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In der Regel strebt man danach, die beste Entscheidung zu treffen. Das ist grundsätzlich auch ein guter Ansatz. Allerdings kann die Suche danach langwierig werden, weshalb es sinnvoll ist, sich zeitliche Grenzen und eine Deadline zu setzen, um vom Überlegen zum Handeln zu kommen. Letztlich ist es nämlich auch eine Entscheidung, keine Entscheidung zu treffen – beispielsweise aufgrund diverser anderer Fragestellungen oder dahinterliegender Probleme. So ist es notwendig, sich bewusst zu werden, was jetzt eigentlich genau entschieden werden muss und warum diese Entscheidung zu diesem Zeitpunkt wichtig ist.
Coaching kann bei der Entscheidungsfindung insbesondere dann helfen, wenn man zwar vordergründig alles für die Entscheidung Relevante vorliegen hat, aber dennoch die Entscheidung nicht treffen kann. Es geht dann darum, die dahinterliegenden Gründe und Unsicherheiten für die Verzögerung zu finden. Denn natürlich sind viele Entscheidungen auch immer mit Risiken verbunden, die wiederum Ängste und Sorgen auslösen können. Schließlich ist mit jeder Festlegung ein bestimmter Weg festgesetzt, der andere Wege ausschließt. Zudem entscheidet man sich auch in der Regel „gegen“ etwas: Hier kann es sein, dass man sich von vertrauten und Sicherheit bietenden Strukturen aufgrund einer Entscheidung, diese zu erneuern, trennen muss. So spielen auch Verlustängste in diesem Prozess eine wichtige Rolle.
Letztlich muss man sich aber eingestehen, dass es das gar nicht gibt: die perfekte Entscheidung. Es ist eine Illusion, wenn man annimmt, dass man alle Eventualitäten des einzuschlagenden Weges kennen und bewerten könnte.
Entscheidungstipps
So wird im Coaching beispielsweise der Klient auf das gute alte „Bauchgefühl“ aufmerksam gemacht. Schließlich ist aus der Entscheidungsforschung bekannt, dass wir alle sogenannte somatische Marker haben, die uns signalisieren, inwiefern wir mit dem, was wir tun, in Einklang stehen. Beim eher bauchorientierten Klienten gilt es z.B. im Zuge des Entscheidungsprozesses in sich hineinzuhorchen: Wie fühle ich mich mit der oder jener Wahl, was empfinde ich beim Gedanken an eine bestimmte Entscheidung? Danach wird die rationale Seite – also der „Kopf“ – herangezogen und damit die analytische, argumentative Betrachtung der Entscheidung. Sind beide Seiten deckungsgleich, stimmen Kopf und Bauch sozusagen überein, dann trifft man in aller Regel eine gute Entscheidung.
Entscheidungsfallen
Eine andere Falle ist, dass alte und falsche Entscheidung selten revidiert werden, allein aufgrund der Tatsache, dass man sie damals getroffen hat. Schließlich ist es die eigene, die „richtige“ Wahl gewesen, warum soll sie nun falsch sein. Zudem befürchten viele Entscheidungsträger, dass eine Abkehr als Fehlereingeständnis oder als Fehlerselbstanzeige aufgefasst werden könnte, was wiederum Ängste auslösen kann. Letztlich gibt es noch die verbreitete und beliebte Falle der falschen Einschätzung: Risiken werden bei unternehmerischen Entscheidungen nicht selten unter-, Chancen aber überschätzt. So entstehen verzerrte Wahrnehmungen, die die Entscheidungsfindung (negativ) beeinflussen.
Was viele beim Entscheidungsprozess gerne vergessen oder absichtlich übersehen, ist, dass Entscheidungen immer (auch) emotional sind, zugespitzt formuliert: Man kann gar keine rationalen Entscheidungen treffen. Tatsächlich weisen Hirnforschungen auch darauf hin, dass Entscheidungen zunächst emotional getroffen und dann erst rational bewertet o.ä. werden. So gilt, was eingangs bereits festgehalten wurde: Man sollte auf sein Bauchgefühl hören.
By Dr. Christopher Rauen & Andreas SteinhübelIn der Regel strebt man danach, die beste Entscheidung zu treffen. Das ist grundsätzlich auch ein guter Ansatz. Allerdings kann die Suche danach langwierig werden, weshalb es sinnvoll ist, sich zeitliche Grenzen und eine Deadline zu setzen, um vom Überlegen zum Handeln zu kommen. Letztlich ist es nämlich auch eine Entscheidung, keine Entscheidung zu treffen – beispielsweise aufgrund diverser anderer Fragestellungen oder dahinterliegender Probleme. So ist es notwendig, sich bewusst zu werden, was jetzt eigentlich genau entschieden werden muss und warum diese Entscheidung zu diesem Zeitpunkt wichtig ist.
Coaching kann bei der Entscheidungsfindung insbesondere dann helfen, wenn man zwar vordergründig alles für die Entscheidung Relevante vorliegen hat, aber dennoch die Entscheidung nicht treffen kann. Es geht dann darum, die dahinterliegenden Gründe und Unsicherheiten für die Verzögerung zu finden. Denn natürlich sind viele Entscheidungen auch immer mit Risiken verbunden, die wiederum Ängste und Sorgen auslösen können. Schließlich ist mit jeder Festlegung ein bestimmter Weg festgesetzt, der andere Wege ausschließt. Zudem entscheidet man sich auch in der Regel „gegen“ etwas: Hier kann es sein, dass man sich von vertrauten und Sicherheit bietenden Strukturen aufgrund einer Entscheidung, diese zu erneuern, trennen muss. So spielen auch Verlustängste in diesem Prozess eine wichtige Rolle.
Letztlich muss man sich aber eingestehen, dass es das gar nicht gibt: die perfekte Entscheidung. Es ist eine Illusion, wenn man annimmt, dass man alle Eventualitäten des einzuschlagenden Weges kennen und bewerten könnte.
Entscheidungstipps
So wird im Coaching beispielsweise der Klient auf das gute alte „Bauchgefühl“ aufmerksam gemacht. Schließlich ist aus der Entscheidungsforschung bekannt, dass wir alle sogenannte somatische Marker haben, die uns signalisieren, inwiefern wir mit dem, was wir tun, in Einklang stehen. Beim eher bauchorientierten Klienten gilt es z.B. im Zuge des Entscheidungsprozesses in sich hineinzuhorchen: Wie fühle ich mich mit der oder jener Wahl, was empfinde ich beim Gedanken an eine bestimmte Entscheidung? Danach wird die rationale Seite – also der „Kopf“ – herangezogen und damit die analytische, argumentative Betrachtung der Entscheidung. Sind beide Seiten deckungsgleich, stimmen Kopf und Bauch sozusagen überein, dann trifft man in aller Regel eine gute Entscheidung.
Entscheidungsfallen
Eine andere Falle ist, dass alte und falsche Entscheidung selten revidiert werden, allein aufgrund der Tatsache, dass man sie damals getroffen hat. Schließlich ist es die eigene, die „richtige“ Wahl gewesen, warum soll sie nun falsch sein. Zudem befürchten viele Entscheidungsträger, dass eine Abkehr als Fehlereingeständnis oder als Fehlerselbstanzeige aufgefasst werden könnte, was wiederum Ängste auslösen kann. Letztlich gibt es noch die verbreitete und beliebte Falle der falschen Einschätzung: Risiken werden bei unternehmerischen Entscheidungen nicht selten unter-, Chancen aber überschätzt. So entstehen verzerrte Wahrnehmungen, die die Entscheidungsfindung (negativ) beeinflussen.
Was viele beim Entscheidungsprozess gerne vergessen oder absichtlich übersehen, ist, dass Entscheidungen immer (auch) emotional sind, zugespitzt formuliert: Man kann gar keine rationalen Entscheidungen treffen. Tatsächlich weisen Hirnforschungen auch darauf hin, dass Entscheidungen zunächst emotional getroffen und dann erst rational bewertet o.ä. werden. So gilt, was eingangs bereits festgehalten wurde: Man sollte auf sein Bauchgefühl hören.

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