisieren, wenn sie systematisch eingebunden werden“, erklärt er. Allerdings sei die Ladeinfrastruktur noch unzureichend.
Digitalisierung spielt ebenfalls eine Schlüsselrolle. „Preissignale und smarte Steuerungen können Verbraucher motivieren, ihren Verbrauch an Zeiten mit Überschüssen anzupassen“, so Rudolf Krickl. Doch dafür müsse die Digitalisierung auf allen Netzebenen ausgebaut werden.
Energiewende braucht Investitionen
Information
Bis zum 17. Januar 2025 müssen Finanzunternehmen und ihre IT-Dienstleister umfassende Maßnahmen ergreifen, um sich gegen Cyberangriffe zu wappnen und im Ernstfall schnell zu reagieren. Dabei ist jede Maßnahme lückenlos zu dokumentieren. Wie steht es um die Umsetzung von DORA knapp drei Monate vor der Frist? Und welche Herausforderungen sind die größten Hürden? Diese und weitere Fragen diskutiert Moderator Jakob Zirm im „Presse Podcast“ mit Anna Muri, Senior-Spezialistin IT-Risiko-Aufsicht bei der Finanzmarktaufsicht (FMA), Florian Hagenauer, Vorstandsdirektor der Oberbank AG, und Robin Schmeisser, Geschäftsführer der Fabasoft Contracts GmbH.
Zwischen Chancen und bürokratischen Herausforderungen
Robin Schmeisser, Geschäftsführer von Fabasoft Contracts, unterstreicht die Herausforderungen: „Es reicht nicht mehr aus, Finanzinstitute als singuläre Einheiten zu sehen. Ein Gesamtüberblick über die IKT-Drittdienstleister ist wichtig.“ Gleichzeitig sieht er in der Kategorisierung und dem Informationsregister einen Mehrwert, „um systemische Risiken zu identifizieren“.
Jedoch könnten fehlende Standards und eine mögliche Bürokratieüberlastung hinderlich sein. Florian Hagenauer von der Oberbank AG gibt zu bedenken: „Als Finanzunternehmen muss man auf jeden Dienstleister zugehen, um Verträge zu prüfen.“ Er betont auch, dass es eine „überbordende bürokratische Herausforderung“ werden könnte, da „jedes Unternehmen auf Mikroebene mit Problemen umgeht, die eigentlich vorab auf Makroebene durch Standards gelöst werden sollten“.
Unterstützung und Hürden für kleine Unternehmen
Österreich hat ehrgeizige Ziele für die Energiewende: Bis 2030 soll der Strombedarf zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen gedeckt und bis 2040 Klimaneutralität erreicht sein. Doch noch sind viele Herausforderungen zu bewältigen – von lokalen Maßnahmen bis hin zu nationalen und europäischen Reformen. Im Reformclub von „Die Presse“ diskutierten Monika Köppl-Turyna, Direktorin von Eco Austria, und Leonhard Schitter, Vorstandsvorsitzender der Energie AG, über die zentralen Hürden und Chancen, um diese Ziele zu erreichen.
Letzte Schritte zur Klimaneutralität: Flexibilität und klare Rahmenbedingungen
„Wir haben derzeit 86 Prozent erneuerbaren Anteil an der Gesamtstromaufbringung. Dabei sind wir meilenweit vor anderen EU-Ländern“, erklärt Leonhard Schitter, Vorstandsvorsitzender der Energie AG. Doch er mahnt: „Die letzten 14 Prozent, die letzten Meilen, sind immer die schwierigsten.“ Neben dem Netzausbau ist eine Flexibilisierung des Stromverbrauchs essenziell. Die Nachfrage nach Strom muss sich stärker an das Angebot anpassen, so Schitter. Köppl-Turyna fordert „eine Demand Response sowohl auf Ebene der Haushalte als auch der Industrie“. Auch Schitter sieht Reformbedarf: „Wir brauchen Rechtssicherheit und klare Rahmenbedingungen, damit wir in die Netze investieren können.“ Zur Finanzierung schlägt Schitter ein Maut-Modell vor, bei dem die Nutzung des Netzes individuell abgerechnet wird. „Die Industrie sollte ihre Produktion flexibel an Zeiten mit niedrigen Strompreisen anpassen. Das würde in Summe die Preise senken und die Netze entlasten“, stimmt Köppl-Turyna zu.
Ein Pakt für Klimaziele und Nachhaltigkeit
„Es braucht einen Zukunftspakt zwischen Politik, Wirtschaft und Bevölkerung“, fordert Schitter abschließend. Ohne mutige Entscheidungen und Priorisierung der Projekte bleibt die Energiewende eine Vision.„Es braucht einen Zukunftspakt zwischen Politik, Wirtschaft und Bevölkerung“, fordert Schitter abschließend. Ohne mutige Entscheidungen und Priorisierung der Projekte bleibt die Energiewende eine Vision.
Information
Im Rahmen des Reformclubs diskutierten Sabine Theresia Köszegi, Institutsvorständin für Managementwissenschaften und Leiterin des Fachbereichs „Arbeitswissenschaft und Organisation“ an der TU Wien, und Gerald Dipplinger, Partner bei PwC Österreich, verantwortet als Steuerberater den Bereich Tax Technology sowie die DigitalFactory, die Digitalisierungs- und Innovationsabteilung von PwC Österreich, über die Auswirkungen von KI auf Gesellschaft und Wirtschaft. Beide Experten beleuchteten Chancen, Herausforderungen und Gefahren dieser Technologie.
KI: Fortschritt mit Risiken?
„Es geht darum, sich zu überlegen, nach welchen Prinzipien und Werten wir diese Technologie entwickeln und wofür wir sie einsetzen“, erklärt Sabine Theresia Köszegi, Institutsvorständin der TU Wien. Laut Prognosen könnte bis 2030 jede dritte Arbeitsstunde automatisiert sein. Wenig qualifizierte Mitarbeitende profitieren von KI, da ihr Wissensniveau steigt, während erfahrene Fachkräfte aufgrund von Effizienzsteigerungen zunehmend durch günstigere Arbeitskräfte ersetzt werden könnten. „Mit einem Navi kann jeder ein Taxi fahren“, veranschaulicht Köszegi. Dies führe zu „systematischem De-Skilling“.
Zwischen Chancen und Kontrolle
Die Experten betonen, dass KI wertebasiert und transparent eingesetzt werden muss, um langfristige Vorteile zu sichern. „Unsere Mitarbeiter müssen wissen, was KI kann und was nicht“, erklärt Dipplinger. Köszegi ergänzt, dass analoge Kompetenzen gestärkt werden müssen: „Paradoxerweise bedeutet das, dass wir im Bildungsbereich wieder aus der Digitalisierung heraus müssen.“
Information
Die Veranstaltung fand im Rahmen des Reformclub der „Presse“ statt und wurde finanziell unterstützt von PwC Österreich.
Noch vor den Weihnachtsfeiertagen geht es bei ÖVP, SPÖ und Neos ins Verhandlungsfinale: 33 Untergruppen beenden dieser Tage ihre Verhandlungen Bevor es um Posten und Portfolios geht, gestalten Differenzen rund ums aktuelle Budgetdefizit die Verhandlungen schwierig.
Julia Wenzel aus dem Innenpolitikressort der „Presse“ gibt in dieser Folge ein Update von den laufenden Regierungsverhandlungen. Sie erzählt, in welchen Bereichen man sich bereits geeinigt hat, nach welcher Logik auch innerhalb der Parteien um Posten geschachtert wird, und wieso die Neos als Nervensägen gelten.
Gast: Julia Wenzel, „Die Presse“
>>> 14,9 Milliarden oder gar 21,5 Milliarden Euro: Wie viel Geld muss der Staat tatsächlich einsparen?
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