ZeitZeichen

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ZeitZeichen episodes

  • Der Todestag der britischen Cellistin Jaquline du Pré
    Als Vierjährige bekam Jaqueline du Pré ihren ersten Cello-Unterricht. Das renommierte Suggia-Stipendium erhielt die Britin mit elf Jahren. Das "Wunderkind" musizierte mit namhaften Dirigenten und Orchestern der Welt. Ihre unmittelbare Natürlichkeit, Spontaneität und musikalische Präsenz verzauberte immer wieder das Publikum. Doch ihrem kometenhaften Aufstieg folgte ein tiefer Fall: Jaqueline du Pré erkrankte an Multipler Sklerose. Die Krankheit raubte ihr Stück für Stück die Möglichkeit, ihrer großen Leidenschaft nachzugehen und ihr Talent zu teilen. Einen Tag vor ihrem 28. Geburtstag im Jahr 1973 gab die Ehefrau von Daniel Barenboim in New York ihr letztes Konzert an der Seite ihres Mannes. Wenig später musste sie Aufnahmen im Studio abbrechen. Gelegentlich war sie noch als Lehrerin tätig, bis sich ihr Gesundheitszustand so verschlechterte, dass sie keine Tätigkeit mehr ausüben konnte. Sie verstarb im Alter von 42 Jahren. Zwar blieben ihr Lebenswille und ihr Witz ungebrochen, doch waren die letzten Jahre auch ein quälender Abschied.
    15 min
  • Die letzten Judentransporte erreichen das Vernichtungslager Maly Trostenez
    Maly Trostenez bei Minsk ist einer der größten Vernichtungsorte des Holocaust. Aus deutschen Städten, Köln, Düsseldorf und Hamburg zum Beispiel, wurden Juden in die Hauptstadt der von der Wehrmacht besetzten Sowjetrepublik Weißrussland deportiert und - oft gleich nach der Ankunft - in Maly Trostenez ermordet. Mehr als 60.000 Menschen wurden Opfer dieses Verbrechens. "Holocaust mit Kugeln" nennt das der Historiker Uwe Neumärker. 75 Jahre nachdem der letzte Transport von Juden in Malyj Trostenez ankam, errichtet eine Initiative von Weißrussen und Deutschen dort eine Gedenkstätte.
    15 min
  • Der Geburtstag der Schriftstellerin Frieda von Bülow
    Auf den ersten Blick: Frieda Freiin von Bülow, Tochter aus hochadligem Haus, geboren am 12. Oktober 1857 im damals osmanischen Smyrna, wo der Vater als preußischer Konsul diente – Privilegien also verbunden mit Exotik. Auf den zweiten Blick: Sie stammte aus einem verarmten Zweig der Familie, der Vater starb zu früh, sie musste entweder standesgemäß heiraten, was nicht klappte, oder Geld verdienen. Aristokratisch und Frau: für die Berufswahl ein schwerer Ballast. Sie wurde Lehrerin. Und dann geriet sie in den Sog der deutschen Außenpolitik. Deutschland, ein Land ohne Kolonien, wollte endlich mitspielen im internationalen Run um die Ausbeutung fremder Gebiete, Deutsch-Ostafrika wurde seine erste Kolonie. Frieda von Bülow, begeisterte Unterstützerin der Kolonialidee, zog 1885 auf den schwarzen Kontinent, als Krankenschwester und Journalistin. Sie lebte so eigenwillig und selbstbewusst, dass sie zum Skandal wurde, beschrieb die brutale Herrschaft des deutschen Kolonialpioniers Carl Peters – in den sie unglücklich verliebt war – und die blutigen Kämpfe mit den aufbegehrenden Afrikanern. Als sie 1889 an Malaria erkrankte, zog sie zurück nach Deutschland und verarbeitete ihre Erfahrungen in Romanen wie „Tropenkoller“ und „Im Lande der Verheißung“. Sie starb 1909 mit erst 51 Jahren.
    15 min
  • ZeitZeichen vom 11.10.2002 - Jimmy Carter erhält den Friedensnobelpreis
    Am 11.10.2017 erhält Jimmy Carter den Friedensnobelpreis - Das war unser Thema im ZeitZeichen vom 11.10.2017Jimmy Carter schaffte es als einziger US-Präsident, im Nahost-Konflikt wirklich etwas zu erreichen. Mit dem Camp-David-Abkommen begann der Frieden zwischen Israel und Ägypten. Vielleicht kam Jimmy Carter als Präsident dennoch zu früh für diese Welt.
    15 min
  • Der Todestag von Ernesto „Che“ Guevara
    „Heute beginnt eine neue Etappe“ mit diesem Satz eröffnete „Che“ Guevara am 7. November 1966 sein Bolivianisches Tagebuch. Es war die letzte seines kurzen Lebens. Elf Monate später wurde der „Held der Kubanischen Revolution“ in La Higuera erschossen. Der Versuch, in Bolivien den Grundstein für eine kontinentale Revolution zu legen, war gescheitert. Sein Tod machte Che zum Idol antiamerikanischer und antiautoritärer Protestbewegungen. Bis heute hat der Revolutionär von seinem Charisma wenig eingebüßt. Seine politische Botschaft ist aber hierzulande weitgehend in Vergessenheit geraten. Das auf T-Shirts, Kaffeebecher und Poster gedruckte Bild - schwarze Baskenmütze auf dunkler Mähne - hat zum Kultstatus des Revolutionärs beigetragen, nicht aber zur sachlichen Auseinandersetzung mit Guevaras politischen Visionen geführt.
    15 min
  • Der Todestag von Karl dem Kahlen, erster westfränkischer König
    Bruderkriege galten schon immer als besonders grausam und verheerend. Die Entscheidungsschlacht von Fontenoy 841, in der „Karl der Kahle“ und „Ludwig der Deutsche“ gegen ihren Bruder Lothar kämpften, war es auf jeden Fall: Mehrere tausend fränkische Krieger starben und die Chronisten notierten schaudernd, Felder, Wälder und Sümpfe wären danach „von Blute rot“ gewesen. Und warum das alles? Weil es Streit um das Erbe gab. Am Ende wurde das gigantische Reich, das Karl der Große beherrscht hatte, von seinen Enkeln für immer zerteilt. Karl der Kahle bekam den Westen des alten Karolingerreiches und damit die am besten entwickelten Gebiete. Auch wenn er bei der Sicherung seiner Herrschaft nicht immer eine glückliche Hand hatte, gilt er zu Recht als erster König Frankreichs.
    14 min
  • Der Geburtstag des amerikanischen Unternehmers Ray Kroc
    Ray Kroc ist ein einfacher Milkshake-Verkäufer, als er Anfang der 1950er Jahre ein Burger-Restaurant der Brüder Richard und Maurice McDonald besucht. Er ahnt: Dieses Unternehmen, für das die Brüder gleich acht seiner Milkshake-Maschinen gekauft haben, ist etwas Besonderes.Der 52-Jährige steigt in das Unternehmen ein – und er wird derjenige, der aus McDonald's einen Weltkonzern macht. Mithilfe des Franchise-Systems, bei dem die einzelnen Restaurantbetreiber Pacht zahlen, expandiert das Unternehmen mehr und mehr. Heute zählen knapp 37.000 Filialen zur McDonald‘s-Company. Ray Kroc, der Inbegriff des amerikanischen Selfmade-Manns, stirbt 1984 als Multimillionär. Sein Name mag vielen heute kein Begriff mehr sein, sein Imperium ist umso bekannter. Um die 70 Millionen Kunden hat der Laden mit dem „Goldenen M“ – täglich.Von Jana Fischer
    15 min
  • Der Bordeaux-Brief mit der blauen und roten Mauritius wird abgeschickt
    Mauritius im Herbst 1847. An einem Montag trägt der Weinhändler Edward Francis einen Brief auf die Post in Port Louis, der Hauptstadt des Inselstaates. Ein Geschäftsschreiben für einen Handelspartner in Frankreich, frankiert mit je einer blauen und roten Mauritius. Unter der britischen Herrschaft wurden die Postwertzeichen neu eingeführt. Im September 1847 gingen die ersten 500 One Penny- und Two Pence-Marken durch die Handpresse. In der Mitte das Profil der Queen Viktoria, umrandet von einem Schriftzug: „Post Office Postage Mauritius“. Damit war die Vulkaninsel im Indischen Ozean die erste Kolonie des Empires, die über eigene Briefmarken verfügte. Irgendwann im Dezember erhält der Lieferant des Weinhändlers in Bordeaux jenen Faltbrief aus Mauritius, abgestempelt am 4. Oktober 1847, frankiert mit Wertmarken, die es ein Jahr später in der Form nicht mehr gibt. Die neuen Marken zeigen zwar das gleiche Motiv, die gleichen Farben, den gleichen Wert, aber „Office Postage“ fehlt. Statt dessen ist zu lesen „Post Paid“. Ein veränderter Schriftzug, der die erste Auflage zum Unikat werden lässt. Heute ist der frankierte Umschlag eines der teuersten Objekte, die die Philatelie aufzuweisen hat. Warum eigentlich? Nur eins ist klar. Der Umschlag ist ein Mythos und er schreibt Kolonialgeschichte.
    15 min
  • Erstmals "Tag der offenen Moschee"
    Ob in Iran, Jordanien, Indonesien oder der Türkei - im Urlaub schauen sich die Touristen gerne die weltberühmten Moscheen an. Hier in Deutschland bestand lange eine große Scheu, die islamischen Gebetsstätten zu besuchen. Entweder wirkten sie abweisend, verschlossen oder man konnte sie, versteckt in Hinterhöfen, erst gar nicht finden.Anfang der 1990er Jahre öffneten erstmals Moscheen am 3. Oktober ihre Pforten für einen Tag der offenen Tür. Es geschah ausgerechnet in Köln, da sich dort fast alle Zentralen der größeren Islamverbände befanden. Und bewusst wurde der 3. Oktober gewählt, um die Einheit mit Deutschland zu signalisieren. Das Interesse der Bevölkerung war groß und so wurde 1997 aus dem Experiment eine Dauereinrichtung. In ganz Deutschland öffnen seitdem jedes Jahr rund 1000 Moscheen ihre Tore für rund 100.000 Besucher.
    14 min

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ZeitZeichen in der MorgenMusik erinnert an wichtige Ereignisse in der Vergangenheit. Dabei geht es nicht nur um Geschichte, Politik, Kunst und Kultur, sondern auch um das Alltägliche und Skurrile.…

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