Nach dem Ansturm zehntausender Migranten auf die spanische Exklave Ceuta in Nordafrika sind offenbar fast zwei Drittel von ihnen nach Marokko zurückgekehrt. Das Innenministerium in Madrid erklärte, bis zum Nachmittag hätten sich mehr als 37.500 zunächst in Ceuta eingetroffene Menschen wieder zurück begeben. In den vergangenen Tagen hatten laut Behörden etwa 60.000 Migranten Ceuta über Marokko erreicht. Nach Angaben eines EU-Beamten gelangte bisher keiner von ihnen auf den europäischen Kontinent. Bei dem massenhaften Grenzübertritt sind den Behörden zufolge mindestens 57 Menschen zu Tode gekommen. Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Guardia Civil sagte, einige Opfer seien ertrunken und andere bei einer Massenpanik ums Leben gekommen. Ceuta und die spanische Exklave Melilla bilden die einzigen beiden Landgrenzen der EU mit Afrika. Die Gebiete sind deshalb regelmäßig Ziel von Menschen, die sich ein besseres Leben in Europa erhoffen.