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Herzlich Willkommen zum ersten Tischgespräch-Podcast. Bei den Tischgesprächen handelt es sich um die Audiomitschnitte von Veranstaltungen und Lesungen in den Räumlichkeiten der Buchkomplizen.
Das Gesundheitswesen in Deutschland ist gut. Es ist sogar so gut, dass es mit einer Pandemie fertig wird. Aber es ist auch in großer Gefahr, denn was wir in Deutschland derzeit erleben, ist nicht weniger als eine Zeitenwende: Krankenhäuser werden aus öffentlichem Besitz an private Klinikkonzerne verschleudert. Der Digitalisierung wird das Individuum Patient geopfert. Das Gesundheitssystem wird zu einem profitablen Herrschaftsinstrument umgebaut.
Dr. med. Bernd Hontschik, geboren 1952 in Graz, war bis 1991 Oberarzt an der Chirurgischen Klinik des Städtischen Krankenhauses Frankfurt-Höchst und bis 2015 in eigener chirurgischer Praxis mitten in Frankfurt tätig. Hontschik ist Autor des Bestsellers »Körper, Seele, Mensch«, Herausgeber der Reihe »medizinHuman« im Suhrkamp Verlag und Kolumnist der Frankfurter Rundschau. Er ist langjähriges Vorstandsmitglied der »Thure-von-Uexküll-Akademie für Integrierte Medizin«, Beirat der Akademie Menschenmedizin und der Zeitschrift Chirurgische Praxis. Im Westend Verlag erschienen zuletzt »Erkranken schadet Ihrer Gesundheit« (2019) sowie, gemeinsam mit Claudia Hontschik, »Kein Örtchen. Nirgends« (2020). Hontschik lebt in Frankfurt am Main.
Die Forderung nach einer freien und unabhängigen Kunst kennen wir seit dem 19. Jahrhundert. Dieses Streben nach Kunstautonomie fußt auf der Überzeugung, dass der Bereich des Ästhetischen eigenen Regeln folgt, dass Kunst frei sein muss von fremden Ansprüchen, seien diese politischer oder moralischer Natur. Stichworte wie ‚Cancel Culture' sowie die oft schrill geführten Debatten darüber, wer eigentlich noch etwas sagen oder zeigen darf, zeugen davon, dass die Autonomie der Kunst mehr denn je gefährdet ist.
Moshe Zuckermann wuchs als Sohn polnisch-jüdischer Holocaust-Überlebender in Tel Aviv auf. Seine Eltern emigrierten 1960 nach Frankfurt am Main. Nach seiner Rückkehr nach Israel im Jahr 1970 studierte er an der Universität Tel Aviv, wo er am Institute for the History and Philosophy of Science and Ideas lehrte und das Institut für deutsche Geschichte leitete. Zuckermann ist regelmäßig mit Beiträgen für Hörfunk, Fernsehen und verschiedene Printmedien tätig. Im Westend Verlag erschien zuletzt Gegen Entfremdung (2021) über Erich Fried.
Die Ergebnisse der Klimakonferenz in Glasgow sind ernüchternd und enttäuschend – wie nicht anders zu erwarten, sagen Heiner Flassbeck und Kersten Reich und diskutieren über den weiteren Weg.
Heiner Flassbeck hält den Ansatz von vornherein für falsch, dass unabhängig voneinander agierende Länder sich verpflichten, irgendetwas zu tun, dann werde alles gut. Das stärkste Bindeglied zwischen diesen Ländern sind nun mal die Märkte für fossile Energie und solange man diese Märkte nicht berührt, geht es immer so weiter. Es ist naiv zu glauben, dass etwa China und Indien ihre Entwicklungspfade ändern, obwohl sie extrem billige Energie zur Verfügung haben, bloß weil wir ihnen erzählen, es gebe ein Klimaproblem.
Kersten Reich nimmt die Politik in die Pflicht: Wenn die Wirtschaft als Reaktion auf Glasgow schon sagt: „Ihr habt zu wenig erreicht“, dann müsse die Politik doch aufwachen! Die Politik muss anfangen, in Fairness-Kategorien zu denken – denn wenn das nachhaltige Gemeinwohl nicht in den Vordergrund tritt, dann werden wir gnadenlos scheitern.
Neue Feindbilder, alte Muster
Der Anschlag von Hanau, die Mbembe-Debatte wie auch die immer wiederkehrenden, meist hitzigen Diskussionen um den Nahost-Konflikt machen eines klar: Wir brauchen dringend eine fundierte Auseinandersetzung mit den Zusammenhängen zwischen Antisemitismus und (anti-muslimischem) Rassismus.
In der Öffentlichkeit ist die Frage, ob und wie diese beiden Phänomene miteinander verglichen werden dürfen, enorm umstritten, was eine sachliche und wissenschaftliche Beschäftigung lange erschwert hat. Sabine Schiffer und Constantin Wagner schaffen durch ihre Forschungsergebnisse eine Grundlage für eine neue, aufgeschlossene Diskussion und zeigen an aktuellen wie auch historischen Beispielen, dass Antisemitismus und Islamophobie über entscheidende Gemeinsamkeiten verfügen, die zu erkennen die Voraussetzung für ihre Bekämpfung ist.
Durch das Gespräch über die Neuauflage von "Antisemitismus und Islamophobie. Ein Verlgleich" führt der Lektor Emil Fadel. Das Buch erscheint am 1. November 2021, mehr Informationen auf westendverlag.de
Die Antideutschen sind eine kleine, aber schrille Politsekte, die links zu sein glaubt, bei Lichte betrachtet aber schon rechts angekommen ist und dem deutschen Belehrbedürfnis frönt. Einige waren mal Funktionäre in kommunistischen Gruppen der Studentenbewegung, andere kommen vom Schwarzen Block oder sind bloß Anti-Ostdeutsche, die Kleinbürger verachten. Sie haben viele Sympathisanten in den Medien. Das verleiht ihnen viel mehr Einfluss auf politische Debatten, als gut ist.
Eva C. Schweitzer zeigt die Ursprünge dieser Ideologie in den USA auf, legt den schädlichen Einfluss der Antideutschen offen und erklärt, wer hinter diesem Phänomen steckt.
Ihr neues Buch "Links blinken, rechts abbiegen" gibt es ab sofort Überall im Handel.
Die katholische Kirche – Das negative Passepartout
„Im Grunde gibt es nichts und niemand mehr, gegen den man wirksam protestieren kann – außer einer einzigen Institution, und das ist die Katholische Kirche. Wenn allerdings dann diese Institution zusammenklappt und somit in jeder Hinsicht ausfällt, auch mit ihren sozialen Institutionen, dann wird es eiskalt in unserer Gesellschaft und das wollen die Menschen nun auch nicht.“
Manfred Lütz, Theologe, Psychoanalytiker und Vatikan-Berater, klärt auf über die Inquisition, über Toleranz, überforderte Bischöfe und die Rolle der katholischen Kirche als negatives Passepartout, gegen das hemmungslos protestiert wird.
Sein Buch „Der Skandal der Skandale“ erschien 2018 bei Herder.
Dieses nterview kann man nachlesen im Online-Magazin Krass & Konkret.
Warum wir unsere Zukunft nicht den Märkten überlassen dürfen
„Der Markt wird es schon richten“ – ein Mantra, das aus Talkshows, Life-Coaching- Seminaren und Bundestagsdebatten bestens bekannt sein dürfte. Dabei ist es doch offensichtlich, dass das unkontrollierte Überlassen von öffentlichen Bereichen, etwa dem Gesundheitssystem, an den „Markt“ einen der größten Schäden der jüngeren Vergangenheit an unserer Gesellschaft angerichtet hat: Niedrige Renten, eine katastrophale Klimabilanz, enorme Mietpreise, verzweifelte Pflegekräfte und ein überfordertes Gesundheitssystem sind nur einige der verheerenden Folgen des Neoliberalismus, die das untere Drittel der Gesellschaft immer ärmer machen. Dieses Buch versammelt Expertinnen und Experten aus nahezu allen Bereichen, in denen Entstaatlichung, Profitstreben oder auch blanke Gier ihr Unwesen getrieben haben, zieht Bilanz und zeigt Wege zu einem besseren Wirtschaften auf – Für alle, nicht die Wenigen.
Mit Beiträgen von: Olaf Bandt, Mara Dehmer, Elisabeth Fresen, Cornelia Harrer, Dr. Dierk Hirschel, Dr. René Mono, Dr. Joachim Rock, Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Dr. Ulrich Schneider, Dr.Melanie Weber-Moritz und Olaf Zimmermann
Mehr Informationen über das Buch und Bestellmöglichkeiten gibt es auf der Westend Verlagsseite.
Ein Terroranschlag, zwölf Tote und die Verstrickungen des Staates.
War Anis Amri wirklich ein Einzeltäter? Ein Veranstaltungsmitschnitt der Tischgespräche bei den Genusskomplizen an der Kleinmarkthalle in Frankfurt. Der Journalist und Buchautor Thomas Moser spricht mit Verleger Markus J. Karsten und stellt sich dem anschließenden Publikumsdialog.
Am 19. Dezember 2016 raste ein Lastwagen auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz, dabei verloren insgesamt zwölf Menschen ihr Leben, etliche mehr wurden verletzt. Es ist der schwerste Terroranschlag in Deutschland seit dem Oktoberfestattentat von 1980, und genau wie damals geben die Ermittlungen der Behörden Rätsel auf. Laut der offiziellen Version gilt der Tunesier Anis Amri noch immer als alleiniger Täter. Doch nach über vierjähriger Aufklärung in mehreren parlamentarischen Untersuchungsausschüssen gibt es daran begründete Zweifel. Wenn nicht Amri, wer saß dann am Steuer des LKW? Wer waren die Mittäter und Helfer? Und warum haben die deutschen Sicherheitsbehörden kein Interesse, die wahren Hintergründe aufzuklären? Je mehr man nachforscht und je mehr Widersprüche auftauchen, desto klarer wird: Die ungeklärten Fragen aus dem NSU-Skandal wiederholen sich nun auf erschreckende Weise im Amri-Komplex.
Mehr über das Buch gibt es auf der Seite des Westend Verlags. Die Tischgespräche bei den Genusskomplizen finden Sie hier: www.genusskomplizen.net
Der Historiker und Wagner-Kenner Moshe Zuckermann spricht mit Anno Mungen über dessen Buch "Hier gilt's der Kunst. Wieland Wagner 1941-1945".
Wieland Wagner (1917-1966), Enkel von Richard Wagner und Sohn der Hitlerverehrer Siegfried und Winifred Wagner, spielt bei der intensiven Verbindung von Bayreuth mit dem Nationalsozialismus eine entscheidende und bis heute nicht aufgearbeitete Rolle. Hitler fördert seine Karriere und Wagner folgt strategisch wie stilistisch den Prinzipien des Nationalsozialismus, um die Leitung der Bayreuther Festspiele zu übernehmen. In der jungen Bundesrepublik erreicht er schließlich sein Ziel: 1951 wird er zusammen mit seinem Bruder Wolfgang Leiter der neu gegründeten Festspiele. Anno Mungen nimmt Wieland Wagners künstlerische Tätigkeit vor 1951 in den Blick und untersucht umfassend die Entpolitisierung der Bayreuther Festspiele in der jungen Bundesrepublik, die es ermöglichte, dass sich Wieland Wagner der eigenen Schuldhaftigkeit nicht stellen musste.
Ein Gespräch über die künstlerische Stilsuche zwischen 1933 und 1945, an der sich das deutsche Zeitgeschehen in seiner Vielschichtigkeit und Widersprüchlichkeit abbildet, über das Bayreuther Verhältnis zwischen Opportunismus und Ideologie und über Wieland Wagner als vermeintlichen Entrümpler.
Ein Insider entlarvt die neue Geld- und Politikkaste.
Regierungen und Reiche profitieren von der Corona-Krise. Sie haben mehr Macht und Geld, predigen Moral, aber sie lösen die Krise nicht. Im Gegenteil: Corona stellt den sozialen Sprengsatz scharf, der die Spaltung der Gesellschaft durch Verschuldung, Ausgrenzung und Verteilungskonflikte um Impfstoff weiter vorantreibt. Hans-Chrisian Lange, Ex-Kanzleramtsberater und BMW-Manager, der 2016 mit SOCIAL PEACE die erste Band- und Leiharbeitergewerkschaft gründete, sagt den Macht- und Geldeliten in seinem Neuen Buch den Kampf an. Er fordert ein „Bündnis der Betrogenen“, eine Bewegung von unten, die mit neuen Werten, neuen öko-sozialen Zielen und einem neuen Gemeinsinn Demokratie, sozialen Frieden und Ökologie für eine nachhaltige Zukunft stärken.
Das Buch erscheint am 12. Juli im Westend Verlag.
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