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Markus J. Karsten sprach mit Bernd Stegemann über das Buch "In falschen Händen" - Noch gestern wollten alle Grün sein. Heute gilt die Partei als Symbol für den Hochmut, der vor dem Fall kommt. Die Grünen scheitern und dieses Scheitern ist ein Ausdruck für die Krise unserer Gesellschaft. Die Moral des gebildeten Bürgers hat abgewirtschaftet. Allzu oft tritt sein Egoismus hervor. Man ist für Migration und lebt in den teuren Vierteln der Stadt. Man predigt Flugscham und ist bereits um die ganze Welt geflogen. Bernd Stegemann analysiert die existenziellen Widersprüche der Grünen, die als bürgerliche Milieupartei keinen Weg zur ökologischen Politik finden. Doch ihr Scheitern ist kein Grund zur Freude. Denn es würde um die Welt besser bestellt sein, wenn die Grünen ihren Hochmut überwinden könnten, und ihren "grünen" Auftrag ernst nehmen würden.
Die Zivilisationsgeschichte ist durchzogen von leidvollen kollektiven Erfahrungen schwerer Zivilisationsbrüche. Nur sehr mühsam und langsam gelang es, gegen die Ursachen von Kriegen und Bürgerkriegen gesellschaftliche Schutzinstrumente zu entwickeln. Die normativen Leitideen einer egalitären Demokratie und eines egalitären Völkerrechts sind dabei die bedeutendsten zivilisatorischen Errungenschaften einer Friedenssicherung, des innergesellschaftlichen Friedens und des Friedens zwischen den Völkern. Beide Leitideen wurden in den vergangenen Jahrzehnten weitgehend ausgehöhlt oder zerstört. Die Demokratie wurde in eine zunehmend autoritäre Eliten-Wahloligarchie verwandelt und das Völkerrecht dem hegemonialen Gewaltanspruch des militärisch, ökonomisch und propagandistisch Stärksten unterworfen. Durch diese Entwicklungen haben beide Leitideen ihre friedenssichernde Kraft mehr und mehr eingebüßt. Gegenwärtig verschärft sich dieser Abbau zivilisatorischer Errungenschaften in einer Weise, die die Zukunft der mensch- lichen Zivilisation insgesamt bedroht.
Die Zivilisationsgeschichte ist durchzogen von leidvollen kollektiven Erfahrungen schwerer Zivilisationsbrüche. Nur sehr mühsam und langsam gelang es, gegen die Ursachen von Kriegen und Bürgerkriegen gesellschaftliche Schutzinstrumente zu entwickeln. Die normativen Leitideen einer egalitären Demokratie und eines egalitären Völkerrechts sind dabei die bedeutendsten zivilisatorischen Errungenschaften einer Friedenssicherung, des innergesellschaftlichen Friedens und des Friedens zwischen den Völkern. Beide Leitideen wurden in den vergangenen Jahrzehnten weitgehend ausgehöhlt oder zerstört. Die Demokratie wurde in eine zunehmend autoritäre Eliten-Wahloligarchie verwandelt und das Völkerrecht dem hegemonialen Gewaltanspruch des militärisch, ökonomisch und propagandistisch Stärksten unterworfen. Durch diese Entwicklungen haben beide Leitideen ihre friedenssichernde Kraft mehr und mehr eingebüßt. Gegenwärtig verschärft sich dieser Abbau zivilisatorischer Errungenschaften in einer Weise, die die Zukunft der mensch- lichen Zivilisation insgesamt bedroht.
Was sagt es über die politische Kultur eines Landes aus, wenn ein Begriff wie „Russlandversteher“ zur Waffe der Stigmatisierung und Ausgrenzung wird? Ist Verstehen nicht die fundamentale Voraussetzung für ein gerechtes Urteilen – eine unverzichtbare Tugend in einer Welt, die sich in Grautönen entfaltet und selten Schwarz oder Weiß ist? In ihrem Vortrag am 13.12.2024 im Theater Ost in Berlin rief Gabriele Krone-Schmalz dazu auf, die gegenwärtige mediale Darstellung Russlands zu hinterfragen und die eigene Perspektive kritisch zu überdenken.
Es wird wärmer und die Ursache ist das Kohlendioxid aus der Verbrennung von Kohle, Gas und Öl. Ein globaler Umstieg auf erneuerbaren Energien ist aber weder technisch noch finanziell rechtzeitig zu schaffen. Wir brauchen einen Plan B um Zeit zu gewinnen. Eine Chance bieten die Ozeane und Landpflanzen, die jedes Jahr rund die Hälfte der CO2 Emissionen absorbieren. Damit würde es zunächst genügen, die Emissionen auf die Hälfte zu senken und die CO2 Konzentration in der Atmosphäre bliebe konstant. Vielleicht könnten die natürlichen Senken sogar noch verstärkt werden. Das Buch lotet die Möglichkeiten dieses Plan B auf der Basis des heutigen Wissens aus. Es wäre ein bürgerfreundlicher Weg in die Zukunft, dem auch ärmere Länder folgen können.
Markus J. Karsten spricht mit Rainer Mausfeld über sein neustes Buch "Hybris & Nemesis". Die Risiken und Gefahren der militärischen und ökologischen Zerstörung sind heute so groß, dass sie die menschliche Zivilisation schlechthin bedrohen. Die Herausforderung eine gute, lebenswerte und wohlgeordnete Weltgemeinschaft herzustellen, stellt sich heute drängender denn je. Doch das einzige Mittel, auf das sich eine Hoffnung gründen lässt, steht uns heute de facto nicht mehr zur Verfügung: die Demokratie. Der Kognitionspsychologe Rainer Mausfeld argumentiert, dass Demokratie zu einer leeren Worthülse geworden ist: War Demokratie einst ein Instrument zur Einhegung von Elitenverkommenheit, wurde uns die zivilisatorische Leitidee von Demokratie enteignet, verfälscht und in ihr Gegenteil verkehrt: in die Herrschaft von Eliten. In einem großen Bogen zeigt Mausfeld auf, wie es zu dieser verheerenden Entwicklung kommen konnte und was wir tun müssen, um dem zivilisatorischen Abgrund zu entkommen. Dabei reicht seine Analyse bis zurück in die Antike: Wir müssen nicht weniger als Recht und Scham wiederentdecken, zwei Affekte, die essentiell mit der wahren Idee von Demokratie verbunden sind.
Der Westen verliert nicht nur den Krieg in der Ukraine: Er verliert sich selbst und ist im Niedergang begriffen. Ulrike Guérot spricht mit Emmanuel Todd darüber und über vieles mehr. Der prominente Historiker und Anthropologe Emmanuel Todd prognostiziert den endgültigen Niedergang der westlichen Welt. Das macht er fest an deren kulturellen und religiösen Verfall, der mit einer wirtschaftlichen Talfahrt einhergeht. Während die Implosion der Sowjetunion zunächst Russland in eine tiefe Krise gestürzt hatte, zog das daraus entstandene Vakuum schließlich auch die USA und den Westen in seinen Sog. Eine paradoxe Entwicklung setzte ein: eine erobernde Expansion des Westens, der gleichzeitig im Inneren verkümmerte. Russland hingegen konnte sich stabilisieren. So stehen im Ukrainekrieg die NATO und die Ukraine einer Großmacht Russland gegenüber, die nunmehr konservativ und beruhigend auf den Rest der Welt wirkt, der dem Westen nicht in sein Abenteuer folgen will. Todd prognostiziert, dass es schlussendlich zu einer Aussöhnung zwischen der Europäischen Union und Russland kommen wird. Ein Europa befreit von US-amerikanischem Einfluss könnte das Ergebnis sein. Mithilfe der kritischen Ökonomie, der Religionssoziologie und der Anthropologie führt uns Emmanuel Todd durch die Welt, durch Russland und die Ukraine, Mittelosteuropa, Deutschland, durch Großbritannien, Skandinavien und die USA, und nicht zuletzt durch Asien und den globalen Süden, deren Positionierung über den Ausgang des Krieges entscheiden wird. Dieses Gespräch wurde am 17.10.2024 aufgenommen.
Florian Warweg, Gabriele Gysi und Friedensforscher Leo Ensel sprechen über die großen Herausforderungen unserer Gesellschaft, die Probleme der Friedensbewegung und vieles mehr.
Ein Gespräch über den (lamentablen) Zustand der deutschen Friedensbewegung und die Gründe dafür, westliche Doppelmoral in Bezug auf Ukraine und Gaza, wieso Friedensinitiativen derzeit nur aus dem Globalen Süden kommen, den Niedergang der deutschen Diplomatie, anhaltende Erfolge von US-Softpower und was der „taumelnde Hegemon“ USA von der untergegangenen Sowjetunion lernen kann. Zudem entspann sich eine Debatte über die Bewertung der Leistung von Gorbatschow.
Heiner Flassbeck und Albrecht Müller im Gespräch - Die aktuelle Wirtschaftspolitik schafft keinen Wohlstand, im Gegenteil. Das neoliberale Dogma muss endlich aufgegeben werden.
Markus J. Karsten spricht mit Erich Vad - Ein Funke - oder auch: ein Taurus-Marschflugkörper - genügt und in Deutschland herrscht Krieg. Grausamer und schlimmer als wir es uns vorstellen können. Ein Krieg, der unser aller Ende werden kann. Weshalb also haben deutsche Politiker noch immer keine Strategie entworfen, um den Krieg in der Ukraine politisch zu beenden? Diese Frage stellt Ex-General Erich Vad und entwirft ein furchterregendes Szenario, sollte der Ukraine-Krieg aus dem Ruder laufen und nach Deutschland übergreifen. Er erklärt, warum die geplante Stationierung von amerikanischen Mittelstreckenwaffen diskutiert werden muss und inwiefern sich gerade Deutschland für Frieden einsetzen kann und muss. Auf seiner To-do-Liste für unser Land stehen eine überzeugende Abschreckung, eine enge europäische Zusammenarbeit und die Abnabelung von den USA als Win-win-Situation für beide.
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