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Der Gaza-Krieg spielt sich nicht nur auf den Schlachtfeldern ab. Genauso wichtig ist es den Kontrahenten, die Meinungshoheit zu erringen. // Von Marc Thörner
In den konservativ-rechten israelischen Medien wird der Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 als "das schlimmste Pogrom seit dem Holocaust" ausgelegt. Auf der arabisch-palästinensischen Seite bezeichnen Medien, allen voran Stimmen in Social-Media-Kanälen, die israelische Eskalation als "Genozid" an den Palästinensern. Dieses Feature untersucht, wie erfolgreich die jeweiligen Darstellungen und Deutungen sind: Bewirken die konträren Narrative eine politische Dynamik, die kriegsentscheidend sein kann?
Eine routinemäßige Blutuntersuchung stellt Nicoles Leben auf den Kopf. Sie wird mit der Diagnose Blutkrebs konfrontiert. Nicole lebt am Stadtrand von Frankfurt mit ihrem Mann und zwei Kindern im Grundschulalter. Kann sie ihren Kindern davon erzählen? Was versteht ein Sechsjähriger? // Von Dieter Wulf/ HR 2024/ www.radiofeature.wdr.de
Die Medizinjournalistin Judith Grümmer hatte sich schon vor 20 Jahren genau diese Frage gestellt. Was würde ich machen, wenn ich eine verheerende Diagnose bekäme? Was würde ich meinen Kindern erzählen? Langsam entwickelte sie ein Konzept und gründete 2019 die gemeinnützige Familienhörbuch GmbH. Mittlerweile haben sich einige Dutzend Journalisten zu sogenannten Audiobiographen ausbilden lassen. Jeder mit einer absehbar tödlichen Diagnose und minderjährigen Kindern kann sich bewerben, kostenlos. Alles finanziert über Spenden. Drei Tage lang kommen die Biographen zu dem Kranken nach Hause oder wo immer es passt. Wenn nötig ans Sterbebett. Und nehmen all das auf, was der- oder diejenige über sich und ihr Leben besonders den Kindern noch erzählen möchte.
Weihnachten 1971. Über dem peruanischen Regenwald gerät eine Passagiermaschine in ein Gewitter und zerbricht in der Luft. Die 17 jährige Juliane Koepcke überlebt einen Sturz aus 3000 Meter Höhe und 10 Tage im Dschungel. Später studiert sie Biologie – und kehrt jedes Jahr nach Peru zurück: Um den Wald zu schützen, der sie einst gerettet hat.// Von Renate Maurer - ORF/WDR 2019 - www.radiofeature.wdr.de
Das wundersame Überleben des deutschen Teenagers macht weltweit Schlagzeilen. Journalisten verfolgen das Mädchen. Der "Stern" sichert sich ein Exklusivinterview. Ihr Vater, ein bekannter Zoologe, der an einem Quellfluss des Amazonas die Forschungsstation „Panguana“ betreibt und beim Absturz auch seine Frau verliert, versteinert in seiner Trauer. Er schickt Juliane nach Kiel zu ihrer Tante. Sie selbst kann das Geschehen viele Jahre lang nur mit dem Verstand begreifen, fühlen kann sie es lange nicht. Nach ihrem Biologiestudium kehrt Koepcke 1998 an den Absturzort zurück und dreht mit Werner Herzog den Dokumentarfilm „Wings of Hope“. Heute kümmert sie sich weiterhin um Panguana.
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