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Markus J. Karsten im Gespräch mit Heiner Flassbeck: "Grundlagen einer relevanten Ökonomik" heißt das neue Buch von Heiner Flassbeck. Dieses Buch stellt die Ökonomik vom Kopf auf die Füße. Zum ersten Mal werden Märkte ohne ideologische Scheuklappen im Rahmen einer dynamischen Entwicklungstheorie konsequent auf ihre Funktionsweise überprüft und mit Ausnahme des Großteils der Gütermärkte, fundamental in Frage gestellt. Weder Kapital- noch Arbeitsmärkte erbringen die Ergebnisse, die von der überwältigenden Mehrheit der Ökonomen behauptet und bei all ihren wirtschaftspolitischen Empfehlungen unterstellt werden. Für die Wirtschaftspolitik schafft dieses Buch eine völlig neue Grundlage.
Moshe Zuckermann im Gespräch mit Markus J. Karsten über die Situation in Israel und sein neues Buch - "Die Weltgeschichte ist der Fortschritt im Bewusstsein der Freiheit, - ein Fortschritt, den wir in seiner Notwendigkeit zu erkennen haben", sagte Hegel. Dieses Diktum darf als paradigmatisch gelten für den Fortschrittsoptimismus der Aufklärung. Aber unabweisbare Errungenschaften des Fortschritts in allen Lebensbereichen gingen von Anbeginn mit Schattenseiten ebendesselben Fortschritts einher.
Markus J. Karsten spricht mit Brigadegeneral a.D. Erich Vad über die aktuellen Entwicklungen in der Ukraine und Russland, den potenziellen Folgen des Wahlausgangs in den USA - Sind die USA noch unser Freund und Helfer? Apropos: Unter welcher Flagge kämpft eigentlich Europa?
Zachary Gallant sprach am 01.07.24 im Dialogmuseum Frankfurt mit Jason Stanley über dessen Buch »Wie Faschismus funktioniert«. Angesichts der neuen Konjunktur von Ultranationalismen, sowohl in Europa als auch in einer wachsenden Zahl von Ländern weltweit, arbeitet der Philosoph Jason Stanley aus einer historischen und gegenwärtigen Doppelperspektive die allgemeinen Muster, Rhetoriken, Stoffe und Mythen des Faschismus heraus. Stanley ist sich sicher: Nur wenn wir faschistische Politik erkennen, können wir ihren schädlichsten Auswirkungen widerstehen und zu demokratischen Idealen zurückkehren.
Markus J. Karsten sprach mit Flavio Del Ponte über seine Erfahrungen als Arzt in Kriegsgebieten. Kambodscha, Vietnam, Ruanda – vierzig Jahre lang war Flavio Del Ponte als Chirurg weltweit mit dem Leid des Krieges konfrontiert. Heute blickt er in den Rückspiegel und sieht sich selbst als jungen, hoffnungsvollen Arzt, der um die Welt reist und als Kriegschirurg endet. Fast bemerkt er nicht, dass er während dieser Zeit seinen Beruf und die Rollen, die ihm angeboten werden, wechselt: militärisch, politisch und schließlich als humanitärer Helfer. Aber im Herzen bleibt er immer ein Arzt mit der fixen Idee, den Leidenden zu helfen. Heute möchte er die jungen Menschen, die am Anfang ihres Lebens stehen, daran erinnern, wie der Beruf des Arztes, des humanitären Helfers und damit des Friedens eine Berufung sein kann, der man folgen und die man leben sollte. Auch und gerade in unseren Tagen.
Ein Ausschnitt aus der Buchvorstellung vom 4. Juli in Berlin mit Sevim Dagdelen und Patrik Baab: 75 Jahre nach ihrer Gründung scheint die NATO auf dem Höhepunkt ihrer Macht zu sein. Eine blutige Spur sowie drei große Mythen ziehen sich durch die Geschichte des "Wertebündnisses" von seiner Gründung bis in die Gegenwart. Heute fordern der Stellvertreterkrieg gegen Russland in der Ukraine, soziale Verwerfungen durch exzessives Hochrüsten sowie die Einkreisung Chinas in Asien den Militärpakt in nie da gewesener Form heraus. Die NATO setzt auf Eskalation. Was mit der Lieferung von Helmen an die Ukraine begann, ist nun der Ruf nach Soldaten. Mit ihrer expansiven Geopolitik treibt die NATO die Welt näher an den Rand eines Dritten Weltkrieges als jemals zuvor. Es ist Zeit für eine Abrechnung, fordert Sevim Dagdelen.
Heinz Klippert sprach Ende Juni bei einer Veranstaltung von GEW und Rosa-Luxemburg-Stiftung über sein Buch "Frieden? Sichern!" - Pazifistisches Denken gilt als veraltet, wenn nicht gar als naiv und unmoralisch, wie die jüngst bemühte, skandalöse Vokabel des "Lumpenpazifismus" bezeugt. Populär ist dagegen eine neue politische Entschlossenheit, die den Krieg als Mittel der Friedenssicherung verklärt. Heinz Klippert beleuchtet die Hintergründe menschlicher Destruktivität, kommentiert die Aufrüstungs-, Entspannungs- und Friedenspolitik nach dem Zweiten Weltkrieg und plädiert für einen reflektierten Pazifismus, der Waffeneinsätze zwar nicht ausschließt, wohl aber dem sensiblen Hinterfragen, Verstehen und Deeskalieren internationaler Konflikte die absolute Priorität zuweist. Das Buch richtet sich an alle, die der Alternativlosigkeit politischer und militärischer Konfrontation widersprechen und pazifistische Denkweisen retten möchten. Denn Schwarz-Weiß-Malerei bringt keinen Frieden!
"Wir drehen durch" ist ein neues Gesprächsformat von Gabriele Gysi und Florian Warweg. Ziel ist es, mit unangepassten Gästen aktuelle gesellschaftliche Themen zu beleuchten. Wir werfen einen Blick auf brisante Themen, bei denen andere lieber wegschauen. Perfekt für alle, die sich für die Zustände hinter den Schlagzeilen interessieren.
In der ersten Folge haben wir mit der Kabarettistin und Autorin Christine Prayon über die Zustände in der heute-show, ihren Corona-Impfschaden, die Gründe für den Erfolg der AfD und die zunemende Tendenz bei Comedians und Journalisten, nicht mehr die Mächtigen ins Visier zu nehmen, sondern verstärkt nach unten zu treten, gesprochen.
Ein Ausschnitt aus dem Vortrag von Gabriele Krone-Schmalz vom 14.06.2024 im Zentrum für slawische Kulturen der Universität Granada (Spanien) über die aktuellen Ereignisse des Krieges in der Ukraine.
Der zweite Teil von Jonas Tögels Vortrag am 16.06.2024 bei "Koblenz im Dialog" über sein Buch "Kognitive Kriegsführung". "Die Kognitive Kriegsführung könnte das fehlende Element sein, das den Übergang vom militärischen Sieg auf dem Schlachtfeld zum dauerhaften politischen Erfolg ermöglicht." Seit dem Jahr 2020 treibt die NATO eine neue Form der psychologischen Kriegsführung voran: die sogenannte "Kognitive Kriegsführung" ("Cognitive Warfare"), die als die "fortschrittlichste Form der Manipulation" bezeichnet wird. Diese nimmt die Psyche jedes Menschen direkt ins Visier, mit einem ganz bestimmten Ziel: unseren Verstand wie einen Computer zu "hacken". Der Propagandaforscher Jonas Tögel erläutert die Hintergründe und Entstehungsgeschichte der Kognitiven Kriegsführung: vom Beginn moderner Kriegspropaganda vor 100 Jahren über die Militarisierung der Neurowissenschaften bis hin zu Zukunftstechnologien wie Nano-Robotern oder Neurowaffen. Und er zeigt, dass der Gedankenkrieg über sogenannte "Soft-Power-Techniken" bereits heute meist unbemerkt stattfindet.
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