Was wichtig ist

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  • Gute Gründe für eine Kultur des Optimismus
    **Anzeige**

    Ein Gespräch über den Zusammenhang von Grundeinstellung zum Leben und Gestaltungskraft.

    Wer die Entwicklung des Weltgeschehens negativ sehen möchte, dem bot das Jahr 2024 ausreichend Gelegenheit. Die kriegerische Eskalation in der Ukraine und im Nahen Osten, eine schwache wirtschaftliche Entwicklung in Europa und die Verschärfung der globalen Klimakrise sorgten international für alarmierende Schlagzeilen.

    Aber spiegelt die mediale Berichterstattung die Weltlage gerecht wider? Oder wird ein selektiver Auszug von Ereignissen präsentiert, der ein verzerrtes und schlussendlich pessimistisches Weltbild zur Folge hat?

    Im „Presse“-Podcast wirbt Stefan Haas, CEO des TÜV Austria, dafür, in der öffentlichen Diskussion den Blick für das Positive zu schärfen. Sie hören ein Gespräch über gute Gründe für eine optimistische Grundhaltung, die zugleich unverzichtbar ist, wenn es um die Gestaltung der Zukunft geht.

    „Nachgefragt: Viertel vor Haas“ ist eine vierteljährliche Podcast-Reihe mit Christian Lenoble („Die Presse“) im Gespräch mit TÜV AUSTRIA CEO Stefan Haas. Alle Folgen:

    Viertel vor Haas #1 Nachhaltigkeit

    Viertel vor Haas #2 Künstliche Intelligenz

    Viertel vor Haas #3 Cybersecurity

    Viertel vor Haas #4 E-Mobility

    Viertel vor Haas #5 CSRD

    Viertel vor Haas #6 Innovationen

    tuvaustria.com/viertelvorhaas

    Zur Person: Stefan Haas, geboren 1965 in Wien, studierte Maschinenbau an der Technischen Universität Wien und schloss 1994 das Studium mit dem Doktorat der technischen Wissenschaften mit Auszeichnung ab. Seit dem 1. März 2013 ist der Manager und Wissenschaftler, der für seine Forschungs- und Entwicklungsarbeiten mit nationalen und internationalen Preisen bedacht wurde, Vorsitzender des Vorstands (CEO) der TÜV AUSTRIA Holding AG.

    43 min
  • Warum Donald Trump und Elon Musk plötzlich einen Shutdown in den USA provozieren

    Der designierte US-Präsident Donald Trump torpediert kurz vor Fristablauf die Verabschiedung eines Übergangshaushalts im Kongress und riskiert damit einen Stillstand der Regierungsgeschäfte. Trump forderte alle Abgeordneten seiner Republikaner auf, einem bereits mit den Demokraten ausgehandelten Gesetzestext nicht zuzustimmen. „Die Republikaner müssen KLUG und STARK werden“, hieß es in einer Mitteilung des Trump-Teams.

    Thomas Vieregge, der mehrere Jahre selbst US-Korrespondent der "Presse" war, erklärt, worum es im Haushaltsstreit geht, welche Personen da eine Rolle spielen und was im Falle eines Shutdowns auf die US-Amerikaner zukommen würde.

    Gast: Thomas Vieregge, Auslandsressort, „Die Presse“

    Host: Klemens Patek
    Schnitt: Audiofunnel/Georg Gfrerer

    **Mehr zum Thema: **

    >>> Trump fordert Republikaner zu Budget-Blockade auf

    >>> Musk agiert wie ein oligarchischer Volkstribun

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    16 min
  • Ott und Jenewein vor Gericht: „Die Frage ist immer, wie politisch der österreichische Staatsschutz ist“

    Am Wiener Straflandesgericht ging am Mittwoch der Prozess gegen den Ex -FPÖ-Politiker Hans-Jörg Jenewein sowie gegen den mutmaßlichen Russlandspion Egisto Ott weiter. Die Anklage lautet Geheimnisverrat - der große Spionageprozess, auf den viele schon warten, ist das also noch nicht.

    Manfred Seeh aus dem Chronik-Ressort der „Presse“ bringt in dieser Folge Klarheit in die Anklagen und Ermittlungen gegen Jenewein und Ott. Er erklärt, was dieser Prozess mit dem Ibiza-Video zu tun hat, wieso man in der FPÖ Jenewein die Stange hält und erzählt, was für einen Auftritt Ott im Gerichtssaal hinlegt.

    Gast: Manfred Seeh, „Die Presse“

    Host: Christine Mayrhofer
    Schnitt: Audiofunnel/Dominik Lanterdinger

    **Mehr zum Thema: **

    >>> Jenewein, Ott: Nächste Prozessrunde

    >>> Hans-Jörg Jenewein wegen Amtsmissbrauchs angeklagt
    >>> Für OVP ist Auslieferung von Herbert Kickl "alternativlos"
    >>> Justizblamage: Der Staatsanwalt muss nachsitzen
    >>> Prozess gegen Egisto Ott und Hans-Jörg Jenewein: Erst geplatzt, nun wieder auf Schiene

    18 min
  • Wieso Blau-Schwarz in der Steiermark so schnell zusammenfand und Drexler gehen musste

    Drei Wochen nach der Landtagswahl am 24. November steht die neue steirische Landesregierung. Zum ersten Mal arbeiten FPÖ und ÖVP zusammen, Mario Kunasek wird Mittwoch bei der konstituierenden Landtagssitzung zum Landeshauptmann gewählt.

    Und es kommt damit zu einer echten Zäsur: Erstmals wird in der Steiermark ein Freiheitlicher zum Landeshauptmann gewählt, zudem bricht Mario Kunasek die seit Jörg Haiders Ableben bestehende schwarz-rote Eintracht in der Landeshauptleutekonferenz.
    Klaus Knittelfelder erklärt in dieser Folge, wie die steirische Regierung zustandekam und was hinter den Kulissen passiert ist und was der neue Landeshauptmann Mario Kunasek und seine Stellvertreterin sich inhaltlich vorgenommen haben.
    Gast: Klaus Knittelfelder, "Die Presse"
    Moderation: Anna Wallner
    Schnitt: Audiofunnel/Dominik Lanterdinger
    Credits: "Kleine Zeitung"

    Steiermark: Blau-Schwarz steht, Drexler geht

    Wer ist die neue ÖVP-Chefin Manuela Khom?

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    16 min
  • Wie will die neue Regierung Österreichs Budgetloch stopfen?

    Klar war es schon lange, heute ist es konkret geworden: Zwischen 18 und 24 Milliarden Euro muss Österreich in den kommenden Jahren einsparen, an die 6 Milliarden Euro allein im kommenden Jahr. Für ÖVP, SPÖ und Neos sind das keine guten Neuigkeiten, denn Geld für politische Leuchtturmprojekte wird gerade am Anfang der kommenden Legislaturperiode fehlen.

    Klaus Knittelfelder erklärt in dieser Folge, welche Partei wo sparen möchte, welchen Konsolidierungspfad Schwarz-Rot-Pink gemeinsam gehen könnte, ob ein Defizit-Verfahren überhaupt noch verhindert werden könnte.

    Gast: Klaus Knittelfelder, „Die Presse“

    Host: Christine Mayrhofer
    Schnitt: Audiofunnel/Dominik Lanterdinger

    **Mehr zum Thema: **

    >>> „Bewegt Euch“: Fiskalrat fordert Parteien auf, bei den Budgetverhandlungen Tabus zu brechen

    Besser eine resolute Regierung als später die Troika

    15 min
  • Wie gelingt der Weg zur Klimaneutralität?
    **Redaktionell unabhängig, finanziell unterstützt**

    Im Reformclub der „Presse“ diskutierten Tara Esterl, Head of Competence Unit Integrated Energy Systems beim Austrian Institute of Technology (AIT), Gerhard Christiner, Technischer Vorstand von Austrian Power Grid (APG) und Vorstand des World Energy Council, sowie Rudolf Krickl, CEO von PwC Österreich, wie dieses Ziel erreicht werden kann.

    Kurswechsel zur Klimaneutralität

    „Wir müssen rascher agieren und Genehmigungsverfahren beschleunigen“, betont Rudolf Krickl, CEO von PwC Österreich. Tara Esterl ergänzt, dass es neben dem Ausbau erneuerbarer Energien „signifikante Speicher und die aktive Einbindung der Endkunden“ brauche. Auch für Gerhard Christiner, Technischer Vorstand von Austrian Power Grid (APG) und Vorstand des World Energy Council, steht fest: „Es braucht einen vollständigen Systemwechsel, der Ausbau der Erneuerbaren muss mit dem der Infrastruktur koordiniert werden.“

    Ein zentrales Problem sehen die Experten in der fehlenden Koordination. Rudolf Krickl fordert die Einrichtung eines Energiekoordinators, um Maßnahmen zu bündeln und Investitionen von privaten und institutionellen Anlegern zu mobilisieren.

    Auch innovative Ansätze sind gefragt: Tara Esterl skizziert ein Projekt für saisonale Energiespeicher, während Gerhard Christiner auf das Potenzial von E-Autos als mobile Speicher hinweist. „E-Autos könnten Netze stabilisieren, wenn sie systematisch eingebunden werden“, erklärt er. Allerdings sei die Ladeinfrastruktur noch unzureichend.

    Digitalisierung spielt ebenfalls eine Schlüsselrolle. „Preissignale und smarte Steuerungen können Verbraucher motivieren, ihren Verbrauch an Zeiten mit Überschüssen anzupassen“, so Rudolf Krickl. Doch dafür müsse die Digitalisierung auf allen Netzebenen ausgebaut werden.

    Energiewende braucht Investitionen

    Die Experten sind sich einig, dass die Energiewende nur durch massive Investitionen gelingen kann. Die geschätzten 110 Milliarden Euro dürften dabei nicht allein vom Staat kommen. „Mit Public-Private-Partnerships und einem offenen Kapitalmarkt können wir diese Herausforderung meistern und gleichzeitig unseren Wohlstand sichern“, schließt Rudolf Krickl.

    Information

    Die Veranstaltung fand im Rahmen des Reformclub der „Presse“ statt und wurde finanziell unterstützt von PwC Österreich und der Austrian Power Grid AG.

    22 min
  • Digital Operational Resilience Act: Stellt DORA die Finanzindustrie auf die Probe?
    **Anzeige**

    Bis zum 17. Januar 2025 müssen Finanzunternehmen und ihre IT-Dienstleister umfassende Maßnahmen ergreifen, um sich gegen Cyberangriffe zu wappnen und im Ernstfall schnell zu reagieren. Dabei ist jede Maßnahme lückenlos zu dokumentieren. Wie steht es um die Umsetzung von DORA knapp drei Monate vor der Frist? Und welche Herausforderungen sind die größten Hürden? Diese und weitere Fragen diskutiert Moderator Jakob Zirm im „Presse Podcast“ mit Anna Muri, Senior-Spezialistin IT-Risiko-Aufsicht bei der Finanzmarktaufsicht (FMA), Florian Hagenauer, Vorstandsdirektor der Oberbank AG, und Robin Schmeisser, Geschäftsführer der Fabasoft Contracts GmbH.

    Zwischen Chancen und bürokratischen Herausforderungen

    Die Digitalisierung bringt neben Vorteilen auch Risiken mit sich, die vor allem für die Finanzbranche von Bedeutung sind. „Digitalisierung steht für effiziente Prozesse und Weiterentwicklung, aber auch für IT-Risiken, gegen die es sich zu wappnen gilt“, sagt Anna Muri, Senior-Spezialistin IT-Risiko-Aufsicht bei der Finanzmarktaufsicht (FMA). Der von der EU verabschiedete Digital Operational Resilience Act (DORA) basiert auf vier Säulen: IT-Risikomanagement & Governance, Umgang mit Cybervorfällen, Testen der Resilienz und Drittparteien-Risikomanagement. Unternehmen müssen nicht nur ihre Cybersicherheit verbessern, sondern auch ihre IT-Drittdienstleister umfassend prüfen.

    Robin Schmeisser, Geschäftsführer von Fabasoft Contracts, unterstreicht die Herausforderungen: „Es reicht nicht mehr aus, Finanzinstitute als singuläre Einheiten zu sehen. Ein Gesamtüberblick über die IKT-Drittdienstleister ist wichtig.“ Gleichzeitig sieht er in der Kategorisierung und dem Informationsregister einen Mehrwert, „um systemische Risiken zu identifizieren“.

    Jedoch könnten fehlende Standards und eine mögliche Bürokratieüberlastung hinderlich sein. Florian Hagenauer von der Oberbank AG gibt zu bedenken: „Als Finanzunternehmen muss man auf jeden Dienstleister zugehen, um Verträge zu prüfen.“ Er betont auch, dass es eine „überbordende bürokratische Herausforderung“ werden könnte, da „jedes Unternehmen auf Mikroebene mit Problemen umgeht, die eigentlich vorab auf Makroebene durch Standards gelöst werden sollten“.

    Unterstützung und Hürden für kleine Unternehmen

    Vor allem kleinere Unternehmen stehen vor Herausforderungen, da sie oft nicht über ausreichend Know-how oder Ressourcen verfügen. Ein „Dry Run“ der Europäischen Aufsichtsbehörden unterstützt die Unternehmen bei der Vorbereitung. „Die Motivation, am Dry Run teilzunehmen, war in Österreich sehr gut“, so Schmeisser, der DORA auch als Digitalisierungsauftrag interpretiert. „Vieles wurde richtig gemacht“, resümiert Hagenauer, gibt aber zu bedenken: „Die Frage ist, ob Europa mit seiner starken Regulierung langfristig die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen gefährdet.“

    13 min
  • Die mühsamen Schritte zur Energiewende
    **Redaktionell unabhängig, finanziell unterstützt**

    Österreich hat ehrgeizige Ziele für die Energiewende: Bis 2030 soll der Strombedarf zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen gedeckt und bis 2040 Klimaneutralität erreicht sein. Doch noch sind viele Herausforderungen zu bewältigen – von lokalen Maßnahmen bis hin zu nationalen und europäischen Reformen. Im Reformclub von „Die Presse“ diskutierten Monika Köppl-Turyna, Direktorin von Eco Austria, und Leonhard Schitter, Vorstandsvorsitzender der Energie AG, über die zentralen Hürden und Chancen, um diese Ziele zu erreichen.

    Letzte Schritte zur Klimaneutralität: Flexibilität und klare Rahmenbedingungen

    „Wir haben derzeit 86 Prozent erneuerbaren Anteil an der Gesamtstromaufbringung. Dabei sind wir meilenweit vor anderen EU-Ländern“, erklärt Leonhard Schitter, Vorstandsvorsitzender der Energie AG. Doch er mahnt: „Die letzten 14 Prozent, die letzten Meilen, sind immer die schwierigsten.“ Neben dem Netzausbau ist eine Flexibilisierung des Stromverbrauchs essenziell. Die Nachfrage nach Strom muss sich stärker an das Angebot anpassen, so Schitter. Köppl-Turyna fordert „eine Demand Response sowohl auf Ebene der Haushalte als auch der Industrie“. Auch Schitter sieht Reformbedarf: „Wir brauchen Rechtssicherheit und klare Rahmenbedingungen, damit wir in die Netze investieren können.“ Zur Finanzierung schlägt Schitter ein Maut-Modell vor, bei dem die Nutzung des Netzes individuell abgerechnet wird. „Die Industrie sollte ihre Produktion flexibel an Zeiten mit niedrigen Strompreisen anpassen. Das würde in Summe die Preise senken und die Netze entlasten“, stimmt Köppl-Turyna zu.

    Ein Pakt für Klimaziele und Nachhaltigkeit

    „Es braucht einen Zukunftspakt zwischen Politik, Wirtschaft und Bevölkerung“, fordert Schitter abschließend. Ohne mutige Entscheidungen und Priorisierung der Projekte bleibt die Energiewende eine Vision.„Es braucht einen Zukunftspakt zwischen Politik, Wirtschaft und Bevölkerung“, fordert Schitter abschließend. Ohne mutige Entscheidungen und Priorisierung der Projekte bleibt die Energiewende eine Vision.

    Die Energiewende erfordert nicht nur Investitionen in Milliardenhöhe, sondern auch eine engere Zusammenarbeit auf nationaler und europäischer Ebene. Leistungsfähige Netze und verbindende Infrastrukturen sind der Schlüssel, um erneuerbare Energien effizient zu nutzen und die Klimaziele zu erreichen. Nur durch gezielte Maßnahmen und gemeinsame Anstrengungen kann eine nachhaltige Energiezukunft gesichert werden.

    Information

    Die Veranstaltung fand im Rahmen des Reformclubs statt und wird finanziell unterstützt von der Energie AG Oberösterreich

    22 min
  • Der künstlich intelligente Arbeitsmarkt
    **Redaktionell unabhängig, finanziell unterstützt**

    Im Rahmen des Reformclubs diskutierten Sabine Theresia Köszegi, Institutsvorständin für Managementwissenschaften und Leiterin des Fachbereichs „Arbeitswissenschaft und Organisation“ an der TU Wien, und Gerald Dipplinger, Partner bei PwC Österreich, verantwortet als Steuerberater den Bereich Tax Technology sowie die DigitalFactory, die Digitalisierungs- und Innovationsabteilung von PwC Österreich, über die Auswirkungen von KI auf Gesellschaft und Wirtschaft. Beide Experten beleuchteten Chancen, Herausforderungen und Gefahren dieser Technologie.

    KI: Fortschritt mit Risiken?

    „Es geht darum, sich zu überlegen, nach welchen Prinzipien und Werten wir diese Technologie entwickeln und wofür wir sie einsetzen“, erklärt Sabine Theresia Köszegi, Institutsvorständin der TU Wien. Laut Prognosen könnte bis 2030 jede dritte Arbeitsstunde automatisiert sein. Wenig qualifizierte Mitarbeitende profitieren von KI, da ihr Wissensniveau steigt, während erfahrene Fachkräfte aufgrund von Effizienzsteigerungen zunehmend durch günstigere Arbeitskräfte ersetzt werden könnten. „Mit einem Navi kann jeder ein Taxi fahren“, veranschaulicht Köszegi. Dies führe zu „systematischem De-Skilling“.

    Für Gerald Dipplinger, Partner bei PwC Austria, ist „Upskilling und der Umgang mit der Technologie“ essenziell, um die Weitergabe von Erfahrungswissen sicherzustellen. Dennoch sieht Köszegi Risiken: Wenn wir aufhören, Texte selbst zu verfassen, geht analytisches, konvergentes und divergentes Denken verloren.
    Auch im Bildungssystem warnt sie vor einem Bias generativer KI und der Gefahr, dass KI-Ergebnisse als Wahrheit wahrgenommen werden: „Alles, was KI-Systeme produzieren, ist Halluzination und nichts anderes als eine Wahrscheinlichkeitsrechnung.“

    Zwischen Chancen und Kontrolle

    Die Experten betonen, dass KI wertebasiert und transparent eingesetzt werden muss, um langfristige Vorteile zu sichern. „Unsere Mitarbeiter müssen wissen, was KI kann und was nicht“, erklärt Dipplinger. Köszegi ergänzt, dass analoge Kompetenzen gestärkt werden müssen: „Paradoxerweise bedeutet das, dass wir im Bildungsbereich wieder aus der Digitalisierung heraus müssen.“

    Abschließend warnt Köszegi, dass Effizienzvorteile primär den Unternehmen zugutekommen: „Das Narrativ, dass durch Automation mehr Zeit für Kreativität zur Verfügung stünde, glaube ich nicht.“ Trotz regulatorischer Fortschritte in Europa fordert sie schnellere Überlegungen: „Wir brauchen sehr gute Überlegungen, wie wir verhindern, dass KI von Konzernen zum eigenen Vorteil genutzt wird.“ Dipplinger sieht darin auch eine Chance: „Vielleicht wird dadurch sogar die Kreativität angeregt.“

    Information

    Die Veranstaltung fand im Rahmen des Reformclub der „Presse“ statt und wurde finanziell unterstützt von PwC Österreich.

    21 min
  • Woran die Dreier-Koalition noch scheitern könnte

    Noch vor den Weihnachtsfeiertagen geht es bei ÖVP, SPÖ und Neos ins Verhandlungsfinale: 33 Untergruppen beenden dieser Tage ihre Verhandlungen Bevor es um Posten und Portfolios geht, gestalten Differenzen rund ums aktuelle Budgetdefizit die Verhandlungen schwierig.

    Julia Wenzel aus dem Innenpolitikressort der „Presse“ gibt in dieser Folge ein Update von den laufenden Regierungsverhandlungen. Sie erzählt, in welchen Bereichen man sich bereits geeinigt hat, nach welcher Logik auch innerhalb der Parteien um Posten geschachtert wird, und wieso die Neos als Nervensägen gelten.

    Gast: Julia Wenzel, „Die Presse“

    Host: Christine Mayrhofer
    Schnitt: Audiofunnel/Aaron Ohlsacher

    **Mehr zum Thema:

    **
    >>> Im Verhandlungsfinale muss die Budgetfrage endlich gelöst werden

    >>> 14,9 Milliarden oder gar 21,5 Milliarden Euro: Wie viel Geld muss der Staat tatsächlich einsparen?

    >>> Koalitions-Zündstoff: SPÖ will ins EU-Defizitverfahren

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    16 min

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Der Nachrichten-Podcast der Tageszeitung "Die Presse" erscheint wochentags Montag bis Freitag und zu besonderen Anlässen wie an Wahlsonntagen auch zwischendurch. Die Redaktion der "Presse" sagt, was wichtig ist und nimmt Sie mit auf Recherche und zu spannenden Gesprächspartnern.

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